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#46

RE: Mutter hat Schizophrenie - Will nicht auf die offene Station, keine Tagesklinik, nur ambulante Therapie/Medikamente

in Treffpunkt für Angehörige 11.09.2017 20:45
von Wolf_minus | 672 Beiträge | 2498 Punkte
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Danke @Hamelumi

dass du dich gemeldet hast. Weißt du, oft sind hier einige Angehörige sofort weg, sobald sie meinen, dass das Problem gelöst ist. Das ist warscheinlich normal.
Für uns Betroffene ist das anders, da uns die Erkrankung unser ganzes Leben beschäftigen wird.
Daher finde ich es super, wenn wir hier von dir eine Rückkopplung bekommen. Besonders, wenn sie positiv ist!

Ich drücke dir die Daumen, dass es mit deiner Mutter so gut weiter geht. Sie und du haben sehr gute Chancen auf ein normales Leben!

Zu denen Aussetzern kann ich leider nichts sagen. Das ist Neuland für mich, bei dem ich mich damit nicht auskenne. Anderseits, bist du ja in Behandlung. Meine Worte können das zwar nicht ändern, aber sei versichert, dass wir an dich denken.

Herzlichen Gruß vom Wolf


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zuletzt bearbeitet 11.09.2017 20:51 | nach oben springen

#47

RE: Mutter hat Schizophrenie - Will nicht auf die offene Station, keine Tagesklinik, nur ambulante Therapie/Medikamente

in Treffpunkt für Angehörige 12.09.2017 07:37
von Hamelumi | 27 Beiträge | 133 Punkte
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Wow @Wolf_minus

So eine Antwort hätte ich jetzt nicht erwartet. Nach dem Lesen fühlte ich mich richtig wohl.

Ich kann mir vorstellen, dass es sich sehr blöd anfühlt, wenn Angehörige sofort verschwinden. Und ich kann mir auch sehr gut vorstellen, dass die Erkrankung natürlich immer im Hinterkopf bleibt und man als Betroffener sehr viel verarbeiten muss.

Ich bin auch in einem Epilepsie-Forum angemeldet und kann ganz ehrlich sagen: Ich finde es hier menschlicher und angenehmer als dort. Dort wurde mir zwar wegen der Erkrankung mehr geholfen, aber hier sind mehr Leute aktiv und antworten. Die User im anderen Forum sind sicherlich nicht 'böse' oder 'schlechter', aber einfach so eine Antwort schafft in einem das Gefühl, das man ernst genommen wird.

Dankeschön und einen schönen Tag dir/euch allen :)


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#48

RE: Mutter hat Schizophrenie - Will nicht auf die offene Station, keine Tagesklinik, nur ambulante Therapie/Medikamente

in Treffpunkt für Angehörige 12.09.2017 20:10
von Wolf_minus | 672 Beiträge | 2498 Punkte
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Gern @Hamelumi :-)

Ich weiß, wie es ist, wenn man so sehr wie du unter Druch steht. Da hilft manchmal die Sicht von außen.
Ja, das ist halt so, dass auch andere Foren helfen können. Und sicher entseht keine Konurenz zum Elepsie-Forum. Jeder gibt halt das, was er momentan verfügbar hat. Das finde ich Klasse.

Dir auch noch einen schönen Rest-Tag :-)


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#49

RE: Mutter hat Schizophrenie - Will nicht auf die offene Station, keine Tagesklinik, nur ambulante Therapie/Medikamente

in Treffpunkt für Angehörige 23.09.2017 11:01
von Hamelumi | 27 Beiträge | 133 Punkte
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Heyho!

Gab bei mir wieder Neuigkeiten. Leider. Aber naja...

Meine Mutter hat jetzt mit einem Brief geantwortet. Er ist am Mittwoch angekommen. Zur Erinnerung: Sie hatte Geburtstag, wir haben ihr eine Karte und eine Blu-Ray runtergeschickt. Hat 2 Wochen gedauert, bis sie drauf reagierte. Ich habe mir zwar insgeheim gewünscht, dass erst kein Brief kommt und ich erstmal als "Böse" abgestempelt werde - ich aber die Chance habe, mich um "mich" zu kümmern... Sie fragte, wie es mir und meinem Freund geht und erzählte, dass sie nächste Woche die Therapie beginnt. Sonst stand nichts besonderes im Brief... "Es wird so schnell kalt, ich habe zugenommen, daran ist die Klinik schuld!" - Sowas stand drin.

