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#1

Alternative zur Psychiatrie: Peter Breggin (Psychiater in privater Praxis)

in Schizophrenie in den Medien 31.12.2015 19:34
von Serendipity | 292 Beiträge | 837 Punkte
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Peter Breggin arbeitet seit 1968 mit Patienten ohne Medikamente, schrieb viele Bücher und Artikel darüber.
Auch suizidale Patienten haben sich nicht umgebracht.

Part I: Peter Breggin, MD: Do You Have a Biochemical Imbalance? Simple Truths About Psychiatry
https://www.youtube.com/watch?v=ARZ2Wv2BoFs

Part II: Peter Breggin MD: How Do Psychiatric Drugs Really Work?
https://www.youtube.com/watch?v=W4Xb29geVwE

Part III: What is Medication Spellbinding? Simple Truths in Psychiatry Video #3
https://www.youtube.com/watch?v=cwIDfcc5Z3w

Part IV: Peter R. Breggin, MD: How to Help Deeply Disturbed Persons (Schizophrenia)
https://www.youtube.com/watch?v=0F_kLbtnWWM

Part V: How to Help the Suicidally Depressed Person
https://www.youtube.com/watch?v=t7OPWRqjaSQ


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#2

RE: Alternative zur Psychiatrie: Peter Breggin (Psychiater in privater Praxis)

in Schizophrenie in den Medien 31.12.2015 21:41
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Ich versuche mal, es auf deutsch zusammenzufassen.

Teil 1: Haben Sie ein biochemisches Ungleichgewicht?
Das einzige biochemische Ungleichgewicht, das im Hirn entstehen kann, ist das durch die Psychiater ausgelöste.
Er erklärt die Wirkweise von Prozac (amerikanisches NL, afaik). Seine Botschaft ist, dass das Gehirn einer psychisch erkrankten Person nicht "kaputt" ist, durch die Psychopharmaka aber in seiner normalen Funktionsweise beeinträchtigt und dadurch verändert wird. Er zieht Vergleiche zu Nikotin- und Alkoholgenuß und erzählt davon, wie ihn (unwissentlicher Konsum von) Koffein stimulierte.

Teil 2: Wie wirken Psychopharmaka wirklich?
Unsere Frontallappen sind das, was uns als Menschen vom Tier unterscheidet (grob übersetzt). Sie haben sich entwickelt, bevor es das Internet gab und befähigen uns dazu, soziale Beziehungen zu führen. Soziale Beziehungen sind kompliziert. Alle Psychopharmaka stören diese Funktion.
Warum also glauben wir, diese Medikamente würden helfen?
Wenn man Alkohol trinkt, dann beruhigt (sediert) das das Gehirn. Es fährt runter, wird langsamer. Das ist kein Beweis einer Funktion, sondern tatsächlich einer (harmlosen) Fehlfunktion. Natürlich braucht man kein Bier, aber man braucht auch keine Psychopharmaka.
Das, was als hilfreich empfunden wird, ist allesamt das Unterdrücken von Hirnfunktionen oder Auslösen von Fehlfunktionen.
Medikamente wie Abilify oder Risperdal wirken auf den Frontallappen und senken dort das Dopamin, so dass es einer chemischen Lobotomie gleichkommt. Auch Kindern werden Medikamente gegeben, die spontanes Verhalten unterdrücken und obsessives Verhalten erzeugen, so dass sie (er vergleicht das mit Käfigtieren) glücklicher, weil friedlicher, scheinen.
Wenn ein Patient zu seinem Arzt sagt, dass er sich mit den Medikamenten besser fühle als je zuvor, dann ist das kein gutes Zeichen - sondern oft erstes Anzeichen einer Manie, die durch das Medikament ausgelöst wurde.

Teil 3: Was ist Medical Spellbinding?
Er geht der Frage nach, warum Menschen Substanzen zu sich nehmen, die ihnen offensichtlich schaden. (Es ist immer die Rede von "drugs", aber das bedeutet ja nicht zwingend "Drogen", sondern auch "Medikamente".) Es handelt sich bei allem um psychoaktive Substanzen, ob legal oder illegal. Sie beeinflussen unser Urteilsvermögen. So fühlt man sich vielleicht fit, Auto zu fahren, ist dabei aber kurz davor, sich damit umzubringen.
Medikamente gegen Depressionen führen zu mehr Depressionen.

Den Kernsatz habe ich leider verstanden, daher auch nicht den Begriff Medical Spellbinding. Ich vermutet, gemeint ist der Teufelskreis, der entsteht, wenn Menschen Psychoparmaka verordnet bekommen und dann davon nicht mehr loskommen.

Teil 4: Wie man tief gestörten Personen hilft (Schizophrenie)
Er erzählt, wie er 1954 im Alter von 18 Jahren in der Psychiatrie angefangen hat. So lernte er, dass die Psychiatrie mehr schadete als nützte und der Kern, dessen, was zur Genesung führte, Beziehungen zu Menschen waren.
Er beschreibt den Fall einer Frau, die zu halluzinieren beginnt und Wahnvorstellung hat. Er sagt, dass es nicht so kompliziert ist, wie es aussieht. Das soziale Netzwerk dieser Frau hat sich begonnen aufzulösen. An wendet man sich, wenn man Angst hat, sich schämt, und niemandem vertrauen kann? In dem Fall flüchtet man sich in die Fantasie. Deshalb ist der Beginn von Recovery auch die Heilung der zerbrochenen Beziehungen in der Familie.
Er empfiehlt Behandlungen in der Soteria und ein finnisches Programm namens "Open Dialogue", das man googlen kann.
Offener Dialog bei Psychosebehandlungen
Diese Leute gehen auch wieder davon aus, dass es sich bei Psychosen um einen Weg der Sinnfindung handelt und man diese nicht durch medizinische Behandlung unterdrücken sollte, sondern stattdessen mit dem Dilemma arbeiten.

Ich finde diesen Ansatz sehr vernünftig, da mir ja auch die freiwillige Betreuung bei der integrierten Versorgung sehr hilft und durch rechtzeitige Krisengespräche schon oft die Verschlimmerung von Krisen und damit das erneute Ausbrechen von Psychosen vermieden werden konnte.
Ideal wäre nun, wenn ich einen Familien- und Freundeskreis hätte, der das tragen kann und nicht auf bezahlte Ansprechpartner zurückgreifen müsste. Leider ist unsere Gesellschaft heutzutage aber so, dass wir alle immer spezialisierter sind und auch immer weniger Zeit haben. Mittlerweile würde auch ich meine unbezahlte Zeit zuerst für mich nutzen, bevor ich welche erübrigen kann, um mich um andere zu kümmern.

Teil 5: Wie man suizidalen depressiven Menschen helfen kann
In seiner Praxis kam es nie zu Suiziden, allerdings gab er auch nie Psychopharmaka.
Das Kernproblem bei Depressionen ist der totale Verlust von Hoffnung. Er hat da einen systemischen Ansatz, möchte die ganze Familie therapieren. So wie ich verstanden habe, möchte er die Ursache der Depressionen beheben, indem er den geäusserten Unzufriedenheiten nachgeht und die entsprechenden Umstände ändert.

Da gehe ich nicht ganz d'accord. Es kann gut sein, dass man das eine Problem löst, dann aber mit etwas anderem unzufrieden ist.
Man sucht nur noch nach dem Grund für seine Gefühle, lässt aber die Ernährung ausser acht. In sehr vielen Fällen könnte es helfen, ausreichend Tryptophan (in Protein) zu sich zu nehmen, so dass im Darm das Serotonin in ausreichender Menge hergestellt werden kann. Denn häufig trauern Menschen - sicherlich berechtigt - einer schlechten Kindheit hinterher, können am vergangenen Geschehen aber nun auch nichts mehr ändern. Ändern lässt sich nur die Gegenwart.
Richtig ist natürlich, dass jeder Änderungswille eine Hoffnung für die Zukunft voraussetzt. Daher wird Ermunterung von außen sicherlich hilfreich sein, sollte aber auch auf fruchtbaren Boden fallen.


Wer besser übersetzen kann, nur zu!

Auf deutsch übrigens zum Thema Depressionen: http://nwzg.de/depressionen-krankheit-oder-symptom/
Es geht dabei darum, inwieweit unsere Nahrung Einfluss aufs Gehirn hat.


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#3

RE: Alternative zur Psychiatrie: Peter Breggin (Psychiater in privater Praxis)

in Schizophrenie in den Medien 31.12.2015 22:44
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Good work, hotte! h5 (= high five)

spell = magischer Zauberspruch
spellbinding = wie durch einen magischen Zauber an etwas gebunden sein, hier eben an die Medikamente

Teil 3 in Kürze
Wenn die Medikamente wirken, zerstören sie das biochemische Gleichgewicht.
(Also ihre Wirkung besteht geradezu darin, das Gleichgewicht zu stören.)
Sie erzeugen emotionale Gleichgültigkeit, sedieren, schränken die höheren Funktionen des Gehirns ein usw.

Medication Spellbinding ist offenbar der Name seines Konzepts:
Wieso nehmen Menschen Substanzen ein, die ihnen offensichtlich schaden und ihnen auch im weiteren Verlauf nicht gut tun?
Leute fühlen, sie könnten nicht ohne Alkohol, Marihuana, Kokain, Antidepressiva, Abilify oder Lithium (= Mood Stabilizer) durchs Leben kommen. Das sind alles psychotrope Substanzen. Es gibt keine zusätzliche Magie, bloß weil sie mit Rezept verschrieben werden.
Leute nehmen psychotrope Substanzen, obwohl die Lebensqualität sich dabei verschlechtert. Sie glauben sogar, sie brauchen mehr davon!

Leute kommen zu Dr. Breggin bei seinen Vorträgen und sagen ihm, wie sehr sie ihre Psychopharmaka brauchen.
Sie sehen so traurig aus, leblos, verletzt. Und trotzdem glauben sie, es geht ihnen wegen den Psychopharmaka besser.
Videos: 5-Jährige bevor sie Ritalin bekommen. Danach ist das Lächeln weg, eine Leere.
Und die Eltern bemerken, daß es mit 5 wie eine "Zündkerze" in der Familie war und jetzt wie ein "Hydrant".

Prinzipien des "Medication Spellbinding":
(Gilt für alle psychotropen Substanzen, nicht nur Psychopharmaka!!! Drogen, Alkohol usw.)

1. Alle psychotropen Substanzen verhindern, daß derjenige, der sie einnimmt, die schädliche Wirkung erkennt.
Sie schädigen den Frontallappen im Gehirn und damit die Fähigkeit, die schädliche Wirkung zu bemerken.
z.B. Jemand fühlt sich so als könne er besser Auto fahren als je zuvor und du siehst sie und weißt,
sie sind eine Gefahr für sich und andere im Straßenverkehr in diesem Zustand.
Psychotrope Substanzen schädigen unser Urteilsvermögen über deren Wirkung auf uns.
Und darum können Pharmaunternehmen unser Land mit diesen psychotropen Substanzen überfluten.

2. Wenn man psychotrope Substanzen länger einnimmt, beginnt man, sich leicht aufzuregen, wird schnell ärgerlich.
z.B. Man nimmt ein Antidepressivum, wird leicht ärgerlich und wütend, dann denkt man eher nicht: Das ist wegen dem Medikament!
Eher denkt man: Es ist meine Frau, mein Mann, meine Kinder, der Boß oder der Job.
Man wird nicht sehen, daß man durch die Substanz verändert wurde.
z.B. Gewisse Alkoholiker kommen nach Hause und sind sich sicher, daß die Frau und die Kinder jetzt geprügelt werden müssen.
Sie sind sich sicher, daß die anderen die Ursache für die Angst sind.
Diese Person geht zu den Anonymen Alkoholikern, wird nüchtern und verhält sich nie wieder so.
Dieser Mensch hat gelernt, ohne seine Droge zu leben und neue Regeln, nach denen er lebt.
Psychisch Kranke bekommen von Ärzten gesagt, daß das eben ihre Krankheit sei.
Man nimmt also seine Antidepressiva und die machen einen noch depressiver!
Dieser Warnhinweis steht sogar in jedem Beipackzettel. Wissen Sie das nicht?
Das wurde Ihnen von Ihrem Arzt wahrscheinlich nicht gesagt.
Ihr Zustand verschlechtert sich also und Sie werden höchstwahrscheinlich keinen Zusammenhang mit dem Medikament sehen.
Dann glauben Sie an die Meinung Ihres Arztes: "Sie müssen Ihre Medikamente nehmen.
Sie fühlen sich so schlecht wegen Ihrem chemischen Ungleichgewicht."
Das einzige chemische Ungleichgewicht, das Sie haben ist das, das er Ihnen gemacht hat.

