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#16

RE: Mutter paranoid schizophren – Klinikaufenthalt ohne Besserung

in Treffpunkt für Angehörige 22.09.2016 15:43
von erdbeere | 7.237 Beiträge | 26097 Punkte
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kann ich verstehen,dass du jetzt die welt nicht mehr verstehst bella...kann das auch absolut nicht nachvollziehen...
ist mir unverständlich,wie sie deine mutter in so einem zustand entlassen können...da kann man echt nur den kopfschütteln...

schick dir mal ein ganz großes kraftpaket...

liebe grüße
erdbeere


Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust, wird es dir sein, als lachten alle Sterne.
Weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache.
Du allein wirst Sterne haben, die lachen können.

(aus "Der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry)
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#17

RE: Mutter paranoid schizophren – Klinikaufenthalt ohne Besserung

in Treffpunkt für Angehörige 22.09.2016 15:54
von Quietschi | 930 Beiträge | 1907 Punkte
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Liebe Bella,
das tut mir alles sehr leid für dich. Das ist bestimmt schwer auszuhalten. Ich wünsche dir viel Kraft für diesen steinigen Weg, den du mit deiner Mutter vor dir hast. Dass deine Mutter so einfach entlassen werden wird, ohne Sicht auf Besserung ihres Zustandes stimmt einen schon traurig.
Liebe Grüße und willkommen im Forum,
Quietschi


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#18

RE: Mutter paranoid schizophren – Klinikaufenthalt ohne Besserung

in Treffpunkt für Angehörige 22.09.2016 18:20
von eartha | 63 Beiträge | 182 Punkte
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Hallo Bella,
es gibt auch Tageskliniken, wo Deine Mama weiterbehandelt werden kann.

Ich wurde auch 3x in die Freiheit entlassen, als ich noch nicht wiederhergestellt war. 2x ging ich freiwillig in die Tagesklinik.
Was bei mir immer Voraussetzung war wieder gesund zu werden, war, dass ich erkannt habe, dass ich nicht konform mit meiner Umwelt bin. Besonders geholfen hat mir, dass ich wieder auf einer Wellenlänge mit meinem Dad sein wollte.
Halte engen Kontakt mit Deiner Mam. Sprich viel mit ihr. Besuche sie oft.

Liebe Grüße


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#19

RE: Mutter paranoid schizophren – Klinikaufenthalt ohne Besserung

in Treffpunkt für Angehörige 23.09.2016 19:25
von johndoe (gelöscht)
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Hallo Bella,

ich bin auch Angehöriger (kranke Frau) und es stimmt mich traurig zu lesen dass nach 10 und mehr Jahren diese Krankheit auch bei älteren Kranken wieder voll durchschlagen kann. Bisher hatte ich die Hoffnung dass sich das mit höheren Alter stabilisieren könnte, doch diese Hoffnung (ohne es mit Fakten belegen zu können), ist dem Wunsch und nicht der Realität entsprungen (ich kenne auch den Satz: Ich möchte dass es wieder wie früher wird).

Was mir auffällt ist die fehlende Einsicht und die fehlende Wirkung der bisherigen NL.

Was wäre denn an Haldol jetzt so schlecht? Es gibt wohl kaum eine andere Möglichkeit den monatelangen Wahn abzubremsen. Ist sie denn vor 12 Jahren erfolgreich behandelt worden? Mit Haldol? Ja, das haut ein Pferd um, aber wenn alles andere abprallt sehe ich im psychischen Zombie, der weitgehend passiv im Bett liegt, eine bessere Alternative als eine hochakute wahnhafte Person die vor lauter Angst, psychsischer Überforderung usw sich selbst schadet.

Ob es einen guten Ausgang für jeden Fall gibt? Ich glaube es nicht mehr. Lernen wir damit um zugehen, auch wenn es für Angehörige schwer ist eine ehemals gesunde Person psychisch und physisch leiden zu sehen.

Gruss, johndoe


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zuletzt bearbeitet 23.09.2016 19:27 | nach oben springen

#20

RE: Mutter paranoid schizophren – Klinikaufenthalt ohne Besserung

in Treffpunkt für Angehörige 16.11.2016 17:18
von Bella | 26 Beiträge | 112 Punkte
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Hallo Eartha,

entschuldige meine späte Antwort.

Bei mir war die Hölle los..

Ich habe schon immer einen sehr engen Kontakt zu meiner Mama (gehabt).

Wir telefonieren täglich (auch als wir noch 200km entfernt wohnten) und schreiben auch. Selten, dass wir mal einen Tag keinen Kontakt haben.

In der einen Klinik habe ich sie 1x am Wochenende besucht für ca. 5 Stunden, da 1 Std fahrt.
In der näheren Klinik hier war ich 1x am Wochenede lang da und 1x in der Woche.

Nur glaubt sie, obwohl sie mich liebt, dass ich vom Rest meiner Familie "infiziert" bin... Und erzählt mir auch nicht alles..

Ich bin mit meinem Latein am Ende aktuell. Ich füge ein paar mehr Details in eine andere Antwort, damit Du Bescheid weisst.

Was hat Dich dazu bewegt freiwillig in die Tagesklinik zu gehen? Wusstest Du innerlich, dass irgendwas nicht stimmt, wenn ich
das so fragen darf..?

Liebe Grüße,
Bella


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#21

RE: Mutter paranoid schizophren – Klinikaufenthalt ohne Besserung

in Treffpunkt für Angehörige 16.11.2016 17:34
von Bella | 26 Beiträge | 112 Punkte
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Hallo Johndoe,

bitte entschuldige auch Du meine späte Antwort..!

Es tut mir sehr leid, dass es Deiner Frau so schlecht geht und Du auch so hilflos bist..
Und ich teile Deine Meinung hinsichtlich der fehlenden Einsicht und fehlender Wirkung zu 100%! Es macht mich wütend, weil ich so hilflos
bin und tieftraurig, weil ich einfach nur will, dass es so wird wie früher bzw. sie einfach wieder gesund wird!! :-((

Ich befürchte sogar, dass diese Krankheit im Alter (wenn sie wieder ausbricht) schlechter und noch zeitintensiver zu behandeln ist.
Ggf. auch wenn der Mensch vll noch an Beschwerden, die man im Alter bekommt.. Der Meinung ist auch die Mama meines Freundes, die sehr gut mit ihr befreundet ist und in einem Altenwohnheim arbeitet.

Was an Haldol schlecht ist..? Ich kennemich damit nicht aus, sondern lediglich aus meiner Erinnerung.
Meine Mutter lief rum wie ein Zombie, lethargisch, apathisch, hat nicht mehr viel mitbekommen, gelallt.
Ich meine sie ist damals mit Haldol entlassen worden und Risperdal. Ich war damals unter 20.. und war mit der Situation völlig
überfordert. Meine Großeltern haben damals einen gerichtlichen Vormund einsetzen lassen, weil nichts mehr ging..
Ich bin mittlerweile so weit, dass ich bei einer geschlossenen Abteilung und Haldol sofort zustimmen würde, obwohl mir das so
leid tut und ich sie immer davor wieder bewahren wollte, weil sie genau das nicht wieder wollte.

Ich kann nicht damit lernen umzugehen.. Ich weiss, dass sie krank ist und möchte, dass sie wieder Lebensqualität erlangt, wie sie
es früher hatte. Ohne diese Gedanken, die sie weinen lassen und vor denen sie Angst hat.

Wie weit ist Deine Frau? Ist sie aktuell in klinischer Behandlung?
Welche Tabletten nimmt sie?
Seit wann leidet sie unter dieser Krankheit?

Liebe Grüße,
Isabelle


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#22

RE: Mutter paranoid schizophren – Klinikaufenthalt ohne Besserung

in Treffpunkt für Angehörige 16.11.2016 17:35
von Wolf_minus | 675 Beiträge | 2522 Punkte
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Hallo Bella,

es ist halt ein langer Weg bis zur Krankheitseinsicht. Bei mir hat das einige Jahre gedauert. Das ist aber nicht der vordringlichste Grund, warum ich antworte.
Sag mal, wenn deine Mutter an Verschwörungstheorien o.ä. leidet, warum schlagen da die Medikamente nicht an? Das zumindest wurde ich durch die Neuroleptika in ca. 8 Wochen los. Was sagen denn die Ärzte, oder sagen sie dir nichts, weil du keine Versorgungsvollmacht hast?

Alles Gute vom Wolf

Ach sorry, ich hatte schon vergessen, was du damals schon geschrieben hast. Bin schon vergesslich.


zuletzt bearbeitet 16.11.2016 17:40 | nach oben springen

#23

RE: Mutter paranoid schizophren – Klinikaufenthalt ohne Besserung

in Treffpunkt für Angehörige 16.11.2016 17:56
von Bella | 26 Beiträge | 112 Punkte
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Hallo Ihr Lieben,

ich habe mich lange nicht gemeldet. Bei mir war Land unter. Entschuldigt bitte vielmals!!

Der Zustand meiner Mutter stagniert bzw. wird schlechter. Sie wurde im September aus der Klinik entlassen und wohnt seitdem
wieder zu Hause bzw. in ihrer Wohnung.
Sie wurde mit 800mg Seroquel entlassen (allerdings hatte wurde sie erst 2 Tage vor Entlassung darauf eingestellt!). Das Rezept
war ein älteres, sodass sie dann eigenständig die Medikation auf 600mg geändert hat. Ich befürchte aktuell sogar, sie nimmt sie
wie sie will; mal 300mg, mal 600mg, vielleicht manchmal gar nicht.. Ob sie aktuell wieder mal einen Wein zum Runterkommen trinkt, weiss ich nicht, das verheimlicht sie mir i.d.R.

Meine Mutter hasst meine (ihre/unsere) Familie auf Grund irgendwelcher Wahnvorstellungen gemischt mit wahren Ereignissen aus der Vergangenheit. Ich kann damit nicht umgehen. Letztens sagte sie zu mir im Auto "Wenn Du mich so ansiehst und ich sehe, dass du so auf der Seite der anderen bist, weiss ich gar nicht, ob du überhaupt meine Tochter bist!".
Ich habe übrigens keinen Vater und bin bei meiner Mutter bzw. meinen Großeltern aufgewachsen, da sie früher schon häufig krank war.

Mein 86 jähriger Großvater wurde am 10.8. auf Intensiv eingeliefert (Plasmozytom seit 2,5-3 Jahren). Er ist der Vater meiner Mutter.
Beide Parteien (Oma und Opa, Mama) wohnen in einem Haus, jedoch oben und unten komplett 2 selbstständige Wohnungen, bis auf den Waschmaschinenanschluss. Bis April sind noch alle drei zusammen einkaufen gefahren, zu Flohmärkten etc. Natürlich gibt es auch mal Krach. Das ist ganz normal!

Meinem geliebten Opa ging es zusehends schlechter. Wir haben ihn seitdem zu Hause gepflegt, der Notartz und die Palliativärzte gaben sich die Klinke in die Hand. Er ist leider am 31.10. mittags zu Hause in seinem Bett eingeschlafen und wurde endlich von seinem Leiden und den unsagbar großen Schmerzen erlöst.

Meine Mutter war die ganze Zeit über oben in ihrer Wohnung.
Sie hat gesehen, wie ich geheult, gelitten habe, wie die Ärzte sich die Klinke in die Hand gegeben haben und die Bude immer rappelvoll war, weil wir uns alle mit der Pflege über Wochen abgewechselt haben, weil meine Oma das alleine nicht geschafft hätte, Tag und Nacht, neben unserem täglichen Alltagsberuf.

Sie empfindet zu einem verstorbenen Schauspieler aus dem Fernsehen oder einer anderen Person (Gott habe sie alle selig!!) mehr Empathie, als zu ihrem eigenen Vater, der verstorben ist. Er ist Montagmittag eingeschlafen und ich kam 10 min zu spät, er war jedoch nicht alleine. Er hat 3 Wochen vor seinem Tod aufgehört nach Mama zu fragen.. Da wusste ich, er hat sich innerlich von ihr schon verabschiedet. Das tat mir so weh. Sie wollte nicht mal zu ihm, um ihn das letzte Mal zu sehen und sich von ihm zu verabschieden.
Mein Opa hat seit Mai darauf gewartet, dass er seine Tochter nochmal sehen/sprechen kann, mit ihr lachen und Mittagessen kann.
Ich habe sie zeitweise dafür deart innerlich verachtet, weil ich ihr das einfach nicht verzeihen kann..

Sie wollte nicht auf die Beerdigung. Als ich sie jedoch gefragt habe, anstandshalber sich mit in die Anzeige aufnehmen zu lassen, weil mich sonst jeder nach ihr fragt, hat sie sofort zugestimmt.
Ich konnte 3 Tage nach seinem Tod nicht zu ihr hoch, weil ich mich nicht von jedem trösten lassen konnte und wollte, der meine/unsere Familie hasst. Als ich dann nach 3 Tagen hoch ging, heulte sie wie ein Schlosshund aber angeblich, weil es mir so schlecht geht.
Als der Bestatter kam und wir alles hergerichtet hatten (Kerzen, Bettwäsche für Opa etc.), wurde er nach 6 Stunden aus seinem Schlafzimmer, durch den Garten voller Kerzen und in den Wagen getragen.
Mein Onkel hat meine Mutter oben am Fenster gesehen.. Als der Wagen des Bestatters in der Dunkelheit unseren Hof verlassen hat und
wir alle weinend auf der Auffahrt standen.

Kann mir jemand sagen, ob sie überhaupt realisiert, dass sie ihren Vater nie wieder sehen wird?
Und ob und was für einen Rückschlag es geben wird für sie, wenn sie wieder gesund ist, wenn ihr bewusst wird, was sie verpasst hat?

Tut mir leid.. Ist etwas lang geworden..
Vielleicht hat jemand von Euch ja einen Tip oder eine Idee..

Liebe Grüße,
Eure Bella


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#24

RE: Mutter paranoid schizophren – Klinikaufenthalt ohne Besserung

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von Bella | 26 Beiträge | 112 Punkte
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Hallo Wolf,

danke für Deine Antwort!! Und kein Problem wegen Deiner Vergesslichkeit ;-) bin ich auch!!

Darf ich Dich fragen, wie Du einsichtig geworden bist..? Wann erkennt man das und wordurch?
Hat Deine Familie Dir auch zugeredet..? Wie hast Du das reagiert?

Ich weiss es nicht :( eine bekannte Psychologin hat mir gesagt, dass bei einer Einnahme über einen längeren Zeitraum von ca. 4 Wochen
das Seropquel bei entsprechender Dosierung auch ansprechen müsste. Daher die Vermutung, sie lässt diese weg oder nimmt diese wie sie lustig ist, vll zwischendurch noch ein Glas Wein... :(

Ich habe eine Vorsorgevollmacht, meine Mutter denkt/dachte jedoch, dass sie defintiv falsch therapiert wird und hat mich häufig weinend aus der Klinik angerufen. Weil ich Angst um meine Mutter hatte/habe, ich hin und wieder die Ärztin rund gemacht. Allerdings berechtigt, so wie sie am Telefon gesprochen hat.
Als wir uns dann zu einem persönlichen Gespräch getroffen hatten, haben wir uns verstanden. Dann wurde sie jedoch schon entlassen,
weil sie einfach nicht mitarbeitet. Ich verstehe jedoch nicht, wie sich Ärzte auf so ein komplexes und kompliziertes Krankheitsbild nicht einlassen können und gewisses Fingerspitzengefühl an den Tag legen, anstelle einer stumpfen Therapie wie bei einem Burnout.

Meine Mutter meint jedoch immer noch, sie benötigt eine Traumatherapie auf Grund ihrer Kindheit und Vergangenheit.
Sie hat sich auch hypnotisieren lassen in ihrer Krankheitsphase.
Ja, die Kindheit war für alle 7 Kinder nicht immer Zuckerschlecken aber mein Opa war ein traumatisierter Kriegsgefangener als 14jähriger in Sibirien und meine Oma hat ihren Vater ebenfalls früh verloren. Die Zeit war nicht einfach, aber sie hatten immer zu essen, immer saubere und neue Kleidung, sind in den Urlaub gefahren, hatten auch viel Spaß, obwohl es natürlich auch Dinge gibt, an die man sich nicht erinner möchte.
Kurzum. Meine Mutter ist der Meinung ihre Eltern kommen aus dem Showgeschäft und es sind nicht ihre Eltern.. Und diverse andere Verschwörungstheorien..

Ich denke, es wird nur Klinik helfen.. Richtig?

LG Bella


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#25

RE: Mutter paranoid schizophren – Klinikaufenthalt ohne Besserung

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von Wolf_minus | 675 Beiträge | 2522 Punkte
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Danke Bella,

für deinen ausfühlichen Bericht.

ich bin erst zu Kreinkheitseinsicht gekommen, als ich mich intensiv mit dem Krankheitsbild beschäftigt habe. Ja heute gibt es Internet und man kann nachlesen, wie die Erkrankung funktioniert.
Das schlimme an der Erkrankung ist aber, so weiß ich aus eigener Erfahrung, dass man diese selbst nur selten erkennen kann. Es stand für mich damals felsenfest, dass u.a. sich Andere gegen mich verschworen haben. Ich hatte damals das Glück, dass es mir so schlecht ging, dass es mir egal war, wie die Erkrankung heist. Ich brauchte und wollte nur noch Hilfe. Da war mir jede Disgnose recht.

Auch diese Abstumpfung der eigenen Gefühle gehört zur paranoiden Schizophrenie. Da ist ein Hirngespinst im Kopf, das jeden Tag durch paronoide Wertungen neu geschührt wird.
Deshalb ist es so schwer mit der Krankheitseinsicht. Ich kann daher das, was deine Mutter denkt und tut, nachvollziehen.

Ich denke, der erste wichtige Ansatz für dich ist, dass du dich selbst nicht vom Tun und Lassen deiner Mutter beeinflussen läßt. Ich weiß, das ist eine fast unmögliche Aufgabe, wenn man täglich neu darauf gestoßen wird.
Ja Ärzte haben gelernt, auf Wahninhalte nicht näher einzugehen. Das müssen sie tun, denn das führt warscheinlich auch für die Ärzte in eine gedankliche Sackgasse. Schließlich müssen die Ärzte jeden Monat Tests machen, ob sie noch für ihre Tätigkeit geeignet sind. Das ist zum Selbstschutz und Schutz ihrer nächsten Patienten.

So, ich muss erstmal aufhören. Es gibt viel zu tun. Ich melde mich aber sicher nochmal zu diesem Thema.

Alles Gute für dich vom Wolf


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