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#31

RE: Brauche mal eine Einschätzung zur Behandlung meines Mannes

in Treffpunkt für Angehörige 27.08.2017 19:28
von Mieze123 | 31 Beiträge | 122 Punkte
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Hallo,

finde ich gut, dass du das ansprichst. Ich dachte damals bei meiner Mutter auch, sie muss nur diese Medikamente nehmen und dann geht's ihr wieder gut und sie kann wieder in ihr altes Leben zurück, quasi von heute auf morgen. So hatte es mir der Arzt damals auch irgendwie vermittelt, die realistische Aufklärung hat irgendwie gefehlt, und mir hat das Wissen über die Krankheit bzw den Heilungsverlauf gefehlt.



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#32

RE: Brauche mal eine Einschätzung zur Behandlung meines Mannes

in Treffpunkt für Angehörige 27.08.2017 21:13
von Sirod | 147 Beiträge | 959 Punkte
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@Mieze123

Das ist ja auch schwierig, wenn man mit einer Erkrankung das erste Mal konfrontiert wird, das Ausmaß und den Verlauf realistisch einzuschätzen. Viele Psychiater nehmen sich ja auch nicht gerade viel Zeit.

Ich habe vor Jahren in einer RPK Maßnahme jemanden kennengelernt, der vor nicht langer Zeit eine Psychose (ich meine seine erste) hatte und mir erzählte, daß ihm seine Ängste jetzt rückblickend nicht realistisch erscheinen, in der Krankheitsphase aber schon. Er hatte ganz deutlich eine Krankheitseinsicht und hat sehr betont, wie schrecklich es für ihn war zwangseingewiesen zu werden.

Während der Therapiestunden, bei denen ich meinen Mann begleitet habe, hat der Therapeut auf mich auch den Eindruck gemacht, als wenn er nach vier Wochen NL Einnahme eine Besserung seines Wahnsystems erwartet hätte.

Und ich muß sagen, daß ich mir immer noch nicht sicher bin, ob das das richtige Medikament für meinen Mann ist. Er ist zwar durch den Klinikaufenthalt deutlich besser drauf, aber irgendwie habe ich immer noch Zweifel.

Im September habe ich wieder einen Termin bei meinem Psychiater und hoffe, daß er mir da ein bißchen helfen kann das besser einzuschätzen.


Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich mich von allem befreit was nicht gesund für mich war, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst. Anfangs nannte ich das “gesunden Egoismus”, aber heute weiß ich, das ist “Selbstliebe”.

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#33

RE: Brauche mal eine Einschätzung zur Behandlung meines Mannes

in Treffpunkt für Angehörige 28.08.2017 09:48
von comfortzone | 394 Beiträge | 533 Punkte
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Hallo,

"Erstmal" sollte man in der Tat stabiler werden. Dazu gehört eben auch das Abklingen der Symptome. "Erstmal" kann aber weitaus länger dauern, als man es sich vorstellt. Stell dir vor du guckst einen Horrorfilm. Bis man nach einem Film runterkommt, kann es etwas dauern. Ich kenne Leute, die sich nach einem Horrorfilm noch Tage danach "in die Hosen" machen "könnten".

Jetzt stell dir vor, du guckst für mehrere Tage oder Wochen einen Horrorfilm. Danach herunterzukommen, dauert eben länger.

Das Problem mit den Medikamenten ist, dass sie ihre Zeit brauchen zu wirken. Noch dazu muss man die geeignete Dosis finden und ebenzu das brauchbare Medikament (sonst gäbe es ja nur eins). Dann muss man sich daran gewöhnen, wie z.B. aus dem Zombie-Zustand erwachen. Dann muss man damit "klarkommen". Und irgendwo dazwischen oder danach muss man sich damit beschäftigen oder besser damit beschäftigen wollen.

Stell dir mal vor jemand sagt dir unverhofft sowas wie negativ übersetzt "Du hast medizinisch gesehen eine Schraube locker und wenn du dich nicht an den Maßnahmen (sind ja bei weitem nicht nur Medis) aktiv beteiligst, dann gehen du und dein Umfeld den Bach runter."

So eine Pille schluckt kaum einer einfach so, daher muss es gerecht serviert werden.

Also Geduld. Ich denke schon, dass ihr auf dem richtigen Weg seid. Man muss sich nur auch in Geduld üben. Ist nicht umsonst eine Tugend.


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#34

RE: Brauche mal eine Einschätzung zur Behandlung meines Mannes

in Treffpunkt für Angehörige 28.08.2017 14:59
von Mieze123 | 31 Beiträge | 122 Punkte
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@Sirod

Ja da hast du (leider) Recht, was sich Zeit nehmen und Empathie angeht, sind m.E. viele Psychiater sehr im Rückstand (was ich bis jetzt halt so erlebt habe).

