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#31

RE: Verliebt ... soll ich es zulassen???

in Treffpunkt für Angehörige 27.06.2017 22:18
von lutreola | 569 Beiträge | 2842 Punkte
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Danke Carlota, das war ein sehr lieber Text von dir. Es ist wichtig, das man an das Thema sehr unvoreingenommen herangeht. Psychosen haben die unterschiedlichsten Gesichter. Und es ist tatsächlich auch so wie bei Depressionen, dass es einen nie wieder so entsetzlich hilflos und kalt erwischt, wie beim ersten Mal. Das bemerkt man deutlich in der Zeit danach, vieles ist irgendwie schon einer harmlosere Form, eine Art Routine.
Entschuldige bitte meine unhöflichen Worte, ich wünsche euch beiden viel Glück und eine gute Chance, es gemeinsam zu schaffen. Gerade, wenn man erkrankt ist, ist eine Partnerschaft viel Wert. Gerade ein Krankheits- und damit Problemerfahrener Partner kann da die Welt bedeuten. Und vielleicht, vielleicht wirkt sich ja eine glückliche Beziehung auch positiv auf seinen Krankheitsverlauf aus. Hat es alles schon gegeben.
Ich habe immer das Gefühl, bei weit über 90 % der Fälle braucht man vor der Psychose eines Menschen keine Angst zu haben.


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zuletzt bearbeitet 27.06.2017 22:19 | nach oben springen

#32

RE: Verliebt ... soll ich es zulassen???

in Treffpunkt für Angehörige 27.06.2017 22:30
von Agi007 | 1.207 Beiträge | 6109 Punkte
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Ich habe eine Beziehung zu einem Gesunden und es klappt ganz gut.Ich verstehe das ganze Drama hier nicht.Man ist ja nicht bescheuert,nur weil man eine Psychose hatte.


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#33

RE: Verliebt ... soll ich es zulassen???

in Treffpunkt für Angehörige 28.06.2017 07:25
von Carlota (gelöscht)
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Nein, "bescheuert" ist man wohl nicht, wenn man eine Psychose hat.

Aber psychose-unerfahrene Menschen sind halt erstmal auf Habachtstellung, weil sie gar nicht wissen, wie man mit sowas umgehen soll.

Und ich habe durchaus das Gefühl, daß ich da reinwachsen kann, ich muß mich halt drauf einstellen. Muß akzeptieren lernen, daß er gerade von einer Stimmung in die andere fällt. Das fällt mir nicht leicht, aber ich denke, ich kann das schaffen. Besser noch: WIR können das GEMEINSAM schaffen!


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#34

RE: Verliebt ... soll ich es zulassen???

in Treffpunkt für Angehörige 28.06.2017 11:18
von Agi007 | 1.207 Beiträge | 6109 Punkte
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Ich würde dir raten mit dem Arzt aus der Klinik zu sprechen,das kannst du zusammen mit deinem Freund machen.Es gibt ein gutes Buch:Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis von J.Bäuml.Es ist wichtig,dass du dich gut mit der Erkrankung auseinander setzst und die Frühwarnsysteme lernst.Finde ich gut,dass seine Familie schnell reagiert hat.Wünsche deinem Freund gute Besserung.


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#35

RE: Verliebt ... soll ich es zulassen???

in Treffpunkt für Angehörige 28.06.2017 16:29
von Carlota (gelöscht)
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@Agi007: Ja, ich dachte auch schon daran, gemeinsam mit dem Arzt zu sprechen. Ich wollte es gestern ansprechen - aber da war er ziemlich sprunghaft und ich hab´s dann sein lassen. Heute haben wir mehrfach telefoniert, er hörte sich richtig fröhlich an, ich werde ihn nachher mal ansprechen (vorher war ich in der Arbeit, da konnte ich nicht so offen reden).

