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#31

RE: Mein Mann ist nicht krankheitseinsichtig...Eifersuchtswahn

in Treffpunkt für Angehörige 15.01.2015 20:45
von familie29 (gelöscht)
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Ach ja...

es gibt sicher Personen , sprich Vater oder Bruder..., die sicher Einfluss auf ihn hätten. Das ganze Problem ist, daß er sich im Laufe der Zeit ein so glaubwürdiges Wahnsystem erschaffen hat...wer nicht unmittelbar mit drin steckt, glaubt seine Version sofort. Dazu sei gesagt, daß der Rest seiner Familie weiter weg wohnt und den Alltag nicht miterlebt. Ich bin ja in seinen Gedanken und Geschichten die Untreue, verlogene, die alles versucht um ihn loszuwerden, würde mich für Dinge rächen, die er mir in der Vergangenheit mal angetan hat...das wird dann wohl geglaubt..also steht diese Option schon mal ausser Frage..und da ich mich ja sowieso mit allen anderen gegen ihn verschworen habe, sprich wir alle unter einer Decke stecken, ist diese Variante nahezu aussichtslos :(


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#32

RE: Mein Mann ist nicht krankheitseinsichtig...Eifersuchtswahn

in Treffpunkt für Angehörige 16.01.2015 17:33
von Wolf (gelöscht)
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Na ja, Familie29,

er weiß aber schon, dass in sehem Erleben etwas nicht stimmt.
Man merkt, dass irgendetwas nicht mehr normal ist. Ich habe zuerst auch nicht meiner Familie erzählt, was ich für Gedanken hatte. Da war ich halt noch nicht soweit.
Du mußt das aber schon so verstehen. Es gibt halbwegs lichte Momente. Davon hast du ja auch berichtet.

Zitat: Es gibt manchmal Phasen in denen er hin und hergerissen ist...dann aber wieder sagt er...er wird doch nicht an seinem Verstand zweifeln..

Genau da kannst du sensibel eingreifen.

Meine Antwort wäre ruhig und sachlich: Nein, du brauchst nicht an deinem Vestand zweifeln, aber es gibt eine Erkrankung, die gut behandelt werden kann.

Genau da kannst du sensibel eingreifen. Natürlich ist das schwer, da die richtigen Worte zu finden, ohne dass er denkt, er solle als "wahnsinnig" abgeschoben werden.

Du kannst dran arbeiten. Und lasse dich nicht verunsichern, wenn er wieder ins alte Schema zurück fällt. Auch wenn er dir das nicht zeigt, werden deine Worte ihn irgendwann beschäftigen.

Gruß vom Wolf


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#33

RE: Mein Mann ist nicht krankheitseinsichtig...Eifersuchtswahn

in Treffpunkt für Angehörige 16.01.2015 17:53
von Wolf (gelöscht)
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Du kannst auch den Kontakt zu seinem Vater suchen, auch wenn er weit weg wohnt. Mein Vater wohnte auch 500km entfenrt...

Du kannst ihm erklären, dass du dich um deinem Mann sorgst. Und du kannst ihm erklären, dass dein Mann immer wieder Veschwörungsteorien etwickelt.
Das ist sicher nicht mit einem Gepräch geklärt. Aber du hast nun das Wissen um die Erkrankung. Da muß es doch mit dem Teufel zugehen, wenn du auf Dauer nicht überzeugen kannst.

PS: das Thema regt mich sehr auf, weil ich weiß wie schlimm die Erkrankung ist. Aber wenn ich mich einbrigen kann, jedezeit gern.


