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#1

Psychopharmaka absetzen oder reduzieren

in Apotheke: Von Anafranil bis Zyprexa 15.10.2017 19:09
von Serendipity | 271 Beiträge | 735 Punkte
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Tips zur Reduktion oder zum Absetzen von Psychopharmaka:

Peter Lehmann: "Psychopharmaka absetzen"

Will Hall: Harm Reduction
http://www.willhall.net/files/HarmReduct...ka2EdOnline.pdf

Deutsche Gesellschaft für Soziale Psychiatrie e.V.
http://www.dgsp-ev.de/fileadmin/user_fil...ka_2014_web.pdf


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#2

RE: Psychopharmaka absetzen oder reduzieren

in Apotheke: Von Anafranil bis Zyprexa 16.10.2017 07:47
von nagarjuna2017 (gelöscht)
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Hallo,

ich habe Peter Lehmann's Buch "Psychopharmaka absetzen" gelesen und fand es nicht sehr hilfreich..Es ist im Prinzip eine Ansammlung von Leuten,die alle möglichen,auch die veschiedensten Stoffrgruppen,schnell,radikal oder langsam abgesetzt haben..
Jedoch weiß keiner,wie es eine längere Zeit nach dem Absetzen den Leuten erging..

Ich finde,dass man als Betroffener auch äußerst vorsichtig sein muss,wenn man sich solch antipsychiatrisch aufgeladene Bücher rein zieht..
Meine Erfahrung ist die,dass der Weg zur Freiheit von Psychiatrie und Psychopharmaka ein langer Weg ist,der keineswegs immer gerade verläuft,und viel Geduld und Vorsicht erfordert.
Da ist es mit ein paar antipsychiatrischen Büchern nicht getan.

Nagarjuna


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#3

RE: Psychopharmaka absetzen oder reduzieren

in Apotheke: Von Anafranil bis Zyprexa 16.10.2017 12:48
von Serendipity | 271 Beiträge | 735 Punkte
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Will Hall lebt seit 15 Jahren ohne Medikamente und er hat teilweise mit Symptomen zu kämpfen - was Leute, die Psychopharmaka nehmen, übrigens auch haben! Will Hall schreibt sehr ausgewogen über Nutzen und Risiken des Absetzens/Reduzierens. Und die Deutsche Psychiatrische Gesellschaft wird wohl niemand verdächtigen, undifferenziertes antipsychiatrisches Gedankengut zu verbreiten. Im übrigen haben sich auch renommierte Psychiater der Antipsychiatrie-Bewegung angeschlossen und vertreten den Standpunkt, daß Medikamente nur in äußersten Akutfällen verabreicht werden sollten und ansonsten die Leute lernen sollten, mit ihren Symptomen umzugehen.

Da es hier immer wieder Thema ist, daß jemand absetzen/reduzieren möchte, wollte ich mal ein paar Informationen dazu zusammentragen. Es ist kein Appell, daß jeder absetzen/reduzieren muß!

Eins muß dabei jedoch schon klar sein: Wer reduziert/absetzt, verändert dadurch seinen Hirnstoffwechsel und kann dadurch (vorübergehende) Absetzphänomene/ psychotische Symptome auslösen. Manche stehen diesen Kampf ohne neuerliche Medikamente mit anderen Strategien durch, andere kehren zu den Medikamenten zurück. Die Vorstellung und Hoffnung, die manche zu haben scheinen, man könne ohne Komplikationen langsam ausschleichen und danach einfach weiterleben wie zuvor, wird sich eher nicht erfüllen. Es ist wohl erarbeitet, erkämpft und keine Errungenschaft, auf der man sich ausruhen kann. Es ist kein abgehaktes Thema sondern lebendiger Prozeß, der vielleicht sogar lebenslang eine gewisse Rolle spielt. Darüber sollte man sich im klaren sein, wenn man den Weg ohne Medikamente anstrebt und das muß auch ehrlich kommuniziert werden.


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#4

RE: Psychopharmaka absetzen oder reduzieren

in Apotheke: Von Anafranil bis Zyprexa 16.10.2017 16:10
von nagarjuna2017 (gelöscht)
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"Will Hall lebt seit 15 Jahren ohne Medikamente und er hat teilweise mit Symptomen zu kämpfen - was Leute, die Psychopharmaka nehmen, übrigens auch haben! Will Hall schreibt sehr ausgewogen über Nutzen und Risiken des Absetzens/Reduzierens. Und die Deutsche Psychiatrische Gesellschaft wird wohl niemand verdächtigen, undifferenziertes antipsychiatrisches Gedankengut zu verbreiten. Im übrigen haben sich auch renommierte Psychiater der Antipsychiatrie-Bewegung angeschlossen und vertreten den Standpunkt, daß Medikamente nur in äußersten Akutfällen verabreicht werden sollten und ansonsten die Leute lernen sollten, mit ihren Symptomen umzugehen..."

Ach so,jetzt schreiben also die renommierten Psychiater den Betroffenen auch noch vor,dass sie auf NL möglichst verzichten und die Symptome hinnehmen sollten?!
Was ist denn das für ein ausgewachsener Unsinn?
Niemand hat mir vorzuschreiben oder mir zu empfehlen,wie ich mit meiner verwundeten Seele umgehen "sollte"..
Jeder Betroffene sollte in meinen Augen die WAHL haben,ob er/sie sich für Psychopharmaka oder doch eher für alternative Ansätze entscheidet.
Wenn jetzt die Antipsychiater schon den Betroffenen sagen,wie sie im Falle einer psychischen Krise agieren "sollten",dann sind die Antipsychiater nicht ein Deut besser als die traditionellen Psychiater,die jahrzehntelang den Betroffenen vorgeschrieben haben,dass sie doch mit NL die "kranken" Anteile der Seele wegmachen sollten..

