Einloggen
Zurück Vorwärts
Aktualisieren Drucken
Neuer TAB


Zum Seitenanfang Schritt hoch Schritt runter Zum Seitenende


#1

Mutter paranoid schizophren – Klinikaufenthalt ohne Besserung

in Treffpunkt für Angehörige 21.09.2016 11:40
von Bella | 26 Beiträge | 112 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Bella
Gold
Gold
Silber
Silber
Bronze
Bronze
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal

Bester User-Support
Bester User-Support
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Goldene Feder
Goldene Feder
Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Hallo zusammen,

ich bin neu hier und sehr dankbar für eine Plattform, die einem Informationen, Unterstützung und einfach Gleichgesinnte bietet!!

Ich heisse Bella und bin 31 Jahre alt. Der Grund meiner Anmeldung hier ist meine kranke Mutter.

ich versuche mich hier kurzzufassen und nicht zu weit auszuschweifen.
Ich bin für jeden Ansatz froh, den Ihr mir geben könnt.

Meine Mutter ist 58er Jahrgang und bereits mehrere Krankheiten durchstehen müssen. U.a. hat sie eine Cerebrale Vasculitis durchstehen müssen, die erfolgreich geheilt wurde, sie aber m.E. leichte motorische Störungen davon getragen hat.
Sie ist seit meinem 6. Lebensjahr alleinstehend und hatte nie wieder einen Lebensgefährten, Partner oder gar männliche Verabredungen ("Dates"), der sie in ihrer ganzen Krankheitsgeschichte unterstütze. Sie hat sich mit den Jahren, nach ihren ersten Erkrankungen mehr an die Familie gehalten und hat wenig soziale Kontakte, die ohne die Familie entstanden sind.

Wir sind jedoch eine sehr große Familie, sodass sich alle versuch(t)en zu kümmern, ohne dass wir damals (vor 12-30 Jahren) wussten, was eigentlich genau passiert; heute ist man aufgeklärter und kann vieles zumindest etwas im Ansatz "ergooglen".
Meine Mutter ist bereit vor meiner Kindheit das erste Mal auffällig geworden und hat bereits damals schon unter Psychosen, Halluzinationen etc. leiden müssen. Sie wohnte schon früher immer zu Hause, bzw. seit 12 Jahren oben in der Doppelhaushälfte. Unten wohnen meine Großeltern, es gibt eine eigene Küche, alles ist separat, bis auf die Waschmaschine, der Anschluss befindet sich im Erdgeschoss.

Natürlich sind meine Großeltern nicht immer einfach und wir haben alle unsere kleineren und auch größeren Probleme mal miteinander – meine Großmutter ist Flüchtling und mein Großvater war 10 Jahre in sibirischer Kriegsgefangenschaft.
Aber wenn jemand krank ist oder in Not, sind alle da, egal was vorher gelaufen ist.
Vor ca. 15 Jahren, da war ich 15, hat sie sogar einen gerichtlichen Vormund bekommen, weil meine Großeltern und meine Tanten und Onkel sich nicht mehr zu helfen wussten. Keiner wusste, wie man mit ihr umgehen soll, es war wirklich ein Desaster.
Meine Familie hatte mit Sicherheit keine einfache Kindheit, aber auch keine durchgehend grausame; eine strenge, wie es damals eben war. Ich habe mit meiner ganzen Familie jeweils einzeln gesprochen, es gibt gute und natürlich auch schlechte Erinnerungen.
Sie ist für zwei Tage weg gewesen und ich habe sie im Auto gefunden, dort hat sie übernachtet, im Wald. Wir haben sie mit Auto-Kolonnen gesucht. Während sie auch getrunken hat, damit ihre Masken, die sie sieht und ihre Gedanken verschwinden.


Seit Mai diesen Jahres ist sie wieder in einer Klinik, nachdem sie ca. 10-12 Jahre komplett gesund war.
Sie hatte einen guten Job in einem der Familienbetriebe, einen Firmenwagen, eine eigene Wohnung etc., einige Kaffee-Bekanntschaften. Aber erst mit meiner Schwiegermutter eine beste Freundin. Sie klammerte sich immer sehr stark an die Familie, auch wenn sie zwischenzeitlich mal genervt von dem einen oder anderen war.