3. Alle psychotropen Substanzen lösen aus, daß Sie glauben, Sie fühlen sich besser als je zuvor,
obwohl es Ihnen schlechter als je zuvor geht. Das kommt sehr häufig vor! Bei Kokain, Amphetaminen, Antidepressiva.
Sie lösen zuerst eine Euphorie aus.
Dieses Gefühl "Es geht mir besser als je zuvor" ist einer der gefährlichsten Orte, an den Sie kommen können.
In meiner forensischen Tätigkeit hab ich Leute getroffen, die jahrelang high auf Antidepressiva waren, während sie was angestellt haben.
(Geschichte, wie jemand Geld unterschlägt und es dann online stellt, während er die ganze Zeit glaubte, es ginge ihm besser als je zuvor.)
Seine Freunde dachten, er wäre auf Kokain. Nein, er war auf "psychiatrischem Kokain", er war high von Antidepressiva.
(Geschichte von jemandem, der Bote, LKWs usw. klaut und erwischt wird, als er eines durch die Ortschaft karrt.)
Er nahm Ritalin. Diese Stimulantien lösen Manien aus, obwohl sie eigentlich das Gegenteil bewirken sollten.

4. Unter psychotropen Substanzen tun Leute Dinge, die ihre Ethik und Moral ihnen nie gestattet hätte zu tun.
Menschen verüben bestialische Morde aus dem Nichts ohne Provokation gegen Unschuldige,
weil sie durch eine vom Medikament ausgelöste innere Unruhe so in Rage geraten sind.
Oder weil sie von einem Benzodiazepin ihre Hemmungen verloren haben.


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zuletzt bearbeitet 31.12.2015 22:50 | nach oben springen

#4

RE: Alternative zur Psychiatrie: Peter Breggin (Psychiater in privater Praxis)

in Schizophrenie in den Medien 31.12.2015 23:05
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Ich ahnte es. Der Ansicht war ich sowieso schon länger, dass es von der Strafbarkeit abgesehen keinen großen Unterschied zu machen scheint, welche Substanzen man sich reinpfeift. Bei vom Arzt verordneten Medikamenten sagen wir alle "prima, wenn Du Dich wohlfühlst damit" und bei den verbotenen Substanzen wird auf die Leute meistens herabgesehen. Dabei erfüllt beides dieselbe Funktion: Es hilft der Person kurzfristig, in der Gesellschaft zu funktionieren. Langfristig macht es sie kaputt. Sehr schade.

Bei den Familien anzufangen, damit diese wieder richtig funktionieren, ist sehr vernünftig. Denn dort wird die neue Generation geprägt und diese Leute nehmen ihre Umgangsformen mit in die Arbeitswelt. Den Arbeitsmarkt als Gesamtes diesbezüglich zu steuern ist mE unmöglich, wie man am Nichtgelingen der Integration Behinderter sieht.


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#5

RE: Alternative zur Psychiatrie: Peter Breggin (Psychiater in privater Praxis)

in Schizophrenie in den Medien 01.01.2016 02:24
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Werden in dem Film auch die Resultate gezeigt, die Peter Breggin beim Behandeln von "Schizophrenen" und "Suizidalen" erreicht hat?

Wirklich gute Arbeit, @Hotte!

Die Entwicklung der Neuroleptika und Antidepressiva wird ja als der große, revolutionäre Entwicklungsschritt gesehen. Ich betrachte sie mehr als radikale Vereinfachung der Behandlung. Ich glaube, dass die psychischen Hintergründe dessen, was wir Psychose nennen, sehr sehr komplex sind. Die Akuttherapie beruft sich auf eine Stilllegung der menschlichen Psyche. Der in den Augen der Allgemeinheit unzähmbare Depressive oder Schizophrene wird medikamentös ausgeschaltet, denn man möchte seine Präsenz nicht ertragen. Das Kranke in der Seele soll weggeschnippelt werden, um so eine oberflächliche Änderung herbeizuführen. Diese Änderung ist eine Änderung des Verhaltens. Ich nenne es Konformisierung. Man stellt sein eigenes Bedürfnis nach Ordnung über die Notwendigkeit, dem psychotischen oder depressiven Menschen eine sofortige Hilfe zu bieten, die sehr von Mitmenschlichkeit und intellektueller Weitsicht geprägt ist.

Man muss verstehen, in welchem Kontext sich die Psychiatrie in den industrialisierten Ländern bewegt. Es handelt sich nach meinem Dafürhalten um einen kulturellen Kontext, der sehr auf Arbeit, Leistung und Produktivität fixiert ist. Und alle, die nicht in das Idealbild eines selbstständigen Arbeiters passen, fallen durch das Raster. Jene werden bereits in der Psychiatrie auf einen unselbstständigen und schwachen Menschen reduziert. Das passiert unbewusst. Man unterstellt die mangelhafte Fähigkeit zu Veränderung. Gegen eine Unterstellung kann sich niemand richtig wehren, weil sie rational nur schwer widerlegbar ist. Um zu dieser Meinung zu gelangen, muss man sich oft genug gefragt haben, ob die Psychiatrie einem wirklich mehr schadet als nützt.

Alles scheint abhängig von unserer momentanen Gesellschaftsordnung zu sein, welche die Menschen dazu zwingt, sich als Machtmenschen aufspielen zu müssen. Ich nenne das kulturelle Verwirrung. Wir unterdrücken einander und nichts anderes tun wir im Verabreichen der Neuroleptika. Das ist eigentlich prinzipiell Bockmist. Und hier liegt wieder etwas, das dem Psychotiker oder Depressiven aufgebrummt wird: Es ist das Nachdenken über eine höchst komplexe Problemstellung, die das gesamte menschliche Miteinander betrifft. Anstatt dass wir diese Problemstellung gemeinsam lösen, also diese kulturelle Verwirrung erkennen, die der Psychotiker oder Depressive in sich trägt und sie erst krank macht, legen wir uns einander lahm und fungieren als Machtinstrument.

Ich wünsche mir den dagegen revoltierenden Geist der 68er Bewegung zurück in diese Zeit. Es wird darauf hinauslaufen, dass die Gesellschaft kollabieren wird. Aber vielleicht werden die Menschen erst am Abgrund sehen, dass sie Unrecht tun.


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#6

RE: Alternative zur Psychiatrie: Peter Breggin (Psychiater in privater Praxis)

in Schizophrenie in den Medien 01.01.2016 16:07
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Neuroleptika sind von der pharmazeutischen Wirkung her echt chemische Lobotomien. Sie legen im limbischen System die Nervenbahnen lahm. Dieses System ist dazu da, Gedächtnisinhalte mit Gefühlen zu verbinden. Früher wurde mit einem Pickel dort Hirnsubstanz weggenommen. Die heutigen Medikamente führen das Lobotomisieren also viel subtiler herbei.

Es macht schon Sinn, gewisse Sachen zu unterdrücken. Es macht aber auch Sinn, andere Dinge direkt wieder zu fördern. Eigentlich ist das nämlich die Funktion der sozialen Beziehung. Seltsamerweise sind die Genesungschancen in nicht industrialisierten Ländern besser. Dort haben wir zwar einen anderen kulturellen Kontext, der insgesamt auch reizärmer ist, aber es herrscht eine viel sozialere Sicht auf Psychosen vor. Allen voran natürlich Lappland mit dem "Offenen Dialog".