Ja, seine Familie - in diesem Fall sein Neffe - hat wohl wirklich einen guten Draht zu ihm. Hat mich auch sehr beruhigt, meine Gespräche mit ihm. Auch, daß er das letzte Mal - also als ich mir so Sorgen machte, weil er von "seiner letzten Nacht" sprach - so kurz angebunden war (weil er grad in der Arbeit war), war im Grunde nicht schlecht. Denn das hat mir auch gezeigt, daß seine Krankheit eben ein Teil von ihm ist, die Familie und Freunde das seit 30 Jahren kennen, damit umzugehen wissen, es einschätzen können - und es eben nehmen wie es ist. Eine kurze "Auszeit", die halt so lange dauert, wie sie dauert, um dann auch wieder für eine Weile vorbei zu sein. Also, die Familie hat gelernt, damit umzugehen, es nicht zu dramatisieren - und das sollte ich dann eben auch.

Witzigerweise habe ich ihn umso lieber, je mehr ich von und über seine Krankheit erfahre. Und ja, es wird hier - auch in anderen Beiträgen - betont, daß psychisch Kranke offenbar empathischer, offener sind, als die angeblich Gesunden. Und das kann ich bei IHM nur bejahen. Insofern fühle ich mich auch besonders angekommen! Und umgekehrt darf er sich ebenso fühlen. Denn sobald ich mich für einen Mann entschieden habe, dann unterstütze ich ihn mit all meiner Kraft und Liebe. Oh Mann, ich bin grad ganz schön glücklich, weil so dermaßen deppert verliebt! Sowas aber auch!


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#36

RE: Verliebt ... soll ich es zulassen???

in Treffpunkt für Angehörige 28.06.2017 20:12
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Das Buch "Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis" von J. Bäuml hab ich mir gerade bestellt. Bin aber nicht so der begeisterte Fachbuch-Leser, aber ein paar Infos werde ich schon herausziehen. Und möglicherweise ist DAS ja dann das allererste Fachbuch, das ich komplett lese!

Schlage mich gerade mit der Situation herum, daß er mit seiner bisherigen Medi-Einstellung (Abilify) sehr zufrieden war und nach seinen früheren Erfahrungen mit Haldol letzteres NIE WIEDER nehmen wollte. Nun haben sie ihm vor 3 Tagen eben zusätzlich Haldol verschrieben, das er nun auch brav nimmt. Ich nenne das mal "brav" (ein Wort und Verhalten, das ich nicht leiden kann).
Ich habe ihn ja als eigenständig denkenden Menschen kennen gelernt, der mit seiner Krankheit offen umgeht und gelernt hat, sie mit den entsprechenden Medikamenten "im Rahmen" zu halten. Entschuldigt meine Wortwahl, weiß auch nie so recht, wie ich mich ausdrücken soll.
Ich war ziemlich erschrocken, als er mir mitteilte, daß er nun Haldol nimmt. Ich habe nichts dazu gesagt. Denn er war richtig panisch wegen diverser Situationen, daß man ihn wegen seiner Reaktionen gleich wieder aus der Klinik entläßt. Er ist sicher, daß er im Moment in dieser Klinik am Besten aufgehoben ist und will ALLES tun, um auch dort zu bleiben. Also eben, daher nimmt er BRAV dieses Haldol, obwohl er noch vor einer Woche total dagegen gewettert hatte.
Da ich ja noch überhaupt keine Erfahrungen habe mit Kliniken und Medikamenten und seiner Krankheit mische ich mich da im Moment nicht ein. Ich denke, er selbst hat genug Erfahrung und muß halt auch im Moment seine eigenen Entscheidungen treffen. Ich kann ihm diesbezüglich nicht helfen derzeit. Aber es macht mich traurig mitanzusehen, wie ein erwachsener Mensch so panische Angst vor der Reaktion anderer hat und dann eben entgegen seiner Überzeugung handelt. Ok, das macht ja jeder mal in entsprechender Situation - aber wie gesagt, er hatte mit Haldol schlechte Erfahrungen gemacht und nimmt das jetzt nur aus Angst rausgeschmissen zu werden.


