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#1

Nein, meine Pillen nehm’ ich nicht. Ursachen und Folgen mangelnder Therapietreue

in Schizophrenie in den Medien 06.12.2017 09:46
von lathyrus_odoratus | 188 Beiträge | 2562 Punkte
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Hallo!

Ich möchte einen Beitrag von Deutschlandfunk Kultur von vorgestern teilen, ich selbst werde ihn heute, morgen oder übermorgen hören/ lesen; er ist lang. Ich möchte ihn aber schon einmal teilen. Ich denke, er könnte suuuperinteressant sein, das Thema gibt das zumindest her, finde ich.

http://www.deutschlandfunkkultur.de/ursa...ticle_id=402284

Grüße.


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zuletzt bearbeitet 06.12.2017 09:47 | nach oben springen

#2

RE: Nein, meine Pillen nehm’ ich nicht. Ursachen und Folgen mangelnder Therapietreue

in Schizophrenie in den Medien 06.12.2017 19:11
von Jenie | 1.381 Beiträge | 11050 Punkte
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Ein sehr guter Beitrag, da er nicht nur den erhobenen Zeigefinger hat, sondern auch ein bisschen die andere Seite beleuchtet.
Des Weißkittels Macht wird immer schmäler und das ist auch gut so.
Wenn man mal bedenkt das selbst in Recherchen der öffentlich Rechtlichen Pharmakonzerns Finger die bis in die Unis der heute Studierenden reichen dokumentiert und gesendet wurde ist das alleine schon ein guter Grund ein *gesundes* Misstrauen an den Tag zu legen.

Was meines Erachtens nach sehr oft vorkommt und eines der Hauptgründe sein dürfte sind nach den Nebenwirkungen die Ärzte in den Praxen selbst. Das beste Beispiel haben wir bei ADHS womit Reihenweise Rezepte verschrieben wurden und noch werden. In Würzburg gab es damals einen Arzt dem später die Zulassung entzogen wurde, weil er zu viele Kinder auf ADHS setzte. viele die es ab Schulalter verschrieben bekamen nahmen im alter von 8 bis 10 Jahren bereits 6 bis 10 von den Tabletten am Tag ein. Sowas ist unverantwortlich und zeigt mir dass diese Kinder kein ADHS haben. Ich möchte nicht wissen wir oft Trauma Schäden an Kindern falsch als ADHS diagnostiziert wurden.

Selbst habe ich einige Geschichten hinter mir die ich erlebt habe und mich zum Glück auf meine Instinkte verlassen hatte. Wenn meine Kinder zum Arzt mussten mit Fieber Husten etc. kamen wir Grundsätzlich mit Antibiotika Rezept nach Hause und Schwups habe ich das Rezept in den Müll geworfen und nur den Hustensaft oder Schnupfenkram abgeholt. Ich habe auch immer konkret gesagt ich brauche Kochsalzlösung für den Pari Boy dazu ... Das wars auch was wir genutzt hatten plus eigene Hausmittel.

Als ich meine Motte entbinden wollte war die Fruchtblase gerissen und ich bin in die Klinik. Kaum war ich dort sollte ich auf der Station Zettel ausfüllen und Unterschreiben mit folgendem Inhalt:
Wenn das Kind bis morgens nicht auf die Welt kommt - Kaiserschnitt
Medikament für die Wehen einnehmen

Das ist ein neues Pillchen sehr viel versprechend... Wie bitte??? Nix nada mach ich nicht.
Die Stationstrulla holte den Stationsdoc und man meinte zu zweit auf mich einzureden, weil ich ja angeblich zu schwache Wehen hätte

Daraufhin habe ich denen gesagt:
Wenn das mein erstes Kind wäre.... Dann würde ich vermutlich das tun was sie sagen
das ist aber mein viertes und ich weis das die in einigen Stunden hier sein wird ganz ohne Hilfe von irgendwelchen noch zu erforschenden Pillchen die sie mir gerade andrehen wollen. Das ist brand gefährlich was ihr da tut, mir tun die Erstgebärenden echt Leid und wenn sie nicht sofort damit aufhören und mich hier in Ruhe gebären lassen möchten gehe ich sofort nach Hause und bekomme dort mein Kind!

