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#16

RE: (Wie) Kann man einem Psychose-Betroffenen Grenzen setzen?

in Treffpunkt für Angehörige 16.09.2015 21:15
von DinaBerlin (gelöscht)
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Ich kann auch nicht verstehen, wie er da ausbrechen konnte und vor allem ZWEImal. Nach dem ersten mal hätten die besser aufpassen müssen. Ich musste jedes Mal durch so eine Schleuse wenn ich ihn besucht hab. Also eigentlich kommt man nicht raus. Ich glaube er ist durch ein Fenster geklettert, es war im Sommer als es so heiß war, deswegen waren die geöffnet. Nur dann müssten die noch zusätzlich gesichert sein oder nur gekippt. Er ist nach 7 Tagen ausgebrochen und dann 2 Tage später wieder. Er ist nach Außen relativ ruhig wenn er psychotisch ist, daher haben die Pflegekräfte seinen Zustand glaub ich etwas unterschätzt, weil er nicht zu den Patienten dort gehörte die randalieren und rumschreien, wie ich es dort auch schon erlebt hab. Er hat nur so Redephasen, die dann auch schon 1-3 Stunden ohne Pause gehen können, aber die bisher auch nur mir gegenüber. Seine persönlichen Sachen sind auch noch da. Das Krankenhaus weigert sich die rauszugeben solange er nicht erneut vorstellig wird und er weigert sich das zu tun.
Gibt es denn noch eine andere Möglichkeit ihn durch mich zwangseinweisen zu lassen? Letzte mal hatte ich den Notarzt gerufen und die dann die Polizei und nach langem hin und her und weil er total ausgerastet ist haben sie ihn dann letztendlich mitgenommen. Aber erst mal hat er vorm Haus ne halbe Stunde rumgeschrien und alle Nachbarn unterhalten, bis alle Formalitäten geklärt waren.


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#17

RE: (Wie) Kann man einem Psychose-Betroffenen Grenzen setzen?

in Treffpunkt für Angehörige 16.09.2015 21:21
von Quietschi | 930 Beiträge | 1901 Punkte
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Ja, normalerweise sind die Fenster einzeln abschließbar - das ist sogar auf der offenen Station so. Als vorletzte Möglichkeit sähe ich, dass er bei einem Psychiater vorstellig wird. Aber du sagst ja, dass er krankheitsuneinsichtig ist. Dann wird er sich auch dort keinen Termin holen. Oder eben eine Tagesklinik, wo er abends nach Hause dürfte und nur über Tag da bliebe. Aber wie gesagt - dazu müsste er ja krankheitseinsichtig sein und das ist er nicht. Andere Lösungen fallen mir nicht ein, denn er muss auf jedenfall medikamentös eingestellt werden, damit seine Psychose verschwindet.
Liebe Grüße, Quietschi


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#18

RE: (Wie) Kann man einem Psychose-Betroffenen Grenzen setzen?

in Treffpunkt für Angehörige 16.09.2015 21:53
von DinaBerlin (gelöscht)
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nach dem ersten Mal haben Sie wohl das Fenster in seinem Zimmer geschlossen und beim 2. mal ist er durch das Fenster im Fernsehraum... was soll ich dazu sagen....
Aktuell ist er dazu nicht bereit. Aber wenn er das nächste mal nach Hause kommen will, muss ich wahrscheinlich einfach hart bleiben und ihm sagen, dass das nur geht, wenn er sich vorher medizinisch behandeln lässt. Ich hab es jetzt lange mit gut zureden versucht und auch mit einfach keinen Druck machen, damit er vielleicht von selbst drauf kommt aber das hat nicht funktioniert. Dann ist es ein paar Tage erträglich und dann geht es wieder los so kann ich einfach nicht weiterleben. Er muss sich einfach behandeln lassen.


