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#31

RE: Was ist "richtig"?

in Treffpunkt für Angehörige 17.07.2018 13:11
von Nocturna | 223 Beiträge | 1222 Punkte
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@Heinrich91

Wenn Betroffene und Angehörige Schutz brauchen und extrem unter Stress stehen, dann ist das nicht der richtige Rahmen für Experimente. Das geschilderte Ausmaß reicht völlig um die Krankheitseinsicht fördern zu können.

Die Idee, die Kontakte zu löschen ist super! Das war bestimmt schwierig... aber wichtig. Gut gemacht!
Ich wünsche eine schnelle Besserung!

LG

N.


Lieber einen Schritt vor ins Ungewissen oder zwei zurück in die Hölle?!
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#32

RE: Was ist "richtig"?

in Treffpunkt für Angehörige 17.07.2018 15:55
von Heinrich91 | 53 Beiträge | 145 Punkte
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Liebe @Nocturna

Findest du den nicht das es ihr eine menge selbstbestimmtheit nimmt?
Ich glaube das wenn man schon einen, ich sag mal schaden hat den auch in vollem umfang ausleben dürfen sollte. Vieles wäre natürlich schön zu unterdrücken aber es ist halt für jeden sein persönlicher Werdegang. Jeder übertriebe ausraster macht sie eben zu dem was sie ist.

Ich finde die idee alle kontakte zu löschen durchaus für eine gute idee und der selbst schutz ist natürlich auch wichtig. Nur denke ich das es vielleicht einen besseren weg gegeben hätte. Wie das blockieren der eingehenden Nachrichten. Das wäre nicht so radikal gewesen.

Ich weiß nicht ob du in solch einer lage warst das bei dir alles verschoben war, aber ich für meinen teil finde es schon richtig mit den tief sitzenden Emotionen aus irgendeine art fertig zu werden. Ich für meinen teil habe auch vieles bereut was ich getan habe aber bin froh das ich es getan habe den das hat mich nunmal an diesen punkt in meinem leben gebracht an dem ich sagen kann die Genesung beginnt.

Ich hoffe du nimmst mir das nicht all zu krum, dass ich das so schreibe, will es ja mit niemandem verspaßen. Es ist einfach nur meine persönliche meinung die auf Erfahrungen beruht. Mir wurde das handy auch nicht abgenommen als ich in der geschlossenen war und muss sagen das das handy einem ein wenig Linderung und beschäftigung ermöglicht. Was auch mit derartigem terror und den übertrieben Äusserungen einher geht.

Ich bin mir da nicht so sicher ob alles zum besten der erkrankten geschieht aber denke natürlich das etwas geschehen muss.

Meiner Meinung nach ist das aller wichtigste das die richtigen Medikamente gefunden werden und sie sie auch nimmt. Ich denke da stimmst du mir doch zu oder?


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#33

RE: Was ist "richtig"?

in Treffpunkt für Angehörige 17.07.2018 21:32
von Nocturna | 223 Beiträge | 1222 Punkte
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@Heinrich91

Es ist Teil der Selbstbestimmtheit, Grenzen zu suchen und die dann (liebevoll und empathisch) erfahren zu dürfen. Ich finde Grenzen setzen besser, wie Beziehungen im Affekt irreparabel zu zerstören und das zu bereuen.

Ich habe Positivsymptome und ich habe das Handy eine Weile nur zum Telefonieren unter Aufsicht bekommen. Das hat mir nicht geschadet sondern geholfen. Ich habe bis dahin lange Gelegenheit gehabt, den Alltag und die Gefühle in anderen zu zerstören. Ich wünschte, ich hätte das nicht getan. Manche Beziehungen habe ich für immer zerstört :-( das ist echt übel.

LG

N.


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#34

RE: Was ist "richtig"?

in Treffpunkt für Angehörige 17.07.2018 23:47
von neo | 38 Beiträge | 118 Punkte
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@Nocturna @Heinrich91
Ich tendiere eben auch deshalb zur Vorsicht, weil ich erfahren habe, dass viele mit dem Thema Psychose nichts anfangen können.
Bei meinen entfernteren Kontakten (die den größten Nerv-Anteil abbekommen hatten), denen ich kaum im Alltag begegnet bin, war es kaum möglich, das zerstörte Verhältnis wieder geradezurücken, da auf meine Entschuldigungsnachrichten nichts zurückkam. Was soll ich dann weiter machen? Einer Person bin ich noch begegnet, die dann eben entgegnete, dass ihr das alles zu viel gewesen sei. Das war es dann auch mit der Empathie.

