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#16

RE: Mein Mann ist nicht krankheitseinsichtig...Eifersuchtswahn

in Treffpunkt für Angehörige 08.01.2015 22:56
von familie29 (gelöscht)
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Hallo snuggles,
Ja, Drogen spielen immer wieder mal eine Rolle. .wenn auch nicht im Übermaß. ..aber die Mischung machts. .Vielleicht sollte ich mal Rat bei der Drogenberatung einholen. Durch den SPD habe ich einen Platz in einer Selbsthilfegruppe für Angehörige psychisch Kranker bekommen. Der erste Termin ist kommende Woche. Das, was mich so fertig macht , ist diese Hilflosigkeit. ..nichts machen zu können und einen wichtigen Menschen quasi an seine Gedanken zu verlieren. .


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#17

RE: Mein Mann ist nicht krankheitseinsichtig...Eifersuchtswahn

in Treffpunkt für Angehörige 09.01.2015 14:39
von Quietschi | 930 Beiträge | 1902 Punkte
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Nein, Familie. Du hast recht. Mehr als ihm sagen, dass da niemand ist, das kannst du nicht. Hast du ihm mal die Frage gestellt, woher er denn meint, dass die Stimmen kämen? Stimmen tauchen ja nicht einfach so auf und wie er sich erklären könne, dass niemand da ist, wenn er nachsehen geht? Du sollst dir auch keine Geschichten ausdenken, um ihn zu beruhigen. Mehr als die Wahrheit sagen kannst du schließlich nicht. Dein Mann muss sich helfen lassen, oder geh du doch zum Therapeuten und hol dir professionellen Rat, damit nicht am Ende auch du selbst Schaden an der ganzen Krankheit nimmst.
LG,
Quietschi


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#18

RE: Mein Mann ist nicht krankheitseinsichtig...Eifersuchtswahn

in Treffpunkt für Angehörige 09.01.2015 15:23
von familie29 (gelöscht)
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Hallo Quietschi,
es sind ja überwiegend keine Stimmen, die er hört, sondern die reine Überzeugung dass jemand bei mir bzw bei uns ist. Eigentlich hat er immer die Vermutung dass jemand bei mir ist. Vor allem am abend oder in der Nacht. Oft ist es so, dass er meint ich hätte den Lautsprecher vom Telefon an während wir telefonieren. .was aber nicht so ist..er beharrt darauf. Es ist einfach so für ihn. Oder er nimmt Geräusche aus dem Hintergrund wahr..z.b. quietschen des Stuhls..aber es kam auch schon die Äußerung er würde eine Männerstimme hören. .das war ein oder zwei mal so. Ansonsten sagt er oft er würde an meinem Verhalten merken, dass jemand da ist. Er hat sich schon öfter vom Gegenteil überzeugen können. Er hatte fast immer einen Schlüssel zu meiner Wohnung. Habe ihm so oft schon gesagt er könne jederzeit auch unangemeldet kommen. Das hat er auch hin und wieder getan. Es war ihm unangenehm wenn er einsehen musste dass er falsch lag. Mittlerweile ist er aber felsenfest davon überzeugt , dass ich vorgewarnt werde. Sprich...er würde beobachtet wann er das Haus verlässt und ich bekomme Info darüber., damit mein Liebhaber schnell verschwinden kann, bevor er bei mir ist. Er sagt: ich kann euch gar nicht erwischen, weil ihr alles so schlau anstellt..und immer diese absurde Vorstellung, die Männer würden durch die Fenster kommen und gehen. .


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#19

RE: Mein Mann ist nicht krankheitseinsichtig...Eifersuchtswahn

in Treffpunkt für Angehörige 09.01.2015 15:56
von familie29 (gelöscht)
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Mittlerweile hat er auch schon mehrfach die Schlösser ausgewechselt, da er ja meint es wären welche in seiner Wohnung gewesen, die Passwörter auf seinen Laptops geändert haben , da er Beweismaterial darauf aufgenommen hat..Videos, wo die Einbrecher zu sehen sind.Das Laptop hat er angeblich vor Monaten schon zur Polizei gebracht.. bisher ist nichts passiert..vermutlich war er niemals dort. .ausserdem hat er auch schon Kameras in meiner Wohnung deponiert..er ist sich sicher auf dem Material eindeutige Beweise zu haben. In der Vergangenheit hat er mir auch zig Aufnahmen etc. Gezeigt bzw ich sollte mir das anhören. Davon sehe ich aber mittlerweile ab und höre mir so etwas definitiv nicht mehr an..er wird total aggressiv , da ich die dort zu hörenden Geräusche halt ganz anders wahrnehme wie er...ein Rauschen ist für ihn eindeutig ein Stöhnen. .und wenn er mich schon in der Nachbars wohnung beim Liebesspiel hört. .oder mich irgendwo sieht wo ich nie gewesen bin, mache ich mir halt Gedanken..
was hört, meint und sieht er als nächstes!?