Das ganze begann schleichend, jedoch leicht auffällig. Es hat allerdings niemand damit gerechnet, dass es ihre alte Krankheit ist, die wieder zum Vorschein kommt.

Ich habe sie im Mai in 2 Kliniken gefahren, die zweite hat uns dann aufgenommen. Meine Schwiegermutter und ich sind die einzigen, übriggebliebenen Bezugspersonen. Zu allen anderen will sie keinen Kontakt mehr, aktuell ist es so schlimm wie nie dieses Jahr.
Sie möchte unter keinen Umständen Haloperidol nehmen und auch unter keinen Umständen in die geschlossene Abteilung. Ich hatte ihr damals versprochen, dass sie das nie wieder durchmachen muss. Das damals zu sehen, hat mir schon sehr zugesetzt und ich wollte sie dem nie wieder aussetzen.

Klinik 1:
- ab Mai ca. 55 Tage in einer psychatrischen Klinik, Seroquel ca. 200-300mg
- Entlassung, weil "gesund" bzw. kein Grund weiter in der Klinik zu bleiben
- spricht immer nur davon, sie will ihre Vergangenheit aufarbeiten, alles stimme nicht
- die Ärztin behauptet auf Grund der Aussagen meiner Mutter, sie habe ein Trauma. Ich habe ihr mehrfach versucht, zu erklären, dass ich das alles schon kenne, die Situation nicht immer einfach ist in einer Großfamilie aber es jetzt 12 Jahre alles gut war, natürlich mit Höhen und Tiefen. Die Assistenzärztin hatte einen komplett falschen Ansatz!
- meine Mutter kann sich auf Grund ihrer Erwerbsunfähigkeitsrente nicht großartig eine andere Wohnung leisten. In diesem Zustand kann sie auch unter keinen Umständen arbeiten. Sie könnte in ihren alten Job, aber sie will nicht (einer der Familienbetriebe).


Klinik 2:
- andere Klinik direkt nach 5 Tagen Aufenthalt zu Hause bis heute
- sie hat sich nach der Entlassung einer Hypnose unterzogen, von der sie überzeugt war und wir sie nicht davon abhalten konnten; der Hypnotiseur bestätigte angeblich alle Dinge, die sie "denkt", wie sie sie durchlebt hat.
- Belastungsbesuch zu Hause am vergangenen Wochenende verlief sehr schwierig, sie wollte die Tabletten weglassen und stattdessen 1-2 Gläser Wein zum "Runterkommen" trinken, was ich ihr untersagt habe
- beim gemeinsamen Einkauf fing sie an der Kasse plötzlich an zu weinen und fühlte sich nicht wohl und ganz fremd und dass sie die Familie nie wieder sehen will; gem. ihrer Aussage alles nur Lug und Trug
- ihr Kopf sagt sie ist voller Tränen
- sie denkt ihr Vater (bettlägerig und sehr krank, kann kaum alleine laufen) will sie erschießen
- sie vermischt komplett Realität mit Ihren Gedanken
- sie ist der Meinung ihre Eltern sind nicht ihre Eltern und sie wurde mit 3 Jahren ihrer leiblichen Mutter entrissen
- Ihre Geschwister sind nicht ihre Geschwister
- vor einigen Tagen schaute sie mich mit einem scharfen Blick von der Seite an, nachdem wir uns leider wieder mal gestritten hatten und sagte zu mir "wenn Du nicht zu mir hältst, dann frage ich mich gerade, ob du überhaupt meine Tochter bist"
- als ich ca. 9 Jahre alt war, war sie auch der Meinung, dass "das Kind" (ich) von X und Y war – ihrer Eltern, meiner Großeltern. Ich habe keine Vater, nur einen Erzeuger, ich habe als kleines Mädchen einige Male zu meinem Opa Papa gesagt
- sie will DNA-Proben sammeln, um diese einzuschicken. Da diese jedoch positiv ausfallen werden, wird sie mit Sicherheit (wie ich sie in ihrem Zustand kenne) behaupten, dass unsere Familie, die Unterlagen hat türken lassen oder das Amt bestochen hat
- sie malt unzählige, psychedelische Bilder; es handelt sich um ihre Gedanken, die sie zu Papier bringt und die völlig wirr sind
- sie erzählt meiner Schwiegermutter viele Details, die sie mir nicht erzählt
- ich habe eine Vorsorgevollmacht, die sie mir unterschrieben hat, die sie mir vor ca. 6 Wochen heimlich entziehen wollte
- sie rief mich häufiger an, sie würde schlecht behandelt und die Ärzte fragen immer das gleiche, daraufhin habe ich einen Termin gemacht und mit den Ärzten gesprochen. Dann wurde Seroquel auf 600mg erhöht und nach dem Telefonat diese Woche auf 800mg
- ich habe den Eindruck, da sie gestern sehr aggressiv war und von "Pack" und "alle Familiengeheimnisse auffliegen lassen" sprach, dass sie die Tabletten in der Backentasche versteckt und später ausspuckt
- Entlassungstermin soll der 26.09.2016 sein

