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#1

Partnerin: Wie lange durchhalten? HILFE

in Treffpunkt für Angehörige 07.02.2014 07:25
von Zinni (gelöscht)
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Hallo,
Ich bin mit einem paranoid-schizophrenem Mann verheiratet. Er hat den Bezug zur Realität verloren - geht aber arbeiten, auch wenn er dabei arge Ängste ausstehen muss. Nach aussen wirkt er 'normal' nur die Familie bekommt seine Psychose mit. Seine Stimmung wechselt von Hoch zu Tief. Euphorisch, wir planen die Zukunft mit unseren zwei Kindern (eins mit drei jahren und ein Säugling mit 4 Monaten), er mag mit mir zusamen leben und denkt, wir bekommen das hin, bittet mich um chancen. in den tiefs stellt er alles in Frage: Job, Beziehung, seine Fähigkeiten, meine Liebe für ihn. Im Moment regel ich hier den Alltag und Haushalt alleine, da er so beschäftigt ist mit seinen Gedanken. Er meint alle reden über ihn, er gehört als einziger nicht dazu, die MEnschen unterstellen ihm angeblich wüste Dinge. Er hat kein Bild von sich selbst und weiss auch nicht, wie er auf andere wirkt. zwei mal schon meint er in andere Frauen verliebt zu sein. Ist sich aber nicht sicher und da läuft auch nix. seine gefühle zu deuten fällt ihm schwer. auch der normale kontakt zu fauen. er denkt oft, sie wollen was von und er kann sich nicht normal verhalten. small talk etc.
Hinzu kommt, dass er goa party Fan ist mit den dazu gehörigen Drogen. Sein Problem sei dabei die Angst nach drogen zu fragen. Alle schaffen das, nur er nicht. Er hat keine Chance mehr im Leben zum 'großen ganzen' dazu zugehören. Die MEnschen testen ihn, alle beobachten ihn und wenn er dann wegen seinen Ängsten anfängt zu schwitzen oder so ist er der Meinung, dass sie ihm unterstellen, er würde Frauen oder Kinder komisch anschauen. Zuhause im Sicheren dann hält er sich für seine Reaktionen immer für einen Volldeppen und versinkt in Depressionen.

Ich weiss, das alles spricht dafür das Weite zu suchen. Für die Kinder ist er ein prima Vater, der große hängt sehr an ihm. Ich hänge auch an ihm und wir haben in den 'Hochs' sensationelle Zeiten. Wir verbringen prima Urlaube und gute Zeit. Er inspiriert und fordert mich. Wir sind ein Stück weit auch Seelenverwandte - er ist mein bester Freund und versteht mich. So einen Menschen gibt es nur einmal für mich. Wir kennen uns schon 20 jahre (sind beide 37 Jahre alt).

Meine frage ist: Soll ich ihm in seiner Krankheit weiter beistehen neben all den Verletzungen die er mir zufügt oder soll ich mich und die Kinder in Sicherheit bringen?

Eigentlich mag ich im Beistehen. In guten wie in schlechten Zeiten. Wie kann ich mit den Verletzungen umgehen? Im Grunde weiss ich dass er krank ist. wenn er aber vor mir steht und nicht weiss, ob er sich in eine andere verliebt hat, tut das als Frau sehr weh. Auch wenn das nur in seinem Kopf ist - es läuft nichts!! Das letzte mal hat er sich, als der schub rum war nicht mal mehr daran erinnert, dass der das gesagt hatte...

Seine Bestrebungen sich Hilfe zu holen sind (noch) gering. Er war kurz n der Klinik. Aber "die können ihm alle nicht helfen".

Ich freue mich auf dringend notwendige Antworten von Euch!!!
DAnke!


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#2

RE: Partnerin: Wie lange durchhalten? HILFE

in Treffpunkt für Angehörige 07.02.2014 09:53
von Lichtliebe (gelöscht)
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Hallo erstmal,
so wie Du die Situation beschreibst braucht Dein Mann dringend Hilfe.
Was ich nicht verstehe, wieso konnten sie Deinem Mann in der Klinik nicht helfen?