Im Übrigen ist es nicht zwangsläufig so,dass jedes Reduzieren/Absetzen automatisch zu psychotischen Symptomen führt,die hinzunehmen sind..
Die Veränderungen im Hirnstoffwechsel sind ab dem Moment aktiv,in dem ich angefangen habe,NL zu nehmen,und zwar auf Dauer.
Ich kenne die Veränderungen im dopaminergen System und ich weiß auch,dass sich die Supersensivitätsentwicklung zurückbilden kann.
Also brauchst du mir keinen Vortrag zu halten.

Ich glaube an einen Weg,aus der Psychopharmakafalle rauszukommen,ohne komplett abzudrehen,und diesen Glauben und meinen Weg dahin lasse ich mir auch nicht nehmen!

Nagarjuna


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#5

RE: Psychopharmaka absetzen oder reduzieren

in Apotheke: Von Anafranil bis Zyprexa 16.10.2017 18:07
von escargot | 3.198 Beiträge | 10259 Punkte
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@nagarjuna2017 zumindest in dem Peter Lehmann Buch steht es meines Wissens auch eher nach dem Motto

"so wenig wie möglich, so viel wie nötig".

Und es sind auch explizit Beispiele aufgeführt (natürlich auch solche, die Psychosen ohne Psychopharmaka "durchgestanden" haben). Der allgemeine Tenor - und meine Erfahrungen in der Klinik bisher - aber ist, dass man schnell regelrecht 'zugebombt' wird - ob nun mit Benzos oder NL...

Liebe Grüße
escargot


>> And the day came when the risk to remain tight in a bud was more painful than the risk it took to blossom <<
Anais Nin
zuletzt bearbeitet 16.10.2017 18:09 | nach oben springen

#6

RE: Psychopharmaka absetzen oder reduzieren

in Apotheke: Von Anafranil bis Zyprexa 16.10.2017 22:06
von Molly | 2.590 Beiträge | 11783 Punkte
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Zitat von nagarjuna2017 im Beitrag #4

"Will Hall lebt seit 15 Jahren ohne Medikamente und er hat teilweise mit Symptomen zu kämpfen - was Leute, die Psychopharmaka nehmen, übrigens auch haben! Will Hall schreibt sehr ausgewogen über Nutzen und Risiken des Absetzens/Reduzierens. Und die Deutsche Psychiatrische Gesellschaft wird wohl niemand verdächtigen, undifferenziertes antipsychiatrisches Gedankengut zu verbreiten. Im übrigen haben sich auch renommierte Psychiater der Antipsychiatrie-Bewegung angeschlossen und vertreten den Standpunkt, daß Medikamente nur in äußersten Akutfällen verabreicht werden sollten und ansonsten die Leute lernen sollten, mit ihren Symptomen umzugehen..."

Ach so,jetzt schreiben also die renommierten Psychiater den Betroffenen auch noch vor,dass sie auf NL möglichst verzichten und die Symptome hinnehmen sollten?!
Was ist denn das für ein ausgewachsener Unsinn?
Niemand hat mir vorzuschreiben oder mir zu empfehlen,wie ich mit meiner verwundeten Seele umgehen "sollte"..
Jeder Betroffene sollte in meinen Augen die WAHL haben,ob er/sie sich für Psychopharmaka oder doch eher für alternative Ansätze entscheidet.
Wenn jetzt die Antipsychiater schon den Betroffenen sagen,wie sie im Falle einer psychischen Krise agieren "sollten",dann sind die Antipsychiater nicht ein Deut besser als die traditionellen Psychiater,die jahrzehntelang den Betroffenen vorgeschrieben haben,dass sie doch mit NL die "kranken" Anteile der Seele wegmachen sollten..

Im Übrigen ist es nicht zwangsläufig so,dass jedes Reduzieren/Absetzen automatisch zu psychotischen Symptomen führt,die hinzunehmen sind..
Die Veränderungen im Hirnstoffwechsel sind ab dem Moment aktiv,in dem ich angefangen habe,NL zu nehmen,und zwar auf Dauer.
Ich kenne die Veränderungen im dopaminergen System und ich weiß auch,dass sich die Supersensivitätsentwicklung zurückbilden kann.
Also brauchst du mir keinen Vortrag zu halten.

Ich glaube an einen Weg,aus der Psychopharmakafalle rauszukommen,ohne komplett abzudrehen,und diesen Glauben und meinen Weg dahin lasse ich mir auch nicht nehmen!

Nagarjuna




@nagarjuna2017!

Schau dir mal den Text von dir an, den ich zitiert habe. Man kann absolut schlecht erkennen, wo das Zitat von Serendipity beginnt und wo es endet. Außerdem kann man nicht erkennen, von wem das Zitat stammt. Könntest Du in Zukunft der Verständlichkeit zuliebe bitte die Zititerenfunktion im Header des jeweiligen Beitrages nutzen, den du zitieren willst? Funktioniert mit "Zitat vormerken" und dann in der Antwortfunktion mit "Alle einfügen". Dann sieht es so wie bei mir jetzt hier aus und ist einfach übersichtlicher.

Vielen Dank schon mal!


Mein Wahlspruch: Halte niemals mit einer Hand die Vergangenheit fest, denn du brauchst beide Hände für die Zukunft!
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zuletzt bearbeitet 16.10.2017 22:10 | nach oben springen

#7

RE: Psychopharmaka absetzen oder reduzieren

in Apotheke: Von Anafranil bis Zyprexa 17.10.2017 04:11
von Maja | 1.617 Beiträge | 5885 Punkte
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Ich checke das nicht mit dem Zitieren.

Sorry


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zuletzt bearbeitet 17.10.2017 04:19 | nach oben springen


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