Ich habe mich den ganzen Tag gefragt, was ich antworten soll. Soll ich die Wahrheit schreiben? Dass ich Aussetzer hatte und ich mehr vom Medikament nehmen soll? Ich frage mich auch, ob wir sie besuchen sollen. Andererseits bin ich enttäuscht, dass sie immer noch nicht einmal irgendwas darüber geschrieben hat, wie sie uns behandelt hat und uns vorgeworfen hat, wir würden sie kontrollieren und überwachen. Ich erwarte jetzt keinen riesigen Roman, versteht das nicht falsch. Aber wenigstens ein Zeichen, dass es der "richtige" Weg ist... Ich finde es ja richtig, dass sie die Therapie wirklich beginnt und würde ihr das gerne auch zeigen. Das ich Stolz bin, dass sie die Therapie beginnt. Soll ich sie bei dem ersten Termin begleiten? War die ganze Zeit am überlegen wie ich reagiere.. Was ich antworte... Wie ich antworte...

Es musste dann so kommen... Etwa um 23:30 hatte ich einen tonisch klonischen Krampfanfall (Epilepsie). Mein Freund war in der Küche, hört mich stöhnen, guckt ins Wohnzimmer und sieht, wie ich auf die Bank neben dem Esstisch falle. Ich lag dann am Boden. Nach dem Anfall saß ich auf der Couch und habe etwa 10 Minuten gebraucht, bis ich Fragen wie "Wie heißt du" oder "Wann hast du Geburtstag" beantworten konnte.

Da mir die rechte Flanke arg weh getan hat, sind wir ins Klinikum gefahren. Wurde untersucht, alles okay. Die Ärztin hat sich die ganze Geschichte angehört und meinte auch zu mir, dass es neben der klassischen Epilepsie auch Anfälle gibt, die durch starken Stress ausgelöst werden. Ich war also verunsichert und wollte mit meinem Arzt darüber sprechen. Vielleicht brauche ich das Levetiracetam gar nicht sondern eher eine Gesprächsgruppe oder so etwas.

Leider war mein Neurologe nicht da und ich bin also zur Vertretung, bei diesem Neurologen war ich auch schon mal. Er erzählte mir, dass es zwar stimmt, dass es auch epileptische Anfälle ausgelöst durch Stress gibt, aber die Tendenz trotzdem da sein muss und daher das Levetiracetam/Medikamente schon helfen. Ich nehme jetzt 1000mg früh und abends und habe nächsten Montag einen Routine-Termin bei dem ich mit meinem Neurologen sprechen kann. Er meinte auch, dass ich aktuell nicht daran denken sollte meine Mutter zu besuchen. Wir waren schon anfangs Teil ihrer Psychose (sie hat mir und meinem Freund vorgeworfen, wir würden sie kontrollieren und überwachen) und wenn wir jetzt bei ihr wären, würde sie in einem akutem Wahn sich wahrscheinlich denken 'siehst du, sie waren da um dich zu überwachen!'. Er meinte ich solle mich fern halten und die Briefe müssten vorerst ausreichen. Das ist zwar einfach gesagt, aber ich habe schon Jahre vorher sehr viel für meine Eltern gemacht. Ich war für die KFZ-Versicherung zuständig (jedes Jahr eine neue abschließen, damit es paar Euro billiger wird), habe mich um den Stromanbieter und den Internetanschluss gekümmert (hier gleiches Spiel, gekündigt und ein Rückholangebot akzeptiert, einfach um ein paar Euro zu sparen)... Das ist jetzt alles erstmal weg. Ich habe das Gefühl ich vernachlässige meine Pflichten. Ich weiß, ich bin daran nicht Schuld. Das muss ich mir nur richtig klar machen.

Ich habe mich auch bei einer Selbsthilfegruppe für Angehörige von psychisch kranken Menschen gemeldet und erhoffe dort einfach mal alles abladen zu können, was so in mir steckt...

Danke fürs zuhören und schönes Wochenende euch allen.


zuletzt bearbeitet 23.09.2017 11:20 | nach oben springen

#50

RE: Mutter hat Schizophrenie - Will nicht auf die offene Station, keine Tagesklinik, nur ambulante Therapie/Medikamente

in Treffpunkt für Angehörige 23.09.2017 11:33
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Heyho! :-)

Ich schreib jetzt einfach mal was mir hier beim Lesen direkt einfällt:

1. Von mir selbst weiß ich wie gut es tut, wenn die Angehörigen einen einfach mal lassen.
Wenn es soweit läuft, dass deine Mutter Therapie beginnt und es eigentlich keinen Grund gibt für große Sorgen aktuell (?) - dann könntest du im Interesse aller Beteiligten wirklich einfach mal abschalten versuchen?

