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#1

Morsche Hoffnungen

in Betroffenen-Literatur 02.01.2015 14:36
von Quietschi | 930 Beiträge | 1907 Punkte
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Wildwuchs im Kopf.
Dornenhecken umranken das Ich.
Die Zeit treibt ihre Späße,
als säße ich bereits auf dem Ast
morscher Hoffnungen.
Und auf dem Boden unter mir?
Ein fauliger Apfel!
Das Leben selbst.
Angebissen und ausgespuckt,
von mir.
Nur noch verwesender Geschmack im Mund,
der mir die Kehle runter rinnt,
während ich warte, dass der Ast bricht.
Doch der Ast bricht nicht,
obschon er ächzt und knackst.
Das ist wohl das Schlimme daran.


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#2

Das ungewollte Geschenk (Kurzgeschichte - Märchen)

in Betroffenen-Literatur 03.01.2015 23:37
von Quietschi | 930 Beiträge | 1907 Punkte
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Es war einmal ein Kaufmann, von dem sagte man, dass er sei so reich, dass er im Keller seines stattlichen Anwesens ein Schwimmbecken randvoll mit Goldkugeln besäße. Und jeden Morgen ging der Kaufmann zu seinen Goldkugeln, um sich an ihrem Leuchten zu erfreuen.
Später am Tag reiste der Kaufmann zu seinen Geschäftskunden und nicht selten führte sein Wege an einem alten Bettler vorbei, der sein Lager unter einem großen Baum aufgeschlagen hatte.
Eines Tages wollte der Kaufmann dem Bettler eine Freude machen. Er holte eine Goldkugel aus seinem Koffer und reichte sie dem Bettler, doch der Bettler lehnte kopfschüttelnd ab.
Der Kaufmann wurde ungehalten und streckte dem Bettler wieder die Goldkugel entgegen:
„Sei nicht so einfältig. Hier, nimm! Die Kugel ist aus purem Gold!“
Doch der Bettler lehnte wieder ab.
„Was soll ich denn mit einer Goldkugel?“
Da geriet der Kaufmann in Wut und schlug mit seinem Koffer auf den alten Bettler ein.
Dieses Geschehen beobachtete ein Polizist. „Auseinander! Wollen Sie wohl den Bettler in Ruhe lassen? Hören Sie sofffort auf damit!“
Und so fanden sich Kaufmann und Bettler bald bei Gericht vor.
„Nun,“ sagte der Richter. „Wie mir zugetragen wurde haben Sie den Bettler geschlagen. Weshalb?“
„Weil der mein Geschenk nicht wollte. Dabei war das Geschenk eine Kugel ist aus purem Gold!
Aber das undankbare Lumpenpack hat sie einfach abgelehnt. Hat man so was schon gehört?“

Da der Kaufmann sich keiner Schuld bewusst war, sprach der Richter:
„Nun dann. Hiermit weise ich den Kaufmann an, drei Tage lang als Bettler mit einer goldenen Kugel herum zu laufen. Am vierten Tag sehen wir uns hier vor Gericht wieder. Das, oder Sie gehen ins Gefängnis.“

Der Kaufmann musste den Anweisungen des Richters Folge leisten. Er hüllte sich in Lumpen und schlug sich drei Tage auf der Straße durch.
Am ersten Tag bekam der Kaufmann irgendwann riesigen Hunger. Er ging zur Armenspeisung und stellte sich in die Reihe, doch als er dran war, bekam er statt Essen nur eine Drohgebärde mit dem Kochlöffel:
„Du hast eine goldene Kugel und willst dir hier Essen erschleichen? Hinfort mit dir!“, rief die Köchin.
„Aber nein, aber nein. Ich gebe dir auch meine goldene Kugel dafür!“, wand der Kaufmann ein.
Doch die Köchin schüttelte den Kopf: „Und wo soll ich die Tauschen? Hier gibt es weit und Breit niemanden, der reich genug wäre, mir ihren Wert in Bargeld auszuzahlen. Und jetzt scher dich zum Teufel!... Nächster!“
So blieb der Kaufmann hungrig, bis er am Waldrand doch noch ein paar Beeren fand und legte sich
an einer Moos bewachsenen Wurzel schlafen.

Am zweiten Tag erwachte der Kaufmann mit furchtbaren Rückenschmerzen. Abends stellte er sich rechtzeitig bei der Armen – Herberge an, um noch ein Bett zu bekommen, doch der Herbergsvater
verwies ihn der Tür:
„Du hast eine goldene Kugel und willst dir hier ein kostenloses Bett erschleichen? Hinfort mit dir!“
„Aber nein mein Herr. Ich gebe dir auch meine goldene Kugel dafür!“, wand der Kaufmann ein.
Doch der Herbergsvater schüttelte den Kopf: „Und wo soll ich die Tauschen? Hier gibt es weit und Breit niemanden, der reich genug wäre, mir ihren Wert in Bargeld auszuzahlen. Geh und such dir in der Natur ein Bett!“
So musste der Kaufmann wieder an der Moos bewachsenen Wurzel schlafen.