Zwangseinweisung ist bestimmt sehr schlimm, es ist immer toll, wenn man das vermeiden kann. Meine Mutter ist damals mehr oder weniger freiwillig in die Klinik (ich habe allerdings den Krankenwagen gerufen), durfte dann aber nach 2 Tagen, wie sie es wollte, nicht heim, weil sie noch "zu verwirrt" war und wurde dann auch gegen ihren Willen dabehalten :(

Mit dem richtigen Medikament...ja das ist bestimmt sehr schwer, es gibt auch so unzählig viele NL, finde ich! Da muss man sich wohl irgendwie (erst mal) auf die Fachärzte verlassen, dass die wissen, was sie tun. Und du hast ja geschrieben, dass er zumindest schon mal deutlich besser drauf ist.

Finde ich gut, dass du dir noch mal einen Rat holen willst und so dahinter bist. Das schmeckt glaube ich manchmal den Ärzten zwar nicht so ganz, aber es ist immer besser so :-)



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#35

RE: Brauche mal eine Einschätzung zur Behandlung meines Mannes

in Treffpunkt für Angehörige 29.08.2017 09:50
von Sirod | 147 Beiträge | 959 Punkte
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@comfortzone

Das klingt einleuchtend, daran habe ich noch gar nicht gedacht, daß diese intensiven Ängste/Emotionen ja auch nachwirken. Bei Alpträumen braucht man ja manchmal auch ein paar Stunden, um die zu verarbeiten und sich innerlich zu distanzieren. Das lief ja auch schon ein paar Wochen, bevor ich begriffen habe, was los ist.

Ich habe mir gestern das Thema "Helfen euch NL?" durchgelesen, das war recht aufschlußreich und zeigt, daß es eher um eine Verbesserung geht, als vollständiges Verschwinden der Symptome. Streß scheint ja die Symptome dabei zusätzlich zu beeinflussen.

Zum Glück scheint er die Diagnose ganz gut aufzunehmen. Das psychoedukative Lernprogramm in der Klinik fand er sehr interessant. Jetzt hat er erstmal Zeit das alles zu verarbeiten. Sein nächster Arzttermin ist erst Anfang November. Mal sehen, wie es sich bis dahin entwickelt.

Danke für deine Erklärungen, das hat mir weitergeholfen! ♥


Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich mich von allem befreit was nicht gesund für mich war, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst. Anfangs nannte ich das “gesunden Egoismus”, aber heute weiß ich, das ist “Selbstliebe”.

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#36

RE: Brauche mal eine Einschätzung zur Behandlung meines Mannes

in Treffpunkt für Angehörige 29.08.2017 10:28
von comfortzone | 394 Beiträge | 533 Punkte
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Tag,

dass dein Mann die Diagnose gut aufnimmt, ist eine gute Basis. Alle Therapien - mit Ausnahme von Zwangsmaßnamen, wie der Name schon hergibt - bauen darauf, dass man ein Bewusstsein für seinen Zustand/Krankheit entwickelt. Immerhin kann man nur an sich selber festmachen, ob Maßnahmen wirken, nicht wirken, oder optimiert/geändert werden müssen.

Allzu steif sollte man das ganze nicht sehen, zumindest nicht am Anfang. Psychosen entwickeln sich bei jedem anders. Das gleiche gilt für die Genesung oder Langzeitmaßnahmen. NLs können gut helfen - wenn sie denn ausbalanciert sind und man muss regelmäßig weiter zum Arzt. Kann ja sein, dass die Dosis verringert, beendet oder heraufgestuft werden muss.

All das findet man erst mit der Zeit heraus. Im optimalsten Fall nimmt man Medis, die Symptome klingen ab und sind weg. Dann setzt man das Medikament langsam ab und alles ist gut. Solche Fälle gibt es. Daraus darf sich aber keine rosarote Brille entwickeln.

Es gibt auch genügend Negativbeispiele wo der Betroffene komplett abgestürzt und isoliert ist.

Die breite Masse wird sich irgendwo dazwischen bewegen. Daher Geduld. Die Krankheit hat den Umstand, dass sie gerne viele Hoffnungen kaputt macht, wenn man ungeduldig wird.

Daher den nächsten Termin abwarten, die Medis nehmen. Ggfs. wird ja beim nächsten Arzt-Termin eine psychologische Langzeittherapie angesetzt. Die ginge zuerst so ein Jahr und kann mehrere Male verlängert werden.

Je mehr die Syptome während dessen abklingen oder gar verschwinden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es vielleicht keinen weiteren Schub mehr gibt. Nicht umsonst denkt man aber in der Medizin zeitlich in Jahren.


