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#1

Erinnerungen an ein anderes Leben

in Betroffenen-Literatur 26.12.2014 21:27
von MDark (gelöscht)
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Ein Teil meiner Verarbeitungsgeschichte - vielleicht folgt noch mehr:

Erinnerungen an ein anderes Leben – 8.12.2014

Das T-Shirt habe ich geschenkt bekommen, total cool. Ich gehe die Straße entlang, mit ein paar Freunden. Die Laternen weisen uns den Weg durch die Häuserschlucht. Wir wollen feiern gehen, ich weiß nicht in welchen Club. Wie so oft haben wir schon vorgetrunken und sind von Anfang an gut gelaunt. Wir sind zu fünft und die Nacht ist noch jung. Bis zum Morgen werden wir tanzen, trinken, lachen und reden. Bis die Gleise und zurück nach Hause führen.

Erinnerungen an ein anderes Leben – 9.12.2014

Es gibt so vieles was vergänglich ist, Vieles was sterblich ist. Es gibt jedoch auch einiges was zeitlos erscheint, weil es unsterblich ist. Mit der Zeit verändert sich das Leben und auch die Umstände die geschehen, doch was ewig währt sind die Zyklen in denen das Geschehen selbst sich immer wieder neu zeigt. Es ist gegen die Natur, immer wieder die selben Zyklen zu durchlaufen. Stillstand ist wider die Natur.

Erinnerungen an ein anderes Leben

Ich habe es geschafft, ich bin Jemand und habe so einiges schon in meinem Leben erreicht. Vieles habe ich erlebt und kann von Glück und Zielstrebigkeit sprechen, wenn ich von meinen Errungenschaften erzähle. Früher habe ich noch drüber gelacht, wie die Erwachsenen so vor sich hin leben aber heute sehe ich die selben Züge bei mir selber. Immer wieder breche ich auch und entspanne einfach bei einem Drink unter der Sonne, heute schätze ich solche Momente mehr denn je.

Erinnerungen an ein anderes Leben

Die Macht der Worte ist mir sehr wohl bewusst, daher wähle ih sie auch mit Bedacht. Die Bedeutung entspricht dabei meiner Vorstellung und ich kann nicht mit Sicherheit sagen, ob diese mit denen Anderer in Einklang ist. Das werde ich vielleicht nie erfahren. Mit der Zeit musste ich einfach anders sprechen, aber wer weiß schon, ob meine Worte überhaupt gehört werden? Sprache ist so ein kreatives Werkzeug.

Erinnerungen an mein eigenes Leben

Ich habe geliebt, bin in Löcher gefallen, bin wieder aufgestanden, bin über Brücken gelaufen und an Flüssen entlang. Ich habe gemalt, gezeichnet, gelebt, geträumt, verträumt und Drogen genommen. Ich habe verschiedene Krankheiten durchlebt und die Gesundheit genossen. Ich habe mich wachsen und schwinden sehen, bin aufgeblüht und verwelkt, habe geweint und gelacht, war wütend, schwach und stark. Ich hab gelebt und lebe weiter.


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#2

RE: Erinnerungen an ein anderes Leben

in Betroffenen-Literatur 31.12.2014 18:36
von MDark (gelöscht)
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Erinnerungen an ein anderes Leben

Sehnsucht – das beschreibt mein Leben eigentlich sehr gut. Ich bin schon viel verreist, habe eine Menge von der Welt gesehen. Immer wieder packe ich die Sachen und bin einfach weg. Manchmal wusste ich erst wohin die Reise geht, wenn ich das Ticket in der Hand hatte. Das Reisen macht mich glücklich, ob allein oder mit Anderen zusammen. Die Welt ist so schön und groß, ich werde meine Fotoalben niemals mit der ganzen Welt füllen können. Ich weiß nicht wann ich sesshaft werde, aber irgendwann ist es soweit. Schade.

Erinnerungen an ein anderes Leben

Ruhelos laufe ich hin und her, rauche eine Zigarette nach der anderen. Bald ist es endlich soweit, ich werde Vater! Meine Frau kommt endlich, wir können in den Kreißsaal; schnell noch die Zigarette aus! Sie war mit ihren Mädels unterwegs und jetzt ist es soweit! Ich kann es noch nicht richtig glauben und das trotz neun Monaten Vorbereitung. Sie schreit, die Wehen. Ich werde Vater!