Dann kam eine andere und sagte alles ok bleiben sie hier bei mir und wir geben der Geburt erst mal eine chance. 2 Stunden später war Motte auf der Welt.

Ebenso hat man mir mit 33 Jahren als ich PTBS hatte hier bei beim neuen Hausarzt Tabletten gegen Bluthochdruck verschrieben. Nix nada geht gar nicht. Statt dass der erst mal schaut das ich eine noch damals recht frische PTBS hatte und diese nun mal das Herzchen mit hochjagt und mir sagt: Sie müssen Joggen gehen und möglichst viel Wasser trinken --- Pillchen...

Ich hab die nicht genommen und mir woanders Rat geholt und mit Sport und Wasser bin innerhalb von wenigen Wochen die Symptome losgeworden. Der Gleiche Doc hatte 10 Wochen vor der Geburt von Motte weil ich rechts unten Schmerzen im Bauch hatte gemeint ich müsse sofort in eine Klinik und operiert werden. Kind raus in den Inkubator. Ich fragte ihn warum er nicht mit dem Ultraschall erst mal schaut wo das her kommt. Nö machte er nicht. Blut wurde abgenommen und durch ein Röhrchen per Mund geblasen weil das Gerät dafür defekt war und ein Zahl die bei Schwangerschaften eh erhöht ist als Grund dafür her genommen.

Er rief vor meiner Nase meine Frauenärztin an und sagte ihr das er mich sofort einweist usw. Obwohl ich das ablehnte und von ihr erst nochmal eine Meinung holen wollte. Ich sollte abends sofort in diese Klinik. Geschissen... ich bin zur Ärztin und sie hat dann mit dem Ultraschal geschaut und gesehen das Kind auf der Leber lag und das sorgte für die Schmerzen weil der Darm auch eingeengt war.
Sie nahm nochmal Blut ab und Kontrollierte die von ihm als zu hoch eingestuften Werte. Sie waren nicht so hoch bei ihr und so wie es typisch für Schwangere war.

Das war es den Arzt habe ich ab da nicht mehr aufgesucht. Und so könnte ich noch so einige Geschichten erzählen auch mit den Kindern...
Asthma Kinder denen man Lungenerweiterte Mittel verschreibt, dazu etwas was die Entzündung etwas eindämmt mit gleichzeitigem Hustenstillenden Mittel... Das Ergebnis ist ein Stau da der Schleim nicht mehr richtig abgehustet werden kann usw.
Ich habs damals durch das Lesen der Verpackung gemerkt und es dem Arzt gesagt - Uuuuh ja da haben sie recht...
Eine Freundin hats ihrem Kind so zum Inhalieren gegeben und musste Nachts den Notarzt rufen....

Das ist auch ein Grund warum es ungehorsame Patienten gibt und in vielen Fällen ist das leider auch nötig.

Eine Gesunde Skepsis und der Austausch heutzutage das finde ich persönlich enorm wichtig.

Grüße Jenie


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#3

RE: Nein, meine Pillen nehm’ ich nicht. Ursachen und Folgen mangelnder Therapietreue

in Schizophrenie in den Medien 06.12.2017 19:27
von lathyrus_odoratus | 188 Beiträge | 2562 Punkte
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Liebe Jenie,

ich verstehe dich, wer hat noch nicht erlebt, dass der Arzt was verschreibt, obwohl es sich mit anderen Medikamenten, von denen er eigentlich weiß, bis hin zu fatal in die Quere kommen würde usw. Worte wie "Übertherapieren" sind in aller Munde und das mit dem Überdiagnostizieren von ADHS ist ja auch ein großes Thema. Aaaaaber, jetzt kommt mein "aber", ich denke, es ist doch wahrscheinlicher, dass der Arzt das Richtige weiß, als ich. Wir lesen nur alle im WWW. Da kann jeder Dussel was reintippen und viele nehmen es für bahre Münze. Zudem: Das ersetzt ein mehrjähriges Studium ja nun auch nicht. Aaaaaaber, und jetzt kommt noch ein "aber", Misstrauen sehr sicher ist angebracht und auch ok. Eigentlich sollte man sich beim Arzt gut aufgehoben fühlen, das ist nicht unbedingt mehr so gegeben, bist du misstrauisch, denke ich. Aber diesen Abstrich muss man dann wohl machen. Ja, wollte den Beitrag dann eventuell heute Abend im Bett ...

