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#16

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 02.06.2015 13:07
von Fiene (gelöscht)
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Hi Mona,

ich hab´s wohl nicht mehr so im Kopf gehabt, daß du nicht nur Angehörige bist,
sondern in gewisser Weise auch Betroffene.
Damit war mein Beitrag vorhin vielleicht hinfällig.

Ich hab zwar auch schon grenzwertige Tage durchlebt, schaffe es aber oft mit
alternativen Methoden, (Hypnose, Meditation etc.) mich standfester zu machen,
die Betonung liegt auf "oft", nicht immer.

LG. Fiene


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#17

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 02.06.2015 13:39
von LuckyLive (gelöscht)
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Hi Mona,

nun, begleitend zu der Tagesklinik oder dem betreuten Wohnen könnte ich dir eine kognitive Verhaltenstherapie für ihn empfehlen. Ich mache selber gerade sowas in der Art und es ist tatsächlich erstaunlich, wie hilfreich so etwas in bestimmten Situationen sein kann.

lg


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zuletzt bearbeitet 02.06.2015 13:42 | nach oben springen

#18

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 02.06.2015 13:55
von Mona | 89 Beiträge | 159 Punkte
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Zitat
ich hab´s wohl nicht mehr so im Kopf gehabt, daß du nicht nur Angehörige bist,
sondern in gewisser Weise auch Betroffene.
Damit war mein Beitrag vorhin vielleicht hinfällig.
v



Fiene - nein, dein Beitrag kann genauso stehen bleiben, denn mein Sohn hat es deutlich schwerer als ich. Ich habe bereits etwas in meinem Leben erreicht, aber er steht doch noch ganz am Anfang und hat so einen schweren Start. Ich würde ihm so gern seine Last abnehmen, aber das kann ich ja leider nicht.

Ich weiß wie ich mir am Besten für mich selbst Hilfe hole, wenn ich sie brauche. Ich war ja auch im Frühjahr erst wieder 10 Wochen lang stationär und fühle mich aktuell ziemlich gefestigt. Aber es ist halt wirklich so dass ich sehr sehr achtsam mit mir selbst sein muss damit ich rechtzeitig die Reißleine ziehen und mir helfen lassen kann.

Deshalb sollte ja mein Sohn auch bereits vor 2 Jahren in eine betreute Wohngruppe, nur hat er das damals abgelehnt und ich hatte nicht die Kraft, seinen Aufenthalt dort per Gerichtsbeschluss festlegen zu lassen. Psychisch kranke Mutter plus psychisch kranker Sohn... es ist halt eine schwierige Konstellation, und Selbtständigkeit kann er halt nur erlangen wenn er sich von mir löst (und ich mich von ihm, sagt sich ja immer so leicht, nicht wahr?).

Zitat
nun, begleitend zu der Tagesklinik oder dem betreuten Wohnen könnte ich dir eine kognitive Verhaltenstherapie für ihn empfehlen



Das wäre in der Tat sicherlich überaus hilfreich für ihn. Er hat allerdings einen Psychologen an dem er sehr fest hält, auch wenn ich nicht sicher bin, ob dieser Mann ihm wirklich helfen kann. Er ist Tiefenpsychologe und ein wenig... sagen wir mal 'eigen'. Ich habe meinem Sohn schon empfohlen, eine andere Therapieform zu wählen, ich glaub aber nicht dass er das tun wird.


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#19

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 02.06.2015 14:13
von Jela | 1.477 Beiträge | 4747 Punkte
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Vieleicht muss, sollte man da bei Deinem Sohn ein bischen gemeinsame Ueberzeugungsarbeit leisten.
Die Festlegung auf eine Person, einen Ansatz, wenn er nicht zum Ziel fuehrt, ist eher problematisch.
Auch wuerde ich mit dem behandelnden Psychiater schon jetzt einen Reha Ansatz diskutieren und .beantragen.Vieleicht sogar schon Berufsintegrierend.
Bekanntlich mahlen die Muehlen hier sehr langsam, 6 Monate ist da keine Zeit. 20 Jahre aber doch wirklich erfolgsversprechend !
Man sollte ihn nicht zu lange "allein" lassen, er braucht Perspektiven.
LG Jela


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#20

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 02.06.2015 17:37
von Wolf (gelöscht)
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Hallo Mona,

deinen Sohn wieder aufzunehmen, ist natürlich richtig. Aber nicht zum Nulltarif. Ich würde klare Regeln aufstellen.
Drogenkonsum und Schizophrenie geht z.B. gar nicht! Sich selbst aus der Klinik entlassen, geht auch nicht.
Wenn er auch noch Schwierigkeiten hat, mit dem Nahverkehr zu fahren, hilft nur üben. Ich vermute mal, er versucht, alles zu vermeiden. Das geht aber so im Leben nicht. Da muss man selbst ständig dranbleiben, auch oder gerade bei der Erkrankung.
Ich hoffe, du kannst ihm eine Mischung aus Mutterliebe und klaren Regeln geben.
Ich will dir keine Vorschriften machen, aber ich vermute, die zweite Seite ist bei ihm zu kurz gekommen.

Herzlichen Gruß vom Wolf


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#21

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 02.06.2015 18:06
von Mona | 89 Beiträge | 159 Punkte
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Zitat
Ich will dir keine Vorschriften machen, aber ich vermute, die zweite Seite ist bei ihm zu kurz gekommen.



Du liegst mit deiner Vermutung richtig. Ich bin leider alles andere als konsequent und habe in der Hinsicht ziemlich versagt als Mutter. Ich hoffe ich krieg das gebacken, dass ich ihm die Regeln klar mache und darauf achte, dass er sie auch befolgt. Es kostet unendlich viel Kraft und Nerven, und gerade bei letzterem habe ich leider Defizite. Ich habe eine dependente Persönlichkeit, will damit natürlich nichts entschuldigen aber es war schon immer so dass ich alles dafür getan habe, es meinem Sohn so leicht und angenehm wie möglich zu machen - was sich leider sehr nachteilig ausgewirkt hat. Noch ein Grund dafür, dass er schleunigst ins Betreute Wohnen muss.

Ich werde ihm klar machen dass er nur übergangsweise daheim wohnen kann und dass er aktiv etwas tun muss, um seinen Zustand zu verbessern, z.B. S-Bahn fahren üben. Es gibt ja Tagesstätten in der Stadt, aber da kann er ja nur hinkommen wenn er Bus und Bahn fahren kann.


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#22

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 02.06.2015 18:51
von Wolf (gelöscht)
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Ach Mona,

gehe nicht so hart ins Gericht mit dir. Ich habe selber einen Sohn in dem Alter. Daher weiß ich, wie schwer das ist. Und ich glaube, keiner kann von sich sagen, alles richtig gemacht zu haben. Ich gleich gar nicht.
Aber vielleicht hast du einen guten Ansatz gefunden. Zur Tagesklinik könntest du ihn vielleicht anfangs begleiten, dass macht es für ihn vielleicht einfacher. Wenn die Tagesklinik gut ist, binden sie Bahnfahren in ihr Übungsprogramm ein. Ich habe damit keine Schwierigkeiten, aber in meiner Tagesklinik waren Menschen, die gezielt solche Übungen gemacht haben. Mit Erfolg.


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#23

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 02.06.2015 19:26
von Molly | 3.181 Beiträge | 15605 Punkte
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Hallo Mona!

Ich habe gerade erst heute etwas zum Thema Soziotherapie gelesen. Vielleicht wäre so etwas ja eine Hilfe für Deinen Sohn. Die Krankenkasse bezahlt so etwas und es müsste wohl über den behandelnden Arzt oder das Krankenhaus verordnet werden. Lies Dich vielleicht hier mal ein: http://www.neurologen-und-psychiater-im-...-soziotherapie/

und http://www.neurologen-und-psychiater-im-...lte-und-module/

LG,


LG,
Molly

Mein Wahlspruch: Halte niemals mit einer Hand die Vergangenheit fest, denn du brauchst beide Hände für die Zukunft!
zuletzt bearbeitet 02.06.2015 19:28 | nach oben springen

#24

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 02.06.2015 19:51
von gingerose (gelöscht)
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Liebe Mona,

ich muss mich gleich entschuldigen dass ich so über Dich "herfalle", ganz neu im Forum und noch nicht mal vorgestellt...
Ich bin Angehörige (Alleinerziehend mit eigener Drogenvergangenheit und dementsprechend Entzugspsychosen - lang ists her) eines Sohnes (27 J.) seit 10 Jahren Kiffer mit mehreren psychotischen Episoden und inzwischen schizophren diagnostiziert. Ich bin hochgradig coabhängig und infolge dessen ebenso belastet. Seit seiner ersten Einweisung (24 Std.) und der nachfolgenden Behandlung (auch ich erhalte unterstützenden Gespräche) in einer Tagesklinik geht es endlich bergauf.

