Einloggen
Zurück Vorwärts
Aktualisieren Drucken
Neuer TAB


Zum Seitenanfang Schritt hoch Schritt runter Zum Seitenende

#1

Kreativwettbewerb Sommer 2017

in Betroffenen-Literatur 01.07.2017 08:23
von Rebus | 107 Beiträge | 555 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Rebus
Gold
Gold
Silber
Silber
Bronze
Bronze
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal

Bester User-Support
Bester User-Support
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Goldene Feder
Goldene Feder
Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Hallo zusammen,

einen schönen Samstag morgen wünsche ich. Ich habe mich heute daran erinnert, wie ich einmal an einem Literaturwettbewerb für Amateure teilgenommen habe. Das Thema war: ,,Kiezsommer. Wir läuten literarisch den Sommer ein."

Ich möchte euch zunächst meine erste Kurzgeschichte und ein paar weitere Schreibversuche vorstellen.
In dieser Kurzgeschichte verarbeite ich meine verlorene Liebesbeziehung, welche sich leider nicht erfüllt hat. Ich dachte es würde meine erste Beziehung werden. Jetzt da ich in Hamburg langsam Fuß fasse und weil ich immer noch ab und an an sie denken muss, habe ich mir gedacht, teile ich diese doch mal mit euch. Mein Beitrag wurde leider nicht genommen. Als ich dann die anderen Beiträge gehört habe, fand ich meine Geschichte eigentlich nicht sonderlich unpassender/schlechter aber naja.
Vielleicht habt ihr ja auch ein paar Kritiken dazu.

Als nächstes habe ich mir überlegt, hier im Forum etwas ähnliches zu veranstalten. Den Psychose-Online Kreativwettbewerb 2017.

Ich stelle mir das so vor:

Das Thema lautet auch hier im weitesten Sinne: Sommer 2017. Impressionen, Gefühle, Erleben.

Ein Aufruf an alle User, die sich gerne künstlerisch betätigen. Den Rahmen möchte ich dabei möglichst weit halten.
Ein Beitrag kann alles sein:

-Fotos
-Selbst gezeichnete Bilder
-Eine Kurzgeschichte
-Gedichte
-Gedanken
-Etc.

Eben alles was euch so einfällt. Ich möchte da keine genauen Vorgaben machen, aber ich denke auf ein Ziel hinzuarbeiten und gemeinsam etwas zu präsentieren kann eine gute Gelegenheit sein sich auszutauschen, erste Kritiken einzuholen und sich in seinem Hobby fortzubilden.

Den Zeitrahmen der Präsentation würde ich auf das erste September Wochenende legen. Das wären dann zwei Monate Zeit zur Vorbereitung.
Falls eine anonyme Abgabe gewünscht wird, würde ich anbieten, dass ihr mir eure Beiträge gerne auch per PM zuschickt. Oder eben eine andere Person eures Vertrauens.

Was haltet ihr davon? Gute Idee?


Anschließend hier nun mein damaliger Beitrag und ein anderes schriftliches Erzeugnis, um sozusagen das Eis zu brechen


Kiezsommer




Sie lernten sich im Frühlingsurlaub auf Mallorca kennen. Er konnte sich noch genau daran erinnern, als er sie zum ersten Mal sah. Es war früh am Morgen, sie saß vor einem Café und schaute der Sonne dabei zu, wie sie langsam damit anfing über den Meereshorizont ihre Strahlen zu werfen. Obwohl es noch recht kühl und windig war, trug sie ein luftiges Kleid und einen dazu passenden Strohhut. Er setzte sich so unauffällig wie er nur konnte einen Tisch weiter. Ein kleiner Seitenblick von ihr ließ ihn allerdings sofort wissen, dass sie mit derartigen Spielereien schon längst vertraut gewesen war. Unbeholfen versuchte er eine Unterhaltung in Gang zu bringen und es hätte sicherlich einen besseren Einstieg gegeben als die Frage, warum sie denn barfuß draußen sitzen würde. Jedoch ließ sie diese Form der Kontaktaufnahme zu und wenn sie sich dabei doch sehr zurückhielt und meist nur knappe Antworten auf seine Fragen gab, vermittelte sie ihm doch immerhin ein nicht ganz abgeneigtes Interesse ihm gegenüber. Als er bei der gern gestellten Frage nach ihrem Wohnort angekommen war, wechselte das Gespräch ins Deutsche. Beide wohnten in der Hansestadt Hamburg, beide studierten sie und beide waren ohne Partner. Er nannte ihre Liebe norwegisch-kroatisch. Ständig umbaut und nie aufhörend sich zu umarmen.