Es gibt noch unzählige weitere Ideen und Verschwörungstheorien, die ich hier nicht alle aufzählen kann..

Meine Mutter kann außerordentlich gut schauspielern und sich verstellen, sie ist in ihrer Krankheit auch nicht ehrlich, auch nicht zu den Ärzten.
Aber warum erkennen das studierte Psychologen/Psychiater und Ärzte nicht? Dafür ist sie doch in einer Fachklinik!

Sie kann am Montag nicht entlassen werden, das wird in einer Katastrophe enden.. Aber die Ärzte sehen das anders.

Ich will sie nicht zum Versuchskaninchen machen – aber ist Seroquel 800mg das richtige Medikament? 800mg nimmt sie erst seit vorgestern..
Ich möchte wirklich nicht, dass sie Haloperidol bekommt und wieder wie ein Zombie durch die Gegend läuft. Welche Alternativen gibt es?
Ich bin mit meinem Latein wirklich am Ende und weiss leider nicht mehr, was wir noch/überhaupt tun können, dass sich eine Besserung einstellt und sie wieder gesund wird? Mir tut es wirklich weh, sie so zu sehen..


Wir sind für jede Hilfe sehr dankbar!!


Alles Gute,
Eure Bella


nach oben springen

#2

RE: Mutter paranoid schizophren – Klinikaufenthalt ohne Besserung

in Treffpunkt für Angehörige 21.09.2016 13:21
von eartha | 63 Beiträge | 182 Punkte
avatar_w
X

Auszeichnungen


des Mitglieds eartha
Gold
Gold
Silber
Silber
Bronze
Bronze
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal

Bester User-Support
Bester User-Support
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Goldene Feder
Goldene Feder
Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Hallo Bella,
wenn Deine Mama akut ist, ist es bestimmt normal, dass ihr die 200-300mg Seroquel nicht sehr geholfen haben. Wenn ich das richtig verstehe ist sie seit ein paar Tagen auf der Offenen und soll in ein paar Tagen schon nach Hause. Das ist das Problem an der Offenen: Der Patient hält sich für gesund und möchte Heim.
Die 600-800 mg, die sie jetzt bekommt versprechen Erfolg, denke ich, aber bei der Dosis müsste sie schon 6 Wochen bleiben und dann erst wieder die Dosis runterfahren.
Ich habe schon Schlimmes von Geschlossenen gehört, über meine Geschlossene kann ich sagen, dass sie mir immer gut tat und ich das Beste Ergebnis hatte, als ich 6 Wochen auf der Geschlossenen und danach noch 6 Wochen auf der Offenen war.
Wenn Du irgendeinen Einfluss darauf hast, dann mute ihr die 6 Wochen auf der Geschlossenen zu. Es hat sich bestimmt in 12 Jahren verändert dort.
Ich brauchte bisher immer die Klinik zum Runterkommen. Manche schaffen es auch daheim, aber die wissen, dass mit ihnen was nicht stimmt und wollen in die Realität zurück.
Ich finde es total toll, dass Deine Mama 12 Jahre gesund war. Das kann sie wieder schaffen. Sie wird auch wieder gesund werden.
Liebe Grüße eartha


1 Mitglied findet das Top!
1 Mitglied hat sich bedankt!
zuletzt bearbeitet 21.09.2016 13:23 | nach oben springen

#3

RE: Mutter paranoid schizophren – Klinikaufenthalt ohne Besserung

in Treffpunkt für Angehörige 21.09.2016 13:57
von Bella | 26 Beiträge | 112 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Bella
Gold
Gold
Silber
Silber
Bronze
Bronze
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal

Bester User-Support
Bester User-Support
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Goldene Feder
Goldene Feder
Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Hallo eartha,

erstmal vielen lieben Dank für Deine schnelle und persönliche Antwort!!

Schön zu lesen, dass es Dir aktuell wieder gut/besser geht und drücke Dir die Daumen und Zehen, dass es auch für lange Zeit wieder so bleibt!!

Sie ist nur auf der Offenen gewesen dies Mal; in Klinik 1 und 2. - bis auf 5 Tage und einen Belastungsurlaub letztes Wochenende zu Hause ist sie seit Ende Mai in einer Klinik; Daueraufenthalt quasi.

Sie war anfangs sehr nervös, ängstlich.. Hoch, Tiefs.. Mittlerweile ist sie aggressiv.. Hoffe, dass die 800mg recht schnell Besserung aufzeigen..
Hat einer von Euch damit Erfahrung, wann das Seroquel in der Höhe anschlägt..?
Ich weiss, das Haldol und Risperidon schneller wirken, als das mittelpotente Seroquel.

Eine bekannte Psychiaterin/Psychologin von mir (kann sie leider nicht behandeln, da in Mutterschutz und arbeitet in einer Privatklinik), gab mir folgenden Tip:

Ich solle diese Woche vor Entlassung auf einen gemeinsamen Termin mit den Ärzten und meiner Mutter bestehen und ein paar Schlagwörter in den Raum werfen, auf die sie anspringt und "aggressiv" wird.

ich kann/darf gemeinsam mit den Ärzten nicht voll umfänglich ehrlich sein. Ich habe den Ärzten aber schon einiges vertraulich erzählt.
Müssen die Ärzte nicht damit arbeiten können, auch wenn meine Mutter sich nicht öffnet? Schließlich habe ich die Vorsorgevollmacht für sie..?

Viele Dinge erzählte/zeigte nur meiner Schwiegermutter, die das vertraulich behandeln soll - das täte sie sonst auch, jedoch vor dem Hintergrund ihrer Krankheit tauschen wir uns intensiv darüber aus; denke, das ist in der Situation verständlich und vernünftig..?
Ich denke, würde ich sie vor den Ärzten "in die Pfanne hauen", mit Dingen, die ich eigentlich nicht wissen kann/soll, wird sie ggf. auch zu mir den Kontakt brechen, mich genauso blockieren/hassen, wie den Rest der Familie, mir die Vorsorgevollmacht entziehen etc. .. Davor habe ich wirklich Angst.. Ich bin ihr einziges Kind und sie hat niemanden sonst. Und beim evtl. nächsten Schub (von dem ich hoffe, dass er nie mehr vorkommt aber unwahrscheinlich ist..) weiss sie dann sicher wieder, was ich als ihre Tochter ihr angetan habe und sie verschließt sich auch mir gegenüber..

Was haltet Ihr von dem Vorschlag meiner Bekannten? Ich sehe es fast als einzigen Ausweg, hadere aber auf Grund der o.a. Gründe :-(((

Vielleicht besteht die Möglichkeit, dass man sich die Geschlossene mal anschaut.. Die Geschlossene hier ist vor 12 Jahren schon sehr heftig gewesen, sie wurde von einer Mitpatientin geschlagen; ich war damals noch ein Teenie und wirklich schockiert, als ich sie dort alleine besucht habe.. Aber ich sehe es genauso, dass sich in 12 Jahren wieder einiges verändert haben müsste!

Liebe Grüße,
Bella


zuletzt bearbeitet 21.09.2016 14:00 | nach oben springen

#4

RE: Mutter paranoid schizophren – Klinikaufenthalt ohne Besserung

in Treffpunkt für Angehörige 21.09.2016 14:04
von UgoAdmin | 2.859 Beiträge | 11339 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Ugo
Gold
Gold
Silber
Silber
Bronze
Bronze
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal

Bester User-Support
Bester User-Support
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Goldene Feder
Goldene Feder
Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Hallo Bella,

willkommen im Forum, dein Benutzerkonto wurde soeben vollständig freigeschaltet. Ab sofort kannst du alle Funktionen des Forums nutzen, dazu gehören die nichtöffentlichen Bereiche, die Galerie, der Chat und der Talkbereich. Du hast außerdem Zugriff auf dein persönliches Benutzermenü, dort kannst du Änderungen an deinem Profil vornehmen und dein Postfach verwalten. Bei Fragen und technischen Problemen kannst du dich jederzeit an die Moderation wenden.

Viele Grüße und einen guten Austausch,
ugo


Ugos Homepage: http://ugo2.xobor.de/
1 Mitglied findet das Top!
1 Mitglied hat sich bedankt!
nach oben springen

#5

RE: Mutter paranoid schizophren – Klinikaufenthalt ohne Besserung

in Treffpunkt für Angehörige 21.09.2016 14:54
von erdbeere | 5.060 Beiträge | 16557 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds erdbeere
Gold
Gold
Silber
Silber
Bronze
Bronze
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal

Bester User-Support
Bester User-Support
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Goldene Feder
Goldene Feder
Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

hallo bella,

erstmal herzlich willkommen im forum,fühl dich wohl hier...
ich find es immer wieder gut,das hier auch angehörige sind...

liebe grüße
erdbeere


Du bist der Mensch, der mich zum Lachen bringt
und der, der mit mir weint
auch manchmal knallhart ehrlich ist
es aber niemals böse meint
du bist der Mensch der mir verzeiht
und keinen einzigen Tag mit mir bereut
und sich immer mit mir freut

(Jonathan Zelter "Ein Teil von meinem Herzen")
1 Mitglied findet das Top!
1 Mitglied hat sich bedankt!
nach oben springen

#6

RE: Mutter paranoid schizophren – Klinikaufenthalt ohne Besserung

in Treffpunkt für Angehörige 21.09.2016 15:20
von Bella | 26 Beiträge | 112 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Bella
Gold
Gold
Silber
Silber
Bronze
Bronze
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal

Bester User-Support
Bester User-Support
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Goldene Feder
Goldene Feder
Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Vielen Dank Erdbeere!! :-)

Vielleicht kann ich das ein oder andere als Angehörige/Tochter auch dazu beitragen, dass jemand anderem geholfen werden kann!
Zumindest mit gemachten Erfahrungen über Kliniken, Verhalten, Medikationen..

Alles Liebe!
Bella


1 Mitglied findet das Top!
nach oben springen

#7

RE: Mutter paranoid schizophren – Klinikaufenthalt ohne Besserung

in Treffpunkt für Angehörige 21.09.2016 15:25
von erdbeere | 5.060 Beiträge | 16557 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds erdbeere
Gold
Gold
Silber
Silber
Bronze
Bronze
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal

Bester User-Support
Bester User-Support
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Goldene Feder
Goldene Feder
Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

ja genau....und es ist auch immer wieder interessant,
die ganze sache mal aus sicht eines angehörigen zu hören und zu erleben finde ich...
da kann man auch was draus lernen,"ihr" habt es nämlich auch oft nicht leicht mit "uns"...das darf man auch nicht vergessen...

liebe grüße
erdbeere


Du bist der Mensch, der mich zum Lachen bringt
und der, der mit mir weint
auch manchmal knallhart ehrlich ist
es aber niemals böse meint
du bist der Mensch der mir verzeiht
und keinen einzigen Tag mit mir bereut
und sich immer mit mir freut

(Jonathan Zelter "Ein Teil von meinem Herzen")
2 Mitglieder finden das Top!
1 Mitglied hat sich bedankt!
zuletzt bearbeitet 21.09.2016 15:25 | nach oben springen

#8

RE: Mutter paranoid schizophren – Klinikaufenthalt ohne Besserung

in Treffpunkt für Angehörige 21.09.2016 16:04
von eartha | 63 Beiträge | 182 Punkte
avatar_w
X

Auszeichnungen


des Mitglieds eartha
Gold
Gold
Silber
Silber
Bronze
Bronze
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal

Bester User-Support
Bester User-Support
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Goldene Feder
Goldene Feder
Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Hallo liebe Bella,
vielen Dank fürs Daumen und Zehen Drücken :-)
Ja, Ihr Angehörigen habt es wirklich nicht leicht mit uns, wie Erdbeere sagt.

Das Problem mit dem in die Pfanne Hauen ist vor allem, dass wir nicht wissen, ob der Plan aufgeht. Man hat ja auch das Recht verrückt zu sein, solange man keine Gefahr ist. Es wäre besser gewesen, wenn sie gleich in der Geschlossenen aufgenommen worden wäre.
Ob sie Dir verzeiht, hängt davon ab, wie groß ihr Wille ist, in der Realität zu sein, wenn sie da erst mal wieder angekommen ist. Dass sie anerkennt, dasss Du das Beste für sie wolltest. Im psychotischen Zustand kann sie Dir die Betreuungsvollmacht, glaube ich, nicht entziehen und wenn dann nur gegen einen anderen Betreuer.

Ich kann Dir leider nicht viel raten, außer, dass Du ihr gut zuredest erst mal bei der hohen Dosis zu bleiben, mit der sie entlassen wird, bis Du einen guten Eindruck von ihr hast.
Wenn Du bei google LPE-NRW eingibst, findest Du als ersten die Seite des Landesverbandes Psychiatrieerfahrener. Die haben da eine Telefonnummer, wo Angehörige 1 Tag in der Woche anrufen können.

Bei mir war es beim letzten Aufenthalt in der Klinik so, dass ich 3mg Risperdal und 800 mg Seroquel bekam. Nach 6 Wochen kam ich auf die Offene und da wurden in weiteren 6 Wochen die 800 mg Seroquel komplett ausgeschlichen.

Du kannst versuchen, Deine Mutter zur Kooperation zu bringen, indem Du ihr Dosen verschreiben lässt, mit denen sie selbständig auf 400 reduzieren kann, wenn sie wieder gut beisammen ist.

Liebe Grüße eartha


nach oben springen

#9

RE: Mutter paranoid schizophren – Klinikaufenthalt ohne Besserung

in Treffpunkt für Angehörige 21.09.2016 21:43
von Molly | 2.751 Beiträge | 12878 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Molly
Gold
Gold
Silber
Silber
Bronze
Bronze
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal

Bester User-Support
Bester User-Support
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Goldene Feder
Goldene Feder
Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Zitat von Bella im Beitrag #3

...Hoffe, dass die 800mg recht schnell Besserung aufzeigen..
Hat einer von Euch damit Erfahrung, wann das Seroquel in der Höhe anschlägt..?
Ich weiss, das Haldol und Risperidon schneller wirken, als das mittelpotente Seroquel...


Hallo Bella!

Ich bitte Dich, deine Mutter nicht nur auf die Medikamenteneinnahme zu reduzieren. Sie ist trotz der Psychose ein denkender und fühlender Mensch, der alles mitbekommt was um ihn herum passiert. Sie bekommt es sogar durch die Krankheit noch stärker zu spüren... Es kann natürlich sein, dass Tabletten ihr helfen, aber es gibt schon einige, die trotz der Medikamente in ihrem Wahn hängen bleiben und das sicher auch oft wegen Tricks die angewendet werden, um sie zu einer Behandlung zu zwingen.

LG,


Mein Wahlspruch: Halte niemals mit einer Hand die Vergangenheit fest, denn du brauchst beide Hände für die Zukunft!
2 Mitglieder haben sich bedankt!
nach oben springen

#10

RE: Mutter paranoid schizophren – Klinikaufenthalt ohne Besserung

in Treffpunkt für Angehörige 22.09.2016 10:17
von Bella | 26 Beiträge | 112 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Bella
Gold
Gold
Silber
Silber
Bronze
Bronze
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal

Bester User-Support
Bester User-Support
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Goldene Feder
Goldene Feder
Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Hallo Molly,

vielen Dank für Deine Antwort!!

Ich weiss absolut, was Du meinst. In meinem ersten Text habe ich geschrieben, dass ich ihr auf jeden Fall Haldol und auch die Geschlossene "ersparen" wollte, weil sie so viel Angst davor hat, auf Grund vorangegangener Erfahrungen..

Allerdings hat eartha mich davon schon im Ansatz überzeugen können, dass ihr ein Aufenthalt in der Geschossenen gut tat und sie das brauchte, wenn ich das mal im Groben hier wiedergeben darf.

