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#16

RE: mein freund..."du musst mir helfen"

in Treffpunkt für Angehörige 13.03.2015 12:56
von doitnow (gelöscht)
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Hallo, das weiss ich doch das es ohne hilfe nicht besser wird. Er befindet sich ja schliesslich seit einem jahr in diesem zustand. Es ist halt schwer sich davon abzukapseln. Mein herz ist gebrochen. Würde ich das alles nicht so abbekommen wäre es ja noch halbwegs ertragbar, aber ich bin ja scheinbar ein grosser bestandteil seines wahns. Er spürt meine angst, verzweiflung und liebe leider auch nicht. Ich bin machtlos. Grade warte ich auf meine mutter. Ich hab ihn gebeten sich von seiner mutter abholen zu lassen da ich wieder durch beleidigungen aus dem schlaf gerissen wurde und einfach nicht mehr kann. So sehr mein herz auch schmerzt. Ich kann nicht mehr zulassen das er will das ich mitleide, was ich ja so schon tue. Ich hab verucht so lange es geht eine trennung rauszuzögern. Aber eine wirkliche beziehung ist ja schon länger nicht möglich und einsicht schon gar nicht. Ich hätte ihn verkauft, meine seele verkauft und untersütze das was ihm angetan wird. Wenn jemand den man liebt und helfen will soetwas zu einem sagt bricht alles zusammen und man fragt sich wieso derjenige soetwas über einen denken kann. Ich hoffe das gleich alles einigermassen ruhig verläuft. Er besteht darauf all seine sachen mitzunehmen...vorher verlässt er die wohnung nicht. Die wohnung hat er jedoch schon vor einem halben jahr gekündigt. Er meint immernoch am längeren hebel zu sitzen und er kann die spielregeln aufstellen. Er bekommt noch geld für kaution und provision, welches meine mutter gleich mitbringt. Ich will mir ja auch nicht nachsagen lassen ich hätte ihn abgezockt. Jetzt sitz ich hier und bin verzweifelt. Frage mich warum das alles so kommen musste. Mein herz und mein kopf wecheln sich ab. Es tut so weh ihn gehn lassen zu müssen, ihn loslassen zu müssen. Die einzige hoffnung bleibt das er irgendwann wieder zu sinnen kommt und bereit ist etwas zu ändern. Allerdings wird das bei seiner mutter schwierig, weil ich denke das seine mutter etwas ähnliches hat und sie sich beide nur bestärken werden. Vielleicht aber wird es bei ihr aber auch eskalieren oder es wird ihm bewusst sein leben nicht dort verbringen zu wollen. Mit der angst das er sich was tut muss ich wohl weiterhin leben, aber ich muss es dann nicht mit ansehen. Ich muss versuchen diesen schicksalsschlag so gut es geht zu verarbeiten.
Lg


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#17

RE: mein freund..."du musst mir helfen"

in Treffpunkt für Angehörige 13.03.2015 13:21
von Wolf (gelöscht)
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Hallo Doitnow,

ich kenne das, wie sehr das schmerzt. Du hast aber alles versucht. Wenn er nicht in der Lage ist, deine Liebe zu erwiedern, und lieber weiter in seinem Wahn leben will, kann man nichts machen. Ich wünsche dir, dass du da einigermaßen schnell drüber hinweg kommst. Die Zeit heilt ja alle Wunden. Nur ist das bis dahin schwer zu ertragen.

Alles Gute für dich,
vom Wolf


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#18

RE: mein freund..."du musst mir helfen"

in Treffpunkt für Angehörige 17.03.2015 13:19
von Hotte | 1.621 Beiträge | 4651 Punkte
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Hallo doitnow,

es tut mir sehr leid, dass die Dinge sich so entwickelt haben.
Du hast im richtigen Moment eingegriffen und leider ist es so, dass auch einer freundlicheren Richterin ab einem bestimmten Punkt die Hände gebunden gewesen wären aufgrund der gesetzlichen Lage.
Bei meiner zweiten Episode war es auch so, dass ich als Notfall in die Klinik eingeliefert wurde, weil ich mich nicht mehr klar artikulieren konnte (weshalb ich handgreiflich wurde) und am nächsten Tag nach 5mg Haldol war ich völlig klar und konnte mich völlig unauffällig artikulieren. Die hätten mich auch gleich nach dem ersten Gespräch wieder gehen lassen (müssen). Den Ärzten war offenbar selbst nicht klar, warum es mir so schnell so viel besser ging, jedenfalls fragten sie mich danach.
Bei meiner ersten Episode war es sogar so, dass ich einen Wahn hatte, der mich dazu brachte, mit den Behandlern zu kooperieren. Ich dachte, sie sei Teil eines neuartigen Spiels, das sehr realistisch gestaltet sei und damit es endet müsste ich gewinnen, weil meine Aufgabe sei, dieses Spielsystem zu testen. Aus Sicht der Ärztin gab es deshalb zunächst eine Verbesserung und danach einen Rückfall.
Es ist sehr sehr schwer, von außen zu beurteilen, was wirklich in einem Kopf abgeht. Das ist aber auch nicht die Aufgabe der Ärzte. Sie müssen nur eingreifen, wenn jemand von außen betrachtet nicht mehr funktioniert und sollen dann dazu verhelfen, dass die Person wieder funktioniert. Also entweder spricht der Patient selbst von einem Leiden oder die Angehörigen.

