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#46

RE: Verliebt ... soll ich es zulassen???

in Treffpunkt für Angehörige 30.06.2017 22:41
von Gelöschtes Mitglied
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Habe den thread lang nicht verfolgt und habe das gerade nachgeholt.

ich finde auch gar nicht das du naserümpfend über schizophrene schreibst.du bist wie kati hier um dich über die krankheit zu informieren und zu lernen mit ihr umzugehen.das finde ich sehr gut.sie hatte in ihrem leben gar nichts damit zu tun,bis sie mich vor 1,5 jahren wieder traf.auch sie rannte nicht weg,sondern begann sich damit auseinanderzusetzen und das mit allem ihr möglichem,was mich wirklich beeindruckte.wir redeten offenüber alles und sie half mir dadurch sogar aus meine derzeitige schwere depression.indem sie einfach nur für mich da war und mir zuhörte und mir kraft gab.auch einmal in einer beginnenden psychose,als ich dabei war abzudriften,es aber selbst noch erkannte.es war nach einem heftigen traum,der mich nicht los lies und ich manisch wurde.ich schrieb mit ihr den ganzen morgen,bis mein arzt auf machte und konnte mich so unter kontrolle halten.ware sie in dem moment nicht dagewesen,hätte ich wahrscheinlich über meinen büchern gesessen und hätte mich weiter hinein gesteigert und wäre wahrscheinlich nicht zum arzt gegangen,wie früher.heute ist sie meine beste freundin und der wichtigste mensch in meinem leben!

du siehst,es ist nicht soo schwer als nicht schizophreniepatient für einen psychotiker da zu sein.wenn ich jetzt von mir ausgehe,würde ich mal behaupten,dass er es aucch nicht vergisst was du bisher für ihn warst.vielleicht geht er gerade einen psychosenweg,wo andere personen,dinge oder orte für ihn im moment sehr viel wichtiger sind.wenn er in behandlung ist und ja auch krankheitseinsichtig war,wird er sich danach bestimmt wieder bei dir melden.und wenn selbst die familie so entspannt damit umgeht,scheint noch nie was schlimmes passiert zu sein.
ich glaube das die ungewissheit und die sorge hart sind.aber auch das ist ein teil den du lernen musst.

dann noch was zu zu den filmen.auch ich habe kati den film das weisse rauschen empfohlen um (zusätzlich)einen eindruck über psychosen zu bekommen.sie hatte danach nur leider etwas angst,da er da seine schwester auf psychose angegriffen hat.habe ihr dann aber gesagt,das das der einzige punkt ist den ich nicht teile,da ich nie auf psychose gewaltätig wurde.aber ansonsten wird in diesem film der zustand einer psychose sehr gut dargestellt,was bücher nunmal nicht so können.und es sollte ja nicht die einzige informationsquelle sein.

und ich finde es etwas blöd,dass hier diskutiert wird was nun schlimmer ist.depression oder schizophrenie.
ich kenne beides sehr gut und kann echt nicht sagen,was jetzt schlimmer ist.und darum geht es ja auch gar nicht.das ist kein wettbewerb!
ich brauche nach wie vor starke medikamente um beides in schach zu halten,was mal mehr mal weniger gelingt.und so geht es hier vielen denke ich.

werde das thema jetzt wieder mehr verfolgen um zu erfahren wie es weiter geht.aber hab geduld mit ihm.
packe ihn jedoch nicht zu sehr in watte.er soll sich als "normaler" mensch fühlen und nicht als pflegefall.das habe ich inzwischen auch mit kati erreicht.anfangs hatte sie keinen mut auch mal ihre meinung zu sagen,aus angst ich werde dann depressiver.aber jetzt kann und soll sie mir auch mal ihre meinung sagen und es nicht in sich reinfressen.denn dann ist sie die nächste die probleme bekommt denke ich.und ich finde es auch besser so,da ich mich sonst wie ein pflegefall fühle.ist jetzt eine gesunde mischung aus verständnisvollem da sein füreinander,rücken stärken und ehrlichem umgang miteinander,wo auch mal unstimmigkeiten sein dürfen.normalität also.