Der Sommeranfang beflügelte ihre Gefühle füreinander. Sie waren wie ausgehungert auf der Suche danach gewesen und kosteten es voll aus nun jemanden gefunden zu haben, der das Gleiche fühlt. Es wurde ein goldener Sommer wie es so schön heißt, mit romantischen Unternehmungen und herzlichem Witz. Es kam zu einem leidenschaftlichen wie wilden Austausch zwischen den beiden. Innig lagen sie sich in den Armen, tanzten verträumt durch die Nacht oder lauschten einfach nur der Natur, während sie im Stadtpark auf einer Parkbank saßen. Ich liebe dich, sagten sie einander immer wieder in den verschiedensten Tonfällen und in den unterschiedlichsten Situationen. Ob im Kino, einer Tretbootstour, gemeinsamen joggen an der Alster oder zu Besuch auf der Couch des anderen. Es kam zu einer Harmonie. Es war Musik. Ihr Abenteuer währte noch nicht lange, da rief sie ihn an und teilte ihm mit, dass sie in den kommenden Semesterferien nach Schweden wolle. Sie hätte ihn gerne dabei gehabt, aber er meinte, dass seine finanzielle Lage keinen weiteren Urlaub für dieses Jahr erlaube. So entschieden sich beide dafür, den Sommer eine Weile für sich alleine zu verbringen. Da sie es vorzog ohne Handy zu verreisen, aber beide den Kontakt nicht verlieren wollten, sagte sie ihm zu in dieser Zeit Postkarten zu schreiben. Leider könne nur sie ihm welche schicken, da sie so viel wie möglich vom Land erleben möchte und es kaum eine Möglichkeit für ihn gäbe sie zu erreichen. Ein Abschiedskuss. Nur ein Monat, dann sehen wir uns wieder. Das waren ihre Worte. Er wohnte noch nicht lange in Hamburg und dadurch, dass er sich voll auf sein Studium konzentrierte, hatte er noch keine weiteren Kontakte aufbauen können. So begnügte er sich zunächst mit seinen Erinnerungen an ihre gemeinsame Zeit und den Gedanken daran, dass sie sich schon bald wiedersehen würden. Er nahm sich daraufhin vor, seinen neuen Heimatort ein wenig besser kennenzulernen. Er schlenderte den Elbstrand entlang, ging barfuß auf den fast zu heißen Sand und musste nur den gelegentlich auftauchenden Hundehaufen ausweichen. Es wurde Abend, die Luft war angenehm schwül und er traf schließlich auf eine ausgelassen tanzende Menschenmenge. Es war egal ob man sich kannte oder nicht, jeder durfte mittanzen und ein Bier oder ein gutes Gespräch sprang mitunter auch mal dabei heraus. Sogar ein paar erste Kontakte. Anschließend setzte er sich etwas abseits hin und betrachtete die vorbei schleichenden Containerschiffe während er sich im Mondlicht Notizen für seinen Roman machte. Dieser wollte einfach noch nicht so recht Gestalt annehmen.

Nach ein paar Tagen die erste Postkarte von ihr. Es war eine gemalte blühende Landschaft darauf zu sehen. ,, Ich wünschte, du wärst hier mit mir“, war ihre kurze Nachricht. Unten in der Ecke klebte noch ein kleines Foto. Ihr rechter Mundwinkel verlieh dem Lächeln dabei einen so geheimnisvollen Ausdruck, dass auch er immer unweigerlich zu grinsen anfangen musste. Er presste die Karte an sein Herz, ging auf den Balkon um sich auf die Bank zu setzen und ließ sich von der Sonne wärmen, während sich sein Blick und seine Gedanken im blauen Horizont verloren.

Eine Woche später wollte er sich das Planetarium zu Gemüte führen. Ein Gutschein bekam er noch von seinem Elternhaus, zusammen mit der Empfehlung sich dort einmal eine Vorstellung anzusehen. Die Atmosphäre war tatsächlich atemberaubend. Die musikalische Kulisse, der Geruch von alten Stoffsesseln und das farbenfrohe Schauspiel schafften es, dass er seine Sehnsucht nach ihr eine Weile ausblenden konnte. Erst als er wieder draußen war und der Kontrast von hell und dunkel ihn wieder in die Realität zurückkatapultierte, er ein Pärchen Hand in Hand vorbeigehen sah, da spürte er einen kleinen Stich in seiner Brust. Bald ist es soweit sagte er bei sich. Nur ein paar Wochen. Er nahm vor sich am Abend ein wenig abzulenken. Die rote Meile. Er schmunzelte. Zurück Zuhause mischte er sich ein paar Cocktails, nahm seinen Notizblock, startete elektronische Tanzmusik und setzte sich so für den Abend gerüstet wieder einmal auf den Balkon. Er mochte seinen Balkon. Mittlerweile hatte er ihn mit Strohmatten umzäunt und eine Palme in die Ecke gestellt. Es fehlte eigentlich nur noch ein bisschen feiner Sand und es wäre wieder wie auf Mallorca. Die Aussicht war zwar nicht gerade vergleichbar, dafür konnte er ein paar interessante Beobachtungen bei seinen Nachbarn machen, welche seltsame Angewohnheiten entwickelt hatten. Einer von ihnen zum Beispiel begann wenn er ihn sah, sich nackt vor ihm auszuziehen, zeigte ihm anschließend den Mittelfinger und riss dann das Rollo herunter, welches von dem gewaltigen Ruck anfing stark hin und her zu wackeln. Er grüßte dann, meist mit einem Glas in der Hand und einem Nicken zurück und widmete sich dann wieder seinen Notizen. Zwar war diesmal kein nackter Nachbar auszumachen, dafür ein stadttypischer, fast bedrohlich roter Sonnenuntergang über den Dächern. Es roch nach Grill. Nachdem er einen halben Liter getrunken hatte und sein Notizblock noch immer leer war, machte er sich leicht trunken auf den Weg. Bunte Neonlichter, weiße BMWs und schwarze Gestalten. Ein Polizeiwagen raste vorbei. Gläser klirrten. Lautes Gelächter und ein Schrei. Verführerische Blicke. Tiefe Bässe. Am Morgen danach die nächste Postkarte von ihr. Eine fotografierte Landschaft war abgebildet. Sie zeigte eine Seenlandschaft und einen herrlich grünen Wald ringsum. ,, Bin total glücklich! Kanu fahren ist anstrengend ohne dich. Habe tatsächlich einen Elch gesehen. Außerdem eine nette Gruppe getroffen mit der ich weiterreisen möchte. Kuss!“ Wieder ein Foto. Es zeigte sie mit ein paar anderen, welche die Arme in die Luft gerissen hatten. Alle am lachen mit weit offenen Mündern. Er stellte es neben der anderen auf seinen Balkon, bevor er sich wieder schlafen legte. Der Tag war gelaufen.

Noch zwei Wochen, dachte er bei sich, während er die beiden Postkarten betrachtete. Heute wollte er sich ein Straßenkonzert in der Schanze gönnen. Es war ein sehr heißer Tag, allerdings zogen bereits dunkle Wolken auf, welche etwas Abkühlung versprachen. Dort angelangt sprangen ihm sofort wieder die Vielfältigkeit, die Ausgelassenheit und die angenehm positive Grundstimmung ins Auge, welche er noch von früher her kannte. Auch wenn er dieses Viertel etwas anders in Erinnerung hatte, denn auf den zweiten Blick wirkte es hier etwas, er suchte nach Worten, aufgesetzter. Als ob hier nach etwas gesucht wurde, was woanders hingezogen war. Dennoch machte es Laune sich auf den heißen Bordstein zu setzen, einen Joint abzulehnen und den Saxophonisten zuzuhören, wie er sogar mal ohne Geldkoffer vor sich, einfach etwas Musik spielte. Der Regen setzte ein. Kein starker Regen, eher ein leichtes Nieseln, welches von der Kleidung gut aufgefangen wurde, dem Gesicht dafür aber eine erfrischende Abkühlung bot. Bis auf wenige Ausnahmen störte sich keiner daran, eher im Gegenteil. Leider hatte er seinen Notizblock vergessen, es kamen ihm hier ein paar wirklich gute Ideen. Diese vergaß er jedoch als er wieder nach Hause zurückkehrte und sich schlafen legte.

Ein anderer Tag. Er setzte sich, nun etwas mürrischer, mit einem Kaffee und einer Zigarette gewappnet wieder einmal auf den Balkon. Eigentlich wollte er mit dem Rauchen längst aufgehört haben, seit mittlerweile einem halben Jahr um genau zu sein, doch dieser Moment trieb ihn wieder dazu die sogenannte Ausnahmezigarette zu rauchen. Mit böser Mine starrte er in das Fenster genau gegenüber, während er wütend an seiner Zigarette sog. Die Woche war fast vorüber und noch immer keine Karte von ihr. Sein Lieblingsnachbar erschien wieder vor ihm am Fenster und schaute noch grimmiger zurück, bevor er ihm erneut den Mittelfinger zeigte und die Rollos nach unten zog, welche nun unter seinem Ruck nachgaben und schließlich vollends herunterfielen. Ein Klingeln an der Tür unterbrach ihre kleine Liaison. Der Postbote brachte ihm sein lang ersehntes Paket, welches einen Lampion für seinen Balkon beinhaltete. Außerdem reichte er ihm eine etwas dreckig gewordene Postkarte. ,, Die hab ich im Treppenhaus gefunden, ihre Adresse stand drauf, da habe ich ihnen die gleich mitgebracht.“ Ein Stein fiel ihm von Herzen. Übermütig schüttelte er dem Postboten die Hand und machte sich, das Paket ignorierend, daran die Karte zu begutachten. Diesmal war vorne ein selbstgemachtes Foto drauf. Er sah sie mit der Gruppe um einen Stamm tanzen. Sie wirkten wirklich ausgelassen. Für seinen Geschmack etwas zu ausgelassen, aber er wusste was die beiden aneinander hatten. ,, Haben viel Spaß. Land und Leute gefallen mir wirklich sehr. Wollen demnächst nach Stockholm.“ Das war ihre Nachricht. Irgendwie fehlte ihm etwas. Mit gemischten Gefühlen stellte er sie neben die anderen beiden und machte sich anschließend daran den Lampion aufzuhängen. Die kommenden Tage wollte er sich auf das Schreiben konzentrieren. Es kamen ihm viele Ideen und er ließ die Impressionen seiner neuen Heimat dabei voll auf sich wirken. In dieser Zeit kapselte er sich auch etwas mehr ab. Er wollte ungestört seiner Leidenschaft dem Schreiben nachgehen. Wann hätte er sonst wieder so viel Zeit sich dieser zu widmen? Die Tage und Nächte verschmolzen und sein Roman nahm endlich Gestalt an. Er vergaß fast, dass es die letzte Woche war, bevor sie sich wiedersehen würden. Aber dann, als er wieder einmal nicht weiter wusste, erinnerte er sich erneut an sie. Ihm wurde warm ums Herz. Nun konnte er an kaum etwas anderes denken, als an den Augenblick, wo sie sich erneut in die Arme werfen würden. Die Woche verstrich. Keine Postkarte. Er schlich im Treppenhaus umher, ob er sie hier vielleicht irgendwo finden würde. Nichts. Den Tag darauf ging er sogar zum Postamt, doch dort erhielt er nur ein Achselzucken und eine freundliche Absage. Vielleicht ist die Karte ja unterwegs verloren gegangen, dachte er bei sich. Eine andere Erklärung würde überhaupt keinen Sinn ergeben. Im Grunde ist es doch auch egal, nur noch ein paar Tage. Um sich abzulenken ging er eine Runde an der Alster entlang. Die Hitze hatte nachgelassen, es wehte eine frische Brise. Die Sonne spielte beim Untergang mit dem Wasser, welches ihr Licht in den buntesten Farben brach. Das Wasser wogte ruhig ans Ufer. Er setzte sich auf eine Bank und schaute gedankenverloren um sich. Eine Familie samt Hund ging an ihm vorbei. Die Sonne ging unter, es wurde kalt. Die Nacht zog herauf und er machte sich auf den Heimweg. Morgen. Der Wecker klingelte. Er hatte ihn sich extra für sie gestellt, diesmal wollte er ausnahmsweise pünktlich sein. Er zog die Kleidung an, welche er bei ihrem ersten Treffen getragen hatte. Sein Herz hämmerte vor Aufregung. Es war ein verregneter Tag. Regenschirme und Menschen mit aufgesetzten Kapuzen überall. Er stand am Bahngleis. Im nächsten Zug würde sie sein. Still saß er da, der Zug fuhr ein. Er stand auf, nahm seine Kapuze ab und schaute umher. Kein bekanntes Gesicht. Nirgends. Vielleicht hatte sie ihn verpasst, vielleicht ist es der Nächste? Er wartete eine Stunde. Dasselbe Spiel. Fünf mal. Sie war nicht zu sehen. Leere in ihm. Ohne einen einzigen Gedanken schlich er nach Hause und legte sich schlafen. Die folgenden Tage ein Trauerspiel, welche hier erspart bleiben sollen.