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#19

RE: (Wie) Kann man einem Psychose-Betroffenen Grenzen setzen?

in Treffpunkt für Angehörige 17.09.2015 11:01
von hausschuh | 144 Beiträge | 223 Punkte
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Hallo DinaBerlin.

Ich wollte dir nur mal sagen, dass ich es toll finde, dass du ihm die Chance geben willst, selber einsichtig zu sein. Aus meiner Erfahrung heraus möchte ich dir aber klar sagen, dass diese Krankheit auf jeden Fall sein Leben prägen wird. Auch die Erfahrung, wie er im Endeffekt in die Klinik gekommen ist. Bei mir war das nach dem Sprung von einer S-Bahn-Brücke. Meine Familie war dadurch sehr geschockt. Ich hatte aber den Vorteil, dass ich es selber so gewählt hatte und dadurch heute niemandem einen Vorwurf machen muss.

In Lappland(Finnland) werden Psychosen behandelt, indem zwei Professionelle zu den Betroffenen nach Hause kommen, und versuchen, die Krankheit im Kontext zu behandeln. Leider gibt es das in Deutschland nicht.

Die Möglichkeiten, die du hier hast, belaufen sich auf Krankheitseinsicht oder Zwangseinweisung.

Ich drück dir die Daumen, dass du ihn zu ersterem bewegen kannst. Das Problem ist ja auch, dass man den Wahn selber überhaupt nicht als Fehler wahrnimmt. Die "Probleme" der Menschen werden ja in einen komplett neuen Kontext eingebettet, und man selber fühlt sich als "Auserwählter" auch nicht unbedingt nur schlecht. Und Fakt ist, wenn er Medikamente bekommt, wird alles gedämpft, er wird viel weniger wahrnehmen. Wie du auch schon gemerkt hast, ist eine Klinik auch keine perfekte Lösung. Aber du als Angehörige hast den Druck weg. Es wird sich um ihn gekümmert und man versucht, ihm zu helfen.

Ich wünsche dir viel Kraft


Was wir wissen ist ein Tropfen; was wir nicht wissen, ein Ozean. Isaac Newton
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#20

RE: (Wie) Kann man einem Psychose-Betroffenen Grenzen setzen?

in Treffpunkt für Angehörige 20.09.2015 12:35
von comfortzone | 394 Beiträge | 533 Punkte
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Dieses Thema mit Angehörigen ist denke ich meistens tragisch.
Ob man einem Betroffenen Grenzen setzen kann, hängt denke ich auch damit zusammen, inwiefern die Person noch den Bezug zu einem Angehörigen hat.
Insgesamt male ich die Chancen da nicht so gut. Wie man Grenzen setzen kann, hängt wenn stark vom Kontext hat. Hier haben Außenstehende schlechte Einsicht, was manches vielleicht noch komplizierter macht.

Medikamente und/oder Therapie sind ein wichtiger Pfeiler, damit sich die Person überhaupt auch damit mehr auseinandersetzt und man darüber einen Schritt in die Tür bekommt.

Der erste Schritt dabei ist wahrscheinlich der schwierigste....daher das Wort tragisch...


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#21

RE: (Wie) Kann man einem Psychose-Betroffenen Grenzen setzen?

in Treffpunkt für Angehörige 27.09.2015 13:46
von whity (gelöscht)
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Huhu. Wie ist denn inzwischen die Lage? Ich denke auch, der einzige richtige Schritt ist hier wieder Zwangseinweisung. Allein schon zum Schutz von dir und eurem Sohn. Wichtig ist, dass du klar machst, dass er anderen gegenüber gefährdend ist. Sonst darf er nicht eingewiesen werden. Du kannst dann nur hoffen, dass die Klinik dazu gelernt hat und am besten mit den Ärzten zusammen arbeiten und einen Weg finden, ihn irgendwie zu einer Therapie zu überzeugen. Denn die momentane Situation zu Hause ist untragbar und macht euch kaputt. Alles Gute für euch.


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