Erinnerungen an ein anderes Leben

Es ist früh am Morgen, ich sitze in meinem Schlafsack auf einer Bank im Bahnhof. Die Polizei weckt mich, zwei Beamte in Uniform. Sie wollen nur checken ob alles in Ordnung ist. Ausweis wollen sie sehen, es ist alles in Ordnung. Vor ein paar Tagen habe ich unter einem Baum geschlafen, einfach mal Raus und die Welt sehen. Diese Erfahrung kann mir keiner mehr nehmen! Warum sollte dies auch jemand?

Erinnerungen an ein anderes Leben – 12.12.2014

Ich laufe durch einen langen Gang, die Wände sind aus großen Steinen; zwei Freunde laufen mit. Wir beeilen uns, hinter uns die Rufe unserer Verfolger. Wir stürmen durch eine Tür, voller Angst schließen wir diese wieder und ich stelle mich in die kleine Nische dahinter. Einer meiner Begleiter versteckt sich hinter einem langen Vorhang, der andere Begleiter bleibt wie gefesselt vor dem großen Bücherregal stehen, als die Verfolger die Tür aufreißen. Sie werden beide schnell getötet, einem wird die Kehle aufgeschnitten. Die Tür schließt sich rasch und ich werde an meiner Kutte auf den großen, dunkelroten Teppich geworfen. Ich spüre wie eine kalte Klinge meine Wirbel zwischen den Nieren spaltet.

Erinnerungen an mein eigenes Leben

Was mache ich hier? Ich bin nicht krank! Warum laufe ich diesen Weg? Warum bin ich hier? Ich gehöre nicht hier hin! Aber ich schweige. Meine Gedanken sind wild, ich höre Stimmen, ich bin nicht krank! Warum sieht das keiner sonst? Ich nehme nicht nur mich wahr, es sind so Viele! Die Außenwelt gibt mir recht, ich bin nicht krank! Sie sprechen doch auch über das was ich da wahrnehme, warum bin ich also hier? Diese Tabletten bringen alles durcheinander. Ich nehme mir die Zeit alles zu ordnen, ich habe schließlich auch noch ein Leben und werde sicher nicht von Anderen oder meiner Wahrnehmung bestimmt!


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#3

RE: Erinnerungen an ein anderes Leben

in Betroffenen-Literatur 08.01.2015 21:49
von MDark (gelöscht)
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(Erinnerungen:
Jetzt sitze ich hier an vier Tagen in der Woche in der Werkstatt und bearbeite einen Stein nach dem nächsten. Es ist wie ein Atelier, so fühlt es sich zumindest an. Wie gerne würde ich regelmäßig in ein Atelier gehen und der Energie freien lauf lassen. Ist halt noch nicht soweit. Aber mein Leben und besonders der Blick auf die Gegebenheiten scheint realistischer zu sein. Die Geschichte nimmt ihren Lauf. Was auf mich zukommt kann ich nur erahnen. Manches davon nennt man gewöhnlich "Pläne", aber um das Pläne zu nennen fehlt mir die Kraft. Ich habe es vor, ja, aber mein Geist ist flexibel genug geworden, um auch Ausweichmöglichkeiten in betracht zu ziehen. Noch vor einem halben Jahr wollte ich mein Abitur nachholen, jetzt ist es was Anderes geworden. Besser zumindest als in der Zeit, in der es mir nicht so gut ging. Da wusste ich nicht einmal, was Realität überhaupt noch ist. Ich habe Dinge ausgesprochen, zu denen ich nicht stehe und realisierte es erst Monate danach. Ich habe mich selbst belogen und damit auch meine Umwelt. Jetzt sehe ich die Dinge klarer. Meine Jugend neigt sich dem Ende zu. Ich werde langsam und unaufhörlich alt. Tag für Tag verstreicht die Zeit. Stunde um Stunde vergeht. Ich frage mich manchmal, warum ich mit der Zeit nicht so gut umgehen kann. So vieles habe ich bereits verpasst. Aber der Großteil meines Lebens steht noch vor mir. Ich habe noch einiges vor. Der große Rest meines bisherigen Lebens ist nur noch ein Aschehaufen. Der Staub hat sich gelegt und die Asche regnet nicht mehr auf mich hinab. Langsam entstaube ich mein Leben, das was noch da ist. Ich erkenne darin etwas Neues, etwas Anderes. Ich hätte nicht gedacht, dass es so aussehen würde.)

