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#1

Ich weiß echt nicht mehr weiter

in Treffpunkt für Angehörige 16.07.2017 16:15
von Mieze123 | 31 Beiträge | 122 Punkte
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Hallo ihr Lieben!

Leider bin ich mal wieder echt hilflos :-o

Es geht um meine Mutter, die inzwischen völlig in ihrer Wahnwelt (Verfolgung) lebt, sich aber weiterhin noch um meinen behinderten Bruder kümmert. Auch Haushalt etc. bekommt sie weiterhin auf die Reihe. Aber der Verfolgungswahn wird m.E. immer schlimmer. Inzwischen stand auch wohl nachts schon ein paar mal die Polizei vor ihrer Wohnungstür, weil sie mit ihren Nachbarn bzw. denen die sie verfolgen in der Wohnung rumschreit, auch nachts scheinbar.
Mit meinem Bruder habe ich mich nun ein paar mal darüber unterhalten, er möchte auf jeden Fall bei ihr bleiben, obwohl ich denke dass es ihm psychisch auch an die Nieren gehen wird, wenn sie ständig rumplärrt und die Sachen die sie so erzählt.

Mich sieht sie inzwischen als Böse oder auch als ein 'Stück Scheisse' (so wurde ich heute von ihr betitelt, war heute bei den beiden um meinen Bruder zu sehen). Seit 2 Wochen (und davor bis auf mal 3 Wochen Pause auch schon immer) schickt sie mir wieder jeden Tag mehrere SMS (6-20, irgendwann mal hatte sie mich innerhalb ein paar Minuten 14x angerufen, als ich gerade Auto fuhr). In ihren Nachrichten schildert sie mir teilweise ziemlich detailgenau, was ihre Verfolger alles machen, was sie sagen, dass Autos sie von draußen anhupen, sie Dusche im Dunkeln weil sie inzwischen auch sexuell genötigt werde und bei jeglichen Dingen die sie macht beobachtet wird, in der Küche auf der Eckbank schläft, usw.
Gewissermaßen fühle ich mich dadurch ein wenig 'terrorisiert', aber schlimmer sind natürlich ihre Worte gegen mich. Es gab auch schon viele Todeswünsche gegen mich, was für ein schlechter Mensch ich sei und Vorwürfe wegen Dingen, die ich früher (als Teenager usw) mal machte die vielleicht nicht ganz so rosig waren, ich kenne keinen familienzusammenhalt usw. Sie allerdings ist und war immer perfekt.

Mir geht das alles inzwischen ziemlich an die Nieren, also die gesamte Situation und dass da derzeit keine Besserung in Sicht ist. Ich bin gesetzliche Betreuerin meines Bruders und möchte auch in seinem Sinne handeln, allerdings ist das immer so ne Sache wenn er sagt es geht ihm gut usw. Das muss nicht wirklich stimmen. Ich möchte ihn allerdings auch nicht gegen seinen Willen von ihr wegreißen.

So gesehen bleibt mir nichts anderes übrig, als die Situation so zu belassen, jedoch ist diese Situation für mich irgendwie nicht mehr oft auszuhalten. Ich habe im Zusammenhang mit der Erkrankung schon öfter gelesen, dass es nicht richtig ist, sich von Betroffenen (für eine Zeit lang) abzuwenden, aber was ist dann die Lösung? Sie tut mir in erster Linie natürlich total leid und mein Bruder auch, beide können nichts dafür, und ich bin die einzige Gesunde dieser Familie. Natürlich fühle ich mich auch für sie verantwortlich. Allerdings möchte ich auch noch mein eigenes Leben haben.

Vor Kurzem hat sich eine Sozialarbeiterin bei mir gemeldet, die von der Polizei Meldung über meine Mutter erhalten hat. Ich setze gerade ein wenig Hoffnung da rein, dass jemand ab und zu nach ihr schaut. Ich würde am liebsten erst mal nicht mehr zu den beiden fahren, fühle mich bei dem Gedanken aber total mies, als würde ich sie im Stich lassen :-/

Liebe Grüße
Mieze



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#2

RE: Ich weiß echt nicht mehr weiter

in Treffpunkt für Angehörige 16.07.2017 19:03
von Molly | 3.181 Beiträge | 15605 Punkte
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Hallo @Mieze123 !