Vielleicht wäre es ein Kompromiss gewesen, das Handy ohne SIM-Karte zur Verfügung stellen, dann würde es mindestens zum Musikhören reichen. Telefonieren unter Aufsicht klingt auch nach einer Möglichkeit.


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#35

RE: Was ist "richtig"?

in Treffpunkt für Angehörige 19.07.2018 07:42
von Kolibri | 21 Beiträge | 131 Punkte
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Hallo zusammen, ich wollte nur noch einmal klarstellen, dass wir gemeinsam natürlich NICHT alle Kontakte gelöscht haben. Unsere Tochter hat selber entschieden, wen sie "behalten" wollte und das waren wir, also die Eltern, Oma, Opa, meine Schwester und ihre drei besten Freundinnen. Ihre kleine Schwester (14) hat sie selber gelöscht, um sie nicht zu überfordern. Ist für beide Schwestern ok, sie halten Kontakt über uns ;-). Bisher habe ich es noch nicht bereut, ihr das Handy zu überlassen. Der erste Tag war etwas anstrengend, weil sie mir sehr viele Nachrichten schrieb. Waren aber eher praktischer Natur, indem sie mich wissen ließ, was ich ihr beim Besuch alles mitbringen soll. Ich habe ihr dann erklärt, dass mich das ein wenig überfordert, wenn sie mich so oft kontaktiert und sie doch einfach eine Liste schreibt, was sie alles benötigt und mir dann (WhatsApp - Sprachnachricht sei Dank) EINE Nachricht schickt. Hat sie verstanden und gestern klappte es schon sehr gut. Sie nutzt es hauptsächlich zum Musikhören. Na ja, ansonsten ist noch kein Ende in Sicht, sie hat gute und schlechte Tage. Sie selber hat noch nicht realisiert, dass sie krank ist. Denkt, sie ist dort die einzige, die "gesund" ist. Sie sagt, wenn sie von den anderen auf der Station gefragt wird, warum sie da ist, dass sie manisch-depressiv ist. Ich bin nicht sicher, ob sie das selbst von sich glaubt oder nur so sagt, damit sie eine Antwort für die anderen hat. Von uns hat noch keiner das Wort schizophren ihr gegenüber in den Mund genommen. Das überlasse ich den Ärzten und warte auf weitere "Anweisungen", wie wir uns diesbezüglich verhalten sollen. Es kommen auch inzwischen ganz andere Facetten zum Vorschein, die ich bislang noch gar nicht so mitbekam. Feindbild Mann, sie unterstellt ihrem früheren Wohnungsnachbarn, pädophil zu sein und seine kleine Tochter zu missbrauchen und solche Dinge .... alles noch sehr sehr wirr, aber es ist jetzt auch gerade mal eine knappe Woche her, dass sie eingewiesen wurde. Geduldig sein ist soooo schwer.


... doch am Ende musst du dein eigener Held sein ...
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#36

RE: Was ist "richtig"?

in Treffpunkt für Angehörige 19.07.2018 22:40
von rose | 914 Beiträge | 2829 Punkte
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Als ich akut psychotisch war und es noch keine Smartphones gab, ging ich immer früh morgens an den stationären Münzfernsprecher. Ein Mal sagte ich meinem Vater, wir bräuchten eine Diätassistentin (er war Krankenhauskoch) und meinen Mann habe ich mal um eine Brechstange gebeten, um ins "Aquarium" (Pflegerraum) reinzukommen. Als ich allerdings zu vernünftigen "Bestellungen" überging, da so etwas nicht funzte, kam mein Mann wieder gerne mir etwas Vernünftiges bringen, (ich stand dann da mit meiner sehr gut überlegten Bestellliste am Münzfernsprecher).


Es gibt keine Probleme, sondern nur zu einfache, vereinfachende Lösungen, die wir für problematisch halten.
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