Wenn Dein Mann erst mal in Therapie ist, wird es bestimmt besser. Vielleicht kannst du ihm sagen, dass er sich Hilfe holen muss, damit Du ihm weiter beistehen kannst.

Ich wünsche Dir alles Gute und viel Kraft für diese schwere Zeit!

Lichtliebe


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#3

RE: Partnerin: Wie lange durchhalten? HILFE

in Treffpunkt für Angehörige 07.02.2014 10:34
von Isabell (gelöscht)
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Hi Zinni,

offenbar hat dein Partner einen akuten Schub. Eine akute Psychose gehört unbedingt in Behandlung, es wäre also nötig, dass dein Mann bei einem Arzt vorstellig wird. Anscheinend gibt es noch keine medikamentöse Behandlung? Auf jeden Fall braucht dein Partner ein Medikament, dass die positiven Symptome entsprechend dämpft. Es gibt auch Betroffene, die die Behandlung mit Neuroleptika völlig ablehnen, aber offenbar ist bei euch der Leidensdruck ziemlich hoch und deswegen muss auch etwas getan werden.

Sicherlich wird die Situation von dir als quälend empfunden, das ist eine enorme Belastung auch für Angehörige. Ein akuter Psychoseschub ist meistens allerdings nicht dauerhaft und du sagst ja selbst, dass es in eurer Beziehung streckenweise auch sehr gut läuft. In einem Krankenhaus wird man deinen Partner zunächst für einige Wochen auf die richtige Medikation einstellen. Das ginge auch ambulant, aber ich kann nicht sagen, was in eurem Fall nun gerade das Beste ist.

Zinni, ich empfehle dir, durchzuhalten. In wenigen Wochen wird sich bestimmt eine deutliche Verbesserung bei deinem Partner zeigen, sofern er bereit ist, ärztliche Hilfe anzunehmen. Als Lebensgefährtin kannst du auch etwas beitragen, indem du mit ihm über die Notwendigkeit einer Arztbehandlung redest. Ohne Medikamente dürfte es sehr schwierig werden, die Wahnideen des Partners alltagstauglich umzusetzen. Du weißt ja inzwischen von den Höhen und Tiefen eurer Ehe, insofern kannst du es auch einfach als Krankheitsepisode verbuchen und dich auf die besseren Zeiten freuen, die euch sicher auch wieder bevorstehen.

Alles Gute,
Isa


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#4

RE: Partnerin: Wie lange durchhalten? HILFE

in Treffpunkt für Angehörige 07.02.2014 11:46
von Garfield (gelöscht)
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Wenn er mit dir zusammenleben will und von dir erwartet daß du dich bemühst mit seiner Krankhiet klarzukommen, dann hast du auch das Recht zu verlangen daß er sich bemüht und sich in Behandlung begibt.


Ich rate auch dazu darauf zu bestehen daß er sich in Behandlung begeben muss UND daß er von Drogen absolut die Finger lässt.


zuletzt bearbeitet 07.02.2014 11:54 | nach oben springen

#5

RE: Partnerin: Wie lange durchhalten? HILFE

in Treffpunkt für Angehörige 07.02.2014 12:51
von Zinni (gelöscht)
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Hallo. Danke für die Antworten! Sie helfen mir schonmal weiter.

Das Problem ist, dass er eben immer hin und her gerissen ist, ob er mit mir zusammenleben will. im Moment wechselt das stündlich. Mal fehlt ihm was an mir. Mal möchte er mich knuddeln. ich weiss echt nicht wie ich das weiter aushalten soll. Wenn ich ihm die Bedingungen von Garfield stelle, die ich auch für sinnvoll halte muss ich damit rechnen die Konsequenzen durchzuziehen. Ich gehe nämlich davon aus, dass er die Bedingungen nicht erfüllen kann oder möchte. Soll ich dann Rücksicht nehmen weil er krank ist?? Was ist mit mir? Ich fühle mich so gebrochen. Wir haben so gute Zeiten - aber ich weiss nicht, ob ich die schlechten länger ertragen kann. Weil es eben auch so persönlich gegen mich geht. Und ich kann nicht mehr unterscheiden, was Realität und Wahn bei ihm ist. Wenn er mich wirklich nicht mehr mag werde ich das akzeptieren.

