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#1

Sohn geht es in der Klinik immer schlechter

in Treffpunkt für Angehörige 26.05.2015 11:05
von Mona | 89 Beiträge | 158 Punkte
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Habe vorhin mit meinem Sohn telefoniert, der nun seit 10 Wochen in der Psychatrie ist. Er sagt es gehe ihm immer schlechter, er habe nun verstärkt paranoide Wahnvorstellungen (fühlt sich verfolgt und beobachtet). Er war völlig aufgelöst und meinte, er würde sicher noch lange dort bleiben müssen. Er wünscht sich, am Wochenende nachhause zu kommen, traut es sich aber nicht zu. Zudem beherrschen ihn wieder verstärkt Gedanken, dass er mir etwas antun könnte.

Ach mensch, ich bin so unglücklich dass es ihm offenbar immer nur schlechter geht. Wie lange brauchen denn diese Medis, bevor sie einen positiven Nutzen haben? Ist es normal dass es einem nach 10 Wochen in der Klinik schlechter geht als am Anfang?

Traurige Grüße,
Mona


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#2

RE: Sohn geht es in der Klinik immer schlechter

in Treffpunkt für Angehörige 26.05.2015 11:23
von Molly | 2.757 Beiträge | 12912 Punkte
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Hallo Mona!

Bekommt Dein Sohn in der Klinik außer Tabletten überhaupt Therapie? Was oft weiterhilft sind diese Seminare zum Thema Psychose, die man dort normalerweise bekommt. Man versteht dann besser, wie eine Psychose in Gang kommt und funktioniert. Eine Gesprächstherapie wäre auch sinnvoll, aber wenn Dein Sohn kein Vertrauen zu den Leuten in der Klinik entwickeln kann bringt das wahrscheinlich nichts.

Ich denke, er hat irgendwo ein existenzielles Problem oder Probleme die er nicht zu äußern wagt, die ihm Angst machen und die ihn beherrschen. Es könnte ihm peinlich sein, darüber zu reden. Deshalb geht die Psychose auch mit Medikamenten nicht weg. Durch die Ängste wird sie immer wieder angefeuert. Das ist jedenfalls meine ganz persönliche Meinung... Ich habe die Erfahrung gemacht, dass auf so etwas oftmals in der Klinik nicht eingegangen, oder auch nur nachgefragt wird.

LG,


Mein Wahlspruch: Halte niemals mit einer Hand die Vergangenheit fest, denn du brauchst beide Hände für die Zukunft!
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zuletzt bearbeitet 26.05.2015 11:23 | nach oben springen

#3

RE: Sohn geht es in der Klinik immer schlechter

in Treffpunkt für Angehörige 26.05.2015 11:27
von Fiene (gelöscht)
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Hallo Mona,

normal ist es nicht, aber meine Tochter ist bereits über 4 Monate in der Kliniki.
Nach 2 Wochen erhielt sie bereits Ausgang, der dann aber vom Arzt als verfrüht
angesehen wurde. Danach ging es ihr immer schlechter und sie musste wochenlang
auf die Akut-Station. Erst seit ungefähr 10 Tagen geht es ihr einigermassen gut.

Kopf hoch!!!

LG. Fiene


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#4

RE: Sohn geht es in der Klinik immer schlechter

in Treffpunkt für Angehörige 26.05.2015 11:30
von Hurley (gelöscht)
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Meiner Partnerin wurde auch gesagt, als ich akut eingeliefert wurde, dass es erstmal schlimmer werden würde. Mit den Medikamenten wechselt man ja schon wieder komplett die Realität und das ist sehr anstregend. Bei mir wurde es auch deutlich schlimmer. Allerdings hat es keine 10 Wochen gedauert.
Ist dein Sohn denn auf einer geschlossenen Station mit Akut Patienten? Mir hat der Wechsel auf die offene Station sehr geholfen, auch wenn ich noch nicht ganz klar war. Ein möglichst normales Umfeld ist meiner Meinung nach am besten geeignet. Bei uns gibt es ein Soteria Haus, wo man wirklich intensiv betreut wird und mehr Wert auf soziales als auf die Medikamente gelegt wird.
Nach 10 Wochen könnte sich meiner Meinung nach langsam Besserung einstellen. Vielleicht hat man aber auch das passende Medikament für deinen Sohn noch nicht gefunden. Eins kann ich dir versprechen: Es wird besser werden!


