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#1

Mutter paranoide Schizophrenie

in Treffpunkt für Angehörige 03.10.2016 14:52
von Simone (gelöscht)
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Hallo zusammen. Auch ich bin neu im Forum und habe schon einige Beiträge gelesen, würde aber gerne eure Meinung und euern Rat zu meinem Fall hören. Meine Mutter ist seit meiner frühen Kindheit psychisch krank (erst depressiv, jetzt paranoide Schizophrenie). Vor 3 Jahren war es so schlimm wie noch nie. Sie war tagelang vermisst und ist verwildert durch die Gegend gereist. Ich dachte sie wird nie mehr gesund. Aber sie hat wieder ein stabiles Niveau bekommen, durch mehrere Klinikaufenthalte.
Jetzt ist es so, dass ich ca. 500 km von ihr entfernt wohne und wir uns 2 mal im Jahr sehen und sonst telefonieren / schreiben.
Letzte Woche war sie zu Besuch bei mir. Und ich dachte bis zuletzt, dass alles halbwegs in Ordnung ist. Dann kams.
Sie erzählte mir, dass sie ihre Tabletten reduziert und dass sie mehrere Chips im Körper hat, die sie zugrunde richten. Man wolle sie zugrunde richten, da sie dem Staat schon zu viel Geld gekostet hat. Die Tabletten wären auch verändert, so dass sie zugrunde geht. Sie bekomme immer Hinweise aus der Bevölkerung, wie sie sagt
Ich war total geschockt, habe gesagt, dass dem nicht so ist. Sie zeigte mir dann ihre alte OP Narbe. Als ich darauf nicht einging, wollte sie plötzlich gehen. Und ich habe keine Ahnung , was ich nun tun soll mit dieser Info.
Sie ist in Behandlung, aber sie kann sich sehr gut verstellen, insofern würde bei ihrem nächsten Arzttermin sicherlich nichts rauskommen.
Ich schließe aus, das sie andere mit ihrem Verhalten gefährdet. Sich selbst würde sie glaube ich auch nicht absichtlich etwas antun. Aber sie macht mittlerweile Dinge, die sie früher nie gemacht hätte. Sie läuft nachts durch die Stadt allein und fährt mit LKW Fahrern in fremde Städte, etc. Für mich ist es nur eine Frage der Zeit, bis da mal etwas passiert, weil sie zu sehr abgelenkt von ihrem Verfolgungswahn ist.
So hoffe es ist nicht zu lang geworden. Was würdet ihr tun?


1 Mitglied hat sich bedankt!
zuletzt bearbeitet 03.10.2016 14:57 | nach oben springen

#2

RE: Mutter paranoide Schizophrenie

in Treffpunkt für Angehörige 03.10.2016 15:08
von Henri | 201 Beiträge | 642 Punkte
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Hallo Simone!

Erst einmal Willkommen im Forum!

Zu Deinem Fall: Ich war auch psychotisch und bin mit dem Auto durch die Gegend gereist. Meine Mutter hat sich natürlich auch Sorgen gemacht, konnte aber nichts tun. Ich bin einfach von Stadt zu Stadt gefahren und habe mein Tagesgeld abgeholt. Ein paar Mal hat mich die Polizei kontrolliert, und weil das Auto meiner Mutter gehörte, haben sie bei ihr angerufen. Ich hatte aber gedacht, meine Mutter steckt in der Verschwörung gegen mich mit drin, und hab mich deshalb nicht bei ihr gemeldet.
Solange Deine Mutter sich nicht selbst oder andere gefährdet, kann man da gar nichts machen. Ich weiß aber, dass manche Richter die Schwelle der Selbstgefährdung sehr niedrig ansetzen. Das ist also von Fall zu Fall verschieden. Vielleicht hilft ja beim nächsten Besuch ein Anruf beim Notarzt.

Liebe Grüße

Henri


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#3

RE: Mutter paranoide Schizophrenie

in Treffpunkt für Angehörige 03.10.2016 15:20
von Simone (gelöscht)
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Hallo Henri.
Danke für deine Antwort.
Ja beim letzten Mal ist sie in Hausschuhen und Rucksack durch die Gegend. In ihrem Rucksack hatte sie ein Messer. Sie sagte zum Obst schneiden, ich glaube nur als Verteidung. Das wurde ihr dann so ausgelegt, dass sie zwangs eingewiesen wurde.
Mache mir halt große Sorgen und bin mir sicher, dass irgendwann mal etwas passiert und dann werde ich mir Vorwürfe machen, jetzt nichts gemacht zu haben. Aber ja, ich weiß eben nicht was...
Liebe Grüße zurück
Simone


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#4

RE: Mutter paranoide Schizophrenie

in Treffpunkt für Angehörige 03.10.2016 15:55
von Henri | 201 Beiträge | 642 Punkte
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Du brauchst Dir da keine Vorwürfe machen, weil man absolut nichts tun kann. Das einzige, was hilft, ist eine regelmäßige Medikamenteneinnahme. Dazu muss aber die Krankheitseinsicht vorhanden sein. Ohne die geht es nicht. Bei mir kam diese Einsicht auch erst nach ein paar Jahren. Hört Deine Mutter denn Stimmen? Das mit den Hinweisen aus der Bevölkerung kommt mir bekannt vor. Habe solche Bemerkungen auch gehört. Erst mit der Einnahme der Medikamente ist das verschwunden. Hast Du noch Geschwister?

LG


zuletzt bearbeitet 03.10.2016 16:00 | nach oben springen

#5

RE: Mutter paranoide Schizophrenie

in Treffpunkt für Angehörige 03.10.2016 17:21
von UgoAdmin | 2.862 Beiträge | 11381 Punkte
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Hallo Simone,

eine mögliche Option für Angehörige ist immer die Hinzuziehung des sozialpsychiatrischen Dienstes, diese Hilfestellung wird von den Betroffenen teilweise ganz gut angenommen. Sozialpsychiatrische Dienste gibt es eigentlich in jeder Stadt, es handelt sich dabei um medizinisch geschultes Fachpersonal mit dem Unterstützung auf fast allen Ebenen möglich ist. Neben Gesprächen und gemeinsamen Arztbesuchen könnte der SpD zum Beispiel regelmäßige Hausbesuche durchführen, um gelegentlich ein Auge auf die Mutter zu haben. Natürlich nur, wenn das seitens der Mutter gewollt ist, es ist ein Angebot auf freiwilliger Basis.

Meiner Meinung nach ist die Unterstützung durch einen sozialpsychiatrischen Dienst für den Betroffenen in vielen Fällen angenehmer als eine gesetzliche Betreuung, denn letztere wird ja oftmals gegen den Willen des Betroffenen durchgeführt.


Ugos Homepage: http://www.hummelreich.net
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#6

RE: Mutter paranoide Schizophrenie

in Treffpunkt für Angehörige 03.10.2016 20:45
von Wolf (gelöscht)
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Hallo Simone,

herzlich willkommen hier.
Es ist do eine wiederliche Erkrankung, die ich auch durch habe. Ich bin zum Glück krankheitseinsichtig, so dass ich meine Neuroleptika einnehme.
Ja, man kann da schlecht helfen. Ich sehe die einzige Moglichkeit in der Psychoedukation, in der den Patienten erklärt wird, wie die Erkrankung wirkt.
Natürlich ist das erst längefristig möglich. Kurzfristig kann ich Ugo nur recht geben.
Ja, ich kann gut verstehen, dass du näher bei deiner Mutter sein willst. Anderseits ist es aber auch wenigstens wtwas hilfreich für dich, wenn du dieses Drama nicht täglich live vor Augen hast. Da ist die beste Hilfe, wenn du Andere helfen läßt. Das nimmt wenigens etwas von dem Druck weg. Ich sehe noch heute meine Frau vor mir was sie alles durchmachen hat müssen, als ich akut war. Deshalb passe bitte auch auf dich selbst auf!

Herzlichen Gruß vom Wolf


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#7

RE: Mutter paranoide Schizophrenie

in Treffpunkt für Angehörige 03.10.2016 20:55
von Molly | 2.757 Beiträge | 12912 Punkte
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Herzlich Willkommen!

Der Tipp von Ugo mit dem sozialpsychiatrischen Dienst ist sicher sehr hilfreich.

LG,
Molly


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