Meine Meinung zu Haloperidol ist leider nach wie vor schlecht. Ich weiss, wie sie damals war, als ihr das gegeben wurde und ich sehe bei regelmäßigen Besuchen fest, wie andere Patienten auf Haldol wirken.. Auch wenn einige das gut vertragen, mich erschreckt es einfach und ich möchte meine Mutter so nicht sehen. Auch die Erfahrungsberichte hier im Forum, sowie in anderen Foren lässt mich zu 90% erschrecken..

Da sie Seroquel 800mg abends um 21 Uhr nimmt (ich meine nicht Prolong!) und sie diese anfänglich auch körperlich gut vertragen hat (bei 400mg), hoffe ich, dass sich 800mg Seroquel schnell bemerkbar machen.

Ich weiss natürlich, sie ist ein fühlender und denkender Mensch und bekommt alles um sich herum noch verstärkt in der Wahrnehmung mit.
Aber ich möchte meine Mutter wieder haben, ohne dass es egoistisch klingen soll, ich möchte, dass sie wieder gesund wird und sich nicht täglich Stunde um Stunde mit Gedanken quälen muss, die einfach nicht stimmen bzw. nur im Ansatz, weil sie den Rest komplett vermischt und Verschwörungstheorien und Rachepläne schmiedet.. Und wenn das nur unter Tabletteneinstellung geht.. Dann bin ich dafür, solange es keine
"Hammer-Dinger" sind, die ihr motorisch etc. zusetzen..
Keine Ahnung, ob meine Einstellung dazu die richtige ist - wünsche mir einfach, dass es so wird, wie vorher. Sie war ja 10-12 Jahre gesund..

Alles Liebe,
Bella


1 Mitglied hat sich bedankt!
nach oben springen

#11

RE: Mutter paranoid schizophren – Klinikaufenthalt ohne Besserung

in Treffpunkt für Angehörige 22.09.2016 11:19
von Kleepferdchen (gelöscht)
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Kleepferdchen
Gold
Gold
Silber
Silber
Bronze
Bronze
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal

Bester User-Support
Bester User-Support
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Goldene Feder
Goldene Feder
Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Ich hoffe, es wird so wie vorher. Vielleicht wird es ja sogar viel besser.

Liebe Grüße

Schneeklee


1 Mitglied findet das Top!
1 Mitglied hat sich bedankt!
nach oben springen

#12

RE: Mutter paranoid schizophren – Klinikaufenthalt ohne Besserung

in Treffpunkt für Angehörige 22.09.2016 12:39
von Bella | 26 Beiträge | 112 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Bella
Gold
Gold
Silber
Silber
Bronze
Bronze
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal

Bester User-Support
Bester User-Support
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Goldene Feder
Goldene Feder
Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Hallo zusammen,

kurzes Update für Euch, falls von Interesse..

Mama hatte gerade Visite; ich habe heute Morgen noch mit der Therapeutin gesprochen und ihr die ganzen Dinge vom Belastungsurlaub und ihrem Geburtstag Montag berichtet.. War ja alles nicht toll bzw. besser gesagt, recht schlimm..
Ich hatte sie um ein gemeinsames Gespräch gebeten, um aufzuzeigen, was meine Mutter alles sagt/macht/denkt (DNA-Proben, Verschwörungstheorien, Rache/Hass gegenüber der Familie, Tabletten absetzen und gegen Wein tauschen zum Runterkommen, etc.).

Jetzt war die Visite nach 3 Minuten vorbei und die Entscheidung der Entlassung ist auf MORGEN gefallen?!?!
Sie hat morgen einen Termin mit dem sozialen Dienst (ambulante Betreuung zu Hause) und die Ärztin hatte ihr vor ein paar Tagen auch
gesagt, sie solle mich damit nicht zu sehr belasten, daher der soziale Dienst.

Kann sich das oder mir das jemand erklären?
Welchen Sinn hat das? Für mich überhaupt keinen!
Ich denke, die sind mit der Krankenkasse durch und die zahlen nicht weiter.. Möglich, oder?

