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#61

Das Pärchen-Märchen

in Betroffenen-Literatur 21.06.2015 21:31
von MDark (gelöscht)
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(Die folgende Geschichte ist frei erfunden. Ählnichkeiten zu realen Personen ist durch die Wahrscheinlichkeit gegeben, diese Situation in ähnlicher Form erfahren zu haben. Es ist nicht die Absicht eine real existierende Person in irgendeiner Form darzustellen.)

Das Märchen von dem Päärchen.
Es waren mal zwei Menschen. Eine Frau und ein Mann, in nicht einmal weit entferntem Altersunterschied. Diese zwei Menschen habe sich einfach mal kennengelernt. Als sie sich unterhielten, konnten sie einige Gemeinsamkeiten feststellen aber sprachen auch klar über ihre Differenzen. Es entstand schnell eine gewisse Offenheit und Nähe durch dieses Verhalten der Beiden. Sie kamen sich im Laufe der Zeit immer näher, sodass aus ihnen recht schnell ein Pärchen wurde. Sie beschrieben immer wieder ihre Gefühle zu dem Anderen, auf die ein oder andere Weise erzählten sie sich immer diese Geschichte über Liebe. Es entstand eine Welt, die von Fantasie geprägt war und deutlich machte, es sei eine einzige Idee. Diese Idee konnten die Beiden auch lange aufrecht erhalten. Das sahen die beiden als Bestätigung für eben diese Gefühle zueinander. Es war eine Welt der absoluten Vertrautheit und Zweisamkeit. Aus dem Individuellen Ich wurde ein eingespieltes Wir.
Doch irgendwann wurde es schwieriger. Einer von Beiden wurde krank und dazu hatten beide auch noch einen Unfall. Der Mann hatte beide Beine gebrochen und die Frau verletzte sich an der Wirbelsäule im Raum der Nieren. Der Mann brauchte eine Reha und hat diese auch gemeistert. Der Mann musste einfach neu das Laufen lernen. Die Frau hatte immer wieder mal Schmerzen, jedoch verliefen diese im Sand. Die beiden blieben nach einem Jahr noch immer zusammen, doch zerfiel ihre Traumwelt langsam. Es dauerte etwa zwei Monate und zwei Auseinandersetzungen bis die ersten Andeutungen einer Trennung ausgesprochen wurden. Im gegenseitigen Einverständnis und einer Menge Tränen beiderseits zerfiel das letzte Bild Ihrer Traumwelt. Die Realität hatte beide wieder eingeholt. Dem Mann ging es wieder schlechter und er kam in eine Klinik. Nach einer weiteren Rehabilitation konnte der Mann auch wieder für sich allein sorgen. Diese Zeit war sehr schwer und verlief über drei Jahre. Die Frau hingegen hat ihr Leben weitergelebt, nur ohne den Mann. Sie tat das, was sie immer getan hat. Doch immer wieder brach sie in Tränen aus, wenn der Tag sich dem Ende zuneigte.
Die anfangs so großen und tiefen Gefühle füreinander verfielen ins Gegenteil und in beiden keimte eine unbestimmte Angst. Aus dem unschlagbaren Wir wurden wieder kleine, nackte Ich-Formen. Und mit dieser Bloßstellung standen die beiden auf der Welt. Das Schloß ihrer Träume zerfiel in jeden Gedanken, den sie füreinander und ihrer Gefühle gedacht hatten. Es war tiefschwarz in beider Welten.

Sie fielen in ein Loch, kamen jedoch beide wieder raus. Was sich dann ergibt folgt vielleicht irgendwann mal ;-)

Grüße
MD


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#62

RE: Das Pärchen-Märchen

in Betroffenen-Literatur 21.06.2015 22:02
von Wolf (gelöscht)
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Na ja MDark,

ich sagt ja, das ist eine Frage der Lebenseinstellung. Was du schilderst, läuft heute besonders immer wieder. Es geht im Leben nicht um Liebe und Schösser, sondern nur um den Grund, warum mam sich so verhält, wie man sich verhält.
Ich sagte ja eingangs: Probleme können auch zusammenschweißen, wenn man so will. Man kann das tuen, oder sein lassen. Und da entscheidet sich, weche Menschen sich für die Beziehung entscheiden. Nur wenn man seinen eigenen Ego in den Vordergrund schiebt, scheitern Beziehungen. Es geht immer wieder um die eigene Einstellung im Leben. Entweder man hat sie, oder man sollte es gar nicht erst versuchen, Beziehungen aufzubauen. Denn das ist von vorherein zum scheitern verurteilt. Bei solchr Oberflächlichkeit kommt man nicht weiter. Genauso hat meine Ex agiert. Heute kann ich aus meiner Erfahrung schnell erkennen, was Menschen taugen. Mann, was war ich damals blind ;-)

Gruß vom Wolf


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#63

Zwei Gesichter

in Betroffenen-Literatur 27.06.2015 15:00
von MDark (gelöscht)
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Wie kommt ihr mit diesn zwei Seiten klar, die sich abwechsln? Bei mir sind es einmal freundlich und einmal total Arsch und habe Schwierigkeiten es bewusst mitzubekommen.


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#64

RE: Zwei Gesichter

in Betroffenen-Literatur 27.06.2015 15:24
von Schneepferdchen (gelöscht)
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Wie kommst Du denn selbst damit klar? Und jeder Mensch hat doch mehrere Seiten. Oder wie meinst Du das?


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#65

RE: Zwei Gesichter

in Betroffenen-Literatur 28.06.2015 17:47
von Quietschi | 930 Beiträge | 1907 Punkte
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@Schneepferdchen: Na, ich denke, MDark spricht hier von der Licht - und Schattenseite, die ein Mensch für ihn hat. Ich persönlich finde ja ich bestehe aus mehr als Schwarz und weiß. Aber Grautöne muss man erst finden. ;-)


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#66

RE: Zwei Gesichter

in Betroffenen-Literatur 28.06.2015 18:56
von Hirnsehprogramm | 1.300 Beiträge | 2657 Punkte
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Naja, das Problem ist dann da, wenn diese Seiten sich zu unabhängig voneinander zeigen können. Ich kenne das Problem auf andere Art und Weise, aber nicht vom Verhalten her, sondern mit der Ausprägung im Denken. Dabei zeigen sich solche Pole bei mir oft gleichzeitig, und ich komme mir dann vor als würde ich in der Mitte stehen und arg den Überblick verlieren, und mich mit weder- noch identifizieren können. Dann muss ich erstmal einen Gang zurückschalten.


Das Leben ist schon echt hart. Es gönnt einem scheinbar von Konzept aus nie die Sahneschnittchen, sondern scheint einen nur erziehen zu wollen, sich stets mit dem, was man nun mal hat, zufrieden zu geben - oder drunter zu leiden, wenn man unzufrieden damit ist.
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#67

RE: Zwei Gesichter

in Betroffenen-Literatur 28.06.2015 23:05
von MDark (gelöscht)
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Hallo HSP,
das von dir beschrieben kenne ich auch - eben wie zwei Welten.
Ich erkenne immer wieder mal diese beiden Ausprägungen ebsonders, aber erst im Nachhinein.. Es handelt sich dabei dann um unterschiedliche Denk- und Gefühlsmuster... und wenn ich dann mal in der Mitte stehe, wiß ich nicht wo mir der Kopf steht - als ob sie sich streiten würden.
Bisher versuche ich diese beiden Seiten wieder "kontrolliert" auszuleben, weil unterdrücken ist Mist. Das gestaltet sich aber schwieriger, als ich angenommen hatte, weil diese beiden Extreme sich gerne mal verselbstständigen. In dem Sinne, dass diese schleichend reinkommen und ich es dann lebe. Bisher ist es auch nicht weiter schlimm, aber es nervt irgendwie keine sinnhafte Verknüpfung zwischen beiden Seiten zu haben...
Als würde was entscheidendes fehlen.

Grüße,
MD


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#68

Selbstschau

in Betroffenen-Literatur 13.08.2015 15:36
von MDark (gelöscht)
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Wenn man nicht mehr anders kann, schaut man sich selbst an und bemerkt, was mit einem los ist...
Selbst in den schwierigsten Phasen meines Lebens, selbst in der Psychose selbst kam es mir immer so vor, als würde ich neben mir selbst stehen und mich beobachten. Als würden diese zwei Seiten spielen... einmal Klarheit, einmal Wirschheit... Kontrolle und Hingabe... Fantasie und Wirklichkeit.
Heute ist wieder mal ein ganz mieser Tag, den ich versuche irgendwie zu überstehen! Gestern fing es schon an und ich habe in dieser Zeit Dinge getan, die mir eht leid tun... oder habe nichts getan. Es ist wieder so, als würde ich innerlich schlafen, fast sterben. Ich weiß, diese Zeit geht wieder vorbei - aber so mies habe ich mich länger nicht mehr gefühlt. Gestern konnte ich kaum aufstehen, mein Kopf war einfach nur Brei und ich habe heute kaum noch klare Erinnerungen an den gestirgen Tag. Außer, dass ich spät Abends vor der Tür war und die kühle Abendluft genossen habe...

Grüße,
M


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#69

RE: Spiel des Lebens...

in Betroffenen-Literatur 13.08.2015 16:27
von Molly | 3.271 Beiträge | 16130 Punkte
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Kann es sein, dass Du das so siehst, weil Du manchmal anderen eine Person vorspielst die Du nicht bist? Oft kann und will man einfach nicht zeigen, wie man sich mit dieser Krankheit oder wenn es einem schlecht geht wirklich fühlt. Dann merkt man natürlich, dass man nicht wirklich die Person ist, die man vorgibt zu sein.


LG,
Molly

Mein Wahlspruch: Halte niemals mit einer Hand die Vergangenheit fest, denn du brauchst beide Hände für die Zukunft!
zuletzt bearbeitet 13.08.2015 16:29 | nach oben springen

#70

RE: Selbstschau

in Betroffenen-Literatur 13.08.2015 19:54
von Wolf (gelöscht)
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Hallo MDark,

wenn es einem gut geht, muss man das genießen. Wenn es einem schlecht geht, kann man zurückschauen, was man Positives erlebt hat.
Klar, klappt das nicht immer. Aber mit etwas Übung bekommt man das doch ganz gut hin.

Zu deiner Selbstbeobachtung mag ich sagen: wenn du das Gefühl hast, neben dir zu stehen, ist das nicht so gut. Besser ist es, auf Meinungen anderer zu hören. Denn man siht sich selbst oft viel zu verzerrt. Da sind wirklich außenstehende Meinungen viel aufschlussreicher, als die Selbstsicht. Natürlich hat man selten die Gelegenheit dazu. Aber man kann fast im jeden Gespräch Rückmeldungen bekommen. Selbstsicht - Fremdsicht

Da mache ich hier mal den Anfang:
- Du bist sehr umgänglich, das ist für mich sehr angenehm und da hast du gute soziale Eigenschaften
- Du stellst dich immer selbst in Frage, das ist gut, darf man aber nicht unendlich durchziehen, denn sonst nimmt man Schaden
- Du bist offen, das ist eine gute Voraussetzung, Probleme zu lösen
- Du bist nie hinterlistig, da hast du schon eine der wichtigsten, lebenswichtige soziale Eigenschaft

schau mal, ob du das für dich auch so sehen kannst!

Gruß vom Wolf


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#71

RE: Selbstschau

in Betroffenen-Literatur 13.08.2015 21:39
von MDark (gelöscht)
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@Molly
du hast Recht, ich zeige nicht viel von mir - denn meistens finden das Andere eher anstrengend.
Ich bemerke aber auch, dass ich einen Schutzschild aufgebaut habe, denn ich gerne durchlässiger machen würde... nicht so leicht, da muss ich über Gefühle sprechen und das ist etwas schwieriger.

@Wolf
Danke für deine Einschätzung!
Ich danke dir wirklich, doch bin ich mir auch meiner positiven Eigenschaften bewusst und bekomme auch positives Feedback. Ich sagte mal zu einem Freund, der mir an die Kehle griff: "Du würdest mich nie schlagen, weil du mich kennst!" und er stimmte mir absolut zu. Wer mich kennt, weiß, dass es mir vertrauen kann... Weil ich selber gerne vertraue. Dennoch habe ich Probleme mein Vertrauen zu 100% bei jemandem aufgehoben zu wissen. Ich liebe diese Menschen also nicht aufrichtig. Denn aufrichtige Liebe hat dieses Vertrauen, was die "standarisierte" Form eben nicht hat. Aufrichtige Liebe braucht Gegenseitigkeit, sonst funktioniert es einfach nicht.
Und seit meine letzte 100%-Erfahrung diesbezüglich endete, ist mein Panzer noch dicker geworden - allein auch schon durch die Psychose.