Ich persönlich lese so gut wie GAR nicht im Internet zu Krankheiten, weil ich finde, dass es nicht meine Aufgabe ist, sondern die eines Arztes.

Aber ich werde über dieses Thema die Tage auch nochmal nachdenken.

Kenne auch viele VIELE Menschen, die selbst Medikamente absetzen oder dosieren, und war da immer seeeeehr sehr anti. Das werde ich auch nicht ablegen, denke ich, aber nachdenken werde ich hierzu noch einmal ausführlicher ...

Vielleicht; ich könnte mir vorstellen, der Schlüssel sind Zweit- und Drittmeinungen ... (von Ärzten)


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zuletzt bearbeitet 06.12.2017 19:34 | nach oben springen

#4

RE: Nein, meine Pillen nehm’ ich nicht. Ursachen und Folgen mangelnder Therapietreue

in Schizophrenie in den Medien 15.12.2017 10:13
von Jenie | 1.381 Beiträge | 11050 Punkte
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Stimme dir zu :o) Woanders Rat holen heißt ja nicht wild im Internet. Es steht in dem Artikel auch drin wie man es besser machen kann. Selbsthilfegruppen mit gleicher Symptomatik bis hin zur zweiten und dritten Meinung ja sicher.

Die Zukunft in der Medizin wird aber genau dahin gehen: Googlen...

Auch der Beruf des Arztes wird sich durch die Digitalisierung ändern wie auch der eines Rechtsanwaltes. Es gibt und werden die Datenbanken genutzt werden. Wie ist denn die Entwicklung wenn ich mal so drüber nachdenke:

Früher musste ein Arzt sich auf seinen Instinkt und seine Sinne verlassen und dem Patienten sehr gut zuhören und Erfahrungen machten ihn über die Jahre zu einem guten Arzt (war nicht perfekt klar)
Dann folgte die Zeit der Fachbücher und des Austausches. Es gab immer mehr gute Ärzte und der Doc nahm sich noch Zeit hörte dem Patienten zu usw.

Heute haben wir Ärzte die hören nicht mehr zu oder was der Patient sagt ist zweitrangig. Die schauen in ihre Datenbank aufgrund Gewisser Symptome die der Patient äußert und Untersuchen schmal bis kaum einen Bereich und die Kassen sind geizig. Verlassen sich rein auf Apparate etc.

Ein Arzt heute weis oftmals nicht mehr als sein Patient wenn der kommt und muss googlen - nur halt in der Datenbank der Ärzte.
Die Zukunft wird eine offene Datenbank sein und ein Arzt begleitet nur noch, wird dem Patient wieder mehr zuhören müssen
Das heißt wir müssen wieder lernen auf uns selbst zu hören und Roboter werden Unterstützend da sein für Eingriffe wo ein Arzt auch nur noch begleitet.

In alternativen Kliniken wie ZB. die aus dem Anthroposophischen Verbund erhalte ich was anderes. Die hören genau zu greifen auf alte Erfahrungen und ihre Instinkte zurück und komischerweise hat man dort eine wesentlich einfachere und bessere Behandlung und findet schneller die richtigen Diagnosen. Die benutzen auch noch einfache Untersuchungen zuerst und ihre Hände was ein Heilpraktiker auch tut, wobei es darunter leider auch viele gibt die entweder ihren Job nicht verstanden haben oder...

Ich bin unbedingt dafür das wir wieder mehr Eigenverantwortung bekommen wie Frau Merkel dass nennt. Das haben viele verlernt
Es gibt immer viele kleine Zeichen die ein Körper sendet, aber wir haben verlernt sie zu beachten

Grüße Jenie


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