Du schreibst, dass du die Betreuerin deines Bruders bist. Da hast du viel Verantwortung und musst wirklich schauen, was am besten für ihn ist. Er hat sicher Angst vor Veränderungen, aber es könnte wirklich besser für ihn sein, von eurer Mutter wegzukommen. Wer will denn mit so einer seelischen Konfusion wirklich auf Dauer leben?

LG,
Molly


LG,
Molly

Mein Wahlspruch: Halte niemals mit einer Hand die Vergangenheit fest, denn du brauchst beide Hände für die Zukunft!
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#3

RE: Ich weiß echt nicht mehr weiter

in Treffpunkt für Angehörige 23.07.2017 17:23
von Sirod | 190 Beiträge | 1533 Punkte
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Hallo Mieze!

Das ist erschütternd zu lesen, ich möchte nicht in deiner Haut stecken. Dagegen ist mein Mann ja pflegeleicht. Ich denke du mußt auch an dich denken und auf deine Grenzen achten. Vielleicht ist die Sozialarbeiterin da eine gute Hilfe und du kannst dich mit ihr beraten und etwas zurücktreten. Ist deine Mutter denn in Behandlung? Ich konnte meinen Mann trotz fehlender Krankheitseinsicht recht gut überreden zu seinem Therapeuten zu gehen, den er schon seit Jahren kennt. Ist dein Bruder geistig behindert? Ist es möglich ihn zu einem Besuch abzuholen, so daß du nur kurzen Kontakt zu deiner Mutter hast?

Ganz viel Kraft wünsche ich dir!
Sirod


Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich mich von allem befreit was nicht gesund für mich war, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst. Anfangs nannte ich das “gesunden Egoismus”, aber heute weiß ich, das ist “Selbstliebe”.

*Charlie Chaplin*
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#4

RE: Ich weiß echt nicht mehr weiter

in Treffpunkt für Angehörige 23.07.2017 21:52
von Mieze123 | 31 Beiträge | 122 Punkte
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Hallo Sirod,

Danke dir! Sie ist nicht in Behandlung und wird bestimmt auch nie freiwillig gehen, außer irgendjemand (jemand anderes als ich) stellt es so geschickt an, dass sie geht. Sie hatte schon immer ihre Ansichten und da gab es auch nix anderes.

Derzeit überlege ich die Betreuung meines Bruders evtl teilweise abzugeben Bzw sie mit einem anderen Betreuer zu teilen, um sich beraten zu können und damit die ganze Verantwortung nicht nur bei mir liegt. Vielleicht.

Dass ich meinen Bruder mal abhole der Gedanke kam mir am Freitag auch :) Das wäre eine gute Option. Bisher wars halt immer so dass ich zu den beiden gefahren bin, seitdem ich ausgezogen bin. Er ist geistig/psychisch behindert, mehr psychisch. Ihn mussten wir auch vor 2 Jahren einweisen lassen, aber bei ihm spiegelt sich die Problematik ganz anders. Seitdem geht's ihm auch wieder besser, nimmt Medikamente.

Tut mir jedenfalls richtig weh wenn ich mir vorstelle, was bei den beiden daheim vielleicht immer abgeht. Oft verdränge ich den Gedanken :/

Lg
Mieze



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#5

RE: Ich weiß echt nicht mehr weiter

in Treffpunkt für Angehörige 24.07.2017 19:36
von Sirod | 190 Beiträge | 1533 Punkte
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Hallo Mieze!

So wie du ihr Verhalten beschrieben hast, denke ich auch, daß du nicht an sie ran kommst. Diese fehlende Krankheitseinsicht ist wirklich verheerend.

Die Idee Verantwortung abzugeben finde ich gut. Gerade, wenn man sich um andere kümmert, darf man sich selbst nicht vergessen und alles, was zu Deiner Entlastung beiträgt ist grundsätzlich zu begrüßen. Deine Aufgabe ist schwer genug!

Ich bin ja selbst auch psychisch labil und komme schnell an meine Grenzen. Vor allem wenn mein Mann sehr negativ redet, belastet mich das sehr. Ich könnte mir vorstellen, daß dein Bruder da ähnlich sensibel reagiert. Vielleicht macht ihm eine Veränderung seiner räumlichen Situation Angst und er nimmt lieber die belastende Situation in Kauf. In seinem zu Hause fühlt man sich ja eigentlich am sichersten.

Das ist wirklich eine schwere Verantwortung, die du da hast. Paß gut auf dich auf!

liebe Grüße,
Sirod


Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich mich von allem befreit was nicht gesund für mich war, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst. Anfangs nannte ich das “gesunden Egoismus”, aber heute weiß ich, das ist “Selbstliebe”.