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zuletzt bearbeitet 30.06.2017 22:47 | nach oben springen

#47

RE: Verliebt ... soll ich es zulassen???

in Treffpunkt für Angehörige 30.06.2017 23:14
von lutreola | 559 Beiträge | 2708 Punkte
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Da Schizoo,
ich fühle mich jetzt mal direkt angesprochen von deinem Post. Es wird diskutiert, ob Psychosen oder Deprtessionen schlimmer sind, das findest du nicht gut......
das ist gar nicht gemacht worden. Ich wehrte mich gegen Carlotas Einstellung, sie als "harmlose schwerst depressive kennt so etwas "schlimmes" wie Psychosen nicht. Genau wie du stellte ich fest: Sie sind gleich schlimm!
Hmmmmm, dann mal einen netten Abend.


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#48

RE: Verliebt ... soll ich es zulassen???

in Treffpunkt für Angehörige 30.06.2017 23:21
von Gelöschtes Mitglied
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@lutreola meinte eigentlich nicht nur dich.meinte das als zusammenfassung von mehreren.es wurde aber eben doch darüber nebenbei diskutiert, was hier aber eigentlich gar nicht reinpasst.aussagen wie: "depression ist gegen psychose ein husten" und der gleichen.
wir sind alle menschen die unter ihren krankheiten seelisch leiden.welche diagnose auch immer.is alles schlimm.
auf dich bin ich jetzt eigentlich gar nicht so damit eingegangen.fand deine aussagen auch nicht soo verkehrt,bis auf die erste vielleicht.die war etwas hart. ;)


zuletzt bearbeitet 30.06.2017 23:24 | nach oben springen

#49

RE: Verliebt ... soll ich es zulassen???

in Treffpunkt für Angehörige 01.07.2017 12:32
von Carlota (gelöscht)
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@ Lutreola: ich bin keine "harmlos schwerst Depressive". Nochmal: Ich bin 2mal in meinem Leben wegen für mich nicht mehr kontrollierbarer Lebensumstände in Depressionen verfallen. Die habe ich überwunden. Ich bin kein depressiver Mensch. Ich kann aber gar nicht ausschließen, daß ich mal wieder eine Depression haben werde. Durch meine Erfahrungen beobachte ich mich und erkenne erste Anzeichen von Überlastung und kann gegensteuern. Als "harmlos" würde ich niemals eine Depression hinstellen. Im Vergleich aber zu einem "chronisch" (sagt man das eigentlich so?) psychisch kranken Menschen empfinde ich meine Depressionen (die ich ja gar nicht mehr habe!) allerdings als eher weniger schlimm. Ach, ich glaube aber, du hast es ja eh schon verstanden.

@ DaSchizoo: Vielen Dank für deine lange Nachricht. Ja, ich hab mich hier angemeldet, weil ich mich informieren wollte. Und ich habe gestern mal meinen ersten Post gelesen und mußte echt lachen über mich. Mittlerweile weiß ich ja schon eine Menge mehr und habe IHN ja sogar in seiner beginnenden Psychose erlebt. Und ich kam ganz gut zurecht.
Dabei haben mir auch eure vielen Posts geholfen und eine Menge mehr Infos, die ich hier so zusammen gelesen habe.

Ich bin mir sicher, daß ich damit umgehen kann, es lernen kann. Mit ihm gemeinsam.
Aber im Moment gibt es gar kein "gemeinsam". Ich habe immer noch nichts gehört. Auch nicht vom Neffen und ich will ihn jetzt auch nicht weiter nerven. Meine letzte Nachricht an ihn müßte klar gemacht haben, daß ich auf eine Antwort warte. Und ja, ich rede mir auch ein, wenn der so "locker" damit umgeht und mir rät, ich solle die Situation als "normal" betrachten, dann sollte ich das tun. Ich schaffe es nur einfach nicht. Ich möchte eben einfach nur wissen, wo er ist. Mehr nicht. Ich sitze hier seit 3 Tagen und habe Kopfkino.
Wir hatten halt noch gar keine Zeit irgendwas zu organisieren, wer wen was informiert, wenn eine solche Situation eintrifft. Kein anderer in der Familie hat meine Kontaktdaten, mit den Freunden habe ich auch keine Nummern ausgetauscht. So weit waren wir ja alle noch gar nicht. Ich überlege, ob ich bei ihm zu hause vorbei fahre und in seinem Adreßbuch stöbere. Ich weiß es noch nicht. Bin halt nicht die "Schnüfflerin". Naja.

Derweil versuche ich mich zu beruhigen, fällt mir mal leichter mal schwerer.
Und jetzt nach diesem Schreiben geht´s mir auch grad wieder leichter. Danke für´s Zuhören.


zuletzt bearbeitet 01.07.2017 12:34 | nach oben springen

#50

RE: Verliebt ... soll ich es zulassen???

in Treffpunkt für Angehörige 01.07.2017 14:06
von escargot | 3.990 Beiträge | 15594 Punkte
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@Carlota gut gemeinter Tipp: lass das bitte mit der Adressbuchschnüffelei! Ihr kennt euch keinen Monat....

Liebe Grüße
escargot


>> And the day came when the risk to remain tight in a bud was more painful than the risk it took to blossom <<
Anais Nin
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#51

RE: Verliebt ... soll ich es zulassen???

in Treffpunkt für Angehörige 01.07.2017 15:56
von Gelöschtes Mitglied
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@Carlota,wenn du das machst,bewegst du dich auf sehr dünnen eis!
Bin ja schon als unbeteiligter etwas enttäuscht und fast sauer über diese idee!das wäre für mich ein Grund den Kontakt sofort abzubrechen,würdest du das bei mir machen!Gaaanz schlechte idee...


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#52

RE: Verliebt ... soll ich es zulassen???

in Treffpunkt für Angehörige 01.07.2017 16:09
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@ escargot und DaSchizzo: Ja, hatte mich entschlossen, NICHT in sein Adreßbuch zu kucken, hatte sowieso kein gutes Gefühl dabei.

Ich war grad mit Mama beim Mittagessen, da rief eine mir unbekannte Nummer an. Festnetz. ER war´s. Und mir fielen tausend Steine vom Herzen, es war soooo schön, seine Stimme zu hören.
Er hörte sich ziemlich bedrückt an, und er wollte mir auch nicht sagen, wo er ist. Offenbar aber unter Betreuung.
Das Einzige, was er mir sagen wollte, daß er "unsere Verlobung lösen möchte". Es sei eine Gefühlssache. Er wollte und konnte (?) nicht mehr dazu sagen.
Ich habe mich entschlossen, heute nicht in sein Haus zu fahren. Irgendwann mal (ich habe mein Auto voll mit der Wäsche, die ich für ihn gewaschen hatte). Ich weiß gar nichts mehr. Nur, daß ich RUHE brauche.
Das waren sehr stürmische nicht mal 4 Wochen in meinem Leben!

Irgendwie hab ich das Gefühl, daß es noch nicht vorbei ist. Ich WILL auch NICHT, daß es vorbei ist. Es erinnerte mich an letzte Woche, als seine Psychose losging und er ja auch schon Schluß machen wollte. Und die Bemerkung "Verlobung" machte mich stutzig. Er sprach mal vom Zusammenziehen, sich gegenseitig absichern, aber das war doch alles noch nichts Konkretes. Also irgendwie für mich ein Hinweis, daß er in seiner Psychose gaaaaanz tief drin hängt und ich seine Bemerkungen einfach mal so stehen lassen sollte, aber auf Veränderungen warten kann. Oder?

Na, und letzte Woche nach seinem Schlußmachen, da haben wir die Kurve nochmals gekriegt.
Ich merke, daß ich ihn schon viel zu lieb habe. Jeder andere Mann, dem hätte ich jetzt einen virtuellen Tritt gegeben, aber IHM nicht!

Ach, ich leg mich jetzt in den Garten.


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#53

RE: Verliebt ... soll ich es zulassen???

in Treffpunkt für Angehörige 01.07.2017 17:03
von Molly | 3.069 Beiträge | 14871 Punkte
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Liebe @Carlota !

Ich glaube, er ist auch so einer wie ich, dem dieses ganze Beziehungszeugs schnell verrückt macht. Man hält es emotional einfach nicht mehr aus, weil es einen innerlich zu sehr aufwühlt, auch oder gerade weil, man sehr verliebt ist. Dass er nach einem Monat von Verlobung spricht, zeigt ja schon, dass er im Moment total durcheinander ist.