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#37

RE: Verliebt ... soll ich es zulassen???

in Treffpunkt für Angehörige 28.06.2017 20:23
von Agi007 | 1.207 Beiträge | 6109 Punkte
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Haldol bekommt auch eine Freundin von mir;sie hat eine chronische Psychose,8 mg und Clozapin.Es ist ein altes Nl,aber soll ganz gut helfen.Abilify ist ein neueres und nicht so gut bei Psychosen,meinte mein Arzt.Wenn der Patient stabil bleibt,wird es auch später in langsamen Schritten reduziert.Das Buch ist sehr gut und einfach geschrieben.Alles Gute.


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#38

RE: Verliebt ... soll ich es zulassen???

in Treffpunkt für Angehörige 29.06.2017 15:21
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Bislang hatten wir täglich mehrmals telefoniert, oft auch noch SMS geschrieben.
Gestern Mittag habe ich zuletzt von ihm gehört. Nicht ungewöhnlich, da wir öfters unsere Anrufe verpaßt hatten, wenn er mit Therapie, ich mit Arbeit beschäftigt waren. Trotzdem, abends dann immer lange Gespräche.
Aber gestern: NICHTS.
Heute: auch NICHTS.
Habe ihm geschrieben, ihn angerufen, sogar auf seinem Festnetz zuhause.
Dann in der Klinik. Aussage der Dame am Telefon: "Herr X ist nicht bei uns Patient." Auf mein "er ist seit ... und war auf Zimmer Nr. ..." nur nochmals dieselbe Antwort "Herr X ist nicht bei uns Patient". Ok, ich verstand, keine Auskunft an mich möglich.
Aber jetzt mache ich mir wirklich Sorgen. Habe bei der Polizei angerufen. Er ist nirgends aufgeführt.
Seinen Neffen angetextet, er ist auf dem Sprung in den Urlaub, will sich aber noch erkundigen, soweit möglich. Stundenlang auch nichts mehr gehört.

Was soll ich denn jetzt machen? Ich mache mir furchtbare Sorgen, denn die letzten Tage hatte er ja durchaus auch seine "guten" Phasen, aber insgesamt war er doch sehr sprunghaft und fiel dann auch in tiefe Löcher mit seinen Angstvorstellungen. Wenn er jetzt da draußen alleine rumläuft, das ist sicherlich ganz furchtbar für ihn.

Möglicherweise will er auch grad keinen Kontakt zu mir. Kann auch sein. Obwohl unser letztes Telefonat sehr schön war. Aber eben, er fällt ja grad von einem Extrem ins andere - aber wenn er keinen Kontakt will, dann würde er mir das doch mitteilen? Das wäre jedenfalls fair. Ich weiß auch nicht. Ich bin jetzt echt fix und fertig. Ich mache mir Sorgen um ihn. Und habe keine Ahnung, wie ich ihm helfen kann.


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#39

RE: Verliebt ... soll ich es zulassen???

in Treffpunkt für Angehörige 29.06.2017 16:21
von Schlafloser (gelöscht)
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Gibt es denn ausser dem Neffen noch andere Verwandte die ihn besuchen und dich Informieren könnten?
Ich würde Versuchen über den Neffen in Kontakt mit anderen Verwandten zu treten.
Weil ist der Neffe erstmal im Urlaub und du hast keine anderen Namen, wird dir nix anderes übrig bleiben als zu warten.


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#40

RE: Verliebt ... soll ich es zulassen???

in Treffpunkt für Angehörige 29.06.2017 20:28
von Carlota (gelöscht)
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Wir kennen uns ja noch zu kurz, als daß ich irgendwen aus seinem Verwandten- oder Freundeskreis wirklich kennen könnte.
Ich habe keine Telefonnummern, nur die vom Neffen.
Habe den Neffen nochmals angeschrieben, aber noch nichts gehört. Kann sein, daß der jetzt unterwegs in den Urlaub ist und sein Handy daher ausgeschaltet ist.
Für heute habe ich beschlossen, gar nix mehr zu tun. Ich bin fix und fertig.


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#41

RE: Verliebt ... soll ich es zulassen???

in Treffpunkt für Angehörige 29.06.2017 20:43
von Molly | 3.342 Beiträge | 16539 Punkte
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Mach Dir keine Sorgen, @Carlota !

