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#1

Wenn doch die Liebe nicht so stark wäre

in Treffpunkt für Angehörige 16.04.2018 11:02
von Jenny | 12 Beiträge | 40 Punkte
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Hallo ihr Lieben,
ich habe schon lange nichts mehr von mir hören lassen weil ich einfach mit der Situation nicht mehr klar komme. Ich überlege jeden Tag, jede Minute das ganze zu beenden aber kann es einfach nicht. Ich habe seit dem Tot meines Mannes nie wieder so lieben können wie ich es jetzt tue. Ich hatte ja schon erwähnt das die Geschichte mit meinem Freund schon seit Jahren geht, ich ihn Jahrelang gesucht habe, nie wusste warum. Nun haben wir uns und ich bin nur noch unglücklich. Dann schau ich ihn mir einfach nur an und weiß das ich ihn liebe, es tut aber auch verdammt weh. Als wir zusammen kamen waren es einige Monate wo ich mich wie im zehnten Himmel fühlte. Es fehlte an nichts, ich habe noch nie in meinem Leben so viel Liebe, Zuneigung...eben alles, bekommen. Es war wie im Traum. Jetzt ist alles weg. Mein Freund hat nur geschwärmt, er genoss alles von mir, sagte dass er es so noch nie erlebt habe. Nun ist es so das er nicht gestreichelt werden möchte, er sagt das es im unangenehm sei oder es kitzelt ihn. Küssen tut er mich nicht mehr richtig weil ich rauche. Selbst als ich aufhörte änderte es nichts, so dass ich jetzt doch wieder rauche. Sex gibt es nicht mehr weil er es vom Kopf her nicht kann. Berühren tut er mich nicht mehr, wir liegen nur noch umarmt vorm Fernseher das ist alles. Dabei werde ich allerdings auch nicht gestreichelt oder so. Alles nur noch lieblos. Wenn ich es anspreche dann wird er sauer weil er sich gekränkt fühlt. In seinen Augen tut er alles für mich...er holt mich jeden Tag von zu Hause ab und bringt mich morgens nach Hause. Er macht mir meist Frühstück. Er ist pünktlich, er geht nicht fremd...das sind dann die Dinge die er mir vorwirft. Immer wieder kommt es vor das er ganz plötzlich, wie aus heiterem Himmel wütend wird. Den einen Tag zum Beispielt war seine Tochter mit einer Freundin bei uns. Wir grillten auf dem Balkon und alles war gut. Ich bin eine Frostbeule und als es mir abends zu kalt wurde sagte ich das ich kurz mal rein gehen würde, was ich auch kurz darauf tat. Wir hatten etwas Musik an und er fing an etwas zu erzählen was ich aber nicht verstand, also ging ich wieder zu ihm raus. Er trank wieder Bier. Nach einer weile sagte ich dann das ich ins bett gehen würde weil mir kalt war und ich auch müde wurde. Einen kurzen Augenblick blieb ich noch sitzen und alles war ok. Ich sagte dann das ich mich nun fertig machen würde und er schob mir wütend sein Handy hin und sagte das ich es mit nehmen könnte. Ich wusste nicht was er von mir wollte und sagte das ich sein Handy nicht mit nehmen werde, wozu auch? Dann wurde er wieder aggressiv und sagte das ich hinein gucken könnte und sehen würde das er mit niemanden schreibt. Er warf mir wieder vor das ich eifersüchtig sei und ihm unterstelle das er mit anderen Frauen etwas hat. Dann sagte er das ich deswegen nicht ins Bett gegangen bin. Ich sagte ihm das es nicht stimmt und das ich doch jetzt ins Bett gehen würde. Ich wusste mal wieder nicht was er von mir wollte. Es war mir zu blöd und ich ging mich dann fertig machen. Als ich ihm gute Nacht sagen wollte ging er wütend mit seinem Kopf nach hinten ( ich wollte ihm einen Kuss geben) und sagte sauer gute Nacht. Ich ging dann wütend ins Bett. ( wir gehen normalerweise generell zusammen ins Bett) Kurz darauf kam er ins Schlafzimmer, lächelte und war wieder total lieb. Er fragte ganz lieb warum ich ihm denn nicht gute Nacht