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#1

Angehörige mit Fragen

in Treffpunkt für Angehörige 17.12.2013 21:52
von Monika (gelöscht)
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Hallo Miteinander.

Ein tolles Forum mit Leuten die Gute Antworten geben können habt ihr hier, viel Lebenserfahrung...
Ich tue eigentlich nichts zur Sache, es geht um eine, sagen wir mal... Bekannte... egal ob Verwandt oder beste Freundin.
Ich muß versuchen mich vage zu halten, sie stöbert viel im Netz aber hier im Mitgliederbereich sollte ich eigentlich sicher sein.
Da sie einen schlimmen Verfolgungswahn hat mißtraut sie allen, ausser mir und ihrem Mann und den drei Kindern.

Das Ganze hat vor 3 Jahren begonnen, Sie fürchtet eine ganz bestimmte Person, fürchtet daß den Kindern oder dem Mann oder ihrer weiteren Familie etwas angetan wird von dieser Person, daß sie heimlich ins Haus eindringt, Dinge verschwinden läßt und irgendwann wieder hinlegt, Lebensmittel vergiftet etc. Sie war 4x im Krankenhaus.
Sie tut wirklich alles was möglich ist, reißt sich ein Bein aus um ihr Leben in den Griff zu bekommen, aber im Moment ist es wieder ganz schlimm. Ihr Lebenswille schwindet dahin habe ich das Gefühl. Das Bedürfnis, die Angehörigen zu schützen wird übermächtig,
Beim Versuch dies zu tun schadet sie sich selbst massiv, macht verrückte Dinge und fordert von Angehörigen sinnlose Dinge zu tun.

Unter anderem auch von mir. Ich weiss nicht wie ich damit umgehen soll. Sie fühlt sich im Stich gelassen wenn ich es nicht tue.
Wenn ich versuche ihr zu vermitteln das ihr "Plan" planlos ist wird sie noch panischer und versucht mir zu vermitteln wie ernst die Lage ist und das es um Leben und tot geht.
Sie bekommt Medikamente, klar, aber trotzdem kommt es immer wieder zu diesen Schüben, die für sie so furchtbar sind.

Der Auslöser ses ganzen war eben eine bestimmte Person, vor der sie Angst hat. Sie glaubt auch, das diese Person Helfer hat die bei der Umsetzung dieser Pläne mithelfen.
Da diese Person in Wirklichkeit gar nichts macht, oder nichts mehr macht, genau läßt sich das nicht sagen ob da überhaupt mal irgendwas war, das über fiese Sprüche und Zickerei hinaus ging, kann man natürlich nichts nachweisen.
Wo nichts ist, gibt es keine Beweise. Vielleicht war es eine Art Mobbing, vielleicht auch noch nicht einmal das.

Selbst wenn es sich entkräften ließe, oder die Person z.B. an die andere Seite der Erde zieht oder verstürbe: Würde sich die Psychose dann anderweitig äußern?
Seit Ausbruch der Krankheit gibt es keinen Kontakt mehr zu dieser Person.
Ich habe schon überlegt mit der Person zu sprechen aber was soll das bringen.

Wie soll ich mich verhalten: Ihr die Sachen ausreden und damit zu den Bösen gehören die ihr auch alle nicht glauben oder gibt es einen Mittelweg?

Liebe Nachtgrüße


zuletzt bearbeitet 17.12.2013 21:56 | nach oben springen

#2

RE: Angehörige mit Fragen

in Treffpunkt für Angehörige 18.12.2013 01:01
von Hotte | 1.628 Beiträge | 4726 Punkte
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Hallo Monika,
erstmal herzlich willkommen hier.
Soweit ich weiss, soll man den Wahn nicht bestätigen. Solange eine Psychose akut ist, kann sie in allem Nahrung für neue Wahnideen finden, ist meine Erfahrung.
Auch wenn die Betroffene zu Dir noch Vertrauen hat, so spielst Du doch auch irgendeine Rolle in ihrem Wahnsystem, Du wirst vermutlich nicht als Teil der Realität wahrgenommen, die euch umgibt.


---
Wenn das Leben Dir Zitronen gibt, mach Limonade draus! (G. Sielaff)
Mein Blog: https://ingo-schreibt-anders.blog
Ich schreibe auch in der http://www.schreibkommune.de/. Dort findet ihr Geschichten und Artikel mit Themen rund ums Schreiben.
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#3

RE: Angehörige mit Fragen

in Treffpunkt für Angehörige 21.12.2013 17:19
von Jenni (gelöscht)
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Hallo Monika,
herzlich willkommen im Forum,
ich wünsche dir, dass du hier ein paar Anregungen findest und Antworten auf deine Fragen.