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#37

RE: Brauche mal eine Einschätzung zur Behandlung meines Mannes

in Treffpunkt für Angehörige 29.08.2017 16:46
von Sirod | 147 Beiträge | 959 Punkte
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@Mieze123

Ja, das mit der Empathie bei Psychiatern ist so eine Sache. Zum Glück nimmt mein Psychiater sich immer ziemlich viel Zeit für mich, selbst wenn nichts weiter anliegt, sonst könnte ich da gar nicht hingehen, ich bin in der Hinsicht sehr empfindlich. Bin schon gespannt, was er zu der Entwicklung sagt. Beim letzten Mal habe ich ihm schon erzählt, daß mein Mann merkwürdig ist und mich das belastet.

Grundsätzlich vertraue ich den Ärzten eigentlich auch, nur befürchte ich bei den kurzen Besuchen immer, daß der Arzt den Zustand nicht richtig einschätzt. Das liegt wahrscheinlich daran, daß das meine eigene psychische Krankheit erst nach zwei Jahrzehnten richtig erkannt wurde.

Konnte deine Mutter es denn im Nachhinein als Fürsorge empfinden, daß die Klinik sie hat nicht gehen lassen? Oder war das eher abschreckend für zukünftige Aufenthalte?


Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich mich von allem befreit was nicht gesund für mich war, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst. Anfangs nannte ich das “gesunden Egoismus”, aber heute weiß ich, das ist “Selbstliebe”.

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zuletzt bearbeitet 29.08.2017 16:51 | nach oben springen

#38

RE: Brauche mal eine Einschätzung zur Behandlung meines Mannes

in Treffpunkt für Angehörige 29.08.2017 23:04
von Mieze123 | 31 Beiträge | 122 Punkte
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@Sirod

Das ist schön, wenn sich deiner immer Zeit für dich nimmt :-)

Das kann ich verstehen, dass du da etwas geprägt bist auf Grund deiner eigenen Erfahrungen...!

Nein, sie verurteilt diesen Aufenthalt und die Freiheitsentziehung sehr, meint auch, dass bei ihr kein Richter war usw. Sie hat sich leider mit dem Krankheitsbild überhaupt nicht auseinandergesetzt, als sie nach der Klinik wieder 'klar' war, und inzwischen lebt sie wieder in ihrem Wahn.



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#39

RE: Brauche mal eine Einschätzung zur Behandlung meines Mannes

in Treffpunkt für Angehörige 30.08.2017 21:14
von Sirod | 147 Beiträge | 959 Punkte
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@comfortzone

Zitat
Die breite Masse wird sich irgendwo dazwischen bewegen. Daher Geduld. Die Krankheit hat den Umstand, dass sie gerne viele Hoffnungen kaputt macht, wenn man ungeduldig wird.

Erfahre mehr unter: new.php?thread=3177&forum=17&reply=1&replyid=42881



Ich glaube es ist gar nicht die Ungeduld, die mich treibt, es ist mehr die Ungewißheit, ob die Behandlung auch optimal für ihn ist. Da kann ich mich, wie Mieze schon schreibt, nur auf die Ärzte verlassen. Es ist so eine Unsicherheit bei mir vorhanden, weil ich aus Unerfahrenheit die Situation nicht richtig einschätzen kann. Da hast du mir ja jetzt auch schon weitergeholfen! Mit meinem Mann spreche ich da gar nicht drüber, um ihn nicht zu beunruhigen oder zu nerven. Du hast natürlich völlig Recht, daß Druck in irgendeiner Form nur zu Widerständen führt und schadet, vor allem dann, wenn man noch nicht so weit ist. Das kenne ich von mir ja auch.

Wir werden sehen wie es weitergeht...


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#40

RE: Brauche mal eine Einschätzung zur Behandlung meines Mannes

in Treffpunkt für Angehörige 06.09.2017 02:09
von erdbeere | 5.622 Beiträge | 18795 Punkte
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hallo @Sirod

ich wollte mal horchen,wie es deinem mann und dir im moment so geht?

liebe grüße
erdbeere


Du bist der Mensch, der mich zum Lachen bringt
und der, der mit mir weint
auch manchmal knallhart ehrlich ist,
es aber niemals böse meint.
Du bist der Mensch der mir verzeiht
und keinen einzigen Tag mit mir bereut
und sich immer mit mir freut.