Grüße,
MD


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#4

RE: Erinnerungen an ein anderes Leben

in Betroffenen-Literatur 08.01.2015 22:16
von MDark (gelöscht)
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Das folgende ist noch aus meiner Schulzeit... Also schon ein paar Jährchen her.
Dazu gibts auch ein Bild, aber das poste ich nicht

Zitat
Der einsame Samurai

Die Einsamkeit ist mein Begleiter,
die Stille mein Verfolger...
Die Ruhe ist mein Atem,
die Sehnsucht mein Schritt...
Die Hoffnung ist mein Licht,
die Ziele mein Sold...
Die Schmerzen sind mein Feind,
mein Geist... mein Schwert...

So wandere ich durch dunkle Wälder,
doch trete ich auch wieder ans Licht.
So schreite ich durch Sumpf und Täler
doch verzichte auf die Freuden nicht.
Ich kämpfe für meinen letzten Tag,
die Zukunft ist so ungewiss.
Ich sage was ich sagen mag,
strebe nach Zielen, die ich vermiss.
Die Wege sind selten gerade und eben,
über reißenden Fluss und hohe Berge.
So werde ich mich über die Furcht erheben,
bis an den Tag, an dem ich sterbe...

Die Wege die ich beschreite, sind meine Kraft,
meine Hindernisse, meine Schwächen...
Der Sinn ist meine Stärke,
die Gegenwart, meine Kondition...

So gehe ich über hölzerne Brücken, ohne Rast und ohne Ruh,
auf meinen Wegen in die Ewigkeit.
Die Füße schmerzen, in dem getragenen Schuh
und quäle mich um jene Kleinigkeit,
die Dinge die ich vergebens suche und nicht finden kann...
Doch weiß die Dingen zu schätzen, die mir gegeben...
Tag für Tag treffe ich Frau und Mann,
doch selten erkennen wir Ziele, nach denen wir gemeinsam streben...

Die Ehre ist so nah,
die Verbrüderung so fern...
Der Respekt ist das Geld in meinen Taschen,
das Vertrauen meine Familie...
Der Anstand ist mein Gefährte,
die Treue mein Verbündeter...

So erhebe ich meine Stimme zum Schrei,
ziehe mein Schwert in dem letzten Kampf...
Verliere meine Ziele nicht, in die ich ihn einweih'
meinem Feind in diesem Gefecht und spüre seine Klinge so sanft...
Der Schmerz der mich übermannt, zwingt mich in die Knie,
ich seh das Blut, so rot wie die Abendsonne...
So nah'... war ich meinen Zielen noch nie
und erhebe mich erneut voller Mut und Wonne...
Die Kraft verlässt mich und mein Körper wird schwer,
ein Hieb in Richtung Feind und ich stürze in den Sand...
Meine Augen werden schwer, das ich lebe... wünsch' ich mir so sehr...
So schließe ich meine Augen... mit dem Schwert in der Hand...


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zuletzt bearbeitet 08.01.2015 22:19 | nach oben springen

#5

RE: Erinnerungen an ein anderes Leben

in Betroffenen-Literatur 16.01.2015 14:28
von dila (gelöscht)
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Ich muss sagen das ist echt gut. Gefällt mir.


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#6

RE: Erinnerungen an ein anderes Leben

in Betroffenen-Literatur 20.01.2015 22:38
von MDark (gelöscht)
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(weiter im Text)

Erinnerungen an ein anderes Leben - 14.12.2014

Es gibt immer mehr als nur eine Seite im Leben. Es wird Dualität genannt, mehrschichtig. Sicher ist, dass jedes Ding, ob geistig oder materiell, immer mehr als nur eine Seite besitzt. Es gibt keine objektive Perfektion, immer nur subjektives empfinden von Realität. Dinge, die als objektiv gelten, sind nur durch faktische Präzision von Tatsachen zu erkennen. Wahrheit ist objektiv, Weltbilder sind subjektiv.

Erinnerungen an ein anderes Leben

Wieder sitze ich vor meinem PC und spiele dises fesselnde Rollenspiel. Zuvor habe ich noch ein paar Beats gebastelt. Es ist schon wieder so spät, mitten in der Nacht und morgen ist wieder Schule. Nur noch ein Level, dann gehe ich schlafen. Die kämpfe in diesem Spiel machen am meisten Spaß. Es ist für mich das erste Rollenspiel auf PC. Auf dem Nintendo habe ich schon so einige gespielt, aber auch auf Emulatoren.

Erinnerungen an ein anderes Leben

Ich habe schon vieles verloren, Dinge und Menschen die mir am Herzen lagen. Zeit habe ich vertan, ohne drüber nachzudenken. Ih habe mich ablenken lassen. Ich fühle mich allein. So vieles ist mir aus den Händen geglitten. Mein Leben lang kenne ich schon den Verlust und den Verzicht, Kämpfe um Kämpfe, die meist im Stillen und Verborgenen sich zutrugen. Selbst mein Innenleben blieb nicht davon verschohnt, Einstellungen, Vorlieben, Charakterzüge... Nichts ist von Dauer, dise Lektion habe ich gelernt.

Erinnerungen an ein anderes Leben - 18.12.2014

Die Menschen denken noch, Realität sei etwas statisches. Dabei wissen sie nicht wie Realität verändert werden kann. Die Substanz, aus der das Universum besteht, ist mehr als nur das Gegenteil von statisch. Gedanken sind ebenso Fiktion wie das was Menschen Realität nennen. Die Wirklichkeit ist größer als die Realität und sprengt den Rahmen der bisherigen, menschlichen Vorstellungskraft. Äonen sind die Menschen von der WIrklichkeit entfernt.

Erinnerungen an mein eigenes Leben

In einer tiefen Meditation konnte ich sie sehen, den Teil, den sie mit zeigte. Mit einem lieblichen "mmhm!" bestätigte sie meine Wahrnehmung per Telefon. Ich habe diese Freundin sehr geliebt. Ein anderes Mal wachte ich mit einem langen Blonden Haar auf der Schulter auf und wusste, es war von ihr. Dabei schlief sie mehrere hundert Kilometer entfernt in ihrem Bett. Die war auch die Stimme, die mich leiten sollte auf meinem Weg durch die Düsternis. Ich habe sie sehr geliebt.


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#7

RE: Erinnerungen an ein anderes Leben

in Betroffenen-Literatur 21.01.2015 22:02
von MDark (gelöscht)
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(Eine kleine kurze Geschichte über die Bedeutung von Worten. Heute in der Werkstatt entstanden. Und ganz nebenbei eine Bitte an die Admins, wenn es denn möglich ist: Könntet ihr vielleicht ein paar mehr Farben für die Wörter zufügen?)

Worte sind wie Farben.
Mit jedem Wort malt man ein Bild.
Mit jedem Wort gibt man mehr von dem Bild seiner Persönlichkeit preis.
Jedes Wort ist ein Pinselstrich des Lebens als Mensch.
Mit jedem Pinselstrich malt man auch auf Bildern Anderer.
Manche Pinselstriche hinterlassen einen bleibenden Eindruck,
Andere vergehen schnell.
Mit jedem Wort wählt man immer wieder neu, wie das Bild von sich selbst aussehen soll.
Worte sind wie Farben.


zuletzt bearbeitet 21.01.2015 22:03 | nach oben springen

#8

RE: Erinnerungen an ein anderes Leben (evtl. triggernd)

in Betroffenen-Literatur 22.01.2015 21:23
von MDark (gelöscht)
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ROT
Mit jedem Schritt ist es gegeben,
dem Wanderer zu entscheiden.
Umkehren ist keine Option,
der Weg ist nicht gerade einfach.
Mit jedem unheilvollen Schritt in Richtung der vorgegebenen Pfade,
nähert sich der Wanderer seinem Tod.
Der Wind lässt die Blätter rauschen,
wie die Wellen am Strand.
Die Schritte werden immer schwerer und der Wanderer macht Rast.
Auf einem Stein sitzend vergräbt er sich in seine Gedanken,
ohne die Blätter noch wahrzunehmen.
Langsam nähert sich dem Wanderer sein Ende.
In der Sonne glitzerndes Metall,
geführt von der Hand seines Rivalen.
Unbemerkt und langsam bäumt sich der Rivale vor dem Wanderer auf.
Kein Schrei ist zu hören,
nur ein leises Gurgeln der zerstochenen Kehle.


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zuletzt bearbeitet 22.01.2015 21:24 | nach oben springen

#9

Als Worte versagten.

in Betroffenen-Literatur 23.01.2015 20:03
von MDark (gelöscht)
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Als Worte versagten.
Angefangen hat es ganz unscheinbar, während eines sehr schönen Jahres; in dem ich sehr kreativ gewesen bin. Ich war verliebt und wir haben über alles Mögliche gesprochen. Es gab eingentlich keine wirklichen Geheimnisse. Ich habe mich erstmals sehr frei gefühlt und konnte meinen Gedanken freien Lauf lassen und auch drüber sprechen. Irgendwann wurde ich immer ruhiger, bedachter und meine Gedanken kreisten immer mehr um Eifersuchtsideen, Verschwörungen und ängstliche Zustände. Panikattacken waren es jedoch noch lange nicht. Meine Gedankenwelt war voll von kreativen Möglichkeiten, Ideen die mehrere Menschenleben ausgefüllt hätten. Klar, dass ich kaum welche davon umsetzen konnte, es waren zu viele Ideen gleichzeitig und zu wenige Mittel um diese umzusetzen. Zu dieser Zeit konnte ich auch noch (mindestens) zwei Gedanken gleichzeitig denken. Heute lerne ich das erst wieder. Während ich an etwas denke und es durchdenke, kann ich mich an etwas Anderes immer wieder selber erinnern, damit es im Kopf bleibt.
Meine Gedanken fingen an zu kreisen. Ähnliche Themen und ähnliche Kreise. Zuvor hatte ich mich ausgiebig mit Kreisläufen und Zyklen im Leben auseinandergesetzt und hätte eigentlich wissen sollen, was dann passiert. Aber meine gesamten Vorkenntnisse über Psychologie, Kosmologie, Physik und einige andere Themen, haben nicht geholfen mich vor der Psychose zu schützen. Ich wurde immer ruhiger, war immer mehr in Gedanken, äußerte immer mehr "seltsame" Dinge. Ich fing an zu schweigen. Konnte nur noch sehr wenig sagen, weil meine Gedanken so viel Platz eingenommen hatten, dass sie meine Kehle zuschnürten. Meine Worte versagten, obwohl ich unmengen hätte sagen können.
Auch heute spreche ich nicht annäherd so viel, wie ich es könnte. Aber nur weil ich nichts sage, heißt es nicht, dass ich nichts zu sagen habe. Ich habe gezeichnet, besser als ich mich selber je eingeschätzt hätte. Die Bilder sprechen eine klare Sprache, Schizophrenie. Jedes Bild zeugt davon, dass mein Geist einfach anders wahrnimmt. Die Stimmen in meinem Kopf haben keine Namen, aber dafür umso mehr Persönlichkeit und Charakter. Geschriebene Worte, gemalte Bilder, geschossene Fotos; das war der Ausdruck, denn ich noch kannte und konnte. Gesprochene Worte wären zu viel gewesen, weil meine Gedanken schon viel zu laut gewesen sind. Solang ich laut Musik gehört habe, konnte ich meine Gedanken eine Zeit lang verdrängen, aber auch das nicht auf Dauer. Die Stimmen kamen immer wieder durch.
Ich fühlte mich erniedrigt von den Stimmen und Gedanken. Ich spürte, wie meine Kräfte schwanden. Ich fühlte mich gedemütigt, schwach, vergewaltigt, unrein... Zwänge fingen an meinen Alltag zu bestimmen, Taten, die ich so von mir selber nicht kenne. Zwischen dem Hin und Her der Gedanken, diesem Aufspalten in die Dualität meines Geistes erkannte ich, wie ich in der Mitte stand und nur wahrnehmen konnte. Ich sah die Facetten der Dualität in ihren Ausmaßen. Die verscheidenen Stimmen hatten ihre eigene Persönlichkeit, ihren eigenen Charakter, den ich ebenfalls wahrgenommen habe. Es brauchte teilweise mehrere Tage, bis ich eine Persönlichkeit in ihren Ausmaßen erkannte und mich selber neu darin entdeckte. Zu dieser Zeit waren diese Persönlichkeiten oder Charaktere einfach ein Teil von mir und ich wusste nicht mehr, wer ich eigenltich bin. Ich verlor mein eigenes Ich. Während der gesamten Zeit erkannte ich, was mit dem "Selbst" eigentlich gemeint ist und dass Gedanken sehr viel Raum im Leben als Mensch einnehmen, sodass man sein selbst nicht so leicht entdecken kann. Es blieb nicht mehr viel übrig, was ich wirklich auch "Ich" nennen konnte, es war so vieles nebenher. Vielleicht war das alles aber auch ein Teil von diesem Ich.
Meine Worte versagten und brauchen heute noch einige Zeit, um wieder über meine Lippen oder zu Papier zu treten. Jedenfalls habe ich vieles schätzen gelernt, was ich zuvor als selbstverständlich gesehen hatte. Mein Blick auf die Welt ist nicht mehr so illusorisch, weniger abstrakt, viel realistischer geworden. Es klingt vielleicht komisch, aber diese akute Psychose war mit das Beste, was mir in meinem Leben wiederfahren ist, obgleich die Zeit selber die reinste Achterbahnfahrt durch mein eigenes Bewusstsein gewesen ist.

