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#16

RE: Mein Freund hat eine Psychose / Bin so verzweifelt

in Treffpunkt für Angehörige 24.10.2016 13:51
von Molly | 3.062 Beiträge | 14844 Punkte
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Die Medikamente sind wegen den Nebenwirkungen erst mal nicht sehr angenehm, aber wenn man das Richtige in der richtigen Dosis gefunden hat, können sie schon die Lebensqualität hinsichtlich der Psychose steigern. Man muss sich halt darauf einlassen können. Oft erreicht man aber dann nicht mehr so eine Leistungsfähigkeit wie vor der Psychose.


Mein Wahlspruch: Halte niemals mit einer Hand die Vergangenheit fest, denn du brauchst beide Hände für die Zukunft!
zuletzt bearbeitet 24.10.2016 13:53 | nach oben springen

#17

RE: Mein Freund hat eine Psychose / Bin so verzweifelt

in Treffpunkt für Angehörige 24.10.2016 14:19
von Mirabell | 13 Beiträge | 33 Punkte
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@saartje


Er ist seit ein paar Tagen auf der geschlossenen Station. Er war 7 Wochen bei seinen Eltern zwar weiter psyochtisch, aber zumindest ruhig. Dann lief er Abends irrend durch die Stadt, wo ihn die Polizei aufgreifen wollte und er sich wehrte. Dann kam er in die Klinik, kann sich dann aber bald selbst entlassen.

Wir wohnen so halb zusammen. Er hat noch eine Arbeitswohnung, aber wir haben immer in meiner Wohnung geschlafen und hauptsächlich gelebt. Sollte er Medikamente und professionelle Hilfe ablehnen, würde er aber in seiner anderen Wohnung schlafen müssen, natürlich bin ich aber weiter für ihn da und trenne mich auch nicht trennen.

Und ja, es ist seine erste Psychose. Wir vermuten, dass einfach viel zusammen kam: beruflicher Stress, Selbstdruck und gelegentlicher Drogenkonsum

Er ist bei keinem Arzt, weil er das im Moment leider noch ablehnt. Er hat nur mal mit einem befreundeten Arzt geredet, den wir geholt haben. Zu dem meinte mein Freund dann, dass er ein paar Probleme hätte, aber das ginge schon (der Arzt hat es natürlich trotzdem gemerkt, dass er psychotisch ist). Mein Freund kann sich auch ganz gut für ein Gespräch zusammen reißen. Er hat wie gesagt zwar Momente in denen er unter Tränen über seine Psychose spricht und verzweifelt ist, aber dennoch bekommen wir ihn bisher nicht dazu Tabletten zu nehmen oder in eine Klinik zu gehen



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#18

RE: Mein Freund hat eine Psychose / Bin so verzweifelt

in Treffpunkt für Angehörige 24.10.2016 14:42
von saartje | 358 Beiträge | 762 Punkte
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@Mirabell

also das Beste wäre natürlich, dass er in der Klinik bleibt, vor allem wenn er jetzt noch auf der geschützten Station ist - sorry mag das Wort geschlossene nicht so gerne.
Ich denke nicht, dass es ohne Medikamente geht, versuche ihm zu sagen, dass die wichtig sind. Ich spreche hier rein aus Angehörigensicht. Betroffene mögen das etwas anders sehen, aber das ist das Gute hier - es können Betroffene und Angehörige schreiben.

Den Drogenkonsum sollte er wirklich einstellen!

Mein Mann war ca. 9 Wochen in der Klinik und das ist auch nicht wirklich lang.

Nochmal zur Verständigung - hat er sich schon selber entlassen?

LG
saartje


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#19

RE: Mein Freund hat eine Psychose / Bin so verzweifelt

in Treffpunkt für Angehörige 24.10.2016 14:58
von escargot | 3.969 Beiträge | 15469 Punkte
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Mirabell,ich blicke es auch nicht: Ist er noch auf der 'geschützten' Station? Kann man sich da selbst entlassen? Bei mir jedenfalls ging das nicht. Würde es an seiner Stelle zunächst mit Benzodiazipinen (Tavor) versuchen und wenn dann keine Besserung eintritt weiter überlegen zusammen mit den vermeintlichen "Profis". Aber immer versuchen so wenig wie möglich zu nehmen.

Merke aktuell wieder, wie schwierig es ist wieder davon loszukommen. Zweifele ein bisschen gerade, ob das überhaupt je wieder möglich sein wird.

