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#91

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 03.11.2015 14:52
von Mona | 89 Beiträge | 159 Punkte
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Hallo Wolf, das Problem ist dass er nicht zurück in die Klinik möchte. Er will demnächst zur Fachärztin und sich ein Antidepressivum verschreiben lassen, aber stationär will er auf keinen Fall.

Leider entwickelt er hier daheim wieder die wüstesten Verschwörungstheorien... er hat sein Zimmer nach Kameras oder Wanzen abgesucht weil er dachte, die Handwerker die vor einigen Wochen hier waren hätten Abhörgeräte installiert. Ansonsten schläft er sehr viel, bestimmt 13, 14 Stunden am Tag. Im Prinzip schlägt er einfach nur die Zeit tot, denn er weiß absolut nichts mit sich anzufangen.

Um ein paar Dinge hat er sich jedoch beinahe eigenständig gekümmert, beispielsweise hat er eine neue Psychotherapeutin gefunden. Momentan ist er gerade beim Erstgespräch, ich hoffe es passt.

Wenn das nicht besser wird mit dem ständigen Schlafen und dem Wahn will ich versuchen ihn zu überreden, doch wieder in die Klinik zu gehen. Irgendwas müssen die doch unternehmen, die Psychose dauert ja nun schon so lange an und es muss doch ein Medikament geben, dass ihm wenigstens ein bisschen hilft.

Viele liebe Grüße,
Mona


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#92

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 10.12.2015 15:11
von Mona | 89 Beiträge | 159 Punkte
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Mal wieder ein kurzes Update von uns. Es hat sich wenig geändert seit meinem letzten Eintrag. Die Ängste sind mal mehr, mal weniger stark vorhanden. Er nimmt weiterhin keine Medikamente, hat aber die Verhaltenstherapie angefangen. Ich hoffe, dass hilft ihm.

Ansonsten hat er sich sein Zimmer neu eingerichtet, bzw einrichten lassen. Er hat jetzt ein paar neue Möbel, einen Fernseher, Playstation usw, an der Wand viele Poster und eine LED Lichtleiste. Er sagt dass er sich jetzt endlich wohl fühlt in seinem Zimmer. Das Geld stammt teils von mir, teils aus seinem Bausparvertrag.

Ich hab ihn gerne um mich, bin allerdings schon manchmal ein wenig genervt weil er sich ständig bei mir rückversichert. Wenn wir zusammen fern schauen dann muss ich ihm sehr viel erklären weil er nicht mehr so folgen kann. Viele Dinge sieht er als 'Zeichen' an, er hält nichts von Zufällen sondern glaubt an irgendwelche Bestimmungen. Da es mir ja seit einiger Zeit selbst wieder viel besser geht komme ich meistens gut klar damit, mich mit seinen Gedanken auseinander zu setzen, manchmal jedoch ist es mir echt zu viel. Ich sag ihm das dann auch, er ist dann meist kurzzeitig eingeschnappt, aber er nimmt sich dann zurück. Ist halt nicht leicht für uns beide weil er so wenig soziale Kontakte hat und so auf mich fokussiert ist.

Dieses Wochenende fahre ich mit meinem Lebensgefährten und einem Teil seiner Kinder weg, und mein Sohn ist allein zuhause. Er muss die Tiere versorgen und einer der Katzen auch ihre Medizin geben. Bin sehr gespannt wie das wird, aber ich denke er kriegt das hin. Seine Großeltern wohnen ja mit im Haus, und meine Schwester und ihre Familie wohnen auch nicht weit weg. Ich freu mich schon sehr auf die kleine Auszeit und hoffe, dass nicht kurzfristig was dazwischen kommt.


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#93

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 10.12.2015 20:43
von Jela | 1.232 Beiträge | 4126 Punkte
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Hallo Mona,

Ich habe mich sehr ueber das Update gefreut. Mir ist schon oefter der Gedanke durch den Kopf gegangen, wie es Euch wohl geht. Schoen mal wieder was von Dir zu hoeren. Und es hat sich ja bei Dir in der Zwischenzeit auch einiges getan. Toll ! Dir geht es wieder besser wie man Deinen Zeilen entnehmen kann. Und das freut mich extrem. Damit ist eine grosse Zusatzbelastung aus dem Weg geraeumt und Du hast wieder Luft zum atmen. Warst Du in der Klinik oder hast Du es so gepackt ?