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#34

RE: Mein Mann ist nicht krankheitseinsichtig...Eifersuchtswahn

in Treffpunkt für Angehörige 18.01.2015 16:42
von familie29 (gelöscht)
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Hallo Wolf,

Zuerst ein großes Dankeschön .. fühle mich durch deine Worte bestärkt. .Danke.. habe gestern mit ihm ein Gespräch geführt. . Er wirkte dabei sehr ruhig. .auch hatte ich das Gefühl dass er sich Gedanken über die ganze Sache macht.. jetzt hat er aber plötzlich die Überzeugung, dass ich schwanger sei..vom Nachbarn gegenüber. Das sich dies wieder einmal nur in seinen Gedanken abspielt, brauche ich nicht weiter zu erwähnen :( ..er ist so überzeugt davon, dass er uns wieder einmal in einem Riesen Streit zurückgelassen hat und zurück in seine Wohnung ist... vorher sagte er mir noch, dass er sich immer wieder fragt, wie weit ich denn noch gehen würde. ..


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#35

RE: Mein Mann ist nicht krankheitseinsichtig...Eifersuchtswahn

in Treffpunkt für Angehörige 19.01.2015 19:54
von Wolf (gelöscht)
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Ja, Familie29

das ist auch das Schlimme an der Erkrankung. Es kommen immer wieder psychotische Gedanken, die man einfach nicht abstellen kann, selbst wenn man selbst will.

Ich freue mich aber sehr darüber, dass du "Zugang" zu ihm hattest! Das ist ein guter Ansatz. Trotzdem kann es passieren, dass er wieder in das psychotische Erleben zurück fällt. So eben auch seine Denke mit dem Nachbar.
Da mußt du versuchen ruhig zu bleiben. Das ist bei so vielen Anschuldigungen sicher sehr schwer.
Wenn du vielleicht versuchst zu werten, dass das nicht dein Mann, sondern seine Erkrankung ist, kann das vielleicht gehen.

Manchmal hilft auch, wenn du ihm ruhig erklärst, dass du eben nicht so eine Frau bist, die sich für andere Männer interessiert. Es bleibt nur immer wieder, ihm mitzuteilen, dass das, was er denkt, so nicht ist.

Herzlichen Gruß vom Wolf


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#36

RE: Mein Mann ist nicht krankheitseinsichtig...Eifersuchtswahn

in Treffpunkt für Angehörige 05.02.2015 10:43
von familie29 (gelöscht)
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Hallo...melde mich nach einiger Zeit mal wieder. . Da mir die Selbsthilfegruppe nicht wirklich hilft, mit der Situation umzugehen, spiele ich mit dem Gedanken, evtl mal zu einer Suchtberatung zu gehen. Was meint ihr? Könnte ich mir dort evtl Hilfe erhoffen? Bin mit meinem Latein so langsam am Ende..lieben Gruß


