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#1

Kranke Mutter - Umgang..?

in Treffpunkt für Angehörige 26.04.2015 18:40
von Ley (gelöscht)
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Hallo zusammen,

ich bin neu und würde mich in diesem Text auch kurz vorstellen wollen
Ich bin Ley, 18 Jahre alt und wohne derzeit mit meinem Freund zusammen.
Als ich vier Jahre alt war ist meine Mutter an (ich glaube Paranoider) Schizophrenie erkrankt. Wir haben lange als Familie stand gehalten, aber es war immer ein großes Drama. Als ich so zwölf Jahre alt war, haben sich meine Eltern endgültig getrennt und ich bin nach zwei Monaten bei meiner Mutter, auch zu meinem Vater gezogen.

Meine Mutter wohnt in der selben Stadt wie ich und wir haben auch unregelmäßig mal Telefonisch oder persönlichen Kontakt. Ursprünglich wollte ich meinen Kontakt abbrechen, aber da sie niemanden hat außer mich und meinen Bruder, habe ich das nicht übers Herz gebracht.

Leider fällt es mir sehr schwer mit ihr umzugehen weil ich nie weiß worauf ich mich einstellen muss. Es ist oft so das ich sie die eine Woche besuche und sie ist total fröhlich, die Wohnung ist sauber usw. und schon am nächsten Tag schiebt sie total die Paranoia das meinem Bruder oder mir irgendetwas schlimmes zugestoßen ist und plötzlich schmeißt sie ihre Sachen durch die gegend... Bei ihr ist es auch so, dass sie alles was ihr selbst mal passiert ist (Misshandlung zb.) auf uns Kinder Projiziert und dann eben denkt das wir Misshandelt wurden
oder ähnliches...

Nun ist es bei dem Fall meiner Mutter so, dass sie leider nur ca. 20% Chance zum überleben hat. Sie ist stark Selbstmord gefährdet und wir sind alle überrascht das sie noch so lange durchhält... Ich habe schon immer den Gedanken, dass wenn mein Telefon klingelt und ich abnehme, mir gesagt wird das meine Mutter es "endlich geschafft" hat sich das Leben zu nehmen. Traurig, aber wahr.

Die Bevollmächtigung hat seit Winter 2014 ihr bester Freund, der aber selbst psychisch krank ist und sich nicht um sie kümmert. Leider weigert sie sich auch, dass ich die Bevollmächtigung haben darf. Dadurch ist gerade die Situation entstanden das sie im Ernstfall auch gar nicht in eine Klinik eingewiesen werden kann, da ihr bester Freund sich dagegen wehrt (er hasst alles was mit Ämtern zu tun hat und ist auch der Meinung das meine Mutter gesund sei..) Ich würde sie ja an liebsten in ein sicheres Heim oder ähnlichem unterbringen...

Nun ist die frage: Wie geht ihr damit um? Könnt ihr nachvollziehen wie es mir da geht und kennt ihr diese Ungewissheit?
Vielleicht könnt ihr mir ja ein paar Tipps geben oder einfach nur ein paar Gedanken dazu austauschen. Das würde mir schon weiter helfen...

Danke


zuletzt bearbeitet 26.04.2015 19:34 | nach oben springen

#2

RE: Kranke Mutter - Umgang..?

in Treffpunkt für Angehörige 26.04.2015 22:53
von Molly | 3.272 Beiträge | 16147 Punkte
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Hallo Ley!

Ich weiß nicht genau, was ich Dir da schreiben soll... Ich bin mit paranoider Schizophrenie diagnostiziert, habe auch zwei Kinder, bin seit deren 10. und 13. Lebensjahr geschieden und habe sie bei meinem Mann gelassen weil ich nicht wollte, dass sie durch meine Krankheit Nachteile haben.

Ich glaube, dass Deine Mutter in erster Linie Angst hat. Wenn sie eventuell den ganzen Tag lang keine sinnvolle Beschäftigung hat ist es klar, dass sie oft drüber nachdenkt, wie es um Euch steht. Wenn sie dann auch noch Stimmen hört, die ihr schlimme Dinge erzählen, sind ihre Reaktionen verständlich. Als ich anfangs von meinen Kindern getrennt war, hab ich auch ein paar mal angerufen, nur um nachzufragen, ob es ihnen wirklich gut geht. Man hat in dem Moment ja keinen direkten Einblick mehr in ihr Leben und die Stimmen können sehr überzeugend sein.

