Einloggen
Zurück Vorwärts
Aktualisieren Drucken
Neuer TAB


Zum Seitenanfang Schritt hoch Schritt runter Zum Seitenende


#16

RE: Psychose oder reale Trennung

in Treffpunkt für Angehörige 21.04.2015 20:30
von Molly | 3.181 Beiträge | 15615 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Molly
Gold
Gold
Silber
Silber
Bronze
Bronze
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal

Bester User-Support
Bester User-Support
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Goldene Feder
Goldene Feder
Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Hallo Necromance!

Ich bin die von Wolf genannte Person.

Es ist wirklich so, dass Medikamente manchmal die Stimmen nicht wegmachen oder erst dann, wenn man sie so hochdosiert nimmt, dass kein lebenswertes Leben mehr möglich ist. Man muss dann lernen, damit zu leben. Allerdings helfen Medikamente in geringerer Dosis, wo dann auch die Nebenwirkungen weniger sind schon, die Stimmen runterzudimmen. Man muss sie aber regelmäßig einnehmen und die Wirkung tritt bei mir auch erst nach ca. zwei Wochen langsam ein. Abilify hat bei mir überhaupt nicht gegen die Stimmen gewirkt. So weit ich weiß, hilft es eher gegen Negativsymptomatik wie z.B. Antriebsschwäche. Ich selbst nehme schon seit Jahren Amisulprid / Solian (400 mg) ein und ich lebe recht gut damit. Mit diversen, bei mir aber sehr im Verhältnis zu anderen Neuroleptika sehr erträglichen Nebenwirkungen, muss man aber auch hier rechnen.

Was das lernen damit zu leben angeht, möchte ich Dir sagen, dass es oft nicht möglich ist, mit dieser Krankheit so wie vorher weiterzuleben. Man sollte möglichst stressfrei aber mit einer ausgleichenden Tagesstruktur leben und der Tag sollte mit Aufgaben, die einen nicht überfordern und die man gerne macht ausgefüllt sein. Drogen und Alkohol sind auf jeden Fall ein NO Go. Eine Therapie in der man einiges aufarbeiten kann, wo die täglichen Problemchen besprochen werden können und wo man lernt Resilienz zu entwickeln wäre sinnvoll. Nur leider findet man oft keinen passenden Therapeuten.

Ich habe mich zusätzlich schon immer sehr für die Inhalte, Zusammenhänge und möglichen Ursachen der Erkrankung interessiert und mich deshalb auf verschiedenen Wegen informiert und mit anderen ausgetauscht. Z.B. halte ich Fachliteratur aus Bibliotheken, Dokumentationen zu dem Thema, Selbsthilfegruppen und Internetforen für sinnvoll.

LG,
Molly


LG,
Molly

Mein Wahlspruch: Halte niemals mit einer Hand die Vergangenheit fest, denn du brauchst beide Hände für die Zukunft!
nach oben springen

#17

RE: Psychose oder reale Trennung

in Treffpunkt für Angehörige 21.04.2015 20:40
von Necromance (gelöscht)
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Necromance
Gold
Gold
Silber
Silber
Bronze
Bronze
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal

Bester User-Support
Bester User-Support
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Goldene Feder
Goldene Feder
Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Ich danke euch, Wolf und Molly für eure Antworten.

Das Problem ist, er hat wenig Krankheitseinsicht, nimmt seine Medis unregelmäßig, trinkt stattdessen mehr Alkohol, ich habe auch den Verdacht, dass Drogen im spiel sein könnten.

Morgen gehe ich zu ihm um meine sachen zu holen, ich werde mir erst mal ein bild machen, wie er drauf ist und dann überlegen, was ich weiterhin tun werde.


nach oben springen

#18

RE: Psychose oder reale Trennung

in Treffpunkt für Angehörige 21.04.2015 21:24
von Hotte | 1.638 Beiträge | 4790 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Hotte
Gold
Gold
Silber
Silber
Bronze
Bronze
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal

Bester User-Support
Bester User-Support
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Goldene Feder
Goldene Feder
Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Hallo Necromance,

ich selbst habe durch die Erkrankung bedingt oft das Gefühl, dass mir "einfach alles zu viel" wird. Wenn dann meine Beziehung zu meinem Partner gerade nicht tragfähig ist, sondern zur Belastung wird, dann denke ich manchmal an Trennung. Zugleich weiß ich, dass ich ohne meinen Partner nicht leben will.
Früher habe ich es immer so gehandhabt, dass ich Schluss gemacht habe, wenn es mir zu stressig wurde. Das kann ich jetzt anders machen, weil ich weiß, dass dieses Gefühl der absoluten Überforderung auch wieder vergeht.

Dein Freund hat keine für mich klar erkennbare Trennungsabsicht ausgesprochen. Er scheint sich eher einfach allgemein überfordert zu fühlen. Man kann auch nie wissen, welche Gedankengänge er tatsächlich hat. Das führt dann dazu, dass Du widersprüchliche Signale wahrnimmst. Dazu kommt noch: Neun Monate sind keine lange Zeit, in der eine Beziehung sich hätte festigen können, schon gar nicht bei den von Dir angerissenen Umständen.
Dass Du nun verwirrt bist, weil Du nicht weisst, woran Du bist, kann ich gut nachempfinden. Ich hätte da wohl keine allzulange Geduld, weil ich nicht gut warten kann. Mir würde auch der Alkoholkonsum zu denken geben.

Zur Medikation fallen mir Depot-Spritzen ein, da man deren Einnahme nicht so gut vergessen kann.


---
Wenn das Leben Dir Zitronen gibt, mach Limonade draus! (G. Sielaff)
Mein Blog: https://ingo-schreibt-anders.blog
Ich schreibe auch in der http://www.schreibkommune.de/. Dort findet ihr Geschichten und Artikel mit Themen rund ums Schreiben.
nach oben springen


Google Translator

Besucher
4 Mitglieder und 16 Gäste sind Online:
Schnitzelchen, Voicestream, frog91, escargot

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Elisabeth
Besucherzähler
Heute waren 601 Gäste und 25 Mitglieder, gestern 1397 Gäste und 70 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 3547 Themen und 65641 Beiträge.

Heute waren 25 Mitglieder Online:
Agi007, Cristina, Danjo, dre@mwalker, Eleonore, escargot, frog91, Fränzchen, Heinrich91, horst364, Jela, Joan, Kindkind, Maja, Mango, McCoy, Sartorius77, Schlendrian, Schnitzelchen, seelengröße, Serendipity, suffered, Ugo, Voicestream, WHOAMI
Besucherrekord: 150 Benutzer (17.05.2014 08:28).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen