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#46

RE: Arschloch...

in Betroffenen-Literatur 28.05.2015 00:22
von Schneepferdchen (gelöscht)
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Ja, natürlich Jela. Es ist dann kein Spiel mehr. Zumindest nicht für diese Frau. Hm, tja. Das bedeutet dann also doch: A.........

Danke, daß Du mir da den Kopf wieder gerade gerückt hast.

LG
Schneepferdchen


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#47

RE: Arschloch...

in Betroffenen-Literatur 28.05.2015 17:11
von MDark (gelöscht)
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Genau das meine ich und darüber mache ich mir halt so meine Gedanken.
Ich meine, es ist irgendwie zu einfach... ich habe kein Problem Menschen dahingehend zu manipulieren, dass ein Gespräch in eine bestimmte Richtung geht, aber diese Situation ist einfach eine Stufe krasser. Ich kann auch sie manipulieren, wie ich es will... habe es bisher aber auch nicht gemacht. Habe sogar gefragt, ob es in Ordnung ist und was sie will, bin auf sei eingegangen.

Besser machts das aber bestimmt nicht.

Selbstverliebtes, schizophrenes Arschloch mit Hang zum Perfektionismus, dem ich nicht gerecht werden kann...

Grüße,
MD


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#48

RE: Arschloch...

in Betroffenen-Literatur 28.05.2015 19:19
von Quietschi | 930 Beiträge | 1901 Punkte
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@MDark: Naja, was soll sie denn auch machen? Klassische Situation würde ich sagen: sie steht auf ihn, erhofft sich insgeheim mehr. Er will nur ne F - Beziehung mit ihr und sagt ihr das. = Trotzdem erhofft sie sich insgeheim, dass du vielleicht deine Meinung irgendwann änderst, weil durch die Sexbeziehung ja auch ein Gefühl von Vertrautheit transportiert wird. Für sie ist es vielleicht einfacher, wenigstens eine Sexbeziehung mit dir zu haben, als gar keine Beziehung. Schon dutzend Mal aus Frauenwarte so geschildert bekommen. Und wenn! dem so sein sollte, nutzt du doch aus, dass sie in dich verknallt ist. Schon allein da liegt doch das Ungleichgewicht. Ihr wollt nicht beide dasselbe, denn ihre Beweggründe sind andere als deine. Wollte ich nur, auch wenn es mich - ich weiß - überhaupt nix angeht, nur mal zu bedenken geben.
Liebe Grüße,
Quietschi


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#49

RE: Arschloch...

in Betroffenen-Literatur 28.05.2015 19:21
von MDark (gelöscht)
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Hallo @Quietschi
genau das sind auch meine Gedanken, wenn ich drüber nachdenke. Fühle mich zwar nicht besonders gut damit, aber auch nicht besonders schlecht. Das Problem erkenne ich schon deutlich. Aber danke für deine Schilderung.

MD


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#50

RE: Arschloch...

in Betroffenen-Literatur 28.05.2015 19:24
von Quietschi | 930 Beiträge | 1901 Punkte
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Bitte.


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#51

Neben dem Ton.

in Betroffenen-Literatur 28.05.2015 22:17
von MDark (gelöscht)
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Zitat: "...Höhen leicht daneben, denn wir sind Tiefen gewöhnt!"
Ich bin es nicht gewohnt, wenn es längere Zeit gut läuft. Ich komme mir dann selber irgendwie fehl am Platz vor, als ob ich nicht in diese Welt des Glücks gehöre. Als ich das letzte Mal verliebt war, habe ich Sachen geschrieben und gesagt, die völlig schnulzig und nur so vor Schmalz triefend und mit Handschuhen zu lesen oder mit Ohrschützern zu hören waren. Ich habe sogar hier im Ort überall Rosen geklaut und entweder verschenkt oder für zu Hause in die Vase gestellt. Wenn ich glücklich bin, bin ich überheblich, eingebildet und völlig aalglatt, wie Teflon, nichts bleibt haften. Das ist aber auch die Zeit, in der ich mit Leichtigkeit lernen kann und mir Sachen besser behalte. Klar, stimmen die Gefühle, stimmt der Kopf.

Ich lerne auch gut singen zu können. Zwar singe ich nur Lieder mit, aber ich habe auch vor mindestens einen Song selber zu singen... Mit Gitarre begleitet reicht völlig. Mal sehen.



Gewohnheit...
Was spricht dagegen, einfach mal glücklich zu sein, oder zumindest einen Teil vom Glück mit sich zu nehmen? Oft schon habe ich mich gefragt, warum ich dieses Stück vom Glück nicht aushalte, mich selber immer wieder zum Außenseiter mache, mich selber manipuliere und dadurch so manches schon kaputt gegangen ist. Mag ich mich selber so wenig? Vermutlich... Eigentlich hasse ich mich. Aus dem Grund will ich auch perfektionistische Arbeit abliefern, aber nicht nur durch Übung, sondern mit Talent, was ich nicht unbedingt habe. Ich kann vieles, aber nichts davon so gut, wie ich es gerne könnte. Mir fehlt die Geduld der Übung, brauche Anleitung und Zielsetzungen von Außen, damit ich auch weiter lerne, was mich interessiert... Aber das ist einfach sehr teuer, also lasse ich es gleich.
Ein befreundeter Künstler hat mal zu mir gesagt, ich sei ein junges Talent, was gefördert gehört. Mit diesem Künstler gehe ich auch, so oft es eben möglich ist, zum Aktzeichnen. Das macht Spaß ohne Ende und ist echt angenehme Stimmung da mit den Leuten.

Schreiben...
Worte sind wie Farben... "Isn't it beautiful, the way we fall apart..?"

MD


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#52

Yin & Yang

in Betroffenen-Literatur 31.05.2015 23:20
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Worte, Worte, Sahnetorte!
Einfach loslegen und sehen, was so kommt... Immer wieder gerate ich an den Punkt, an dem ich nur noch Fragen stelle. Solche Sachen wie zB. "Kennt noch jemand diese zwei Extreme, diese zwei Seiten, die in einem zu kämpfen scheinen?" - Ich spreche da nicht etwa von "Engelchen & Teufelchen", die einem mietfrei auf den Schultern sitzend ständig eine Frikadelle ans Ohr labern... Ich meine da wirklich zwei ganze Welten, zwei Weltbilder, zwei Ansichten, Standpunkte, Denkweisen.. Kennt das jemand von euch?
Wenn ich sage, es sind zwei Weltbilder, dann meine ich das auch... Zum einen ist es das, was wohl jeder in seinem Leben kennenlernt und gelernt hat. Ich sage mal der erste "Hauptstrom" des Flusses des Lebens. Hauptsächlich das Weltbild der westlichen Welt, mit all seinen Facetten und Strukturen, Mustern und Geshichten. Zum anderen ein völlig anderes Weltbild, mit ganz anderer historischer Geschichte, mit Ansichten über verschiedenste Vorstellungen - eben ein zweiter "Hauptstrom" vom Fluß des Lebens.
Beide Seiten haben auch unterschiedliche Gefühle und Gedanken, teilweise kämpfen diese Seiten miteinander, stehen sich gegenüber und ich... ich stehe in der Mitte und versuche zu schlichten, Verbindungen, Gemeinsames zu finden. Es sind zwei Realitäten der Wirklichkeit, die auf diesem Planeten vorherrschen und dazwischen sehe ich das gesamte Spektrum, die Facetten des Lebens hier auf Erden.