Wenn es dir nicht allzuviel ausmacht, würde ich dir raten, einen regelmäßigen Termin mit ihr auszumachen, wo ihr wenigstens miteinander telefoniert oder Euch sogar trefft. Wenn Du das nicht verkraftest, lass es eben, aber ich denke halt, dass es ihr gut tun würde. Sie auf Dauer einweisen zu lassen ist kaum eine Option, ganz abgesehen davon, dass so etwas heute kaum noch passiert. Die meisten werden nach einiger Zeit wieder entlassen. Ich kenne einige Betroffene, die Monate oder sogar Jahre in einer Einrichtung waren, die aber trotzdem nicht aus ihrem Wahn entkommen sind. Einem neben der Zumutung der teilweise recht schlimmen Medikamentennebenwirkungen auch noch die Freiheit wegzunehmen ist genauso, als ob man einen foltern würde.

Wenn Du magst, lies mal meinen Erfahrungsbericht: http://alxdo.jimdo.com/startseite/erfahr...richt-psychose/ Er ist etwas länger... Vielleicht verstehst Du dann deine Mutter besser.


LG,
Molly

Mein Wahlspruch: Halte niemals mit einer Hand die Vergangenheit fest, denn du brauchst beide Hände für die Zukunft!
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zuletzt bearbeitet 26.04.2015 22:57 | nach oben springen

#3

RE: Kranke Mutter - Umgang..?

in Treffpunkt für Angehörige 26.04.2015 23:24
von Jela | 1.626 Beiträge | 4987 Punkte
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Hallo Ley,
Ich mochte jetzt nicht die Situation im Ganzen bewerten. Da ist Molly schon ein Stueck weit darauf eingegangen. Ich bin Betroffene (paranoides Schizophrenie ). Allerdings auf einem sehr guten Weg ins Leben zurueck. Und war auch mal Angehoerige. Mein Vater ist als ich 12 Jahre alt war erkrankt (manisch-depressiv ) Ich kenne also beide Seiten.

Vorab moechte ich Dir als Denkanstoss mitgeben, dir genau zu ueberlegen, ob Du die Betreuung fuer Deine Mutter wirklich uebernehmen moechtest. Ich wuerde Dir persoenlich einen anderen Weg vorschlagen, die externe Betreuung. Er wuerde Dein Leben, das schon genug in Mitleidenschaft gezogen wurde, ruhiger gestalten. Sehen und sprechen kannst Du Deine Mutter trotzdem jederzeit. Letzendlich musst Du das dann aber selber entscheiden.Immer vorausgesetzt, dass man an der jetzigen Situation etwas aendern kann. Deshalb kurz folgende Fragen an Dich:
Habe ich es richtig verstanden, dass Deine Mutter schon einen Betreuer hat ( diesen Bekannten )?
Gehe ich recht in der Annahme, dass Deine Mutter schon einmal oder mehrmals in einer Klinik war?
Weisst Du, ob sie aktuell in Behandlung ist und bei wem ?
Weisst Du, ob sie Medikamente nimmt ?
Lebt sie alleine ?

Ich weiss erst einmal viele Fragen. Ich glaube aber, dass uns diese Antworten weiter helfen koennten Dir konkret einen Rat zu geben.Erfahrungen mit Dir auszutauschen. Dir einen schoenen Abend trotz aller Probleme LG Jela


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#4

RE: Kranke Mutter - Umgang..?

in Treffpunkt für Angehörige 27.04.2015 07:57
von Still | 235 Beiträge | 3068 Punkte
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Hallo Ley,

was Molly und Jela geschrieben haben finde ich sehr schön. Vorallem Molly kann die Situation in der sich deine Mutter befindet sehr gut nachvollziehen. Vielleicht können dir die beiden bessere Tips geben als ich, wenn du die Fragen von Jela beantwortest. Ich hoffe du findest einen Weg mit der Situation zurecht zukommen.

Alles Gute wünscht dir Still


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#5

RE: Kranke Mutter - Umgang..?

in Treffpunkt für Angehörige 27.04.2015 13:02
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Hallo,
danke für eure offene antworten.

Das mit dem regelmäßigen Termin habe ich schon einmal probiert, aber leider ist das oft gekippt, weil sie dann sehr an mir gehangen hat und mich dann immer öfter sehen wollte. Außerdem konnte ich das nie allein, da ich manchmal zu große Angst vor ihr hatte, wie ich leider ehrlich gestehen muss... Aber ich werde das auf jeden fall noch mal probieren, da habt ihr mich noch einmal bestärkt.

Ich weiß nicht genau wie das in Einrichtungen abläuft, da die Idee nur von meiner halbschwester mal angesprochen wurde. Ich weiß das die Krankheit dadurch nicht weggeht, aber ich denke das sie dort nicht allein wäre und sie dann besser klar kommen würde. Da hätte sie sowohl Körperliche unterstützung - denn wenn es ihr schlecht geht kann sie sich kaum mehr bewegen - und auch Geistliche. Aber da sie selbst auch unglaublich große angst vor kliniken hat, will sie auch gar nichts mehr davon hören...


zuletzt bearbeitet 27.04.2015 13:04 | nach oben springen

#6

RE: Kranke Mutter - Umgang..?

in Treffpunkt für Angehörige 27.04.2015 13:13
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Zitat von Jela im Beitrag #3

Vorab moechte ich Dir als Denkanstoss mitgeben, dir genau zu ueberlegen, ob Du die Betreuung fuer Deine Mutter wirklich uebernehmen moechtest. Ich wuerde Dir persoenlich einen anderen Weg vorschlagen, die externe Betreuung. Er wuerde Dein Leben, das schon genug in Mitleidenschaft gezogen wurde, ruhiger gestalten. Sehen und sprechen kannst Du Deine Mutter trotzdem jederzeit. Letzendlich musst Du das dann aber selber entscheiden.Immer vorausgesetzt, dass man an der jetzigen Situation etwas aendern kann. Deshalb kurz folgende Fragen an Dich:
Habe ich es richtig verstanden, dass Deine Mutter schon einen Betreuer hat ( diesen Bekannten )?
Gehe ich recht in der Annahme, dass Deine Mutter schon einmal oder mehrmals in einer Klinik war?
Weisst Du, ob sie aktuell in Behandlung ist und bei wem ?
Weisst Du, ob sie Medikamente nimmt ?
Lebt sie alleine ?




Ich weiß das meine Mutter eine Zeit lang einen Betreuer hat, der alle zwei Wochen zu ihr gefahren ist und nach dem rechten geschaut hat und auch mit ihr Einkaufen war. Jedoch ist dieser aus irgendwelchen gründen nicht mehr für sie zuständig und damit ist sie seit ca. einem Jahr allein.

Zu Deiner ersten frage. Der beste Freund von meiner Mutter hat die Vorsorgevollmacht (wie genau das heißt bin ich mir gerade unsicher..). Also er kann entscheiden ob sie in die Klinik eingewiesen wird oder nicht. Er ist aber für nichts verpflichtet und Momentan haben die beiden auch kaum mehr Kontakt.
Ja, meine Mutter ist fast Jährlich in einer Klinik gewesen, aber das immer nur für ein bis zwei Monate und auch nur wenn es sehr Akut war - sie sich versucht hat das Leben zu nehmen oder andere Angegriffen hat.
Ich weiß das sie in einer Einrichtung war - alle paar Wochen war sie in Therapeutischer Behandlung. Aber da geht sie jetzt auch nicht mehr hin.
Momentan hat sie ihre Medikamente mal wieder abgesetzt...
Und ja, sie lebt allein.


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#7

RE: Kranke Mutter - Umgang..?

in Treffpunkt für Angehörige 27.04.2015 21:23
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Hallo Ley,

Dass was Du in Deinen Zeilen beschreibst liest sich sehr schwer.Ich kann vieles was Du erlebt hast nachvollziehen und auch nachempfinden. Es war und ist eine sehr lange und schwierige Zeit, Lebensphase fuer Dich. Ich kann die aktuelle Schwere der Erkrankung, die akute Bedrohung allerdings nicht beurteilen. Mache mir aber ehrlicherweise auch Sorgen um die Gesundheit Deiner Mutter. Das selbstaendige absetzen der Medikamente deutet bei dieser Vorgeschichte auf nichts gutes hin. Auch fehlt offensichtlich jegliches stabiles Umfeld und ein Mensch, der seine Vorsorgevollmacht verantwortungsvoll einsetzt oder einsetzen kann. Du erwaehntest, dass diese Person selbst eine entsprechende Krankengeschichte hat und sich auch um Deine Mutter nicht kuemmert. Dem demzufolge wahrscheinlich auch der noetige Einblick fehlt, um im Sinne der Gesundheit und Sicherheit Deiner Mutter verantwortungsbewusst zu agieren. Ich hoffe, dass sie im Moment noch nicht akut ist. Chronisch scheint ihre Krankheit ja zu verlaufen.

Hast Du denn wenigstens eine aeltere Person an deiner Seite, die dich unterstutzt, der du dich anvertrauen kannst, die dir hilft ? Bist Du oder hast Du Kontakt zu einer Angehoerigenselbsthilfegruppe ? Ich persoenlich halte das fuer unbedingt notwendig und hoffe, dass jemand entsprechendes an Deiner Seite ist. Dieses Thema in Deinem Alter selbstaendig stemmen zu wollen ist sehr viel fuer eine " verzeih mit bitte " so junge Schulter.

Was kann man raten, ausser das man den Kontakt nicht abbrechen lassen sollte. Ich denke, dass im ersten Schritt erstmals Informationsdefizite beseitigt gehoeren. Du hast erwaehnt, dass sie schon einmal eine Betreuung hatte, diese dann aber eingestellt wurde. Die Gruende sind Dir nicht bekannt usw. Also wuerde ich versuchen, einen schnellen Termin auf dem Amtsgericht ( Betreuungsgericht ) zu bekommen, um die Gesamtsituation abzuklaeren. Dies auch im Hinblick auf die Vorsorgevollmacht und zu der Frage, wie am Besten im Interesse Deiner Mutter gehandelt werden kann, muss. Dies in der Vergangenheitsbetrachtung und im Sinne von einer Zukunftsperspektive. Parallel dazu wuerde ich den Kontakt mit ihrem behandelnden Arzt suchen und auch mit ihm ueber die Gesamtsituation sprechen. Vielleicht kann der auch, durch einen persoenlichen Kontakt ,etwas positives in die Richtung Deiner Mutter bewegen.Ich habe damit in der Vergangenheit gut Erfahrungen gemacht. Auch die bisher behandelnde Klinik und deren Sozialdienst kaeme nach meiner Meinung als Gespraechspartner in Betracht.

Bis bald, und Dir trotz allen Sorgen eine gute Zeit
Hoffentlich hast Du, bekommst Du kompetente Hilfe
LG Jela


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#8

RE: Kranke Mutter - Umgang..?

in Treffpunkt für Angehörige 28.04.2015 20:48
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Hallo Ley!

Ich fürchte fast, bei Deiner Mutter ist es so wie es oft ist, wenn psychisch Kranke keine normalen Kontakte mehr haben. Sie igelt sich ein und lebt nur noch in ihrer eigenen Welt. So kommt es jedenfalls rüber.

Normalerweise gibt es in Städten niederschwellige Angebote speziell für uns. Angefangen bei Cafes, Selbsthilfegruppen oder Treffs mit Bildungs- und Freizeitangeboten für psychisch Kranke, die oft vom sozialpsychiatrischen Dienst, anderen Betroffenen oder Stiftungen betreut werden, bis zu Werkstätten für psychisch Kranke, wo man ein wenig Geld verdienen kann und Tagesstruktur hat. Gerade weil wir es nicht sehr dicke mit den Talerchen haben, kann das schon guttun. Sie muss nur bereit sein, so etwas anzunehmen. Oft will man sich erst mal auf so etwas nicht einlassen, weil man sich selbst als viel gesünder betrachtet, Probleme anderer nicht akzeptieren kann und deshalb jeglichen Kontakt ablehnt. Wenn man das aber annehmen kann, fühlt man sich nach einer Weile besser und auf jeden Fall nicht mehr so alleine.


LG,
Molly

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zuletzt bearbeitet 28.04.2015 20:57 | nach oben springen


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