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#20

RE: Mein Mann ist nicht krankheitseinsichtig...Eifersuchtswahn

in Treffpunkt für Angehörige 09.01.2015 16:46
von snuggles (gelöscht)
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Wenn er noch immer Drogen konsumiert, dann nützt letztlich der beste Arzt nichts. Ärzte und Therapeuten können nur helfen, wenn zumindest die Bereitschaft gegeben ist, den Drogenkonsum einzustellen. Bei anhaltendem Drogenkonsum werden auch die Wahnvorstellungen bestehen bleiben und ich frage mich, wie lange du das noch mitmachen willst, wenn das jetzt bereits mehrere Jahre so geht. Offenbar habt ihr ja noch immer regelmäßigen Kontakt und deinem Mann ist es gar nicht wichtig, sein Konsumverhalten zu ändern.

Wenn er sogar Frau und Kinder bedroht und seinetwegen auch schon Polizeieinsätze nötig waren, dann würde ich als Ehefrau vermutlich einen Schlusstrich ziehen, ohne die Bereitschaft deines Mannes wirst du nichts ändern können. Ja, er ist krank und benötigt Hilfe, aber die kannst du ihm nicht aufzwingen und wenn er nicht selbst den Wunsch hat, an der bestehenden Situation etwas zu ändern, dann muss das eben Konsequenzen für ihn haben.

MfG


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#21

RE: Mein Mann ist nicht krankheitseinsichtig...Eifersuchtswahn

in Treffpunkt für Angehörige 09.01.2015 17:55
von Hirnsehprogramm | 1.226 Beiträge | 2492 Punkte
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Ja, einmal sowieso das - wenn er sich noch was reinzieht, dann muss er erstmal clean werden. Wenn er eine Therapie zwecks Dorgenfreiheit mitmacht, bestehen auch Chancen, dass seine psychischen Probleme erstens schwächer werden und zweitens auffallen und im Rahmen einer Therapie über diesen Weg weiterführend auch dort angesetzt werden kann.

Weisst du, es ist eine Situation die extrem schwierig ist, und wir können rein psychologisch gesehen eigentlich alle kaum treffenden Rat zu einer guten Lösung bieten. Aber vielleicht kommt noch mal der eine oder andere mit einer Erfahrung und Tipps, die auf deine Problematik passen. Mir kommt die Geschichte irgendwie teil so vertraut vor, schon oft gehört in ähnlichen Konstellationen. Du sagst, er wäre ein "starker Mann" - grade solche haben oft Probleme damit, ihre Symptome zu realisieren und sich einzugestehen. Ausserdem kommt mir da was vertraut vor, nämlich dass er dich in seine Wahnwelt "mit reinzieht", aber nach aussen vielleicht unauffällig ist - da könnte es auch so sein, dass du mit Teil dieser Welt bist, und von der Position aus was aufzubrechen ist schätze ich mal besonders schwierig, da haben vorerst unbeteiligte Dritte vielleicht die besseren Karten, zu ihm vorzudringen. Und was die Vorstellungen angeht, ob man jetzt "mitmachen", oder widersprechen, oder ablenken und ignorieren soll - das hat sicher in jedem einzelnen Fall seine eigenen für's und widers. Tut mir leid, aber so habe ich das oft schon berichtet bekommen. Und denk wie gesagt auch mal deutlich an dich selbst, es ist nicht selten, dass Angehörige durch solche Geschichten selbst enorme psychische Probleme bekommen können, durch die Belastung der Konfrontation mit dem ganzen, und selbst Unterstützung annehmen müssen um sich oben zu halten.


