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#1

Hirngespinster (Film über schizophrenen Vater)

in Schizophrenie in den Medien 11.09.2015 19:02
von Serendipity | 271 Beiträge | 735 Punkte
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Erschienen 2014, DVD bereits erhältlich

Inhalt und Infos dazu:
https://de.wikipedia.org/wiki/Hirngespinster
http://hirngespinster.de/


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#2

RE: Hirngespinster (Film über schizophrenen Vater)

in Schizophrenie in den Medien 19.10.2016 22:47
von Molly | 2.585 Beiträge | 11750 Punkte
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Link zum Film in der ARD-Mediathek bis 26.10.2016 : http://www.ardmediathek.de/tv/FilmMittwo...mentId=38420416


Mein Wahlspruch: Halte niemals mit einer Hand die Vergangenheit fest, denn du brauchst beide Hände für die Zukunft!
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#3

RE: Hirngespinster (Film über schizophrenen Vater)

in Schizophrenie in den Medien 20.10.2016 11:10
von Hope (gelöscht)
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Ich habe mir den Film angesehen. Als Angehörige konnte ich vieles verstehen. Ich fand aber, dass der Film vieles nur angerissen hat und nicht wirklich aufgegriffen hat....
- Was ja auffällt; der Vater arbeitet nicht wirklich. Die Mutter ist viel arbeiten. Die Familie hat Geldsorgen und Schulden. Geldsorgen sind sehr zermürrbernd. So eine Situation kann die materielle Existenz gefährden und das führt zu großer Unsicherheit bei den Angehörigen.
- Die Tochter kriegt die Stigmatisierung mega ab. Dazu ist ihr Vater in seinem Beziehungsverhalten nicht zuverlässig. Wie soll das eine so sehr arbeitende Mutter auffangen?
Aber bewundernswert, wie die Frau zu ihrem Mann steht!

Ich konnte das in meiner Beziehung nicht und gehöre zu den "Bösen" die ihren kranken Partner verlassen haben, weil mich das Szenrio in meinem Leben, dass dem in dem Film ähnelte so fertig gemacht hat. Ich fühlte mich als würde ich selbst krank werden!

Respekt an alle Angehörigen, die Kraft und Verständnis haben und sich selbst so zurücknehmen können in ihren Bedürfnissen!


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#4

RE: Hirngespinster (Film über schizophrenen Vater)

in Schizophrenie in den Medien 20.10.2016 11:23
von Molly | 2.585 Beiträge | 11750 Punkte
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Hallo @Hope !

Obwohl ich selbst betroffen bin, denke ich dass man als Kranker manchmal erst dann richtig aufwacht, wenn die Unterstützung vom Angehörigen wegfällt. Dann muss man sich nämlich bemühen alles selbst auf die Reihe zu bekommen, was sehr heilsam sein kann. Wenn man in dieser Situation nämlich in seiner surrealen Welt von Esoterik und/oder Verschwörungen bleibt, stürzt man unwillkürlich ab, wird mit Medikamenten zugedröhnt und ist auf die Unterstützung von Betreuern angewiesen. Das will ich für mich nicht!

LG,
Molly


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zuletzt bearbeitet 20.10.2016 11:25 | nach oben springen

#5

RE: Hirngespinster (Film über schizophrenen Vater)

in Schizophrenie in den Medien 20.10.2016 12:02
von hausschuh | 133 Beiträge | 179 Punkte
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Hallo Molly.

Du sagst, die Angehörigen sollen wegbrechen, damit man "richtig aufwacht". Das finde ich ganz schön krass.

Ich bin gerade in der Situation, dass meine Frau überlegt, mich zu verlassen.

Wenn ihre Unterstützung für mich wegfällt, werde ich ganz schön stürzen. Obwohl ich in der ganz realen Welt lebe, bedeutet mir ihre Nähe und ihre Hilfen im Alltag extrem viel. Das gilt ganz besonders, da wir ein kleines Kind zusammen haben, für das ich mir wünsche, dass es erlebt, wie seine Eltern miteinander umgehen.

Was heilsam daran ist, wenn man alleine lebt und jeden Abend alleine ins Bett gehen muss, kann ich momentan nicht sehen.

Vielleicht ändert sich das ja, wenn es soweit ist. Momentan ist es sehr traurig, mir das vorzustellen.

