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#16

RE: Angst vor Rückfall

in Treffpunkt für Angehörige 31.05.2016 07:28
von saartje | 358 Beiträge | 762 Punkte
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Guten Morgen zusammen!
Wieder ein früher morgen. Mein Mann ist seit 6:00h wach und tigert durch die Wohnung. Mache mir Sorgen, dass er zu wenig schläft.

Ich habe das Gefühl, dass er mir nicht alles sagt. Gestern ist er richtig wütend geworden, als ich ihn gefragt gabe, ob er mir seine Psychose verheimlicht. Morgen sind wir bei seiner Ärtzin, ich hoffe, dass sie die Dosis noch was erhöht.

Ich will einfach nur schlafen...
Nochmals herzluchen Dank für eure Anteilnahme und Hilfe!!!!
LG
Saartje


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#17

RE: Angst vor Rückfall

in Treffpunkt für Angehörige 31.05.2016 08:20
von escargot | 3.193 Beiträge | 10225 Punkte
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Guten Morgen Saartje,

wieviel Schlaf bekommt denn Dein Mann aktuell ungefähr?
Vielleicht war es dann auch zu früh das Tavor zu halbieren?
Mir hatte das schon etwas geholfen "runter zu kommen".

Vielleicht kann Dein Mann Dir nicht (mehr) alles sagen? Wozu ist das so wichtig für Dich?
Ich hatte damals sogar Angst vor meinem Mann, konnte ihn auch nicht mehr erreichen. Er war außerhalb 'meiner Welt'. Und das war keine böse Absicht oder so. Und ja, es war extrem schwer für ihn.

Dann gehst Du doch nicht wieder arbeiten? Möchte Dein Mann, dass Du ihn begleitest zum Arzt?
Alles Liebe!
escargot

P.S.: Auch wenn es schwer fällt, vergiss Deine eigenen Bedürfnisse nicht - erstrecht nicht die nach Schlaf/Ruhe! Es ist niemandem geholfen, wenn Du zusammenklappst. Habt ihr familiäre Unterstützung, sodass man sich abwechseln könnte? Oder könnt ihr über die Krankenkasse bzw. den sozialpsychiatrischen Dienst irgendeine Form von Hilfe bekommen?


>> And the day came when the risk to remain tight in a bud was more painful than the risk it took to blossom <<
Anais Nin
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#18

RE: Angst vor Rückfall

in Treffpunkt für Angehörige 31.05.2016 10:28
von saartje | 358 Beiträge | 762 Punkte
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Hallo escargot,

vielen Dank für deine Antwort. Meistens gehen wir schon recht früh ins Bett, weil er sehr müde ist. Gestern gegen 21:00h - geschlafen hat er, denke ich, gegen 22:00h und dann bis 06:00 mit Unterbrechungen. Habe das Gefühl er schläft immer schlechter.

Wie lange hast du denn das Tavor genommen ?
Morgen hat er einen Termin bei seiner Ärztin. Ich war bisher bei jedem Gespräch dabei und möchte das auch gerne weiter so machen.

Meine größte Angst ist, dass er einen Rückfall hat und er nie wieder auf die Beine kommt. Man hört so viele Horrorgeschichten. Meine Katastrophengedanken nehmen überhand. Leider ist meine Therapeutin in Urlaub...

Ich gehe arbeiten, weil ich zu Hause durch drehe. Ich beobachte ihn den ganzen Tag, frage permanent wie es ihm geht, hinterfrage alles und nerve ihn. Natürlich fühle ich mich schlecht, dass ich nicht bei ihm bin, aber ich muss raus. Sonst gehe ich kaputt. Und er auch....
Klar mache ich mir Gedanken darüber, was er den ganzen Tag macht...

Bin verzweifelt.....
LG
Saartje


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#19

RE: Angst vor Rückfall

in Treffpunkt für Angehörige 31.05.2016 10:59
von escargot | 3.193 Beiträge | 10225 Punkte
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Liebe Saartje,

aber Dein Mann kann allein zuhause sein?
(ich frage das, weil ich es nicht hätte sein können.)

Ansonsten lenkt Dich die Arbeit vielleicht auch ein bisschen ab? Möchte Dein Mann Deine Begleitung zu den Arztterminen?

Wenn er von 22 bis 6 Uhr schläft - selbst mit kurzen Unterbrechungen - finde ich das nicht so besorgniserregend. Aber Du kennst ihn wahrscheinlich besser? Bei mir war es erst kritisch, als ich gar nicht mehr zur Ruhe kam und tagelang gar nicht geschlafen habe.

Ich bekam in der Klinik auch 4 mg Tavor über den Tag verteilt. Das würde dann nach und nach reduziert. Nach 10 Wochen war ich dann komplett ohne Tavor, aber dafür mit 15 mg Olanzapin eingestellt.
Die Angst vor dem Rückfall kenne auch ich. Was hat zu der 'Krise' Deines Mannes geführt, wenn er jetzt so lange Zeit psychosefrei war (falls man da überhaupt Gründe für nennen kann)?

Lass den Kopf nicht hängen, Saartje und hole Dir wenn möglich auch für Dich Hilfe!
Liebe Grüße
escargot


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Anais Nin
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#20

RE: Angst vor Rückfall

in Treffpunkt für Angehörige 31.05.2016 10:59
von escargot | 3.193 Beiträge | 10225 Punkte
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doppelt.


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zuletzt bearbeitet 31.05.2016 11:01 | nach oben springen

#21

RE: Angst vor Rückfall

in Treffpunkt für Angehörige 31.05.2016 11:23
von Hotte | 1.616 Beiträge | 4550 Punkte
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Hallo Saartje,

vielleicht solltet ihr vorübergehend nicht zusammen wohnen. Diese Nähe scheint euch derzeit beiden nicht sonderlich gut zu tun.


---
Wenn das Leben Dir Zitronen gibt, mach Limonade draus! (G. Sielaff)
Mein Blog: ingo-schreibt-anders.blog
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#22

RE: Angst vor Rückfall

in Treffpunkt für Angehörige 31.05.2016 11:49
von saartje | 358 Beiträge | 762 Punkte
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Liebe escargot,

ja er kann gut alleine zu Hause sein. Er hat auch schon gesagt, dass ich ihn nervös mache.
Und die Arbeit lenkt mich tatsächlich ab - mein Arzt hat mir auch empfohlen arbeiten zu gehen.
Wie gesagt, ich weiss nicht so richtig, ob er psychotisch ist. Meine Angst ist, dass er es verheimlicht.

Ich habe auch das Gefühl, dass es besser wäre noch etwas mehr Tavor zu nehmen. Werden wir morgen mal besprechen.
Mein Mann möchte gerne, dass ich beim Gespräch dabei bin.

Die Krise wurde durch seine Arbeit ausgelöst, im Moment ist dort alles sehr unruhig, er hat einen neuen Chef und es wird umstrukturiert. Und dann hatte er ein Gespräch mit seinem Chef und danach ging es los...er hat nur noch gegrübelt, konnte nicht mehr abschalten und dann auch nicht mehr schlafen.
Naja und ich war auch lange krank und das hat auch sehr an seinen Nerven gezerrt. Dann noch Stress mit der Familie und los geht's.
So kann es gehen...
LG
Saartje


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#23

RE: Angst vor Rückfall

in Treffpunkt für Angehörige 31.05.2016 12:24
von escargot | 3.193 Beiträge | 10225 Punkte
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Liebe Saartje,

dann wäre es vielleicht wirklich eine Option eine Zeitlang bei einer lieben Freundin oder Familie zu wohnen? Dir - und auch ihm - tut das aktuell ja auch nicht gut. Deinen Mann könntest Du ja trotzdem ab und an treffen oder auch zu den Arztterminen begleiten, wenn er dies weiterhin wünscht.

Wahrscheinlich lässt sich eine Psychose irgendwann nicht mehr verheimlichen, oder? Symptome ja, aber wenn es bis zu Akutphase gekommen ist, dürfte das nicht mehr so leicht sein. Oder meinst Du er verschweigt Symptome? Vielleicht auch um Dich zu schützen?
Tavor mag für den Moment helfen. Das Problem ist dann, das beim Entzug die Probleme nicht behoben sind und man zeitgleich gegen die Entzugsymptome ankämpfen muss. Viele vergessen das oder missachten das (Psychiater!). Das kann fatal sein.

Gut, dass Dein Mann erstmal krank geschrieben ist und so etwas Abstand zu der Problematik mit der Arbeit hat. Will er denn dort bleiben? Oder bedeutet die Umstrukturierung für ihn, dass er besser gehen sollte?

Liebe Grüße
escargot


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#24

RE: Angst vor Rückfall

in Treffpunkt für Angehörige 31.05.2016 13:01
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Liebe escargot!

Vielen Dank für deine Antwort. Mit tut es wirklich gut darüber zu schreiben.

Leider hat er mir seine erste Psychose auch weites gehend "verheimlicht". Zu der Zeit kannten wir uns gerade erst. Ich wusste, dass er eine Psychose hatte, aber er hat nie mit mir über Verfolgungswahn, etc. gesprochen. Erst später hat er mit erzählt, wie und was er empfunden hat.

Ganz ausziehen möchte ich nicht, arbeiten kann ich so gerade mit mir vereinbaren. Aber ich möchte dann den Rest zu Hause sein. Vielleicht gehe ich heute mal zum Sport...

Ich habe Angst vor der Zukunft!!! Wie lange dauert ein Schub? Beim letzten Mal war er auch nicht in der Klinik und hat es so geschafft. Bzw. später ist er dann in eine Tagesklinik gegangen.
Muss man in die Klinik? Er tut sich selber und anderen ja nichts. Reicht es, wenn die Medis erhöht werden? Das sind so mein Fragen, die mir ständig im Kopf herum schwirren.

Kannst du deinen Alltag ganz normal bewältigen ?

Ganz viele Fragen....
LG
Saartje


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#25

RE: Angst vor Rückfall

in Treffpunkt für Angehörige 31.05.2016 13:09
von saartje | 358 Beiträge | 762 Punkte
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Hallo Hotte,

ich glaube das ist keine Option für uns. Ich möchte ja bei meinem Mann sein und ihm helfen. Bin nur wahrscheinlich zu schwach - das mache ich mir auch wirklich zum Vorwurf!
Habe leider selber gerade erst ein sehr, sehr schwere Zeit hinter mir...


1 Mitglied hat sich bedankt!
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#26

RE: Angst vor Rückfall

in Treffpunkt für Angehörige 31.05.2016 14:33
von escargot | 3.193 Beiträge | 10225 Punkte
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Liebe Saartje,

gut, dass Dir das Schreiben darüber etwas hilft!

Wenn ihr euch gerade erst kanntet (und er in der Lage war die Krankhrit zu verheimlichen!!) kann ich es schon auch verstehen. Da hat natürlich von ihm auch ein Quäntchen Angst mit reingespielt! Umso schöner, dass er sich dann offenbar später öffnen und darüber erzählen konnte und wollte!

Du musst ja nicht ganz ausziehen, Saartje. Ich hatte es von Hotte eher so verstanden wie eine räumliche Trennung auf Zeit. Manchmal tut etwas Abstand vom Geschehen gut. Und Du berichtest ja, dass mache Deinen Mann auch "nervös" mache, wenn Du da bist. Gleichzeitig 'höre' ich heraus, wie Dich die Situation belastet, zumal Du nun gerade erst selbst wieder genesen bist. Ich glaube, es ist gerade jetzt wichtig zu gucken: Wie geht es mir?

Es ist niemanden damit geholfen, wenn Du mit ihm wohnst, aber es euch beiden nicht gut tut.

Zukunftsängste habe ich auch immer mal wieder - mal mehr mal weniger stark ausgeprägt. Aber es hat bisher noch immer einen Weg gegeben. Auch wenn es nicht Plan A war, dann eben Plan B oder Plan C. Es geht immer weiter solange man nicht aufgibt!
Das ist sehr unterschiedlich wie lange so ein "Schub" dauert. Vor allem ist es mit dem "Schub" nicht getan! Danach bedarf es noch einer teilweise noch länger andauernden Genesungsphase in der man für gewöhnlich nicht voll belastbar, teilweise (schwer) depressiv ist. Ich glaube, solange er nicht selbst- oder fremdgefährdend ist, muss er nicht unbedingt in die Klinik. Würde auch versuchen das zu vermeiden. Vielleicht kann er sich um einen Platz in der Tagesklinik bemühen, wenn ihm das beim letzten Mal half?

Im Akutfall kann es (erstmal!) reichen die Medis hoch zu setzen. Das Problem ist wie gesagt, dass das vorhandene Baustellen nicht löst und man auch wieder "runter kommen" muss vom Tavor zum Beispiel.
Und ich war da sehr sensibel und reduziere auch gerade mein Antipsychotikum. Ich kann meinen Alltag zu 97 % bewältigen, arbeite und habe einen kleinen Sohn und einen tollen Mann, der mich unterstützt, wen ich die 3 % erreiche, wo ich etwas Schonung brauche!

Viel Spaß beim Sport!
escargot


>> And the day came when the risk to remain tight in a bud was more painful than the risk it took to blossom <<
Anais Nin
zuletzt bearbeitet 31.05.2016 14:34 | nach oben springen

#27

RE: Angst vor Rückfall

in Treffpunkt für Angehörige 31.05.2016 15:50
von saartje | 358 Beiträge | 762 Punkte
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Liebe escargot,

eine räumliche Trennung kommt für mich zur Zeit nicht in Frage und für meinen Mann auch nicht. Ich bin immer recht lange arbeite, daher sehen wir uns frühestens gegen 19:00h. Morgens dafür etwas länger.

Nach seinem letzten Schub war er auch sehr depressiv. Und daher habe ich auch solche Ängste - er hat das letzte Mal so hart gekämpft und ich möchte nicht, dass nochmals dieser Weg vor ihm liegt.

Wie geht dein Mann mit der Situation um ?

LG
saartje


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#28

RE: Angst vor Rückfall

in Treffpunkt für Angehörige 31.05.2016 20:14
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Liebe Saartje,

das ist doch okay, wenn ihr euch nicht räumlich trennen wollt. War nur so eine Idee.
Dann gehst Du selbst wieder Vollzeit arbeiten?

Natürlich möchte man immer nur das Allerbeste für seine Liebsten! Das ist ganz normal. Leider läuft es eben nicht so. Aber ihr könnt eben sehen, dass ihr euch so viel wie möglich Unterstützung mit ins Boot holt. Wäre denn so eine Tagesklinik nochmal was? Oder eher nicht? Habt ihr sonst Möglichkeiten oder könntet diese morgen besprechen?

Mein Mann war anfänglich sehr hilflos und fühlte sich verdammt allein gelassen. Wir wurden auch ziemlich überrumpelt von der Krankheit. Mittlerweile gibt es aber einen Krisenplan und feste Absprachen und er vertraut mir voll und ganz bezüglich der Dosierung der Medikamente. Er sagt auch es sei meine Entscheidung wieviel und ob ich überhaupt was nehmen wolle. DAS finde ich sehr stark von ihm und ist sicher auch nicht immer leicht. In den letzten Wochen hatte ich teilweise (Frühwarn)symptome. Dennoch liegt die Entscheidung bei mir.
Ich brauche dieses Vertrauen auch, weil ich dann sicher(er) bin, dass er im Notfall richtig für mich entscheiden wird, sollte ich nicht mehr dazu in der Lage sein.

Liebe Grüße
escargot


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#29

RE: Angst vor Rückfall

in Treffpunkt für Angehörige 31.05.2016 22:31
von ashen-shugar (gelöscht)
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Hallo Saartje,

wichtig ist erst mal, das man einen kühlen Kopf bewahrt. Das ist jetzt leicht gesagt, aber sehr wichtig.
Deine Ängste sind verständlich, aber so was merkt auch dein Mann und das ist wenn man in einen Schub gerät nicht förderlich.

Dauernd deinen Mann zu fragen ob er was sieht oder hört, dürfte ihn nur weiter verunsichern und genau das Gegenteil braucht er jetzt.

Du hilfst deinen Mann am besten wenn du selber ruhig bist, so schwer das auch fallen mag. Sollte dein Mann "dinge" sehen die nicht da sind. Dann musst du das verneinen und im somit die Realität als Orientierung geben.

Gut ist das er schon mal eine Ärztin hat die Bescheid weiß und ihn behandelt. Das ist die halbe Miete.

Die andere Miete ist, das du ihn ein Stress freies Umfeld gibst. Also ihm erst mal alles vom Hals halten was ihn beunruhigen könnte. Er scheint nach deiner Beschreibung mit der Krankheit Erfahrung zu haben, also Frage ihn was er braucht, ob er kleine Arbeiten verrichten kann, wie z.B: Müll raus bringen oder mal eine Fensterbank putzen, oder ein mandala ausmalen.

Er wird dir schon sagen was er kann und was nicht.

Du machst die Sorgen um die Dinge wie z.B: ob er eine schwere Depression ausbilden könnte etc.
Das bringt erst mal gar nichts sich um "ungelegte Eier" zu kümmern. Wichtig ist jetzt das "hier und jetzt", was danach kommt, darum kümmert man sich wenn es soweit ist, wenn es denn eintritt!

Viele Grüße
ashen


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#30

RE: Angst vor Rückfall

in Treffpunkt für Angehörige 01.06.2016 13:15
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Hallo zusammen,

wollte mich nochmal bei Euch allen für die nette Betreuung bedanken. Ihr seid echt lieb, mir so zu helfen.

Heute morgen waren wir ja bei der Ärztin - mein Mann war sehr, sehr nervös vorher.
Er hat mir erzählt, dass er schon psychotische Symptome hatte, als er das Gespräch mit seinem Chef hatte. Die Symptome sind wohl jetzt weg, allerdings ist er sehr empfindlich und meint, dass es schon auch wieder kippen könnte.

Nach Rücksprache mit der Ärztin wird jetzt das Perphenazin auf 20mg erhöht. Ein bisschen unglücklich war, dass die Ärztin immer wieder betont, dass Perphenazin so ein altes Medikament ist und mein Mann über einen Wechsel nachdenken soll. Das möchte er aber nicht, da er ja 15 Jahre gut damit zurecht gekommen ist. Und zudem überfordert es ihn...

Er hört und sieht keine Dinge, die nicht da sind - ist aber ein bisschen misstrauisch anderen Menschen gegenüber.

Nach dem Arztbesuch war er wieder fix und fertig, hat aber was für sich gekocht und wollte jetzt was Mittagspause machen.
Ich musste ja direkt nach dem Arzt arbeiten...

Vielen Dank und liebe Grüße
saartje


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