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#1

Schizophrenie erkrankter Sohn - Will keine Hilfe annehmen-!

in Treffpunkt für Angehörige 27.12.2015 12:20
von KarinST (gelöscht)
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Hallo zusammen

Ich bin Mutter eines Schizophrenie erkrankten Sohnes (25 Jahre alt). Seit nunmehr drei Jahren - ausgelöst durch Cannabiskonsum - leidet er an dieser Erkrankung. Seit seiner Diagnose hat er schon mehrere Psychosen und Klinikaufenthalte hinter sich. Anfänglich erfolgte eine ambulante ärztliche Behandlung, die er auch im Grossen u. Ganzen durchzog, doch schon kurze Zeit später unterbrach er die Behandlung. Seit dieser Zeit lebt er ohne Medikamente bzw. ärztliche Betreuung. Es fehlt ihm an Krankheitseinsicht, vor allem auf die Dauer gesehen. Muss dazu erwähnen, dass er eh von Haus aus psychisch vorbelastet ist (instabile Persönlichkeit). Er steht von Anfang an unter gesetzlicher Betreuung. Dieser seine Arbeit auch wirklich gut ausführt (ist oftmals leider nicht immer so der Fall). Mein Sohn lebt aus diversen Gründen schon lange nicht mehr bei mir , wohnt derzeit in einer Obdachlosenunterkunft). Habe schon lange zu ihm hauptsächlich nur noch telefonischen Kontakt. Die Gründe hierfür sind, dass er mich schon mehrmals respektlos behandelte.... ich mich zum Eigenschutz, was sein fahrlässiger Umgang mit seiner Krankheit betrifft distanzieren möchte (u.a. hatte er mal versucht, sich das Leben zu nehmen). Ich, sein Betreuer, Psychologen ua. haben schon in der Vergangenheit etliches versucht ihn auf dem richtigen Weg zu bringen, doch letztendlich schlugen alle Versuche fehl. Es ist so, dass er alles Mögliche macht, um seine Krankheit noch zu verschlimmern, Drogenkonsum, keine Medikation usw. Allerdings muss erwähnt werden, dass meiner Meinung nach, er sich derzeit nicht gross darunter leidet?!. Nun frage ich mich, möchte er sich nicht helfen lassen oder ist es ihm einfach nicht möglich, die Gefahren seins unsachgemäßen Handels zu verstehen? Sein Betreuer meinte dass nach einer mehrmaligen Psychose an sich schon Krankheitseinsicht gegeben sein müsste?! Doch vielleicht will er gar nicht sein Leben ändern...Therapie bedeutet ja auch Mitarbeit! Eine zwangsweise Unterbringung ist ja nur möglich, bei Selbst- bzw. Fremdgefährdung, beides ist derzeit bei ihm nicht gegeben! Außerdem würde es denn Gesetz des Falles, man könnte schon früher eingreifen - überhaupt was bringen, wenn der Erkrankte absolut keine Bereitschaft für eine Therapie zeigt? Ich denke mir, vielleicht würde es aber mit der Zeit sich ergeben zw. der Bereitschaft...wäre vielleicht eine Chance für den Erkrankten oder nicht? Bin ehrlich gesagt auch etwas hin u. her gerissen, einerseits würde ich ihm gerne helfen wollen (habe allerdings wie schon erwähnt, einiges probiert) andererseits will ich mich strikt von dem Ganzen abgrenzen...so nach dem Motto "er lebt sein Leben ich meins"! Na ja, wenn dass immer alles so einfach wäre

Erst mal danke fürs lesen

Gruss


1 Mitglied hat sich bedankt!
zuletzt bearbeitet 27.12.2015 12:22 | nach oben springen

#2

RE: Schizophrenie erkrankter Sohn - Will keine Hilfe annehmen-!

in Treffpunkt für Angehörige 27.12.2015 19:32
von Molly | 3.272 Beiträge | 16147 Punkte
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Hallo KarinST!

Bei Deinem Sohn spielt eben auch noch die Sucht eine Rolle. Wahrscheinlich kann er sich von seinem Drogenkonsum einfach nicht distanzieren und die Drogen feuern wiederum die Psychose an. Man müsste bei der Behandlung sicher zuerst beim Drogenkonsum ansetzen.

LG,


LG,
Molly

Mein Wahlspruch: Halte niemals mit einer Hand die Vergangenheit fest, denn du brauchst beide Hände für die Zukunft!
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#3

RE: Schizophrenie erkrankter Sohn - Will keine Hilfe annehmen-!

in Treffpunkt für Angehörige 27.12.2015 19:34
von Wolf (gelöscht)
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Hallo Karin,

ich habe gelesen!

Du beschreibst hier viele gedankliche Ansätze. Trotzdem mag ich sagen, dass dein Beitrag ser logisch-herb klingt. Natürlich kann man beschreiben, was einen Menschen so belastet.
Warum hat dein Sohn zu Kanabiskonsum gewechselt? Ich will dir weißGott keine Schuld zuschreiben. Verstehe mich da bitte nicht falsch. Oft ist es eben genau keine Frage von Schuld, sondern einfach nur, weil die Dinge sich unvorhersehbar entwicken.
Geanu, wie duch schreibst, kann er sein heutiges Leben, so wie es ist, besser ertragen. Wie muss dann sein inneres wirklich aussehen?

Alles Gute für Euch, vom Wolf


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#4

RE: Schizophrenie erkrankter Sohn - Will keine Hilfe annehmen-!

in Treffpunkt für Angehörige 18.01.2016 17:36
von Mona | 89 Beiträge | 159 Punkte
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Hallo Karin, bin auch Mutter eines Sohnes, bei dem Cannabis eine Psychose ausgelöst hat. Allerdings war er von Klein auf 'ängstlich' bzw hatte mit Ängsten, Vermeidung und auch Panikattacken zu tun. Als er noch unter 18 war musste ich ihn zwangseinweisen lassen, es folgte dann eine ganz schlimme Zeit in der er völlig unkontrollierbar war, mit Kumpels um die Häuser zog und mir so zusetzte dass ich schließlich selbst in die Psychiatrie musste. Ich kann sehr gut verstehen dass du dich so gut es geht selbst schützen willst. Andererseits ist es halt dein Kind... auch wenn ihm die Krankheitseinsicht fehlt so braucht er doch Hilfe, denn er kommt ja nicht klar.

Eine ganz üble Situation, und ich wollte, ich könnte dir einen patenten Ratschlag geben. Leider weiß ich dir nichts zu raten außer, dass du in erster Linie versuchst, dich selbst zu schützen, ohne dabei dein Kind aus den Augen zu verlieren. Gib ihn nicht auf, auch wenn es im Moment schlecht aussieht. Ich kann mir sehr gut vorstellen dass sich seine Einstellung irgendwann noch ändert, man kann wohl nichts erzwingen, auch wenn man noch so wohl meint. Daher pass gut auf dich auf, such dir gegebenenfalls unterstützung in Form von Angehörigengesprächen oder therapeutischen Gesprächen, und bleib trotz allem seine Mutter. Wer weiß, es ist doch sehr gut möglich dass er irgendwann umdenkt und Hilfe annimmt.

Wenn ich meine Sätze nochmal lese kommen sie mir irgendwie banal vor, aber es ist halt einfach furchtbar schwer, diese Gratwanderung. Ich wünsche dir von Herzen alles Liebe, und deinem Sohn ebenfalls.

Liebe Grüße,
Mona


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