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#1

Einen Freund vor sich selbst schützen?

in Treffpunkt für Angehörige 19.12.2017 15:01
von Monoton | 2 Beiträge | 8 Punkte
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Hallo! Ich bin hier im Forum gelandet, weil ich sonst nicht mehr weiß, wo ich eventuell Antworten finden könnte.

Ich komme direkt zur Sache. Ein Freund von mir hat Riesenprobleme und es ist eindeutig, dass er eine psychische Störung hat. Drogen haben da mit Sicherheit auch eine große Rolle gespielt, ich bin aber kein Arzt und will keine Diagnose stellen.

Nun ist es so: Es hat angefangen mit Verfolgungswahn. Er hat sich sehr zurückgezogen, man hörte nur noch hin und wieder etwas von ihm und er sagte immer wieder, dass er Kameras in seiner Wohnung hat, sein Facebook ausspioniert wird, etc. Er hat deswegen sogar die Polizei gerufen, die ihm geraten hat sich in Behandlung zu begeben. Zu dieser Zeit schon hatten wir uns im Freundeskreis darüber unterhalten und ein Familienmitglied von ihm kontaktiert, welches versprach sich darum zu kümmern.

Zwischendurch sah es so aus, als würde es besser werden und jetzt geht es in eine andere Richtung weiter. Seine Ex-Freundin hatte sich bereits vor einigen Jahren von ihm getrennt (wegen der Drogengeschichte- das weiß ich, weil ich auch mit ihr sehr gut befreundet bin) und seit einigen Monaten stalkt er sie. Er macht sich auch öffentlich lächerlich indem er ellenlange Texte bei Facebook veröffentlicht, in denen er seinen ehemaligen Arbeitgeber und einige Freunde massiv beleidigt und bedroht und für die Trennung verantwortlich macht. Neuerdings will er jeden zerstören, der ihn nicht aktiv dabei unterstützt seine Freundin wieder zu bekommen. Alles was er dort schreibt, entbehrt jeglicher Grundlage und macht teilweise nicht mal Sinn.

Sowohl die Ex-Freundin als auch ein Teil der beleidigten Personen haben ihn bereits angezeigt.

Seine Familie sagt, sie hätte bereits alles versucht und hat ihn aufgegeben und jeder Versuch selbst mit ihm zu reden ist fruchtlos, weil er völlig in seiner Welt gefangen ist.
Ich habe Angst, dass er sich selbst dermaßen schadet, dass es sein Leben komplett zerstört und auf der anderen Seite habe ich auch große Angst um die Ex-Freundin und die bedrohten Leute, denn es wird einfach immer schlimmer… Heute ist es „nur“ verbale Aggression, aber was kommt morgen?

Ich habe aber keine Ahnung, was ich machen und wohin ich mich wenden kann, ich bin tatsächlich ein wenig verzweifelt…

Hat jemand einen Rat für mich?



2 Mitglieder haben sich bedankt!
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#2

RE: Einen Freund vor sich selbst schützen?

in Treffpunkt für Angehörige 19.12.2017 15:33
von Eleonore | 375 Beiträge | 826 Punkte
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Herzlich willkommen, hab einen guten Austausch hier


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#3

RE: Einen Freund vor sich selbst schützen?

in Treffpunkt für Angehörige 19.12.2017 15:40
von erdbeere | 5.847 Beiträge | 19729 Punkte
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hallo @Monoton

herzlich willkommen bei uns im forum, schwierige sitaution in der du da bist...
mir fällt da als erstes der sozialpsychiatrische dienst ein, an den du dich wenden könntest...
ich glaube den gibt es in jeder stadt...kannst ja mal hier schauen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialpsychiatrischer_Dienst

da wird beschrieben was sie so machen und für was sie zuständig sind...
du bekommst bestimmt auch noch andere tipps hier, finde es gut das du dich kümmern möchtest...

liebe grüße
erdbeere


Du bist der Mensch, der mich zum Lachen bringt
und der, der mit mir weint
auch manchmal knallhart ehrlich ist,
es aber niemals böse meint.
Du bist der Mensch der mir verzeiht
und keinen einzigen Tag mit mir bereut
und sich immer mit mir freut.