(Jonathan Zelter "Ein Teil von meinem Herzen")
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#41

RE: Brauche mal eine Einschätzung zur Behandlung meines Mannes

in Treffpunkt für Angehörige 06.09.2017 09:14
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Oh, danke für die Nachfrage, liebe @erdbeere

Die Euphorie und gute Laune meines Mannes aus der Klinik hat sich jetzt im Alltag wieder gelegt. Er müßte eigentlich mehr unter Leute, unternimmt in der Hinsicht aber leider nichts. Ich bin aber trotzdem ganz zufrieden mit seiner Verfassung. Er hat keine Kameras mehr erwähnt und auch keine kommentierenden Stimmen der Nachbarn mehr. Restsymptom ist, daß er sich immer noch beobachtet fühlt, aber wohl nicht mehr so extrem. Ich darf die Rollos wieder hochmachen. Was nicht so toll ist, ist der Tremor, den er durch das Risperidon hat. Der sollte eigentlich im Laufe der Zeit nachlassen, wurde ihm gesagt, aber bisher ist es noch nicht besser geworden. Wir üben uns in Geduld!

Mir geht es soweit gut, mir macht eben unser Nachbar mehr zu schaffen, der uns seit drei Jahren mobbt und der auch der Auslöser für die Psychose meines Mannes war. Es war jetzt eine Zeitlang ruhig an der Front und ich hatte gehofft, daß er die Lust verloren hat, aber jetzt hat er leider wieder angefangen. Das belastet mich emotional eben sehr. Wir müßten hier eigentlich dringend wegziehen, aber das ist nicht so einfach bei Eigentum.


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#42

RE: Brauche mal eine Einschätzung zur Behandlung meines Mannes

in Treffpunkt für Angehörige 06.09.2017 10:23
von Freia | 833 Beiträge | 5950 Punkte
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Liebe @Sirod:
das hört sich nach einem Konflikt an. Dein Mann hat darauf sogar sehr sensibel mit einer Psychose reagiert. So etwas kann zehren und nagen ohne Ende. Mir fällt dazu unmittelbar das Zitat von @Ugo ein. Vielleicht könnt ihr nochmal alle Optionen zur Lösung dieses Konfliktes besprechen? Mobbingopfer-Rolle ist nichts was man braucht und manchmal lohnt es sich einfach nicht dagegen zu kämpfen und soviel Energie einzusetzen - wenn der Mobbende sich einfach nicht ändert. Aber ich kann schlau reden - ich weiß... .


.
Liebe Grüße
Freia

"Und und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und vor sich hin zu schauen." (Astrid Lindgren)
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#43

RE: Brauche mal eine Einschätzung zur Behandlung meines Mannes

in Treffpunkt für Angehörige 06.09.2017 17:06
von Sirod | 147 Beiträge | 959 Punkte
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@Freia

Da hast du recht, das nagt fürchterlich. Man ist den Anfeindungen völlig hilflos ausgesetzt. Wir wissen noch nicht mal, warum er das macht.

In einem Jahr haben wir das Haus abbezahlt, da fällt es schwer loszulassen. Wird aber wahrscheinlich notwendig sein, sonst werden wir noch kränker.


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#44

RE: Brauche mal eine Einschätzung zur Behandlung meines Mannes

in Treffpunkt für Angehörige 06.09.2017 20:44
von Wolf_minus | 667 Beiträge | 2470 Punkte
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Hallo @Sirod
ich weiß natürlich nicht, ob in eurem Nachbarkeitsstreit ein Mediator helfen könnte. Das bedarf natürlich die Bereitschaft beider Parteien.
Ich selbst habe beruflich sehr gute Mediatoren kennengelernt.
Ihr wisst nicht, warum euer Nachbar euch anfeindet. Anderseits steht ihr selbst unter Druck. Da eskaliert der Konflikt jeden Tag aufs neue.
Natürlich habe ich da für euch keinen speziellen Ansprechpartner. Ich weiß nur, dass, wenn man bei der Lehre der Komunikation kennt, sind auch gute Lösungen möglich.

Herzlichen Gruß vom Wolf


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zuletzt bearbeitet 06.09.2017 20:45 | nach oben springen

#45

RE: Brauche mal eine Einschätzung zur Behandlung meines Mannes

in Treffpunkt für Angehörige 07.09.2017 10:28
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Danke @Wolf_minus

Ich hatte auch schon überlegt, mich an das Schiedsamt der Gemeinde zu wenden. Da gibt es ehrenamtliche Mediatoren, die bei Nachbarschaftskonflickten vermitteln. Ich bin mir nur nicht sicher, ob das in unserem Fall beansprucht werden kann, weil keine Straftat vorgefallen ist. Die Provokationen des Nachbarn sind nicht strafrelevant. Aber vielleicht sollte ich mich da nochmal erkundigen, immerhin mußte mein Mann ja jetzt schon klinisch behandelt werden.


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