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#22

RE: Mein Mann ist nicht krankheitseinsichtig...Eifersuchtswahn

in Treffpunkt für Angehörige 09.01.2015 19:03
von Wolf (gelöscht)
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Hallo Familie29,

ich kann das gesagte nur noch mal aus meiner Erfahrung untermauern.
Das was du beschreibst, habe ich auch so von mir erlebt, wenn auch zum Glück nicht so extrem. Damals wusste weder ich noch meine Frau von der Existenz und den Zusammenhängen der paranoiden Schizophrenie. Ja, das passt. So war ich auch.
Nur habe ich zum Glück keine Drogenerfahrungen.
Du weist ja sicher von drogeniduzierter Schizophrenie.
Für mich stellt sich aber die Frage, ob nun erst Entzug und dann Behandlung möglich ist, oder ob es nicht vordringlich wäre überhaut erstmal was zu tun. Da kenne ich mich zu wenig aus. Aber ich denke, er würde nichts freiwillig tun. Weder das eine, noch das andere. Mir ging es damals so schlecht, das ich kurz vor dem Suizid stand. Ich denke eher, solchen Druck hat dein Mann nicht.
Bitte pass auf dich auf. Denn diese von den Frauen so begehrten "starken Männer" können eher oft in ihrem Wahn unberechenbar in werden, weil sie sich nicht stoppen lassen wollen.

Gruß vom Wolf


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#23

RE: Mein Mann ist nicht krankheitseinsichtig...Eifersuchtswahn

in Treffpunkt für Angehörige 15.01.2015 10:52
von familie29 (gelöscht)
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Hallo,

Mittlerweile sind ein paar Tage vergangen ...zwischenzeitlich hatte ich meinen Termin in der Selbsthilfe Gruppe. .einschätzen kann ich den Nutzen nach der ersten Sitzung sicher nicht. Dazu muss ich sagen , dass der Großteil der Angehörigen dort Familienangehörige mit manisch depressiven Erkrankungen hat. Meine Thematik also zumimdest in dieser Runde ein Einzelfall. Zum Zustand meines Mannes...in der letzten Nacht sah er mehrere Männer...wohl eine Gruppe Jugendlicher, die sich auf der Straße versammelt haben. Nichts ungewöhnliches. Er interpretierte diese Versammlung als Verschwörung. Sie würden sich verstecken, über ihn reden, irgendwas von ihm wollen...konnte ihn einigermaßen beruhigen. Später hörte er mich wieder in der Nachbars Wohnung. Nach vergewissern, dass ich doch in meiner Wohnung bin, konnte er wieder schlafen..er schien einsichtig und sagte auch: Vielleicht habe ich ja wirklich einen an der Murmel. .sagte auch, daß er doch mal professionelle Hilfe in Anspruch nehmen würde. .so weit so gut. .heute morgen haben wir telefoniert. .ganz harmonisch. .. bis es wieder eine Verkennung hatte.Er meinte die Toilettenspülung zu hören, obwohl es nur ein vorbeifahrender Müllwagen war. Weiß im Moment nicht wirklich damit umzugehen, da meine Nerven ziemlich blank liegen. Dieses Hin und Her..er sucht den Kontakt, anderseits ist er wieder in dieser Abwehrhaltung..das kann einen ganz schön fertig machen..


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#24

RE: Mein Mann ist nicht krankheitseinsichtig...Eifersuchtswahn

in Treffpunkt für Angehörige 15.01.2015 13:11
von Snoopyyy | 135 Beiträge | 212 Punkte
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Hallo familie29,

ersteinmal meinen Respekt für deine Aufopferung für einen Erhalt der Familie. Du machst da wirklich viel mit und glaubst selbst nach langer zeit noch an das Gute, das finde ich sehr bewundernswert.
Es freut mich zu hören, dass er ein wenig einsichtig wird!
Ich denke das Kernproblem ist wohl das verlorene Vertrauen seinerseits und zweitens dieses angewöhnte suchen/interpretieren von Beweisen.

Ich glaube wenn er jetzt rein Medikamentös eingestellt werden würde, wäre er zwar nicht mehr so stark in der Lage so viel zu interpretieren, jedoch beseitigt es glaube ich auch nicht wirklich die Ursachen und antrainierten "Denkmuster", es könnte höchstens etwas Raum zum "Entspannen" schaffen(je nach Nebenwirkungen).
So glaube ich wäre eine Familien/Sprachterapie sehr hilfreich, damit ihr euch wieder annähert und das alte Vertrauen wieder aufbauen könnt.

Zusätzlich will ich schon auch erwähnen, dass es auch Situationen gibt, wo man sich aus Selbstschutz von anderen Menschen abkoppeln muss. Ich hatte zum Beispiel mal eine sich ritzende Freundin und nachdem ich alles mir erdenkliche versucht hatte, musste ich einfach akzeptieren, dass es nicht in meiner Macht liegt dies zu ändern und musste sie, um nicht selbst weiter an ihr zu zerbrechen, ziehen lassen.