2. Wenn ich von dir hier lese denke ich immer an meinen Epilepsie betroffenen Ex-Nachbarn. Er wohnte unter mir mit seiner Frau und wir hatten viel Kontakt. Vor einem Jahr bin ich weggezogen. Aber ich kann dir Brief und Siegel geben, dass seine Epilepsie durch krasse (!) innerseelische Konflikte mindestens verstärkt wurde.

Das mit der Angehörigen Gruppe finde ich natürlich super!


.
Liebe Grüße
Freia

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#51

RE: Mutter hat Schizophrenie - Will nicht auf die offene Station, keine Tagesklinik, nur ambulante Therapie/Medikamente

in Treffpunkt für Angehörige 23.09.2017 13:01
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Hallo Freia und danke für deine Antwort.

Es ist ja nicht so, als würde ich meine Mutter nicht "einfach mal lassen". Ich kann aber verstehen, was du meinst.

Ich frage mich halt, ob ich ihr ehrlich antworten sollte und ihr vom letzten Anfall erzähle... Andererseits will ich aber nicht, dass ich ihr Schade wenn ich ihr das erzähle. Und irgendwie... weiß ich noch (?) nicht wie ich einfach mal abschalte... Die letzten zwei Wochen ging es ganz gut - bis zu dem Zeitpunkt ihres Briefes. Manchmal habe ich das Gefühl ich würde ihr nicht zur Seite stehen. Aber das bilde ich mir auch nur ein... Und dann denke und denke ich.

So langsam denke ich aber, dass ich die Wahrheit schreiben sollte. So wie ich mir wünsche, dass sie ehrlich zu mir ist, so sollte auch ich ehrlich sein.


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#52

RE: Mutter hat Schizophrenie - Will nicht auf die offene Station, keine Tagesklinik, nur ambulante Therapie/Medikamente

in Treffpunkt für Angehörige 23.09.2017 13:50
von Freia | 876 Beiträge | 6309 Punkte
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O.k. - höre auf deine innere Stimme ( ) also auf dein Gefühl, und handle danach. Und wenn du merkst du schaffst da was nicht... dann hast du auch noch die Möglichkeit eine Therapie zu beginnen. Indiziert wäre das bei dir bestimmt, denke ich mal. Du hast ja schon eine ganze Menge zu wuppen aktuell.


.
Liebe Grüße
Freia

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#53

RE: Mutter hat Schizophrenie - Will nicht auf die offene Station, keine Tagesklinik, nur ambulante Therapie/Medikamente

in Treffpunkt für Angehörige 23.09.2017 16:27
von Sirod | 156 Beiträge | 1083 Punkte
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Hallo @Hamelumi

Meine Eltern sind zwar nicht an einer Psychose erkrankt, aber schon ziemlich alt und da finde ich es auch schwierig inwieweit ich sie mit meinen Problemen belasten soll. Wenn ich gar nicht sage, wie es mir bzw. mir und meinem Mann geht, aber nicht in der Lage bin sie zu unterstützen, dann entsteht bei ihnen ja der Eindruck sie sind mir egal. Sage ich wie es mir geht, machen sie sich noch zusätzlich Sorgen, was ich auch nicht will. Das ist so eine Zwickmühle. Ich handhabe es mittlerweile so, daß ich erzähle, wie es mir geht, aber nur in kleinen Häppchen und ich versuche dann den Eindruck zu machen, daß ich das gut im Griff habe, damit sie wissen, daß ich gut versorgt bin. Schuldgefühle habe ich natürlich trotzdem, die versuche ich aber auszuhalten. Meine Gesundheit ist für mich das wichtigste. Deiner Mutter hilft es nicht, wenn du dich um sie kümmerst und du gesundheitlich Schaden nimmst. Das denke ich ist nicht in ihrem Sinne.

Ich finde es auch wichtig, so wie Freia schon geschrieben hat, in erster Linie erstmal an dich zu denken und von einem Besuch abzusehen. Wenn der Brief bei dir schon einen epileptischen Anfall ausgelöst hat, dann wird dich ein Besuch emotional noch mehr belasten. Ich würde die Briefe vielleicht sogar gar nicht selbst lesen, sondern mir von deinem Freund eine Zusammenfassung geben lassen. Ich glaube auch du kannst so schnell nicht mit einer Entschuldigung von deiner Mutter rechnen. Ich denke sie braucht, um ihr Verhalten besser reflektieren zu können und zu bemerken, wie ihr Verhalten auf dich gewirkt haben muß, noch viel mehr Zeit und Abstand. Vielleicht kann sie das in der Therapie aufarbeiten.

Alles Gute für dich!


Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich mich von allem befreit was nicht gesund für mich war, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst. Anfangs nannte ich das “gesunden Egoismus”, aber heute weiß ich, das ist “Selbstliebe”.

*Charlie Chaplin*
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#54

RE: Mutter hat Schizophrenie - Will nicht auf die offene Station, keine Tagesklinik, nur ambulante Therapie/Medikamente

in Treffpunkt für Angehörige 04.10.2017 10:52
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hallo @Hamelumi

ich wollte mal horchen,wie es dir (und deiner mama) im moment so geht?

liebe grüße und einen schönen tag
erdbeere


Du bist der Mensch, der mich zum Lachen bringt
und der, der mit mir weint
auch manchmal knallhart ehrlich ist,
es aber niemals böse meint.
Du bist der Mensch der mir verzeiht
und keinen einzigen Tag mit mir bereut
und sich immer mit mir freut.

(Jonathan Zelter "Ein Teil von meinem Herzen")
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#55

RE: Mutter hat Schizophrenie - Will nicht auf die offene Station, keine Tagesklinik, nur ambulante Therapie/Medikamente

in Treffpunkt für Angehörige 04.10.2017 11:40
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huhu @erdbeere

mir geht es ganz okay, es ist aber leider wieder etwas passiert. Sonst hatte ich immer Levetiracetam als Granulat von neuraxpharm und habe das mit Wasser gemischt. Das letzte Rezept waren nun Tabletten von Hormosan und kein Granulat mehr und siehe da - gestern hatte ich einen Anfall. Der Anfall war jetzt keiner mit dem typischen Zucken und Versteifen des Körpers sondern ich war einfach neben der Kappe. Das wäre dann ein fokaler Anfall gewesen.

Jedenfalls habe ich vorhin beim Facharzt angerufen und bekomme morgen ein neues Rezept für das Granulat. Ich habe auch bei vielen Fachärzten oder Epilepsie-Vereinigungen gelesen, dass man nicht "einfach so" mal den Hersteller wechseln soll. Die Bioverfügbarkeit kann von Hersteller zu Hersteller sich ändern und bei Epilepsie können schon kleine Änderungen einen leichten Anfall auslösen. Siehe http://www.epilepsie-vereinigung.de/epil...ose-behandlung/ unter Generika (ganz unten).

Von meiner Mutter weiß ich nichts, sie hat sich bisher nicht gemeldet.

Danke fürs nachfragen und dir/euch auch einen schönen Tag und alles gute :)
Hamelumi


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#56

RE: Mutter hat Schizophrenie - Will nicht auf die offene Station, keine Tagesklinik, nur ambulante Therapie/Medikamente

in Treffpunkt für Angehörige 05.10.2017 11:08
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Hey ihrs,

ich habe von meiner Mutter einen Brief erhalten.
Im Endeffekt schreibt sie, dass sie in der momentanen Situation keine Sitzungen braucht beim Psychologen. Sie hat mir sogar eine Kopie mitgeschickt, die besagt sie hätte F23 Z und hat bald einen Termin bei einem Psychiater wegen Medikamenten. Es steht dort noch drauf, dass eine Eingliederung in den Arbeitsprozess vorgenommen werden soll und kein Fokus auf psychotherapeutische Behandlung gelegt werden soll. Sie muss mir nichts beweißen und das Ding mitschicken... Wir würden uns einfach wünschen, wenn sie vielleicht mal sowas wie "oh man, da ist schon viel passiert... Ich habe euch schon schlimme Sachen an den Kopf geworfen" sagt anstatt eine Kopie eines Sprechstunden-Formulars.

