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#1

Ist mein Freund Schizophren?

in Treffpunkt für Angehörige 03.02.2016 14:48
von Lina13 (gelöscht)
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Hallo ihr Lieben,

ich bin neu hier und wirklich froh darüber, dass es so ein Forum gibt.
Ich versuche mich kurz zu fassen und komme gleich zu meiner Geschicht.
Mein Freund hatte vor etwa vier Jahren eine Psychose, durch Drogen ausgelöst.
Er war damals ganz kurz nur in der Psychatrie, die Medikamente haben gleich geholfen.
Nun dachten seine Familie und ich es wãre alles gut, da es nur durch die Drogen ausgelöst war
und er seitdem keine mehr genommen hat. Doch jetzt plötzlich, nach vier Jahren verhält er sich
sehr merkwürdig (die Beziehung war auch so nicht immer einfach- wobei ich mir jetzt etwas erklären
kann warum)...auf jeden Fall war er vor ein paar monaten zunehmend niedergeschlagen zb unzufrieden
mit seinem Studium, da er mehr erreichen will und das obwohl er anfangs froh war den studienplatz
bekommen zu haben. Das waren für mich nur so kleine Zeichen, die ich als noch normal empfunden habe.
Doch dann von einem auf den anderen Tag hat er sich völlig fremd verhalten. Er hat sich von mir getrennt
und gesagt er hätte sich total in eine andere verliebt. Hat gesagt es muss so sein, er wird mit ihr wahrscheinlich
auch Kinder haben usw.....zu mir war er richtig verletzend und abweisend, hat gemeint er hat was besseres verdient...er wollte auch ausziehen.
Nach zwei, drei Wochen ist dieses " verliebt" sein wieder weggegangen. Seitdem sitzt er fast ausschliesslich noch vor dem
Pc, sagt er sei im Dienst und hätte wichtigeres zutun als seine Familie. Er redet auch immer von der nsa, vom bnd und das
alles hier gesteuert wird. Auserdem hält er sich für was groses. Er vernachlaessigt dabei immer mehr seine Familie, erledigt
gar nicht mehr das was wichtig ist, sondern gibt oefters sinnlos Geld aus, weil er meint jetzt mal raus zu muessen, um
abzuschalten....Leider glaubt er mir nicht, wenn ich sage, dass mit ihm was nicht stimmt und er nimmt keine Hilfe an.
Aber ich Liebe ihn, moechte ihm helfen, wir haben ein Kind zusammen...nur weis ich mittlerweile nicht mehr weiter...

Ich hoffe irgendjemand kann was dazu sagen.
Danke schonmal


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#2

RE: Ist mein Freund Schizophren?

in Treffpunkt für Angehörige 03.02.2016 19:32
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Hallo Lina13,

du hast gar nicht geschrieben, was für dich jetzt eine Erleichterung wäre.
Oft hilft es schon, wenn man den Blick dreht und nicht so sehr guckt, was dem anderen jetzt helfen könnte, sondern darauf, was braucht man selbst gerade? Ich kann mir denken, in eurer kleinen Familie mit dem Kind gibt es vieles, wo du Unterstützung brauchen könntest.
Freunde, Bekannte, Verwandte ... die Dir etwas abnehmen können.

Weil - es kann schon was bringen, wenn der Blick nicht so sehr auf IHM ruht, ob und was jetzt mit ihm los ist.
Hört sich vielleicht erst mal seltsam an, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass es sehr hilft, wenn die Dinge des Alltags geregelt werden, die vorher auf beide verteilt waren. Denn früher oder später kämest sonst Du an den Punkt, ihm (im Stillen) vorzuwerfen: "Du lässt mich im Stich!"
und das könnte die Situation eher noch verschlimmern.

Lieben Gruß, logo


zuletzt bearbeitet 03.02.2016 19:39 | nach oben springen

#3

RE: Ist mein Freund Schizophren?

in Treffpunkt für Angehörige 03.02.2016 19:51
von Lina13 (gelöscht)
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Da hast du Recht , seine Familie hilft mir soweit es geht.
Was ich mich bloß frage ist, ob so etwas von alleine wieder besser
werden kann, oder ob es ohne Medikamente immer schlimmer wird.
Da er ja keine Einsicht hat und ich mir Sorgen mache, dass das lange so
weiter geht bzw. schlimmer wird.

