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#1

Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 01.06.2015 18:00
von Mona | 89 Beiträge | 159 Punkte
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Ich war heute beim Sozialpsychatrischen Dienst wo man mir leider überhaupt nicht weiterhelfen konnte. Ein netter Psychologe meinte mein Sohn solle einen Schwerbehindertenausweis beantragen, ansonsten sollte ich ihn nach seinem Klinikaufenthalt nicht mehr aufnehmen damit das Jugendamt und der Sozialdienst der Klinik gezwungen sind, umgehend eine Bleibe in einer Wohngruppe zu organisieren. Dies sei sowohl in seinem als auch in meinem Interesse, er müsse selbständig werden und ich mich um mich selbst kümmern (bin ja leider auch nicht ganz gesund).

Ich könne auch zum Amtsgericht gehen, um eine gesetzliche Betreuung für meinen Sohn zu beantragen.

Tja, das sagt sich für einen Außenstehenden ja so leicht! Fakt ist, dass mein Sohn ja ausziehen möchte, er wird aber innerhalb der nächsten 2 Wochen entlassen und das Jugendamt hat bislang noch keine Wohngruppe für ihn aufgetan. Soll ich dann allen erstes meinem Sohn sagen dass er zusehen soll wo er bleibt, ich nehme ihn nicht mehr auf?? Das wäre doch ein absoluter Vertrauensbruch, wo ich ihm uneingeschränkte Unterstützung versprochen habe.

Natürlich muss er von daheim weg, und natürlich ist dieser Schritt unerlässlich für seine Selbständigkeit und somit auch für das Meistern seiner Erkrankung, aber ich kann ihn doch nicht von jetzt auf gleich daheim rausschmeißen, oder?

Gerade jetzt wo die Diagnose Schizophrenie noch so neu ist braucht er doch eine Familie, die für ihn da ist!

Mich würde mal Eure Meinung dazu interessieren.


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#2

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 01.06.2015 18:14
von Quietschi | 930 Beiträge | 1901 Punkte
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Hallo Mona.
Ich halte es auch für keine gute Idee, wenn er dann quasi obdachlos wäre. Für die Übergangszeit bis zum Wohngruppenplatz muss dein Sohn ja irgendwo hin. Ich würde sagen, nimm ihn ruhig bei dir auf. Ist ja nur vorübergehend. Ich finde du hast völlig recht mit deiner Einschätzung. Lass dich nicht verrückt machen. Das mit dem Schwerbehindertenausweis lässt sich ja parallel in die Wege leiten.
Tja, nicht jeder Psychologe taugt auch was, sag ich da. Du machst das schon ganz richtig, so wie ich das von außen beurteilen kann.
Liebe Grüße,
Quietschi


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#3

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 01.06.2015 18:15
von snuggles (gelöscht)
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Hallo Mona,

also irgendwo muss dein Sohn ja wohnen, wenn er aus der Klinik entlassen wird.

Vielleicht kannst du bis zum Zeitpunkt der Entlassung einen Platz für das betreute Wohnen organisieren, das wäre dann auch kein Vertrauensbruch. Falls sich bis dahin kein Platz findet, muss dein Sohn eben erstmal noch in der elterlichen Wohnung leben, anders geht es ja nicht.

Auch wenn dein Sohn vorerst noch bei dir lebt, wirst du über kurz oder lang eine Wohngruppe für ihn finden, daher könnt ihr es auch langsam angehen lassen.


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#4

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 01.06.2015 18:35
von LuckyLive (gelöscht)
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Hallo Mona,

nun kenn ich deinen sohn nicht so gut, doch käme für ihn auch eine medizinische reha in betracht ?
du kannst dich sicher bei irgendeinem sozialpsychatrischem dienst in deiner nähe nocheinmal beraten lassen.

lg


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#5

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 01.06.2015 18:47
von Hotte | 1.621 Beiträge | 4651 Punkte
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Ich war nach der Akutklinik in einer Tagesklinik. Wenn das für ihn eine Option wäre, könnte er bei Dir übernachten, würde aber nicht den ganzen Tag zu Hause rumhängen, sondern wäre beschäftigt.


---
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#6

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 01.06.2015 18:54
von Wolf (gelöscht)
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Hallo Mona,

du kannst natürlich deinen Sohn nicht aussperren. Das macht keine Mutter.
Ich finde Hottes Vorsschlag gar nicht so schlecht. Natürlich brauchst du da wieder den Arzt deines Sohnes, der Tagesklinik verschreiben kann. Und vielleicht findet sich dort jemand, der für die Unterbringung deines Sohnes gegen die Ämter kämpfen kann. Denn da braucht man Erfahrung im Umgang mit den Ämtern. Und vielleicht findet sich in der Tagesklinik jemand vom Sozialpsychiatrischen Dienst, der bereit ist, euch zu helfen.

Gruß vom Wolf


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#7

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 01.06.2015 19:16
von Mona | 89 Beiträge | 159 Punkte
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Das mit der Tagesklinik wäre eine Idee! Die Tagesklinik von der Akutpsychatrie hier in der Nähe hat auch einen Fahrdienst, ich war selbst im Anschluss an meinen Klinikaufenthalt dort und habe den Fahrdienst in Anspruch genommen. Das wäre in sofern wichtig weil mein Sohn ja keine öffentlichen Verkehrsmittel nehmen kann. Allerdings haben die eine längere Wartezeit... na mal sehen, ich kann ja da schon mal anrufen und anfragen.

Das Schlimmste wäre sicher wenn mein Sohn sich wieder in seinem Zimmer verschanzt und Tag und Nacht am PC sitzt. Ich kann nur darauf vertrauen dass die Leute in der Klinik ihm entsprechende Tipps gegeben haben wie er seinen Tag halbwegs strukturiert. Das ist halt das Blöde, immer hat man eine Wartezeit, egal wie dringend man eine Maßnahme benötigt.

Nochmal zum Schwerbehindertenausweis, ich hab ja selbst einen und sehe nicht wirklich einen Vorteil darin. Wie schaut das denn bei Euch aus? Habt Ihr einen und in wie weit hilft er Euch weiter?

Ich möchte mich nochmal ganz herzlich für die vielen Antworten und Tipps bedanken - ich sehe es nicht als selbstverständlich an dass man sich der Belange Anderer annimmt und ich freu mich wirklich über jeden Hinweis und jeden Rat


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#8

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 01.06.2015 19:37
von Wolf (gelöscht)
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Hallo Mona,

Zitat von Mona im Beitrag #7
ich sehe es nicht als selbstverständlich an dass man sich der Belange Anderer annimmt und ich freu mich wirklich über jeden Hinweis und jeden Rat


Ja schau, so ergibt die eigene Erkrankung einen Sinn. Sie ist ja Teil unseres Lebens. Und da liegt es doch nur nahe, dass man sein Wissen weiter gibt. Und dieses Forum ist so gut, dass es uns dieses ungestört ermöglicht. Daher sitzen wir alle in einem Boot.

Was mir gerade einfällt: Mich hat man damals in der Tagesklinik auf Grund meiner Diagnose paranoide Schizophrnie vorgezogen. Vielleicht gelingt dir das auch. Und wenn dein Sohn sich lieber hinter seinem Computer verschanzt, ist doch die Tagesklinik genau richtig, sein Leben neu zu erlernen. Ich zehre heute nach 12 Jahren noch davon.

Herzlichen Gruß vom Wolf


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#9

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 01.06.2015 19:38
von Fiene (gelöscht)
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Hallo Mona,

für unsere Tochter stecken wir in einer sehr ähnlichen Situation, allerdings mit dem Unterschied, daß sie bereits
einen Betreuer hat (was wir auch wollten, da ihre letzte Psychose viel zu heftig war).

Dieser muss nun nach einer betreuten Wohnmöglichkeit suchen, was uns etwas Arbeit abnimmt. Betreuer haben auch Vorteile - und
sobald sie nicht mehr nötig sind, kann man beantragen, wieder betreuerfrei leben zu dürfen.

Meine Tochter hat jetzt den 2. Betreuer, nachdem sie zwischendurch 2 Jahre ohne Betreuer zurechtkam.
Auch wir haben unserer Tochter versprochen, sie nicht im Stich zu lassen.
Sie wohnt zwar nicht mehr bei uns, aber in einer von uns finanzierten Wohnung.
Wir sind noch nicht bereit, diese aufzugeben, obwohl mit einem festen Wohnsitz die Dringlichkeit gemindert ist,
einen Platz im betr. Wohnen zu bekommen.
Daß sie wieder ganz bei uns wohnen kann, kommt allerdings nicht in Frage, allenfalls übergangsmässig.

Ein Schwerbehindertenausweis ist ebenfalls im Gespräch, der auch Vorteile haben kann, wenn es um Arbeitssuche geht.

Dann wird soweit ich weiss, in regelmässigen Abständen geprüft, ob die Voraussetzungen dafür noch vorhanden sind.
Es gilt dabei allerdings zu bedenken: Was ist, wenn die Voraussetzungen mal nicht mehr vorhanden sind?
Dann könnte Arbeitssuche wieder schwieriger werden.

Wie Wolf schon schrieb: Eine Mutter lässt ihr Kind nicht obdachlos sein.

Die Selbständigkeit muss dann eben noch etwas länger warten.

Wünsche dir viel Erfolg bei allem.

LG. Fiene


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zuletzt bearbeitet 01.06.2015 20:06 | nach oben springen

#10

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 01.06.2015 21:32
von Molly | 2.890 Beiträge | 13672 Punkte
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Du hattest nach Vorteilen eines Schwerbehindertenausweises gefragt: Ich habe mit meinem Schwerbehindertenausweis 5 Tage mehr Urlaub, ich kann je nach GdB einen bestimmten Pauschalbetrag von der Steuer absetzen und kann ab GdB 50 oder Gleichstellung, die Dienste des Integrationsfachdienstes in Anspruch nehmen.


Mein Wahlspruch: Halte niemals mit einer Hand die Vergangenheit fest, denn du brauchst beide Hände für die Zukunft!
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zuletzt bearbeitet 01.06.2015 21:33 | nach oben springen

#11

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 01.06.2015 23:09
von Hotte | 1.621 Beiträge | 4651 Punkte
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Hallo Mona,

ich habe einen GdB von 30, allerdings abgesehen von der Pauschale bei der Steuererklärung keine Vorteile davon.
Mein Arbeitsvermittler hatte mir aufgrund meines Alters (da war ich 32) davon abgeraten, Gleichstellung zu beantragen. Da ich bisher nicht arbeite, brauche ich das auch noch nicht.

Von einer Akutklinik kannst Du allerdings nicht erwarten, dass sie jemandem beibringen, wie man seine Tage selbst strukturiert. Die stellen jemanden medikamentös ein und drücken ansonsten eine fertige Struktur auf, damit man regelmäßig isst und schläft und nicht nur im Bett liegt.
Ich habe das bei der Ergotherapie gelernt über ein halbes Jahr hinweg und als ich damit anfing, war die akute Episode bereits ein Jahr her.


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#12

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 02.06.2015 10:31
von Mona | 89 Beiträge | 159 Punkte
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Ich habe von meinem eigenen Schwerbehindertenausweis lediglich die 5 Extratage Urlaub gehabt, ansonsten wurde mir trotzdem gekündigt und das Integrationsamt hat der Kündigung zugestimmt - negative ärztliche Prognosen machen's möglich

Der Integrationsfachdienst ist eine gute Sache, von denen hab ich auch schon profitiert. Auf dem Arbeitsmarkt liege ich allerdings als alternde Schwerbehinderte wie Blei.

Heute früh klingelte mich mein Sohn aus dem Bett, er wird bereits diesen Freitag entlassen! Hätte jetzt nicht gedacht dass es so schnell geht.

Ich werd dann mal einen Termin für ihn bei seiner behandelnden Fachärztin ausmachen damit er da am Montag gleich hin kann.

Hab ein bisschen Angst davor, wenn er wieder zuhause ist. Es ist ja nicht so dass er nun top fit ist, er ist halt halbwegs stabil und da schubsen die ihn natürlich raus. Er hat immer noch schlimme Ängste und Zwangsgedanken, kann auch noch keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzen etc. Leider bin ich selbst halt auch nur bedingt belastbar, ich stehe quasi immer am Rand einer Depression und muss höllisch aufpassen, dass ich nicht abrutsche.

Aber ich freu mich echt über dieses Forum, das gibt mir doch ein besseres Gefühl. Ihr seid toll


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#13

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 02.06.2015 10:59
von Fiene (gelöscht)
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Hallo Mona,

ja, so ist es auch bei mir - höllisch aufpassen, nicht depressiv zu werden.

Es hilft nur der eine Gedanke: "Wem geht es denn wirklich schlecht? Mir/dir oder meiner Tochter/deinem Sohn?
Dann hast du wieder Kraft um weiter zu machen.

LG. Fiene


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#14

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 02.06.2015 12:01
von Jela | 1.239 Beiträge | 4142 Punkte
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Hallo Mona,
Ja jetzt kommen wohl einige entscheidende und wahrscheinlich auch belastende Tage,Wochen auf Dich zu. Wie Du geschrieben hattest geht es ja dann erstmal in die Richtung Betreuung und betreute Wohngeneinschaft. Da werden mit Sicherheit einige einschneidende Veraenderungen auf Euch zukommen. Darf ich Dich mal fragen, wie alt Dein Sohn ist, in welcher beruflichen Situation er steht , was fuer eine Medikamentation er erhaelt ? Ich mochte nicht neugierig erscheinen, aber es scheinen mir wichtige Kriterien zu sein bei der Frage : Wie geht es weiter nach dem Klinikaufenthalt ?

Das wichtigste Kriterium ist mit Sicherheit die Stabilisierung und das nicht Versinken in die Einsamkeit die Hofnungslosigkeit. Der Weg zurueck, in die Gesundung ist nicht ganz einfach und haengt auch stark mit dem Verlauf, der Staerke, der Dauer zusammen. Persoenlich habe ich aufgrund meines Verlaufes viele Monate gebraucht, um mich wieder zu erholen, abschliessend aus der Psychose zu kommen. Wichtig waren bei mir die Wahrnehmung und Vereinbarung von Terminen, da ich zu einem kompletten Rueckzug geneigt habe. Das hat nicht gut getan, da mir dann die Decke auf den Kopf gefallen ist, ich zu viel Zeit hatte mich mit der Krankheit zu beschaeftigen, mich in ihr zu verlieren. In der Nachbetrachtung der Zeit nach der Klinik scheint mir die Ausgewogenheit der Tagesstruktur ein wichtiges Kriterium zu sein. Heisst auf der einen Seite genug Ruhe zu finden ( ist eine anstrengende Zeit ) und auf der anderen Seite "aktiv" zu sein.

Eine vorlaeufige, oder sogar dauerhafte Alternative koennt auch eine Tagesstaette sein. Wird bei uns von der Caritas mit verschiedenen Selbsthilfegruppen und Freizeitgruppen, Aktivitaeten angeboten. Und das in einem geschuetzten Raum, aber unter fachlicher Begleitung. Ist, wie eine Tagesklinik erstmals nicht unbedingt der Burner, foerdert aber andere Dinge, die fuer eine Gesundung wichtig sind. Denn wo findest Du schon im "normalen" Leben Leute mit Tagesfreizeit. Und man hat einen Grund, muss seinen Allerwertesten bewegen. Ist erstmals schwierig, hilft aber mittelfristig zurueck ins Leben. Zumal die Depressionsanfaelligkeit bei mir gestiegen war. Auch interessant koennte zusaetzlich ein Wegbegleiterkonzept sei, wenn sowas bei Euch angeboten wird.Kannst Dich ja mal erkundigen.Bringt zur Therapie, die sicher notwendig ist, zusaetzliche Entlastung und Stuetze. Wird bei Leuten, die ich kennengelernt habe, als sehr positiv wargenommen.

LG Jela


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#15

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 02.06.2015 12:26
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Darf ich Dich mal fragen, wie alt Dein Sohn ist, in welcher beruflichen Situation er steht , was fuer eine Medikamentation er erhaelt ? Ich mochte nicht neugierig erscheinen, aber es scheinen mir wichtige Kriterien zu sein bei der Frage : Wie geht es weiter nach dem Klinikaufenthalt ?



Mein Sohn ist fast 20 und hat noch nie gearbeitet, da er aufgrund einer beginnenden Psychose nach exzessivem Cannabiskonsum seine Ausbildung nicht antreten konnte. Er bekommt Risperdal als Depotspritze und Zyprexa oral, zusätzlich noch Elontril.

Aus eigener Erfahrung weiß ich ja, wie wichtig eine Tagesstruktur ist, daher ist mir auch ganz und gar nicht wohl, dass er jetzt schon nachhause kommt, wobei er wohl auf eigenen Wunsch hin entlassen wird. Klar, die Klinik ist weiter weg und er hat Heimweh und langweilt sich, aber ich wollte er würde das jetzt nicht so schnell durchziehen und sich noch etwas Zeit dort gönnen. Er ist ja im Alltag immer noch total eingeschränkt da er keine öffentlichen Verkehrsmittel fährt, er traut sich so gut wie nichts zu. Ich hab wirklich Sorge dass er dann hier daheim hockt und nicht aktiv wird.


zuletzt bearbeitet 02.06.2015 12:27 | nach oben springen


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