Dann fing sie an mir wieder vorzuwerfen, ich würde keinen Kontakt mit ihr haben wollen und bittet mich, ob ich ihr in einer Internetapotheke Medikamente bestellte. Sie bräuchte Schmerzmittel und noch ein paar andere Sachen. Sie schrieb in etwa "Vielleicht bist du ja so lieb und bestellst mir ...." und das fand ich wieder sehr doof :/ Erinnerte mich an das Buch 'emotionale Erpressung' von Susan Forward. In etwa wirkte es wie ein "Hier, der Arzt sagt ich brauch keine Gesprächstherapie, brauch Medikamente, kann wieder arbeiten, bestell mir das, du willst ja keinen Kontakt. Brief Ende". Und ein "Du bist lieb, wenn du es bestellst; Du bist böse, wenn du es nicht tust". Früher habe ich etwa 2 Monate eine Internetapotheken-Bestellung für meine Eltern gemacht (meine Mutter brauchte das meiste). Und ich hab keine Lust einfach so weiterzumachen wie früher. NEIN! Dafür ist zuviel vorgefallen und man versucht nicht einmal einen Schritt auf uns zuzugehen... Sie macht einfach wie früher weiter und ignoriert vorgefallenes...

Ihre Schrift ist übrigens wieder so wie früher. In den ersten Briefen merkte ich, dass ihre Schrift sehr krakelig ist und sie Probleme hat auf der Zeile zu bleiben. Das ist jetzt weg. Ich weiß von früher, dass meine Mutter auch nie so richtig zugebe konnte, wenn etwas schief lief. Ich hab aber keine Lust so weiterzumachen wie früher. Das stresst mich zu sehr und macht mich unruhig. Und dann habe ich Angst wegen der Epilepsie... Das fand ich auch sehr traurig. Sie hat einen einzigen Satz geschrieben mit "Was hat der Neurologe wegen dem Anfall gesagt?". Nicht sowas wie "Du musst dich entspannen und erholen!" oder einfach ein "Pass auf dich auf".

Leider hat sie alles andere in den vorherigen Briefen wieder ignoriert... Ich habe ihr schon mehrmals versucht zu erklären, dass ich Zeit und Ruhe für mich brauche, damit ich mich erholen kann - was aber nicht bedeutet, dass ich keinen Kontakt will.

Viele Grüße an euch.


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#57

RE: Mutter hat Schizophrenie - Will nicht auf die offene Station, keine Tagesklinik, nur ambulante Therapie/Medikamente

in Treffpunkt für Angehörige 07.10.2017 07:26
von Nadi | 892 Beiträge | 5301 Punkte
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Liebe Hamelumi

finde ich gut, daß Du Dir dazu ein Buch über emotionale Erpressung bestellt hast und auch darin Bestätigung und Hilfe für Dich findest!


LG
Nadi


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Sie denken, weil Sie mich nicht mögen, mag Jesus mich auch nicht. Aber, können Sie das beweisen?
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#58

RE: Mutter hat Schizophrenie - Will nicht auf die offene Station, keine Tagesklinik, nur ambulante Therapie/Medikamente

in Treffpunkt für Angehörige 22.10.2017 13:25
von Hamelumi | 27 Beiträge | 133 Punkte
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Hey ihrs,

ich hoffe ihr habt bisher ein schönes Wochenende gehabt. Ich war bei Freunden und mit meinem Freund bei seinen Eltern. Sein Bruder, welcher vor Jahren eine ich-bezogene Schizophrenie hatte, war auch da. Wir haben uns gut unterhalten, ich habe von meiner Mutter erzählt und habe viel Zuspruch bekommen. Mir geht es (jetzt) ganz gut. Sein Bruder erwähnte auch, dass ich im Endeffekt nicht viel machen kann - Sie muss selber merken, dass irgendwas nicht passt (oder es muss wieder schlimmer werden, dass sie sich selbst in Gefahr bringt. Wie bei den Bahngleisen) und solange ich dann doch manchmal nachgeben hat sie ja erreicht, was sie wollte...

Anfang dieser Woche hat mir meine Tante geschrieben, dass meine Mutter keine Lust mehr auf Briefe hat. Ihr geht es gut und sie möchte telefonieren (ich bezweifle, dass es ihr gut geht). Sie wollte ja eine Online-Apotheken-Bestellung von mir durchgeführt haben (hatte ich ja geschrieben). Das habe ich verweigert. Ich fand das sehr unschön, sie will telefonieren und ich? Wenn ich einfach nicht dazu bereit bin... Es war dann so, dass ich am Montag einen Anfall hatte :( Der Anfall war diesmal ein fokaler Anfall (falls das einem von euch was sagt) und ich war bei Bewusstsein, dachte aber, dass mein Vater noch lebt. Nach einigen Minuten war alles vorbei.

