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#1

beginnende psychose?

in Treffpunkt für Angehörige 07.09.2015 15:13
von hermine (gelöscht)
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hallo,
bin neu hier; weder betroffene noch direkt angehörige, aber durch unsere familiensituation mit im thema:
die mutter der kinder(20/23) meines mannes befindet sich derzeit offenbar in einer schweren seelischen krise. mein mann hat seit jahren nur noch sehr eingeschränkt kontakt zu ihr, da sie ihn immer wieder auf beleidigende und realitätsferne weise mit mails und sms belästigt hat. der kontakt zu den kindern ist eng und gut; sie werden demnächst, zumindest vorübergehend, bei uns wohnen, da ihre mutter sie quasi(die tochter sogar in deren abwesenheit) vor die tür gesetzt hat.
vor kurzem wurde die mutter von der polizei in einem nachbarort aufgegriffen, da sie orientierungslos wirkte und sich "seltsam verhielt".
ihr sohn musste sie von dort abholen; sie sprach mit ihm anschließend nicht über das geschehene.
mich suchte sie mehrfach in meinem geschäft auf(obwohl wir überhaupt keinen kontakt zueinander hatten)und sprach mit mir, als sei ich eine gute freundin. sie umarmte mich sogar.
nun ist sie letzte woche überraschend ins ausland geflogen; deutete am telefon ihrem sohn gegenüber wohl an, sie wolle dorthin auswandern, wurde dann dort am flughafen wieder aufgegriffen, weil sie offenbar ohne ticket die rückreise antreten wollte.
sie wurde in eine psychiatrische klinik gebracht und muß nun von einem angehörigen von dort abgeholt und nachhause gebracht werden. da sie keine anderen angehörigen hat, wird das wohl ihr sohn tun.
er studiert und lebte bislang überwiegend im studentenwohnheim am studienort; die tochter beendet jetzt einen einjährigen auslandsaufenthalt und wird demnächst hier am ort ein studium aufnehmen. der kontakt beider zu ihrer mutter war also im letzten jahr nicht sehr direkt, aber beide bestätigen, daß ihre mutter in gesprächen zunehmend verwirrt wirkte.
sie ist aufgrund von arbeitsunfähigkeit frühpensioniert und sozial extrem isoliert.
wir machen uns große sorgen, denn die kinder sind zwar keine kinder mehr, aber noch jung und am beginn bezw. mitten in ihrer ausbildung, und nun bekommen sie eine solche verantwortung aufgebürdet. mein mann möchte zwar aufgrund der früheren vorkommnisse nichts mehr mit seiner ex zutun haben, wird aber natürlich dennoch dasein müssen, um rat oder hilfestellung zu geben.
wir wissen einfach nicht, was da auf uns zukommen kann.
meine fragen daher: wonach hört sich das an, was ich hier beschrieben habe, kann das auf eine beginnende psychose hindeuten?
wie können wir helfen, wenn sie wieder da ist?
grüsse, hermine


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#2

RE: beginnende psychose?

in Treffpunkt für Angehörige 07.09.2015 16:14
von Quietschi | 930 Beiträge | 1907 Punkte
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Hallo Hermine.
Inwiefern wirkte sie verwirrt? Gab es dazu Angaben von der Polizei an den Sohn? Und was haben die Leute in der Klinik denn gesagt?
Wir sind keine Ärzte. Natürlich könnte es sich bei ihr um eine Psychose handeln, oder aber auch um eine Demenz. Dazu müsstest du genaueres über ihre Verwirrtheit schreiben, um es klarer eingrenzen zu können. Jedenfalls wird man nicht in die Klinik eingeliefert, wenn man klar bei Sinnen ist. Soviel steht schon mal fest.
Liebe Grüße,
Quietschi


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#3

RE: beginnende psychose?

in Treffpunkt für Angehörige 07.09.2015 16:15
von UgoAdmin | 2.947 Beiträge | 11996 Punkte
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Hallo Hermine,

es ist nicht möglich, aus der Ferne das Verhalten eines Menschen zu beurteilen und eine Diagnose zu erstellen. Dass die Person "verwirrt" wirkte und sich "seltsam verhielt" ist viel zu ungenau, als dass man dadurch zuverlässig etwas über eine bestimmte Erkrankung aussagen könnte. Die Schizophrenie-Erkrankung ist gekennzeichnet durch bestimmte Symptome und einen bestimmten Verlauf, z.B. hören die Betroffenen Stimmen oder haben Wahnideen. In der Klinik, wo sie sich gerade aufhält, wird man bestimmt rasch feststellen, was deiner Bekannten fehlt und wie dem abgeholfen werden kann. Als Laien können wir ohnehin keine verbindlichen Auskünfte geben.

Grüße,
Admin


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#4

RE: beginnende psychose?

in Treffpunkt für Angehörige 07.09.2015 17:50
von Mona | 89 Beiträge | 159 Punkte
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Hallo und herzlich Willkommen hier. Ich bin Angehörige (Sohn ist betroffen) und schließe mich an, eine Ferndiagnose ist sicher nicht möglich, aber in der Klinik wird man der Ex deines Mannes sicherlich helfen können.

In wie weit Ihr da helfen könnt gestaltet sich schwierig, es kommt sicher auf das Krankheitsbild an. Bestimmt sind manche Menschen in einer betreuten Einrichtung besser aufgehoben als allein daheim, und ich denke die beiden Kinder sind möglicherweise noch zu jung um all das was auf sie zu kommen könnte ab- bzw aufzufangen. Sicher hat die Klinik auch einen Sozialdienst, der vielleicht weiterhelfen kann.

LG
Mona


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#5

RE: beginnende psychose? neue entwicklung

in Treffpunkt für Angehörige 08.09.2015 13:28
von hermine (gelöscht)
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Hallo, danke für die antworten! wir haben eine panische nacht hinter uns, denn gestern abend ist die betroffene aus der klinik weggegangen und war die nacht über unauffindbar; die polizei wurde alarmiert. sie hat mit ihren kindern von einem fremden handy telefoniert und wahnvorstellungen geäußert. nun haben wir heute morgen die deutsche botschaft eingeschaltet und die fanden heraus, daß sie wohl gottseidank wieder zurück in der klinik ist; auf welchem wege das geschah, wissen wir bislang noch nicht.
wie sie nun dort weggeholt werden kann, müssen wir jetzt klären; wir denken, ihr sohn kann die verantwortung nicht übernehmen, alleine mit ihr zurückzufliegen. und wie es dann weitergeht, wenn sie wieder da ist, keine ahnung. wer regelt dann ihre persönlichen angelegenheiten; kann sie in ihrem zustand vollmachten erteilen; was ist, wenn sie hier in eine klinik müsste, das aber nicht will?
wir sind natürlich erstmal heilfroh, daß ihr nichts passiert ist(frage mal am rande: wie,verdammt nochmal, konnte es überhaupt dazu kommen, daß sie diese klinik so einfach verlassen und stundenlang draußen herumirren konnte??), aber da kommt sicher noch so einiges auf uns zu.
grüße, hermine


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#6

RE: beginnende psychose? neue entwicklung

in Treffpunkt für Angehörige 08.09.2015 15:14
von Quietschi | 930 Beiträge | 1907 Punkte
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Hallo Hermine,
wie sie aus der Klinik heraus kommen konnte, das ist eine gute Frage. Vielleicht hatte man ihren Zustand falsch eingestuft und sie nicht in eine geschlossene Abteilung, sondern in die offene gesteckt. Patienten in der offenen Station haben durchaus auch Möglichkeiten, um das Gelände auch mal verlassen zu können. Wenigstens ist sie jetzt wieder in der Klinik.
Normalerweise behalten die einen in der Klinik solange man akut ist. Sie dürfte also erst mal nicht aus der Klinik kommen, auch nicht mit Leuten, die die Vormundschaft für sie übernehmen, meine ich. Genau weiß ich das aber auch nicht.
Ich hoffe, ihr habt erst einmal Ruhe.
Liebe Grüße,
Quietschi


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#7

RE: beginnende psychose? neue entwicklung

in Treffpunkt für Angehörige 08.09.2015 21:13
von Molly | 3.342 Beiträge | 16551 Punkte
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Hallo Hermine!

Du schreibst, dass sie im Ausland ist. Es kommt dann wahrscheinlich schon darauf an, welche Gesetze dieses Land im Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen hat und inwiefern diese auch für Ausländer gelten.

Ob sie in Deutschland in eine Klinik muss, hängt sicher davon ab, inwieweit sie selbst- oder fremdgefährdend ist, sollte sie nicht freiwillig dorthin gehen.

LG,


LG,
Molly

Mein Wahlspruch: Halte niemals mit einer Hand die Vergangenheit fest, denn du brauchst beide Hände für die Zukunft!
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zuletzt bearbeitet 08.09.2015 21:13 | nach oben springen

#8

RE: beginnende psychose? neue entwicklung

in Treffpunkt für Angehörige 10.09.2015 11:28
von hermine (gelöscht)
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hallo,
wir haben jetzt den notfalldienst ihrer krankenkasse eingeschaltet und hoffen, daß die uns weiterhelfen können.
sorgen machen wir uns nun natürlich auch zunehmend wegen der kinder; ich denke, wir müssen dafür sorgen, daß die beiden soviel abstand wie irgend möglich zum weiteren krankheitsgeschehen ihrer mutter haben. der sozialdienst hier vor ort, mit dem ich telefoniert habe, legte mir dringend ans herz, daß die kinder sich beraten lassen sollen um erkennen zu können, daß sie keine verantwortung für ihre mutter übernehmen können. das kann nur diese allein tun oder/und eben fachleute; ob nun stationär oder ambulant.
keinesfalls sollte sie zum beispiel wieder von einem der kinder von irgendwo abgeholt werden, wo sie auffällig geworden ist.
wir werden noch einige gespräche führen müssen.
grüsse, hermine


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