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#1

War es das jetzt?

in Treffpunkt für Angehörige 30.01.2017 01:14
von rangalad (gelöscht)
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Hallo zusammen,

Meine Tochter ist 20+ Jahre alt, seit mehreren Jahren an Schizophrenie erkrankt, leidet ununterbrochen unter Stimmenhören und ist kontinuierlich wahnhaft. Sie lebt von ALGII in einer eigenen Wohnung und hat meines Wissens keinen nennenswerten Kontakt zu anderen Menschen. Mit mir nimmt Sie nur sporadisch Kontakt auf und bricht diesen dann immer wieder für Wochen oder Monate komplett ab. Sie ist davon überzeugt nicht krank zu sein. In der Folge ist sie natürlich nicht in Behandlung, ganz zu schweigen davon dass sie Medikamente nimmt.

Ich nehme wahr wie sie Monat für Monat geistig abbaut und inzwischen kaum noch Bezug zur Realität hat. Unsere Gespräche drehen sich meistens um ihre Wahnideen von denen Sie mich zu überzeugen versucht, oder um Geld. Da sie vom Umgang mit Jobcenter und Wohnungsgesellschaft völlig überfordert ist, ist sie ständig von Obdach- und Mittellosigkeit bedroht. Ohne Betreuung ist es leider unmöglich sie in die EU-Rente zu bekommen. Betreuung wie auch Rente lehnt sie strikt ab.

Momentan frage ich mich einmal mehr, ob es das jetzt gewesen ist, und ich weiter dabei zusehen muss wie mein Kind allein in ihrer Wohnung vor die Hunde geht. Sind Ratschläge wie "Ohne Krankheitseinsicht kann man da nichts machen," und "Wählen sie den Notruf wenn sie anstalten macht sich umzubringen," oder "vielleicht muss sie erst mal ganz unten sein" tatsächlich das Ende vom Lied?
Ich bin für jeden Hinweis dankbar, wie ich die Situation für meine Tochter in irgend einer Art und Weise verbessern kann.

Angehörige: Wie habt ihr die erkrankte Person in Behandlung bekommen, oder wenigstens zu regelmäßigem Kontakt? Wie bekommt man eine Betreuung wenn die zu Betreuende nicht einverstanden ist, und der Maßstab von Gutachtern "ja wenn Sie jetzt zum Beispiel stark unterernährt wäre" lautet?
Psychoseerfahrene: was hat euch in so einer Situation geholfen?

Danke,

R.


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#2

RE: War es das jetzt?

in Treffpunkt für Angehörige 30.01.2017 09:59
von Peggy (gelöscht)
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Hallo rangalad,
meine Tochter ist schon seit 17 Jahren psychotisch.
Gehe bitte zum Gesundheitsamt deiner Stadt, zum sozialpsychiatrischen Dienst, dort sollte man dir helfen können.
Bringe dort als Angehöriger die Situation deiner Tochter vor, die sind zuständig für Unterstützung bei Behörden- und
Wohnungsangelegenheiten, Jobcenter usw. also Geldangelegenheiten. Auch können die eine rechtliche Betreuung anregen.
Die werden auch deine Tochter in ihrer Wohnung aufsuchen, und wenn es ihr wirklich ganz schlecht geht, werden die auch
eine Einweisung in die Klinik veranlassen. Meistens bringen die zu dem Hausbesuch einen Arzt mit, der alles weitere veranlaßt.
Auch kannst du jederzeit bei dem Betreuungsgericht eine Betreuung beantragen, aber dann muss erst ein Gutachten erstellt werden
über den Krankheitszustand. Und das kann dauern.
Ohne Krankeneinsicht wird deine Tochter keine Medikamente einnehmen. Wenn deine Tochter wenig Kontakt zu dir haben möchte, dann kann
man nichts machen. Wenn sie dich braucht, meldet sie sich schon.
Du kannst im Moment nur deiner Tochter helfen, wenn du die Hilfe bei dem sozial....Dienst beantragst, dann ist wenigstens schon das
finanzielle geregelt. Und wie gesagt, wenn es deiner Tochter sehr, sehr schlecht geht, werden die eine Einweisung in die Klinik beantragen.
Solltest du noch Fragen haben.... melde dich wieder bei mir.
Und du must auch an dich denken, schließe dich einer Angehörigen-Gruppe an, Adressen in deinem Ort findest du in Kliniken, oder sonst
googlen....

Liebe Grüße sendet dir Petra.....


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#3

RE: War es das jetzt?

in Treffpunkt für Angehörige 30.01.2017 10:11
von servus15 (gelöscht)
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Hallo Rangalad,
das ist eine schwierige Situation - solange sie nicht Selbst - oder Fremdgefährdend ist und irgendwie auffällig wird
kann man wirklich nicht viel machen außer irgendwie versuchen die Verbindung nicht abbrechen zu lassen. Im Prinzip kann
jeder in seiner Wohnung und auch ausserhalb herumspinnen wie er will - solange eben keine Selbst- oder Fremdgefährdung
erfolgt kann man z. b. auch auf der Strasse das jüngste Gericht predigen usw.
Ich würde in der Situation versuchen unbedingt den Kontakt zu halten - mit Betreuung usw. sollte man vorsichtig sein, da es ein
enormer Eingriff ist, vielleicht kann man der Dame ja noch eine Betreuungsverfügung für den Fall des Falles unterschreiben lassen damit ein stabiler
Angehöriger das im Falle des Falles (Wird ja vom gericht verfügt) übernehmen würde, damit man nicht von irgendwelchen Berufsbetreuern auch noch finanziell abgezockt wird.
Auf jeden Fall den Kontakt halten und nicht fallen lassen - was immer auch geschieht.
Gruß Servus15


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#4

RE: War es das jetzt?

in Treffpunkt für Angehörige 30.01.2017 11:00
von Jela | 1.673 Beiträge | 5098 Punkte
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Ich finde die Vorschlaege von Petra sehr hilfreich und wuerde auch dazu raten so schnell als moeglich eine gerichtliche Betreuung und eine Einweisung in die Klinik anzustreben, so wie Du die Sachlage schilderst. Das kannst Du mit dem Betreuungsgericht, bei uns auf dem Amtsgericht zu finden klaeren.Beantragen kann das meines Wissens jeder. Zur Einweisung hat Petra ja schon etwas geschrieben, bei mir lief das damals ueber meine Familie. Ich wurde zwangseingewiesen, heute bin ich dafuer dankbar. Fakt ist, dass sie aus einer schweren Psychose nicht alleine raus kommt und eine existenzbedrohende Situation im Interesse der Erkrankten undbedingt vermieden werden sollte. Auf den Hund zu kommen hat sie, keiner der erkrankt ist, verdient, und das hat nichts mit fehlender Selbstbestimmung oder Wegnahme der Entscheidungshoheit zu tun, sondern mit der Leistung von Hilfe, auch wenn das vermutlich ein paar Betroffene anders sehen werden. Nur mit Kontakt halten, wird man diese Erkrankung aber nicht in den Griff bekommen, dazu braucht es mehr. Da zu sein, ist dann was anderes, durchaus auch in Zusammenarbeit mit dem Betreuer. Aus der Selbshilfegruppe kenne ich da sehr positive Beispiele. Wenn ich Dir helfen kann gerne auch per PN.


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#5

RE: War es das jetzt?

in Treffpunkt für Angehörige 30.01.2017 13:45
von servus15 (gelöscht)
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..ich wäre da etwas vorsichtiger @Jela! - man kennt doch die Sachlage gar nicht und ist kein Arzt - ein gerichtlicher Einweisungsgeschluss ist
immer noch was anderes als eine Betreuung. Hier so nach dem Motto zu schreiben geht mal mal eben aufs Gericht und
dann wird die Sache erledigt ist ja wohl quatsch-also so einfach geht das nicht, und das ist auch gut so.
Eine Zwangseinweisung oder gar eine gerichtliche Betreuung sind nebenbei bemerkt ein starker Eingriff in die persönliche Freiheit.
Und die gilt es auch für einen psychisch Kranken Menschen zu schützen.
Was wissen wir hier schon von den Hintergründen.
Servus15


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#6

RE: War es das jetzt?

in Treffpunkt für Angehörige 30.01.2017 17:33
von Merle (gelöscht)
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Hallo rangalad,

ich würde auch erstmal gucken, dass du Hilfe bekommst, sozialpsychiatrischer Dienst finde ich eine gute Idee, da mal nachzufragen - oder Selbsthilfegruppe oder eine Beratungsstelle, die vielleicht Adressen haben - was es bei dir gibt - vielleicht auch selbst ein Gespräch in der Psychiatrie mit einem Arzt ausmachen.
Dann bei dir bleiben und deiner Sorge, und das du da sehr hilflos momentan bist, was man tun kann - so wie du es hier jetzt auch schilderst.