gesagt habe. Ich schaute ihn an und sagte das ich es ja wollte, er mich aber zurückgewiesen hat. Er lachte lieb und sagte das es nicht stimmen würde. Dann legte er sich kurz neben mich, sagte mir dass er mich liebt gab mir einen Kuss und sagte das er jetzt auch ins Bett kommen würde. Das ist ständig bei uns so...er fängt streit an, wo keiner ist, er verdreht die ganzen Tatsachen. Ich stehe jedes Mal da und weiß gar nicht was los ist. Es wurde vor einigen Jahren bei ihm auch ein Burnout festgestellt. Ist dementsprechend auch nur unter Strom. Er ist ständig gereizt, was ich dann natürlich von seiner Laune aus abbekomme. Ich bin nicht mehr die Frohnatur die ich mal war, wenn man den ganzen Tag nur einen genervten Menschen um sich hat dann kann man nicht mehr wirklich lachen. Das macht er mir zum Vorwurf, er sagt dass er es einfach nicht schafft mich glücklich zu machen, das ich nur wie ein Trauerkloß da sitze. Er merkt einfach nicht das es an ihm liegt. Er macht alles und jeden schlacht, den ganzen Tag. Es kommt kaum etwas positives bei ihm. Wenn dann aber seine Tochter da ist, dann blüht er regelrecht auf. Er lächelt sie an, er kuschelt mit ihr, er redet richtig lieb mit ihr. All das hat er bei mir auch gemacht, jetzt nicht mehr. Mir tut es immer so weh wenn ich das sehe wie er mit ihr umgeht. Mir wird alles nur noch zum Vorwurf gemacht. Ich bin schuld wenn mir Männer hinterher schauen, ich bin schuld das er ständig Taxi spielen muss für alle, dass er kaum Geld hat...eben an allem. Er wirft mir vor für mich haufenweise Geld aus zu geben, was nicht stimmt weil ich immer zusehe selbst zu bezahlen oder die hälfte hinzugebe. Er gibt ständig Geld aus, kauft seiner Tochter andauernd etwas, muss mit Taxi fahren WENN wir mal weggehen, kauft sich ständig etwas usw. Ich bin dann aber Schuld, weil er es für mich ausgibt. Dann kommt er wieder an und beteuert mir seine Liebe und das er mich schon immer wollte. Ach ich weiß einfach nicht mehr was ich machen soll. Meine einzige Hoffnung ist im Moment das er im Juni endlich wieder zum Psychologen geht, allerdings nicht weil er weiß dass er krank ist. Wieso zieht er sich denn so drastisch zurück? Wo ist all diese Liebe geblieben? Den einen Samstag war mal wieder Schluss, wegen nichts. Ich schlief bei mir und er rief an. Es ging wieder hin und her, angeblich habe ich schluss gemacht. Naja, er nahm mir seinen Schlüssel ab und machte schluss. Aber das war wieder nicht so. Er warf mir mehrere Möglichkeiten vor warum ich schluss machte eine davon war, das ich es geplant hatte weil wir am Sonntag zu seiner Tochter zum Geburtstag eingeladen waren. (ich fühle mich aus bestimmten Gründen nicht so wohl wenn ich dort bin) Er fragte wann ich meine Sachen holen würde. Ich sagte das ich es noch nicht wüsste und erst einmal schauen muss, wer mich fährt. Ich habe kein Auto. Dann sagte er das er meinen neuen Freund dann einen Kopf kürzer machen würde wenn ich mit ihm kommen würde. Ich wusste wieder nicht was er meinte, denn ich habe ja keinen neuen. (war auch einer der Gründe warum ich schluss gemacht haben soll) Dann überlegte er was er seiner Tochter sagen soll (sie mag mich sehr) und seine Mutter würde auch fragen warum ich nicht dabei bin. So kam er zum Entschluss das wir noch zusammen sind und ich mit zum Geburtstag gehe. Das tut schon weh, es kam nicht mal der Gedanke um uns. Es war nur wichtig was Andere sagen oder Denken könnten. Ich verstehe seine Gedankenwege einfach nicht. Ist solch Denke normal? Um jeden Rat von Euch bin ich Dankbar. Tut mir leid das es so viel geworden ist, könnte noch so viel schreiben weil ich mich niemanden anvertrauen kann.