LG,
Molly


Mein Wahlspruch: Halte niemals mit einer Hand die Vergangenheit fest, denn du brauchst beide Hände für die Zukunft!
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#54

RE: Verliebt ... soll ich es zulassen???

in Treffpunkt für Angehörige 01.07.2017 19:41
von Carlota (gelöscht)
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@ Molly: Ja, ich hatte auch den Eindruck, daß es ihm heute nicht gut ging. Er hatte noch eine andere Bemerkung fallen lassen, da dachte ich, daß er grad voll in seiner Psychose abtaucht und ich ihn eh nicht erreichen kann. Wahrscheinlich tut es ihm jetzt gut, die "Verantwortung" einer Beziehung zu mir nicht mehr zu haben, ich wünsche es ihm sehr, daß ihm das in den nächsten Tagen weiter hilft, ihn erleichtert.

Ich wünsche mir aber auch, daß wir uns noch einmal wieder sehen - nun tja, die Wäsche- und Hausschlüsselübergabe steht noch aus und sein Fahrrad steht bei mir ... - und wer weiß, wie er über uns denkt, wenn er wieder stabil ist. Ich glaube, ihm täte die Stabilität einer Beziehung gut. Und mir auch! Mit ihm, mit uns!

Ich habe übrigens die Festnetznummer gegoogelt, von der er angerufen hat. Das war von einer anderen psychiatrischen Klinik. So weiß ich jetzt wenigstens, daß er nicht allein ist und betreut wird. In dieser Klinik war er schon öfters, er hat mir davon erzählt. Es ging ihm dort nicht immer gut - aber wie gesagt, er wird betreut und ist nicht allein.

Ich bin jetzt froh, daß ich wenigstens weiß, wo er ist. Und was sonst noch passieren wird mit uns, weiß ich nicht - noch hab ich ihn nicht abgehakt.

Wollte mir heute die genannten Filme anschauen, hab das jetzt aber erstmal ad acta gelegt - mir kommt mein Leben grad selbst vor wie ein Film.


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#55

RE: Verliebt ... soll ich es zulassen???

in Treffpunkt für Angehörige 09.07.2017 19:48
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Oh, es geht weiter! Eine Woche nichts mehr von ihm gehört, er hat sein Schluß machen zunächst wohl ernst gemeint. Trotzdem halte ich noch an der Hoffnung fest, daß wir wieder zusammen kommen. Ich muß ihn aber wohl in Ruhe lassen. Also, habe ich meinen ersten freien Tag seit langem mit einer Freundin gemeinsam geplant und ich war mittags auf dem Weg zu ihr, als das Telefon klingelte. Da ich grad fuhr, bin ich nicht ran, wieder mal eine unbekannte Festnetznummer. Und kurz drauf das Piepen, daß ich eine Nachricht auf dem AB habe. Ich dachte gleich an IHN und hielt an. Hörte die Nachricht ab. Es war seine Mutter. Sie bat mich, dringend zurück zu rufen. Hab ich dann auch gemacht. Sie hat mir sozusagen die Wissenslücken gefüllt, was seit seinem Weggang aus der Klinik passiert ist. Er hat in der Klinik gesagt, er wolle dort weg und sie haben ihn gehen lassen (müssen), da er FREIWILLIG sich hat einweisen lassen. Seine Sachen (Klamotten, Handy, Geld) ließ er alle dort, bewußt! Wo er dann war, die folgenden 2,3 Tage weiß kein Mensch. Nachdem seine Mutter ihn heim gebracht hatte, hat er wohl eine Nacht zu hause verbracht und ist dann zur Polizei, wo er bat, in die andere Klinik gebracht zu werden.
Ich sagte ihr, daß er mich von dort angerufen hatte, nur um mir zu sagen, daß Schluß mit uns ist.
Sie war sehr verwundert, denn obwohl er ihr wohl nicht sooooo ausführlich von mir erzählt hatte (die beiden haben offenbar kein so sehr herzliches Verhältnis), so hatte sie doch mitgekriegt, wie glücklich er war, und seine Augen hätten gestrahlt, wenn er von mir erzählte.
Nun tja, sie rief eigentlich an, um mir mitzuteilen, daß sie seine Sachen aus der ersten Klinik geholt hätte und er sich sicherlich freuen würde, wenn er sie bekäme. Sie könne allerdings nicht (gesundheitliche Gründe) und seine Neffen seien ja auch grad im Urlaub ... Also ok. Ich habe verstanden! Naja, mir war klar, der arme Kerl hat halt keinen, der ihm mal einen solchen Freundschaftsdienst erweist. Also hab ich meine Freundin angerufen und ihr abgesagt. Bin umgedreht und zu seiner Mutter gefahren. Wir haben uns unterhalten, über ihn und seine Krankheit. Sie wirkte schon auch besorgt, und ich bin ihr dankbar, daß auch sie sehr offen über ihn und seine Krankheit gesprochen hatte. Aber ich dachte mir, die hatte einfach keinen Bock sich für ihn heute aufzuraffen. Egal, ich hatte so wenigstens die Möglichkeit, ihn wieder zu sehen. Obwohl mir das Ganze nicht ganz geheuer war. Wie würde er reagieren? Irgendwie hoffte ich, daß er - wenn er mich sieht - vor Freude mir um den Hals fallen würde. Hahaha! Ja, ich bin echt naiv! Ich kam also an in in der Klinik, habe die Station auch gleich gefunden, bin zur Rezeption. Ein netter Pfleger (oder Arzt?) nahm mich in Empfang und ich sagte, hallo, hier hab ich die Klamotten für Herrn Sowieso, seine Mutter schickt mich. Ok, wir gehen zu ihm auf´s Zimmer. Ich schlurfte hinter ihm her. Er klopft, tritt ein, und sagt "Hallo Herr Sowieso, Sie haben Besuch!" Er drehte sich zu mir um, sah durch mich hindurch, sah wieder weg, er hatte mich gar nicht erkannt. Dann sah er mich wieder an. Aber der Blick, also echt, da war überhaupt keine Gefühlsregung zu erkennen - GAR NICHTS! Nicht mal Ärger, daß ich auftauche. GAR NICHTS. Am Liebsten wäre ich gleich wieder davon gelaufen.
Nun tja, wir gingen dann kurz in den Garten, rauchten eine und wußten nichts zu sagen. Er war einfach nicht DER Mensch, den ich kennen gelernt hatte. Überhaupt nichts hat mich an ihn erinnert. Er war einfach nur weggebeamt - von seiner Psychose, von den Medikamenten.
Ich hatte ja viele Fragen im Kopf, aber das konnte ich mir sparen. Das war klar. Ich hab ihm nur gesagt, daß wenn er was braucht, er mich JEDERZEIT anrufen könne - sein Handy hat er ja nun wieder, aber er hat es in der Rezeption abgegeben. Ich hab ihm noch gezeigt, daß ich seinen Ring immer noch trage, er hat irgendwas drauf geantwortet, ich hab´s vergessen. So in der Art "wenn ich meine" - aber es schien ihm egal zu sein. Nein, er war ganz und gar nicht MEIN Mann und dann sagte er auch, WIR müßten jetzt hoch gehen, stand auf und ich schlenderte hinter ihm her. Vor der Haustür blieb er stehen, ok, das Zeichen, ich solle gehen.
Ja, so war das Treffen. Von vorne bis hinten war es ihm nicht recht. Ich weiß nicht wieso. Ich weiß eben gar nichts. Nun, ich weiß jetzt, daß er GANZ TIEF in der Psychose hockt und ich habe ihn dabei gesehen. Vielleicht war ihm DAS nicht recht. Ich habe dann seine Mutter angerufen und kurz über unser Treffen berichtet, sie meinte, ich solle Geduld haben. Während seiner Psychosen ist er ein anderer Mensch. Das darf ich ihm nicht übel nehmen. Bleibt nur die Frage, was NACH seiner Psychose sein wird. Mit UNS. Ich wäre jetzt gerne für ihn da, aber er lehnt das eben ab. Bleibt nur ABWARTEN. Oh mei!
Danke für´s Zuhören!


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#56

RE: Verliebt ... soll ich es zulassen???

in Treffpunkt für Angehörige 09.07.2017 20:15
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Das mit dem nix mitbekommen unter Medikamenten kenne ich auch. Wahrscheinlich bekommt er Haldol.
Ich weiss noch das mich mein Bruder damals in der Klinik besucht hat und wir Tischtennis gespielt haben. Ich sagte dann zu ihm "Cool, ich habe schon ewig kein Tischtennis gespielt", er : "Wieso wir haben doch vor 4 Tagen schon einmal gespielt". WTF, muss da rumgelaufen sein wie ein Zombie.

Im Film Das Weisse Rauschen wird in einer Sequenz auch diese "Zombie optik" aus Sicht des Betroffenen gezeigt.
https://youtu.be/c4OfJ9BeQGg?t=2694


zuletzt bearbeitet 09.07.2017 20:35 | nach oben springen

#57

RE: Verliebt ... soll ich es zulassen???

in Treffpunkt für Angehörige 09.07.2017 21:52
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Ja, er bekommt Haldol. Und er hatte das mal erwähnt, daß er das Zeugs früher schon einmal bekam (in dieser oder anderer Kliniken) und es eben NIE WIEDER nehmen wollte. Weil er davon einfach nur noch platt ist.
Ja, er wirkte wirklich wie völlig weggebeamt. Anders noch als in der ersten Klinik (wo er ja auch schon Haldol bekam, aber in einer wohl wesentlich geringeren Dosis als jetzt, so habe ich eine Bemerkung des Pflegers verstanden - oh ja! Ich höre immer sehr genau hin, zumal ich ja als nicht-offiziell-Angehörige an keine detaillierten Informationen rankomme ...) und dort schon "matschiger" drauf war als sonst, schien er mir halt jetzt wirklich völlig abgedriftet zu sein. Eben, in einer - seiner eigenen - Welt, zu der ich keinen Zugang erhalte. Das macht mich traurig.

Ich dachte ja wenigstens, daß er sich freut, daß ich ihm auf dem Weg noch seinen Tabak besorgt hatte, denn wenn er da jetzt eine Woche ohne Geld und Handy rumhing, hatte er auch keinen Tabak - und er ist nunmal Raucher! Als ich ihm dann die eine Tasche von seiner Mutter brachte und er sie aufmachte, mußte ich lachen, da lagen noch mindestens 5 Tabakpäckchen drin - die hatte ich ihm ja schon in seine erste Klinik gebracht ...

Ich habe die letzte Woche wirklich gelitten darunter, daß ich ihn nicht sehen kann, Zweifel an einer möglichen Beziehung haben muß, nicht weiß, ob er sich doch nochmal für UNS entscheidet, alle Zweifel, Hoffnungen - alles hat mich in ein tiefes Loch fallen lassen. Denn ich habe diesen Mann verdammt gerne!
Und ja, all die Tage habe ich mir eingeredet, daß ich die Zeit spielen lassen muß, warten muß. Nun, ich bin wirklich kein geduldiger Mensch, aber ich habe es für mich irgendwie hingekriegt, einen Gefühlslevel zu erreichen, bei dem mich wenigstens die Hoffnung nicht verläßt. Und seine Mutter hat mir ja auch gesagt, daß ich nur ein wenig warten müsse, er wäre doch sooooo begeistert von mir gewesen.

Nur heute, ich war wirklich traurig als ich ging. So gar kein Zeichen von seiner Seite, daß er sich freut? Ich hab ihm mal über den Arm gestrichen, keine Reaktion. Ich habe ihn einmal länger angesehen und er mich auch - aber seine Augen waren einfach nur leblos, ganz anders als "früher", da leuchteten sie, wenn er mich ansah.
Zum Abschied hab ich ihn in den Arm genommen, immerhin hat er die Umarmung erwidert. Aber eher so mechanisch, wie man das halt macht, wenn einen ein anderer umarmt. Es war nichts - absolut nichts - Herzliches von seiner Seite dabei. Und ich weiß, daß er ein sehr herzlicher liebevoller Mensch ist.

Ja, ich weiß auch - DAS ist jetzt die erste Psychose, die ich ÜBERHAUPT und dann auch noch bei einem GELIEBTEN Menschen erlebe. Ich kenne das halt nicht und das ganze Rumgelese hier und anderswo (ich hab das Buch "Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis" von Josef Bäuml angefangen zu lesen) helfen mir zwar, seine Verhaltensweisen nachvollziehen und zum Teil auch erwarten zu können - ABER ich selbst muß mich da auch erstmal reinfinden - wie es offenbar seine Familie nach den vielen Jahren schon drauf hat - und eine gewisse "Coolness" erreichen. Es zerreißt mir nur das Herz, daß das, was wir bereits hatten, im Moment so gar nichts bewirken kann. Und die Coolness kann ich auch nicht erreichen, wenn er mich gerade völlig ausschließt.

Ich weiß nicht, ob es gut war, daß ich heute bei ihm war. Ich hatte den Eindruck, er empfand das wie einen gewaltsamen Einbruch in sein Privatleben, aus dem er mich ja letzte Woche ausgeschlossen hatte.

Und doch - da ist die Hoffnung bei mir, daß wir uns wieder finden.
Wißt ihr warum?
Weil ihr mir hier so viele Denkanstöße gegeben habt, so viel erklärt habt, auch sehr PERSÖNLICHE Dinge geschrieben habt. Aber so habe ich mittlerweile ein wirklich viel größeres Verständnis für Menschen mit Psychosen.
Eben die Hoffnung ist da, daß wenn er aus seiner Psychose "aufwacht" (kann man das so schreiben?) - er dann wieder erkennt, was wir bereits miteinander hatten und da auch wieder anknüpfen will.
Zum Abschied habe ich gesagt, daß er mich jederzeit anrufen könne, wenn er was braucht. Er sah mich an - und ich wußte, daß er in DIESEM Moment jeden anderen - nur nicht mich - anrufen würde, wenn er was braucht.

Als "Angehöriger" steht man halt sowas von hilflos daneben, das ist kein schönes Gefühl. Vor allem - es geht ihm ja absolut beschissen. Das weiß ich. Und ich möchte ihm helfen. Ich kann ihm nur nicht helfen, ihn unterstützen, es ihm ein wenig leichter machen, denn das was ich kann - Wadenwickel, Massagen, heißen Tee kochen und blablabla - ist ja bei DIESER Krankheit völlig für die Katz. Ich möchte auch nicht wirklich auf diesen Level fallen, daß ich in solchen seiner Phasen einfach nur denke "ach, abwarten, in ein paar Wochen ist der ganze Scheiß vorbei" - NEIN, ich will für ihn da sein, ihn unterstützen, wie man eben für kranke Menschen da ist, die man liebt. Ok, wie gesagt, ist ja meine ERSTE Psychose - ich habe bislang keine Erfahrungen.

Ich geh jetzt schlafen! Schlaft ihr alle gut! (Ich werde möglicherweise meine 3. schlaflose Nacht hintereinander haben)


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#58

RE: Verliebt ... soll ich es zulassen???

in Treffpunkt für Angehörige 10.07.2017 22:05
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Ja, es war die 3. schlaflose Nacht hintereinander, und so war mir dann den ganzen Tag auch nicht gut.
Am frühen Nachmittag wieder mal einen Anruf verpaßt während des Auto fahrens. Seine Mutter.
Ich hatte sie gestern Abend noch angerufen um ihr von meinem Besuch zu erzählen. Ich sagte ihr auch, daß ich ziemlich fertig und traurig bin, da er mich behandelt hatte, als könne er sich nicht mal mehr erinnern, wer ich bin. Sie sagte nur, daß er in seiner Psychose eben wirklich wie ein anderer Mensch sei, ich müsse Geduld haben, falls ich wirklich an ihm festhalten wolle.

Ja, und heute sagte sie mir, daß er sie angerufen hätte vom KH-Telefon (sein Handy hätte keine SIM-Karte mehr, irgendwo und -wann verloren gegangen in den Tagen seines Verschwundenseins?) und sie gebeten hatte, mich anzurufen und mir zu sagen, er würde sich freuen, wenn ich ihn nochmals besuchen würde. Oh Mann. Ich war aufgewühlt.

Und tja, ich bin dann gefahren. Habe ihm unterwegs noch Schuhe gekauft, da er seit seinem Weggang aus der ersten Klinik irgendwo seine Schuhe verloren hatte.