Ich komme mehr und mehr zu der Überzeugung, dass ich damals keine Neuroleptika oder nur eine geringe Dosis gebraucht hätte. Ich hätte mehr Zuwendung gebraucht. Keine Ärzte, die mich noch falsch diagnostizieren. Keine Krankenpfleger, die sich selbst zu schade sind, ihren Klienten durch viele Gespräche zu helfen. Eine Analyse meiner familiären Umstände hatte ich mir ja sehnlichst erwünscht, weil ich eine schwere Kindheit hatte. Es wurde aber nicht mal eine Anamnese angefertigt. Wer nicht kann, wird liegen gelassen. Das ist die Mentalität der Gesellschaft.

Kräftemäßig bleibt der Mensch immer mehr auf der Strecke. Das Zeitalter der Geschwindigkeit und des Wahnsinns. Kein Wunder, dass Veranlagte dann gut und gern auch mal aus dieser Realität aussteigen. Gewissen Leuten geht nämlich einiges noch sehr nah, was so an Ungerechtigkeiten im Hier und Jetzt passiert.

Ich finde es ja generell ziemlich abschreckend, dass die Psychiatrie von der Wahrheit ablenken will, dass nämlich ihre Insassen nicht nur krank sind, sondern einfach zeigen, dass einiges in deutschen Landen schief läuft. Und das auf der ganzen Welt.


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#7

RE: Alternative zur Psychiatrie: Peter Breggin (Psychiater in privater Praxis)

in Schizophrenie in den Medien 01.01.2016 18:16
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runnhide,

ein Detail sehe ich noch anders: Jeder Mensch hat die Veranlagung, psychotisch zu werden.

Zu Deiner Frage: Nein, er präsentiert in dem Video keine konkreten Ergebnisse im Sinne von Fall XY verlief so und so.


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#8

RE: Alternative zur Psychiatrie: Peter Breggin (Psychiater in privater Praxis)

in Schizophrenie in den Medien 01.01.2016 22:37
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Ja, du hast recht, @Hotte

Ich musste erst drüber nachdenken, aber ja, jeder Mensch hat das Potential psychotisch zu reagieren. Unter starker Folter, Nahrungsentzug oder langem Wachbleiben kann das stattfinden.

Es gibt also eine Basis-Veranlagung.

Eine Frage, die mir in den Sinn kam, ist auch, ob Psychosen nur wertlose Geisteszustände sind oder ob ihnen nicht auch eine Art produktive Kreativität zu Grunde liegt.


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#9

RE: Alternative zur Psychiatrie: Peter Breggin (Psychiater in privater Praxis)

in Schizophrenie in den Medien 01.01.2016 22:54
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Meine Erlebnisse (verdichtet) sind durchaus mit starker Folter vergleichbar, runnhide. Dazu kam damals vor der ersten Psychose noch Schlafmangel.

Aus meiner Sicht handelt es sich bei Psychosen nicht um einen Zustand, den man mutwillig herbeiführen sollte, um "mal so richtig kreativ zu sein" und auf diese Art eine außergewöhnliche Leistung zu erbringen, sondern eher um ein Mobilisieren letzter Kräfte, um die eigene Lebensgrundlage zu kitten. Was dringend notwendig ist zur Krisenvorbeugung und -behandlung, ist ein gesundes soziales Netzwerk.
Für mich sind es daher keine wertlosen Zustände, sondern um eine sehr schrille Alarmglocke, auf die ich dringend reagieren sollte. Allerdings bringt mir eine künstliche Verlängerung formaler Denkstörungen auch nichts, ganz im Gegenteil. Ich muss dringend kommunikationsfähig bleiben, um meine Anliegen zum Ausdruck bringen zu können.
Meine Bedürfnisse erkenne ich selbst leider oft erst an, wenn sie mir in Form von Gedankenrasen durch den Kopf spuken. Das mag daran liegen, dass ich mich selbst zu lange nicht wichtig genug genommen habe und meine Gefühle häufig unterdrückte und eigene Wünsche unterbewertete.


