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#1

Fragen über Fragen als Angehöriger

in Treffpunkt für Angehörige 06.06.2016 09:23
von Palim Palim (gelöscht)
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Hallo liebe Mitglieder/innen,

ich würde euch gerne ein wenig über meine aktuelle Situation schreiben, da ich hin und her gerissen bin was ich machen soll.

Es geht um meinen Partner, er ist 25 Jahre alt, macht eine Ausbildung als Informatikkaufmann in einem Berufsförderungswerk welches speziell für geistig, psychisch und körperlich behinderte ist. In diesem Berufsförderungswerk befinde ich mich momentan auch noch (Ausbildung Bürokauffrau), bin jedoch in 2 Monaten fertig.

Wir sind nun seit fast 3 1/2 Jahren zusammen und wohnen auch schon zusammen.
Mein Partner ist bei seinem Vater groß geworden, zu seiner Mama hat er keinerlei Kontakt. Es ging ihm bei seinem Vater eigentlich sehr gut, er hatte eine gute Schullaufbahn, wollte mal studieren.
Jedoch hatte er leider einen Unfall, der Ihn komplett aus der Bahn geworfen hat. Daraufhin fing er an Drogen zu konsumieren (Amphvitamine, Gras, XTC, Kokain).

Die Ärzte in der Klinik haben ihm eine drogenbedingte Psychose diagnostiziert. Sein letztes Medikament war Abilify, jedoch hat er es nach ca. 1 Jahr eigenständig abgesetzt weil er der Meinung war das er sich wie unter einer Kuhglocke fühlt und keinen Antrieb hat.
Sein Arzt bei dem er 1 mal im Monat einen Termin hatte, war darüber wenig begeistert aber was sollte er machen, immerhin hat mein Freund ihm Monate später erst mitgeteilt das er sie nicht mehr nimmt.

Letztes Jahr im Dezember ging es ihm dann sehr schlecht, antriebslos, schlaflos, suizidale Gedanken, depressiv. Er konnte nicht in die Ausbildung gehen, was der dortige Reha Berater absolut nicht verstehen konnte oder wollte. Ganz im Gegenteil, er hat meinem Freund noch Stress/Druck gemacht zu erscheinen, dabei ist das Berufsförderungswerk dafür gedacht das wenn man fehlt, nicht rausfliegt wie es bei manch anderen Betrieben der Fall wäre auf dem normalen Arbeitsmarkt.
Das Berufsförderungswerk hat sogar Ärzte, die man allerdings leider in der Pfeife rauchen kann. Also ist mein Freund in die Ausbildung gegangen und dort zu einer Ärztin hin, anstatt zu seinem jahrelangen behandelnden Arzt zu gehen.

Er hat ihr seine aktuellen Probleme mitgeteilt und was er vorher für Erkrankungen hatte. Die Ärztin hat weder Blut/Urin Proben entnommen, geschweigedenn nach ärztliche Unterlagen gefragt, bezüglich seiner Aufenthalte in der Psychiatrie zwecks der Psychosen.
Sie hat Ihm dann einfach Venlafaxin 35mg verschrieben und 3 Wochen später auf 75mg erhöht.

Da fing dann auch schon die ganze Tragödie an (Januar 2016), er wurde regelrecht manisch und ist wie ein Glücksbärchi durch die Welt geschlendert. Als ich Ihn darauf angesprochen habe meinte er nur zu mir, das er die Welt wieder bunt sieht und nicht mehr schwarz weiß, es fühlt sich an wie ein Rausch. Da sind bei mir schon die Alarmglocken angegangen.
Als nächstes stellte ich eine Wesensänderung fest, er war gefühlskalt, egoistisch, hat andere in der Ausbildung verbal fertig gemacht und meinte dann zu mir das er keine Gefühle mehr spürt.
Daraufhin bin ich 4 Tage zu meiner Mama gezogen und habe ihn einfach mal in Ruhe gelassen und das hat ihm anscheinend gut getan.
Das manische hat dann auch wieder aufgehört und Ihm hat das Angst gemacht weil er diesen rausch, wie am Anfang nicht mehr gespürt hat. Er wollte die Tabletten nochmal erhöhen, wovon ich keineswegs begeistert war.

Ich bin dann zu der Ärztin in dieses Berufsförderungswerk gegangen und hab ihr geschildert wie er sich verhält aber sie meinte nur das wir warten sollen (zwischenzeitlich wurde immernoch kein Blut/Urin entnommen).
Er fing dann an sich zurück zu ziehen und saß die meiste Zeit vor seinem Laptop oder war an seinem Handy.

