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#46

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 25.06.2015 21:09
von Hotte | 1.638 Beiträge | 4790 Punkte
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Sagt mal, gibt es bei euch keine Peer-Berater?
Bei uns gibt es Peerberatung für Angehörige ebenso wie für Betroffene. Und etliche Trialoge, die man besuchen kann, um sich auszutauschen. Soeben komme ich vom Psychoseseminar am UKE zurück, deswegen fällt mir das gerade ein.


---
Wenn das Leben Dir Zitronen gibt, mach Limonade draus! (G. Sielaff)
Mein Blog: https://ingo-schreibt-anders.blog
Ich schreibe auch in der http://www.schreibkommune.de/. Dort findet ihr Geschichten und Artikel mit Themen rund ums Schreiben.
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#47

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 25.06.2015 21:52
von Quietschi | 930 Beiträge | 1902 Punkte
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Öhm. Bitte was ist ein Peer - Berater? Nie gehört den Ausdruck. (Ich war zwar nicht gemeint, interessiert mich aber trotzdem.)


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#48

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 26.06.2015 10:50
von Fiene (gelöscht)
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Hallo Hotte,

nein, von Peer-Beratern habe ich auch noch nichts gehört.
Ich habe mich in den jeweiligen Kliniken an geleiteten Angehörigen-Treffs beteiligt,
welche aus meiner Sicht nicht sehr hilfreich waren. Man muss es sich so vorstellen, dass die
unterschiedlichsten Krankheiten dort versucht werden, auf einen Nenner gebracht zu werden.
D.h. für mich: wenn einem Angehörigen ein Ratschlag gegeben wird, muss dieser ja nicht gleichzeitig
für meine Tochter richtig sein.
Außerdem gab es dort so viele Tränen, dass ich selbst mit meinen Fragen überhaupt nicht
durchdringen konnte.
Inzwischen nehme ich eher die Haltung ein: das Leben ist kein Wunschkonzert und tue das, was ich für
richtig empfinde, es sei denn, mir wird etwas wirklich verboten, weil es negative Auswirkungen haben könnte.

Gruß Fienen


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#49

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 26.06.2015 11:23
von Schneepferdchen (gelöscht)
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Wenn Du das tust, was Du für richtig empfindest, dann ist das Leben doch ein Wunschkonzert :-) Das ist schön und so sollte es sein. Es hat bestimmt auch alles seinen Grund, was so im Leben passiert. Ohne die Schizopfrenie hätte ich meinen Schatz niemals kennengelernt und wir wäre nie so sehr über uns selbst hinausgewachsen.
Das Gute ist, wir werden noch weiter wachsen und dann immer wieder und wieder feststellen, daß das Leben eben doch ein Wunschkonzert ist

Liebe Grüße,

Schneepferdchen


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#50

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 26.06.2015 12:06
von Mona | 89 Beiträge | 159 Punkte
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Also Peer-Berater gibt es hier wohl nicht... wobei ich da noch nicht bei der für uns zuständigen Psychatrie nachgefragt habe. Von sozialpsychatrischen Netzwerken hier im Kreis (mit denen ich mittlerweile auch Kontakt hatte) wird so etwas nicht angeboten.

Gestern hatte ich noch ein Telefonat mit dem Leiter einer Tagesstätte, doch auch hier- niedrigschwelliges Beschäftigungsangebot für chronifiziert Kranke, die arbeitsunfähig oder berentet sind, und somit eher nicht das Richtige für meinen Sohn. Diese Organisation bietet allerdings auch ambulant betreutes Wohnen an, d.h. es würde ein Betreuer 1 bis 2 x pro Woche hier daheim meinen Sohn besuchen, mit ihm alles Amtliche erledigen, ihn zu Arztbesuchen begleiten (wenn erforderlich), beraten hinsichtlich Ausbildung und Verselbständigung. Kostenträger ist dann entweder das Jugendamt oder der Landeswohlfahrtsverband. Nächste Woche ruft mich die Leiterin mal an zwecks Terminvereinbarung.

Das Problem ist halt echt dass mein Sohn noch nicht so weit ist, allein zu wohnen, und es keine betreuten Wohngruppen oder Berufsbildungswerke gibt, die nah genug für ihn wären. Er hat halt auch einfach noch so viel Angst. Deshalb wäre das mit einem ambulanten Betreuer vielleicht doch erstmal die beste Lösung.

Ich versuche ihn halt so gut es geht zu motivieren, und es fruchtet auch. Er unternimmt ab und an was mit mir oder mit seinen Großeltern, und gestern ist er seit ewigen Zeiten mal wieder mit dem Bus gefahren (die Bedingungen dafür waren optimal, wenig Leute im Bus und nur eine kurze Strecke). Endlich hatte er mal wieder ein Erfolgserlebnis. Ich habe auch das Gefühl, dass es ihm mittlerweile ein bisschen besser geht. Die Medis machen ihn aber ziemlich müde, er geht früh ins Bett und schläft lange (11, 12 Stunden).


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#51

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 09.07.2015 11:14
von Mona | 89 Beiträge | 159 Punkte
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Ich erzähle einfach mal ein bisschen weiter, wie eine Art Tagebuch. Möglicherweise ist das für mich sowohl heilsam als auch hilfreich, wenn ich das irgendwann mal wieder lese.

Mittlerweile waren wir bei einer weiteren psychosozialen Organisation. Die machen betreutes Wohnen, aber eben in der Form, dass ein Helfer ein oder zwei Mal pro Woche hier vorbeischaut und meinen Sohn unterstützt bei was auch immer... Behörden, Arztbesuche, Übungen im Alltag, Aufbauen einer Struktur usw. Außerdem gibt es sowohl eine Tagesstätte mit niedrigschwelligen Beschäftigungsangeboten als auch einen offenen Treff für Jugendliche. Nun geht es eigentlich nur noch darum ob das Jugendamt das auch zahlt. Die Dame ist jetzt erstmal für die nächsten 2 Wochen in Urlaub, danach wird ein Treffen anberaumt.

Also wenigstens gibt es jetzt ein wenig Aussicht auf Hilfe... wir waren uns einig dass mein Sohn noch nicht ausziehen kann sondern erst einmal wieder richtig stabil werden und den Alltag bewältigen lernen muss. Und so kann man dann Stück für Stück auch den Weg in die Selbständigkeit bahnen. Für mich hört sich das schon sehr vernünftig an, und ich hoffe das klappt alles auch so.

Mein Sohn ist im Moment ziemlich niedergeknüppelt von seinen Medis. Er bekommt ja 3 x 5mg Olanzapin sowie die Risperdal-Depotspritzen alle 2 Wochen. Am Anfang war er noch fit, bzw eher unruhig, mittlerweile steht er morgens auf um sich dann auf die Couch zu legen und weiterzuschlafen. Nächste Woche hat er einen Termin bei der Psychaterin, vielleicht schraubt sie seine Medis ja ein bisschen runter.

Abgesehen von der Müdigkeit ist er viel besser drauf, er lacht mehr und es scheint einfach mehr Leben in ihm zu stecken. Manchmal jedoch hadert er mit seinem Schicksal, fragt sich ob er jemals sowas wie ein normales Leben wird führen können. Er ist sich auch nicht sicher ob er jemals so etwas wie Liebe empfinden wird. Er schließt für sich aus dass er irgendwann eine Familie gründen wird, er will keine Kinder in die Welt setzen die dann so ein Scheiß-Leben wie er führen müssten. Das sind dann Momente die mich sehr bekümmern... ich verstehe seinen Schmerz, und obwohl ich keine Schuld daran trage dass er psychisch krank ist so fühle ich mich dennoch irgendwo schuldig, und ich kann das auch nicht abstellen. Ich wollte ich könnte ihm sein Leid abnehmen, ich schwöre ich würde es tun. Ist aber nun mal keine Option, es ist wie es ist, das ist das reale Leben, und wir müssen versuchen, das Beste daraus zu machen. Ich will ihn unterstützen so gut es eben geht, auch wenn es alles nur winzig kleine Schritte sind, die wir machen können.


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#52

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 01.08.2015 11:17
von Mona | 89 Beiträge | 159 Punkte
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Wollte einfach mal wieder kurz Laut geben wie sich die Dinge gerade so entwickeln. Für mich ist dies hier ja auch so eine Art Tagebuch geworden.

Wahnsinnig viel hat sich nicht getan. Da mein Sohn bis vor kurzem noch rund um die Uhr schlafen wollte hat die Ärztin das Olanzapin auf 2 x 5mg täglich runtergesetzt. Ich habe aber das Gefühl dass jetzt seine Ängste wieder stärker werden. Er hat vor allem hypochondrische Ängste. Ich wurde von einer Wespe gestochen und nun will er unbedingt testen lassen, ob er eine Allergie gegen Wespenstiche hat. Er kontrolliert ständig seinen Puls und wundert sich, dass der immer zu hoch ist. Er meint er habe Aids, weil er einen Kratzer auf der Brust hat (der bestimmt von den Katzen kommt). Er glaubt auch dass er kurz vor dem Herztod steht da er ab und an mal Herzstolpern hat. Ich versuche so wenig wie möglich und so viel wie nötig auf seine Ängste einzugehen. Seinen Leidensdruck kann ich gut nachvollziehen, ich hatte auch schon mal schlimme hypochondrische Ängste.

Er futtert ständig und nimmt immer weiter zu. So ist er in den 7 Wochen seit seinem Klinikaufenthalt bei einer Größe von 185 cm von 82 auf etwa 95 Kilo 'aufgestiegen'. Irgendwie scheint ihn das aber gar nicht zu stören, er meint er sei ja sowieso hässlich.

Es gibt auch immer noch Ängste, dass er sich etwas antut, oder mir, oder den Tieren... aber ich glaube das ist nun weniger geworden. Er wirkt halt nach wie vor sehr deprimiert und hat Angst, dass das nie mehr wieder weg geht.

Vor einigen Tagen haben wir uns eine Tagesstätte angeschaut, dort könnte er vermutlich ab Herbst unterkommen. Natürlich lehnt er erst einmal ab. Klar, er hat Angst, die Hemmschwelle ist sehr groß. Nächste Woche haben wir noch ein Gespräch mit dem Jugendamt und der Leiterin des ambulant betreuten Wohnens. Ich hoffe sehr dass man eine gute Lösung findet. Ein Sozialarbeiter, der 2 x pro Woche meinem Sohn zur Seite steht, mit ihm redet, Dinge unternimmt... das ist doch deutlich besser als das, was momentan so läuft (nämlich gar nix).

Ich habe gemerkt dass man unglaublich geduldig sein muss, alles geht so schleppend voran. Aber es geht voran, und das ist die Hauptsache. Der Weg ist aber noch sehr, sehr weit.


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#53

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 01.08.2015 12:26
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Liebe Mona,
schoen mal wieder was von Dir, Euch zu hoeren. Besser schleppend voran als gar nicht
Jeder der dieses Jammertal kennt, weiss wie es Dir/Euch nach dem Klinikaufenthalt geht.
Nicht Fisch und nicht Fleisch zu sein und die taegliche Konfrontation, Auseinandersetzung mit der Krankheit ist mehr als beschwerlich und anstrengend.
Das gilt natuerlich fuer alle Seiten, also lass Dich nicht entmutigen. Vieles folgt den eigenen Gesetzen.
Immer wieder toll finde ich, dass Dein Sohn einen solchen Fels in der Brandung hat. Kompliment, auch wenn es fuer Dich sicher nicht immer einfach ist.
Lass es Dir gut gehen, liebe Gruesse
Jela


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#54

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 01.08.2015 12:52
von Delphine | 335 Beiträge | 512 Punkte
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Hallo Mona,

ich bin selber betroffene seit Jahren und hatte auch mal ein anderes Medikament, welches bei mir einen hohen Puls und so Herzstolpern ausgelöst hat... es wurde nach einer Weile wieder abgesetzt und gegen ein anderes Medi ausgetauscht.

Nun denn, was ich sagen möchte ein EKG wäre vllt hilfreich, aber ich denke, dass ihr das bereits gemacht habt.

Auch ich finde es immer wieder bemerkenswert und schön zu lesen wie Angehörige aus der Familie den Betroffenen helfen.

Ich drücke Euch beide die Daumen, dass es gut weiter verläuft.

Liebe Grüsse
Delphine


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#55

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 01.08.2015 18:50
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Hallo Mona,

schön, von dir zu hören. Aber es tut mir sehr leid, dass dein Sohn so leidet.
Ich kann die Ängste deines Sohnes gut nachvollziehen, da mir das auch alles bekannt ist.

Ich weiß nicht genau, ob das bei deinem Sohn eher paranoide oder auch normale Ängste im Vordergrund stehen. Ich selbst nehme heute ein Medikament, das meine Angst abdämpft und gleichzeitig antipsychotisch wirkt.

Ich denke, du solltest unbedingt mit dem Arzt sprechen, ob er medikamentös nicht besser eingestellt werden kann.

Gruß vom Wolf


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#56

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 02.08.2015 17:07
von Mona | 89 Beiträge | 159 Punkte
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Also ich meine dass die Ängste in dem Augenblick stärker wurden, als das Olanzapin runtergesetzt wurde... beim nächsten Termin mit der Psychaterin sprech ich das auf jeden Fall an (bin froh dass mein Sohn mich bei seinen Arztbesuchen immer gerne dabei haben möchte).

Wegen dem Herzstolpern und dem hohen Puls will ich auf jeden Fall auch nochmal nachfragen bzw selbst auch mal nachlesen. Mit dem Puls ist es aber auch gut möglich dass der so hoch geht gerade weil er eben ständig kontrolliert. Diese hypochondrischen Ängste sind echt ätzend... sie sind so belastend, ich kenn das ja von mir.

Tja, keine Ahnung ob das jetzt seine 'normalen Ängste' sind oder durch die Psychose... ich kann mir aber vorstellen dass diese Ängste noch 'on Top' zur Psychose kommen, denn er hatte die ja schon früher und immer mal wieder, mal mehr, mal weniger stark. Aber die Psychose ist auch noch da, wenn auch nicht mehr so stark. Er ist ja immer noch davon überzeugt dass er übersinnliche Kräfte hat (hellsehen), und er ist sehr, sehr misstrauisch.

Sein letztes EKG ist in der Klinik gemacht worden... er müsste eh mal wieder durchgecheckt werden, auch die Laborwerte. Wenn die Hausärztin aus dem Urlaub zurück ist soll sie das mal durchführen.


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#57

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 02.08.2015 17:25
von Wolf (gelöscht)
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Ja Mona, das solltest du du überprügen lassen.

Hoher Puls kann von den Ängsten kommen, unter den er leidet.
Herzstolpern kann auch normal sein. Ich habe das seit 30 Jahren. Anfänglich hatte ich natürlich große Angst, dass ich sterben könnte. Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt. Übrigens ist mein EKG immer in Ordnung.
Shit, dein Sohn hat es in seinem Leben wirklich nicht einfach. Aber ich finde es super, dass du so viel von deinem Sohn weist. Das zeugt doch von einem besonders gutes Verhältnis zwischen euch.

Gruß vom Wolf


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#58

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 02.08.2015 21:40
von Hotte | 1.638 Beiträge | 4790 Punkte
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Hallo Mona,

ich habe auch gelegentlich so hypochondrische Ängste...
Meistens, weil ich manche Signale meines Körpers nicht einordnen kann und mich dann in Gedanken bestimmter Richtungen reinsteigere. Ich muss schon sehr aufpassen, wann ich wirklich zum Arzt gehe und wann lieber nicht. Oft ist ja von außen nichts feststellbar und wenn ich nichts vorzuweisen habe, ist mir das dann sehr peinlich.


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#59

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 18.08.2015 00:21
von Mona | 89 Beiträge | 159 Punkte
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Hallo allerseits,

seit vergangener Woche kümmern sich 2 Sozialarbeiterinnen im Wechsel um meinen Sohn, es ist ein ambulant betreutes Wohnen und das Jugendamt hat 18 Std. pro Monat bewilligt, wovon aber die meiste Zeit wohl im Hintergrund gearbeitet wird und die Besuche nur einen Teil ausmachen. Aber wenigstens etwas, ich bin ja heilfroh dass es endlich einen kleinen Schritt weitergeht.

Meinem Sohn geht es nicht so dolle, zu den hypochondrischen Ängsten hat sich eine starke Paranoia gesellt. Er ist getrieben von dem Gedanken, dass Jemand sein Handy gehackt hat, sich auf seinen Online-Accounts einloggt und mit seinen Whatsapp Freunden schreibt. Es belastet ihn wirklich sehr.

Er ist mittlerweile davon überzeugt, NICHT schizophren zu sein. Sein Therapeut und auch Leute aus meiner Familie meinen ebenfalls, dass er es nicht ist. Tja, ich weiß nicht was ich davon halten soll, seinen Therapeuten mag ich sowieso nicht (ich hatte ein Gespräch mit ihm als mein Sohn noch minderjährig war und er kam da sehr blöd bei mir rüber).

Mir selbst geht es leider körperlich sehr mies und daher ist es für mich ungeheuer anstrengend, ständig mit den Ängsten meines Sohnes konfrontiert zu sein. Aber es ist nun mal wie es ist, wenn ich nicht für ihn da bin wer denn dann?

Liebe Grüße,
Mona


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#60

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 18.08.2015 09:13
von Jela | 1.480 Beiträge | 4750 Punkte
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Guten Morgen Mona,
Schoen von Dir zu hoeren, weniger gut das es Dir nicht wirklich gut geht. Koerperliche Beschwerden zu haben ist Mist. Da laeuft leider nichts mehr so rund wie gewohnt, kann davon auch ein Lied singen. Ich hoffe, dass Du es bald wieder im Griff hast und wuensche Dir von Herzen gute Besserung. Es ist so bestimmt schwierig an allen Fronten kaempfen zu muessen. Wuensche Dir auf jeden Fall gutes gelingen.

Da Thema mit Deinem Sohn hoert sich nicht so gut an. Ich denke, der Klinikdiagnose kann man vertrauen. Und auch Deine Schilderungen, Deine Beitraege gehen immer eindeutig in diese Richtung. Klar, wir sind keine Aerzte aber immerhin auch selbst Betroffene. Und das Thema mit dem hacken kenne ich auch, bei mir war das in der Akutphase genau gleich. Dazu kam dann noch die Vorstellung abgehoert zu werden. Als pass ein bischen, wie bisher, auf ihn auf. Mangelnde Krankeneinsicht ist dazu noch ein Zusatzthema, das symptomatisch fuer die Erkrankung ist. Mir scheint er nicht ueber dem Berg oder in Nachphasen zu sein. Lass Dich nicht beirren,spann die Hilfe ruhig in dieses Thema mit ein. Schoen, dass das geklappt hat und Du dadurch hoffentlich auch Unterstuetzung bei den weiteren Schritten erfaehrst. Wie ist denn der Stand mit Auszug. Habt ihr einen Platz in Aussicht ?

Liebe Gruesse und lass den Tag ruhig angehen, schon Dich ein bischen
Jela


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