Und da kam ich also in die Klinik und der Pfleger hatte ihn auch gleich gefunden und zu mir gebracht. Und dann dieses Lächeln von IHM! Ich wäre vor Glück fast umgefallen! Mir zitterten die Knie und wir umarmten uns so fest, daß wir beide nicht mehr atmen konnten. Er meinte, er würde mich jetzt nie mehr loslassen. Sprach von sofort heiraten müssen und dann saßen wir lange im Garten und sahen uns an, lagen uns in den Armen, redeten ein bißchen. Ich meinte nur, das mit dem Heiraten, das hätte ja wohl Zeit, ich würde ihm auch so nicht davon laufen! Er meinte, er hätte Schluß gemacht, weil 3 seiner Freunde ihm von einer Beziehung mit mir abraten würden. Zwei dieser Freunde kenne ich - also, "kennen" - ich hab die 2 Mal bisher gesehen ... Trotzdem, ich kann mir das nicht vorstellen, daß die sowas sagen. Ich fürchte, er redet sich auch eine Menge ein im Moment, das merke ich ja auch an anderen Bemerkungen zu anderen Themen. Nun tja, ich sagte nur, daß er selbst auf sein Herz hören sollte und nicht auf die Meinung anderer.

Wir sprachen auch ein wenig über die Medikation. Angeblich will er Abilify ausschleichen lassen und dafür Haldol nehmen. Naja, das soll er jetzt entscheiden wie er mag. HEUTE jedenfalls war er wesentlich mehr im JETZT als gestern. Er wirkte allerdings auch höchst unkonzentriert und MÜDE. Aber immerhin - seine Augen leuchteten, wenn er mich ansah. Und DAS hat mir wieder Hoffnung gegeben, daß wir uns irgendwann ein gemeinsames Leben aufbauen können.

Ich meinte nur, er solle sich jetzt erstmal Zeit lassen, und ohne Druck (auch den selbstgemachten bzgl. Gedanken an Ehe etc.pp.) erstmal wieder stabil werden. Dann werden wir schon weiter sehen.

Oh Mann, ich bin jetzt schon hin und her. Es ist schön, daß wir uns wieder gefunden haben, aber ich leide schon ihm beim Leiden zuschauen zu müssen. Ich hoffe, es hat ihm gut getan, das bißchen körperliche Nähe, das halt in der Öffentlichkeit möglich ist, zu genießen. Mir ja! Und vielleicht hat er ja verstanden, daß ich für ihn da sein will. Die Schuhe jedenfalls - die waren eine tolle Idee. Für mich aber eine Selbstverständlichkeit!

Er wollte seine Mutter noch anrufen und ihr danken, daß sie mich angerufen hatte. Ich werde sie auch gleich noch anrufen.


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#59

RE: Verliebt ... soll ich es zulassen???

in Treffpunkt für Angehörige 10.07.2017 22:18
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Hallo @Carlota !

Nur kurz zum Haldol, denn ich bin heute Abend hundemüde:

Haldol ist wirklich schrecklich, zumal in hoher Dosis. Ich hab das damals bei meinem ersten Klinikaufenthalt bekommen. Innerlich ist man natürlich immer noch man selbst, aber man ist dermaßen müde und antriebslos, dass man das nicht rüberbringen kann. Diese Müdigkeit ist aber nicht angenehm wie sonst, denn es ändert sich ja nicht. Man ist nicht irgendwann wieder wach und fröhlich, wenn man ausgeschlafen hat. Nein, es bleibt immer so! Man kann damit oft nicht mal mehr richtig sehen, denn es stellen sich Akkomodationsstörungen ein. Sitzunruhe ist ein weiteres Übel. Man hat auch das Gefühl, dass man nicht mehr richtig denken und nicht mehr mit anderen reden kann. Der Kopf ist leer! Das Zeug ist wirklich eine Qual für jeden, der es nehmen muss. Außerdem stellen sich damit nach längerer Einnahme häufig Spätdyskinesien ( https://de.wikipedia.org/wiki/Sp%C3%A4tdyskinesie ) ein, die auch heute noch kaum behandelbar sind.

LG,
Molly


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#60

RE: Verliebt ... soll ich es zulassen???

in Treffpunkt für Angehörige 10.07.2017 22:21
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