Der Sommer ging auf sein Ende zu. Alles was kommt, kann auch wieder gehen. Schneller als es uns lieb sein kann. Er setzte sich auf den Balkon und schaute in die Ferne. Er erinnerte sich an ein Zitat, welches er nicht so genau wiedergeben konnte. Die Wahrheit und die Träume liegen nicht draußen in den Wolken, sondern genau im Gegenteil. In einem selber, im Herzen. So wenig, wie er den Sommer halten konnte, so wenig war er in der Lage sie zu halten, dachte er. Vielleicht hätte er mit ihr mitfahren sollen, vielleicht hätte sie auch einfach dableiben können. Vielleicht hatten sie sich auch einfach am Bahnhof verpasst. Der nächste Morgen. Vielleicht war jetzt eine Karte im Briefkasten...


Letzte Gedanken kurz vor Feierabend

Manche Leute lernen es nie

In einer Welt voller Duplikate ist der Freak ein Original.
,,Irgendwie habe ich mir mein Leben anders vorgestellt.", er nippte an seinem Kaffee und sein Blick wanderte zum Fenster raus.Sie saßen allein zu zweit in einem dieser kleinen Bäckerladen und sollten die letzten Kunden an diesem Tag sein.Die Verkäuferin hatte bereits die Stühle hereingestellt und wartete nun schon leicht gereizt, ebenfalls mit einem Becher Kaffee in der Hand hinter dem Tresen darauf, endlich in den Feierabend gehen zu können.,,Ich denke ich werde ihr kein Trinkgeld geben.", fuhr er schließlich gelangweilt fort, während er draußen zwei Kinder beim Spielen zusah. Nieselregen setzte ein. Ein leichtes Räuspern der Bedienung.

 ,,Gespräche sind auch nicht mehr so dein Ding, wie? Glaub mir, an dem Punkt war ich auch schon. Es ist aber nur erträglich, solange du noch so einen wie mich als Gesprächspartner hast, der solche Wunderlinge in ihrem Tun auch noch unterstützt."
,,Ich würd' dann ganz gerne Feierabend machen.", kam es im höflich abgeneigten Tonfall hinter der Theke hervor.
,,Na gut, dann lass uns die Mistbrühe hier noch runterwürgen und dann verschwinden.", sprach er etwas gedämpfter zu seinem Gegenüber.Eines der Kinder rutschte auf dem Bordstein aus, fiel hin und begann der Umgebung unter Tränen mitzuteilen, dass es jetzt umsorgt werden wolle.

,,Ich hätte sie ja nach ihrer Nummer gefragt, aber so nicht!" Er trank den Rest des Bechers aus. 
,,Geht auf mich heute, mach dir keine Mühe. Und sag bloß nicht Danke."
Mit offenem Mund und einem Blick, der ins Nichts ging, empfing ihn die Dame um den Vorgang Dienstleistung gegen Geld endlich abschließen zu können. Fachmännisch und abgeklärt sprudelte die Summe aus ihrem Mund heraus.
 ,,Drei Euro und vierzig dann bitte." 
Er kramte zwei zwei Euro Münzen heraus und legte sie ihr in die Hand.
,,Stimmt dann so."
,,Dankeschön."
,,Was halten Sie eigentlich davon, wenn wir unsere Nummern austauschen und dann mal einen Kaffee miteinander trinken?"
,,Gerne. Wie wär's mit Morgen kurz vor Feierabend. Dann können wir uns das mit dem Telefonieren sparen?!"
,,Das ist ein Wort."
Wortlos traten beide aus dem Laden heraus. Das Kind weinte mittlerweile nicht mehr, dafür regnete es Hunde und Katzen.
,,Manche Leute lernen's nie. Du bist dann doch auch wieder dabei, oder?''