Leute vor Ort können mit dir dann persönlich besser schauen, die Lage besser einschätzen, dir über die rechtliche Lage Auskunft geben und mit dir nach Lösungen schauen oder - wenn es keine Möglichkeit der Hilfe für deine Tochter momentan gibt, mit dir gucken, wie du damit bestmöglich umgehen kannst.

Ich stelle mir das so schwer, da Außen vor zu stehen und erstmal nichts auf die Schnelle tun zu können.

Mit der Einweisung kenne ich persönlich auch nur wegen Eigen- oder Fremdgefährdung, aber inwiefern die Situation deiner Tochter, als eigengefährdend gilt, kann ich nicht einschätzen.
Wenn du sie persönlich gar nicht mehr im Kontakt erreichen kannst, kann man wohl wirklich nur, wie hier gesagt - im Hintergrund oder durch persönlichen Kontakt dableiben, das Kontaktangebot aufrecht erhalten.

Ich habe selbst schon die unterschiedlichsten Sachen erlebt - ein Bekannter ist in hoch-manischen Zuständen tagelang ohne Schlaf durch die Stadt gerast und wollte partout nicht in die Psychiatrie, da wurde den Eltern dann empfohlen, ihn zu Hause auch nicht mehr reinzulassen, damit er dann eben doch gezwungen ist in Behandlung zu gehen. Bei ihm hat das dann auch noch geklappt, aber ich glaube, das wäre auch nicht bei jedem so.
Da muss man wohl sehr individuell schauen.

Viele Grüße und alles Gute, Merle


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#7

RE: War es das jetzt?

in Treffpunkt für Angehörige 30.01.2017 18:57
von Jela | 1.673 Beiträge | 5098 Punkte
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Lieber Servus15,

Du kannst mir glauben, dass ich meine Worte mit Bedacht gewaehlt habe, es waere schoen, wenn Du mir nicht das Wort im Mund rumdrehen wuerdest und dazu noch auf diese flapsige Art. Du kannst eine andere Meinung haben, kein Problem, dann aber bitte neutral formuliert. 1. Habe ich ganz klar geschrieben, dass es eine Beurteilung aufgrund der geschilderten Sachlage ist, die ich erstmal als gegeben unterstelle 2. Gehe ich davon aus, dass die Mutter helfen und nicht gaengeln will 3. Habe ich nicht behauptet, dass man einfach auf das Gericht laeuft und das wars dann 4. Habe ich nicht bestritten, dass das ein Eingriff in die persoenliche Freiheit ist, sondern die Hilfestellung darueber gestellt 5. Bin ich nach wie vor der Meinung, dass ein Nichteingreifen bei bestimmten Gegebenheiten fast an unterlassene Hilfeleistung grenzt. Ich finde es mehr als bedenklich jemanden in der Gosse landen zu lassen und nicht zu reagieren bei schweren Psychosen, fehlender Krankeneinsicht, fehlendem sozialen Umfeld und Existenzbedrohung. Hauptsache die persoenliche Freiheit ist bewahrt, und das bei einem Menschen, der nicht mehr in dieser Welt ist. Nein, dieser Ansicht kann und will ich nicht folgen. Dazu habe ich zu viel erlebt.