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#10

RE: Alternative zur Psychiatrie: Peter Breggin (Psychiater in privater Praxis)

in Schizophrenie in den Medien 02.01.2016 16:21
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Angenommen jeder Mensch trägt das Potential in sich, psychotisch zu reagieren. Angenommen jeder Mensch hat eine Basis-Veranlagung zu dieser "Flucht aus der Welt". Manche vielleicht mehr, manche weniger.

Dann müssten sich auch bei denen, die etwas weniger von einer intensiven Psychose betroffen sind (grob: Normalos), unter großem Stress psychoseähnliche Zustände zu beobachten sein. Es gibt doch diese kurzzeitigen Psychosen, die sich durch eine sehr traumatische Erfahrung bei jedem Bürger einstellen können. Das ist auch im ICD aufgeführt.

Es gibt demnach auch Basis-Symptome des Psychotischen. Eigenbeziehungstendenz als Vorstufe der Paranoia, Gedankenrasen als Vorstufe der Dissoziation, Affektisolierung als Vorstufe zur Affektverflachung.

Demnach ist es bei jemand, der eine chronische Psychose-Neigung hat so, dass es sich um normale Anteile des "Aussteigens der Realität" und um übersteigerte handelt.

Wer eine richtige Psychose hat, ist also nicht ganz krank, sondern nur halb krank. Dieser Gedankengang hilft mir, wenn ich das Stigma "krank" relativieren will.

@Hotte

Ich denke auch, dass die besorgniserregenden Veränderungen meiner damaligen Lebensumstände zu einer seelischen und emotionalen Folter geführt haben. Es war einfach zu viel auf einmal.

Ich gebe dir auf jeden Fall recht, Psychosen sollte man niemals herbeiführen. Das ist viel zu gefährlich für uns selbst und für alle anderen Menschen. Gerade der Erhalt der Kommunikationsfähigkeit und des Bewusstseins sind essentiell, um selbstständig zu bleiben und sich nicht mutwillig von anderen abhängig zu machen. Und bares Wissen schleppt niemand aus der Psychose mit.

Du verbindest mit einer Psychose eine Warnfunktion. Aber was wenn wir "nur" eine wenig konstruktive und plumpe Sicht auf diesen Mechanismus des Psychotischen haben?

Ich habe bereits mehrere Meinungen gelesen, bei denen davon ausgegangen wird, dass Psychosen die Tore zu den tiefsten Schichten des Unterbewusstseins öffnen. Sicher ist es nicht steuerbar und zerstörerisch. Aber es könnte sein, dass gerade wegen der "Wucht", die hinter der Psychose steckt, etwas von Wert oder etwas Konstruktives mit ihr verstrickt ist.

Da setzt vielleicht auch Hurleys Thread "Psychose als spirituelle Krise" an. Wenn man etwas Positives in den Trümmern finden könnte, dann müsste man sich nicht länger als unproduktiv und krank ansehen.

Ich denke, diese Bedürfnisse, von denen du sprichst, sind sehr spezielle Bedürfnisse des Menschen. Ich habe da so eine Ahnung, die ich nicht ganz ausdrücken kann.


zuletzt bearbeitet 02.01.2016 16:25 | nach oben springen

#11

RE: Alternative zur Psychiatrie: Peter Breggin (Psychiater in privater Praxis)

in Schizophrenie in den Medien 02.01.2016 16:43
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Mal abgesehen davon, dass wir hier inzwischen meilenweit Off Topic sind....