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#2

RE: Wenn doch die Liebe nicht so stark wäre

in Treffpunkt für Angehörige 16.04.2018 11:23
von erdbeere | 7.519 Beiträge | 27714 Punkte
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hallo liebe @Jenny

es war doch bei euch so, dass du vermutest dein freund könnte schizophren sein, aber er hat keine diagnose und du sagstest er will auch nicht zum arzt richtig? also für mich hört sich das nach beziehungsproblemen an, das tut mir natürlich leid für dich und muss wirklich belastend sein...einen klugen rat habe ich aber leider auch nicht für dich...aber du bekommst bestimmt noch ein paar gute tipps...

liebe grüße und alles gute für dich
erdbeere


Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust, wird es dir sein, als lachten alle Sterne.
Weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache.
Du allein wirst Sterne haben, die lachen können.

(aus "Der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry)
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#3

RE: Wenn doch die Liebe nicht so stark wäre

in Treffpunkt für Angehörige 16.04.2018 11:34
von Jenny | 12 Beiträge | 40 Punkte
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Hallo erdbeere,
ja so ist es, er hat eben reichlich Anzeichen für eine Schizophrenie. Nun bin ich aber auch keine Arzt und sein Termin ist ja noch einige Monate hin. Beziehungsprobleme denke ich eher nicht, er hat ja Momente wo er mir seine Liebe beteuert. Er meldet sich auch mehrmals am Tag etc. Er ist halt sehr zurückgezogen, lässt mich nicht mehr an sich heran. Ich habe mich seinen Besten Freund und Chef anvertraut weil ich es als wichtig empfand. Ich weiß das mein Freund über all seine Ex nur schlecht erzählt hat, auch mir hat er sehr viel erzählt. Mit der Zeit merkte ich aber das er eine Art Spiegelerzählung hat. Er sagte das sie ihn nicht mehr angefasst haben, keinen Sex mehr wollten und vieles mehr. Nun merke ich das ER es ist, er will dass alles nicht. Sein Bester Freund erzählte mir auch das er über jede Ex (schon in der Beziehung) schlecht über sie redete, nur über mich hat er noch nicht ei schlechtes Wort gelassen. Ich glaube eher das es seine Krankheit ist, die ihn so kalt macht.



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#4

RE: Wenn doch die Liebe nicht so stark wäre

in Treffpunkt für Angehörige 16.04.2018 11:56
von erdbeere | 7.519 Beiträge | 27714 Punkte
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hmmm, ach so aber ihr habt zumindest einen arzttermin ausgemacht? einen psychiatertermin? das ist ja schonmal ein fortschritt wenn er sich doch darauf einlässt...wann ist denn der termin?


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zuletzt bearbeitet 16.04.2018 11:58 | nach oben springen

#5

RE: Wenn doch die Liebe nicht so stark wäre

in Treffpunkt für Angehörige 16.04.2018 12:05
von Jenie | 1.816 Beiträge | 14039 Punkte
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Liebe @Jenny

Das er so hoch und runter reagiert - ergo Launisch das liegt klar daran das er mit sich selbst ein Problem hat. Es ist seine eigene Unzufriedenheit und Launen und hat weniger mit dir zu tun.
Wenn ich all das so lese denke ich das du versuchst es irgendwo verstehen zu wollen warum er so ist und teilweise die Schuld bei dir selbst suchst.

Die erste Frage ist - wie ist er aufgewachsen ? Hatte und hat er ein enges Verhältnis zur Mutter - Vater Familie
Das er nicht viel Nähe und kuscheln usw. mag kann daran liegen das er als Kind viel geschmust, versorgt und geliebt wurde.

Wie war es bei dir selbst ? Viel oder wenig geliebt du brauchst mehr davon und er wenig

Bei Menschen die als Kinder sehr viel Schmusen hatten ist die Kanne voll
Bei Menschen die wenig Körperkontakt Liebe und Schmusen bekommen leer oder halb voll je nach dem :o)

Es kann aber eben auch sein das er sich in sich selbst zurück zieht weil er eigentlich mehr Abstand braucht und sich nicht gut abgrenzen kann. Nicht gut nein sagen nicht gut ausdrücken was er braucht etc.

Das er dir immer wieder sagt das er dich liebt usw. deutet für mich darauf hin das er dich nicht verlieren möchte.

Die 2te Frage ist was braucht er damit es ihm selbst besser geht ? Und das würde ich ihn auch mal Fragen und versuchen Wege - Möglichkeiten und Kompromisse zu finden. Beobachte ihn wann es ihm mal gut geht - was tut ihm gut wann lacht er mal ist unbeschwerte und wo und warum.

Hat er Arbeit? Oder bräuchte er vielleicht einen anderen Job weil er dort nicht wirklich zufrieden ist etc.

