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#1

Der Wahnsinn (Kleine Geschichte)

in Betroffenen-Literatur 16.05.2016 08:42
von Joseph | 140 Beiträge | 309 Punkte
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Einer sagt "Du hast uns in den Wahnsinn getrieben". Der Zweite erwiedert: "Wer hat mich
denn zuvor in den Wahnsinn getrieben?". Der Dritte sagt:"Sind wir den Tatsaechlich alle wahnsinnig?".
Der Vierte erleutert ganz klar:" der Wahn ist unsinnig!". Der Fuenfte meint:"Lasst uns doch aufhoeren
mit dem Wahnsinn!". Der Zweite redet enorm aus sich heraus:" Wahnsinn, Wahnsinn, Wahnsinn,
ich kanns nicht mehr hoeren und sehen!".

Das ist ihm zu viel und laesst sich mit der Stroemung davon treiben.
Doch kommt er nicht wirklich vom Wahnsinn davon. Aber fuer eine kleine Weile war er wenigstens frei davon.
Jedoch kam der Wahnsinn zurueck wie ein Boomerang und da er nicht damit gerechnet hatte, dass er zururck
kommt trifft er ihn mit einem heftigen Schlag. Der Wahnsinn ist jetzt so tief in seinem Kopf.

Wie wird er denn bloss frei davon? Egal wo man hin geht, egal auf welche Leute man trifft, man
verabredet sich immer wieder mal mit dem Wahnsinn. Doch auch wenn alle Menschen mal davon sind,
dann wird er geplagt durch wahndurchwurzelten Trauemen und Gesichten. Auf dem Bett wollte er sich mal
endlich ausruhen und zu sich slebst mal sagen koennen :"wenigstens hier werde ich Frieden finden".

Damit hatte er sich leider geteauscht, denn Gedankenzuege pfiffen in seinem Kopf. Dort war nun Hoechstverkehr
Gedankenautos,Gedankenflugzeuege,Gendankenhubschrauber,Gedankenmotorraeder und aller Hand Gedankenfahrzeuge.
Und auch oefters mal war da Stau. Da konnte er einfach nicht mehr klar denken und so hupte es in seinem Schaedel,
dass es anfing zu brumen.

Das ist uebertrieben!
Damit kommt er nicht klar!

Jahrelang quaellt er sich mit Depressionen. Schuldgefuehle plagten ihn. Er gab sich naemlich die Schuld fuer sein Unglueck selbst.
Aber er merkt, dass alle Menschen Fehler haben. Das schlimmste aber ist, dass er selber so ganz voller Fehler ist.
Er wuerde ja gerne zu sich selber sagen:"Ab nun bist du nur noch gut und tust nichts boeses mehr!".
Egal wie sehr er sich das wuescht und wie sehr er das will. Es klappt einfach nicht. Und so zerbricht er immer und immer wieder.
Wie ein Stueck Kreide, sodass es nur noch Kreidebrei davon gibt.

Ajajaj!

Schreiben kann man mit der Kreide nicht mehr im herkoemmlichen Sinne.
Bleibt da denn nichts anderes mehr uebrig als dieses Kreidebreipulver aus der Hand in die Luft zu pusten?
Staub wird zu Staub. Er faengt an zu denken, dass er seinen Frieden nur noch finden kann, wenn er sich schlafen legt und sich
letzendlich mit der Erde zudeckt in seinem Grab, das er sich selbst geschaufelt hat.

Gewissensfragen. Gewissen plagen. Aber nicht mehr unter'm Rasen.

Er ist sehr verbittert in seinem Leben.
Doch Er findet Hoffnung. Da ist noch mehr. Er weiss, dass Gott einem auch wohlleben lassen kann,
sodass er sein Gut geniessen kann mit einer froehlichen Seele.

Es hat wohl alles seine Zeit, doch man schafft es nicht allein.


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zuletzt bearbeitet 16.05.2016 08:55 | nach oben springen


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