Als ich Deinen Beitrag las sind bei mir die "Alarmglocken" angesprungen und ich hab mich gleich angemeldet. Du berichtest dass Dein Sohn auch konsumiert hat (gekifft?), er Depomedis erhält und sich jetzt selbst entlassen hat - zu Dir nach Hause. Das kenne ich, es ist ja auch keineswegs angenehm in der Psychiatrie und natürlich unterstützen wir unsere Kinder, zuhause ist es ja auch wirklich angenehmer. Zuhause kriegt man aber auch wieder was zu kiffen (man kennt ja seine Liferanten), und zuhause gibts auch keine Beschäftigungstherapie und auch vor sonstigem Klinikpersonal und den Mitpatienten hat man seine Ruhe, bzw. sein Zimmer in das man sich zurückziehen kann. Es wird also wieder Deine Aufgabe sein für einen geregelten Tagesablauf zu sorgen, ihn zur Mithilfe im Haushalt zu bewegen, Schrift- und Ämterkram zu erledigen, seine Finanzen einzuteilen, Termine festzulegen und ihn zu begleiten.
Wenn er aber nicht kann oder will (oft schwer zu unterscheiden), z.B. zu einem Psychologen oder Psychiater, Arzt, regelmäßig zur Tagesklinik (hat er denn einen Aufnahmetermin?), in ein betreutes Wohnen etc. oder wenn er seine Meinung während des Aufenthalts zu Hause ändert?

Wieviel Kraft kostet es Dich dann diese Dinge wieder durchzusetzen, notfalls gegen seinen Willen?

Vielleicht ist es jetzt schon zu spät, aber vielleicht wäre es besser gewesen ihm klar zu machen dass er sich nicht selbst entlassen kann solange Du die anstehenden Dinge nicht geregelt hast, bzw. abgesprochen mit unterstützenden Diensten (in der Klinik, beim Sozialpsychiatrischer Dienst, der aufnehmende Tagesklinik oder einer angeschlossenen "PIA", einem Betreuer im Rahmen von "betreutem Einzelwohnen" oder dergleichen) die auch eine Hilfe für Dich als Anghörige darstellen.

Ich möchte Dir jetzt auf keinen Fall mehr Sorgen machen als Du eh schon hast und es kann auch sein, dass ich da zuviel von meinen eigenen Erfahrungen als Angehörige hineininterpretiere, aber ich wünsche mir wirklich dass Du Dir so schnell wie möglich Hilfe holst und auch dass Du Deine Grenzen ohne schlechtes Gewissen setzen kannst.

Viele Grüße,
gingerose
Ich wünsche Deinem Sohn und Dir von Herzen alles Gute!


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#25

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 02.06.2015 20:11
von Mona | 89 Beiträge | 159 Punkte
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Liebe Gingerose, vielen Dank für deinen Beitrag, das finde ich ja großartig dass du dein erstes Posting hier im Forum mir 'schenkst'

Ach du hast so recht, ich kann alles was du schreibst nur unterschreiben. Und wir haben ja viele Gemeinsamkeiten, ich bin ja von Anfang an allein mit meinem Sohn.

GsD sind Kiffen und Co. für meinen Sohn kein Thema mehr. Nachdem er so schlimme Panikattacken und Paranoia durch seinen letzten Exzess bekommen hatte hat er viel zu großen Respekt davor und wird die Finger davon lassen, da bin ich mir sicher. Er hat meines Wissens nach in den vergangenen knapp 2 Jahren nichts mehr angerührt, und ich vertraue ihm da auch wenn er sagt er lässt es bleiben. Ich selbst habe gut 10 Jahre lang mehr oder weniger regelmäßig gekifft und hatte auch meine Erfahrungen mit Paranoia - der letzte Joint löste dann eine derart heftige Panikattacke aus dass ich danach nie mehr zum Joint oder zum Pfeifchen gegriffen habe. Ich weiß wie gefährlich das Zeug ist und ich könnte mich nur aufregen wenn es in der Öffentlichkeit so verharmlost wird.

Insofern bin ich, was da Thema angeht, wenigstens beruhigt. Ich habe tatsächlich Angst davor, dass mein Sohn sich wieder in sein Zimmer an den PC hockt und vor sich hin gammelt. Und all seine Ängste und Paranoia, die würde ich dann ganz allein abfangen müssen, so wie in der Vergangenheit. Ich bin nicht mehr bereit und auch nicht fähig, dies zu tun, und das werde ich ihm begreiflich machen. Ich erwarte, dass er 'fahren' übt so dass er dann zumindest erstmal tageweise über die PIA und später die Tagesklinik besuchen und den Fahrdienst in Anspruch nehmen kann.

Ich bin schon überrumpelt dass er jetzt so knall auf fall die Klinik verlässt. Er hat sich jetzt überreden lassen, bis nächsten Dienstag zu bleiben, immerhin. Und morgen hat er einen Termin beim Sozialdienst, ich hoffe da kommt was bei rum. Ich kenne den Sozialdienst der Psychatrie die hier für unseren Landkreis zuständig ist, die ist sehr gut, aber was mit dem der Klinik ist, in der er sich aktuell befindet weiß ich nicht.

Mein Plan ist auch, dass ich beim Jugendamt anrufe und nachfrage, wie weit denn die Suche nach betreutem Wohnen gediehen ist. Ich werde klarmachen dass ich meinen Sohn nicht langfristig beherbergen kann.

Tja, und ansonsten kann ich nur das Beste hoffen und versuchen, meine Kräfte einzuteilen, damit ich konsequent bleiben kann bei meinem Sohn.


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#26

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 11.06.2015 15:00
von Mona | 89 Beiträge | 159 Punkte
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So, seit vorgestern ist er wieder hier bei mir, in seinem Zimmer. Ich freue mich einerseits, dass er wieder da ist, auf der anderen Seite ist es halt einfach mega anstrengend. Er wurde als stabil aus der Klinik entlassen, aber was heißt stabil? Er ist mega misstrauisch, verunsichert durch kleine Zufälle, steht derbst neben sich und er hat immer noch große Angst, mir etwas anzutun. Ansonsten ist er wahnsinnig lieb und hilfsbereit und gibt sich hier daheim ganz große Mühe.

Gestern hat er eine Organisation angeschrieben, die hier im Kreis Hilfe für psychisch Kranke anbietet, z. B. Betreuung, Tagesstätte, Hilfe bei Behörden etc. Heute war er bei der Psychaterin, ich bin auf seinen Wunsch hin mit ihm rein. Wir haben heute gemeinsam seinen Aufnahmeantrag beim VdK sowie den Antrag nach dem Schwerbehindertenrecht fürs Versorgungsamt ausgefüllt, er hat mit dem Jugendamt telefoniert und es stellt sich heraus, dass er sich in 1 1/2 Wochen eine Wohnung (die er wohl mit einem anderen Jugendlichen teilen würde) anschauen kann, die auch nur 1/2 Autostunde entfernt ist. Er war nach dem Telefonat völlig neben sich und verängstigt. Dass er demnächst ausziehen soll bereitet ihm die allergrößte Angst. Oh, ich kann es so gut verstehen. Er meinte noch zu der Dame vom Jugendamt dass er erst noch eine Weile hierbleiben und stabil werden möchte... wie bringe ich ihm bei dass er hier daheim nicht stabil werden kann? Oh Mann, er tut mir so wahnsinnig leid, ich würde so gern helfen aber ich kann ihm die Erkrankung ja nicht abnehmen.


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#27

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 11.06.2015 20:41
von Fiene (gelöscht)
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Hallo Mona,

es ist so - du kannst ihm die Erkrankung nicht abnehmen, so gerne, wie Mütter dies auch tun wollten.
Meine Tochter verhält sich auch oft konform, aber mit einem Mal schmeisst sie all die guten Aussichten
in den Müll.

Finde einen Mittelweg, für deinen Sohn da zu sein, und dich andererseits nicht selbst aufzugeben.

Es klingt nach bladiebla, ist es aber nicht.

Wir sind erwachsene Menschen, die wissen, daß wir ewig Manipulationen ausgesetzt sind.

Ich kann nur nach wie vor sagen: Wenn wir als Eltern an der Erkrankung kaputt gehen, dann nützen wir unseren Kindern nichts.

Lg. Fiene


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#28

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 12.06.2015 19:02
von Wolf (gelöscht)
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Hallo Mona,

ich denke, das klingt erstmal gar nicht so schlecht.

Du kannst deinem Sohn eine Option aufhalten, so dass er in extremen Situationen wieder in sein Zimmer einziehen kann. Eine Rückfallebene zu haben, beruhigt. Da Angst das zentrale Theme ist, müssen Schutzmechanismen her.
Oft ist es eben so, dass diese Rückfallebenen nicht angenommen werden, weil sich das Leben ganz anders entwickelt, als er gedacht hat.

Schau mal, gebe deinem Sohn Sicherheiten. Besonders verbal. Dann kann er damit besser umgehen, ohne das ihn die Angst psychisch auffrist.

Herzlichen Gruß vom Wolf


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#29

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 13.06.2015 10:11
von Mona | 89 Beiträge | 159 Punkte
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Ich kann nur nach wie vor sagen: Wenn wir als Eltern an der Erkrankung kaputt gehen, dann nützen wir unseren Kindern nichts.



@Fiene - ich werde alles in meiner Macht stehende dafür tun, dass ich stark bleibe. Ich habe mir Fachliteratur besorgt zu den Themen, die mir das Leben schwer machen, nehme brav meine Medikamente, gehe zur Psychotherapie und beschäftige mich mit meinen Hobbys zum Ausgleich.

Aktuell würde ich mir einen aktiv in das Leben meines Sohnes eingebundenen Vater für ihn wünschen, denn die Last drückt schon arg. Es macht für mich wenig Unterschied dass mein Sohn fast 20 und somit längst volljährig ist, denn er braucht noch viel Unterstützung und Begleitung. Zwar habe ich einen Partner, aber ich wohne nicht mit ihm zusammen und er hat eigene, jüngere Kinder, um die er sich sorgt.

@Wolf - danke für deine Anregungen, das ist ein guter und sinnvoller Vorschlag. Mir wurde ja geraten dass ich meinen Sohn nicht mehr daheim aufnehmen soll, aber wie könnte ich die Tür vor seiner Nase zuschlagen in einer Zeit, in der er im höchsten Maße verunsichert und verängstigt ist und das Gefühl hat dass nichts so ist wie es scheint? Meine Eltern und ich werden zeitlebens für ihn da sein und es vergeht kaum ein Tag, an dem er das nicht von einem von uns hört.

VIELEN DANK FÜR EURE UNTERSTÜTZUNG! Ich brauche Leute, die die Situation verstehen und einschätzen können und die mir Hilfestellung geben, und hier, in diesem Forum, finde ich sie. DANKE!


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#30

RE: Wie geht es nach dem Klinikaufenthalt weiter?

in Treffpunkt für Angehörige 13.06.2015 18:39
von Wolf (gelöscht)
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Hallo Mona,

ich habe dich richtig eingeschätzt. Man lebt viel für seine Kinder. Eigentlich hättest du mir das nicht erklären müssen. Denn deine Worte hier zu Anfang sagten schon alles aus. :-)
Aber es gibt mir Gelegenheit, über mich und meine Kinder zu sprechen. Ich wollte keinen eigenen Blog aufmachen, denn dafür habe ich keinen Geist.
Ich habe zwei Töchter aus erster Ehe. Meine Große mag mich sehr und ist sehr froh, das sie mich hat. Meine jüngere Tochter will keinen Kontakt zu mir, obwohl ich das immer wieder versucht habe. Nein, sie meint, sie hat ihr eigenes Leben. Da braucht sie mich nicht.
Natürlich gebe ich immer alles, was ich kann. Aner so unterschiedlich ist das.
Daher zweifele nicht an dir, wenn dein Sohn manchmal deine Liebe nicht erwiedern kann. Es ist so, dass junge Menschen erstmal ihr eigenens Leben sehen. Wenn sie erfahrener sind, werden sie das bestimmt anders einschätzen.

@all Danke fürs zuhören.

Herzlichen Gruß vom Wolf


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