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#6

RE: Ich weiß echt nicht mehr weiter

in Treffpunkt für Angehörige 24.07.2017 23:22
von Mieze123 | 31 Beiträge | 122 Punkte
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Danke für deine lieben Worte. Ich wünsche dir auch alles Gute und viel Kraft für alles! :)

Lg
Mieze



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#7

RE: Ich weiß echt nicht mehr weiter

in Treffpunkt für Angehörige 18.09.2017 07:56
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Hallo zusammen :)

Wollte auch mal wieder berichten... die Verzweiflung hört nicht auf :/

Meiner Mutter geht's irgendwie immer schlechter. Sie hat vor einigen Wochen ihr Handy 'ertränkt', damit sie nicht mehr abgehört werden kann (und ich glaube ehrlich gesagt auch ein wenig aus Trotz mir ggü., damit ich sie nicht erreichen kann, weil ich bin ja eh schlecht). So, nun kann ich sie eben wirklich nicht mehr erreichen, Festnetz hat sie seit Jahren nicht mehr. Auch mein Bruder besitzt kein Handy. Meine letzten Besuche waren auf gut Glück in dem Rhythmus, den wir sonst auch hatten (alle 2 Wochen sonntags). Neues Handy lehnt sie ab.

So, nun hatte sich auch eine Sozialarbeiterin eingeschaltet, die meine Mutter bisher aber nur 2x besucht hat. Beim zweiten Mal war ich auch dabei, da fing sie dann an meine Mutter bissl Richtung Arzt zu 'schubsen', m.E. aber sehr einfühlsam und nicht auf der Ebene, dass sie krank sei. Sie ist auch auf den Verfolgungswahn gut eingegangen (ich habe bei Weitem nicht so eine Geduld). Meine Mutter will natürlich nicht zum Arzt.

Ein paar Tage nach diesem Besuch rief sie mich an und meinte das gehe nicht, dass die Sozialarbeiterin zu ihr sagt sie solle zum Arzt und ich stehe auch noch daneben und sage nichts, ich bin eh schlecht und habe mich nie um meinen Bruder (behindert, ich bin die Betreuerin) gekümmert und brauche NIE mehr kommen - zack Hörer aufgelegt.

Ich bin natürlich trotzdem ein paar Tage danach hin, sie öffnete mir auch und erzählte mir sofort von den Nachbarn; sie könne nicht mehr duschen ohne beobachtet zu werden, und wollte JETZT SOFORT von mir eine Lösung für das Ganze, ihrer Meinung nach helfe ja nur eine neue Wohnung. Dann wollte sie mit zu mir zum duschen (also ab sofort jeden Tag am besten - ich wohne 40 km weg auf 60 qm mit meinem Freund). Das wollte ich nicht. Ich habe dann gesagt, dass ich mir natürlich wünsche, dass es ihr gut gehen würde und dass alles aufhört, ich aber auch keine Lösung habe. Bin dann gegangen, weil ich's echt nicht mehr aushielt.

Am nächsten Tag stand sie mit meinem Bruder vor meiner Haustür und hat mir 4 Geschenke, die ich ihr letztes Weihnachten gemacht hatte (Tasche und Klamotten; in der Tasche waren ganz viele zerrissene Fotos von mir, auch welche die seit x-Jahren in ihrem Wohnzimmer hingen) mit den Worten 'hoffentlich stirbst du bald' und dass ich auch eine schlechte Schwester und Betreuerin sei. Dann war sie wieder weg.

So, das war jetzt mal wieder lange. Nun stehe ich da und würde innerlich am liebsten schreien, dass es zu viel ist. Ich setze meine Hoffnung gerade ein wenig in die Sozialarbeiterin, dass die mal bissl mehr macht oder noch jmd anderen einschaltet, der 1x oder alle zwei Wochen zu den beiden schaut. Ich würde mich am liebsten zurückziehen, erst mal.