(Jonathan Zelter "Ein Teil von meinem Herzen")
zuletzt bearbeitet 19.12.2017 15:41 | nach oben springen

#4

RE: Einen Freund vor sich selbst schützen?

in Treffpunkt für Angehörige 19.12.2017 16:03
von DaSchizoo | 1.645 Beiträge | 10354 Punkte
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herzlich willkommen @Monoton.

das hört sich schon nach psychose an,mit den kameras.
schwierig für aussenstehende da einzugreifen.ich musste auch erst in der geschlossenen landen,bevor ich krankheitseinsichtig wurde.
du solltest seine aktionen nicht für verrückt erklären,sondern es dir anhören und mit logik gegenargumentieren.aber erstmal so als wenn du ihm glaubst,um einen zugang zu bekommen.
ist er ein gewaltbereiter mensch?wenn nicht,dürfte es bei beleidigungen bleiben.
du könntest aber versuchen,die betroffenen über seinen zustand aufzuklären.


[Ich möchte schreien,doch kann es nicht!]
zuletzt bearbeitet 19.12.2017 16:04 | nach oben springen

#5

RE: Einen Freund vor sich selbst schützen?

in Treffpunkt für Angehörige 19.12.2017 16:33
von Monoton | 2 Beiträge | 8 Punkte
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Danke für die Antworten!

Beim Sozialpsychiatrischen Dienst werde ich mal nachfragen.

Würdest du sagen, dass eine "Zwangseinweisung" sinnvoll wäre?
Ich habe selbst eine Panikstörung, ich würde jemanden mit Psychose nicht verrückt nennen. Das Problem ist, dass er überhaupt nicht zuhört. Ein normales Gespräch ist gar nicht möglich, man müsste schon gegen ihn anschreien.
Gewaltbereit ist er eigentlich nicht aber er war bislang auch kein Mensch, der solche Ausdrücke in den Mund genommen hat...

Die Betroffenen wissen es, das macht es für sie aber nicht weniger belastend, zumal ich das Gefühl habe, dass einige gar nicht verstehen WOLLEN, dass er im Moment nicht zurechnungsfähig ist oder es ist ihnen egal, ich weiß es nicht...



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#6

RE: Einen Freund vor sich selbst schützen?

in Treffpunkt für Angehörige 19.12.2017 16:59
von UgoAdmin | 2.894 Beiträge | 11803 Punkte
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Viele Grüße und einen guten Austausch,
ugo


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#7

RE: Einen Freund vor sich selbst schützen?

in Treffpunkt für Angehörige 19.12.2017 17:11
von DaSchizoo | 1.645 Beiträge | 10354 Punkte
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mit einer zwangseinweisung solltest du vorsichtig sein,wenn er dein freund bleiben soll.ich würde mit denjenigen der mich zwangseinweisen lässt nix mehr zu tun haben wollen.


[Ich möchte schreien,doch kann es nicht!]
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#8

RE: Einen Freund vor sich selbst schützen?

in Treffpunkt für Angehörige 19.12.2017 18:23
von Woody | 134 Beiträge | 617 Punkte
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Eine Zwangseinweisung ist nur möglich bei Eigen- oder Fremdgefährdung. Hier ist wohl die rote Linie noch nicht überschritten, wenn auch die Polizei ihm noch zur Behandlung rät und ihn nicht gleich hinbringt. Ohne Krankheitseinsicht ist es dann leider nicht möglich, zu helfen und man muss ertragen, hilflos zuzusehen, wie der Betreffende sich schadet. Die Reaktion der Familie zeigt ja auch in diese Richtung. Was vielleicht helfen könnte, ist: Dem betreffenden zeigen, dass man für ihn da ist - ohne sich in das Wahnsystem vereinnahmen zu lassen. Sicher schwer - aber er wird menschen brauchen, die ihn nicht ablehnen.
Good luck!
Woody


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