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#37

RE: Mein Mann ist nicht krankheitseinsichtig...Eifersuchtswahn

in Treffpunkt für Angehörige 06.02.2015 09:58
von familie29 (gelöscht)
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Guten Morgen...mittlerweile bin ich wirklich ratlos...weiß nicht mehr wie ich weiter vorgehen soll.Seit einigen Wochen ist mein Mann ja sehr überzeugt davon, daß er mich ständig in der Nachbars wohnung hört .. Auf mein Drängen hat er ein Gespräch mit dem Nachbarn gesucht. Was auch erstmal recht positiv und beruhigend auf ihn eingewirkt hat. Der Nachbar hat meinem Mann angeboten, bei dem nächsten Verdacht einfach bei ihm anzuklopfen oder ihn anzurufen, um zu beweisen , daß ich nicht in seiner Wohnung bin. So weit so gut...am nächsten Tag war die Beruhigung wieder hinfällig. ..wir würden dieses Spiel immer weiter spielen, ich würde ihn kaputt machen wollen..alle anderen Nachbarn würden Bescheid wissen, selbst die Inhaber im angrenzenden Restaurant und ein komplettes Team eines Pflegedienstes,   welches sich direkt in dem Haus befindet...er hat mich angeblich sogar nachts wieder in einem bestimmten Wagen gesehen..jetzt hat er die Theorie , ich würde nachts um halb zwei meine Schicht als Hure antreten. .die Kinder lasse ich zu dieser Zeit alleine...alles, um meinen Drogen Konsum zu finanzieren. .ich bin mir sicher, daß er wieder konsumiert hat..denn immer dann projiziert er das auf mich...er fragte die Kinder, ob sie ihren Vater so hassen..oder warum sie für die Mutter lügen würden. ..ausser halb seines Wahns würde er niemals so reden...aber ich frage mich, in wie weit soll ich es dulden, die Krankheit in den Vordergrund zu stellen! ? Tatsächliche Beweise erkennt er nur kurz, hält sie kurze Zeit später als manipuliert. . Sage ich ihm, Ich mache mir Sorgen, sagt er das brauche ich nicht..Er meint ich würde ihn für verrückt erklären wollen. .. ihn mit Medikamenten voll pumpen wollen, um meine Machenschaften zu vertuschen. Gestern hat er erwähnt, er könne doch 30 Schlaftabletten nehmen, dann wäre alles vorbei. Auf meine Aussage, ich mache mir Sorgen, antwortete er...ich müsse ihn doch kennen, so etwas macht er nicht...wie ernstzunehmen sind solche Aussagen! ? Was kann ich glauben , was nicht !? Er sagt, er würde Autoreifen zerstechen, damit der vermeintliche Liebhaber nicht mehr zu mir fahren kann ... Ausserdem kommen Androhungen von Körperverletzungen, ..er könne für nichts garantieren, wenn er uns DABEI erwischen würde. .. und er ist sich sicher dass der Tag kommen wird..aber wie lange wird er noch warten!? Denn dieser Tag kann niemals kommen...ich sehe einfach, daß sich der Wahn mittlerweile weiter ausbreitet..erst waren nur ich , Freunde und vermeintliche Liebhaber betroffen...nun sind es schon fremde Personen...wie weit soll das noch gehen!? Eine Selbst und Fremdgefährdung ist da doch wirklich nicht auszuschließen. ..habe Angst, dass er bald total durchdreht. .nach Aussen hin wirkt er total normal und seine Aussagen hören sich für Aussenstehende erstmal nicht Unsinnig an...das ist das Problem. .was kann ich tun? KANN ICH ÜBERHAUPT NOCH ETWAS TUN?


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#38

RE: Mein Mann ist nicht krankheitseinsichtig...Eifersuchtswahn

in Treffpunkt für Angehörige 06.02.2015 10:29
von Hirnsehprogramm | 1.300 Beiträge | 2657 Punkte
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Also - ich habe ja schon einmal geschrieben, dass man nicht abschätzen kann, was passiert wenn man mit einem Betroffenen auf die eine oder andere Art über seine Wahnthemen diskutiert. Manche Sachkundige raten übrigends vorsichtshalber generell davon ab, überhaupt auf solche Themen irgendwie einzugehen. Ich glaube, dass es durchaus seinen Sinn haben kann, die Theorien zu widerlegen, um Momente der Einsicht zu erzeugen. Wenn es denn auf fruchtbaren Boden stösst. In deinem Fall würde ich eher sagen, dass es momentan nicht gut ist - du merkst ja selbst, dass die Paranoia so stark ist, dass eventuelle Zweifel an irgendwas gleich mit weiterführenden paranoiden Geschichten ergänzt werden, und ich glaube dann ist es einfach für einen Laien nicht mehr sinnvoll zu versuchen darüber noch irgendwas zu lenken.

Ich denke auch, du solltest trotz dem ganzen Schreck und Kummer jetzt erstmal gezielter an dich selbst und den Rest der Familie denken. Auch in dem Sinne euch zu schützen. Wenn eine Psychose ersteinmal mächtig genug ist, kann man manchmal durch Worte den Zustand nicht mehr so leicht bremsen. Grade wenn Gewalt- und Suizidandrohungen kommen!

Mich wundert auch, dass dir Selbsthilfegruppen oder der sozialpsychiatrische Dienst in den Thematiken keine guten Ratschläge geben können, oder Kontakte zu Ärzten und dergleichen vermitteln?

Was eventuelle Entgleisungen in Richtung von Gewalt oder Suizid angeht, wäre dann der Punkt gekommen, an dem schon über die Polizei eine Zwangseinweisung in eine Klinik passieren würde, wenn etwas aktuell vorliegt. Sowas ist natürlich nicht schön, und sicher auch erstmal mehr als belastend für deinen Mann. In vielen Fällen ist sowas aber auch der Grundstein für eine erfolgreiche Behandlung, und auch Krankheitseinsicht. Ich finde auch, du solltest nicht unbedingt zögern auch solche Hilfen anzufordern, wenn es durch diesen Kontrollverlust wirklich bedrohlich werden sollte - dabei auch an dich, die Kinder, und eventuell im Wahnsystem vorkommende andere Menschen denkend.

Wir leben ansonsten in einer freien Gesellschaft, wo ärztliche Behandlung nur freiwillig passiert. Ein Wahn, in dem Mediziner einem Betroffenen irgendwie schaden wollen, ist leider sehr häufig, und Grund für viele Erkrankte keine Hilfe seitens der Psychiatrie annehmen zu wollen - oft bis es zu einer Zwangseinweisung kommt. Und Kriterium dafür sind deutliche Anzeichen einer möglichen Selbst- und/oder Fremdgefährdung.

Wir haben hier leider auch nur unser "Laienlatein", deswegen würde ich dir schon empfehlen, die entsprechenden "professionellen" Institute mit der Thematik zu konsultieren.


Das Leben ist schon echt hart. Es gönnt einem scheinbar von Konzept aus nie die Sahneschnittchen, sondern scheint einen nur erziehen zu wollen, sich stets mit dem, was man nun mal hat, zufrieden zu geben - oder drunter zu leiden, wenn man unzufrieden damit ist.
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#39

RE: Mein Mann ist nicht krankheitseinsichtig...Eifersuchtswahn

in Treffpunkt für Angehörige 06.02.2015 10:39
von snuggles (gelöscht)
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Hallo,

eine Selbsthilfegruppe für Angehörige ist zwar ganz nett, aber sinnvoller wäre es, deinen Mann in diese Gespräche miteinzubeziehen. Nicht du musst dich behandeln lassen, sondern dein Mann! Suchtberatung ist sicher notwendig, idealerweise sollte dich dein Mann dorthin begleiten. Es nützt doch nichts, wenn du das alles im Alleingang machst und dein Mann sitzt zuhause und brütet über seinen Wahnideen. Ohne Mitwirkung deines Mannes wirst du nichts erreichen.

Bei euch beiden stelle ich mir das in etwa so vor: Du versuchst seit Jahren händeringend Hilfe für deinen Mann zu organisieren, während er daheim alleine ist, Drogen konsumiert und Nachbarn sowie Freunde verdächtigt. So wird das auf keinen Fall funktionieren. Du kannst das nicht alles allein bewältigen, wenn von seiner Seite kein Wille zur Mitarbeit erkennbar ist, dann ist das Energieverschwendung.

Wenn jetzt noch Selbst- oder Fremdgefährdung vorliegt, dann musst du auf jeden Fall reagieren, da ist eine Einweisung in ein Krankenhaus erforderlich. Dort bekommt er Hilfe und sein Umfeld ist vor ihm sicher. Das ist auch ein Stück weit Schadensbegrenzung.