Gruß


Was wir wissen ist ein Tropfen; was wir nicht wissen, ein Ozean. Isaac Newton
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#6

RE: Hirngespinster (Film über schizophrenen Vater)

in Schizophrenie in den Medien 20.10.2016 12:16
von Jasper | 332 Beiträge | 679 Punkte
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Hi,

Ich finde die Aussage daneben und ziehe auch gleich einen Vergleich

mit 17 hatte Ich Kontakt zu harten Drogen , hätte mich mein Elternhaus fallen lassen, wäre Ich wahrscheinlich dabei geblieben.

Wenn man Pech hat bei dieser Formulierung verliert man den Boden ganz unter den Füssen, finde das daneben sorry, ohne meine Familie wäre Ich Heute nicht so stabil da bin Ich mir sicher.

Betreutes wohnen da würde Ich jetzt sitzen ohne Familie.

viele Grüße Jasper

P.S. warum kann man hier keinen FLOP/daneben mehr setzen?


No Risk , No Fun
zuletzt bearbeitet 20.10.2016 12:19 | nach oben springen

#7

RE: Hirngespinster (Film über schizophrenen Vater)

in Schizophrenie in den Medien 20.10.2016 12:32
von Hope (gelöscht)
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Hallo,

ich finde das ist ja jetzt mal eine interessante Debatte. Mir tut sie gut, da ich mich mit der Entscheidung meinen Partner zu verlassen sehr sehr schwer getan habe und daran knabber.

@Jasper: EIne Beziehung beenden, heißt nicht, dass man jemanden "fallenlässt"! Ich habe die Beziehung zu meinem Partner, dem Vater meines Kindes, beendet. Würde ihn aber NIEMALS fallen lassen. Wenn er sich behandeln lassen würde, wäre ich die erste, die ihn in der Klinik besucht! Wenn er betreut wohnen würde, wäre ich die Erste, die mit ihm sein neues Zuhause einrichtet. Blos in einer Paarbeziehung mit ihm zusammen sein....konnte ich nicht mehr...es war zu nah. Ich konnte mich nicht genügend abgrenzen, so dass ich anfing daran zugrunde zu gehen. Ich muss Verantwortung für mich übernehmen, um auch für unser Kind Verantwortung übernehmen zu können!

@hausschuh Ich habe quasi in den Schuhen Deiner Frau gesteckt. Eine beschissene Situation. Nach der Trennung habe ich mich gefühlt, als würde ich innerlich sterben. Ich sehe mein Kind an und fühle mich schuldig, da es ohne intakte Familie aufwächst.
ABER: Hausschuh: DU HAST EINFLUSS DARAUF WIE ES LÄUFT!!! Also krempel die Ärmel hoch und arbeite an Dir! Arbeite an der BEziehung! Bring Deiner Frau Blumen Mit! Sei ein toller Vater! Und wenn Du es nicht schaffst, hol Dir Hilfe! WErde aktiv! Ich drück Dir und Deiner Familie die Daumen!
Für mich denke ich, dass wenn mein Expartner zu einem Verantwortungsbewußten Umgang mit seiner Krankheit kommt und stabil ist...wer weiß.....vielleicht....


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zuletzt bearbeitet 20.10.2016 12:35 | nach oben springen

#8

RE: Hirngespinster (Film über schizophrenen Vater)

in Schizophrenie in den Medien 20.10.2016 14:36
von Molly | 2.585 Beiträge | 11750 Punkte
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Hallo @hausschuh: !

Ich habe in erster Linie von meinen eigenen Erfahrungen geschrieben. Damals als mich mein Mann vor die Tür, oder besser in die Klinik gesetzt hat, war ich das erste Jahr auch am Boden und wusste nicht wie es weitergeht.

Ich meinte auch nicht, dass einem die ganze Verwandtschaft fallen lassen soll, aber wenn eine Beziehung nicht mehr klappt, und das ist oft auch bei Gesunden so, muss man schauen, dass man auf eigenen Füßen steht. Meine Familie hat mir nur in groben Zügen geholfen, wieder selbständig zu werden und dann hab ich auch noch die Rente und die Arbeit in der WfbM, die mich stabilisieren (jedenfalls wenn es mir gut geht).

Was hat man davon, wenn man Abends miteinander ins Bett geht, aber mindestens einer von Beiden nur noch Dinge tut, weil man es eben nun mal als Ehepaar tut (wenn das mit unserer Medikation überhaupt noch funktioniert). Na ja, ehrlich gesagt hasse ich es auch, niemanden zum Ankuscheln zu haben, aber was solls... So wie ich jetzt lebe, kann ich mit meiner Krankheit und den immer noch vorhandenen Symptomen jedenfalls am Besten für mich selbst sorgen und meine eigenen Bedürfnisse pflegen, auch wenn ich mich in manchen Dingen einschränken muss. Ich brauche sehr viel Zeit für mich selbst. Wenn ich mir überlege, in dem Zustand wie ich es zur Zeit bin noch für kleine Kinder sorgen zu müssen, danke ich dem meiner Meinung nach nicht vorhandenen Gott dafür, dass das nicht mehr so ist. Mein Mann hat mich nur noch als Last empfunden und ich bin nicht gerne die dritte Wahl.

Klar verstehe ich Dich! Meine Kinder haben sehr unter der Trennung gelitten, ich hätte sie viel lieber hinterher auch bei mir gehabt und wäre auch aus genau diesem Grund niemals von selbst gegangen, aber wenn sie aus dem Haus gewesen wären, wäre es mir auf jeden Fall lieber gewesen, nicht mehr mit ihm zusammen zu sein. Das mag natürlich auch daran liegen, dass die Beziehung schon vorher kaputt war.

Das was ich geschrieben habe, sollte keine Abwertung von funktionierenden Beziehungen oder familiärer Hilfe allgemein sein.

LG,


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zuletzt bearbeitet 20.10.2016 14:39 | nach oben springen

#9

RE: Hirngespinster (Film über schizophrenen Vater)

in Schizophrenie in den Medien 20.10.2016 14:52
von Molly | 2.585 Beiträge | 11750 Punkte
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Hallo @Jasper !

Ich dachte eigentlich, wir schreiben in diesem Thread über partnerschaftliche Beziehungen unter erwachsenen Menschen und nicht über Jugendliche.

Mit Drogen ist das natürlich noch mal eine andere Sache. Du hast ja letzthin auch geschrieben, dass du immer noch kiffst. Ambulantes betreutes Wohnen würde vielleicht dafür sorgen, dass du das nicht mehr tust. Aber ich will dir da nichts vorschreiben. Du hörst das nicht gerne. Kiffen führt jedenfalls eher dazu, dass eine Psychose noch gepusht wird, als dass verschwindet.

Man muss auch mal Erwachsen werden. Ich schäme mich zB. dafür dass ich damals nach dem letzten Klinikaufenthalt vier Monate lang die Couch meiner Mutter beanspruchen musste. Ich suche mir schon Hilfe, aber ich versuche niemals, jemanden auszunutzen.

Deine Signatur ist doch immer "No risk, no fun". Ich stehe nicht so sehr auf Risiko. Dafür aber auf Nachdenken und sich absichern. So kommt man besser durchs Leben.

LG,


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zuletzt bearbeitet 20.10.2016 15:00 | nach oben springen

#10

RE: Hirngespinster (Film über schizophrenen Vater)

in Schizophrenie in den Medien 26.10.2016 13:10
von hausschuh | 133 Beiträge | 179 Punkte
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Hallo @Hope,

danke für deinen stärkenden Impuls!

Wie alt ist denn euer Kind?

Wir haben gerade sehr mit dem Stress zu kämpfen, den ein kleines Kind und gleichzeitige Arbeit beider Partner bewirkt. Bei mir passiert es dann öfter, dass ich aggressiv reagiere. Ich nehme den Stress auf, zum Beispiel, wenn unser Sohn schreit und interpretiere dann alles, was meine Frau tut als böse, unfähig, Absicht. Ich sehe sie nur noch mit den Augen des Misstrauens.
Das sind oft kleine Auslöser, dass ich mich darüber ärger, dass sie zeigt, dass sie angestrengt ist. Dieses Eingeständnis von Schwäche genügt mir, um mich innerlich von ihr abzuwenden. Dann saugt mich der Kreisel ein und in mir baut sich eine Spannung auf, die immer größer wird und mich Sachen sagen lässt, die ich später bereue. Auch Nachdenken funktioniert dann kaum noch.
Wie ein kopfloses Huhn laufe ich dann meiner Frau hinterher und bitte sie um Verzeihung.

Ihre Reaktion ist, mich zu ignorieren, wodurch ich noch mehr getriggert werde und provoziere, um eine Reaktion zu erhalten.

Die Trennung, die neulich im Raum stand, ist momentan auf Eis gelegt. Aber die Probleme sind da und ich kann mir an zwei Händen abzählen, dass es nicht lange dauern wird, bis wieder eine Eskalation alles in Frage stellt.


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#11

RE: Hirngespinster (Film über schizophrenen Vater)

in Schizophrenie in den Medien 26.10.2016 22:06
von Hope (gelöscht)
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Lieber @hausschuh

unser Sohn war grad ein Jahr alt geworden, als die Psychose seines Vaters akut wurde.
Und in der akuten Phase merke ich: Psychotiker und kleine Kinder vertragen sich nicht gut. Ein quengendes Kind ist schon für einen Gesunden nervig und ein psychisch angeschlagener Mensch hat noch weniger Ressourcen damit umzugehen. Das ist dann wie ein Kreislauf....ein nervöser angespannter Erwachsener überträgt seine Anspannung auf das Kind, so dass das Kind unruhig und angespannt wird. Haben die Eltern Probleme, ist die Atmosphäre vergiftet, was das Kind merkt.
Ich habe das Gefühl unser SOhn hat feine Antennen dafür, wie psychotisch sein Vater ist und seitdem sein Vater nicht mehr hier lebt, ist er auch wieder viel ausgeglichener.
Soviel dazu.....FAZIT: Nicht nur für Eure Beziehung, sondern auch für Euer Kind müsst ihr Eure Probleme lösen.
Und der Weg dahin ist wie bei allen Paaren gleich: Ihr müsst miteinander reden und Verständnis zeigen.
Ich denk Deine Frau sollte Verständnis aufbringen, dass Du eventuell nicht so viele REssourcen hast, wie weniger krankheits- oder stressbelastete Väter. Jeder Partner von einem Erkrankten ist da sehr gefordert. Ansonsten musst Du vielleicht einen Weg finden, in den schwierigen Situationen anders zu reagiern.....dich vielleicht rausziehen, auf den Balkon gehen, ne Runde um den Block joggen...
Bist Du in Therapie: Vielleicht kannst Du das Thema in die Therapie nehmen und dann auch da mit Deiner Frau sprechen....vielleicht hilft eine Paartherapie? Ihr müsst halt irgendwelche Absprachen treffen, mit denen beide Leben können..
Ich hab bischen Deine Geschichte gelesen....scheint heftig! Für Dich und für Deine Frau.
Aber wenn Du wieder stabil bist, könnt ihr zumindest in einen Aushandlungsprozess kommen....

Und auch wenns bitter ist: Wenn man als Paar nicht mehr funktioniert, kann man vielleicht als Eltern fuktionieren. Getrennte Wohnungen, geregelte Zeiten, wann man mit dem Kind was macht. Kein Alltags-Hick-Hack sondern Quality-Time mit dem Kind.
Und wenn die Beziehung schlecht läuft und dich Deine Frau triggert.....ich mag nicht über Beziehungen anderer Leute urteilen....aber manche bleiben aus Angst vor Veränderung oder weil sie an der Idee der heilen Familie festhalten. Kämpfen für eine Familie ist immer gut und zu früh aufgeben sollte man nicht! Aber manchmal kann eine gewisse Distanz helfen.
Eine Freundin hat ihre Beziehung "gerettet" indem sie nur noch wenig Zeit mit ihrem Ehemann verbracht hat....sie haben aufgehört auf einander zu hocken, jeder ist seinem Nachgegangen aber dadurch wurden sie wieder spannend füreinander und haben ihre Ehe retten können :-)

Alles Gute Euch!


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#12

RE: Hirngespinster (Film über schizophrenen Vater)

in Schizophrenie in den Medien 27.10.2016 11:39
von hausschuh | 133 Beiträge | 179 Punkte
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Hi @Hope,

ich glaube, du hast deine persönliche Ansicht, was gut für dein Kind und für dein Leben ist.

Für mich wäre ein Scheitern meiner Beziehung ein schrecklicher Schlag.
Ja, ich habe Angst davor. Außerdem fühle ich mich nicht stark genug, mit den Anforderungen an einen Patchwork-Papa klarzukommen.

Danke für deine Tips. Auch das "Luft in die Beziehung pusten" finde ich eine angenehme Vorstellung.

Beim nächsten Termin mit meinem Therapeuten werde ich das Aggressionsproblem thematisieren.

Alles Gute für deine kleine Familie, du bildest ja auch mit deinem Sohn eine Einheit, die wachsen und gedeihen kann.

Du hast bestimmt eine klarere Sicht auf das, was wichtig ist.

Viel Glück und alles Gute euch zwei.


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#13

RE: Hirngespinster (Film über schizophrenen Vater)

in Schizophrenie in den Medien 27.10.2016 11:48
von Hope (gelöscht)
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Lieber @hausschuh
Ich fand patchwork und finde es immer noch auch schrecklich. Und ich heul mir die Augen aus dem Kopf weil ich sehe, dass der VAter meines Kindes unserem Kind kein wirklicher Papa derzeit sein kann. Ich finds sehr sehr schmerzhaft. Es zerreist mich innerlich. Von daher kann ich Dein Gefühl nachfühlen.
Auch wenn meine Beziehung zunächst gesc heitert ist, träume ich weiterhin zumindest davon,d ass wir getrennt als Eltern funktionieren werden, wonach es nicht aussieht gerade.

Das Thema in Deine Therapie zu nehmen ist eine super Idee. Ich wünsch Euch dreien das Beste und drücke die Daumen!


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#14

RE: Hirngespinster (Film über schizophrenen Vater)

in Schizophrenie in den Medien 22.11.2016 17:54
von hausschuh | 133 Beiträge | 179 Punkte
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Hallo @Hope.

Kurzes Update: Wir waren inzwischen zwei Mal bei der Paartherapie, die wir schon länger machen. Hier wurde nun auch die Option der Trennung besprochen. Wir haben uns beide dagegen entschieden. Nun steht einiges an Beziehungsarbeit an. Das weitere Vorgehen wurde geklärt, wir haben Zettel mit Infos mitbekommen. Jetzt soll eine Zäsur stattfinden, aus der wir gestärkt hervorgehen sollen.

Ich habe Hoffnung. Gerade weil ich auch mit meinem Therapeuten angefangen habe, hinzuschauen. Er hat mir ganz klar signalisiert, dass der Löwenanteil an unseren Problemen bei mir liegt. Das hat mich sehr wachgerüttelt. Heute in der Paartherapie habe ich das dann auch zugegeben und es hat uns beide entlastet.

Unser Sohn hat auch unglaubliche Antennen. Sobald bei uns der Ton etwas schärfer wird, merke ich, wie er überfordert ist. Das ist das Allerwichtigste, dass wir für ihn eine erträgliche Stimmung halten. Er muss gerade sehr viel schaffen, weil er allmählich in die Trotzphase eintritt und seinen Willen erprobt. Das ist für uns beide genug Forderung, ich bin unglaublich froh, dass wir gerade ein gutes Gefühl zueinander haben und so einen gemeinsamen Kurs einschlagen können.

Wie läuft es bei euch?

Viele Grüße


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#15

RE: Hirngespinster (Film über schizophrenen Vater)

in Schizophrenie in den Medien 23.11.2016 10:19
von Hope (gelöscht)
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Lieber @hausschuh
das klingt ja alles super. Ein erster Schritt in die richtige Richtung! Und mit dem ersten Schritt beginnt ja bekanntlich jede Reise! Ich drück Euch ganz fest die Daumen, dass ihr den Kurs beibehaltet.
Bei uns ist es auch für mich positiv verlaufen. Ich habe es auch in meinem Thread geschrieben. Der psychotische Zustand von meinem Expartner hattes sich nicht gebessert. Es ist alles immer mehr und mehr eskaliert. Seine Familie hat sich entschlossen ihn wieder bei sich aufzunehmen. Er hat Zugestimmt. Ich habe seine Ausreise organisiert. Er lebt nun wieder bei seiner Familie, 8000 km entfernt, auf einem anderen Kontinent.
Unter positiv stellt man sich was anderes vor, ich wieß. Aber für mich ist es positiv, weil ich weiß, dass sich seine Familie kümmert und ich hoffe, dass er dort seine Krankheit angehen wird.
Nach dem was passiert ist, will ich keine Beziehung mehr mit ihm eingehen. Ich hoffe aber, dass wir ihn besuchen können, sobald es im besser geht. Mit seiner Familie stehe ich im guten Kontakt.

Euch alles Liebe und danke für Dein update!


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