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#4

RE: Angehörige mit Fragen

in Treffpunkt für Angehörige 10.12.2014 20:56
von Hardrockstorm (gelöscht)
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Wenn sie so auf ihre Ideen abgeht,kannst Du wenig machen.Es ist schlicht unmöglich jemanden das auszureden,bewirkt eher das Gegenteil.Allerdings wundert mich wie heftig Ihre Attacken sind wenn sie wirklich Medis bekommt.Was kriegt sie denn?


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#5

RE: Angehörige mit Fragen

in Treffpunkt für Angehörige 10.12.2014 21:00
von Hardrockstorm (gelöscht)
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oh,ist ja schon ein Jahr her,gar nicht gesehen ...Grins


zuletzt bearbeitet 10.12.2014 21:01 | nach oben springen

#6

RE: Angehörige mit Fragen

in Treffpunkt für Angehörige 18.02.2015 16:40
von Monika (gelöscht)
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Hallo,

Die Medikamente weiss ich leider nicht.
Zwischenzeitlich war ich hier abgemeldet und bin nun wieder hier.
Meine "Bekannte" hat leider vor einigen Monaten Suizid begangen. Das Leiden war zu schlimm. Es ist alles furchtbar traurig und ich bin damit natürlich noch nicht durch, manchmal frage ich mich wie es zu dieser Krankheit kommen konnte.
Kennt ihr hier betroffene, die vielleicht durch eine Schwächung des Immunsystems wie z.B. Lungenentzündung quasi eine Psychose als Folgeerkrankung bekommen haben?

Und wie kann es sein daß man sich wegen solcher Ängste tötet wenn man doch Kinder hat die auf einen warten?

Und wie kann es sein daß jemand in offener Therapie aus dem Krankenhaus weggeht und die sich einen Dreck scheren wenn derjenige nicht wiederkommt. Ist das so normal?

Liebe Grüße


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#7

RE: Angehörige mit Fragen

in Treffpunkt für Angehörige 18.02.2015 17:37
von MDark (gelöscht)
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Hallo,

Zitat
Ist das so normal?


Nein, normal ist das nicht. Patienten haben in Kliniken oft das Gefühl "alleingelassen" zu sein. Macht die Sache sicher nicht besser.
Eigenltich sollte nach einer bstimmten Zeit sogar eine polizeiliche Fahndung drin sein... Denke ich zumindest.

Zitat
Und wie kann es sein daß man sich wegen solcher Ängste tötet wenn man doch Kinder hat die auf einen warten?


Der Kopf eines Betroffenen ist der reinste Irrgarten. Selbst "Fachleute" haben da so ihre Mühe. Viele Wege in diesem Irrgarten führen entweder in Sackgassen, in Abgründe oder zu Sinnlosigkeit. Verzweiflung macht sich breit und der Druck steigt immer höher. Nicht Betroffene können sich das Schauspiel, was da im Kopf abläuft, nicht mal annähernd vorstellen. Körper und Geist leiden unter Dauerstress. Wahngedanken sind eine eigene Welt, voller Zweifel, Ängste, Projektionen. In einem Wahn erscheint das erdachte auch völlig logisch und nachvollziehbar, viele dieser Welten sind sehr gut durchdacht. Ich selber hatte Panikattacken, Selbstverletzungen und Suizidgedanken. Ich dachte, Scientology würde mich anwerben wollen. Ich hatte Bezihungsideen, die nicht existierten. Ich projizierte meine Gefühle nach Außen und so wurde ein lächelnder kleiner Junge zu einer angsterfüllten Fratze, ich konnte Realität und Fiktion nicht mehr trennen. Selbst meine engsten Verwandten waren für mich eine direkte Bedrohung, da ich halluzinierte, die Gedanken in Form von Blasen wahrzunehmen, die sich entweder näherten oder entfernten. Gesprochen habe ich zu der Zeit sehr wenig.
Je mehr ich in diesem Irrgarten meiner Selbst umherwanderte, desto mehr stand ich einfach nur dabei und sah zu. Ich hatte das Glück mich selber weiterhin beobachten zu können und so manche Mechanismen auszuhebeln. Projektionen von (Ur-)eigenen Ängsten ist in einem Wahn völlig normal. Meistens betrifft es genau die Bereiche im Leben, die einem besonders wichtig sind. Ich stand vor dem Nichts und sah keinen Sinn mehr im Geschehen und im Leben selbst. Irgendwann fand ich mich, in einer völlig fremden Stadt, auf einer Brücke wieder. Mein Hab und Gut schön säuberlich und strikt parallel angeordnet auf dem Gehweg hingelegt. Mit einem Bein war ich schon über dem Geländer, als eine Stimme mir zurief: "Das macht doch keinen Sinn!"
Gefühle der Angst hatte ich in diesem Moment keine mehr, sie wichen einer Abwesenheit jeglicher Bezüge zur Realität, fern von Gefühlen und Gedanken. Es war still geworden in mir. Das erste mal seit langem. Ich hatte abgeschlossen mit dem Leben, keine Angst mehr vor dem Tod, aber dafür Angst vor dem Leben. Ich habe das erste Mal in meinem Leben wirklich losgelassen...
Mit der Relaität hat ein Wahn nicht mehr viel gemeinsam, außer die Überschneidungen das eigene Empfinden zu interpretieren.