Danke fuer deine Antwort :)


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#4

RE: Ist mein Freund Schizophren?

in Treffpunkt für Angehörige 03.02.2016 20:19
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Gerne :-)
Aber eine Voraussage, was mit ihm in Zukunft sein wird, wäre so etwas wie Hellsehen und unverantwortlich.

Ich meinte, mehr als ihn entlasten und ihm ruhig sagen, dass sein Verhalten auf dich seltsam wirkt und du deswegen willst, dass ihr zusammen mit einem Profi darüber sprecht, kannst du leider nicht tun. Vielleicht kannst du auch mit einem Facharzt darüber sprechen, was der empfiehlt.
Das ist leider kein Trost :-(
tut mir leid.
Ich wünsch dir viel Kraft!

lg,


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#5

RE: Ist mein Freund Schizophren?

in Treffpunkt für Angehörige 03.02.2016 20:27
von Lina13 (gelöscht)
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Danke...es ist schon eine kleine Erleichterung wenn ich mal darüber schreiben kann.
Solange er es selber nicht einsieht wird wohl Hilfe nicht möglich sein.

Lg


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#6

RE: Ist mein Freund Schizophren?

in Treffpunkt für Angehörige 03.02.2016 20:45
von Molly | 3.342 Beiträge | 16539 Punkte
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Hallo Lina!

Wenn sein Verhalten zu schlimm wird, kannst Du ihn nur vor die Entscheidung stellen, dass er sich entweder behandeln lässt, oder Du dich von ihm trennst. Unter Umständen wäre das auch die einzige Möglichkeit, Euer Kind vor seinem Verhalten zu schützen.

PS:
Hast Du mal den Film "A Beautyful Mind" gesehen?

LG,


LG,
Molly

Mein Wahlspruch: Halte niemals mit einer Hand die Vergangenheit fest, denn du brauchst beide Hände für die Zukunft!
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#7

RE: Ist mein Freund Schizophren?

in Treffpunkt für Angehörige 03.02.2016 23:18
von Lina13 (gelöscht)
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Hallo,

Ich glaube das würde ihn in dem Zustand nicht mal interessieren,
Wenn ich ihn vor die Wahl stellen würde. Er denkt sowieso gerade,
alles was ist, muss so sein und bezieht jede Kleinigkeit auf sich bzw
sieht einen Zusammenhang. Auch Gefühle kann er nicht so richtig
empfinden, versteht nicht, dass er mich verletzt. Habe auserdem Angst,
dass er fremdgehen könnte. Wenn das so weiter
geht kann ich dennoch nicht mit ihm zusammen bleiben, wie du schon
sagst..es kann Ja kein Dauerzustand sein, gerade auch wegen unserem
Kind. ...den film habe ich leider nicht gesehen..

Liebe Grüße


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#8

RE: Ist mein Freund Schizophren?

in Treffpunkt für Angehörige 04.02.2016 08:44
von Hotte | 1.639 Beiträge | 4808 Punkte
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Hallo Lina,

das macht auf mich schon den Eindruck, als wenn Dein Freund psychotische Symptome zeigt.

Das mögliche Fremdgehen sehe ich hier ehrlich gesagt als geringeres Problem. Im Vordergrund steht (oder sollte stehen) für Dich zunächst einmal, wie Du mit der konkreten Situation zurechtkommst und wo Du Dich aussprechen und Dir Unterstützung bekommen kannst. Dann kommt Dein Kind dran (alltägliche Versorgung) und dann die Frage, wie Du Deinem Freund helfen kannst.
Gedanken über mögliche Seitensprünge sind zur Zeit nicht hilfreich, sollten aber später nach Abklingen der Psychose ausgesprochen werden.