Die Endlösung
,,Wir müssen einmal über Frauen reden."
Der Platzregen vom Vortag hatte sich nun wieder in ein etwas dezenteres Nieseln verwandelt, welches die Betonfassade auf der gegenüberliegenden Straßenseite noch ein wenig dunkler als ohnehin schon erscheinen ließ. Einzig rote, gelbe und braune Blätter gaben der Straße ein paar farbliche Akzente.
,,Nachdem unsere beiderseitigen Versuche eine Beziehung aufzubauen immer wieder erfolgreich gescheitert sind, sollten wir diesmal in einem alles entscheidenden, endgültig abschließenden Gespräch noch einmal alle unsere Optionen durchgehen."
,,Ich mache schon einmal vorsorglich darauf aufmerksam, dass wir in fünf Minuten pünktlich schließen werden.", ließ eine vertraute Stimme etwas weiter entfernt von den beiden verlauten.
,,Dass ich nichts von diesen neumodischen Gesichtskatalogen halte, weißt du ja mittlerweile. Und da wir beide weder besonders erfolgreich, noch besonders begabt oder sonst irgendwo mit glänzen können, hebt das die Messlatte für ein Unterfangen dieser Art ziemlich weit nach oben."
Beide nahmen einen Schluck aus ihren Bechern. Ein Rettungswagen ballerte über das Kopfsteinpflaster und ließ seine Sirene merklich neben dem Bäckerladen plötzlich aufheulen. Beide zuckten zusammen und beinahe verschluckte er sich.
,,Dazu kommt, dass wir beide eigentlich keine richtige Arbeit ausüben, kein Geld haben und noch Zuhause bei unseren Eltern wohnen. Und das mit Mitte zwanzig."
Ein leichtes Räuspern der Bedienung.
,,Wobei über die Mitte sind wir sogar schon drüber."
Ein husten der Verkäuferin.
,,Wir müssten eigentlich schon sagen, dass wir fast dreißig sind."
Sein Blick ging nach draußen, ein Pärchen wanderte innig umschlungen unter einem Regenschirm an ihnen vorbei.
,,Wenn man dann noch bedenkt, dass eigentlich schon wieder Winter ist und die Aktivitäten draußen alle wegfallen, also bis auf Glühwein saufen und Silvester, ist ein Kennenlernen kaum noch möglich. Und wenn der Winter vorbei ist, sind wir schon wieder ein Jahr älter."
Erneut nahm er einen Schluck von den mittlerweile lauwarm gewordenen Wachmacher.
,,Aber was heißt das jetzt für uns zwei?"
,,Feierabend. Wenn Sie dann bitte zahlen mögen."
,,Lass nur, mein Geldbeutel wiegt eh schon wieder zuviel."
Er stand auf und ging zum Tresen. Sie hatte sich heute ein paar rote Strähnen ins Haar gemacht und beim genaueren betrachten fiel ihm auf, dass sie sich ein kleines, neues Piercing in die Ohren hat stechen lassen.
,,Die Frisur steht ihnen."
"Vier Euro und zwanzig bitte."
Er gab ihr einen fünf Euro Schein. Eine Berührung der Hände kam nicht zustande.
,,Ich habe gar nicht gesagt, dass das Trinkgeld ist."
Sie schaute ihn etwas verunsichert an.
,,Äh..", kam es aus ihr heraus.
,,Ach, war schon richtig so."
Wieder am Tisch.
,,An deiner Stelle würde ich glaube ich auch nicht mehr reden..."


Kreise

Die Zeitumstellung hatte auch den Bäckerladen nicht verschont. Erbarmungslos tauchte sie die Minuten kurz vor Ende der alltäglichen Beschäftigungstherapie in ein verschluckendes dunkelblau. Dem Bellen nach zu Urteilen müsste sich ein Hund irgendwo draußen herumtreiben.
,, Angenommen, ich würde bei einer Tankstelle arbeiten und mich würde jemand ausrauben. Das wäre doch mal eine willkommene Abwechslung. Ich würde dem Dieb das Geld mit Kusshand überreichen und ihn fragen, ob er nicht noch was süßes dazu möchte.Anschließend müsste ich mir aufgrund des Schocks natürlich ein oder zwei Freibier genehmigen. Und arbeiten könnte ich an dem Tag auch nicht mehr. Ganz zu schweigen von den psychischen Folgen."
Sein Blick schielte über die Theke zur Verkäuferin.
,,Glaubst du, Sie mag ihren Bäckerkonzern?"
Ein leises röcheln drang von draußen durch die Türen. Er wendete seinen Blick von ihr ab, zur Geräuschquelle. Ein Dalmatiner war gerade dabei eine etwas undefinierbare braune Soße herauszuwürgen. 
,,Der sollte erstmal den Kaffee hier probieren."
Er schaute seinem Gesprächspartner an. Keine Reaktion.
,,Deinen Sinn für Humor solltest du aber nicht auch noch vor der Außenwelt verborgen halten. Dadurch kommt man sonst schnell zu ernst rüber. Wo wir gerade bei Tankstellen sind: Die Packung Tabak soll ja demnächst zwanzig Euro kosten. Den Preis zahl ich dann aber wirklich nicht mehr."
Er blickte wieder nach draußen. Eine Krähe machte sich an den ehemaligen Mageninhalt zu schaffen. Dabei hüpfte sie ein wenig hin und her, nur um dann ein einziges Mal zuzupicken und den Vorgang zu wiederholen.
,,Auch noch wählerisch sein. Naja. Die Tierwelt ist schon wirklich erstaunlich. Für alles gibt es irgendwie etwas. Wirklich erstaunlich."
,,Es ist wieder soweit."
,,Kennst du das Gefühl, wenn sich dein Leben im Kreis dreht? Die Bienen sind da schlauer. Die haben erkannt, dass Kreise ineffizient sind und bauen nur noch Sechsecke."