Alles Liebe,
Eure Bella


nach oben springen

#13

RE: Mutter paranoid schizophren – Klinikaufenthalt ohne Besserung

in Treffpunkt für Angehörige 22.09.2016 14:14
von erdbeere | 5.060 Beiträge | 16557 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds erdbeere
Gold
Gold
Silber
Silber
Bronze
Bronze
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal

Bester User-Support
Bester User-Support
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Goldene Feder
Goldene Feder
Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

ojee,und jetzt kommt sie morgen nach hause? in dem zustand?


Du bist der Mensch, der mich zum Lachen bringt
und der, der mit mir weint
auch manchmal knallhart ehrlich ist
es aber niemals böse meint
du bist der Mensch der mir verzeiht
und keinen einzigen Tag mit mir bereut
und sich immer mit mir freut

(Jonathan Zelter "Ein Teil von meinem Herzen")
1 Mitglied hat sich bedankt!
nach oben springen

#14

RE: Mutter paranoid schizophren – Klinikaufenthalt ohne Besserung

in Treffpunkt für Angehörige 22.09.2016 14:42
von Bella | 26 Beiträge | 112 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Bella
Gold
Gold
Silber
Silber
Bronze
Bronze
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal

Bester User-Support
Bester User-Support
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Goldene Feder
Goldene Feder
Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Genauso sieht es aus, Erdbeere..

Die Therapeutin hat mich immer noch nicht zurückgerufen, wie vereinbart nach der Visite. Das ist jetzt das zweite Mal diese Woche..
Ich bin stark enttäuscht, dass sie diese Zusage nicht einhält (ich weiss, meine Mutter ist nicht die einzige Patientin aber Zusagen sollte man doch einhalten..).

Meine Mutter meinte wohl zu meiner Schwiegermutter, sie hätte jetzt die "Kraft" für zu Hause.. Das hat sie sehr komisch geschrieben/gesagt..
Ich habe etwas Angst, dass sie jetzt die Polizei ruft, weil sie meint, mein Opa (zeitweise sehr dement und schwere Plasmozytose-Erkrankung, vor 7 Wochen fast auf Intensiv verstorben) will sie erschießen, am Wochenende wollte sie sich ja zu Hause verbarrikadieren - das würden meine Großeltern jetzt nicht vertragen.. oder die Tabletten weglässt und Wein trinkt (wie sie letztes Wochenende schon wollte) etc. Dann geht das alles wieder von vorne los und die Ärzte entscheiden eine vorzeitige Entlassung.

Ich verstehe die Welt ehrlich gesagt nicht (mehr).


nach oben springen

#15

RE: Mutter paranoid schizophren – Klinikaufenthalt ohne Besserung

in Treffpunkt für Angehörige 22.09.2016 15:15
von escargot | 3.582 Beiträge | 12694 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds escargot
Gold
Gold
Silber
Silber
Bronze
Bronze
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal

Bester User-Support
Bester User-Support
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Goldene Feder
Goldene Feder
Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Hm,ärgerlich mit der Therapeutin! Aber ich fürchte da kannst Du nicht viel machen...

tut mir leid, Bella, dass sie Dich nicht ernst nehmen und ich bewundere Euch Angehörige oft für eure Kraft und Ausdauer!

escargot


>> And the day came when the risk to remain tight in a bud was more painful than the risk it took to blossom <<
Anais Nin
nach oben springen


Google Translator

Besucher
12 Mitglieder und 27 Gäste sind Online:
WHOAMI, erdbeere, Henri, Jenie, PapaRa113, Ugo, Melisse, Mi Ri, Schnitzelchen, Freia, escargot, shithappens

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Mx1990
Besucherzähler
Heute waren 379 Gäste und 38 Mitglieder, gestern 1367 Gäste und 71 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 3336 Themen und 56786 Beiträge.

Heute waren 38 Mitglieder Online:
Agi007, DaSchizoo, Eleonore, erdbeere, escargot, Felinor, Feuerlilie, Freia, frog91, Fränzchen, Henri, Jela, Jenie, kati1201, Kindkind, lathyrus_odoratus, Lotos, lucky, Maja, Mango, Manuela, Mason, Melisse, Mi Ri, Molly, Oceana, PapaRa113, Rocharif, Sartorius77, Schlendrian, Schnitzelchen, shithappens, Sirod, Ste und Humpel, Still, suffered, Ugo, WHOAMI
Besucherrekord: 150 Benutzer (17.05.2014 08:28).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen