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#1

Hirschhausen in der Psychiatrie

in Schizophrenie in den Medien 18.06.2017 22:20
von Molly | 3.414 Beiträge | 16965 Punkte
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Läuft morgen Abend auf ARD. Ich hab hier den Link dazu in der Mediathek:

http://www.daserste.de/information/ratge...-video-100.html

LG,
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#2

RE: Hirschhausen in der Psychiatrie

in Schizophrenie in den Medien 20.06.2017 09:41
von Woody | 150 Beiträge | 721 Punkte
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Also ich war ehrlich gesagt etwas enttäucht:
Die Sendung predigt Entspanntsein, konterkariert das aber mit hektischer Musik, staccatohaften Zwischentiteln und ständigem Hin- und Herspringen zwischen den Themensträngen.
Hirschhausen findet es nicht nett, dass jemand sagt: "Ich will nur meine Ruhe", weil er ihm und seinem Kamerateam bei der Essenausgabe entgehen möchte.
Der Genosse auf seinem Mehrbettzimmer (ich wette, Hirschhausen hat sonst Einzelzimmer mit Chefarzt-behandlung!) ist ein Stimmenhörer, der etwas unbedarft erzählt, seine Mutti sei jetzt auch da und rede ihm gut zu. "Was erzählt sie denn so aus dem Himmel", fragt Hirschhausen - das grenzt für mich schon an Vorführen. Und der arme Kerl antwortet: "Dass es da schön ist, dass ich aber noch nicht kommen soll." Suizidpräventation mit Unterstützung der Stimmen - das klingt doch sehr anders als die Erfahrungen, von denen ich hier lese.
Auch der Therapiebetrieb wird karikaturistisch dargestellt: Gemeinsam hüpfen, um im Moment anzukommen. "natürlich macht man sich zum Affen", so Hirschhausen, "aber man fühlt sich danach besser."
Von den Abgründen der Verzweiflung, die sich durch die identitätssprengende Wucht der Psychose auftun, ist da nichts zu spüren - allenfalls in dem dezenten Hinweis: "wer sich nicht benimmt, kommt auf die 3 - das ist die geschlossene." Also wohl durch das Äußern von Suizid-Gedanken...
Wie habt ihr als Betroffene denn den Beitrag empfunden?
LG
Woody


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#3

RE: Hirschhausen in der Psychiatrie

in Schizophrenie in den Medien 20.06.2017 21:56
von Molly | 3.414 Beiträge | 16965 Punkte
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Hallo @Woody !

Ich fand den Film sehr gut! Ich mag die Art von Hirschhausen, wie er Wissen rüberbringt! Wenn man in einer Phase drinsteckt und es einem schlecht geht, kann man das natürlich nicht so sehen. Dann sieht man alles negativ überspitzt.

LG,
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#4

RE: Hirschhausen in der Psychiatrie

in Schizophrenie in den Medien 20.06.2017 22:17
von Freia | 1.018 Beiträge | 7752 Punkte
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Keine Ahnung warum - aber ich mag den Hirschhausen nicht. Bin da eher in Woodys Spur.


.
Liebe Grüße

Freia

"Und und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und vor sich hin zu schauen." (Astrid Lindgren)
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#5

RE: Hirschhausen in der Psychiatrie

in Schizophrenie in den Medien 22.06.2017 22:36
von Himbeere | 804 Beiträge | 5864 Punkte
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Ich stimme da auch eher Woddy zu.


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#6

RE: Hirschhausen in der Psychiatrie

in Schizophrenie in den Medien 22.06.2017 22:46
von Agi007 | 1.225 Beiträge | 6257 Punkte
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Ich glaube die Sendung war für ein breites Publikum gemacht.Es ging mehr um Midlifecrises bei 50-jährigen .Ich fand den Beitrag zum Stress ganz gut.Das Essen sah wie immer eklig aus,meins war da auch nicht besser.Als Sport hatten wir Hockergymnastik und Bewegungstherapie.War ok .Es waren wirklich viele schräge Leute da.


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#7

RE: Hirschhausen in der Psychiatrie

in Schizophrenie in den Medien 24.06.2017 16:32
von Nadi | 892 Beiträge | 5302 Punkte
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Zitat von Woody im Beitrag #2
...
Auch der Therapiebetrieb wird karikaturistisch dargestellt: Gemeinsam hüpfen, um im Moment anzukommen. "natürlich macht man sich zum Affen", so Hirschhausen, "aber man fühlt sich danach besser."
Von den Abgründen der Verzweiflung, die sich durch die identitätssprengende Wucht der Psychose auftun, ist da nichts zu spüren - allenfalls in dem dezenten Hinweis: "wer sich nicht benimmt, kommt auf die 3 - das ist die geschlossene." Also wohl durch das Äußern von Suizid-Gedanken...
Wie habt ihr als Betroffene denn den Beitrag empfunden?



Naja, als ich das erste Mal in der Psychiatrie war, in der geschlossenen, hat es auf mich auch einen sehr karikaturistischen Eindruck gemacht, ganz ehrlich.

Naja, und so geht es ja wirklich zu, wer dort aus der Reihe getanzt ist, ist dann fixiert worden.

Und zum Thema "sich zum Affen machen" bei diversen Übungen, also das habe ich von den Trainern von fernöstlichen Kampfkunst-Kursen und Yoga-Kursen auch schon so gehört, weil uns Europäern halt der religiös-meditative Inhalt nicht so geläufig ist.

LG
Nadi


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Sie denken, weil Sie mich nicht mögen, mag Jesus mich auch nicht. Aber, können Sie das beweisen?
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#8

RE: Hirschhausen in der Psychiatrie

in Schizophrenie in den Medien 25.06.2017 19:12
von UgoAdmin | 2.971 Beiträge | 12119 Punkte
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Das Konzept der Sendung fand ich verwirrend. Am Anfang ging es um das mittlere Lebensalter, dann kam plötzlich ein Sprung in den Psychiatrie-Alltag. Es wurden immerzu irgendwelche Mini-Themen eingestreut: Entspannungstechniken, Stressbewältigung, Nikotinabhängigkeit und dann wieder zurück zu den Psychiatrie-Patienten. Klar gibt es einen Zusammenhang zwischen Stress und seelischer Gesundheit, aber es wurden mehrere Themen zusammengewürfelt, dadurch bleibt das Kernthema sehr an der Oberfläche und auch die Gespräche mit den Psychiatrie-Patienten waren aus meiner Sicht recht oberflächlich und wenig einfühlsam. Irgendwann habe ich dann ausgeschaltet. Eine Reportage über den Klinik-Alltag hätte sicherlich genügend Stoff geliefert, da brauchte es eigentlich keine Mini-Filme, um die Sendung zu füllen.

Hirschhausen kannte ich noch nicht, der wirkt auf mich irgendwie uninteressiert. Da sehe ich mir lieber Wallraff an.


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#9

RE: Hirschhausen in der Psychiatrie

in Schizophrenie in den Medien 25.06.2017 19:22
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Hallo @Ugo:!

Bei Hirschhausen geht es eher um Lebensfragen, bei Wallraff um sozialpolitische Aspekte. In erster Linie sollte es in der Sendung um die Probleme von 50-jährigen gehen. Weil diese oft auch unter psychischen Probleme leiden, hat er wohl den Aspekt mit der Psychiatrie aufgegriffen.

LG,
Molly


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#10

RE: Hirschhausen in der Psychiatrie

in Schizophrenie in den Medien 25.06.2017 19:37
von UgoAdmin | 2.971 Beiträge | 12119 Punkte
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Kann sein @Molly, vielleicht war auch einfach der Threadtitel verwirrend, denn ich dachte die ganze Zeit, ich schaue mir eine Sendung über die Psychiatrie an. So richtig habe ich immer noch nicht verstanden, worum es ging. Es wurden wie gesagt mehrere Themen gleichzeitig behandelt und mir fehlte der rote Faden, ein Kernthema sozusagen.

Ist mir schon klar, dass Hirschhausen nichts mit dem Enthüllungsjournalismus von Wallraff zu tun hat, dazu ist Hirschhausen zu unkritisch.


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#11

RE: Hirschhausen in der Psychiatrie

in Schizophrenie in den Medien 25.06.2017 19:49
von Oceana | 161 Beiträge | 1272 Punkte
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Da kann ich mich nur anschließen, ich mag zwar den hirschhausen als comydian aber die Reportage war war zu oberflächlich, schade, er sollte beim commedy bleiben
Gruß oceana


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(thees ullmann)
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