MfG


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#40

RE: Mein Mann ist nicht krankheitseinsichtig...Eifersuchtswahn

in Treffpunkt für Angehörige 06.02.2015 11:09
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Hallo,

Zuerst ein herzliches Dankeschön für eure Antworten. .ja, ihr habt recht...ohne Eigeninitiative seinerseits ist das sowieso sinnlos.Das ist mir auch bewusst. Habe ja auch schon sehr viel versucht. Polizei...bei Eintreffen der Beamten ist er wie ausgewechselt. .sozialpsychiatrischer Dienst sagt, sie können auch nichts machen, ausser ihn zu einem Gespräch einladen und ihm das gleiche sagen wie mir. Sprich, er solle sich in Behandlung begeben. Aber da sieht er ja keinen Grund .Er ist ja nicht krank. Auch die Selbsthilfegruppe teilt mir mit, dass man in Deutschland krank sein darf und keiner zu einer Behandlung gezwungen werden kann. Punkt. Damit ist mir und ihm nicht geholfen. Beim Hausarzt war ich auch. Der weiß seit Jahren von der Problematik. Er kann da aber auch nichts machen. Vor einigen Monaten hat mein Mann einen Kurantrag gestellt aufgrund seiner Herzkrankheit. Der Hausarzt hat auch depressive Verstimmungen mit wahnhaften Episoden mit in den Antrag geschrieben...mein Mann hat sich aber nicht weiter um die Kur gekümmert. Bei einem Psychologen bin ich auch gewesen...der sagte mir nur etwas von Verkennungen. ..es scheint alles so sinnlos..niemand kann wirklich etwas tun. Auch habe ich die Angst, dass es schon sehr chronisch geworden ist, nach so langer Zeit ohne Behandlung und eine Therapie vielleicht gar nicht mehr hilft...


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#41

RE: Mein Mann ist nicht krankheitseinsichtig...Eifersuchtswahn

in Treffpunkt für Angehörige 06.02.2015 11:24
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Ja, es stimmt, es gibt ein sog. Recht auf Krankheit. Das gibt es aber nicht, wenn Selbst- oder Fremdgefährdung vorliegt. Es geht ja hier bei Weitem nicht mehr um harmloses Verrücktsein, sondern um die konkrete Gefährdung von Familie und Angehörigen. Wenn dein Mann sich im Kokainrausch nicht mehr im Griff hat und jahrelange paranoide Wahnvorstellungen entwickelt hat, dann ist das außerhalb der Toleranz. Hast du es dem sozialpsychiatrischen Dienst denn einmal so drastisch geschildert, wie du es hier im Forum tust? Du hast geschrieben, dass in dieser Sache bereits Polizeieinsätze nötig waren und es auch Drohungen gegen dich und deine Nachbarn gegeben hat. In diesem Fall müssten doch bei jedem die Alarmglocken läuten?

Zwangseinweisung ist hart, aber bei Selbst- und Fremdgefährdung wäre es verantwortungslos, wenn wir dir hier etwas Anderes raten.

MfG


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#42

RE: Mein Mann ist nicht krankheitseinsichtig...Eifersuchtswahn

in Treffpunkt für Angehörige 06.02.2015 11:38
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Hallo,
Ja, das habe ich denen bereits 2010 mitgeteilt...ausser einem Annäherungsverbot ist nichts passiert..und halt der Verweis auf die Polizei , wenn nochmal eine bedrohliche Situation sein sollte...Aber was kann die Polizei da bitte tun , ausser die Situation zu entschärfen! ? Die schicken ihn weg und gut...die können nicht beurteilen dass es sich um Wahnvorstellungen handelt und gehen auch nicht darauf ein ... :( Ausserdem bestärken solche Aktionen wiederum seine Vorstellungen, ich würde ihn loswerden wollen und ihm schaden