Offenbar ist versäumt worden, nach der ersten Psychose ein Netzwerk aufzubauen, in das Dein Freund eingebunden wurde, so dass jetzt Kontakte und Ansprechpartner fehlen. Für den Menschen in der Psychose ist es jetzt wichtig, dass es Menschen gibt, sie sich seiner Sorgen und Befürchtungen annehmen, ihn nicht für verrückt erklären, sondern ernstnehmen und beruhigen. Ihm sollte eine Brücke zur Realität geboten werden, damit er sich nicht weiter in Gedanken um BND, NSA etc verstrickt.

Habt ihr nach den Erfahrungen der ersten Psychose einen Behandlungsplan für den Notfall vereinbart? Ist darüber gesprochen worden, welche Klinik Dein Freund bevorzugt, welchen Behandlern er vertraut, ist festgehalten, welche Medikamente wirksam waren? Ist er weiterhin bei einem Psychiater in Behandlung, den Du hinzuziehen könntest?


---
Wenn das Leben Dir Zitronen gibt, mach Limonade draus! (G. Sielaff)
Mein Blog: https://ingo-schreibt-anders.blog
Ich schreibe auch in der http://www.schreibkommune.de/. Dort findet ihr Geschichten und Artikel mit Themen rund ums Schreiben.
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#9

RE: Ist mein Freund Schizophren?

in Treffpunkt für Angehörige 04.02.2016 09:37
von Lina13 (gelöscht)
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Hallo,

er ist bei keinem Psychater mehr in Behandlung gewesen. Seine Mutter ist wohl davon
ausgegangen, dass es damals ausschließlich durch die Drogen war. Da er seit den vier
Jahren keine mehr nimmt und ja bis jetzt alles weitestgehend gut war, dachten wir es
wäre damit erledigt. Ich kannte mich damit auch überhaupt nicht aus bzw hatte keinerlei
Erfahrungen damit muss ich ehrlich sagen. Seine Mum hatte mal erwähnt, dass sie von dem
Arzt, der ihn damals behandelt hat die Medikamente bekommen wûrde. Aber sie will
ihren Sohn nicht hintergehen, weil er dann erst recht kein vertrauen mehr hat.
Ich bin mir auch sicher, dass er die Medikamente nicht nehmen würde, geschweige denn
selbst zum Arzt geht. Wenn ich ihn darauf angesprochen habe, dann sagt er er braucht keinen
Arzt, dass ich ja gar nicht wüsste was hier ab geht und er meint ich bräuchte ein Arzt.
Also mit normalen Gesprächen funktioniert es schonmal nicht, da wird er eher wütend
und böse.

Bis jetzt ist die Situation so, dass ich halt mein Ding und meine Aufgaben erledige und ihn
machen lasse. Meine Schwiegermutter versucht zu helfen wo es geht. So klappt alles
schon, ich wünsche mir nur wieder einen normalen Zustand und das es ihm gut geht.
Ihn interessieren die wichtigen Sachen, wie sein Studium, zurzeit kaum.
Das kann ihm ja auch die Zukunft verbauen.

Lg


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#10

RE: Ist mein Freund Schizophren?

in Treffpunkt für Angehörige 04.02.2016 10:14
von Hotte | 1.639 Beiträge | 4808 Punkte
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Offen gesagt habe ich den Eindruck - nun kenne ich ja niemanden von euch persönlich - dass die Schwiegermutter da keine große Hilfe ist.
Wie alt ist der Mann denn, dass die Mutter die Verantwortung dafür hat, ob er zum Arzt geht oder nicht? Also entschuldige bitte, aber das finde ich eine ungesunde Beziehung.
Er muss dringend lernen, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen.

Diese "normalen" Gespräche sind aus meiner Sicht teilweise ursächlich für Psychosen. Da werden (ohne böse Absicht!) Muster wiederholt, die dann entsprechende Gefühlsausbrüche bewirken.
Ich denke, Dein Freund hat tatsächlich recht, dass Du nicht weißt, was abgeht - nicht unbedingt hinsichtlich der Geheimdienste, sondern eben seine alltäglichen Gedankenwelten zu wenig kennst. Das wird damit zusammenhängen, dass er wohl - solange er gut in der Realität verhaftet ist und sich um sein Studium kümmert - seine eigenen Gedanken für "verrückt" hält oder Dich nicht damit belasten will oder schlichtweg die Zeit fehlt in dem Alltag, den ihr gewohnt seid. Durch die jetzige Situation - so erkläre ich mir Psychosen - wird diese Aufmerksamkeit erzwungen und so etwas wie "die Zukunft verbauen" (was mir auch eher nach der Schwiegermutter klingt) wird daneben absolut nachrangig.

Solche Aussagen von mir sind sicherlich nicht angenehm für Dich zu lesen und zu einem großen Teil auch auf Vermutungen begründet, da ich weder Dich noch Deinen Freund kenne. Dennoch bin ich davon überzeugt, dass ihr auch nach der jetzt akuten Krise Veränderungen in eurem Alltag anstrebend solltet, um langfristig von weiteren Psychosen verschont zu bleiben.

Eine Trennung ist natürlich eine Option und wenn die Vertrauensbasis bereits so sehr beschädigt ist, dass Du Dir Sorgen machst, evtl. betrogen zu werden, vielleicht sogar der leichtere Weg für Dich.
Willst Du den Weg mit ihm gehen, dann versuche, Dich ihm (wieder) zu nähern. Höre ihn an und schicke ihn nicht zum Arzt. Behalte für Dich im Hinterkopf, wo Du deutlich merkst, dass er "spinnt" und lass Dich nicht hineinziehen. Ihm fehlenden Bezug zur Realität vorzuwerfen, ist jetzt nicht hilfreich aber lügen hinsichtlich Deiner eigenen Überzeugungen musst Du trotzdem nicht. Das, was nicht realistisch ist, zu erkennen wird ihn viel Zeit und emotionalen Abstand kosten, ob mit oder ohne Medikamente. Der Weg zurück zur Realität sollte möglichst angenehm gestaltet werden. Ein Klinikaufenthalt gehört in der Regel zu den weniger attraktiven Optionen.

Eventuell kann die Schwiegermutter über den Arzt einen Psychologen engagieren, der euch in der jetzigen Situation beim Umgang mit eurem Angehörigen unterstützen kann. Man braucht für heilsame Gespräche zwar weniger dringend einen akademischen Grad als ein offenes Herz, aber gewisse Kenntnisse über die menschliche Psyche sind sicherlich von Vorteil. Insofern sich die Möglichkeit bietet, würde ich eine Person mit Erfahrung in Krisenbegleitung und Open Dialogue bevorzugen.

Soweit meine Ideen für den Moment dazu. Vielleicht ist es Dir doch neben der Aussprache an sich in irgendeiner Weise hilfreich.

Für später:
Vorsorgevollmachten sind sehr hilfreich, gerade bei einem gemeinsamen Kind. Auch Du kannst mal ungewollt in die Situation geraten, vertreten werden zu müssen. Wer sollte sich an Deiner Stelle um das Kind kümmern?


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#11

RE: Ist mein Freund Schizophren?

in Treffpunkt für Angehörige 04.02.2016 10:34
von Lina13 (gelöscht)
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Es ist Ja so, dass es für mich Auch belastend ist und ich nicht voraussehen kann,
ob sich der Zustand von alleine, ohne medikamente, überhaupt bessert.
Ich konfrontiere ihn damit schon gar nicht mehr, dass ich denke, er braucht HIlfe.
Aber die Situation wird dadurch Auch nicht besser. Natürlich kann ich nicht das verstehen,
was er da erlebt...für mich und unser Kind ist es dennoch schwierig...man möchte den
normalen Alltag wieder zurück und sich nicht um alles alleine kümmern müssen.
Das macht ein selber auch fertig.
Natürlich möchte ich ihn trotzdem nicht alleine lassen, weil ich weis wie er eigentlich
sein kann. Vllt kann mir Ja jemand sagen, ob sowas von selbst besser werden kann oder
ob es immer schlimmer wird ohne Medikamente bzw chronisch verläuft.


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#12

RE: Ist mein Freund Schizophren?

in Treffpunkt für Angehörige 04.02.2016 18:01
von Wolf (gelöscht)
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Hallo Lina13,

aus meiner Sicht zeigt er Symptome, die aus meiner Sicht wirklich der paranoiden Schizophrenie zumindest ähneln. (vorsichtig ausgedrückt)
Ich kenne das aus meinen eigenen Erfahrungen. Nur ging es mir damals so schlecht, dass ich jeden Strohhalm gegriffen habe, den ich finden konnte.
Das scheint mir bei deinem Freund nicht, oder noch nicht, gegeben zu sein. Leider.
Diese Wahnvorstellungen kenne ich auch. Nur hatte ich damals noch keine Ahnung von der Erkrankung. Dein Freund müsste da doch eigentlich mehr Kenntnisse haben, als ich damals.
Nun, ich habe von anderen gelesen (ob es stimmt, weiß ich nicht) dass man durchaus nach dem erstmaligen Auslösen durch Drogen wieder psychotisch werden kann.
Das sind natürlich keine guten Nachrichten für dich. Ich wünschte, ich könnte dir besseres schreiben, denn du bist ja schon genug belastet.
Es ist für uns schwer, wirklich zu helfen. Denn der Schlüssel liegt nur bei deinem Freund selbst.
Anderseits muss ich zu seiner Entlastung sagen, dass er seine Erkrankung nicht selbst bemerken kann. Viel zu real fühlen sich die eigenen Wahvorstellungen an. So ein Krankheitsgefühl kommt dadurch so schnell nicht auf.
Bleibt mir nur, die Daumen zu drücken, dass er mit deiner Unterstützung irgendwann zur Einsicht kommt.

Herzlichen Gruß vom Wolf


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#13

RE: Ist mein Freund Schizophren?

in Treffpunkt für Angehörige 04.02.2016 18:11
von Quietschi | 930 Beiträge | 1907 Punkte
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Hallo Lina13.
Auch aus meiner Sicht deiner Schilderungen zeigt dein Ex Symptome, die auf eine Schizophrenie hindeuten können. Von alleine wird das bestimmt nicht weggehen. Da helfen nur Medikamente. Ich glaube, man wird ihm erst helfen können, wenn er sich helfen lassen will und dazu gehört meist, dass die Krankheit erst schlimmer werden muss, bis - falls - er überhaupt ein Einsehen haben wird. Er muss erst eine Gefährdung für sich und/ oder andere darstellen, bevor man etwas bewirken kann.
Sieh nur zu, dass du nicht selbst unter die Räder kommst, weil du dir zu viel aufbürdest.
Liebe Grüße,
Quietschi


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#14

RE: Ist mein Freund Schizophren?

in Treffpunkt für Angehörige 04.02.2016 18:13
von Lina13 (gelöscht)
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Hallo Wolf,

Das ist ein lieb gemeinter Beitrag, danke dafür. Ich weis das er nichts dafûr kann und es zurzeit selbst nicht merkt.
Nur leider ist es für ein selbst auch sehr schwierig, einfacher wäre es sicherlich wenn wir kein Kind haetten und nicht
zusammen wohnen würden, dann könnte man sich auch mal aus dem Weg gehen, wenn es gerade stressig ist.
Ich glaube ich muss durchhalten und abwarten bis er selber eine Krankheitseinsicht zeigt, wie schon geschrieben
wurde. Leider kann ich ja doch nix tun, wenn von ihm selbst nichts kommt.

Lg


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#15

RE: Ist mein Freund Schizophren?

in Treffpunkt für Angehörige 04.02.2016 18:19
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Danke Quietschi,

Ja damals war es halt auch so, dass es erst ganz extrem werden musste, eh überhaupt jemand was tun konnte.
Aber da hatte er auch ganz plötzlich ne schlimme Psychose, durch die Drogen halt ganz extrem. Also nicht so
schleichend und über mehrere Monate wie jetzt. Mittlerweile sind es jetzt fast 3 Monate :(...

Lg


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