Teil 4 (in Bearbeitung)
,,Meine Psychaterin meinte letztens, dass sie mich nächste Woche gern wiedersehen würde. So freundlich war nicht mal mein letzter Arbeitgeber zu mir. Der rief mich immer nur ein Tag vorher an, ob ich denn Zeit hätte."


I am ill. Not sick!
6 Mitglieder finden das Top!
nach oben springen

#2

RE: Kreativwettbewerb Sommer 2017

in Betroffenen-Literatur 01.07.2017 12:34
von Hotspot | 277 Beiträge | 1980 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Hotspot
Gold
Gold
Silber
Silber
Bronze
Bronze
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal

Bester User-Support
Bester User-Support
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Goldene Feder
Goldene Feder
Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Das hört sich toll an!
Ich weiß nicht, ob ich daran teilnehmen würde aber trotzdem :-)
ich fände es schön eure Arbeiten zu sehen.


nach oben springen

#3

RE: Kreativwettbewerb Sommer 2017

in Betroffenen-Literatur 02.07.2017 07:09
von Nadi | 892 Beiträge | 5301 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Nadi
Gold
Gold
Silber
Silber
Bronze
Bronze
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal

Bester User-Support
Bester User-Support
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Goldene Feder
Goldene Feder
Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Hallo @Rebus

Darf ich eine Textkritik äussern? (Was ja nicht bedeutet, daß ich es besser mache. )

Du hast relativ viele lange Nebensätze. Und Du packst zwei Hauptsätze oder sogar drei in einen Satz.

Das erhöht den 'Nebelfaktor', einen Index für die Lesbarkeit Deines Textes.


LG
Nadi


-
-
-
Sie denken, weil Sie mich nicht mögen, mag Jesus mich auch nicht. Aber, können Sie das beweisen?
nach oben springen

#4

RE: Kreativwettbewerb Sommer 2017

in Betroffenen-Literatur 02.07.2017 08:16
von Rebus | 107 Beiträge | 555 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Rebus
Gold
Gold
Silber
Silber
Bronze
Bronze
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal

Bester User-Support
Bester User-Support
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Goldene Feder
Goldene Feder
Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Konstruktive Kritik ist immer gerne gesehen! Vielen Dank @Nadi .


I am ill. Not sick!
1 Mitglied hat sich bedankt!
nach oben springen

#5

RE: Kreativwettbewerb Sommer 2017

in Betroffenen-Literatur 02.08.2017 21:15
von Nadi | 892 Beiträge | 5301 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Nadi
Gold
Gold
Silber
Silber
Bronze
Bronze
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal

Bester User-Support
Bester User-Support
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Goldene Feder
Goldene Feder
Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Beitrag Nadi:

"Törtchen vor rosa Spiegel"




-
-
-
Sie denken, weil Sie mich nicht mögen, mag Jesus mich auch nicht. Aber, können Sie das beweisen?
3 Mitglieder finden das Top!
nach oben springen

#6

RE: Kreativwettbewerb Sommer 2017

in Betroffenen-Literatur 02.08.2017 22:04
von Himbeere | 712 Beiträge | 3313 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Himbeere
Gold
Gold
Silber
Silber
Bronze
Bronze
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal

Bester User-Support
Bester User-Support
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Goldene Feder
Goldene Feder
Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Hallo Nadi,

die Torte gefällt mir.


1 Mitglied hat sich bedankt!
nach oben springen

#7

RE: Kreativwettbewerb Sommer 2017

in Betroffenen-Literatur 09.10.2017 04:35
von Rebus | 107 Beiträge | 555 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Rebus
Gold
Gold
Silber
Silber
Bronze
Bronze
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal

Bester User-Support
Bester User-Support
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Goldene Feder
Goldene Feder
Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Hat ja nicht so geklappt das Ganze hier

Immerhin Nadi hat tapfer teilgenommen :)

Als kleine Entschädigung für mein Fernbleiben habe ich hier die vermutlich erste Seite in meinen Buch für euch.
Ja, mein Buch. Ich werde es nun irgendwie zurechtzimmern. Vielleicht mögt ihr mir ja ein bisschen helfen :)


Wenn ich schon dieses Buch schreibe, warum nicht gleich mit Klischees beginnen?
Ein Schizophrener, der mit sich selbst redet: Zwei Persönlichkeiten.