Wenn es ihm besser geht, wird er sich sicher wieder bei Dir melden.

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Mein Wahlspruch: Halte niemals mit einer Hand die Vergangenheit fest, denn du brauchst beide Hände für die Zukunft!
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#42

RE: Verliebt ... soll ich es zulassen???

in Treffpunkt für Angehörige 29.06.2017 20:56
von Carlota (gelöscht)
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@ Molly, ja, denke ich auch und ich versuche auch ständig mich zu beruhigen, aber so recht will mir das nicht gelingen.


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#43

RE: Verliebt ... soll ich es zulassen???

in Treffpunkt für Angehörige 29.06.2017 22:22
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Liebe Carlota,

ich hoffe, dass Du bald Neuigkeiten hast. Diese Ungewissheit ist ganz furchtbar! Vielleicht taucht er einfach bei Dir auf?

Ich finde es toll, dass Du so offen bist und ihm, bzw. Euch eine Chance geben möchtest.

Ich finde den Thread auch gut! (Es gab mal einen Kommetar vor paar Tagen, der sehr kritisch war bezüglich Deiner Haltung. Diesen teile ich nicht!) Es geht hier nur um Dich und um Deine Gefühle und es sollte nicht darum gehen, Deine Haltung zur Psychose etc zu beurteilen oder PSychoiker mit Depressiven zu vergleichen.

Trotzdem möchte ich Dir etwas mit auf dem Weg geben....(und ich versuche nicht urteilend zu sein)
Jede Psychose mag anders verlaufen....viel hängt gewiss davon ab, wie der Betroffene mit seiner Krankheit umgeht und wie gut Medikamente etc anschlagen und das Hilfssystem drumherum ist.

Ich hab das Gefühl, Du steckt schon zu hundert Prozent in dieser Beziehung drin. Ich würde Dich ermutigen, zu versuchen Dich emotional ein bißchen rauszunehmen und Dir alles genauer anzugucken....wie wird dieser Schub verlaufen? Wie geht er mit seiner Krankheit um? Wie beeinflusst es die Beziehung?
Ich bin mir sicher, oh ja sehr sicher, dass Du jetzt lediglich einen kleinen Eindruck hast....er wird nicht hindert pro ehrlich sein (am Anfang schwirren nur so die roten Herzchen und man präsentiert sich von seiner besten seite), und auch die Familie wird ihm besimmt seine neue Liebe nicht vertreiben wollen....

Mein Expartner war erkrankt und nicht krankheitseinsichtig. Und es war die HÖLLE für mich! Es war furchtbar und das Schlimmste was ich in meinem Leben erlebt habe (Sorry an alle....ich berichte von meiner Erfahrung. Er könnte hier selbst für sich schreiben...deswegen erwähne ich nicht, wie die Psychose bei ihm war). Würde ich jetzt jemanden kennenlernen mit psychiatrischen Problemen, für mich käme eine Beziehung nicht mehr in Frage.
ABER: Mein Ex war nicht krankheitseinsichtig und hat jegliche Behandlung, Hilfe verweigert.
Was bei Deinem neuen Partner nicht der Fall ist.

Trotzdem: Ihr kennt Euch erst nen knappen Monat, wenn ich richtig verstanden habe. Du bist verknallt und möchtest für ihn da sein. Das ist gut! Bewundernswert!
ABER: Gucke Dir ganz genau an, worauf Du Dich einlässt.
Stell Dir vor, Deine Freundin würde jm. kennenlernen mit einem massiven Problem und nach einem Monat schon emotional voll einsteigen....ich denke ihr würdest Du auch raten, erstmal genauer hinzuschauen und sich ein bißchen zurückzunehmen.

Noch ein aufmunterndes Wort:
Und er wird schon auftauchen!!!!! Versuch Dich abzulenken etc.


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#44

RE: Verliebt ... soll ich es zulassen???

in Treffpunkt für Angehörige 29.06.2017 22:48
von Hope (gelöscht)
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Liebe @Carlota
Ich entschuldige mich dafür, solltest Du meinem Beitrag, als unpassend empfunden haben.
Ich bin halt sehr durch meine Erfahrung geprägt. VIelleicht sollte ich mich lieber raushalten....