So kann ich von ein und dem selben Thema, zwei völlig widersprüchliche Ansichten haben.
Besonders wenn Gefühle mit einspielen, sind diese Seiten sehr mächtig... Meine Gedanken kreisen dann nicht einfach, sondern spielen Ping-Pong. Deswegen befasse ich mich nicht mehr so sehr mit den Dingen, wie ich es früher gerne getan habe. Es spielt sich einfach viel zu viel in mir ab. Dabei kann ich diese beiden Seiten sehr gut verstehen, dessen Standpunkte, dessen Ansichten, das jeweilige Weltbild... Es scheint zu einfach zu sein. Aber eines verstehe ich daran nicht - wenn es meine Gedanken sind, woher kommen diese zwei Extreme? Diese beiden Weltbilder? Diese zwei gegensätzlichen Charaktere?

Es ist nicht so, dass ich das nicht kenne, es neu ist oder so... ich kenne das schon mein Leben lang. Aber immer wenn ich versuche es bei Anderen zu finden, stoße ich auf Granit... oder Diamant... Es ist mir bisher nur sehr, sehr selten vorgekommen, dass jemand auch diese Extreme kennt. Gerade mal drei Menschen in 26 Jahen... Was ich nicht grad viel nenne. Leider habe ich keinen Kontakt zu diesen Menschen, wobei ich zu mindestens zweien wieder Kontakt aufbauen kann und werde.

Wie auch immer, vermutlich kennt fast jeder diese zwei Seiten in sich selbst, der ein wenig in sich schaut... Nur empfinde ich es eben als sehr extrem. Kennt sowas einer von euch?

MD


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#53

RE: Spiel des Lebens...

in Betroffenen-Literatur 01.06.2015 00:15
von runnhide (gelöscht)
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Oh gott. Der scheinpupertäre, sich selbst inszenierende, emotionalistische Schwulst geht wieder los. Diesmal wenigstens etwas rationaler. Ich kenne das, was du schilderst und worauf du antworten haben willst, aber. Es nennt sich Ambivalenz.


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#54

RE: Spiel des Lebens...

in Betroffenen-Literatur 01.06.2015 03:02
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Ich kann nicht schlafen. Deswegen mal eine etwas längere Antwort.

Sind denn diese zwei Seiten in all ihrer jeweiligen Vielfalt und Gegensätzlichkeit personifiziert? Beziehen sie sich auf Sichtweisen von anderen Menschen?

Oder ist es mehr ausschließlich intern und von dir kommend? Also im Sinne von zwei gegensätzlichen Sichtweisen auf die Welt oder auf etwas Bestimmtes?

Ersteres ist jedenfalls manchmal meine Weise zu denken gewesen. Ich sehe halt, dass unterschiedlichste Werte- oder Normen zweier Menschen aufeinanderkrachen (Diskussion, Streit, Diskurs) und ein Konsens niemals richtig zu Stande kommt. Beim automatischen Hinterfragen, warum das so war (speziell auf dieses oder jene Thema bezogen), switche ich dann gedanklich (also im Denkprozess) zwischen diesen beiden Sichtweisen hin und her, um die unvereinbaren Unterschiedlichkeiten zu orten, respektive für mich selbst aufzuklären. Das kann aber zwei völlig variable Erfahrungsweisen mit einbeziehen. Ich halte so einen Denkprozess für normal. Jedenfalls richtet sich das sicher nach Frequenz und Intensität des Prozederes. Zugeben muss ich, dass ich mich öfters in meinem Leben als ungewöhnlich durchcheckend oder analysierend erfahren habe.

Ich kann deinem Schrieb in seiner Essenz nicht ganz folgen. Es hört sich als einer Art Zerfall eines zusammenhängenden Denkens über allgemeine Sichtweisen über Gott oder die Welt an. Also im Prinzip sind es zwei multiple und "große" Sichtweisen, welche du als gegensätzlich im Denken erlebst und sie dann zu fusionieren versuchst?

Ich persönlich kenne nur, dass man insgesamt einer doch schon kohärenten Linie treu ist, was einer Einstellung zur Welt angeht. Ich meine, dass jeder Mensch auch zu einem Großteil unbewusst eine bestimmte Linie für sich anpeilt. Das richtet sich nach dem jeweiligen Naturell, sowie den gemachten Erfahrungen. Was da eine Inkohärenz auslösen kann, ist natürlich eine Schizophrenie/Schizoidie, denn ambivalente Gedanken, Gefühle oder Bewertungen sind durchaus ein Symptom. Ich will aber mitnichten herumpathologisieren, ja eben da sich sowas nach noch anderen Gesichtspunkten richtet. Schließlich ist es normal, wenn man vergleicht. Allerdings kenne ich Vermittlungsversuche zwischen zwei Seiten, die ausschließlich von mir selbst gedacht wurden, so nicht. Klar, manchmal fragt man sich, ob man seine Sichtweise auf etwas nicht eher ändern sollte, weil man z.B. berechtigten Zweifel daran hat oder man mit einer ausgefeilten Kritik von wem zu dieser konfrontiert wurde. Klingt in der von dir geschilderten Form aber etwas frightening.


zuletzt bearbeitet 01.06.2015 03:19 | nach oben springen

#55

RE: Yin & Yang

in Betroffenen-Literatur 01.06.2015 03:29
von runnhide (gelöscht)
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Zitat von MDark im Beitrag #52
Worte, Worte, Sahnetorte!


Restringierter Code? Ich mag solche günstigen rhetorischen Mittel nicht so, denn sie haben immer etwas Lapidares an sich. So von wegen "Jau, hört sich das ausgefeilt an". Meistens resultiert die Anwendung solcher Sätze mehr in unterschwelliger, bisweilen verlogener Suggestion von "Coolness" als in einer wahren, sachlich richtigen und formal sauberen Aussage. Pardon, das musste nach all den Jahren mal heraus. Hauste rein!


zuletzt bearbeitet 01.06.2015 03:32 | nach oben springen

#56

RE: Yin & Yang

in Betroffenen-Literatur 01.06.2015 13:24
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Hallo MDark.
Nein, das kenne ich nur bedingt. Meistens bin ich mir mit mir einig, wenn ich das Für und wieder abwäge, oder Ansichten zu einer Sache habe. Es gibt aber da auch durchaus Ausnahmen. Manchmal ringe ich auch mit mir. Aber das ist vermutlich nicht das, was du beschreibst.
Vielleicht tust du dich einfach schwer mit Entscheidungen, wenn du die Dinge einander gegenüber stellst.
Grüße,
Quietschi


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#57

RE: Yin & Yang

in Betroffenen-Literatur 01.06.2015 22:59
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Hallo auch :)

Zitat von runnhide im Beitrag #55
Restringierter Code?

definitiv nicht - auch wenn ich nicht der gebildetste bin
Das ist aus der Leere entstanden, die vorherrschte, bevor ich das eigentliche Thema schrieb.

Zitat von runnhide im Beitrag #54
Sind denn diese zwei Seiten in all ihrer jeweiligen Vielfalt und Gegensätzlichkeit personifiziert?

Selten. Die Facetten dazwischen bekommen, bei genauerem Hinsehen manchmal Kontur, Gesicht und Charakter, aber diese beiden Seiten sind nicht personifiziert.

Zitat von runnhide im Beitrag #54
Also im Sinne von zwei gegensätzlichen Sichtweisen auf die Welt oder auf etwas Bestimmtes?

Beides.
Ich kenne es zwar auch aus psychotischen Schüben, dass es sehr gegensätzlich sein kann, was da abläuft ... und auch die Gefühle zu einem Thema sehr widersprüchlich sein können. Aber wie schon erwähnt, kenne ich das schon mein ganzes Leben lang und es ist anders als bei der Schizophrenie.

Zitat von runnhide im Beitrag #54
Beziehen sie sich auf Sichtweisen von anderen Menschen?

Nicht nur. Auch mein eigenes Weltbild/ eigene Weltbilder sind davon betroffen.

Zitat von runnhide im Beitrag #54
Ich persönlich kenne nur, dass man insgesamt einer doch schon kohärenten Linie treu ist, was einer Einstellung zur Welt angeht.

Naja, das spielt sich bei mir weniger im Kopf ab, sondern eher im direkten Handeln. Da bleibe ich meiner Linie schon treu. Aber im Denken und Fühlen ist das anders. Wenn ich mir die Zeit dazu nehme, zu denken und zu fühlen und wirklich hinsehe, dann beobachte ich diese widersprüchlichen Ansichten/Weltbilder/etc... Im Handeln selbst, in einer konkreten Situation bin ich eigenltich recht klar.

Zitat von runnhide im Beitrag #54
Also im Prinzip sind es zwei multiple und "große" Sichtweisen, welche du als gegensätzlich im Denken erlebst und sie dann zu fusionieren versuchst?

Genau - irgendwo muss eine Schnittmenge sein. Diese beiden Seiten überschneiden sich auch nicht grad selten, aber öfter sind sie total weit voneinander distanziert oder kollidieren mir ach und krach.

Grüße,
MD


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#58

Patronenhülse...

in Betroffenen-Literatur 06.06.2015 15:41
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Wie eine Kugel, schoss es mir durch den Kopf. Mit verheerenden Folgen.
Ich hatte erstmal wirklich das Gefühl zu bluten. Es zersprengte, was eins meine Welt gewesen ist.
Meine Welt bestand aus zwei Seiten. Mit steigendem Alter, distanzierten sich diese immer mehr voneinander.
Dann kam der Crash und diese beiden Welten zerbrachen in millionen Splitter. Was blieb ist die Farbe, durchtränkt von meinem eigenen Blut. Kein Schnitt an meinem Körper konnte damit verglichen werden, es war nur oberflächlich. Doch diese Kugel durchdrang mein Innerstes und ließ mich das erste Mal in meinem Leben wirklich bluten... Mein Herz tropfte. Worte wurden zu Granatsplittern in meinem Mund. Klänge waren wie eine Abrissbirne, die meinen Kopf immer wieder in andere Welten schickte. Selbst sie berührung einer Feder war schmerzhaft wie tausend Nadeln... Ich war nackt... verletzt... gehetzt durch Raum und Zeit.
Nur noch die Patronenhülse erinnert an diese Tat.

Ich treibe in meinen Gedanken umher, mal mehr, mal weniger.
Ich bin schon froh, wenn in meinem Kopf wieder reichlich Gedanken umherschwirren. Es ist einfach mittlerweile so, dass ich nicht mehr aktiv über die Sachen nachdenke. Es kommt mir vor wie ein völlig passives Verarbeiten und wenn es soweit ist, dann spreche ich auch wieder drüber.

Gestern stand der Abend zum Thema "Synesthesie", ich denke, das kennt jeder auf irgendeine Weise. Richtige Synesthetiker sehen oder Schmecken wirklich so, als wäre es absolut real, wenn sie zB Klänge hören. Aber die meisten kennen es wohl in einer schwächeren Form. Ich sehe in Texten bzw. Geschriebenem generell, immer Farben, Formen oder auch Bilder. Zwar nicht so schön intensiv, wie ein richtiger Synesthetiker, aber habe auch gelesen, man kann sowas trainieren.
Jedenfalls braucht man als richtiger Synesthetiker sicher keine Drogen mehr, da reicht Musik völlig :)
Wäre echt klasse, wenn man das bis zu dieser Intensität trainieren könnte...

Grüße,
MD


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#59

Soundtrack

in Betroffenen-Literatur 07.06.2015 02:43
von MDark (gelöscht)
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Zu Beginn:


Wie wäre die Welt, wenn es ab und zu, wie im Film, einen Soundtrack gäbe?
Manchmal, wenn ich spaziren gehe, oder auf dem Nach-Hause-Weg Musik laufen lasse, habe ich eine leise Ahnung davon. Ich konsumiere Musik nicht einfach, zB dauerhaft mit Kopfhörern oder übers Handy. Viele machen das ja und bekommen kaum mehr was von ihrer Umwelt mit, was echt schade ist. Bei einigen elektronischen Liedern stelle ich mir einen Helikopterflug durch eine Großstadt vor, bei Nacht, zwischen die Hochhäuser. Je nach Passage sehe ich auf die Straßen und sehe die Autos durch die Straßen fahren. Oder aber betrachte die Häuser und die Lichter in den Fenstern. Aber manchmal sehe ich dann auch in die Sterne. Das mache ich gerne beim nächtlichen Spaziergang oder wenn ich von einem Freund auf dem Rückweg bin. Das ist schon irgendwie ein besonderes Gefühl, wenn die Musik auch noch die Stimmung unterstreicht, die der Moment auslöst.

Pause...


Manchmal ist es aber auch umgekehrt, die Musik lenkt die Stimmung. Dann fange ich an intensiver nachzudenken, was mich beschäftigt. Bisher zieht mich nur sehr wenig wirklich so weit weg, dass ich nicht mehr rauskomme und eine Weile festhänge. Während der Psychose war das anders, viel intensiver und deutlich dadurch bestimmt, was ich an Musik gehört habe. Aus diesem Grund habe ich zu der Zeit auch keine Musik gehört... Und wenn, dann war ich gleich in einer ganz anderen Welt gefesselt, bis das nächste Lied kam oder ich aus gemacht habe.
Wenn ich bei uns an der Ruhr entlang laufe, dann sind es eher leichte Töne oder Gitarrenmusik, die den Moment gut unterstreichen kann. Dann aber auch keine lauten Gitarren. Laute Gitarren sind eher für aktive Momente gut geeignet.

Ich könnte noch so einiges aufzählen, hätte schon fast einen eigenen Thread verdient.

Grüße,
MD


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#60

Depri-Tag

in Betroffenen-Literatur 10.06.2015 18:38
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Heute ist wieder einer dieser Tage, an denen es nicht so dolle ist. Ich mache mir seit ein paar Tagen Gedanken drüber, was die Schizophrenie eigenltich für einen Platz in meinem Leben hat. Bisher habe ich es eher bei Seite geschoben und versucht wieder "normal" im Leben klar zu kommen. Aber immer wieder stelle ich fest, dass es da eben Hindernisse gibt.
Eigenltich hat die Schizophrenie keinen großen Stellenwert gehabt, bis vor ein paar Tagen. Und gestern erst habe ich mir "Hirngespinster" angsehen, was mich weiter zum Grübeln bringt. Bisher weiß ich, dass ich keine Kinder will, da eine Chance besteht, dass auch diese Schizophrenie bekommen können... wenn auch sehr geringe Chancen. Außerdem passt ein Kind eh nicht in meine derzeitige Welt, ich wäre vermutlich mehr als überfordert mit der Situation und würde in die nächste Psychose rutschen. Wenn überhaupt, dann mit einer Frau, die auch damit klarkommen würde... Und das ist nicht so leicht, aber wenigstens habe ich noch Zeit zu finden.

Heute gab es auch ein Gespräch mit einem der Angestellten der Tagesstätte. Es ging um Zielsetzung und so Sachen, was dabei fördelrich wäre und welche Rolle ich dabei spiele. Hat natürlich ein wenig nachgeholfen, dass ich weiter ins Grübeln kam... Je näher ich heute meinem Zu Hause gekommen bin, desto schwerer wurde mein Körper und desto müder wurde ich. Mittlerweile geht es wieder und es ist auch etwas leichter, dennoch schwabbert es mit.

Mal schauen, wie es morgen aussieht, hoffenltich geht das alles wieder bis zum Wochenende.

MD


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