Allerdings finde ich es sehr bewundernswert, wenn jemand nicht zu schnell aufgiebt und nicht einfach kurzerhand folgenschwere Schlüsse ohne Kompromisse zieht. Falls doch, sollte man wenigstens ausführlich darüber reden und seinem Gegenüber die Chance des begreifens und reagierens geben.

Na ich wünsche euch auf jeden Fall alles Gute und dass das Positive siegen wird! :)


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#25

RE: Mein Mann ist nicht krankheitseinsichtig...Eifersuchtswahn

in Treffpunkt für Angehörige 15.01.2015 14:16
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Das klingt ja schonmal ganz gut. Eine erste Einsicht der Probleme und die Aussage was dagegen machen zu wollen. Was das wechselhafte angeht, ist das glaube ich ziemlich normal - solche Psychotischen Symptome können oft ganz erratisch kommen und gehen, und mal können klarere Moment sich mit einem Verlieren in den Symptomen abwechseln. Die klaren Momente sind aber schon ein gutes Zeichen! Das musst du so sehen, dass er jetzt auch erstmal ziemlich mit sich selbst zu kämpfen hat, nicht immer "gewinnt", und das kann auch sehr anstrengend für ihn und auch für dich sein. Übertriebener Druck ist da auch wahrscheinlich fehl am Platze, vielleicht kannst du eher versuchen, ihn "stark zu machen" wenn er grade seine Probleme einsieht.

Ich denke auch an meine Zeit mit den schwereren psychotischen Phasen. Ich hatte noch Glück, dass meine Symptome mich nicht zu irgendwelchen Aktionen verleitet haben, oder aggressiv haben werden lassen, so dass ich eigentlich keine wirklichen Probleme mit dem Umfeld hatte. Das war dann schon so, dass ich mit der Zeit zwischendurch immer mehr geschnallt hatte was los war, mich aber dann immer wieder im Kopfkino verloren hatte. Irgendwann war dann der Moment da, wo ich mich selbst habe in eine Klinik bringen lassen.


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#26

RE: Mein Mann ist nicht krankheitseinsichtig...Eifersuchtswahn

in Treffpunkt für Angehörige 15.01.2015 15:11
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Hallo, ihr zwei...

erstmal ein großes Dankeschön für eure Antworten...snoopyy. .Danke für s Mut machen ;)..Hirnsehprogramm. .ja, das mit dem Druck machen ist sicher ein Problem, da ich mich in dieser Situation schlecht in ihn hineinversetzen kann..aber ich versuche es..nur Es gelingt mir nicht immer..gerade die aktuelle Situation, wo er wirklich sehr einsichtig wirkte..ich weiß , daß er mich liebt und auch die Kinder..auch glaube ich ihm , wenn er sagt, er wünsche sich das alte Leben wieder zurück ohne Misstrauen etc...umso erschreckender ist es dann für mich, wenn er wieder anders ist. .so nach dem Motto..entweder Du kommst damit klar oder kannst gehen.. ich weiß dass er das im Inneren nicht so meint...es ist alles so widersprüchlich. .und das ist für mich so schwer. Er erwähnte auch daß er sich nicht die Pistole auf die Brust setzen lässt. .ich kann das ja auch verstehen, habe aber auch Angst , dass die Einsicht durch weitere Eindrücke seinerseits wieder ins Vergessen gerät. Er sagte mir , er weiß, daß was passieren muss, er den Zustand auch nicht mehr ertragen kann. Auch mit den Drogen.Er streitet zumindest nicht mehr ab...zumindest aktuell. .dass Drogen der Auslöser für alles waren. . Habe natürlich auch ein wenig Angst in eine Art Co- Abhängigkeit zu geraten..nicht in Sachen Drogen sondern auf die Krankheit bezogen. .da sich meine Gedanken fast ausschließlich um diese Sache drehent..denn es hat jetzt bald fünf Jahre gedauert, bis ein Funken Einsicht kam...


1 Mitglied hat sich bedankt!
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#27

RE: Mein Mann ist nicht krankheitseinsichtig...Eifersuchtswahn

in Treffpunkt für Angehörige 15.01.2015 18:41
von Wolf (gelöscht)
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Hallo Famile29,

Ja, Verfolgungswahn kenne ich auch aus der schlimmen Zeit. Ich war fest überzeugt, das mein Telefon abgehört wird, um mir zu schaden. Und ich wusse nicht, was mit mir überhaupt loswar. Misstrauen, allen und jedem gegenüber.
Es ist so eine heimtücktische Krankheit, weil sich alles so richtig anfrühlt. Daher versuche es deinem Mann nicht schlecht anzurechnen. Ich weiß, das ist schwer. Heute weiß ich, was meine Frau damals durchgemacht hat. Sie war einfach nur noch fertig. Und heute leidet sie an Angstzuständen.

Mir hat damals nur mein Vater helfen können. Seine Meinung war mir immer wichtig und ich habe sie geachtet. Er sagte nur zu mir: Wolf, du spinnst. Das war für mich der erste Ansatz, dass ich mir wirklich etwas einbilde. Und so kam bei mir auch die Krankheitseinsicht so langsam.

Sag mal, hat dein Mann einen ähnlichen Menschen, der über die Erkrankung hinaus Einfluss auf ihn hat?

5 Jahre unbehandelt ist ja eine so lange Zeit. Und es geht ihm innerlich nicht gut. Denn alle seine Wahngedanken lassen ihn seine Psyche restlos ruinieren.

Ich denke eher nicht, dass du dich in sehen Wahn reinziehen lässt. Solange du hier schreibst und liest, hast du eigentlich Gewissheit, deine reale Sichtweise nicht zu verlieren.

Alles Gute für dich und ihn,
vom ehemals paranoiden Wolf


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#28

RE: Mein Mann ist nicht krankheitseinsichtig...Eifersuchtswahn

in Treffpunkt für Angehörige 15.01.2015 18:54
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was mir gerade noch einfällt:

vielleicht kannst du, (wenn er mal wieder einen etwas lichteren Moment dir gegenüher hat) im vorsichtig erklären, dass es eine Erkrankung gibt, die aber gut behandelt werden kann.
Es wäre möglich, wenn er sich an sein altes Leben zurück erinnert, und Ausichten hat, dass es wieder so werden kann, er erste Einsichten bekommt.
Dann gilt es aber für dich nicht zu verzweifeln. Denn auch wenn er öfter wieder in seinen alten Wahn zurückfällt, dass er irgendwann so weit ist, dass er alles tut, um seinen jetzigen Zustand zu ändern. Mir war damals dann alles egal. Ich wußte nur, so kann ich nicht mehr weiter leben. Dass ist dann der erste Ansaz, dass man Hilfe überhaupt annehmen kann.

Gruß vom Wolf


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#29

RE: Mein Mann ist nicht krankheitseinsichtig...Eifersuchtswahn

in Treffpunkt für Angehörige 15.01.2015 20:24
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Hallo Wolf,

Ob du es glaubst oder nicht, es tut verdammt gut , Sichtweisen von (ehemals) Betroffenen zu hören. Was Du da schreibst...gibt mir einfach das Gefühl, verstanden zu werden und bestätigt mich verdammt in meiner Motivation. ..bin so froh, das zu lesen...danke..
Fühle mich dadurch verstanden...wenn ich das anderen Menschen erzähle, kommen meist so Bemerkungen wie: Trenne Dich, mach das nicht mit, er ist doch bekloppt , da die wenigsten sich damit auskennen und sich nicht in ihn hineinversetzen können, daß es halt eine Krankheit ist...wenn ich erzähle was so "abläuft" bei ihm ...fühle ich mich unverstanden und habe manchmal das Gefühl , nicht ernst genommen zu werden ...es klingt für sie unglaubwürdig. .. wenn ich meinen Mann nicht so gut kennen würde. . Über 20 Jahre...er hat nie misstraut . Im Gegenteil. Er konnte mir immer blind vertrauen. ..deshalb entspricht das alles nicht seiner Persönlichkeit, sondern ist eindeutig krank... :(


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#30

RE: Mein Mann ist nicht krankheitseinsichtig...Eifersuchtswahn

in Treffpunkt für Angehörige 15.01.2015 20:44
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Hallo Familie29,

mir helfen wieder deine Worte, um zu verstehen, was meine Frau damals durchgemacht hat. Und ich bin heute sehr stolz auf sie, dass sie das damals mit mir duchgestanden hat. Das hat letztlich unsere Beziehung wieder verfestigt.
Ich möchte so gern, dass du das auch eines Tages erleben kannst.
Schwer wird es bis dahin sicher. Aber ich glaube sehr, du findest endlich gute Ansätze, um mit deinem Mann eine machbare Lösung zu finden. Eigentlich hat er gar keine andere Chance, als mit dir diesen Weg zu gehen. Nur, er weiß das nicht. Als starker Mann nimmt man nur schwer Alternativen an. Denn dann ist man schwach und hat nie gelernt, das zu zulassen.

Gruß vom Wolf


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