Am 27.05.16 fing es dann damit an, das er Herzrasen hatte, Schweißausbrüche, Tinitus, Schwindel. Er hat geredet wie ein Wasserfall ohne Punkt und Komma, ist die ganze Nacht wach geblieben und hat sich Dokumentationen angeschaut über Medizin, Geschichte, Mathematik uvm., er war sehr aufgedreht, hippelig, wenn er was gelesen hat dann hat er einzelne Wörter betont und daraus neue Themen angefangen, ab und an hat er dann auch lateinische Wörter in den Raum geworfen und wenn ich nicht wusste was er meint, wurde mir direkt an den Kopf geknallt das ich doch mal meine grauen Gehirnzellen anstrengen soll und das ich dumm bin.
Er hat das ganze Wochenende die unterschiedlichsten Dinge gelernt (Medizin, Geschichte, Mathematik uvm.) es war schon echt zwanghafter input.

Am 29.05.16 (Sonntag) meinte er dann zu mir, das er heute eine Pause vom Lernen brauch, sein Kopf sei voll. Das konnte ich natürlich verstehen. Er hat sich dann ins Bad zurückgezogen und hat dort ein Fußbad machen wollen mit Meditations Musik, Duftkerzen und unserer Picknick Decke. Ich sollte in der Zwischenzeit das Periodensystem ausdrucken weil er es sich an die Wand hängen wollte.
Nach ca. 3-4 Stunden bin ich dann ins Bad gekommen mit meinem Handy, er wollte wissen was ich mit dem Handy möchte und ich bin in Tränen ausgebrochen und hab ihm gesagt, das er Hilfe braucht und sich helfen lassen soll. Doch er war der Meinung das sich nur einige Kisten in seinem Kopf geöffnet haben und er damit alleine klar kommt, dies hab ich verneint und gesagt das ich Angst habe das er krank wird. Das Wort ,,krank'' war ein Fehler, denn daraufhin ist er aufgestanden und hat mir gesagt ich sei eine Verräterin und solle ihm aus den Augen gehen, ich wäre doch eine gute Schauspielerin mit meinem geheule, dies hat er dann kurze zeit später wieder zurück genommen.

Ende vom Lied war nun das ich ihn am Montag dazu bringen konnte, mit mir in die Klinik zu gehen. Dort haben sie ihn auch gleich behalten. Die nächsten Tage waren sehr schlimm (letzte Woche), die Venlafaxin wurden komplett abgesetzt, er wurde aggresiv, wollte sich mit jemanden schlagen, hat immer mehr Sachen gesagt die keinen Sinn ergaben.

Nun ist er seit letzter Woche Freitag auf Antipsychotika eingestellt, er wirkt ruhiger auch wenn er hin und wieder immernoch wirres Zeug sagt, allerdings brauch das ja seine Zeit bis die Tabletten Wirkung zeigen.

Nun zu meinen Frage:

Kann er sich, wenn er wieder stabil ist, an die Aussagen erinnern die er mir an den Kopf geknallt hat?
Er kann mich momentan nur umarmen wenn wir uns verabschieden, einen Kuss kann er mir gerade nicht geben, ich solle ihm Zeit lassen und Geduld haben, was ist mit seinen Gefühlen passiert?
Sind die Gefühle aufgrund seiner Psychose abgeflacht?
Wie lange dauert es ca. bis er wieder stabil ist und kein wirres Zeug redet?
Wie soll ich mit ihm umgehen?
Kann die Psychose von den Venlafaxin her kommen oder kann es sein das er sie bekommen hat aufgrund der Absetzung von Abilify vor ca. 2 Jahren?

Entschuldigung, für die eventuell entstandenen Rechtschreibfehler.

Liebe Grüße

Palim Palim


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#2

RE: Fragen über Fragen als Angehöriger

in Treffpunkt für Angehörige 06.06.2016 20:38
von Molly | 3.271 Beiträge | 16130 Punkte
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Hallo Palim Palim!

Zu Deinen Fragen:

Wenn er derart überdreht war, ist es schon möglich dass er sich hinterher nicht mehr erinnern kann was er in dieser Phase alles gemacht und gesagt hat.

Neuroleptika werden anfangs oft sehr hoch dosiert und dämpfen einen dann total. Man ist nur noch müde und will seine Ruhe haben. Für Gefühle bleibt da keine Energie übrig.