zuletzt bearbeitet 06.02.2015 12:01 | nach oben springen

#43

RE: Mein Mann ist nicht krankheitseinsichtig...Eifersuchtswahn

in Treffpunkt für Angehörige 06.02.2015 12:23
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Noch eine Ergänzung. . Wie kann ein Arzt in einem Gespräch beurteilen, dass jemand Wahnvorstellungen hat!? Denn wie gesagt könnten die Gedanken und Vermutungen meines Mannes ja durchaus real sein, wenn man halt nur seine Version hört. .habe da ehrlich gesagt furchtbare Angst, dass er von einem Gespräch zurückkommt und sagt...ist doch alles ok...ich weiß nicht, zu was er alles fähig sein kann in seinem Wahn wenn ihm jemand sagt es ist doch alles gut mit ihm...er sieht ja nun mal keine rosa Elefanten, sondern vermischt ja teilweise den Wahn mit realen Ereignissen bzw deutet diese halt falsch...er ist auch Weltmeister darin, Sachen verdammt gut Runter zuspielen. ..selbst meine beste Freundin, die ihn seit Jahren kennt und auch die Situation, sagt: Wenn ich ihn nicht kennen würde, würde ich ihm durchaus die Geschichten glauben :(


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#44

RE: Mein Mann ist nicht krankheitseinsichtig...Eifersuchtswahn

in Treffpunkt für Angehörige 06.02.2015 15:31
von Serendipity | 292 Beiträge | 837 Punkte
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Wenn ein Arzt von seinem Kokainkonsum und den depressiven Verstimmungen weiß, ist Eifersuchtswahn ein klassisches Symptom.
Kokain nimmt jemand, der sich leistungsfähiger fühlen möchte. Ein gewisser Größenwahn ist dabei auch möglich.
Mit Depressionen zweifelt man sowieso an sich selbst und das Selbstbewußtsein ist im Keller.
Da ist die Schlußfolgerung naheliegend: "Meine Frau kann mich so doch gar nicht lieben. Sicher hat sie jemand anderen."
Deshalb ist es unwahrscheinlich, daß die behandelnden Ärzte die Wahnideen für real halten.

Das Runterspielen und sich Zusammen-Reißen, wenn Polizei anrückt oder bei Ärzten/Psychologen/Psychotherapeuten kennen die Professionellen auch. Nur dürfen die eben nur gegen den Willen des Betroffenen eingreifen, wenn erhebliche Gefahr jetzt festzustellen ist.
Deutschland hat noch diese unaufgearbeitete Psychiatriegeschichte zur Nazi-Zeit bzw. haben Betroffenenbewegungen viel gegen Zwangsbehandlung unternommen, deshalb liegt der Schwarze Peter bei den Angehörigen.

Hast Du Dich bei den Hilfseinrichtungen zum Thema Sucht schon umgehört? Die nehmen übrigens auch nur auf, wer wirklich am Entzug und einem neuen Leben mitarbeiten möchte. Der Sohn einer Freundin von mir nimmt Koks und daher weiß ich, wie schwierig das alles ist.

Viel Kraft Dir!
Seren


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#45

RE: Mein Mann ist nicht krankheitseinsichtig...Eifersuchtswahn

in Treffpunkt für Angehörige 06.02.2015 17:58
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Hallo Familie29,

ich habe seit gestern in mich reingehört, da ich auf deine gestrige Frage keine Antwort hatte...

Du bist ein Mensch, der immer erst bei sich selbst sucht, was er tun kann. Das sind sehr angenehme Mitmenschen, die so vorgehen.
Das kann aber auch selbstzerstörerisch sein, wenn man mit der gewohnten Art, die Probleme lösen nicht mehr weiterkommt.

Das kenne ich wieder von mir. Daher musste ich in meinem Leben eine neue Strategie ausprobieren, die so gar nicht meinem Wesen entspricht. Wenn es nicht mehr geht, geht nur noch Power nach vorn. Das ist nicht einfach, wenn man darin nicht geübt ist.

Es bleibt für dich immer noch die klare Ansage und diese konstquent durchzustehen:
Vielleicht sagst du deinem Mann endlich: DAS LASSE ICH NICHT MEHR MIT MIR MACHEN. Entweder läßt du deinen Wahn behandeln, oder ich breche jeden Kontakt ab.

Ich weiß nicht, ob die diesen Weg gehen willst. Aber, wenn einem selbst durch Andere das Wasser bis zum Hals steht, hat man für sich selbst die Pflicht, sich dagegen zu wehren.

Herzlichen Gruß vom Wolf


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