Noch ein Tip: Mehr Abstand ist manchmal besser. Ich habe auch so ein Männe der mag nicht gern soviel Nähe :O) Zwei Zimmer jeder eines für sich ist da manchmal hilfreicher als immer in einem Bett zusammen zu schlafen.

Soviel mal zu ihm - und was ist mit dir? Auch du solltest bei dir selbst mal hinschauen was du bräuchtest damit du nicht mehr von ihm selbst so abhängig bist. In der Wechselwirkung spürt er wenn du sehr an ihm hängst und das bürdet ihm unbewusst immer emotionale Schulden auf was Druck macht und er zerissen reagiert, weil er einerseits den Druck nicht haben kann und auf der anderen Seite dir gerecht werden möchte. Auf Dauer ist das Mega Anstrengend für euch beide.

Grüße Jenie


Kreativität ist die Würze im Geist
zuletzt bearbeitet 16.04.2018 12:06 | nach oben springen

#6

RE: Wenn doch die Liebe nicht so stark wäre

in Treffpunkt für Angehörige 16.04.2018 13:22
von Jenny | 12 Beiträge | 40 Punkte
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Ich habe vor einiger Zeit mich an seiner Mutter gewand weil ich mir nicht mehr zu helfen wusste. Wie genau das Verhältnis zu seiner Mutter war kann ich nicht sagen, ich weiß nur dass sie mit ihm überfordert war. Er hat noch drei jüngere Geschwister, war eben der Große der aufpassen sollte ab und an. Seiner Mutter erzählte mir das er im Miniclub war aber jeden Tag von dort abgehauen ist weil er zu seiner Mutter wollte. Wenn die Eltern mal zu den Nachbarn gingen und er auf seine Geschwister aufpassen sollte, war er sofort zu seinen Eltern gegangen. Er machte seinen Geschwistern Angst mit Geschichten. Schon in der Grundschule sollte er ein Projekt machen, alle gaben "normale" Dinge ab, er stellte ein Schlachtfeld dar mit toten Pferden, Blut etc. Er war immer auffällig, wurde immer wieder zum Psychologen geschickt, deswegen auch diese Abneigung heute zum Thema Psychologe. Er erzählt Sachen aus seiner Kindheit, wie z.B. einen toten Nachbarn den er fand, allerdings weiß niemand etwas davon, nicht einmal seine Mutter.
Er selbst sagte mir das er sehr viel Liebe braucht, er hatte anfangs auch immer Angst mich mit seiner Liebe zu erdrücken, da ich aber als Kind von meinem Vater nie Liebe bekam, war es für mich genau das Richtige. Er war wirklich extrem...keine Sekunde wollte er ohne mich sein, rief mich mehrmals an, brauchte meist eine Stunde im Auto um mich zu verabschieden, nahm sich ständig frei auf Arbeit um bei mir sein zu können...er sagte das ich ihm genau das gebe was er sich immer wünschte. Jetzt ist es noch so das ich immer bei ihm schlafen soll, er will abends immer kuscheln. Wenn wir mal weggehen muss ich in seiner Nähe bleiben, wenn ich es nicht tue bekomme ich wieder Vorwürfe und irgendetwas wird mir unterstellt. Er kann es überhaupt nicht leiden wenn man sich nicht um ihn kümmert ihn nicht beachtet, dass sagte er mir gestern erst wieder. Ich selbst unterhalte mich schon kaum noch mit Leuten die ich kenne wenn wir weg sind weil ich weiß das ich ihn dann wieder zu wenig Beachtung schenke.
Das Verhältnis zu seinem Vater hingegen war etwas anders. Mein Freund erzählte mir das er damals unter anderem mit Behinderten Kindern spielte und sein Vater ihn immer diesbezüglich anmachte, er solle mal mit normalen Kindern spielen. Er war auch noch nicht so an Mädchen interessiert, war (in seinen Augen) schmächtig. Sein Vater boxte damals und prügelte sich wohl auch ab und an mal. Mein Freund fing dann an seinen Vater zu beweisen das er genauso sei...er fing an zu boxen, er prügelte sich, er trank sehr viel, er fing mit dem Kraftsport an und vieles mehr. Mir erzählt er, dass er wegen mir anfing zu trinken. Angeblich wurde ihm damals gesagt das ich ihn langweilig fand. Als wir zusammen waren, war er 14 und ich 12. Ich kann mich daran aber kaum erinnern, war eben nicht viel zwischen uns außer Händchen halten. ;-) Er wollte seinem Vater gefallen ich denke aber, das er wiederum bestimmt nicht wollte dass sein Sohn wird wie er. Zwischendurch gab es auch keinen Kontakt zwischen ihm und seinen Vater. Jetzt haben sie welchen aber auch eher distanziert. Seine Mutter, seine Tochter und ich wir sind wohl die wichtigsten Menschen in seinem Leben...so sagt er. Er telefoniert auch sehr oft mit seiner Mutter, seine Tochter ruft er jeden Tag an.