Glücklicherweise ist es sehr begrenzt, was gegen den Willen des Patienten geholfen werden darf. Da könnte ja jeder kommen... stell Dir mal vor, der Psychotiker lässt Dich einweisen, obwohl Du nichts hast und man behält Dich dann da, weil der Erkrankte glaubhaft versichern kann, mit Dir stimme etwas nicht...

Die Frage, wie man jemandem die Ängste nimmt, hätte ich ohnehin nicht zufriedenstellend beantworten können.
Bei mir war es einfach so, dass ich meinem Partner zuliebe in die Klinik gegangen bin, weil ich gesehen habe, wie er leidet. Er konnte durch meine Unruhe nicht richtig schlafen, war sehr verwirrt und mit den Nerven am Ende. Ich war fest davon überzeugt, er sei der Kranke und nicht ich und bin trotzdem gegangen - aus Liebe zu ihm und Angst um ihn. Sein Wohlergehen war mir in dem Moment wichtiger als meins und das ist krank.
Beim zweiten Mal hatte er den Notruf gerufen, weil ich ihm das Telefon aus der Hand geschlagen habe, als er die integrierte Versorgung anrufen wollte. Ich glaubte, er wolle wen anders anrufen und wollte noch mehr Schaden verhindern, als ich ohnehin schon angerichtet hatte. Als der Arzt im Treppenhaus stand, war ich hin- und hergerissen, ihn tatsächlich als Arzt einzuordnen oder als Figur meiner Wahnwelt (extrem hochbegabter Helfer). Jedenfalls standen die herbeigerufenen Helfer alle etwas unschlüssig im Flur, weshalb ich dann kurzerhand meinen Partner geschlagen habe, weil ich selbst merkte, dass ich mich offensichtlich auch bei denen mit Worten nicht mehr verständlich machen konnte. Daraufhin wurde mir freundlich die Hand gereicht, welche ich auch ergriffen habe und brav mitmarschiert bin. Ich veranstaltete nur noch einmal Geschrei, als ich barfuss über den eiskalten Schotterparkplatz laufen sollte, weil die Herrschaften irgendwie nicht darauf eingehen wollten, dass mein Partner wollte, dass ich Schuhe anziehen darf. Er trug sie mir nur hinterher, aber ich wurde dann kurzerhand auf die Trage geschnallt.

Ich schweife ab, sorry. Ich kann Dir in Deiner Situation leider nicht helfen. :(
Allerdings bin ich froh, dass ich nie so lange oder so tief im Wahn gesteckt habe. Insofern kann ich aber auch nicht so richtig mitreden, was das angeht.


---
Wenn das Leben Dir Zitronen gibt, mach Limonade draus! (G. Sielaff)
Mein Blog: ingo-schreibt-anders.blog
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#19

RE: mein freund..."du musst mir helfen"

in Treffpunkt für Angehörige 17.03.2015 22:25
von doitnow (gelöscht)
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Hallo...
Also seit freitag ist er ja nun bei seiner mutter. Heute habn wir telefoniert, er redet nur die ganze zeit davon das er seine sachen braucht. Will unbedingt durchsetzen sie so schnell wie möglich zu holen, als gäbs nichts wichtigeres. Ich habe auch das gefühl das er denkt ich bin die kranke. Wahrscheinlich auch weil ich vor einigen jahren aufgrund meiner dysthemie in behandlung war und kurz medis genommen habe.
Es fällt schwer sich jetzt dem schicksal zu fügen und zu wissen das man selbst alles getan hat was man tun kann. Aber ich muss jetzt einfach hinnehmen das ich machtlos bin. Anderseits bin ich froh nicht mehr die last der verantwortung auf meinen schultern zu spüren. Ich hoffe jetzt trotzdem weiter das er irgendwann merkt das sich für ihn ändern muss. Und wenn nicht werde ich hoffentlich irgendwann über all das hinweg kommen. Akzeptieren das es dinge gibt die man nicht ändern kann.
So sehr mich das letzte jahr auch fertig gemacht hat, so sehr bin ich daran auch gewachsen.

Lg


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