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#1

Sprachkritik: Wie sollte man über Menschen mit psychischen Störungen sprechen?

in Schizophrenie in den Medien 22.09.2016 20:31
von UgoAdmin | 2.946 Beiträge | 11992 Punkte
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"Ob Depression, Schizophrenie oder Magersucht: Menschen mit psychischen Erkrankungen werden häufig stigmatisiert. Schuld daran könnte auch unsere Alltagssprache sein."

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3 Mitglieder haben sich bedankt!
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#2

RE: Sprachkritik: Wie sollte man über Menschen mit psychischen Störungen sprechen?

in Schizophrenie in den Medien 22.09.2016 20:41
von Wolf (gelöscht)
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Ja in der Tat, Ugo,

ohne dass ich den Artikel gelesen habe. Sprachgebrauch hält sich hartneckig in der Gesellschaft. Und in der Tat gehen Menschen damit leichtfertig um, weil sie nicht darüber nachdenken was die verwendeten Wörter eigentlich bedeuten.
Das ist für mich fast jeden Tag zu erleben. Ich kann das zum Glück noch wegstecken. Anderen mag das anders gehen, gerade, wenn sie in einer schwierigen Phase sind.

Danke für deinen Beitrag!


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#3

RE: Sprachkritik: Wie sollte man über Menschen mit psychischen Störungen sprechen?

in Schizophrenie in den Medien 23.09.2016 12:57
von Zajonc | 19 Beiträge | 102 Punkte
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Grundsätzlich würde ich es ohnehin begrüßen, wenn viele Menschen sensibler gegenüber der Sprache werden würden.
Der Ansatz dieser Sprachkritik hat m.E. ihren Ursprung schon im Rahmen der Inklusion gefunden, denn dort wird von „Menschen mit Behinderungen“ gesprochen und nicht von „Behinderten“. Auch das Wort „Ausländer“ wurde durch „Menschen mit Migrationshintergrund“ ersetzt. Dieser Sprachwandel hat bereits vor 20 Jahren angefangen. Angekommen ist der Wandel noch nicht bei allen. Und ich befürchte, dass ein Großteil der Sprecher diese Bezeichnungen / Umbenennungen nicht aufgrund der inneren und individuellen Einstellung vornimmt, vielmehr ist der Gedanke der „political correctness“ ausschlaggebend für die Verwendung.
Natürlich ist diese Untersuchung interessant, aber ist eine Untersuchung, die auf nur 3 (Sprecher-)Gruppen mit insgesamt 700 Probanden beschränkt ist, repräsentativ? Mich wundert es auch nicht, dass die 3. Gruppe, die beruflich mit „Menschen mit psychischen Erkrankungen“ zu tun hat, überdurchschnittlich negative Werte erzielt. Das liegt für mich eher in der Natur der Sache…
Ich bin nicht nur ein „Mensch mit einer psychischen Erkrankung“, sondern auch ein „Mensch mit einer (körperlichen) Behinderung“. Mir persönlich ist es total egal wie es jemand bezeichnet. Ich muss sagen, dass ich mich von niemanden stigmatisieren lasse, schon gar nicht aufgrund einer Wortwahl. Ich kann darüberstehen und denke, dass zwei dazu gehören… Einer, der stigmatisiert und einer, der stigmatisieren lässt. Was ich damit ausdrücken möchte ist, dass man seinem Gegenüber gar nicht die „Macht“ geben darf, sich stigmatisieren zu lassen, auf keiner Ebene. Schließlich sind wir alle (!) Menschen und haben den identischen Wert.

Alles in Allem ist meine Antwort auf die Frage, wie man über Menchen mit psychischen Erkrankungen sprechen soll... ganz normal, ebenso wie über andere Menschen ohne iregendwelche Zusatzbezeichnungen. Wofür benötigt man eine Gruppierung, die mit Spezifika gebildet wird???



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#4

RE: Sprachkritik: Wie sollte man über Menschen mit psychischen Störungen sprechen?

in Schizophrenie in den Medien 23.09.2016 13:23
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Hallo zusammen :-)

Meistens denken Menschen in Worten. Die Worte formen das, was gedacht werden kann. Gefühlt wird aber vor dem Versprachlichen ... und da wird dann das ausgesiebt und geformt ...

Also macht es Sinn ... zum Beispiel: sollte man von, über oder mit einem Menschen sprechen?
Noch krasser: man denke: soll man ... nur mal so zur Verdeutlichung...: von, über oder mit einem "Gott" sprechen?
Wenn nun gedacht wird, nein, eigentlich kann es nicht sein ÜBER einen Gott zu sprechen, wie dann kann einer ÜBER einen andern sprechen ... sondern mit ihm, von ihm, durch ihm ... weil: Mensch zu Mensch ist dann doch so viel näher und lieber als ein abstrakter Begriff.

Persönlich spreche ich am liebsten MIT und dann evtl. VON ...

das erspart mir einige Mühe beim Sprechen ÜBER und mit gott und den menschen.

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