Wenn ich ihm Freiheit geben möchte dann wird er wütend und sagt das wir die Beziehung gleich beenden können. Dabei hatte ich z.B. nur vorgeschlagen mal nen Wochenende wo er seine Tochter hat bei mir alleine zu verbringen, damit er seine Tochter genießen kann. Er will also gar nicht seine Ruhe. Wenn ich mal bei mir schlafen wollte stellte er mich vor die Wahl, entweder ich komme zu ihm oder ich bin frei. Er unterstellt mir immer das ich weggehen würde und jemanden Anderes kennen lerne. Er muss mich unter Kontrolle haben. Wenn er das seiner Meinung nach hat, bekomme ich kaum Zuwendungen. Wenn ich aber arbeiten bin (ich arbeite auf Konzerten etc.), er mich nicht unter Kontrolle hat, dann bekomme ich liebevolle Nachrichten und so.
Er hat Arbeit, fühlt sich dort aber nicht wohl. Er ist Tätowierer, kann oft nicht tätowieren wegen seinen Nerven, bekommt selbst kaum Aufträge, tut aber auch nichts dafür weil er nur überfordert ist. Ab und an denkt er das die Anderen hinter seinem Rücken reden, ihn ausschließen dann kann er auch wieder nicht arbeiten. Er ist sehr extrem verunsichert, steht sich selbst im Wege, bekommt daher nichts hin. Das alles macht ihm zu schaffen, er merkt aber auch nicht dass er sich selbst im Weg steht. Er ist sein größtes Problem. Schiebt aber alles auf die Anderen, auch auf mich. Ich durfte nie alleine nach der Arbeit nach Hause, bekam dann allerdings den Vorwurf das er wegen mir nicht arbeiten kann. (zu wenig Schlaf, deswegen zitternde Hände...dabei fängt er erst um 12.00 Uhr an ) Ich habe bei den einen Job meist gegen 0.00 Uhr Feierabend. Dann kommen die Vorwürfe das er mich ja immer abholen muss, was er aber von sich aus tut. Ich bin aber dann wieder Schuld. Ich hatte mal erwähnt das ich aus dem Grund kaum noch arbeiten bin. Ich will einfach nur noch meine Ruhe haben.
Den Arzt Termin hat er leider erst im Juni, den habe ich auch nur hinbekommen weil ich ihm sagte dass er es für das Amt machen soll, damit er seine Ruhe bekommt. (Burnout) Anders hätte ich ihn nie zum Arzt bekommen. Er ist ja gesund!!
So richtig gut geht es ihm irgendwie nie, er ist den ganzen Tag unter Strom. Er hat immer etwas, entweder Rechnungen, die Arbeitskollegen, jemanden auf der Straße der ihn ärgerte oder oder oder.
Er sagte mir gestern (ich fing an zu weinen weil ich nicht mehr kann) das nach jedem Streit etwas kaputt gehen würde. Er sieht aber nicht das all diese Streite nicht hätten sein müssen, es war ja niemals etwas. In seinen Augen aber schon. Er schiebt auch hier mir die Schuld in den Schuhen. Es sind streite wie diese Sachen die ich hier schrieb. Ein mal hatte eine Freundin von mir uns zum Essen eingeladen. Sie sprachen über die Kinder, bekamen mit dass sie nur ein Jahr auseinander waren, so dass meine Freundin vorschlug seine Tochter mit zu bringen. Daraufhin machte er schluss und unterstellte mir das ich schlecht über seine Tochter gesprochen habe. Ich sagte das es nicht stimmt und das meine Freundin es nur nett meinte. Er blieb aber bei seiner Meinung. Verstehen tu ich den Zusammenhang bis heute nicht. Wir sitzen einfach da, sind lieb zueinander, er küsst mich...setzt sich hin, springt auf und schreit herum das er seine Freiheit haben will, dass er in Ruhe mal an sein Handy will, das alle sich beschweren weil er so oft dran sei. Zuvor war nichts, im Gegenteil. Ich weiß nicht wie er auf solche Dinge dann kommt. Vor allem meist auch mit seinem Handy. Ich habe keinen Rat mehr für sein Verhalten.