Am dritten Tag hatte der Kaufmann mächtigen Durst. Also ging er zum Fluss, legte die goldene Kugel neben sich, formte mit beiden Händen eine Kelle und schöpfte Wasser aus dem Fluss.
Er hatte sich gerade halbwegs satt getrunken, da traf ihn ein Schlag am Hinterkopf und zwei Räuber stahlen die Goldkugel.
Der Kaufmann war froh, als diese drei furchtbaren Tage endlich vorbei waren und er wieder vor Gericht erscheinen musste.
„Nun?“, fragte der Richter abermals und ob er daraus gelernt hätte.
„Ja!“, antwortete der Kaufmann. Er entschuldigte sich bei dem Bettler und schwor hoch und heilig nie wieder jemandem eine goldene Kugel zu schenken.


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#3

RE: Das ungewollte Geschenk (Kurzgeschichte - Märchen)

in Betroffenen-Literatur 04.01.2015 17:42
von Quietschi | 930 Beiträge | 1907 Punkte
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Die Spinne im Netz.
geraubt von einer Wespe.
Glück für die Fliege.


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#4

RE: Das ungewollte Geschenk (Kurzgeschichte - Märchen)

in Betroffenen-Literatur 05.01.2015 04:36
von Joseph | 140 Beiträge | 309 Punkte
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#Quietschi

Ein'n morschen Ast mach ich zur Fackel,
und dann verbrennt die Hecke knackend.

Die Aepfel sind so faul und schlecht,
der Kompost freut sich allzurecht.

Ein bisschen Zeit, ne kleine Weile,
dann naehrt der Kompost neue Speise.

Der Kopf wird frei von seiner Kluft,
Ein neuer Same, dann kommt Frucht.


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#5

Versprochen

in Betroffenen-Literatur 06.01.2015 18:35
von Quietschi | 930 Beiträge | 1907 Punkte
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Das Leben zieht an einem vorbei, wenn man kurz nicht hinsieht.
Du hast mir deinen Schmerz vor die Füße geworfen.
Was, wenn ich ihn nicht aufhebe?
Wenn all deine Wut und all dein Groll zerschellen
an der Mauer eines Versprechens,
dem Versprechen an mich, nicht an dir zu zerbrechen!


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#6

Sonett Nr.1

in Betroffenen-Literatur 07.01.2015 15:21
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Sollt` ich dich mit Adonis vergleichen,
bekränzen dich mit Liebesschwüren,
müssten Worte Lippen weichen,
und Küsse deinen Körper küren.

Müsst` ich Namen für dich finden,
wär eine Sprache nicht genug,
kläglich müsst ich´s unterbinden,
fühlt ich´s, als wär´s an dir Betrug.

Hätt` ich doch der Musen Küsse
bloß so inniglich genossen,
wären geistige Ergüsse
ganz wie von selbst geflossen.

Sollte, müsste, hätte. Nein, freier Wille tat´s hervor:
Ich wünschte ja, ich könnt es lassen,
doch lieb ich dich, ich armer Thor.


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#7

Keinen Reim

in Betroffenen-Literatur 08.01.2015 20:30
von Quietschi | 930 Beiträge | 1907 Punkte
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Du sagst, du brauchst mehr Zeit für dich.
Und ich kann mir keinen Reim drauf machen.
Du sagst, du kannst dich mir nicht zumuten.
Und ich kann mir keinen Reim drauf machen.
Du sagst du brauchst Abstand.
Und ich kann mir keinen Reim drauf machen.
Nun bist du gegangen
Und ich kann mir keinen Reim drauf machen.


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#8

Elfchen Nr.1

in Betroffenen-Literatur 10.01.2015 21:38
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Winterluft.
Kühle Klarheit
reinigt die Gedanken
und erfrischt die Sinne
kraftstrotzend.


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#9

RE: Elfchen Nr.1

in Betroffenen-Literatur 16.01.2015 14:24
von dila (gelöscht)
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Ich finde das gut


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#10

RE: Elfchen Nr.1

in Betroffenen-Literatur 16.01.2015 16:26
von Quietschi | 930 Beiträge | 1907 Punkte
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Danke schön dila.


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#11

RE: Elfchen Nr.1

in Betroffenen-Literatur 17.01.2015 16:24
von dila (gelöscht)
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Bitte! Woher nimmst du die Inspiration?


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#12

RE: Elfchen Nr.1

in Betroffenen-Literatur 17.01.2015 18:47
von Quietschi | 930 Beiträge | 1907 Punkte
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Da gibts mehrere Möglichkeiten.
1) Ich setze mich hin mit dem Ziel mich zu langweilen und dann irgendwann fällt mir was ein. Naja und nachher, wenn ichs aufgeschrieben hab, bin ich ganz überrascht.
2) Ich sehe irgendwas, nen Film, oder les was, ... mach mir meine Gedanken dazu, und schreib dann was Eigenes.
3) oder ich geb mir selbst n Thema vor.


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#13

RE: Elfchen Nr.1

in Betroffenen-Literatur 17.01.2015 20:43
von Schneepferdchen (gelöscht)
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Das ist das beste Ziel, was ich jemals gehört habe. "Ich setze mich hin mit dem Ziel mich zu langweilen." Das werde ich garantiert auch mal ausprobieren


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#14

RE: Morgensonne - Gedicht

in Betroffenen-Literatur 29.05.2015 15:10
von Quietschi | 930 Beiträge | 1907 Punkte
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Sanft hebt sich die Morgensonne,
leuchtend purpur hell,
aus der Felder Blütenwonne,
der Himmel in Pastell.


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