Entschuldigt ist so schwer grad - auch wegen den Kindern.


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#6

RE: Partnerin: Wie lange durchhalten? HILFE

in Treffpunkt für Angehörige 07.02.2014 13:55
von Garfield (gelöscht)
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Zitat
Wenn ich ihm die Bedingungen von Garfield stelle, die ich auch für sinnvoll halte muss ich damit rechnen die Konsequenzen durchzuziehen. Ich gehe nämlich davon aus, dass er die Bedingungen nicht erfüllen kann oder möchte.



Wenn er das nicht will dann sabotiert er die Bezeihung mit seinem Verhalten in einem nicht mehr tolerierbaren Ausmass, und dann ist es sinnvoller wenn das ganze als Beziehung beendet wird.

Zitat
Soll ich dann Rücksicht nehmen weil er krank ist??



In dem Ausmass wie es für dich auf Dauer tragbar ist. Aber nicht wenn er dich zum Fussabstreifer macht und selbst nicht aktiv um die Verbesserung der Situation bemüht.



Und wegen den Kindern, naja, du hast dich entschieden mit einem chronisch psychisch kranken Mann Kinder (mehr als eines!) zu bekommen. Da hätte dir klar sein üssen daß es eben eine Chance gibt daß die Beziehung an der Krankheit zerbrechen könnte wenn sie eskaliert.


zuletzt bearbeitet 07.02.2014 14:09 | nach oben springen

#7

RE: Partnerin: Wie lange durchhalten? HILFE

in Treffpunkt für Angehörige 07.02.2014 19:29
von Hotte | 1.631 Beiträge | 4742 Punkte
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Hallo Zinni,
Du musst in erster Linie an Dich selbst denken.


---
Wenn das Leben Dir Zitronen gibt, mach Limonade draus! (G. Sielaff)
Mein Blog: https://ingo-schreibt-anders.blog
Ich schreibe auch in der http://www.schreibkommune.de/. Dort findet ihr Geschichten und Artikel mit Themen rund ums Schreiben.
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#8

RE: Partnerin: Wie lange durchhalten? HILFE

in Treffpunkt für Angehörige 14.02.2014 18:50
von dannes (gelöscht)
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Hallo Zini,

Kopf hoch, ich kann gut nachempfinden in welcher Situation Du gerade bist. Ich war viele Jahre mit einer Partnerin zusammen und in der Zeit hatte sie 3 Psychosen, dazwischen immer mehrere Jahre ohne ernste Beschwerden. Wenn Dein Mann gerade einen Schub hat, dann warte besser mit solchen Lebensentscheidungen und nimm Rücksicht. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Welt ein Jahr später wieder ganz anders aussieht. Behandeln lassen sollte er sich schon. Wenn er dich verletzt kann er vielleicht nichts dafür, aber das ändert nichs an Deinen empfindungen. Ich kenne das, für den Moment kannst du das ausblenden, aber sprecht darüber wenn es ihm wieder besser geht. Bei allem musst Du auch auf Dich achtgeben und brauchst manchmal viel Kraft. Wenn Dir das auf Dauer gelingt, dann könnt ihr beide glücklich bleiben. Die Angst vor einem Rückfall bleibt aber Dein ständiger Begleiter, mal mehr mal weniger und damit mußt Du umgehen können.


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#9

RE: Partnerin: Wie lange durchhalten? HILFE

in Treffpunkt für Angehörige 14.02.2014 20:55
von Levot (gelöscht)
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Hallo zınnı ıch denke deın mann hat zweı probleme das erste er ıst weıterhın auf der suche nach was anderes und zweıtens keıne gesunde Lebensweısse mıt der krankheıt .Neben medıkatıon könnte eın psychologe gut helfen sıch trennen ıst wırklıch das aller aller letze lösung ıch denke du als partneren solltest alle möglıchen hılffsquellen ın anspruch nehmen bevor du was entscheıdes


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