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#7

RE: Wenn doch die Liebe nicht so stark wäre

in Treffpunkt für Angehörige 16.04.2018 19:49
von Summer | 186 Beiträge | 1318 Punkte
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Hallo @Jenny, bin natürlich auch kein Arzt, aber das hört sich für mich sehr nach einer Borderline Persönlichkeitsstörung an. Lg Summer 🌻 🌻


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#8

RE: Wenn doch die Liebe nicht so stark wäre

in Treffpunkt für Angehörige 16.04.2018 20:15
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Mh das ist sehr deutlich @Jenny das mit ihm etwas nicht stimmt. Da gibt es auch keine ich sag mal vernünftige Erklärung für das ist schlichtweg Krankhaftes verhalten. Da bleibt dir wirklich nur auf dich selbst zu achten und dich zu schützen das du nicht auch noch krank dadurch wirst.
Aber das ist etwas das musst du letztlich selbst entscheiden denn momentan hängst du schlichtweg in einem Teufelskreislauf darin und nur du kannst dafür sorgen das es für dich aufhört oder weiter so machen.

Solange er selbst nicht einsieht und sich in Behandlung begibt wird das auch so weiter gehen. Warum sollte er auch, denn du machst das bisher alles mit. Er schmeißt dich weg und holt dich wieder wie so ein Ball am Gummiband. Wenn es dir so schwer fällt da für dich ein Schlussstrich zu ziehen würde ich mit an deiner Stelle an eine Beratungsstelle wenden und mir dort weiter helfen lassen.

Für mich hat sowas schon was von psychischer Gewalt und er setzt sich ja regelrecht auf dich drauf. Er bestimmt dein Leben wie du zu schnaufen hast und wann.

Grüße Jenie


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#9

RE: Wenn doch die Liebe nicht so stark wäre

in Treffpunkt für Angehörige 20.04.2018 16:28
von Jenny | 12 Beiträge | 40 Punkte
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Wenn ich ehrlich bin weis ich wirklich nicht mehr was er haben könnte. Er hat Anzeichen von einer Schizophrenie aber irgendwie auch von Borderline, obwohl bei beiden nicht wirklich alles zutrifft. Ich habe mit der zeit nur gemerkt das ich so funktionieren muss wie er es will. Kleines Beispiel: Ich war am Donnerstag mit meinem Sohn verabredet und wollte einiges in der Wohnung machen wo ich Hilfe brauche. Ich erzählte meinem Freund auch davon, was ok war. Dann viel ihm am Tag danach ein das wir ja seine Wohnung am Freitag machen könnten (er findet immer das ich sein Bad besser sauber mache als er ;-) ) Ich sagte ihm das ich noch nicht wüsste ob ich nicht bei mir schlafen würde weil ich nicht wusste wie lange die Aktion mit meinen Sohn ging. Gleich wurde er wieder sauer und sagte das er nur mal einen Tag sauber machen will und genau da muss ich das mit meinen Sohn machen. Im Grunde wurde alles abgesagt weil wir spontan seinen besten Freund beim Hausbau halfen, dementsprechend wurde heute doch bei ihm sauber gemacht. Was auch wieder so eine Sache war. Ich habe den Termin mit meinen Sohn auf heute verschoben weil wir gestern eben seinen Freund geholfen haben. Den Termin für heute habe ich dann auch abgesagt weil wir Gestern acht Stunden lang Beton geschippt haben und ich fast alles alleine machte weil wir nur zu Dritt waren und die Männer andere Aufgaben hatten. Mit tat gestern schon alles weh, hinzu kommt dass ich seit drei Monaten mit dem Rücken und der Hüfte habe, zwei Monate am Stück schmerzen ohne Pause, konnte nicht stehen, nicht liegen...nichts. Jedenfalls war ich nicht so begeistert weil er dann ursprünglich am Sonntag sauber machen wollte. Er wurde gleich wieder sauer und sagte das ich schließlich auch bei ihm wohnen würde etc. Für mich war es von Anfang an selbstverständlich dort auch den Haushalt zu machen, war nie ein Thema. Ich erwähnte auch das ich zwei Haushalte habe, bei mir eben auch sauber machen müsste und es mir heute einfach nicht so besonders gut geht. Es interessierte wieder nicht. Er bedankte sich zwar und sagte wieder das ich es immer so schön sauber mache. Wieder dachte er nur an sich.



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