Wie lange es dauert, bis er wieder OK ist, ist unterschiedlich. Bei manchen dauert es zwei oder drei Wochen, bei anderen wird es nie wieder gut. Da seine Psychose aber sehr rasant begonnen hat, könnte es vielleicht sein dass sie auch schnell wieder abflaut.

Du solltest ihn schon in Ruhe lassen, wenn er das im Augenblick will. Er wird sich bestimmt wieder annähern, wenn es ihm wieder besser geht. Wahrscheinlich braucht er das im Augenblick.

Ich kenne Venlafaxin nicht, habe aber eben gelesen, dass es gegen Depressionen und Angsterkrankungen angewendet wird. Das sind keine Psychosen. Es kann schon sein, dass ihn dieses Medikament zu sehr aktiviert hat und es so erneut zu einer Psychose gekommen ist. Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Venlafaxin

Du hattest geschrieben, Abilify hätte in gedämpft. Mich verwundert das. Abilify ist für seine eher aktivierenden Eigenschaften bekannt. Mir hat es nicht geholfen. Es war damals, als ob ich nichts nehmen würde. Ich wurde damit auch eher überheblich anderen gegenüber, eben weil ich mich damit so fit fühlte. Nur kamen dann eben die Stimmen zurück.

Ich hoffe, ich konnte Dir damit helfen, auch wenn ich keine Angehörige bin.

LG,
Molly


LG,
Molly

Mein Wahlspruch: Halte niemals mit einer Hand die Vergangenheit fest, denn du brauchst beide Hände für die Zukunft!
zuletzt bearbeitet 06.06.2016 20:39 | nach oben springen

#3

RE: Fragen über Fragen als Angehöriger

in Treffpunkt für Angehörige 06.06.2016 23:53
von Fränzchen | 316 Beiträge | 2019 Punkte
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Hallo Palim Palim,

also ich nehme selber Fenlafaxin, weiß aber von den Ärzten in der Klinik, dass es bei zu hoher Dosierung Psychosen auslösen kann, zumindest Wahn.


zuletzt bearbeitet 06.06.2016 23:54 | nach oben springen

#4

RE: Fragen über Fragen als Angehöriger

in Treffpunkt für Angehörige 07.06.2016 00:53
von ashen-shugar (gelöscht)
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Geduld haben, was ist mit seinen Gefühlen passiert?
Sind die Gefühle aufgrund seiner Psychose abgeflacht?

Die Gefühle können durch die Psychose nach außen hin abgeflacht sein oder durch die Medikamente die er jetzt bekommt.


Wie lange dauert es ca. bis er wieder stabil ist und kein wirres Zeug redet?

Wenn er keine Drogen konsumiert, kann es aber trotzdem sein das mehrere Wochen vielleicht gar ein paar Monate braucht bis er aus dem Schub ist. Die Erholungsphase danach dauert in der Regel ca. 6 - 12 Monate.

Die Regel ist schnell in den Schub reingekommen umso schneller kommt man wieder raus. Was erst mal gut ist soweit man das in dieser Situation sagen kann.


Wie soll ich mit ihm umgehen?

ich kann dir nur empfehlen dich ruhig zu verhalten und so "normal" wie möglich. Sollte er Dinge sagen dir nicht da sind oder nicht stimmen dann verneine das. Sei ein Anker der Normalität und er Realität.

Ob er sich an die Dinge erinnern kann die er im Schub gesagt hat oder nicht wird sich zeigen.

1/3 der Patienten nehmen den Schub gar nicht war, haben also eine Gedächnislücke, 1/3 der Patienten erleben das im Traum und1/3 neben es bewusst war. Zu welcher Gruppierung dein Freund gehört wird sich dann zeigen.

Wichtig ist: Gib ihm Zeit!


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#5

RE: Fragen über Fragen als Angehöriger

in Treffpunkt für Angehörige 07.06.2016 19:31
von Palim Palim (gelöscht)
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@ Molly: Ich weis das es seine Erkrankung ist und ich nehme ihm das nicht böse wenn er mir Dinge an den Kopf wirft die verletzend sind (hat sich gebessert). Nur manchmal trifft es einen schon weil man nur helfen möchte aber ich denke das liegt auch daran, das man seinen Partner nicht so leiden sehen kann und man ist dann einfach nur sauer und fragt sich warum es überhaupt solche Erkrankungen gibt.

Ich werde ihm alle Zeit der Welt geben und werde ihm alle möglichen Dinge abnehmen, die er momentan noch nicht bewältigen kann. In guten wie in schlechten Zeiten füreinander da sein, das ist meine devise und wenn es Monate dauert, ich Liebe ihn ja trotzdem.

Zur Zeit melde ich mich gar nicht bei Ihm, sondern warte immer ab, bis er sich meldet, wenn er sich dazu bereit fühlt. Naja ausser heute, da hab ich ihn kontaktiert und wollte ihm mitteilen das ich meine Abschlussprüfung bestanden habe, darüber hatte er sich indirekt auch Sorgen gemacht. Wollte ihm nur eine Sorge nehmen.

Bevor ich das Venlafaxin bekommen habe, wurde mir Blut abgenommen (Serotoninspiegel), als ich es dann genommen habe wurde mir nach ca. 1-2 Wochen wieder Blut abgenommen um zu schauen wie der Serotoninspiegel nun ist. Das wurde bei ihm nicht gemacht und ich finde es ehrlich gesagt fahrlässig einem neuen Patienten einfach solche Medikamente zu verschreiben, ohne das nach einer Schweigepflichtsentbindung gefragt wird, um Akteneinsicht zu erhalten, von seinem langjährigen Arzt. Mir waren die Hände gebunden, denn ich habe seine Veränderung der Ärztin mitgeteilt weil er es nicht einsehen wollte (er war manisch), jedoch meinte sie das man warten soll.

Was Medis angeht bin ich aber auch komisch, wenn ich Tavor nehmen muss aufgrund einer extremen Panikattacke, dann bekomm ich zwar ne LMAA Einstellung und lache über jeden Mist. Dabei sollten die ja auch eher ruhig machen.

Auch wenn du keine Angehörige bist, hast du mir sehr geholfen und dir sogar die Mühe gemacht, mir einen Link von Venlafaxin zu posten.
Jeder Rat, ob Angehörige oder Betroffene, helfen mir sehr. Danke


1 Mitglied hat sich bedankt!
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#6

RE: Fragen über Fragen als Angehöriger

in Treffpunkt für Angehörige 07.06.2016 19:53
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@ ashen-shugar: Die Gefühle waren schon abgeflacht als er die Venlafaxin bekommen hat. Beziehungsweise fing es an, als es ihm im Dezember 2015 so schlecht ging (antriebslos, schlaflos, depressiv, suizidale Gedanken). Er hat sich zurück gezogen, war Lärm empfindlich, konnte keine Emotionen zeigen (lachen,weinen uvm.), gefühlskalt, konnte keine Nähe zulassen.
Seine beiden früheren Psychosen hat er ja aufgrund von Drogen bekommen. Diesmal hat er aber keine mehr genommen (musste regelmäßig Urinproben abgeben), aktuell konnten die Ärzte auch nix finden was auf Drogenmissbrauch hindeutet.
Kann eine Psychose auch durch Stress entstehen?

Wenn ich Ihm gesagt habe das es nicht sein kann das seine Betreuerin in der Klinik ist und sich tarnt, weil sie im Urlaub ist. Dann wurde er daraufhin wütend und meinte zu mir, das man Ihn nicht verarschen kann.
Mittlerweile ist das mit dem Personen sehen, wo keine sind, nicht mehr. Jedoch ist er immernoch der Meinung das er der beste IT'ler ist und keiner es mit ihm aufnehmen kann.
Dann kommt eben dazu, das er in einem Befehlston, mir sagt was er noch alles benötigt.

Mir ist nur aufgefallen das er die Zeiten durcheinander bringt z.B. hat er mich auf eine gemeinsame Freundin angesprochen, wie es ihr denn in der Klinik geht (sie war im Dezember 2015 in einer Klinik). Hab ihm dann gesagt das sie letztes Jahr in der Klinik war und nicht dieses Jahr, da meinte er dann, das alles total durcheinander ist in seinem Kopf vor allem die Uhrzeit,Datum und Monate sowie Jahre.

Ich gebe ihm alle Zeit der Welt, denn ich Liebe ihn.


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#7

RE: Fragen über Fragen als Angehöriger

in Treffpunkt für Angehörige 07.06.2016 20:07
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Kann eine Psychose auch durch Stress entstehen?

Ja, leider. :-( Vor allem wenn man die Veranlagung für Psychosen hat, also auch schon mal eine hatte.


"das alles total durcheinander ist in seinem Kopf vor allem die Uhrzeit,Datum und Monate sowie Jahre"

Mit einer der Symptome einer Psychose aber nicht zwingend. Wenn es ihm besser geht, ist es gut wenn du ihm hilfst sich wieder zu sortieren. Aber er sagt ja selbst das er das bemerkt, das ist in der Regel ein gutes Zeichen!

"Wenn ich Ihm gesagt habe das es nicht sein kann das seine Betreuerin in der Klinik ist und sich tarnt, weil sie im Urlaub ist. Dann wurde er daraufhin wütend und meinte zu mir, das man Ihn nicht verarschen kann."

Wird er nur verbal ausfallend oder auch handgreiflich? Sollte er nur verbal ausfallend sein dann ist es nicht weiter schlimm und du handelst richtig immer wieder verneinen auch wenn er verbal ausfallend wird, aber mach es häppchenweise.
Oder versuch ihm mit realitätschecks zu überzeugen.

Ein Beispiel:
Also wenn er sagt im Raum xy wäre die Person dann geh mit ihm hin und zeige ihm das da die gesuchte Person da nicht ist.

Das ist natürlich ein anstrengender und für dich fordernder Prozess aber es ist wichtig.


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#8

RE: Fragen über Fragen als Angehöriger

in Treffpunkt für Angehörige 07.06.2016 21:04
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Oh nein .
Stress wird es immer mal wieder im Leben geben, davor kann man sich nicht wirklich immer schützen. Gibt es denn keine Möglichkeit mit Stress umzugehen, ohne direkt anfällig zu werden für eine Psychose?
Wenn er etwas stabiler ist, gibt es dann irgendeine Möglichkeit (Therapie?) um mit Stress so umzugehen, das es nicht noch einmal zu einer kommt?

Naja er wird verbal ausfallend und aggresiv, gegenüber mir wurde er nicht handgreiflich aber als es ihm letzte Woche noch sehr schlecht ging, wollte er seinen Bettnachbarn verprügeln, nur weil er ihm beim Liegestützen machen zugeschaut hat.

Ich werde wie schon geschrieben, mein bestes geben aber ich darf dabei (Arbeit) nicht auf der Strecke bleiben, denn ich muss das Geld verdienen momentan.


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#9

RE: Fragen über Fragen als Angehöriger

in Treffpunkt für Angehörige 08.06.2016 01:31
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Wenn er stabil ist kann eine Therapie helfen mit Stress umzugehen zu lernen und das Risiko eines Rückfalls zu reduzieren.
Bei den meisten hilft eine Verhaltenstherapie besser.

Ideal ist es wenn er seine Medikamente nimmt wenn die richtigen gefunden wurden und das er auf jeden Fall keine Drogen mehr nimmt!

Cannabis&Co sind als Psychiotiker wie Gift. Alkohol sollte wenn überhaupt nur in Maßen genossen werden. Besser ist das auch nicht zu nehmen weil es Wechselwirkungen mit den Medikamenten hat.

Wo ich dich beruhigen kann, ist das nicht jeder kleine Streit einen Psychtisch macht! Da muss schon mehr passieren.
Kritische Phasen sind z.B: Verlust des Arbeitsplatzes, Jobwechsel , Sterbefälle in der Verwandschaft etc. .
Das was auch gesunden schwer fällt.

Diese Phasen kann mal Psychtioker mit Medikamenten, Therapie und Menschen die einen Unterstützen überstehen ohne das Psychotisch zu verarbeiten.


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#10

RE: Fragen über Fragen als Angehöriger

in Treffpunkt für Angehörige 08.06.2016 19:33
von Palim Palim (gelöscht)
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Eine Therapie wollte er sowieso machen, am besten ich schau mich mal nach Verhaltenstherapeuten um in unserer Gegend, meist kommt man ja eh auf eine Warteliste, also das kenne ich von mir.

Das er seine medis nehmen muss, das hat er glücklicherweise eingesehen und ich hoffe das bleibt auch so.
Er nimmt seit 3 Jahren keine Drogen mehr, das dulde ich auch nicht, bin strikt gegen Drogen (Schlechte Erfahrung aus damaliger Beziehung).

War heute bei Ihm und er wirkt ruhiger und nicht mehr so aggresiv beziehungsweise er hat seine aggresionen gut im Griff. Nun ist er aber der Meinung das er nur eine Depression hat und die letzten zwei Psychosen waren ja gar keine, das waren auch nur Depressionen. Abilify bekommt er erst seit letztem Freitag, das brauch seine Zeit bis sie richtig wirken.

Dank des Forums hier, bin ich um einiges beruhigter und gelassener. Werde mich nebenbei aber auch nach Gruppen suchen für Angehörige deren Partner oder Familienmitglied erkrankt ist.


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