Liebe Grüße
escargot


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#20

RE: Mein Freund hat eine Psychose / Bin so verzweifelt

in Treffpunkt für Angehörige 24.10.2016 15:01
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@saartje stimmt, "geschützte" Station hört sich angenehmer an, der Begriff trifft es ja auch viel mehr. Noch hat er sich nicht selber entlassen, er könnte es wohl ab Mittwoch oder so. Aber wir hoffen er nutzt nun die Chance einer Behandlung, wir als Angehörige sehen auch nur noch den Weg der Medikamente (wir haben es ja zwei Monate so probiert, mit Selbstheilung, Alternativen Mitteln und so). ich bin mir wirklich ganz sicher, dass er, wenn er aus der Psychose raus ist, keine Drogen mehr nehmen wird. Er hat es einfach unterschätzt. Er ist ein so herzlicher und reflektierender Mensch. Sollte er sich selber entlassen und eine Behandlung ablehnen, werde ich ihm recht deutlich sagen müssen, dass er sein altes Leben so noch nicht zurück bekommt. Ich glaube nämlich, er denkt zwischen uns bleibt alles so. Wir sind uns da nicht sicher, wie bewusst ihm das ist. Ich werde dann versuchen möglichst klare, aber auch liebevolle, Worte zu finden. Ich bin ja weiter für ihn da und trenne mich nicht. Eventuell stärkt ihm das dann darin, Hilfe anzunehmen. Er soll keine Erpressung sein, nur ein Aufzeigen, wie es halt ist.



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#21

RE: Mein Freund hat eine Psychose / Bin so verzweifelt

in Treffpunkt für Angehörige 24.10.2016 15:04
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@escargot ja, er kann sich bald selbst entlassen, weil die Richterin ihn schon für "Zurechnungsfähig" oder so ähnlich erklärt hatte.
Am Liebsten wäre uns ja auch gewesen, es hätte auf dem alternativen Weg geklappt. aber das scheint nicht zu funktionieren. Wir haben eine Klinik gefunden, die nur so viel, wie nötig und so wenig, wie möglich gibt und auch auf schnelles Absetzen bedacht ist. Also da könnte er dann eventuell in Zwei Wochen hin, wenn er denn möchte, was wir sehr hoffen



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#22

RE: Mein Freund hat eine Psychose / Bin so verzweifelt

in Treffpunkt für Angehörige 24.10.2016 15:08
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Na Mirabell da drücke ich ganz fest die Däumchen, dass das klappt! Der Ansatz der Klinik klingt nicht verkehrt. Ich wünschte jemand hätte es mit mir erstmal 2 Monate ohne Med probiert.

Habe von Peter Lehmann "Psychopharmaka absetzen" gelesen und glaube so schnell kommt man - einmal in der Mühle gefangen - da nicht wieder raus.

Liebe Grüße
escargot


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#23

RE: Mein Freund hat eine Psychose / Bin so verzweifelt

in Treffpunkt für Angehörige 24.10.2016 15:24
von Mirabell | 13 Beiträge | 33 Punkte
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@escargot wir wollten es unbedingt probieren den Weg ohne die harten Medikamente zu gehen. Und manches ist dadurch ja auch sicher besser geworden. Ich danke Euch sehr für Eure Worte und Erfahrungen - der Austausch tut gut. Vielleicht kann ich Euch auch in ein paar Tagen schreiben, dass er die Therapie in der Klinik antritt. Noch wissen wir es ja nicht, sein Verhalten im Moment, lässt uns nur denken, es sähe nicht so gut aus. Aber noch ist alles offen



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#24

RE: Mein Freund hat eine Psychose / Bin so verzweifelt

in Treffpunkt für Angehörige 24.10.2016 18:34
von Wolf (gelöscht)
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Hallo Mirabell,

ich selbst bin an paranoider Schizophrenie erkrankt. Zum Glück habe ich nie Drogen genommen, denn das kann Psychosen auslösen. Daher ist es mir eher unverständlich, wenn Menschen Drogen nehmen, im Gegenzug aber Medikamente ablehnen. Das passt aus meiner bescheidenen Sicht nicht zusammen.
Ich selbst nehme nun schon fast 14 Jahre Neuroleptika und ich bin gut damit gefahren. Seither bin ich ruhiger und ausgeglichener und nicht wieder psychotisch geworden.
Ich kann auch nur hier von mir erzählen. Andere Menschen mögen das anders sehen.
Ich wünsche euch schnell eine Besserung.

Herzlichen Gruß vom Wolf


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zuletzt bearbeitet 24.10.2016 18:35 | nach oben springen

#25

RE: Mein Freund hat eine Psychose / Bin so verzweifelt

in Treffpunkt für Angehörige 24.10.2016 20:03
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Hallo Wolf!

Ich glaube, Drogen haben eine ziemlich andere Wirkung als Neuroleptika. Hab zwar keine Erfahrungen mit richtigen Drogen, aber allein schon wenn ich an Tavor oder Oxazepam denke, wo man selbst bei dieser kleinen Dosis wie ich sie habe und hatte ziemlich schnell entspannen kann, sehe ich da einen enormen Unterschied zu den NL die einen eher verspannen und unangenehm auf den Körper und das Denken wirken.

Natürlich bist Du daran gewöhnt, wenn Du sie schon 14 Jahre lang einnimmst, aber der Anfang ist immer schwer. Außerdem verträgt mancher die Nebenwirkungen garnicht, oder die Symptome verschwinden selbst bei höherer Dosierung nicht komplett. Ich finde, das ist immer ein Glücksspiel... vielleicht aber auch aus meiner gegenwärtigen Situation heraus.

LG,


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