Grüße,
MD


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#8

RE: Angehörige mit Fragen

in Treffpunkt für Angehörige 19.02.2015 20:36
von Quietschi | 930 Beiträge | 1901 Punkte
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Hallo Monika.
Aaalso, diese Paranoia bezieht sich auf eine Person. Diese hätte aber Helfers Helfer. Das klingt nach Schizophrenem Gedankengut. Ich bin aber kein Arzt und kann hier keine Diagnose stellen. Deshalb miss meiner Aussage nicht allzu viel Gewichtung bei. So wie du es beschreibst, klingt das eher nach einer uneinsichtigen Person, bzw. einer Person, die sich nicht über ihre Psychose bewusst ist. Was sagt sie denn, weshalb diese Person das täte? Hat sie der Person gegenüber aus irgendeinem Grund ein schlechtes Gewissen gegenüber? Oder haben die sich im realen Leben irgendwie verkracht, dass man nachvollziehen könnte, weshalb sie dächte, dass sich diese Person an ihr rächen wollen würde?
Nein, ich glaube nicht, dass es weg ginge, wenn die Person wegziehen würde. Das Rationale spielt - bis man sich eingesteht Schizophren zu sein - eine untergeordnete Rolle.
Nimm mich, als Beispiel. Ich weiß, dass es Telepathen nicht gibt, trotzdem denkt ein Teil von mir, jemand könnte meine Gedanken mithören, zumal ich auch Stimmen höre, die meine Gedanken kommentieren. Ich weiß, dass sich das nur in meinem Kopf abspielt - das habe ich anderen Leuten vorraus - trotzdem ist diese Krankheit da.
Vielleicht wird deine Freundin nicht auf dich hören, weil in einem selbst die Einsicht wachsen muss, dass da was nicht in einem stimmt, aber mehr als es der Person sagen kannst du auch nicht. Wenn sie dir nicht glaubt, oder dir nicht vertraut, ist das Scheinerleben der Krankheit stärker, als das Vertrauen in Außenstehende.
Weiß nicht, aber vielleicht konnte dir das ein wenig helfen.
Grüße,
Quietschi


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#9

RE: Angehörige mit Fragen

in Treffpunkt für Angehörige 20.02.2015 20:00
von Wolf (gelöscht)
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Hallo Monika,

mein Beileid zum Tod deiner Freundin.
Von Psychose auf Grund von Schwächung des Immunsystems habe ich bisher noch nicht gehört. Wohl aber von Psychose auf Grund psychischer Belastungen.
Es ist halt schlimm, wenn man (wie ich damals) keinen Ausweg mehr finden kann. Ich bin damals dem Suizid knapp entgangen.
Nun kann man den Ärzten die Schuld geben, dass sie das viel schneller erkennen müßten. Anderseits muß man aber auch bereit sein, sich einem Arzt zu öffnen. Ich weiß, dass viele Menschen, gerade auf Grund der Erkrankung, dieses nicht machen. Ursache ist diese hintelistige Erkrankung. Denn man kann das wegen der Erkrankung nicht. Ärzte kennen diesen heimtückischen Zusammenhang, sind aber da auch machtlos.

Gruß vom Wolf


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