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#5

RE: Sohn geht es in der Klinik immer schlechter

in Treffpunkt für Angehörige 26.05.2015 11:31
von Mona | 89 Beiträge | 158 Punkte
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Er bekommt Therapie, kann aber an den Gruppentherapien nur eingeschränkt bis gar nicht teilnehmen weil er die Gruppendynamik sprengt. Er ist motorisch unruhig und muss ständig aufspringen und rausrennen. Er hat therapeutische Einzelgespräche, Ergo (Werken) und Sport (Bogenschießen und noch irgendeine Ballsportart). Aber er hat meiner Meinung nach viel zu viel Zeit, seinen Gedanken nachzuhängen. Ich verstehe aber wenn die Kapazitäten der Klinik beschränkt sind wenn er nicht an den Gruppengesprächen teilnehmen kann.

Zitat
Ich denke, er hat irgendwo ein existenzielles Problem oder Probleme die er nicht zu äußern wagt, die ihm Angst machen und die ihn beherrschen. Es könnte ihm peinlich sein, darüber zu reden. Deshalb geht die Psychose auch mit Medikamenten nicht weg. Durch die Ängste wird sie immer wieder angefeuert. Das ist jedenfalls meine ganz persönliche Meinung... Ich habe die Erfahrung gemacht, dass auf so etwas oftmals in der Klinik nicht eingegangen, oder auch nur nachgefragt wird.



Das ist ein interessanter Gedanke, und nicht abwegig. Vor einigen Wochen, bevor er überhaupt seine Diagnose hatte, meinte er er habe sexuelle Probleme, die mit der Familie zu tun haben, es sei ihm aber zu peinlich, darüber zu reden. Ich glaube aber dass er sich mittlerweile seinem Therapeuten anvertraut hat, zur Pflege wollte er nicht gehen weil das fast durchweg Frauen sind. Er hat es aber auch nicht mehr erwähnt, wollte mir auch nicht genau sagen worum es sich handelt und ich hab ihn da logischerweise auch nicht bedrängt, das steht mir nicht zu, ich bin seine Mom und muss nicht alles wissen. Er hat sehr große Angst vor seinen Gedanken, und er gibt sich selbst die Schuld an seinem Zustand. Ich weiß nicht wie offen er in den Therapien reden kann, ich wünsche ihm dass er sich öffnet.


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#6

RE: Sohn geht es in der Klinik immer schlechter

in Treffpunkt für Angehörige 26.05.2015 11:36
von Molly | 2.757 Beiträge | 12912 Punkte
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Bekommt er angstlösende Medikamente?


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#7

RE: Sohn geht es in der Klinik immer schlechter

in Treffpunkt für Angehörige 26.05.2015 11:40
von Mona | 89 Beiträge | 158 Punkte
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Ist dein Sohn denn auf einer geschlossenen Station mit Akut Patienten? Mir hat der Wechsel auf die offene Station sehr geholfen, auch wenn ich noch nicht ganz klar war. Ein möglichst normales Umfeld ist meiner Meinung nach am besten geeignet. Bei uns gibt es ein Soteria Haus, wo man wirklich intensiv betreut wird und mehr Wert auf soziales als auf die Medikamente gelegt wird.
Nach 10 Wochen könnte sich meiner Meinung nach langsam Besserung einstellen. Vielleicht hat man aber auch das passende Medikament für deinen Sohn noch nicht gefunden. Eins kann ich dir versprechen: Es wird besser werden!



Er ist auf einer offenen Station, die Klinik hat auch einen sehr guten Ruf und wurde ihm von der Ärztin der örtlichen Akutpsychatrie hier im Kreis empfohlen. Ich kenne mich ja durch zwei Klinikaufenthalte selbst ein klein wenig aus, die Klinik hat ziemlich wenig Krankenhauscharakter was ich ganz positiv finde. Es gibt dort auch so ein Haus wo dann die Leute hinkommen, um Eigenständigkeit zu lernen. Sie bekommen für ein paar Wochen eine Miniwohnung mit eigenem Schlüssel.