,, Ich halte das für keine gute Idee.“
,, In Ermangelung eines guten Dialogpartners bleibt mir keine andere Wahl.“
„ Du magst die anderen nur nicht. Das ist alles.“
,, Entweder das oder ich kann einfach keine guten Dialoge halten.“
,, Du weißt wie die Devise lautet: Das Buch darf nicht mittelmäßig werden. Es gibt viele mittelmäßige Bücher, die wenigsten sind wirklich gut. Aber du warst schon immer mittelmäßig. Du warst noch nie in irgendetwas wirklich richtig gut.“
„ Ich verfolge sowieso einen ganz anderen Plan damit.“
„ Ja. Sie zurückzugewinnen. Das wird nicht funktionieren.“
„ Sie hat mich geliebt.“
„ Sie hat einen anderen.“
„ Das könnte die Sache durchaus etwas schwierig gestalten. Es ist aber auch nicht der einzige Punkt in meinen Plan. Vielleicht geben die anderen dann endlich Ruhe.“
„ Welche anderen?“
„ Das weiß ich selber nicht. Vielleicht die Stimmen in meinen Kopf, vielleicht die Gesellschaft als Ganzes. Woher soll ich als Beteiligter das wissen? Es ist so als ob ich versuchen würde zu erahnen, was hinter dem Ereignishorizont eines schwarzen Lochs passiert.“
,, Du redest Unsinn und das weißt du.“
,, Wahrscheinlich genauso ein Unsinn, wie der, dass ich das Bild nicht gemalt habe?!“
„ Du hast das Bild nicht gemalt!“
,, Achja? Und als nächstes behauptest du meine Anzeige ist auch nur ein Fantasieprodukt oder was?“
,, Zugegeben, an deiner Anzeige könnte was dran sein.“
,, Ich mag keine Araber.“
„ Du bist ein Nazi.“
„Bin ich nicht. Ich mag Chinesen, Russen, Amerikaner, Afrikaner … aber die Araber … ich weiß nicht.“
„ Sollte deine Wahrnehmung wirklich einmal in deinem Leben zutreffend sein, dann hast du einen von Ihnen umgebracht. Du bist ein Vollnazi. Du trägst eine Lederjacke.“
„ Dafür, dass er eventuell Tot ist, kann ich nur bedingt etwas. Und eine Lederjacke macht mich nicht gleich zu einem rechten Deppen. Ich hätte mich niemals für Geschichte interessieren dürfen.“
„ Die Leute da draußen dürften sich nie für deine Geschichte interessieren.“
„ Weißt du ... Ich hatte heute Nacht einen Traum. Und wenn ich noch zu irgendwas in der Lage bin, dann ist das rauchen, Kaffee trinken und träumen. Und dieser Traum sagt mir, dass irgendeiner .. für irgendetwas .. BALD IN DEN KNAST GEHT!“


I am ill. Not sick!
3 Mitglieder haben sich bedankt!
zuletzt bearbeitet 09.10.2017 04:43 | nach oben springen

#8

RE: Kreativwettbewerb Sommer 2017

in Betroffenen-Literatur 09.10.2017 06:07
von Rebus | 107 Beiträge | 555 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Rebus
Gold
Gold
Silber
Silber
Bronze
Bronze
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal

Bester User-Support
Bester User-Support
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Goldene Feder
Goldene Feder
Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Möglichkeit für die zweite Seite


Du hast gesagt, dass dir das alles zu viel wäre. Mit dem Buch und so. Dass ich mich wieder fangen sollte. Glaub mir, ich habe es versucht. Ich sehe nun leider keinen anderen Ausweg für mich mehr, als alles aufzuschreiben. Oder um es mit einem Zitat von damals zu sagen: ,, Die ganze Scheiße muss raus.“ Es ist dabei wirklich nicht meine Absicht irgendjemanden mit diesem Buch mehr aufzuladen als er oder sie tragen kann, aber ich vermute mal … du kannst das ab. Ich grüße dich hiermit ganz herzlich, meine Liebe.

Das Schöne am Schreiben sind für mich zwei Dinge:
Zum Ersten hat man alle schriftstellerischen Freiheiten die Dinge so darzustellen und wiederzugeben wie man möchte. Ein paar Ausschmückungen hier, ein paar Verfälschungen für die Dramatik da … Ich jedoch habe für mich entschieden, die Geschehnisse so wahrheitsgetreu wie möglich aufzuschreiben. Eine wahre Geschichte wie sie das Leben schreibt. Keine erfundenen Begebenheiten, keine Verzerrungen und vor allem: Keine Lügen mehr.
Zum Zweiten hat man alle Zeit der Welt. Man ist sein eigener Chef. Kann so streng und so nachlässig mit sich umgehen wie man möchte. Ein paar Tage wird gar nicht geschrieben, nur um dann ganze Seiten auszufüllen. Leider rennt mir die Zeit ein wenig davon. Die momentane Dramatik ist einfach zu gut. Ich muss mich ein bisschen beeilen.
Ein Problem bleibt: Es ist mein erstes Buch. Es wird voll von amateurhaften Fehlern sein.
Dazu kommt, dass ich leider noch etwas verrückt, voller Kaffee und Medikamente bin.
Und ich werde es wahrscheinlich so gut wie ohne fremde Hilfe schreiben müssen.
Keine einfache Aufgabe. Ich mag keine einfachen Aufgaben.

Es stellen sich mir diverse Fragen:
Wo anfangen bei diesem Wulst aus Ereignissen?
Wie anfangen?

Ich denke, ich werde es Zunächst ruhig angehen lassen und dem Leser ein paar Brocken von meiner Kindheit und Jugend hinwerfen. Chronologisch vorgehen. Das könnte vielleicht ein etwas langwieriger Einstieg werden, aber wie meinte ein ehemaliger Klassenkamerad einst:
,, Gute Geschichten fangen gut an, um sie dann langsam ins Chaos zu stürzen.“

Ich denke daran werde ich mich halten.




Daran anschließen würden sich schließlich Erzählungen aus meiner Kindheit, Jugend bis hin zum Krankheitsverlauf. Immer wieder einspeisen möchte ich die direkte Anrede an eine bestimmte Frau. Hier in kursiv dargestellt. So oder so ähnlich wäre der Einstieg. Ich finde den Anfang echt am schwersten.


I am ill. Not sick!
1 Mitglied findet das Top!
2 Mitglieder haben sich bedankt!
nach oben springen

#9

RE: Kreativwettbewerb Sommer 2017

in Betroffenen-Literatur 09.10.2017 08:58
von erdbeere | 5.601 Beiträge | 18702 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds erdbeere
Gold
Gold
Silber
Silber
Bronze
Bronze
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal

Bester User-Support
Bester User-Support
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Goldene Feder
Goldene Feder
Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

@Rebus liest sich ganz gut finde ich...
ich bewundere das immer,wenn jemand gut schreiben kann und ein eigenes buch schreiben möchte

liebe grüße
erdbeere


Du bist der Mensch, der mich zum Lachen bringt
und der, der mit mir weint
auch manchmal knallhart ehrlich ist,
es aber niemals böse meint.
Du bist der Mensch der mir verzeiht
und keinen einzigen Tag mit mir bereut
und sich immer mit mir freut.

(Jonathan Zelter "Ein Teil von meinem Herzen")
nach oben springen

#10

RE: Kreativwettbewerb Sommer 2017

in Betroffenen-Literatur 03.03.2018 18:46
von hausschuh | 143 Beiträge | 213 Punkte
avatar_m
X

Auszeichnungen


des Mitglieds hausschuh
Gold
Gold
Silber
Silber
Bronze
Bronze
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal

Bester User-Support
Bester User-Support
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Goldene Feder
Goldene Feder
Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Hi rebus ich finde es auch ganz schön dass du schreiben willst. Es ist sehr schwierig ein gutes Buch zu schreiben und es ist noch schwieriger Menschen für die eigene Geschichte zu interessieren. Ich hatte auch einmal vor dasselbe zu tun. Dann habe ich mich dafür entschieden , den Text einfach aufaufzuschreiben und mit wenigen Freunden als Rezensenten zu verbessern. Dabei ist ein netter Text herausgekommen, den ich im Anschluss in meiner Schublade verschwinden lasse und für bessere Zeiten bunkere. Mein Psychologe sagte bezüglich des Textes etwas Kluges: man kann ja erstmal mit fiktiven Texten anfangen um zu überprüfen, ob es gut ankommt. Außerdem ist die eigene Geschichte etwas sehr privates, was für Bekannte sicher am interessantesten ist.

Zu den zwei Buchseiten selbst:

Ich würde keine persönliche Ansprache an die spezielle Person in den Text einfließen lassen . du bist der Einzige der sie kennt und für andere Personen ist eure Beziehung nicht greifbar.

Ich persönlich schreibe auch gerne Dialoge mit mir selbst das finde ich lustig und es entspannt. Wenn du viel ungeklärtes mit dir rumschleppst , suche dir einen fähigen Psychologen und besprich das mit ihm. das sind die Tipps die mir momentan dazu einfallen, ich habe diesen Text per Spracheingabe geschrieben, vergib mir die groß Kleinschreibung und Satzzeichen. viele Grüße und viel Glück bei deinem Buch


Was wir wissen ist ein Tropfen; was wir nicht wissen, ein Ozean. Isaac Newton
nach oben springen


Ähnliche Themen Antworten/Neu Letzter Beitrag⁄Zugriffe
Neue Psychotherapierichtlinie 2017
Erstellt im Forum Therapie und Selbsthilfe von Freia
0 27.10.2017 11:37goto
von Freia • Zugriffe: 414
Theaterperformance Psychiatrie in Wien 15./16. 12. 2017
Erstellt im Forum Schwarzes Brett von Serendipity
3 19.12.2017 22:20goto
von Oceana • Zugriffe: 533
Gehirn&Geist Dossier von 2/2017 zum Thema Schizophrenie
Erstellt im Forum Schizophrenie in den Medien von Molly
0 08.05.2017 22:43goto
von Molly • Zugriffe: 520
Forentreffen in HH in 2017
Erstellt im Forum Ankündigungen von escargot
155 19.03.2017 22:15goto
von Kleepferdchen • Zugriffe: 9501
XIX. Tagung "Die subjektive Seite der Schizophrenie", 15. - 17.02.2017, Stralsund
Erstellt im Forum Schwarzes Brett von Serendipity
7 28.06.2016 01:27goto
von Hotte • Zugriffe: 1606
Google Translator

Besucher
4 Mitglieder und 14 Gäste sind Online:
Schnitzelchen, Henri, Eleonore, Freia

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Naomi34
Besucherzähler
Heute waren 324 Gäste und 20 Mitglieder, gestern 1979 Gäste und 68 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 3398 Themen und 59578 Beiträge.

Heute waren 20 Mitglieder Online:
DaSchizoo, dre@mwalker, Eleonore, Freia, Fränzchen, Henri, Jela, Jenie, lutreola, Mango, Milarepa, Molly, Rebus, Sartorius77, Schnitzelchen, Serendipity, sommer, suffered, Teebeutel, WHOAMI
Besucherrekord: 150 Benutzer (17.05.2014 08:28).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen