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#1

Überfordert mit psychotischem Ex-Partner

in Treffpunkt für Angehörige 07.09.2016 13:33
von Hope (gelöscht)
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Liebes Forum,
ich lese seit paar Tagen hier mit und habe schon viel Interessantes erfahren.
Ich bin total überfordert, weswegen ich hier reinschreibe und auf paar Tipps hoffe.
Zur Situation:
Ich habe vor paar Wochen meinen damaligen Freund, den Vater unseres einjähriges Kindes, quasi rausgeschmissen. Er hat eine Psychose entwickelt, mit der ich absolut nicht umgehen konnte. Es hat eine schleichende Entwicklung gegeben; er hat paranoide Gedanken entwickelt (war z.B. sicher dass ich ihn betrogen hätte, betrügen würde) und sich in einen religiösen Wahn gesteigert und war auch Größenwahnsinnig. Alles andere hat er vernachlässigt (Studium, Arbeit, Familienleben). Wir hatten immer Streit deswegen. Ich habe einfach nicht verstanden, wie man so sein Leben leben kann. Wir waren auch nur zwei Jahre zusammen, so dass ich ihn wenig kannte. Irgendwann ist mir aufgefallen, dass er psychotisch ist. Dann gab es zwei Gespräche mit dem Sozialpsychiatrischen Dienst und ein (megakurzes und schlechtes) Gespräch in der Psychiatrie, bei dem ihm empfohlen wurde sich in der Ambulanz vorzustellen.
Für ihn selbst ist er gesund und alle anderen sind krank. Mittlerweile kam auch ein Verfolgungswahn hinzu. Er ist nicht krankheitseinsichtig, obwohl ich mittlerweile von seiner Familie erfahren habe, dass es die zweite Episode in seinem Leben ist.
Nach seinem Auszug haben wir Kontakt wegen unserem Kind und weil ohne neue Bleibe seine Sachen in meiner Wohnung sind. Bei den Treffen kommt es regelmäßig zur Konfrontation - die Polizei musste schon dazukommen, damit er aus der Wohnung geht, so dass er nicht mehr in die Wohnung darf. Manchmal wird er auch aggressiv - manchmal ist er umgänglich. Der Kontakt besteht weiterhin - aber reden kann ich nicht mehr wirklich mit ihm, so dass ich nicht weiss wie ausgeprägt seine Symptome sind. Ich weiß, dass er keine Bleibe hat und auch bei niemanden unterkommen kann (Familie im Ausland, und aufgrund seines sonderbaren Verhaltens keine Freunde).
D.h. er "Lebt auf der Strasse" und lässt sich weiterhin nicht behandeln.
Mir geht es richtig scheisse mit der Situation! Ich fühle mich schlecht, weil er auf der STrasse lebt....schlecht weil ich seinen Psychotischen Zustand nicht ausgehalten habe und es nicht geschafft habe für ihn dazusein. Ich mache mir große Sorgen um ihn.
Auch geht es mir nicht gut! Ich habe schon selbst einen Termin beim Psychologen gemacht, weil ich nicht mehr klarkomme.
Was kann ich tun?
Adressen von Notschlafstellen und Wohnungslosenhilfe und alles habe ich ihm gegeben. Gespräche kann ich kaum mit ihm führen, weil es meist eskaliert.
Also HILFE! Was soll ich machen??? Ich will doch dass es ihm besser geht!


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#2

RE: Überfordert mit psychotischem Ex-Partner

in Treffpunkt für Angehörige 07.09.2016 21:44
von slartibartfass | 105 Beiträge | 424 Punkte
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Hallo @Hope,

auweia ist das eine schwierige Sache. Für mich liest sich das aber so, wie wenn Polizei, Sozialpsychiatrischer Dienst und auch die Psychatrie nur wenig Handlungsbedarf sehen, das kann zum einen an der Inkompetenz dieser Stellen liegen, wahrscheinlicher finde ich es aber, daß dein Freund als halbwegs "normal" angesehen wird. Wenn er also sozusagen auf der Straße leben "will", dann kann ihm das leider keiner verbieten. Nimmt er denn Medikamente?

Ich kann verstehen, daß du den Druck, vorallem mit eurem Kind zu Hause kaum aushalten konntest. Aber ich kann dir aus eigenem Erleben sagen, daß Vorwürfe und Schuldgefühle Euch beide nicht weiter bringen, so schwer das auch erstmal zu verarbeiten ist.

Lieben Gruß,

slarti


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#3

RE: Überfordert mit psychotischem Ex-Partner

in Treffpunkt für Angehörige 08.09.2016 10:02
von Hope (gelöscht)
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Lieber Slarti,

danke für Deine Antwort.
Wahre Worte! Es ist tatsächlich so, dass er zwischendurch ganz klar ist. Medikamente nimmt er nicht. Und zur Behandlung kann ihn keiner zwingen - auch wenn alle die erwähnten Dienste das empfohlen haben. Er sieht es schon ein, dass er "ein Problem" hat. Er will nur selbst da raus kommen und sieht es als spirituelles und nicht als psychiatrisches Problem. Er ist ein freier Mensch und irgendwo seine Entscheidung. Nur leider, konnte ich dabei nicht mehr an seiner Seite bleiben ohne selbst daran kaputtzugehen (auch an den Geldsorgen die entstehen, wenn sich jm. mit seiner Spiritualität beschäftigt anstatt arbeiten zu gehen).
Und ja Slarti mit den Schuldgefühlen und Vorwürfen muss ich aufhören. Die bringen nix. Irgendwie muss ich es schaffen mit der Situation umzugehen. Uns dreien zuliebe. Es fällt mir auch bischen leichter, da ich denke das die akute Phase langsam abklingt. Zumindest schien es so, als ich ihn gestern gesehen habe. Er schien klarer und wir konnten bischen sprechen. Eine Kommunikation war möglich.
Lieben Gruß


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#4

RE: Überfordert mit psychotischem Ex-Partner

in Treffpunkt für Angehörige 08.09.2016 17:26
von graueWolke | 3 Beiträge | 5 Punkte
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Hallo Hope,

aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass es für deinen Ex mit Sicherheit mindestens genauso unertäglich ist wie für dich. Ich war mir auch bewusst, dass mit mir was nicht stimmt, habe das was Ärzte oder Therapeuten mir gesagt haben auch (zuerst) angenommen aber ohne Medikamente oder zumindest eine regelmäßige Therapie hielt diese Einsicht meist nur kurz und ich war überzeigt davon, alle verschwören sich gegen mich und wollen mir nur einreden ich sei krank.
Deshalb rate ich dir, versuch deinem Ex nicht einzureden er sei krank sondern versuch ihm "durch die Blume" dazu zu bringen sich helfen zu lassen. Verstehst du was ich damit sagen will? Zwänge und Druck lösen hier genau das Gegenteil von dem aus was man erreichen möchte.

Gibt es sonst niemanden der euch unterstützen kann?



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#5

RE: Überfordert mit psychotischem Ex-Partner

in Treffpunkt für Angehörige 08.09.2016 18:36
von Hope (gelöscht)
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Danke fuer deine antwort. Jedesmal wenn ich ihm versuche zu sagen dass er krank ist, eskaliert es. Es bringt tatsachlich gar nix. Als erstes versuche ich wieder ein gites mieinander zu schaffen. Wir treffen uns Ja wegen unserem sohn. Ich versuch dann einfach eine entspannte atmosphaere zu schaffen damit der kleine sich auch wohl fuhlt. Und ich hoffe dass das meinen ex freund stabilisiert wenn er ne gute zeit mit seinem sohn hat.
Aber man ich verstej das nich.....heutewar er fast der alte...kann es sein dass die akut phase vorbei ist? Einfach so? Oder erzahlt er mir nix mehr weil er weiss dass ich ihn fur krank halte ?
Ansonsten versuche ich ihn zu ermutigen sich wg wohnungssuche hilfe zu holen bei den behorden


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#6

RE: Überfordert mit psychotischem Ex-Partner

in Treffpunkt für Angehörige 08.09.2016 19:26
von Molly | 3.181 Beiträge | 15615 Punkte
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Hallo Hope!

Psychosen beinhalten ein sehr wechselhaftes Verhalten. Es kann jemandem an einem Tag gut gehen, am nächsten aber schon wieder schlecht. Man ist recht instabil.

Du bist in erster Linie für Dein Kind verantwortlich. Dein Ex ist erwachsen, wenn auch krank. Er wird früher oder später, wenn er sieht dass es so nicht weitergehen kann, schon sein Leben in die Hand nehmen.

LG,


LG,
Molly

Mein Wahlspruch: Halte niemals mit einer Hand die Vergangenheit fest, denn du brauchst beide Hände für die Zukunft!
1 Mitglied findet das Top!
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#7

RE: Überfordert mit psychotischem Ex-Partner

in Treffpunkt für Angehörige 08.09.2016 20:17
von Hope (gelöscht)
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Dein Wort in Gottes Ohr, Molly! Ich weiß, dass er erwachsen ist und alles ein Stück weit seine Entscheidung. Nur das was der Kopf weiß, fällt dem Herzen schwer zu akzeptieren. Ich muss es versuchen, sonst werd ich, die jenige die krank ist. Mir gings / gehts ja selbst nicht so gut, bzw. nur dann gut, wenn ich denke, dass er klar ist, gehts mir gut und ich schöpfe Hoffnung.
Ansonsten versuch ich zumindest ansatzweise für ihn da zu sein, und fokussier mich auf mein Kind. Das ist nämlich ein Sonnenschein. Und stabil: Immer gut drauf :-)


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#8

RE: Überfordert mit psychotischem Ex-Partner

in Treffpunkt für Angehörige 28.09.2016 20:42
von roma (gelöscht)
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So ne Psychose kann ein ganzes Jahr gehen in der er Leben kann. Für das Kind wäre es wohl besser solange er in der Psychose ist nicht zu sehen. In ne Psychatrie kommt er nur wegen Selbst oder Fremdgefährdung. Es gibt aber ne Möglichkeit Ihn in die Psychatrie zu bekommen, wenn er in der Psychose selbst von sich aus in die Psychatrie geht. Ausserdem können seine Angehörige beim Landratsamt eine Einweisung in die Psychatrie beantragen. Einen Betreuer bestellen der sich um die Aufenthaltsbestimmung kümmert und die Einweisung in die Psychatrie, dazu muss man sich an das Landratsamt wenden. Wenn er dann Medikamente in der Psychatrie bekommt vergisst er seine Psychose wieder, kann sich wahrscheinlich auch über ein halbes Jahr je nachdem wie lange nicht genau an die Psychose erinnern. Und er wird wieder ganz der Alte. Er muss dann halt daran arbeiten und es verstehen das er ne Krankheit hat und das ist nicht einfach. Im Grunde darfst das alles nicht so ernst nehmen was er in der Psychose loslässt, das meint er nicht so stimmt auch nicht. Er hat nur ne Dopaminproblem und da läuft alles durcheinander.


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#9

RE: Überfordert mit psychotischem Ex-Partner

in Treffpunkt für Angehörige 28.09.2016 21:18
von Molly | 3.181 Beiträge | 15615 Punkte
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@roma:

Nicht jede Psychose läuft gleich ab.

LG,
Molly


LG,
Molly

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#10

RE: Überfordert mit psychotischem Ex-Partner

in Treffpunkt für Angehörige 29.09.2016 10:00
von Hope (gelöscht)
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Danke Roma für Deine Worte.
Es ist ja nun paar Wochen her, dass ich geschrieben habe. Es gibt keine wirkliche Besserung. Ich habe das Gefühl er wird immer psychotischer. Klarere Momente werden immer weniger. Ein GEspräch ist kaum möglich. Ich bin einfach nur froh, wenn es nicht eskaliert. Ich sehe ihn viel weniger, da Absprachen nicht möglich sind. Er taucht nur manchmal auf, um nach uns zu sehen. Folglich kriegt unser Kind nur minimal was mit.