Er bekommt seit 9 Wochen Risperdal als Depotspritze und seit 3 Wochen Zyprexa. Gegen die Unruhe bekommt er noch Promethazin, als Bedarfsmedikament. Ich kenne mich mit Neuroleptika halt so überhaupt nicht aus. Achja, Elontril nimmt er auch noch, das kenne ich gut, nehm ich selbst seit 2 Jahren.

ES WIRD BESSER WERDEN - Danke für diese Einschätzung. Ich habe es meinem Sohn heute morgen versprochen, und ich bin froh das hier auch so zu lesen.


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#8

RE: Sohn geht es in der Klinik immer schlechter

in Treffpunkt für Angehörige 26.05.2015 11:41
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Bekommt er angstlösende Medikamente?



Ich weiß nicht ob eines davon angstlösend ist. Von Promethazin weiß ich es, das bekommt er bei Bedarf, aber wie genau Risperdal und Zyprexa wirken weiß nicht.


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#9

RE: Sohn geht es in der Klinik immer schlechter

in Treffpunkt für Angehörige 26.05.2015 11:49
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Mit Risperdal hab ich damals auch die Erfahrung von innerlicher Unruhe gemacht. Ich war davon total nervig, vor allem weil es so schlimme Nebenwirkungen hatte und meine eigentlichen, realen Probleme die ich damals in der Familie hatte, nicht gelöst hat. Zyprexa hab ich nie ganommen.

Vom Risperdal wurde mir außerdem im Verlauf der Einnahmedauer immer schwindeliger, meine Nase war ständig verstopft, sodass ich nur noch (auch nachts) durch den Mund atmen konnte ( Zunge war dann ständig ausgetrocknet) und wie gesagt total zappelig. Auch die Stimmen gingen nicht völlig weg.

Ich nehme zur Zeit auch Promethazin ein, aber nur Nachts zum Schlafen. Keine Ahnung, wie lange ich es nehmen muss.


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zuletzt bearbeitet 26.05.2015 11:50 | nach oben springen

#10

RE: Sohn geht es in der Klinik immer schlechter

in Treffpunkt für Angehörige 26.05.2015 11:52
von Mona | 89 Beiträge | 158 Punkte
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Hm, das liest sich ja nicht so gut, Molly.

Ich denke ja mal dass die Klinik umstellt, wenn sich der gewünschte Erfolg nicht erzielen lässt. Diese Unruhe hatte er aber früher auch schon, besonders während akuter Panikattacken. Er ist stundenlang in der Wohnung auf und abgelaufen.


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#11

RE: Sohn geht es in der Klinik immer schlechter

in Treffpunkt für Angehörige 26.05.2015 11:59
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Vielleicht gehe ich zu sehr von mir selbst aus weil mich ein ähnliches Problem im Augenblick gerade selbst belastet, aber ich glaube dass das Grundproblem Deines Sohnes wie bei mir eine Phobie mit psychopatologischem Hintergrund sein könnte. Wenn man dann noch dazu Stimmen hört die ja immer mit der Umwelt in Verbindung zu stehen scheinen, fühlt man sich gegenüber der Außenwelt so ungeschützt, dass es meiner Meinung zu solchen Reaktionen kommen kann.


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zuletzt bearbeitet 26.05.2015 12:20 | nach oben springen

#12

RE: Sohn geht es in der Klinik immer schlechter

in Treffpunkt für Angehörige 26.05.2015 12:40
von Still | 168 Beiträge | 1953 Punkte
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Hallo,

