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#16

RE: Montagsroman

in Betroffenen-Literatur 28.05.2016 23:58
von Hotte | 1.639 Beiträge | 4808 Punkte
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Plötzlich rief ein großer dicker Mann "Hey guckt mal alle, wer ich bin", packte mit beiden Händen je zwei Scheiben Brot, kreuzte die Arme und rieb damit seine Achseln ein. "Ich verteile das Brot unter den Armen!", kommentierte er und fing wie irre an zu lachen. Er steigerte sich derartig in sein Gelächter über sein Wortspiel rein, dass er anfing, zu hyperventilieren.


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#17

RE: Montagsroman

in Betroffenen-Literatur 29.05.2016 02:49
von ashen-shugar (gelöscht)
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Sie nahm die Wurst und aß sie genüßlich. Doch ihr Magen knurrte immer noch. Peinlicherweise schien das der freundliche Mann zu hören. "Möchtest du noch meinen Joghurt?". War unangemessen ja zu sagen, dachte sie. "Gerne, aber ich möchte dir nix wegessen", sagte sie. "nein, kein Problem" meinte der Mann. Irgendwas war in seinem Blick weiß sie ein wenig erröten ließ. Sie musterte den Mann genauer. Er hatte halblanges dunkelblondes Haar und grüne Augen mit weißen einsprenkeln. Sie wirkten Intelligent, wach und hatten irgendein gewisses etwas. "Stopp", dachte sie. In der jetzigen Lage waren Männer ihr geringstes Problem, oder?
Der Mann lächelte sie an während sie ihren Joghurt aß...


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#18

RE: Montagsroman

in Betroffenen-Literatur 04.07.2016 15:40
von Hotte | 1.639 Beiträge | 4808 Punkte
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Endlich Ruhe. Naja: Relative Ruhe. Ein Höllenlärm da draußen ist ständig um mich herum, tagsüber kommen und gehen Personal und Besucher und nachts läuft irgendeine arme Irre in Plateaustiefeln die Gänge auf und ab. Doch in mir ist es ruhiger geworden.
Das wird zum Teil der Chemie zu verdanken sein, die einfach alles ebnet und zum Teil der Tatsache, dass ich aus meinem üblichen Umfeld herausgerissen bin.
Von außen betrachtet scheine ich jetzt besser zu funktionieren, aber ich weiß, dass ich mich nicht mehr fühlen kann. Es ist, als wäre ich jemand anders.

Vorhin saß ich im Aufenthaltsraum beim Mittagessen mit den anderen zusammen. Das war die erste Mahlzeit, die ich nicht zurückgezogen in mein Zimmer einnahm.
Ich beobachtete ein Gespräch zwischen der schwarzhaarigen rassigen Schönheit namens Lydia und dem bärtigen langhaarigen Thilo Seifenstein, der sich dafür entschuldigte, sich ihr als Jesus vorgestellt zu haben. Respekt!
Wenn ich an meine Nummer mit dem Brot unter den Achseln denke, werde ich jetzt noch knallrot, während ich dies in mein Tagebuch schreibe, ohne dabei ausführlich zu werden.

So ganz habe ich mich noch nicht sortiert. Als ich frisch eingeliefert war, war ich noch sehr durcheinander. Ich erkenne das an dem Abschnitt über die große Löschtaste und den vielen Sprüngen. Sollte das hier eines Tages gedruckt werden, müsste ich vorher zumindest die Tagebucheinträge kursiv setzen und – aber so weit sind wir noch nicht.
Erstmal bin ich jetzt hier drin. In der geschlossenen Psychiatrie. In der sogenannten Albertus-Klinik. Leider hat dieser Name nichts mit Albert Einstein gemein. Wie wäre es denn mal mit einem John-Nash-Hospital? Darin würde ich doch gleich viel lieber genesen...

Ich bin stolz auf mich, dass ich es schon geschafft habe, am gemeinsamen Essen teilzunehmen. Nun habe ich also Thilo und Lydia kennengelernt. Sie haben mich noch nicht kennengelernt, weil ich mich zunächst aufs Beobachten beschränkt habe. Von der Slapstick-Einlage mal abgesehen. Heute abend schaffe ich es vielleicht, mich selbst auch vorzustellen. Immerhin weiß ich meinen Namen: Kurt Brettschneider. Steht so in meinem Ausweis. Wird wohl stimmen.
Als Schriftsteller komme ich manchmal durcheinander mit den Figuren, die ich erfunden habe und die nur Teile meiner Persönlichkeit repräsentieren und in meinen Romanen auftreten und dem, der ich tatsächlich insgesamt bin. Derjenige, der in dieser Realität verhaftet ist. In der Realität, in der ich in einem Zimmer in der Albertus-Klinik in Wesseling sitze. In der Psychiatrie. Und zwar in der Geschlossenen.

Was nun wohl Lydia und Thilo machen? Und wer war der andere Kerl, auf den Lydia ein Auge geworfen zu haben schien?


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#19

RE: Montagsroman

in Betroffenen-Literatur 12.07.2016 23:20
von Hotte | 1.639 Beiträge | 4808 Punkte
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"Nein, Thilo, ich nehme es Dir nicht übel, dass Du Dich zunächst als Jesus vorgestellt hattest. Wir sind doch alle hier, weil wir auf irgendeine Weise als krank eingestuft worden sind. Glaub einer von Krankel, das ist wirklich nichts Schlimmes." Lydia von Krankel sah Thilo Seifenstein einfühlsam an.
"Das tut so gut zu hören, Lydia. Ich hatte schon gehofft, dass Du Verständnis haben würdest, aber trotzdem ist es mir immer noch peinlich."
"Thilo." Sie sah ihn eindringlich an. "Das muss Dir nicht peinlich sein. Sieh es als Zeichen der Besserung, dass Du erkannt hast, dass Du Scham empfindest. Lasse sie zu, spüre sie, und dann lass sie ziehen."
Er senkte den Kopf, sann einen Augenblick nach und beobachtete ihren wippenden, mit Plateausohlen beschuhten Fuß und blickte ihr dann wieder in die Augen. "Du hast recht. Eigentlich gibt es keinen Grund, sich für eine Krankheit zu schämen. Ich fühle mich nur einfach nicht krank. Deshalb passt es für mich logisch nicht zusammen. Aber woher kennst Du Dich eigentlich so gut aus? Ich habe das Gefühl, Du würdest mir stundenlang zuhören, wenn es sein müsste. Bist Du Krankenschwester oder sowas?"


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#20

RE: Montagsroman

in Betroffenen-Literatur 17.07.2016 18:59
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Sie blickte zu Boden und schwieg. Sollte sie ihm von ihrer Gabe erzählen? Sie wusste nicht, ob sie ihm trauen konnte oder ob er es bei der nächstbesten Gelegenheit herumerzählen würde.
»Ist schon gut«, sagte Thilo. »Du musst nicht antworten.«
Erleichtert atmete sie aus.


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#21

RE: Montagsroman

in Betroffenen-Literatur 29.07.2016 10:26
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"Sagen Sie mal, Herr ..." Sie kam näher und kniff die Augen zusammen, als wolle sie von einem schlecht leserlichen Tattoo auf seiner Stirn seinen Namen ablesen.
"Ja, Frau Doktor?" Er sog den Duft ihres Parfums ein, das ihrem Kittel anhaftete und sich aufs Köstlichste mit dem krankenhaustypischen Ethanol mischte.
Sie zuckte zurück, als habe sie sich plötzlich bei etwas Verbotenem ertappt, trat einen Schritt zurück und lehnte sich dadurch unfreiwillig mit dem Rücken an der Wand an und heftete ihren Blick auf die Unterlagen für die bevorstehende Visite.
Hörbar atmete er aus. "Bernd."
Die Stationsärztin blickte auf und sah ihn stirnrunzelnd an.
"Entschuldigung, Frau Dr. Schreckenberg. Mein Name ist Bernd Eisenstein." Er streckte die Hand aus. "Ich bin der Praktikant. Sie wissen sicher, dass jemand heute seinen ersten Tag hat, der ein Schnupperpraktikum im Rahmen seiner EX-IN-Ausbildung zum Genesungsbegleiter machen möchte. Und jetzt wissen Sie auch, dass ich das bin und vor lauter Aufregung aus der Rolle gefallen bin."
Jetzt lächelte sie. Ein echtes Lächeln, bei dem sich an ihren blauen Augen erste Fältchen zeigten. Dieser Hauch von Imperfektheit unterstrich ihre Attraktivität.
"Anita Schreckenberg. Ich freue mich, Sie kennenzulernen."
Sie nahm seine Hand und ihre war angenehm trocken und warm. Er hielt sie den Bruchteil einer Sekunde zu lange fest.
Bernd musste sich erneut in Erinnerung rufen, dass er aus dienstlichem Anlass mit dieser Wahnsinnsbraut zusammenarbeiten wollte. Er durfte sich keine Entgleisungen erlauben, nur weil seine Phantasie wieder einmal mit ihm durchging.
"Unter Kollegen siezen wir uns hier, so wie wir auch die Patienten siezen."
"Klienten, äh, Patienten gegenüber würde ich gerne das professionelle Du verwenden, um meine, äh, besondere Stärke als Peer zu betonen", stotterte Bernd, "Das erleichtert es den ... Patienten, sich mir gegenüber zu öffnen, weil es sich mehr nach Augenhöhe, einer Begegnung von Mensch zu Mensch anfühlt. Sie sieze ich natürlich gerne, wenn Sie das so wünschen. Ich denke, dass ihre professionelle Distanz den Patienten gegenüber wunderbar durch meine professionelle Nähe ergänzt werden kann."
Der letzte Satz hat schon wieder mega-selbstsicher geklungen, lobte er sich. Bei der nächsten vergleichbaren Situation würde er sich wieder vorher Formulierungen zurechtlegen. Ein wenig Vorbereitung gab ihm Sicherheit und half ihm, die Nervosität gering zu halten.
"Herr Eisenstein", holte die Stimme der Ärztin den Fokus seiner Gedanken wieder in die Betrachtung der Außenwelt, "sind Sie damit einverstanden, wenn ich Sie gleich ins kalte Wasser schmeisse? Wie Sie vielleicht wissen, haben wir hier einen recht straffen Zeitplan einzuhalten." Ihre Hand lag bereits auf der Türklinke.
"Ich folge Ihnen unauffällig", nuschelte er.
"Am besten", sprach sie in den Flur, während er sich bemühte, mit ihrem Tempo Schritt zu halten, "Am besten wird es sein, Herr Eisenstein, wenn Sie die Patienten selbst aussuchen lassen, ob sie geduzt oder gesiezt werden möchten. Oder, was denken Sie?"
"Ja klar, so hatte ich mir das vorgestellt", beeilte er sich zu erklären, "natürlich soll das Du nur eine Einladung sein, die angenommen worden kann oder auch nicht. Unfreiwillig geduzt werden würde ich auch nicht wollen."
"Keine Angst", sagte sie und blieb stehen, um ihm ins Gesicht zu sehen. "Es wird Ihnen niemand den Kopf abreissen, weil Sie das Verhalten der ... klassischen behandelnden Berufe nicht eins zu eins kopieren. Das sollen Sie ja auch gar nicht. Ihre Kompetenz und Kernaufgabe als Genesungsbegleiter liegt doch sowieso woanders. Das wissen Sie doch, oder nicht? Stand jedenfalls so in Ihrer Bewerbung." Sie schmunzelte.
Oh mann, das gefiel ihm - sie gefiel ihm und vielleicht sogar ein bisschen zu sehr.


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#22

RE: Montagsroman

in Betroffenen-Literatur 15.08.2016 07:07
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Auf der Station wird Moses Sellmann eingeliefert. Moses hat ziemlich verwuschelte lockige Haare und weigert sich diese schneiden zu lassen. Und er liebt Jamaika-Rum. Leider ist er auf der Station nicht zu bekommen.

Also vertreibt sich Moses die Zeit mit Patiencen legen.

Die junge Frau sieht das und kommt auf ihn zu und sagt ...


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Sie denken, weil Sie mich nicht mögen, mag Jesus mich auch nicht. Aber, können Sie das beweisen?
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#23

RE: Montagsroman

in Betroffenen-Literatur 24.08.2016 05:41
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"Nein, so geht das nicht, junger Mann!"
Er schaut erschrocken auf ihren drohenden Zeigefinger.
"So können Sie mit Patienten nicht umgehen. So nicht!Nicht mit mir, mein Freund!"
"Patienten?", fragt er lahm.
"Pa-ti-en-zen!" brüllt sie jetzt ganz außer sich.


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#24

RE: Montagsroman

in Betroffenen-Literatur 24.08.2016 10:04
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"Nun, junge Frau", antwortet Moses, "was soll ich denn sonst tun? Hier ist es sooooo langweilig!"


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#25

RE: Montagsroman

in Betroffenen-Literatur 24.08.2016 12:08
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Daraufhin fiel der jungen Frau die Kinnlade runter und sie wusste nicht mehr, ob sie hier Stationsärztin, Patientin oder doch eher Krankenschwester war. Verdammt!


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#26

RE: Montagsroman

in Betroffenen-Literatur 02.08.2017 20:14
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"Frau Dr. Schreckenberg, wann werde ich denn endlich entlassen?"
"Das kann ich Ihnen nicht sagen, Herr Seifenstein, da müssen wir abwarten und sehen, wie es Ihnen geht, ja. Jetzt noch nicht. Tut mir leid."
Diese Warterei auf unbestimmte Zeit machte ihn fertig.


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#27

RE: Montagsroman

in Betroffenen-Literatur 02.08.2017 20:31
von Nadi | 892 Beiträge | 5302 Punkte
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Herr Seifenstein machte sich also daran, zu duschen.


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#28

RE: Montagsroman

in Betroffenen-Literatur 02.08.2017 20:31
von Schlafloser (gelöscht)
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Er hatte schon immer Probleme mit warten.
Warten auf den Bus, wenn er morgens zur Arbeit pendelte. Warten an der Kasse im Supermarkt. Warten im Stau, wenn er sich einmal im jahr einen Urlaub gönnte.
Sein ganzes Leben bestand gefühlt schon immer aus warten.
"Am Ende warten wir sowieso nur auf den Tot" sagter er auf einmal laut,
Fr. Scheckenberg blickte ihn erschrocken an und musterte genau jede Regung in seinem Gesicht und die Körpersprache.
"Tja, ok" sagte er laut , "da kann man dann wohl nix machen, typisch" und ging wütend zurück auf sein Zimmer.
Dr. Scheckenberg beobachtete den kurzen, wild gestikulierend, nicht warten wollenden Wutausbruch und drehte sich dann um ...


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#29

RE: Montagsroman

in Betroffenen-Literatur 02.08.2017 21:07
von UgoAdmin | 2.946 Beiträge | 11992 Punkte
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"Was für eine Verschwendung von Lebenszeit!" dröhnte Herr von Seifenberg. "Gottverdammt und warum bin ich eigentlich hier?" So sehr er auch versuchte, in seiner Geschichte einen roten Faden zu finden, er kam einfach nicht darauf. "So ist das wohl im Leben. Vielleicht ist das ja gar nicht das Leben, sondern nur eine Vorstellung davon in jemandes Kopf. Oder ein Traum von jemandem. Und plötzlich findet man sich in einer Irrenanstalt wieder. Die Tür geht zu und hier endet dein Leben. Der Traum ist aus." Wovon hatte er eigentlich immer geträumt? Das konnte er nicht mit Sicherheit sagen. Auch nicht, ob Frau Dr. Schneckenstein vielleicht ein Teil davon war. "Eigentlich ist sie ja ganz hübsch", dachte er. Aber in dieser Konstellation hatte er bestimmt nicht von ihr geträumt. Eigentlich sollte es genau umgekehrt sein: Sie ist eingesperrt und ER gibt die Kommandos, huch. Hatte er das etwa laut ausgesprochen?

Frau Dr. Schreckenberg eilte hurtig von dannen und drückte auf den kleinen roten Knopf, der als ihr Ohrring getarnt war.


zuletzt bearbeitet 02.08.2017 21:14 | nach oben springen

#30

RE: Montagsroman

in Betroffenen-Literatur 02.08.2017 21:41
von Schlafloser (gelöscht)
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Hr Seifenberg sah Frau Schreckenberg eindringlich in die Augen. "Die Ohrringe, darüber hatten wir uns doch schon unterhalten".
Fr. Schreckenberg fühlte sich ertappt. Sie merkte wie etwas ganz langsam ihren Arm entlang lief und gefühlt jedes Haar einzeln aufstellte.
"Aber, aber, aber", stammelte sie.
"Aber was" donnerte Hr- Seifenberg zurück. "Glauben sie immer noch sie können sich mit ihrem Ohrring in die Realität zurück drücken?"
Resigniert schüttelte er den Kopf "Ich dachte wir hätten das Thema schon durch".


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