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#8

RE: Ich weiß echt nicht mehr weiter

in Treffpunkt für Angehörige 18.09.2017 08:27
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Ja, das ist zuviel und zum Schreien.
Am besten informierst Du die Sozialarbeiterin über die neue Entwicklung. Für Dich gibt es ja nun kaum noch Einflussmöglichkeiten, da müssen andere ein Auge drauf haben.
Ich wünsche Dir auch einen Ort, wo Du aufgefangen wirst mit dem, was das katastrophale Verhalten Deiner Mutter bei Dir auslöst. (Ich bin selbst Betroffener und kenne diese tiefe Verstörung.) Hast Du da jemanden?
Wenn nicht: Therapie kann helfen, man muss aber natürlich Hürden überwinden und vor allem Wartezeiten. Wenn Du jetzt jemanden brauchst: In vielen Städten hat die Kirche Cafés o.ä. Treffpunkte, da sitzen geschulte Mitarbeiter, die hören zu und fühlen mit, denen ist nichts Menschliches fremd. Das hat mir mal sehr geholfen.
Dir alles Gute!
Woody


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#9

RE: Ich weiß echt nicht mehr weiter

in Treffpunkt für Angehörige 18.09.2017 08:31
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PS @Mieze 123: Und lass natürlich auch gerne auch hier wieder hören, wie es Dir geht!
Woody


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zuletzt bearbeitet 18.09.2017 08:33 | nach oben springen

#10

RE: Ich weiß echt nicht mehr weiter

in Treffpunkt für Angehörige 18.09.2017 20:57
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Danke lieber Woody, für deine lieben Worte. Ich habe/hätte eine Therapeutin, an die ich mich wieder wenden kann und ggf. auch werde. Mein Freund ist auch viel für mich da.
Mir tut meine Mama nur auch so furchtbar leid. Unser Verhältnis war schon immer etwas schwierig, ich war häufig genervt von ihr; fühlte mich teilweise unter Druck gesetzt und fand schon immer, dass sie viel zu sehr übertreibt in vielen Dingen, aber das wollte ich doch auch nie für sie :-(

Ich werde bei Zeiten gerne wieder berichten, sofern sich etwas Neues ergeben sollte.

Liebe Grüße
Mieze



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#11

RE: Ich weiß echt nicht mehr weiter

in Treffpunkt für Angehörige 11.12.2017 08:01
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Hallo ihr Lieben,

wollte mal kurz berichten... scheinbar ist meine Mutter zum Arzt gegangen (mein behinderter Bruder ist in psychiatrischer Behandlung und seine Ärztin gab meiner Mutter wohl letztens schon Tabletten mit, damit sie nicht mehr so starke Ängste hat (durch den Wahn)), und vor einigen Tagen war sie wohl bei ihrer eigenen damaligen Ärztin im Klinikum.

Sie ist plötzlich wieder recht nett zu mir, braucht aber auch derzeit meine Hilfe wieder (Anträge fürs Amt ausfüllen, Waschmaschine kaputt etc.). Ich helfe ihr, wo es für mich in Ordnung ist. Gestern war ich bei ihr; ich hatte das Gefühl, dass sie ziemlich bedröppelt war, sie stand auch viel rum, tippe auf innere Unruhe durch die Medikamente:/ Ich habe 'meine Sachen erledigt' (Antrag ausfüllen usw.) und wurde nebenher aber trotzdem immer wieder mal blöd angeredet. 'Dir muss man immer alles doppelt sagen, Das habe ich dir doch schon gesagt, das weißt du doch; Es ist doch klar, dass es soundso ist, was sollte das denn sonst bedeuten; Immer wenn ich dich um etwas bitte verziehst du den mund' usw. Irgendwann ist mir dann doch der Kragen geplatzt und ich habe ihr einen ihrer todeswünsche an mich vorgeworfen. Antwort war 'da warst du halt gemein zu mir' und ein oberflächliches Entschuldigung.

Ansonsten war sie eigtl echt lieb; hatte Kaffee und Kuchen für uns gemacht, mir zwei Zeitschriften gekauft (wie früher) usw. Heute Nacht hatte sie mir SMS geschickt, dass es ihr leid tue dass sie mich so aufzehre und wir als Familie doch zusammen halten müssen.

Puh. Wie geht man damit nun am Besten um? Natürlich kann ich mir vorstellen, dass ihre ganzen 'Bosheiten' aus der Erkrankung und damit einhergehender Verzweiflung heraus kamen; allerdings konnte sie früher auch schon sehr ekelhaft sein, ohne einzusehen, dass sie über das Ziel hinausschoss.

Am liebsten wäre mir, weiterhin den Kontakt so gering wie möglich zu halten, keine allzu großen Vorwürfe ihr gegenüber zu machen, aber schon klarzustellen, dass mir alles zu viel war/ist und ich mich deswegen zurückziehe.

Liebe Grüße und einen guten Start in die Woche
Mieze



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#12

RE: Ich weiß echt nicht mehr weiter

in Treffpunkt für Angehörige 11.12.2017 08:13
von erdbeere | 6.322 Beiträge | 22010 Punkte
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guten morgen liebe @Mieze123

puhh,schwierige situation...was soll man dir da raten?
hmm,ich kann verstehen das du nicht einfach so über all das gesagte und bosheiten deiner mutter hinwegsehen kannst,
das kann man ja wirklich verstehen...hmm es ist so eine gratwanderung,ich meine,
klar sie ist schwer krank-aber alles darf man damit ja vielleicht auch nicht entschuldigen...
aber irgendwie halt auch doch so einiges...aber nur weil man etwas entschuldigt,heisst es ja noch nicht das man (in dem fall du) das einfach so "vergessen" kann...echt schwieirg...ich finde es auf jeden fall sehr schön,dass du deiner mutter trotz allem soweit hilfst wie du es kannst und wünsche dir viel kraft...finde es auch gut das du auf dich und deine eigenen grenzen achtest...

alles gute und liebe grüße
erdbeere


Du bist der Mensch, der mich zum Lachen bringt
und der, der mit mir weint
auch manchmal knallhart ehrlich ist,
es aber niemals böse meint.
Du bist der Mensch der mir verzeiht
und keinen einzigen Tag mit mir bereut
und sich immer mit mir freut.

(Jonathan Zelter "Ein Teil von meinem Herzen")
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zuletzt bearbeitet 11.12.2017 08:14 | nach oben springen

#13

RE: Ich weiß echt nicht mehr weiter

in Treffpunkt für Angehörige 11.12.2017 09:04
von Hotspot | 286 Beiträge | 2119 Punkte
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Ziemlich bescheidene Situation. Ich kenne so etwas ähnliches von meiner Mutter. Sie ist subtil hinterhältig. Manipulierte gerne über "schlechtes Gewissen". Ich bemühe mich eine innere Distanz zu halten und ihre Spitzen möglichst zu ignorieren, auch möglichst keine Vorwürfe zu machen. Wenn du dir selber sicher bist, dass du sie unterstützen möchtest und in welchem Maße, ist es glaub ich etwas leichter die Distanz zu halten.
Was mir auch hilft. Ab und zu laute Musik :D
https://youtu.be/L_3xmhK4--4


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#14

RE: Ich weiß echt nicht mehr weiter

in Treffpunkt für Angehörige 11.12.2017 09:47
von Jenie | 1.704 Beiträge | 13110 Punkte
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Am liebsten wäre mir, weiterhin den Kontakt so gering wie möglich zu halten, keine allzu großen Vorwürfe ihr gegenüber zu machen, aber schon klarzustellen, dass mir alles zu viel war/ist und ich mich deswegen zurückziehe.

Erfahre mehr unter: Ich weiß echt nicht mehr weiter



Da hast du dir die Antwort schon selbst gegeben. Ohne Vorwürfe klarmachen dass es dir Zuviel ist und du mehr Abstand brauchst ist doch ok. Achte auf Dich und Deine Grenzen, es nutzt nichts wenn du dann eines Tages auch noch krank wirst weil du ständig gegen deine eigenen Grenzen und Bedürfnisse handelst :o) Sozialarbeiter scheint ja schon im Spiel zu sein, ich würde auch zusehen dass ich für Entlastung sorge wo es geht und möglich ist.

Grüße Jenie


Kreativität ist die Würze im Geist
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#15

RE: Ich weiß echt nicht mehr weiter

in Treffpunkt für Angehörige 12.12.2017 14:37
von Sirod | 190 Beiträge | 1533 Punkte
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Hallo Mieze!

Ich war immer sehr vorsichtig damit mehr Nähe zuzulassen. Mein Vater hat sich auch sehr bemüht um mich, nachdem er gemerkt hat, daß ich mich immer mehr zurückziehe. Meine Erfahrung ist, das das Verhalten respektvoller ist, wenn man auf Distanz bleibt und nicht auf Vorwürfe eingeht und sich in Streitereien verwickeln läßt. Ärger bindet sehr! Dabei muß man genau auf seine Grenzen achten und sich rechtzeitig zurückziehen, wenn es einem zu viel wird.

Paß gut auf dich auf!

liebe Grüße,
Sirod


Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich mich von allem befreit was nicht gesund für mich war, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst. Anfangs nannte ich das “gesunden Egoismus”, aber heute weiß ich, das ist “Selbstliebe”.

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