Ich drücke die Daumen, dass sich alles bei Euch zum Guten wendet!


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#45

RE: Verliebt ... soll ich es zulassen???

in Treffpunkt für Angehörige 30.06.2017 00:06
von Carlota (gelöscht)
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@Hope: Vielen Dank für deinen Beitrag. der war ganz und gar nicht unpassend! Nein, du mußt dich gar nicht raus halten! Wieso sonst schreibe ich denn hier so offen???

Ja, hier ging ja schon die Post ab und ich hab mir einiges anhören müssen. Aber das war auch gut so. Der Vergleich, Psychotiker mit Depressiven zu vergleichen - nicht schlecht!
So kam ich richtig ins Denken. Z.B. war mir nicht bewußt, daß meine eigenen Erfahrungen mit Depressionen potentielle Partner abschrecken könnten. Und ja, mir war nicht bewußt, daß ich ja mit meinen Depressionen jeweils ca. 2 Jahre "außer Gefecht" gesetzt war. 2 lange Jahre am Stück, die der jeweilige Partner neben mir stehend miterleben mußte, ohne mir wirklich helfen zu können. Und daß SEINE Psychosen eben eher Momentaufnahmen sind, dazwischen aber ein normales Leben möglich ist, das war mir überhaupt nicht bewußt!
Ich habe das Thema ja vor ein paar Tagen angesprochen (weil ich ihm erzählte, daß ich hier schreibe und von euren allen Antworten) - und DA erst kam er auch mit der Sprache raus, daß meine Depressionen für ihn durchaus ein K.O.-Kriterium darstellten. Ich war ehrlich erstaunt, denn wie gesagt, ich fühle mich ja nicht als depressiver Mensch, ich hatte eben Depressionen, die ich hinter mir gelassen habe! Tja ... aber irgendwie hat´s uns wohl wirklich beide erwischt und wir lassen uns drauf ein.

Ja, diese kritischen Worte mir gegenüber - ICH sei die HAUPTPERSON - in diesem Thread bin ich es ja auch, denn ICH schreibe hier. Aber dennoch ist er bei mir. Ich versuche ja, im Gespräch mit euch allen - und ihr seid wirklich klasse, ich bin wirklich dankbar für eure ALLEN Kommentare - seine Gedankenwelt zu erfahren. Ihn zu erfassen. Und es hilft mir wirklich sehr!

Ich habe eben lange mit meiner Freundin, der Psychiatrie-Krankenschwester, telefoniert. Das hat mich auch beruhigt.
Ich denke mal, er sitzt irgendwo in Sicherheit, ich habe keine Ahnung wo, und er will mich nicht informieren, damit ich mir keine Sorgen mache. Daß ich gerne wissen will, wo und wie er grade drauf ist, das weiß er halt nicht - er ist halt jetzt irgendwie in seiner eigenen psychotischen Gedankenwelt gefangen, die ich eben noch nicht kenne.
Ich werde bestimmt von ihm hören. Aber ich muß mich jetzt auch mal runter fahren.

Auf jeden Fall wird das ein Thema werden. Sobald wieder eine Extrem-Situation auftaucht, ich MÖCHTE informiert sein, und wenn´s nur heißt, bitte laß mich die nächsten Wochen in Ruhe. Dann laß ich ihn in Ruhe. Aber im Moment bin ich halt in Sorge, weil ich nicht weiß, ob er abgehauen ist, ob er in der geschlossenen ist, ob er was weiß ich denn schon?! Eben, wie du schreibst, Hope, diese Unsicherheit halte ich nicht aus!
Ich kenne diese Situation von meinem Vater. Er war schwer erkrankt und ich habe mich nach 20 Jahren Auslandsaufenthalt entschlossen, nach Deutschland zurück zu kehren um meine Eltern zu unterstützen. Ich sagte gleich zu Anfang, Papa, ich will deinen Hausarzt sprechen. Er meinte WIESO? und war richtig erschrocken. Ich sagte, daß das doch normal sei, daß die engsten Familienangehörigen "Bescheid wissen". Für ihn ein NO GO. Ich hab´s erstmal so hingenommen. Später habe ich verstanden, daß er meine Mutter ihr gesamtes Eheleben lang in Watte gepackt hatte, SIE hatte kein wirkliches Interesse, von den Ärzten aufgeklärt zu werden. ICH habe mich irgendwann SANFT durchgesetzt und er hat seinen Hausarzt von der Schweigepflicht entbunden. Meine Mutter war nicht dabei. Ich habe ihr dann eine LIGHT-Version erzählt, und das war gut. Mein Vater und ich sind uns dadurch näher gekommen, ich habe aber immer auf ihn geachtet, was will er zulassen, was nicht. Ihn hat es aber erleichtert, daß er nicht mehr allein mit seinen Sorgen war. Und SO möchte ich das auch bei IHM handhaben. Ich möchte eingebunden sein. Und nicht wie jetzt "in Watte gepackt" werden. Er kann mir doch einfach sagen, daß er grad jeden Kontakt ablehnt, dann laß ich das zu. Ok, es ging alles so schnell. Hallo? GESTERN war unser 3-wöchiges Jubiläum! hahahaha! Ich fasse es nicht. Ich bin so verliebt in den Kerl, und mir kommt das vor, als wäre ich schon JAHRE mit ihm zusammen!

Hatte ich das nicht schon mal erwähnt, daß ich im Grunde froh bin, daß grad jetzt seine Psychose kam? So kann ich reinwachsen, ihn spüren, wie er ist, mich selbst hinterfragen wie es mir dabei geht. Und es ging mir ja bis zum gestrigen Mittag - dem Beginn der Funkstille - nicht wirklich schlecht dabei. Ich war aufgeregt und nervös, ja. Aber ich habe ihn immer noch als MEINEN MANN wahr genommen, ein bißchen "schräg drauf" - aber eben noch immer als diesen liebenswerten, warmherzigen Menschen, als den ich ihn kennen lernen durfte.

@Hope: Oh, das ist nicht schön, daß dein Partner nicht krankheitseinsichtig war - ich glaube, wenn ER nicht krankheitseinsichtig wäre, dann würde ich das gar nicht aushalten. Nein, dann wäre ich gleich abgehauen! Aber ich denke, er hätte mir dann auch nicht gleich am Anfang davon erzählt, sondern mir den tollen Kerl präsentiert, als den ich ihn kennen gelernt habe! (übrigens mag er es nicht, wenn ich ihn "toller Kerl" nenne ...)
Aber DAS war ja auch meine Intention, mich hier anzumelden. Mehr zu erfahren, "die Sache" abschätzen zu lernen.

Und ja, du hast recht: ich habe vorhin mich mit einer Freundin aus Jugendtagen getroffen und ihr vieles erzählt. Sie war ja skeptisch am Anfang (wie ich! ja, und worauf lasse ich mich hier ein, weiß ich es denn schon? Du hast es richtig erkannt Hope, wir kennen uns gerade mal 3 Wochen! und es kommt mir schon viel länger vor, so intensiv waren diese Tage miteinander!), und sie hat mir sicherlich alles ausreden wollen. Aber dann hat sie meine leuchtenden Augen gesehen, mein Erzählen vom ersten Treffen, als dieser GROSSE (1,86m) Mann auf mich (1,55m) zukam und ich sofort hin und weg war (und er auch, wie er mir sagte), und sie meinte, WOW - also, laß es zu! Ich hab ihr heute vieles erzählt, auch was ich hier von euch so alles erfahren habe und sie sagte eben nur: Solange du dich wohl fühlst bei ihm, laß es zu. Und sie lachte mich an!

Und ja, ich lenke mich grad ab, ich schreibe hier und ich denke, daß ich sicherlich bald von ihm hören werde.
Aber dann kriegt er von mir was zu hören!!! Und viele Küsse obendrauf!


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