Ich stelle alles in Frage, außer es entzieht sich meiner Kontrolle oder meiner Wahrnehmung...
Ja, sehr offen sogar - was auh sehr verletzlich macht.
Hinterlistig? Nein, ehrlich aber. Ich wollte nie ein guter Mensch sein, doch wird mir das oft gesagt.
Ich habe Anteile, die haben manipulativ manches drauf und dadurch immer Hintergedanken etwas bestimmtes zu erreichen... Aber das nutze ich nicht bei Menschen die ich mag. Solang keine persönliche Beziehung aufgebaut ist, kann es schon vorkommen... oder wenn jemand außerhalb meiner Toleranz-Grenze rumtanzt.

Wenn ich mich beobachte, ist es innerlich - als würde ich aus zwei Perspektiven gleichzeitig blicken...
Oder ist das einfach nur die Spaltung von Gedanken und Gefühlen?

Grüße,
MD


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#72

RE: Selbstschau

in Betroffenen-Literatur 13.08.2015 21:57
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Hallo MDark!

Gerade wir mit unserer Erkrankung sind oft sehr abhängig von anderen. Das macht es uns schwer, wirklich wir selbst zu sein, denn davon wie sie uns einschätzen und dann weiter Umgang mit uns haben oder je nach dem auch nicht, hängt oft unsere Lebensqualität ab. Keiner will völlig alleingelassen sein!

Letzthin habe ich zufällig einen Cartoon gesehen, wo Charlie Brown neben Snoopy auf einer Bootsbrücke sitzt. Charlie fragt Snoopy: "Wann weiß ich, ob ich jemandem wirklich zu 100 % vertrauen kann?" und Snoopy antwortet: "Wenn er bellt oder miaut!"

Das sagt aus, dass man Menschen eben nie zu 100% vertrauen kann. Weil wir wissen wie wir selbst innendrin sind, wissen wir auch, wie andere eventuell mal sein können. Aus diesem Grund sprechen wir auch nicht gerne über Gefühle, denn diese könnten von anderen verletzt werden. Man muss lernen, Menschen richtig einschätzen zu können. Manchmal hilft einem das weiter. Dann findet man vielleicht auch mal jemandem, dem man Gefühle anvertrauen kann. Vielleicht sollten wir aber auch drüber stehen, wenn einem mal jemand eine negative Rückmeldung gibt, denn das sagt ja eigentlich nur aus, dass wir an uns arbeiten sollten oder dass der andere eine Einstellung hat, die nicht mit unserer kompatibel ist. Aber wie gesagt: In unserer Situation sind Freunde so dünn gesät, dass es normalerweise viel zu schwer fällt so was durch zu viel Ehrlichkeit in Frage zu stellen.

LG,


LG,
Molly

Mein Wahlspruch: Halte niemals mit einer Hand die Vergangenheit fest, denn du brauchst beide Hände für die Zukunft!
zuletzt bearbeitet 13.08.2015 22:01 | nach oben springen

#73

RE: Selbstschau

in Betroffenen-Literatur 14.08.2015 15:34
von Wolf (gelöscht)
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Hallo MDark,

danke für deine Erklärung!

ich gehe natürlich immer von mir aus, wo das Selbstbewußtsein öfter mal zusammenklappt. Daher denke ich, dass muss bei allen umgänglichen Menschen sein. Daher habe ich das: nebensichstehen vielleicht falsch bewertet. Macht aber nichts, auf diese Art kommen wir zu wichtigen Themen.

Ja, Vertrauen: Wenn man sich öffnet wird man angreifbar. Daher ist blindes Vetrauen natürlich falsch. Kritisches Vertrauen finde ich aber gut. Und das ist, so glaube ich, normal. Wir sind halt nicht mehr wie wohlbehütete Kinder, die blind vertrauen können.

Alles in Frage stellen ist aus meiner Sicht erstmal gut. Das tue ich auch. Bleibt die Frage, bis wie weit das gesund ist. Das meine ich für ich für mich einschätzen zu können. Wie ausgeprägt das bei dir ist, weiß ich nicht. Ich selbst komme immer wieder bei meinem Gedanken an, dass ich nicht oberflächlich bin, aber trotzdem nicht alles in Frage stellen muss.

Es ist, so weit mir bekannt, die Eigenart pubertärer Kinder, die alles in Frage stellen. Die werden dann unausstehlich. Das bist du aber nicht. Daher weiß ich nicht, warum du davon keine Ruhe bekommst.

Mit den zwei Perspektiven... Da kann ich nichts dazu sagen, weil mir da die eigenen Erfahrungen fehlen. Bleibt zu hoffen, das du eine Lösung dafür findest.

Gruß vom Wolf


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#74

RE: Selbstschau

in Betroffenen-Literatur 16.08.2015 01:41
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Hallo @Wolf
Weil es Referenz-Punkte im eigenen Leben geht. Obwohl ich nicht der Älteste bin, habe ich schon reichlich erfahren... Wie einige Andere auch. Ich bin mir dessen nicht immer bewusst, was dann eben bestimmte Faktoren meines Lebens unbewusst durchleuchtet. Ist ein solcher Prozess mal durch, klärt es sich auch ins Bewusste. Also sind diese Prozesse nicht immer klar und deutlich für mich.
Manchmal kann ich es selber kaum glauben, wie viele Überschneidungen es zwischen den Menschen gibt.
Zeit und Ort sind dann exakte Koordinaten und es fühlt sich so an, als würden auch immer wieder Gefühle aus dieser Zeit mit hochkommen. Mal gute, mal schlechte. Das kennt aber eigenltich jeder.
Es stört mich die Selbstwahrnehmung, weil dieses berühmte "Feuer" einfach fehlt.

Das mit den zwei Perspektiven habe ich intensiv auch während der Psychose wahrgenommen. Als sei der Körper in der Mitte zerteilt und unterschiedlich befüllt gewesen. Jetzt ist es bei Selbstschau nur noch ein Kern, der dann mal gespalten ist.

Manchmal würd ich gerne alles aufmalen, was ich damals wahrgenommen habe und wie ich es heute noch tue..

Grüße
MD


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#75

Ausgebrannte Asche...

in Betroffenen-Literatur 08.09.2015 23:14
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Ausgebrannt...
Nur noch die Asche ist vor mir, hinter mir, um mich herum. Es brannte in mir ein Feuer, welches schon seit Klein auf loderte. Es brannte und gab mir immer die Kraft der Freude, die Kraft einen Erfolg zu erzielen, Kraft, die Kraft zu haben auch den eigenen Weg zu gehen. Es brannte irgendwann einmal sehr heftig und unkontrolliert... Es verbrannte mich selbst...

Zigarette...

Weltreligionen, Astronomie, zwei Bücher von Schiller, das Kamasutra, Bücher über Gärten, eine englischsprachigen Version von Alice im Wunderland, Herr der Ringe, Warum Katzen malen, Architektur, ein altes Schulkochbuch, verschiedene Philosophien - hauptsächlich asiatisch und mehrere Ordner verschiedener Epochen meines Lebens und Ideen... Kaum was davon habe ich je wirklich ernsthaft gelesen... Ich hatte den Kopf immer mit anderen Sachen voll. Phasenweise mit Worten, mit denen ich gespielt habe und Geschichten erzählte.

Inhalation...

Ich fange an den Geschmack der Hass-Liebe zu kosten... immer mehr. Wie kann sich dieser Mensch nur erlauben sich ein Urteil über mich zu bilden, obohl dieser meine Geschichte nicht kennt? Was für ein Idiot! Aber ich mag ihn, auch wenn er reichlich Scheiße erzählt. Er ist einer der Wenigen, aber er repräsentiert nur noch einen alten Lebensabschnitt von mir... eigenltich ist es nicht mehr.
Was ist so toll daran, sich über andere Menschen ein Bild zu machen, ohne diesen jemals wirklich zugehört zu haben? Ich kann nur sagen, dass es sich dabei um Idioten handelt, die mit sich selber unzufrieden sind und ihre Selbstzweifel auf Andere projiziren...

Glut ausdrücken...



Laute Musik... und ein wenig Alkohol...
Schon so oft wurde ich falsch eingeschätzt und ich hasse es... Es sind so viele, die meinen was zu sagen zu haben oder hinterm Rücken über einen reden. Ja, ja... "Wer im Garten Anderer arbeitet, sollte erst im eigenen Garten arbeiten!" das ist mir klar und ich spreche das alles aus, weil ich anders handle. Was ist so schwer daran die Menschen einfach zu akzeptieren? Was ist so schwer daran die Schwere des Herzens zu erkennen? Ja, klar, vielleicht sagen einige: "mir geht es doch gut." - aber was, was verdammt ist hinter der Maske? Die selbe Leere, der selbe Schmerz, das selbe Mitgefühl... die selbe Trauer...
Ich gehe davon aus, dass jene, die sagen: "mir geht es doch gut." und das bei all den Geschichten und dem Leben hier auf der Erde, dass jene Menschen sich selbst eiskalt belügen und es nicht einmal sehen, weil sie denken ihre Makse wäre real. Dabei ist es doch ganz einfach einen Menschen zu demaskieren.
Ich belüge niemanden, wenn ich ihn schlecht behandle... Ich mache damit nur deutlich, was ich fühle in diesem Moment. Manchmal habe ich dann Gewissensbisse, weil es nicht gerechtfertigt ist - aber meistens interessiert es mich einen Scheiß, weil es mir einfach nur auf den Keks geht, was diese Person dann abzieht.

Atmen...

"Übe dich in Achtsamkeit!"
Ich war verbrannt und sah nur noch die Asche und die Bruchstücke und Trümmer nach diesem Vulkanausbruch. Ich musste mich und mein Leben neu ordnen. Mittlerweile schreibe ich Pläne in Tabellen und Projektbeschreibungen, um meine Gedanken besser ordnen zu können. Ich will doch nur das machen, was mir Spaß macht... und das, ja verdammt, das ich verdammt viel... Was interessiert mich das Geschehen auf diesem Planeten? Das meiste davon ist nur Ablenkung und es blockiert mich einfach, wenn ich nur Überschriften mancher Geschichten lese... Es reicht mir völlig... Ich brauchte noch nie wirklich viele Informationen, um die Zusammenhänge zu verstehen...
Dennoch meinen die meisten mich zutexten zu müssen, mit Geschichten die simpelster Lösungen bedürfen... Aber warum sollten sich die Menschen je ändern wollen? Das Bekannte gibt ihnen ja auch Sicherheit, Gebrogenheit... Fassade, alles brüchige Fassade, hinter der das Haus schon fast zusammenbricht und nur noch durch die andauernden und gleichen Gedanken aufrecht erhalten wird.

Stille...

"and the Scars remind us, that the past is real..!"
Ein Bekannter, auf dem Weg zum Freund, hat bei einem meiner Bilder weinen müssen. Ich verstehe bis heute nicht mit Sicherheit warum. Ich vermute, weil er sich selber darin wiederentdeckt hat und ergriffen davon, wie schnell und tief man in Menschen Einblick haben kann... "Das betrifft ja eigenltich jeden!" sagte er zu mir, als er sich das angesehen und durchgelesen hat.
Ich sehe es so... Kleingeister... Begrenzt durch die eigenen Ängste und im Horizont so beengt durch die Einfachheit des Seins, dessen sie schon überfordert sind. Kleingeister die, in meinen Augen, nicht viel vom Leben verstehen... Auch wenn es tolle Menschen sind, ich arbeite auch mit diesen Menschen... subtil... ohne, dass diese es bewusst mitbekommen... es sei denn, ich spreche es auch direkt aus. Um Veränerdung bewirken zu können, muss man erstmal wissen, wo sich jemand befindet...
Bringt nichts ein Rettungsteam in die Wüste zu schicken, wenn jemand gerade im Pazifik ertrinkt...

Letzter Schluck aus dem Glas...
Nachfüllen...
Zigarette...

Ich habe schon vieles gesehen... gehört... gespürt...
Andere haben sicher mehr erfahren... gesehen... gehört... gespürt... Aber was machen die Menschen daraus? Ich weiß es nicht... Ich weiß so vieles nicht... Letztens wurde ich gefragt, ob ich Erfahrungen bezüglich Erleuchtung gemacht hätte - ich sagte, dass ich mich sicher nicht so weit aus dem Fenster lehne... Dabei verschweige ich, dass ich der Ansicht bin, dass jeder Mensch schon längst erleuchtet ist... Man brauch tnicht suchen, weil es nichts zu finden gibt. Das Einzige, was man entdeckt ist Leere... grenzenlose Leere und Stille, die kaum auszuhalten ist. Alles Andere sind nur Gefühle, Gedanken, Wahrnehmungen der Sinne... Es bleibt nur Leere.

Laute Musik...

"Avalokiteshvara" - Ein Nickname in einem Forum. Eine Sicht aus dem Buddhismus... Der Buddha des universellen Mitgefühls.
Übersetzt: "Der Herr, der die Welt betrachtet." oder "Der die Stimmen der Welt vernimmt." - Eine sehr interessante Vorstellung.

Letzter Schluck aus dem Glas...
Bitter... Falscher Alkohol... schmeckt nicht so gut...

Darauf brauch ich erstmal eine Zigarette...

Grüße,
Manuel


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