Und Dein Sohn hat sich neu eingerichtet. Ist ja echt cool und fuer ihn bestimmt Klasse und ein gutes Gefuehl.. Na da hat sich bei Euch in den letzten Wochen ja was getan. Fernseher und Playstation sind bestimmt voll im Einsatz. Denn er scheint ja noch immer an zu Hause zu kleben. Schade, dass sich da noch nicht so viel veraendert hat. Kannn er denn zumindest wieder selbstaendig auf die Wackel gehen oder musst Du da noch unterstuetzen ? Unternimmt er was, hat er wieder etwas mehr Tagesstruktur und Aufgaben ? Schoen waere es, ist ja wichtig vor allem auch in dem Alter. Da sollte Zukunft Zukunft sein. Und nicht grau und schwer daherkommen.

Heisst aber wohl auch, dass sein Auszug noch auf sich warten laesst. Hast Du diesen Gedanken ganz aufgegeben oder nur verschoben ? Es war Dir doch sehr wichtig, ihn in die Selbstaendigkeit zu entlassen. Auch wenn sich sein Zustand noch nicht eklatant gebessert hat, eine Ueberlegung waere es doch wert. Und wenn er ohne Medikamente und mit Verhaltenstherapie wieder auf den Damm kommt, um so besser. Hoffentlich klappt es, er muss halt wieder Vertrauen in seine Faehigkeiten aufbauen. Angstzustaende und Verfolgung, Bestimmungen sollten so langsam in den Hintergrund treten. Sind die Aerzte denn mit der Entwicklung zufrieden ? Ich wuerde ihm ein bischen Ruhe sehr goennen und wuenschen. Ach das waere einfach schoen.

Dir ein enspanntes Wochenende, geniess die Zeit. Und mach Dir keine Sorgen. Das kriegt er schon hin. Ein paar Aufgaben werden ihm nicht schaden. So kann er mal ueben, auch ohne Dich ein paar Schritte zu tun. Wahscheinlich schmeisst er eine grosse Party ( Scherz )

Lass es Dir gut gehen
LG Jela


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#94

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 18.01.2016 17:21
von Mona | 89 Beiträge | 159 Punkte
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Liebe Jela, ich möchte dir nochmal danken für deinen lieben Beitrag, es ist toll wie du Anteil nimmst und dich mit uns freust .

ich dachte ich schau mal wieder vorbei und erzähl ein bisschen.

Mir geht es mal besser, mal schlechter, aber ich komme soweit gut klar. Ich war nicht in der Klinik, bin aber weiterhin in Psychotherapie, was mir sehr gut tut. Meine Therapeutin und ich sind auf einer Wellenlänge, ich habe viele Anregungen erhalten, auch tolle Buchtipps. Alles in Allem habe ich das Gefühl, dass ich mich persönlich weiter entwickle, und das erfüllt mich mit großer Freude. Für mich ist es sehr wichtig, dass ich mein Leben nach meinen Bedürfnissen ausrichte, ich glaube wenn ich das so gut wie möglich versuche kann ich vielleicht auch den ein oder anderen Klinikaufenthalt abwenden. Ich habe aktuell ein großes Bedürfnis nach Spiritualität und bin da ein bisschen auf der Suche. Ein sehr spannendes Thema, und ich bin wirklich sehr froh dass ich ausreichend Zeit habe, mich damit auseinander zu setzen. Eine wichtige Erkenntnis ist für mich die Rekonditionierung, ich versuche soweit es möglich ist negative Gedanken in positive umzuwandeln. Gar nicht so leicht, aber es hilft mir wirklich! Da hat mir auch meine Hypnosetherapie viel geholfen. Ich glaube mittlerweile dass meine depressive bzw melancholische Grundstimmung sich durchaus beeinflussen lässt, es ist halt wirklich essenziell wichtig dass ich auf meine Bedürfnisse achte. Da ich hypersensitiv bin ist mein Ruhebedürfnis enorm ausgeprägt, und diese Ruhe gönne ich mir auch. Ich habe für mich mittlerweile akzeptiert dass ich nicht mehr tauglich für den Berufsalltag bin, diese Akzeptanz verschafft mir Klarheit und dadurch Sicherheit und inneren Frieden.

Oh je, jetzt hab ich so viel von mir erzählt, dabei geht es hier doch um meinen Sohn! Und ich freue mich wirklich sehr, dass ich auch von ihm viel Positives berichten kann. Er macht außerordentlich große Fortschritte! Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll... er fährt mittlerweile ALLEIN S-Bahn und ist mit mir auch schon eine längere Strecke mit dem Bus gefahren, obwohl der ziemlich voll war. Er geht regelmäßig zu seiner Therapeutin, nimmt mit großer Freude an einer Fussballgruppe für psychisch Kranke teil, trifft sich regelmäßig und gerne mit seiner Betreuerin und hat wieder soziale Kontakte aufgenommen. Ich freu mich so für ihn, sein Leben gewinnt mehr und mehr an Qualität weil er merkt was er alles schafft, auch ohne Mutter. Er ist wirklich sehr gereift und traut sich mehr und mehr zu. Klar, ab und zu kommen ihm immer noch Zweifel, er hat nach wie vor paranoide Ängste aber ich glaube je mehr er beschäftigt ist desto mehr treten diese in den Hintergrund.

Die Experten sind sich weiterhin nicht ganz einig was sein Krankheitsbild betrifft... seine Therapeutin glaubt nicht an Schizophrenie weil er seine Gedanken immer wieder von sich aus hinterfragt und sich somit auch ein Stück weit distanziert vom Wahn, die Klinikärzte attestieren jedoch eine schizoaffektive Psychose. Fakt ist dass ihm bislang kein Medikament geholfen hat und es ihm ohne Medis mittlerweile ganz gut geht. Ich glaube dass Verhaltenstherapie und ein sinnvoll ausgefüllter Alltag der Schlüssel zu seinem Glück sind - und eine Mutter, die sich mehr und mehr zurück zieht, auch wenn das nicht immer so leicht ist.

Nun wird die Zeit zeigen wie es weiter geht für ihn. So wie er sich im Moment entwickelt bin ich sehr zuversichtlich dass er irgendeine Form von Ausbildung machen kann, wenn nicht dieses Jahr, dann nächstes. Er ist ja noch jung und es gibt viele Möglichkeiten, auch für Menschen, die eben eine normale Ausbildung nicht machen können. Ich will ihn nicht bedrängen, er ist wirklich ein angenehmer WG-Mitbewohner, freundlich und hilfsbereit.

So, das soll's für heute gewesen sein. Ich werde weiterhin berichten, dieses Forum und seine Menschen ist mir lieb und wichtig geworden, auch wenn ich nicht regelmäßig vorbei schaue.

Ganz liebe Grüße,
Mona


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#95

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 18.01.2016 18:15
von Wolf (gelöscht)
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Hallo Mona,

das ist echt schön zu hören.
Und dass er ohne Medikamente auskommt, ist ja noch besser.
Selbst kenne ich ja von mir paranoide Ängste. Habt ihr mal Amisulprid ausprobiert? Nicht das er das jetzt nehem sollte, denn ohne ist sehr viel besser.
Nur für den Fall, dass sich seine Ängste wieder als unbeherschbar darstellen sollte... Mir hilft es gut, um die Ängste in Schach zu halten. Es dämpft bei mir diese auf ein gesundes Maß ab. Nur so als Information, um vielleicht mögliche zukünftige Kriesensituationen zu begegnen zu können.
Alles Gute für euch!

Herzlichen Gruß vom Wolf


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#96

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 18.01.2016 22:29
von Jela | 1.232 Beiträge | 4126 Punkte
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Mensch Mona, das ist ja Klasse. Einen solchen Beitrag liest man wirklich gerne.
Und auch kleine Schritte ergeben eine lange Strecke. Es hoert sich alles so positiv und gut an.

Ja Beschaeftigung, soziale Kontakte und Ablenkung sind mit Sicherheit Grundpfeiler fuer einen gesunden Weg.
Schoen, dass sich alles so positiv entwickelt.
Vielleicht hat ja auch er die Kraft ( oder entwickelt sie ) aus dieser Leere raus zu krabbeln.
Und sich Step by Step wieder in der Normalitaet zurecht zu finden, diese Episode hinter sich zu lassen.
Es waere ihm einfach zu wuenschen und die Zeichen stehen ja nicht auf Sturm. Weiter so, ist mein Wunsch an ihn, Euch.Da geht noch was !!!

Liebe Gruesse
Jela


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#97

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 03.05.2016 15:20
von Mona | 89 Beiträge | 159 Punkte
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Hallo Ihr Lieben,

ich dachte ich melde mich mal wieder.

Meinem Sohn geht es weiterhin recht gut. Seine Betreuung hat gewechselt, das war sehr hart für ihn. Er hat jetzt 2 neue Betreuerinnen, beide noch recht jung, Mitte 20. In eine hat er sich wohl ein bisschen verguckt, aber es ist offenbar kein größeres Problem, sie haben das geklärt. Er kommt auch weiterhin ohne Medikamente aus, geht wöchentlich zur Verhaltenstherapie und arbeitet ein bis zweimal pro Woche ehrenamtlich in einem kleinen Zoo, wo er mit dem Fahrrad hin fährt. Er hat guten Kontakt mit meiner Schwester und deren Familie und zu seinem Kumpel, der eine Angststörung hat. Ich freu mich sehr über die positive Entwicklung bei der er das Tempo vorgibt.

Was die Ängste und Psychose angeht so hält sich das momentan erfreulicherweise sehr in Grenzen, er hat sich so stabilisiert und das ganz ohne Medis oder weitere stationäre Aufenthalte! Nun bin ich sehr gespannt wie es für ihn weiter läuft, es stehen ja noch große Themen aus wie 'Ausbildung' und 'Auszug'. Aber wie gesagt, das Tempo bestimmt er allein, da hetz ich ihn nicht.

Ich selbst war unlängst zur Reha und wurde als nicht arbeitsfähig entlassen. Nun habe ich einen EU Rentenantrag gestellt und versuche mich ganz auf mich selbst und meine Gesundheit zu konzentrieren. Im Großen und Ganzen geht es mir viel besser, zumindest psychisch, körperlich ist es halt leider ein ständiges Auf und Ab aber ich muss es eben annehmen und das Beste draus machen. Habe mich für die Tagesklinik angemeldet, das wollte ich ja vergangenes Jahr schon aber da ging's nicht weil mein Sohn dann dort aufgenommen wurde.

Ihr seht, es läuft bei uns, wie man so schön sagt

Viele liebe Grüße,
Mona


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#98

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 22.10.2016 14:30
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Hallo allerseits, mein Emailpostfach hat angezeigt dass ich Gästebucheinträge habe - vielen Dank, Ihr Lieben, für die Glückwünsche. Kann gar nicht glauben dass ich jetzt 50 bin, in meinem Kopf trage ich ein Bild von mir als Anfang 30jährige ;-)

Wenn ich schon mal hier bin kann ich ja auch gleich kurz berichten. Ich war in der Tagesklinik, hat mir sehr gut getan und mir neue Impulse gegeben, für die ich dankbar bin. Ich bin immer so bestrebt, das Gleichgewicht herzustellen, was ja auch wichtig ist. Dazu muss ich aber meine beiden grundverschiedenen Persönlichkeitsanteile gleichwertig betrachten und in Einklang bringen... gar nicht so leicht, sich das in Alltagssituationen bewusst zu machen, aber ich glaube es kann sehr hilfreich sein.

Meine EM Rente ist durch, zunächst befristet bis Sommer 2017. Ich bin sehr froh darüber, es nimmt mir so viel Druck und erlaubt mir, mich um mich und meine Gesundheit zu kümmern. Und natürlich um meinen Sohn, der im Sommer seinen 21sten Geburtstag gefeiert hat.

Bei meinem Sohn läuft es im Großen und Ganzen ganz gut, aber es gibt immer wieder Phasen, in denen der Leidensdruck ziemlich hoch ist. Ich konnte ihn überreden, mit mir zur Fachärztin zu gehen und er nimmt nun wieder bereitwillig Medis, diesmal Abilify. Zur Wirkung kann man noch nichts sagen, er nimmt es jetzt erst eine knappe Woche. Seine paranoiden Ängste waren nämlich wieder so stark, dass er sich immer mehr zurückgezogen und einiges an erarbeiteten Kompentenzen eingebüßt hat. Da ihm das alles natürlich auch bewusst ist ist er leider auch sehr depressiv geworden. Aber er packt das, auch wenn es immer wieder Rückschläge gibt.

Er hätte gerne kommendes Jahr seine Ausbildung zum Fachinformatiker am Berufsbildungswerk gemacht, aber der Amtsarzt vom Arbeitsamt hat ihm bescheinigt, dass er weniger als 3 Stunden arbeitsfähig sei. Somit bekommt er keine Ausbildung finanziert. An eine herkömmliche Ausbildung ist leider auch nicht zu denken. Bleiben eigentlich nur Behindertenwerkstätten, aber da weigert er sich. Er meint er wäre dort komplett unterfordert wenn er mit Menschen mit Downsyndrom etc. zusammen arbeiten würde. Vielleicht gibt es ja noch andere Möglichkeiten, andere Formen von Werkstätten. Da kann er mit seinen Betreuerinnen ja mal nachforschen, welche Möglichkeiten es gibt. Wäre schon wichtig, dass er eine Beschäftigung findet. Die freiwillige Arbeit im Zoo hatte er ja bereits im Frühjahr wieder aufgegeben.

So schaut es also momentan aus.

Ich wünsche Euch alles Liebe und bis demnächst mal wieder
Mona


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#99

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 22.10.2016 14:30
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Hallo allerseits, mein Emailpostfach hat angezeigt dass ich Gästebucheinträge habe - vielen Dank, Ihr Lieben, für die Glückwünsche. Kann gar nicht glauben dass ich jetzt 50 bin, in meinem Kopf trage ich ein Bild von mir als Anfang 30jährige ;-)

Wenn ich schon mal hier bin kann ich ja auch gleich kurz berichten. Ich war in der Tagesklinik, hat mir sehr gut getan und mir neue Impulse gegeben, für die ich dankbar bin. Ich bin immer so bestrebt, das Gleichgewicht herzustellen, was ja auch wichtig ist. Dazu muss ich aber meine beiden grundverschiedenen Persönlichkeitsanteile gleichwertig betrachten und in Einklang bringen... gar nicht so leicht, sich das in Alltagssituationen bewusst zu machen, aber ich glaube es kann sehr hilfreich sein.

Meine EM Rente ist durch, zunächst befristet bis Sommer 2017. Ich bin sehr froh darüber, es nimmt mir so viel Druck und erlaubt mir, mich um mich und meine Gesundheit zu kümmern. Und natürlich um meinen Sohn, der im Sommer seinen 21sten Geburtstag gefeiert hat.

Bei meinem Sohn läuft es im Großen und Ganzen ganz gut, aber es gibt immer wieder Phasen, in denen der Leidensdruck ziemlich hoch ist. Ich konnte ihn überreden, mit mir zur Fachärztin zu gehen und er nimmt nun wieder bereitwillig Medis, diesmal Abilify. Zur Wirkung kann man noch nichts sagen, er nimmt es jetzt erst eine knappe Woche. Seine paranoiden Ängste waren nämlich wieder so stark, dass er sich immer mehr zurückgezogen und einiges an erarbeiteten Kompentenzen eingebüßt hat. Da ihm das alles natürlich auch bewusst ist ist er leider auch sehr depressiv geworden. Aber er packt das, auch wenn es immer wieder Rückschläge gibt.

Er hätte gerne kommendes Jahr seine Ausbildung zum Fachinformatiker am Berufsbildungswerk gemacht, aber der Amtsarzt vom Arbeitsamt hat ihm bescheinigt, dass er weniger als 3 Stunden arbeitsfähig sei. Somit bekommt er keine Ausbildung finanziert. An eine herkömmliche Ausbildung ist leider auch nicht zu denken. Bleiben eigentlich nur Behindertenwerkstätten, aber da weigert er sich. Er meint er wäre dort komplett unterfordert wenn er mit Menschen mit Downsyndrom etc. zusammen arbeiten würde. Vielleicht gibt es ja noch andere Möglichkeiten, andere Formen von Werkstätten. Da kann er mit seinen Betreuerinnen ja mal nachforschen, welche Möglichkeiten es gibt. Wäre schon wichtig, dass er eine Beschäftigung findet. Die freiwillige Arbeit im Zoo hatte er ja bereits im Frühjahr wieder aufgegeben.

So schaut es also momentan aus.

Ich wünsche Euch alles Liebe und bis demnächst mal wieder
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#100

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 23.10.2016 21:11
von Jela | 1.232 Beiträge | 4126 Punkte
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Alles Gute Euch Beiden @Mona
Ich habe mich ueber das Update sehr gefreut, schoen mal wieder was von Dir, Euch gehoert zu haben !!!


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#101

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 10.03.2017 10:11
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So, da bin ich mal wieder, mit einem Update. Sohn ist wieder in der Klinik. Diesmal hat er Glück, ist auf der Privatstation und bekommt die Aufmerksamkeit des Chefarztes. Eigentlich ist er wegen Depressionen und Antriebslosigkeit dort, aber die Klinik hat sofort wieder die paranoiden Ängste verstärkt. Er wollte bereits am 2. Tag wieder heim, hat Angst dass sein Zimmergenosse ihm was antut. Ich hoffe so sehr dass sie ihn irgendwie stabilisieren können, nochmal neue Medis geben. Er nimmt Abilify, sagt es bringe ihm nix.

Wir hatten uns zusammen mit seiner Betreuung eine Behindertenwerkstatt in der Nähe angeschaut. Amt meint er müsse erst eine Reha machen. Will er nicht ('was soll mir das bringen?') und eigentlich will er auch nicht in die Behindertenwerkstatt ('keine Lust da jeden Tag so stupide Dinge zu tun, die beuten einen nur aus etc.').

Langsam weiß ich mir keinen Rat mehr. Ich weiß dass seine Ängste ihn hemmen. Er hat ambulante Betreuung, eine Therapeutin, war so oft in der Klinik, und irgendwie geht es trotzdem nicht weiter. Es ist manchmal unerträglich dass es ihm einfach nicht längerfristig besser zu gehen scheint. Irgendwann werde ich nicht mehr für ihn da sein können, und dann?

Macht mich alles sehr traurig.

Liebe Grüße
Mona


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#102

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 10.03.2017 11:12
von Hope (gelöscht)
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Liebe Mona, ich habe Deine Geschichte, bzw. die Deines Sohnes,gelesen und so irklich weiß ich auch keinen Rat, ausser, dass man einfach die Hoffnung nicht verlieren darf, egal, wie hoffnungslos alles zu sein scheint.
ICh drück Euch die Daumen, dass langfristig alles irgendwie gut wird!
Fühl Dich unbekannterweise gedrückt!


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#103

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 16.09.2017 13:52
von babs | 2 Beiträge | 2 Punkte
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Liebe Mona,
Habe eine ähnliche Geschichte hinter mir. Mein Sohn 22 Jahre wurde vor einem Monat aus dem Krankenhaus entlassen mit der Diagnose psychotisches Zustandsbild mit Symptomen einer Schizophrenie. Am Montag hatte er eine Therapiesitzung über Skype bei Herrn Bala der den Yager Code anwendete. Am nächsten Tag waren die meisten Wahnvorstellungen weg und es wurde jeden Tag weniger, seine Gedanken klarer. Gestern hatte er wieder einen Termin und danach hatte er sogar einmal von Herzen gelacht. Jetzt ist er gerade mit Freunden weggefahren, hat er schon ewig nicht gemacht. Ich kann mir so gut vorstellen wie es dir geht, nur bei mir dauerte es nur 2 Monate und du leidest schon Jahre. Vielleicht möchtest du Herrn Bala eine e.mail schreiben und ihm deine Situation schildern, er schreibt immer schnell zurück. Ich würde mich so freuen wenn er euch helfen könnte. www.bala.de und dann auf Yager Code klicken.

LG babs



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#104

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 16.09.2017 16:36
von Sirod | 147 Beiträge | 959 Punkte
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Liebe @babs!

Bitte seid vorsichtig, ich habe die Erfahrung gemacht, daß Heilpraktiker auf Grund mangelnder Erfahrungen die Schwere einer psychischen Erkrankung nicht richtig einschätzen können. Ich finde es ehrlich gesagt unverantwortlich von Herrn Bala, daß er jemanden mit der Diagnose, die dein Sohn hat behandelt. Das finde ich unseriös. Ich möchte dir keine Angst machen, versteh mich nicht falsch, ich bin auch durchaus aufgeschlossen für alternative Heilverfahren, allerdings schrillen bei mir gerade alle Warnglocken. Paß gut auf deinen Sohn auf!

Nur ein gut gemeinter Rat!


Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich mich von allem befreit was nicht gesund für mich war, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst. Anfangs nannte ich das “gesunden Egoismus”, aber heute weiß ich, das ist “Selbstliebe”.

*Charlie Chaplin*
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#105

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 16.09.2017 17:14
von babs | 2 Beiträge | 2 Punkte
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LG babs



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