Am Dienstag ist ihr Brief dann angekommen. Kurz zusammengefasst schrieb sie, dass ihr nie einfällt, was sie während dem Brief schreiben soll. Sie schrieb auch, dass wir jetzt sooooviele Briefe geschrieben haben, jetzt muss ich mal langsam einen Schritt auf sie zumachen und sie anrufen. Ich dachte ich spinn. ICH muss einen Schritt auf sie zumachen? Ich/Wir waren während der Psychose da, ich/wir waren während der geschlossenen Station da (bis sie anfing uns zu beschimpfen), mein Bruder ist nach dem Erbe einfach abgehauen und mir wird vorgeworfen ich würde keinen Schritt auf sie zumachen... Sie schrieb wegen der Epilepsie/den Anfällen übrigens ein kurzes "Das liegt bestimmt am Computer, oder liege ich da etwa falsch?"... Dabei gibt es auch Anfälle aufgrund von psychischer Belastung, sogenannte Psychogene nichtepileptische Anfälle (PNEA) und das hatte ich ihr auch schon gesagt.

Jedenfalls habe ich mich gezwungen gefühlt dem zuzustimmen und habe einen Brief geschrieben mit einem Terminvorschlag. Nach dem ich dem Brief geschrieben habe, bin ich mit meinem Freund in die Küche und hatte einen Anfall. Diesmal wieder einen mit Bewusstseinsverlust. Ich bin wohl umgefallen, mein Körper hat sich versteift und die Hände haben gezuckt. Der Anfall selbst war nach etwa einer Minute rum, dann habe ich ca 10 Minuten geschlafen und habe nochmal 30 Minuten gebraucht bis ich wieder voll "da" war.

Und jetzt reicht es mir: Ich habe den Brief umgeschrieben. Ich werde sie nicht anrufen. Ich schrieb ihr, dass dies vorerst mein letzter Brief sein wird. Ich hab in den früheren Briefen jedesmal erwähnt, ich brauche Zeit für mich. Ich muss stabiler werden und alles geschehene erstmal verarbeiten. Und das einzige, was sie dazu schreibt ist "da ist bestimmt der Computer schuld". Ich bin Informatiker und schon als Jugendlicher war der PC mein Hobby - sie reflektiert halt überhaupt nicht und schiebt meine Anfälle wahrscheinlich noch auf die Arbeit... Natürlich denke ich oft daran, was sie gerade macht, wie sie auf den Brief reagiert hat, ob sie mich jetzt erstmal hasst... Von meinen Freunden aus dem Heimatort habe ich beim Treffen erfahren, dass sie seit Wochen meine Mutter nicht gesehen haben. Die eine Freundin arbeitet im Edeka und sie war da seit Wochen nicht mehr... Wahrscheinlich ist sie täglich bei ihrer Schwester und ist gar nicht mehr in ihrer eigenen Wohnung.

Kommende Woche habe ich am Dienstag einen Termin bei einer Epilepsieberatungs-Stelle und am Mittwoch einen Termin beim Neurologen. Für die Epilepsieberatungs-Stelle habe ich von meinem Hausarzt die Unterlagen vom Neurologen ausdrucken gelassen. Sogar der Neurologe hat schon erwähnt, dass neben der Epilepsie auch PNEA in Frage kommt aufgrund der emotionalen Belastung. Die Befunde nach dem EEG waren bisher immer ohne Befund.

Ich wollte es euch einfach nur mitteilen. Ihr habt mir viel zugehört und ich wollte danke sagen. Euch noch einen schönen Sonntag!

Viele Grüße


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#59

RE: Mutter hat Schizophrenie - Will nicht auf die offene Station, keine Tagesklinik, nur ambulante Therapie/Medikamente

in Treffpunkt für Angehörige 22.10.2017 13:30
von erdbeere | 5.847 Beiträge | 19729 Punkte
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danke das du uns auf dem laufenden hälst @Hamelumi

liebe grüße und ein schönes wochenende dir
erdbeere


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#60

RE: Mutter hat Schizophrenie - Will nicht auf die offene Station, keine Tagesklinik, nur ambulante Therapie/Medikamente

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von Mieze123 | 31 Beiträge | 122 Punkte
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Lieber Hamelumi,

Danke für deine neue Info. Vielleicht kann deine Mutter keine Empathie und einfach nicht aus ihrer Haut, evtl auch auf Grund der Erkrankung. Deshalb dieses Verhalten. So begründe ich es zumindest bei meiner Mama immer. Das hilft zwar in der Situation nicht, aber es trifft einen dann etwas weniger persönlich. Nur so ein Gedanke von mir.

Ich wünsche dir noch einen schönen restlichen Sonntagabend und bleib stark :-)

LG
Mieze



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