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#1

Ist die Diagnose Schizophrenie noch sinnvoll?

in Schizophrenie in den Medien 27.01.2018 16:32
von Woody | 134 Beiträge | 617 Punkte
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Liebe Foristi,
Freia hat mich vor einiger Zeit auf den Zusammenhang von Schizophrenie und Depression aufmerksam gemacht. (Danke, @Freia - das war sehr hilfreich!) Sie vertrat die Auffassung, dass es sich dabei um Punkte in einem ganzen Spektrum von Krankheiten handelt. In einer aus gesundheitlichen Gründen nötigen Auszeit bin ich dem nachgegangen - und siehe da: Freia hat Recht!
Mehr darüber könnt ihr hier nachlesen:

Ist die Diagnose Schizophrenie noch sinnvoll? Von Heinz Häfner, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Mannheim.
Zusammenfassung: Am Vergleich von 130 bevölkerungsbezogenen Erstaufnahmen von Schizophrenie, Depression und „gesunden” Kontrollen ab Krankheitsbeginn und am Verlauf von 107 Erstepisoden von Schizophrenie über 11,2 Jahre werden Trennbarkeit und Gemeinsamkeiten von psychotischen, depressiven und manischen Syndromen analysiert. Depression und Schizophrenie beginnen mit identischen, meist depressiven Prodromi. Depression bleibt häufigstes Syndrom im Verlauf der Schizophrenie. Bei Zunahme depressiver und ängstlicher Symptome steigt, bei Abnahme sinkt das Psychoserisiko. Depressive Syndrome sind integraler Bestandteil der Schizophrenie. Die Diagnose Schizophrenie sollte durch ein vierdimensionales Konstrukt mit überwiegend spezifischer Therapieindikation je Dimension ersetzt werden.
https://www.thieme-connect.com/products/...5/s-2006-952032

Der Autor ist der ehemalige Leiter des ZI und hat über lange Jahre Verläufe dortiger Erstaufnahmen detailliert verfolgt und analysiert. Ich denke, die Arbeit ist im Grenzbereich dessen, was man als med. Laie noch verarbeiten kann. Wer sich reinfuchsen mag, findet aber m.E. sehr wertvolle Hinweise, was bei solchen Verläufen "normal" ist. Manches entspricht dabei einfach nicht dem, was bis heute noch in den Lehrbüchern steht und vermutlich auch viele Ärzte so übernommen haben. Also vielleicht auch etwas für den Schreibtisch eures Behandlers...
NB: Die Seite ist leider nicht immer gleich "freigiebig" mit dem Freitext, v.,a. nicht mit dem pdf. Heute geht es aber wieder..
Schöne Grüße
Woody


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#2

RE: Ist die Diagnose Schizophrenie noch sinnvoll?

in Schizophrenie in den Medien 27.01.2018 18:13
von Freia | 878 Beiträge | 6340 Punkte
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@Woody :

Das ist interessant was du hier schreibst. Leider muss man sich vorab bei dieser Seite 'Thieme E-Books & E-Journals' registrieren, um die verlinkte Datei anschauen zu können oder gar herunterzuladen?

Vielleicht kommentiere ich hier später noch mal mehr. Von dem Heinz Häfner habe ich ein Buch 'Das Rätsel Schizophrenie'. Das was er dort über die Zusammenhänge von Depression und Schizophrenie schreibt finde ich sehr gut. Es deckt sich mit dem was ich selbst denke.

---

Übirgens: Es gibt aber auch Aussagen vom Häfner, mit denen ich gar nicht d'accord bin. Er schreibt in dem o.g. Buch zum Beispiel:

"Mittlerweile stehen mit den antipsychotischen Medikamenten der zweiten Generation hochwirksame Substanzen zur Verfügung, die bei niedriger Dosierung keine oder nur geringe früh auftretende Nebenwirkungen haben."

Wieso ich damit nicht einverstanden bin, mag ich hier jetzt nicht ausbreiten. Nur soviel: Bin nicht der Meinung das die sogenannte zweite Generation der NL bahnbrechende Verbesserungen gebracht haben und das mit der niedrigen Dosierung von NL ohne Nebenwirkungen finde ich Bullshit. Das ist das was die Therapeutin/Psychiaterin mir nach der Sprechstunde vorgeschlagen hatte. Sie wollte mich mit Abilify in niedriger Dosierung pushen und dann Psychoedukation mit mir machen. Man könne das ja mal probieren, das Aripripazol - als wenn das Tic Tac wären, um es mal mit den Worten von @escargot auszudrücken.
.


.
Liebe Grüße
Freia

"Und und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und vor sich hin zu schauen." (Astrid Lindgren)
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zuletzt bearbeitet 27.01.2018 18:14 | nach oben springen

#3

RE: Ist die Diagnose Schizophrenie noch sinnvoll?

in Schizophrenie in den Medien 27.01.2018 23:07
von Wolf_minus | 672 Beiträge | 2500 Punkte
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Ja, schaun wir mal, :-)
vielleicht kommt ja auch noch der Tag, an dem Ärzte die Erkrankung verstehen. :-)
Mich freut es, dass es Menschen gibt, die über die Erkrankung neu nachdenken. Denn bezüglich der Erkenntnisse über diese Erkrankung ist man wohl wirklich noch im Mittelalter.
Danke für deinen Beitrag @Woody


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#4

RE: Ist die Diagnose Schizophrenie noch sinnvoll?

in Schizophrenie in den Medien 28.01.2018 01:48
von Steffie | 552 Beiträge | 1555 Punkte
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Bei 1o Prozent Stimmenhörer in der Bevölkerung, was ja ein Erstrangsyndrom in der Bevölkerung ist. Weiß auch nicht ob Schizophrenie noch eine aktuelle Diagnose ist. So wie sie ist.

lg


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