MD


zuletzt bearbeitet 23.01.2015 20:32 | nach oben springen

#10

RE: Als Worte versagten.

in Betroffenen-Literatur 25.01.2015 22:37
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Ohne Dich.
Mit Dir an meiner Seite, wäre es einfacher für mich gewesen.
Du warst nicht da, als ich Dich dringend brauchte.
Du hast sogar noch mehr Abstand genommen.
Ich habe Dich vermisst und Du warst nicht da für mich.
Du weißt nichts von den Ängsten, die ich ausgestanden habe.
Du weißt nichts von den Träumen, die ich hatte.
Du weißt nichts von den Bildern und Worten, die ich im Kopf hatte.
Ich war allein und habe mich verlassen gefühlt.
Weil Du nicht da warst.
Ohne Dich.

Mit Dir an meiner Seite, hätte ich Dir so vieles erzählen können.
Du kannst nichts davon wissen, wie es mir erging.
Du kannst nichts davon wissen, wie es mir geht.
Ich brauchte Dich zu jener Zeit, die so voll war.
Du hast eine wichtige Zeit meines Lebens verpasst.
Du wolltest nicht mehr mit mir sein.
Du sagtest, dass Du bei mir bleiben würdest.
Ich habe Dich gehen lassen, ohne zu zucken.
Ich muss auch weitergehen, allein
und ohne Dich.


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#11

Alles ist Nichts

in Betroffenen-Literatur 30.01.2015 22:10
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Alles ist Nichts.
Jeder Gedanke zu den Dingen gibt ihnen Farbe und Kontur.
An sich sind die Dinge leer, erst die Farbe füllt die Dinge auf und gibt ihnen Bedeutung.
Alles Vergängliche ist letztenendes leer. Was bleibt, wenn alles leer ist?
Es bleibt nichts, das reine Nichts.
Gedanken sind die Struktur, auf der die Farben der Gefühle haften.
Konstrukt und Fülle. Alles ist Nichts, eigentlich völlig ohne Bedeutung und Sinn.

MD


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#12

RE: Erinnerungen an ein anderes Leben

in Betroffenen-Literatur 10.02.2015 15:08
von ChaosEngine (gelöscht)
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Du sprichst von Zyklen!?
Ich hatte mich mal eine Zeit mit dem Mayakalender Tzolkin beschäftigt und der besteht ja auch aus einer art Zyklen die in bestimmten Abständen immer wieder kommen.Vielleicht war und ist da ja was wahres Dran. Ich Werde mich aber nicht mehr damit beschäftigen weil man da sehr schnell abdriften kann.....


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#13

RE: Erinnerungen an ein anderes Leben

in Betroffenen-Literatur 10.02.2015 18:16
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Hallo @ChaosEngine ,
Was den Mayakalender angeht, habe ich mich nur sehr oberflächlich damit befasst... Habe also fast gar keine Ahnung davon.
Ich weiß aber, dass dieser Kalender sehr ähnlicher Ansicht ist, was solche Zyklen angeht.
Aufgefallen sind mir bestimmte Zyklen selber. Im Laufe eines Menschenlebens, oder auch im Laufe der Menschheitsgeschichte. Dazu braucht es jedoch nicht zwingend bestimmte Sternenkonstellationen.

Grüße,
MD


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#14

RE: Erinnerungen an ein anderes Leben

in Betroffenen-Literatur 10.02.2015 18:36
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Bei mir selber hab ich auch einen Zyklus festgestellt, das ich 2001 den ersten Schub hatte und dann fast regelmäßig jedes Jahr einen Schub und jedes zweite Jahr war es heftiger. Aber zum Glück hat das nur bis 2011 angedauert(10Jahre).
Seit dem war ich nur noch ambulant in Behandlung und mit meiner Homöopatischen Mittel geht es seit dem besser nur noch leichte kontrollierbare Schübe, die mit Bedarfsmedikenten schnell weggehen.
Seit dem meditiere ich auch,nur nicht in akuten Zeiten,sicherheitshalber. Und auch nicht viel maximal 30-60minuten am Tag,eher 15-30minuten.und ich konzentriere mich sehr auf den Momemt und auf Intuition als auf Zukunft oder Vergangenheit.

Gruß Chaos


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#15

Loser!

in Betroffenen-Literatur 12.02.2015 23:59
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Heute ist ein mieser Tag. Deswegen sehe ich alles etwas dunkler. An Tagen wie heute sehe ich besonders deutlich die dunklen Passagen meines Lebens und frage nach dem Sinn dahinter. Es war immer ein Kampf, von Geburt an. Darüber zu sprechen macht es nicht besser, deswegen bleibe ich dabei meistens oberflächlich. Außer es wird direkter nachgefragt. Aber dann kommt ein Redeschwall, den keiner interessiert. Die Welt interessiert es erst recht nicht. Die Zeit lässt das Einzelne verblassen und das Einzelne gibt erst den Sinn der Menge. Widersprüche prägen das menschliche Denken, wer das nicht sieht ist blind. Ich war schon immer auf der Reise. Meistens war es eine Reise ins Ungewisse, aber ich habe auch fremde Länder besucht. Nach Sinn zu suchen bringt nichts, es gibt unzählige Erklärungsmodelle. Wenn ich an Tagen wie heute in die Zukunft schaue, sehe ich Schwarz. Nichts ist da. Meine Gefühle sind immer schon intensiv gewesen. Vielleicht zu intensiv für mich. Aber ich denke nicht, dass es zu viel geben kann.
Was soll das Ganze nur? Wieder eine Frage nach dem Sinn. Ständiges Geben und Nehmen. Ich habe schon viel gegeben, Zeit, Freunde, Kraft, Kreativität, Blut, Schmerz, Dinge. Verlust ist mir bekannt. Leid ist mir bekannt. Ich brauche und will nicht drüber sprechen, reiße es nur an, wie eine Blaupause. Schlechte Skizzen ziehren meinen Weg. Schlechte Skizzen von den Menschen, denen ich oftmals einfach überdrüssig bin. Dennoch schätze ich die Gegenwart bestimmter, weniger Menschen. Ich gehöre nirgendwo hin. Ich habe immer gesucht und nichts gefunden. Die meisten wollen sich nicht weiter mit dem Anderen befassen. Träumereien... Träumereien hatte ich genug im Leben, meine Fantasie ist eingeschränkt. Mein Leben ist beschränkt. Mein Leben ist ein Arschloch!
Immer das Gefühl nicht genug zu sein und einfach die Hoffnung verloren, dass es sich mal ändern könnte.

MD


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