Ich kann aus meiner Erfahrung heraus sagen, dass es mir in der Klinik auch immer erst schlechter gegangen ist. Zum Risperdal habe ich folgende Erfahrungen gesammelt: Zuerst habe ich es 2004 bekommen. Da war es mein erstes Neuroleptikum überhaupt und ich empfand es als furchtbare Einschränkung im Leben. Ich war furchtbar Müde, mein Nacken versteifte sich, ich ging wie ein Roboter. Dann habe ich es immer abgelehnt. Ich habe sehr viele verschiedene Neuroleptika dazwischen bekommen (Zeldox, Invega, Clozapin und Abilify). Jetzt nehme ich Risperdal seit März 2014 und habe ein ganz anderes Gefühl dabei. Ich bin wesentlich ruhiger und ausgeglichener. Meine Gedanken sind inzwischen geordnet und ich bekomme ausreichend Schlaf. Nebenwirkung ist nur durch die Ruhe habe ich an Gewicht zugelegt. Aber wenn ich mich überwinde und mich ein bisschen bewege hab ich auch das etwas unter Kontrolle. Inzwischen bekomme ich Xeplion, was fast das gleiche ist wie Risperdal, nur aus der Hoffnung heraus, dass sich mein stark angestiegener Prolaktinspiegel wieder normalisiert.
LG Still


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#13

RE: Sohn geht es in der Klinik immer schlechter

in Treffpunkt für Angehörige 26.05.2015 16:25
von Quietschi | 930 Beiträge | 1901 Punkte
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Hallo Mona.
Die Medikamente brauchten bei mir zwei, drei Wochen, bis sich der Medikamentenspiegel im Körper aufgebaut hatte. Das ist vielleicht auch vom Schweregrad der Erkrankung abhängig. Zyprexa wirkt – ich nehme es – so wie ich das merke nicht Angst lösend, sondern hilft gegen die Halluzinationen und Wahnvorstellungen.
Mir ist es in der Klinik besser gegangen und ich war nach 4 Wochen wieder draußen. Andere waren viel länger auf Station und die Verläufe waren auch sehr unterschiedlich. Manchen ging es erst mal schlechter, weil sie sich vorher im normalen Leben mehr zusammen reißen mussten und in der Klinik der Erkrankung erst mal „freien Lauf“ lassen konnten, bevor es ihnen besser ging. Außerdem musste sich der Körper erst mal an die Medikamente gewöhnen und die können ganz schön rein hauen.
Liebe Grüße,
Quietschi


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#14

RE: Sohn geht es in der Klinik immer schlechter

in Treffpunkt für Angehörige 26.05.2015 20:46
von Wolf (gelöscht)
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Hallo Mona,

ich kann dazu nur wenig sagen. Es sind ja immer die Mütter, die wegen ihren Kindern besonders leiden.
Von mir kann ich nur sagen, dass ich während meiner akuten Phase erstmal mit Valium behandelt wurde. Das ist ein extrem starkes Beruhigungsmittel. Erst als ich innerlich zur Ruhe gekommen bin, wurde ich auf Neuroleptika umgestellt. Ich war auch "nur" in einer Tagesklinik. Das hat aber über ein halbes Jahr gedauert, bis ich entlassen wurde.
Ich denke, du solltest Vertrauen zu den Ärzten haben. Das ist natürlich nicht einfach, wenn man erlebt, dass es dem Kind schlechter geht.
Von mir muss ich aber auch sagen, dass bei mir auch nicht jeder Tag gleich war. Gerade zu Anfang war das ein ziehmliches auf und ab, bis ich mich vollständig stabilisiert hatte.

Alles Gute für euch beide!


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#15

RE: Sohn geht es in der Klinik immer schlechter

in Treffpunkt für Angehörige 28.05.2015 22:51
von hausschuh | 142 Beiträge | 207 Punkte
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Hallo Mona!


Was man ja am Anfang überhaupt nicht weiß, ob es sich um eine dauerhafte Krankheit oder um eine Episode handelt, die nicht wiederkommt. Was das Anschlagen von Behandlung angeht: Oftmals muss mit den Medikamenten solange ausprobiert werden, bis etwas gefunden wird, das wirklich hilft. Was mir sehr gut geholfen hat, waren in meiner Angstpsychose Tavor, das ist ein sogenannter Tranquilizer, welcher leider auch abhängig machen kann. Das habe ich zwei Wochen lang dauerhaft bekommen, um mir die akute Angst zu nehmen.

Alles Gute für euch.


Was wir wissen ist ein Tropfen; was wir nicht wissen, ein Ozean. Isaac Newton
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