In der Psychatrie waren wir einmal. Der Psychiater war so schlecht!!!!! Hat in ner Viertel Stunde seinen Fragenkatalog abgeklopft und ihm nen Flyer von der Ambulanz in die Hand gedrückt und uns wieder weggeschickt. Ich wusste nicht, dass er selbst drauf bestehn muss da zu bleiben. Ich dachte es reicht, wenn wir einfach hingehen. Das Thema Psycharie ist für ihn durch.
Ich weiß nicht was das Landratsamt ist, aber bei uns gibts den Sozialpsychiatrischen Dienst. Die sagen Zwangseinweisung geht nicht, da keine Fremd- oder Eigengefährdung. Und Beteruung wäre schwer machbar, weil er für den juristischen Prozess nicht greifbar ist (keinen festen Wohnsitz, hält sich nicht an Absprachen etc.). Somit kann man den Prozess anstossen, aber er würde ins Leere laufen.
Die sagen auch, ich kann nix machen.

Also falls ihr noch Ideen habt...immer her damit.
Wie bewegt man jemanden ohne Krankheitseinsicht?
Überhaupt...was kann man für einen Akut-Psychotiker tun?


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#11

RE: Überfordert mit psychotischem Ex-Partner

in Treffpunkt für Angehörige 25.10.2016 15:32
von Hope (gelöscht)
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Hallo,
ich dachte ich schreib mal wieder. Einfach um loszuwerden, was so sehr auf meiner Seele brennt.
Ich hatte ja die Beziehung zu meinem Exfreund vor drei Monaten aufgrund akuter unbehandelter PSychose beendet. Seitdem ist er quasi auf der Strasse. Wir halten wegen unserem Kind Kontakt. Er hat weiterhin keine Krankheitseinsich und will sich auch nicht behandeln lassen. Nchdem er drei Wochen bei wem untergkommen war, taucht er wieder auf: Terrorklingeln und die Forderung in die WOhnung zu dürfen. Was er nicht darf, da er sich so dermaßen daneben benommen hat. Und die Mitbewohner, mit dnene wir zusammengewohnt haben, wollen erst rcht nicht, dass er nochmal reinkommt, da er auch agressiv ist. Ich will das auch nicht. Er ist unberechenbar und wenn er einmal in der Wohnung ist, geht er nicht mehr und beginnt Diskussionen, die zu nix führen und das vor unserem kind.
Na ja er war vorgestern da und heut früh. beide Male hat er gefordert in die Wohnung zu dürfen, um Schutz und Ruhe zu bekommen. Beide Male wollte er nicht mehr gehen. Ich habe beide Male die Polizei geholt, weil ich mir nach einer Stunde Diskussion nicht mehr zu helfen wusste. Ruhe und Shcutz fände er in der Klink habe ich gesagt.

Und nun bin ich am Boden. Mir gehts nicht gut. Ich verkrieche mich seit zwei Tagen mit unserem Kind daheim. Warum kann ich nicht stärker sein und ihm während seiner Krankheit beiseite stehen, frage ich mich! Andere Angehörige schaffen es auch. Es geht mir schlecht weil mich die Zusammentreffen mit ihm so mitnehmen und auch es schlimm für mich ist, die Polizei zur Hilfe zu holen.
Ich fühle mich schreicklich! Ein Unmensch, der einen Hilfesuchenden abweist und die Tür zeigt!
Was kann ich tun, wenn er kommt und nicht gehen will?????
Habe gesagt, die einzige Art wie er von mir hilfe bekommt, ist eine Begleitung in die Klinik oder zum sozialpsychiatrischen Dienst.


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#12

RE: Überfordert mit psychotischem Ex-Partner

in Treffpunkt für Angehörige 25.10.2016 16:13
von milchbubi | 93 Beiträge | 671 Punkte
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Hallo Hope,

ich denke, Du hast keine andere Chance als das genau so durchzuziehen wie Du es jetzt machst.

Solange wie er sich nicht behandeln lässt, bist Du es auch Eurem Kind gegenüber schuldig.

Die richtige Hilfe ist für ihn Klinik und sozialpsychiatrischer Dienst, sogar die Polizei. Du musst ihn abweisen, damit er diese Hilfe vielleicht irgendwann annehmen kann. Sonst geht das Drama immer nur eine verschäfte Runde weiter. Das würde nicht nur Dir, sondern vor allem Eurem Kind richtig schaden.


---
Wir liegen alle in der Gosse, aber manche von uns betrachten die Sterne. (Oscar Wilde)
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#13

RE: Überfordert mit psychotischem Ex-Partner

in Treffpunkt für Angehörige 25.10.2016 16:19
von UgoAdmin | 2.915 Beiträge | 11920 Punkte
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Hallo @Hope,

ich finde, du hast dich richtig verhalten. Wenn der ehemalige Partner unangemeldet vor der Tür steht und dich bedrängt, dann ist es angebracht, die Polizei um Hilfe zu bitten. Du musst ja auch dein Kind schützen.

Hier wäre es die Aufgabe des Partners, sich in ärztliche Behandlung zu begeben und wenn er nicht bereit ist, sich helfen zu lassen, dann muss er mit den Konsequenzen leben. Für Angehörige gibt es Grenzen und wenn keine Krankheitseinsicht beim Partner vorhanden ist, dann kannst du nichts für ihn tun. Du könntest allenfalls Adressen von Anlaufstellen an ihn weitergeben, aber das hast du sicher schon getan.

Dein Partner ist für sein Leben selbst verantwortlich, du musst nun an dich und dein Kind denken. Hilfestellung könntest du ihm später anbieten, falls seinerseits die Bereitschaft vorhanden ist, etwas an seiner Situation zu verändern.

In den vergangenen Jahren haben sich immer wieder Angehörige mit Problemen an das Forum gewendet. Ohne Krankheitseinsicht wird es erfahrungsgemäß sehr schwierig werden, als Angehörige/r zu helfen. Krankheitseinsicht ist nicht nur das Erkennen der eigenen Erkrankung, sondern auch der gute Wille, für das eigene Leben Verantwortung zu übernehmen. Beides scheint bei deinem ehemaligen Partner nicht gegeben zu sein.

Grüße


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#14

RE: Überfordert mit psychotischem Ex-Partner

in Treffpunkt für Angehörige 25.10.2016 16:44
von escargot | 4.058 Beiträge | 16159 Punkte
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Hallo liebe Hope! Ohne ein gewisses Maß an "Krankheitseindicht" (schreckliche Wort!) ist es halt schon schwierig. Mein Mann hätte das dann wohl auch nicht gemacht. Jetzt ist es erstmal wichtig gut für Dich und vor allem euer Kind zu sorgen! Pass gut auf euch auf und mach Dich nicht selbst noch fertig! Davon hat keiner was!

Einen virtuellen Drücker und ganz viel Power für Dich und Mini-Hope!
escargot


>> And the day came when the risk to remain tight in a bud was more painful than the risk it took to blossom <<
Anais Nin
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#15

RE: Überfordert mit psychotischem Ex-Partner

in Treffpunkt für Angehörige 25.10.2016 17:32
von Wolf (gelöscht)
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Hallo Hope,
du darfst kein schlechtes Gewissen haben, dass du ihn rausgeschmissen hast. Das war aus meiner Sicht sogar sehr richtig.

Ich erzähle dann nochmal von mir. Als ich psychotisch war, hat meine liebe Frau sehr, sehr doll gelitten. Aus heutiger Sicht weiß ich, dass sie diesen Zustand auch nicht mehr lange ausgehalten hätte. Nur ohne meine Krankheitseinsicht wäre das niemals gegangen.

Ich möchte dir noch folgendes erklären:
Bei der paranoiden Schizophrenie ist das leider so, dass sie sich ganz real anfühlt. Deshalb ist die Krankheitseinsicht oft nicht gegeben. Und in jedem neuen Moment können der nächsten Wahngedanken oberhand bekommen. Das geht leider oftmals soweit, dass wir Menschen mit unserer Erkrankung aggressiv werden können. Ich selbst hätte mich damals lieber selbst umgebracht. Das ist aber eben durchaus unterschiedlich.

Herzlichen Gruß vom Wolf


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