@runnhide
Anfang 2015 habe ich bewusst zwei Wochen lang dieses "Tor zum Unterbewusstsein" einen Spalt offen gehalten. Ich hatte Notmedikation, diese aber absichtlich nicht eingesetzt, nur ein bissl mit entspannenden Bädern und Baldrian abgemildert. Alles, was ich für so sehr wichtig hielt, schrieb ich mit. Irgendwie hatte ich das Gefühl, ich musste diesen Traum (Psychosen werden ja oft mit Träumen verglichen) zu Ende träumen, welcher 2012 so gewaltsam unterbrochen worden war. Und es ergab sich von selbst, dass ich mit der Zeit ruhiger wurde und dann auch wieder mehr schlief. Das hat mich sehr befriedigt und ich habe nun nicht das Bedürfnis nach weiteren Psychosen.
Gewaltsam geöffnet hatte ich diese "Tor" nicht; das hatte sich durch Schlafmangel aufgrund der enormen Geräuschkulisse um den letzten Jahreswechsel herum ergeben. Dieses Mal sind wir ja weggefahren, um dem zu entgehen.

Meinst Du, wir könnten etwas übersehen, für das Psychosen nützlich sein könnten, das über Selbsterkenntnis hinausgeht?

Was die Intensität meiner Psychosen angeht fürchte ich, dass ich da im Vergleich zu vielen anderen ziemlich "schlecht" abschneide. Ich hatte ja noch keine zwölf Stunden Symptome, als ich bereits zwangsuntergebracht und mediziert wurde.


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#12

RE: Alternative zur Psychiatrie: Peter Breggin (Psychiater in privater Praxis)

in Schizophrenie in den Medien 02.01.2016 17:18
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@Hotte

Ja, es ist Offtopic. Allerdings ist Peter Breggin ja wahrscheinlich auch gegen die geschwärzte Sicht auf Psychosen, die die westliche Medizin vertritt. Und wegen dieser Sicht legitimiert man hier das Spellbinding mit NL. Vielleicht ist es doch nicht ganz Offtopic. Jeder alternative Mediziner vertritt auch eine andere ideelle Sicht.

Für mich war der psychotische "Trance"-Zustand mehr eine Qual. Totale Stimmungsschwankungen. Von Angst nach unbändiger Freude, von Hass nach unbändiger Zuneigung. Ich habe auch alles aufgeschrieben, was mir zu der Zeit im Kopf herumspukte. Wenn ich heute auf meine Aufzeichnungen gucke, denke ich, das hat ein Höhlenbewohner aus der Steinzeit auf seine Höhlenwand geschrieben. Total kryptisch und orakelmäßig, ohne konkreten Bezug zu etwas.

Zitat von Hotte im Beitrag #11
Meinst Du, wir könnten etwas übersehen, für das Psychosen nützlich sein könnten, das über Selbsterkenntnis hinausgeht?


Ja. Es steckt für mich etwas Besonderes in Psychosen. In all den Trümmern, die sie hinterlassen, findet sich vielleicht doch ein Goldnugget. Aber das ist mehr eine intuitive Annahme von mir, die ich nicht mit reichlich objektivem Wissen anreichern kann.

Mir persönlich ist dieses "Neurotransmitter-Ungleichgewichts"-Postulat auch zu fad. Alles zu abgespeckt und materialistisch-abwertend.


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#13

RE: Alternative zur Psychiatrie: Peter Breggin (Psychiater in privater Praxis)

in Schizophrenie in den Medien 06.01.2016 18:14
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Zitat von runnhide
Neuroleptika sind von der pharmazeutischen Wirkung her echt chemische Lobotomien. Sie legen im limbischen System die Nervenbahnen lahm. Dieses System ist dazu da, Gedächtnisinhalte mit Gefühlen zu verbinden. Früher wurde mit einem Pickel dort Hirnsubstanz weggenommen. Die heutigen Medikamente führen das Lobotomisieren also viel subtiler herbei.



Genau das war mein Psychoseinhalt. Ich war überzeugt, dass ich mit kleinen Nanorobotern die mein Gehirn zersägten infiziert wurde. Ich hörte richtig wie es in meinem Kopf herumsägte. Es war der absolute Albtraum.

Nun so weit daneben lag ich wohl nicht *grins* Aber solches was ich vor 2 Jahren erlebt habe will ich nicht mehr durchmachen! Nur schon von dieser Erfahrung habe ich ein Trauma bekommen.


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