Gruesse Jela


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#8

RE: War es das jetzt?

in Treffpunkt für Angehörige 30.01.2017 19:05
von servus15 (gelöscht)
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Hi jela, Kein Mensch will dir ein wort im Mund umdrehen - jeder rät ja aus seiner Perspektive,
und das ist ja auch ok - wer will schon aus einer Textbeschreibung wissen was wirklich dahinter steht.
In diesem Sinne,
LG
Servus15


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#9

RE: War es das jetzt?

in Treffpunkt für Angehörige 30.01.2017 19:19
von Peggy (gelöscht)
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Hallo Servus15,
hätte meine Tochter keine Betreuerin, hätte sie heutzutage kein Geld zum Leben vom Amt, und wäre auch nicht krankenversichert.
Würde von nichts auf der Strasse leben müssen.
Das hat die neue Betreuerin zum Glück (seit dem letzten Quartal 2016) alles für meine Tochter geregelt. Weil es meiner Tochter wirklich
so schlimm ging, sie hat nichts mehr regeln können, bedingt durch die psychotische Erkrankung, oder nennen wir es durch den erneuten Schub.
Hätte ich als Mutter alles für meine Tochter beantragen können ???? nein, das Jobcenter und die Krankenkasse hätten gesagt, ich solle
eine Vollmacht von meiner Tochter vorlegen. Aber dazu war meine Tochter nicht in der Lage....
Auch hilft die Betreuerin nun meiner Tochter bei der Wohnungssuche, WBS beantragt, zum Wohnamt.... usw.
Es ist diesmal keine Berufsbetreuerin, sondern sie arbeitet im sozialen Bereich unserer Stadt. Von einer finanziellen Abzocke des Betreuers
kann keine Rede sein, bei meiner Tochter ist nichts zu holen (HARTZ) und bei mir auch nicht, ich habe auch schon mein Einkommen offen legen müssen. Aufenthaltsbestimmungsrecht des Betreuers greift auch nicht, wenn meine Tochter ablehnt. Betreuung in Krankenangelegenheiten, da
muss die Betreuerin erst bei Gericht einen Antrag auf Einweisung stellen, das dauert viel zu lange.
Wenn ich als Mutter merke, meine Tochter ist eigengefärdet oder fremdgefährdet, dann rufe ich den Notarzt, und er entscheidet, ob meine
Tochter zwecks Behandlung in die Klinik eingewiesen werden muss. Und ich sehe eine Behandlung in der Klinik darin, einen psychisch kranken
Menschen zu schützen, wenn er selber nicht mehr entscheiden kann, was gut oder schlecht für ihn ist.
Vielleicht denken einige Forenmitglieder anders, aber ich finde man kann eine Betreuung auch nur auf die Erledigung der finanziellen Angelegen-
heiten und Wohnungangelegenheiten beantragen. Man kann sich halt bei den entsprechenden Stellen informieren.


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#10

RE: War es das jetzt?

in Treffpunkt für Angehörige 31.01.2017 01:39
von Asina (gelöscht)
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Hallo Peter,

http://www.rat-und-tat-koeln.de/ wäre vielleicht was für dich, oder warst du schon da?

Eine andere oder zusätzliche Idee wäre, Selbsthilfegruppen von anderen Erkrankten vor Ort aufzusuchen und bereits Krankheitseinsichtige um Hilfe zu bitten, aber das ist nur eine Idee.

Mit Genesungsbegleitern kenn ich mich nicht so aus, da müssten wohl @Hotte oder @cellardoor was dazu sagen.

Und unter https://www.uke.de/kliniken-institute/ze...izin/index.html
könnte man vielleicht auch noch ein bißchen mehr Input kriegen, die UKE forscht ja ganz viel zu dem Thema, vielleicht gibt es jemanden dort, der noch eine Idee hat. Die kennen sich mit EX-In und Metakognitivem Training ja aus.

Zwangsbetreuung und Zwangseinweisung würde ich erst versuchen, wenn alle sanften Methoden ausgeschöpft sind.
Mich hat damals meine Zwangsbehandlung noch rebellischer und (krankheits)uneinsichtiger gemacht und ausserdem weitere Traumata nach meiner sowieso schon traumatisierenden Kindheit verursacht.

Liebe Grüße und alles Gute für Ihre Tochter
Asina

P.S.: Vielleicht können Sie ja ein paar von den Wahnideen ihrer Tochter anreißen, so dass wir uns auch besser ein Bild von ihr machen können. Es gibt nämlich meistens oder zumindest manchmal in der Realität, die Sie auch wahrnehmen, Gründe für den Wahninhalt.


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zuletzt bearbeitet 31.01.2017 02:01 | nach oben springen

#11

RE: War es das jetzt?

in Treffpunkt für Angehörige 31.01.2017 15:57
von Himbeere | 780 Beiträge | 5354 Punkte
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Hallo rangalad,
ich würde versuchen den Kontakt zu deiner Tochter irgendwie aufrecht zu erhalten.
Gleichzeitig würde ich mich bei dem sozialpsychiatrischen Dienst nach Hilfemöglichkeiten,-angeboten erkundigen.
Sprich dort einfach mal vor und schildere deine Lage. Ich würde erst einmal alle sogenannten weichen Dinge
in Angriff nehmen.
Drücke dir die Daumen.
LG Himbeere


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#12

RE: War es das jetzt?

in Treffpunkt für Angehörige 04.02.2017 14:34
von rangalad (gelöscht)
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Erstmal vielen Dank an alle für die Antworten. Der Hinweis auf den sozialpsychatrischen Dienst ist sehr wichtig. Leider lebt meine Tochter in der Provinz, wo ich ein völliges Versagen der öffenlichen Stellen erleben durfte.

Meine Tochter hatte für ca. ein Jahr einen Berufsbetreuer mit vollem Programm einschließlich Einwilligungsvorbehalt. Dieser Herr hatte leider eine äußerst liberale Haltung gegenüber den ihm übertragenen Pflichten. Er war fast gar nicht erreichbar, auch nicht für meine Tochter, so dass wichtige Post und Dokumente wochenlang unbearbeitet bei ihm bzw. bei der von ihm angestellen Sachbearbeiterin lagen. Das war für uns Eltern, die das alles gradebiegen mussten, schlimmer als ohne Betreuung. Das Betreuungsgericht sah nach einer Beschwerde über die Zustände keinen Anlass die Betreuung zu wechseln.
Dieser Betreuer hat dann die Betreuung aus persönlichen Gründen abgegeben. Eine neu einbestellte Betreuerin stellte dann fest, dass meine Tochter auch nach einem Jahr immer noch keine Betreuung wünscht, was das Betreuungsgericht zum Anlass genommen hat die Betreuung aufzuheben.

Als dann wieder die Obdachlosigkeit ins Haus stand (Kontaktabbruch durch meine Tochter während ALGII nicht beantragt war und Wohnungsgesellschaft bereits mit Künigung gedroht hatte), habe ich die Einrichtung der Betreuung mit mir als Betreuer angeregt.
Nach spontanen drei Monaten kam dann der Gutachter, meine Tochter hat das gutachterliche Gespäch verweigert, und die Betreuung wurde nicht eingerichtet. Die Begründung war im wesentlichen, dass von einer Betreuung keine Verbesserung des Gesundheitszustands und keine Verhaltensänderung gegenüber dem Jobcenter zu erwarten sei, und dass eine zwangsweise Begutachtung nicht angemessen sei.

Seit dem ist meine Tochter ohne jede professionelle Hilfe.

Da ich für jeden Versuch eine Betreuung einzurichten mehrere Wochen bis Monate Kontaktabbruch einrechnen muss, bin ich vom sozialpsychatrischen Dienst vorerst kuriert.

Mein Eindruck von dem überflüssigen Verein in besagtem Provinznest ist, dass deren Entscheidungen vor allem dadurch getrieben sind Aufwand zu sparen und sich von niemandem am Zeug flicken lassen zu können. Der Gutachter sagte auf Nachfrage nach seiner Entscheidung, die eigentliche Entscheidung läge ja beim Gericht, und das Gericht sagte mir, es wäre bei der Entscheidung vollständig vom ärztlichen Gutachten abhängig: Arschlöcher.
Aber gut zu wissen, dass das Recht meiner Tochter auf Krankeit so schön geschützt ist.

LG,

R.


zuletzt bearbeitet 04.02.2017 14:42 | nach oben springen

#13

RE: War es das jetzt?

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Hallo rangalad,

schau mal in deine privaten Mails, ich schicke dir eine Nachricht.....

LG Peggyl


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