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#16

RE: GS: Rüdiger Dahlke über Psychotiker

in Schizophrenie in den Medien 12.12.2014 00:47
von Hotte | 1.639 Beiträge | 4808 Punkte
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Für mich passte dieser Text wie die Faust aufs Auge. Gut zwei Jahre habe ich damit verbracht, herauszufinden, was hinter meiner Psychose stand. Manches war offensichtlich wie zB dass die Erinnerung an die Misshandlung durch die Schulpsychologin in der Klinik wieder hochkam, als ich gerade auf der offenen Station war. Anderes ergab für sich genommen überhaupt keinen Sinn wie zB dass ich einmal ein Geräusch hörte, das so klang wie wenn jemand ein Fax an ein Telefon schicken wollte. Das ist aber "zu wörtlich genommen", wie auch Eleanore (oben verlinktes Video) anhand ihrer Stimmen erklärt.
Mein Auftritt auf der Domplatte mit Singen, Tanzen und Lachen zeigte mir, dass ich diesbezüglich offensichtlich Nachholbedarf hatte und vllt. doch lieber im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehe als ich dies zugebe. Dieses Jahr bin ich bei verschiedenen Lesungen aufgetreten. Das Lampenfieber habe ich nicht so gerne, aber ich freue mich doch auf solche Veranstaltungen und erzähle hinterher ganz stolz davon. Dies möchte ich mal als Beispiel für "Integration des Schattens" anführen.

Was aber die Ganze Zeit während der Behandlung, also im Laufe der Therapie nach meinen Klinikaufenthalten im Vordergrund stand war das Thema Ausgeglichenheit ("psychische Stabilität"). Auch mitten im Wahn kreisten meine Gedanken darum. Ich hatte mir noch in der Geschlossenen eine Liste von Gegensatzpaaren gemacht, weil ich herausfinden wollte, wodurch ich manisch bzw. depressiv wurde.

Ganz klar erkennbar wurde für mich die Steigerung der Überreizung: Erst höre ich Geräusche lauter, als ich sie gewöhnlich vernehmen würde (Hyperakusis), als nächstes kommen Gerüche hinzu und zwar tatsächliche wie halluzinierte und danach rechne ich mit optischen Halluzinationen. Letztere beschränkten sich aber auf meinen Aufenthalt in der Geschlossenen und den Zeitraum kurz davor. Das konnte ich also nicht reproduzieren.
Trotzdem weiss ich heute, dass ich darauf achten muss, wie voll das Maß ist und ich erkenne inzwischen Anspannung und Entspannung, so dass die Hyperakusis gar nicht mehr auftritt.

Diese Sichtweise von Dahlke nun zu entdecken war so eine Bestätigung wie in einer Zeitschrift die Auflösung des selbst gelösten Rätsels aus der Vorwoche zu lesen.

Auch in der Beschreibung dessen, der sich während der akuten psychotischen Episode so ganz anders benimmt, als er sich zu kennen glaubt, finde ich mich wieder. Das wiederum hat Eleanore damit beschrieben, dass sie anfangs sagt, sie trug früher eine Maske und versteckte ihre wahren Gefühle so gut, dass sie selbst darauf hereinfiel.


Werten möchte ich die verschiedenen Reaktionen nicht, freue ich aber wieder mal über die Vielfalt der verschiedenen Lebenswege. Viele Wege führen zur Genesung.


---
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#17

RE: GS: Rüdiger Dahlke über Psychotiker

in Schizophrenie in den Medien 12.12.2014 16:18
von Quietschi | 930 Beiträge | 1907 Punkte
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@gerhard: Triggern würde bedeuten, dass hier durch Texte beim Leser Singnalreize wirken, durch die die Psychose verstärkt wird. Das ist nicht der Fall. Da täuscht dein Eindruck. Die negativen Kommentare beziehen sich darauf, dass der gepostete Text einfach falsche Thesen aufstellt. Der Text ist will wissenschaftlich klingen, ist aber ungenau und enthält nichts als diffus esoterische Theorien, die weder Hand noch Fuß haben. Da mögen unsere Meinungen auseinander gehen. Triggern ist etwas völlig anderes. Bist du überhaupt an einer Psychose erkrankt?


zuletzt bearbeitet 12.12.2014 16:22 | nach oben springen

#18

RE: GS: Rüdiger Dahlke über Psychotiker

in Schizophrenie in den Medien 12.12.2014 22:52
von gerhard | 209 Beiträge | 582 Punkte
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@Quietschi

Ja ich bin an einer Psychose erkrankt und habe F20.0 (z.Zt. Vollremission). Hatte drei Schübe, mit 16, 17, und 23 Jahren. Bin jetzt 27.

Da der Begriff Trigger nicht eindeutig, bzw. schwammig definiert ist, ist er vielleicht nicht die beste Grundlage einer Diskussion. Für mich muss ein Trigger nicht unbedingt die Psychose verstärken, sondern kann allgemein als Anregung/Konfrontation mit schwierigen Themen und deren Auseinandersetzung verstanden werden. Bspw. sehe ich den Tod und die NS-Zeit als gesellschaftliche Triggerthemen.

Aus dem Text von Dahlke lese ich die These raus dass im akut psychotischen Schub bislang, sei es bewusst oder unbewusst, unterdrückte Persönlichkeitsanteile sichtbar verstärkt hervortreten.
Diese Idee kann durchaus dem Verstädnis der eigenen Psychose hilfreich sein.

Ich war vor meiner Erkrankung ein ziemlich assiger Jugendlicher, habe mich geprügelt, Mitschüler gemobbt, war als Einbrecher unterwegs, habe vandaliert und solche Sachen. Das Ergebnis einer sehr toleranten Erziehung und dem einen oder anderen Anhaltspunkt von psychischem, wenn auch ungewollten, Missbrauch.
Nach dem einschneidenden Erlebnis meinen Vater beim Sterben zusehen zu müssen, entwickelte sich rasch die Psychose bei mir. Da war ich dann sehr liebevoll zu allen Menschen, glaubte der Messias zu sein und legte ein überaus soziales Verhalten an den Tag. Heute finde ich das fast schon witzig, wenn da nicht jahrelange Quälerei mit der Negativsymptomatik gewesen wären.
Da galt es für mich in den letzten Jahren die Mitte zu finden, nicht nur im sozialen Bereich sondern grundsätzlich ein anderes Denken für meine Umwelt und mich zu entwickeln.


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#19

RE: GS: Rüdiger Dahlke über Psychotiker

in Schizophrenie in den Medien 13.12.2014 00:19
von Hotte | 1.639 Beiträge | 4808 Punkte
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Genau: Die Mitte finden.
Diesen Ratschlag habe ich oft gehört, konnte mir aber nichts darunter vorstellen.


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#20

RE: GS: Rüdiger Dahlke über Psychotiker

in Schizophrenie in den Medien 13.12.2014 20:13
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Hallo Gerhard.
Dann hast du wirklich schon mehr Schübe gehabt als ich.
Ich glaube trotzdem nicht, dass es sich um unterdrückte Persönlichkeitsanteile handelt, sondern um einen verdrängten, inneren Konflikt. Meines Erachtens sind das keine nicht gelebten Seiten einer Person, sondern unbewusst schwelende, innere „Kämpfe“ mit sich selber, die so groß werden, dass sie das Unterbewusstsein ins Bewusstsein schiebt. Man wirft sich z.B. unbewusst etwas vor, dass dann als vorwurfsvolle Stimmen hörbar wird...
Grüße,
Quietschi


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#21

RE: GS: Rüdiger Dahlke über Psychotiker

in Schizophrenie in den Medien 13.12.2014 21:58
von gerhard | 209 Beiträge | 582 Punkte
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Hallo Quietschi,

der verdrängte, innere Konflikt, wie du ihn beschreibst, steht meines Erachtens am Anfang der unterdrückten Persönlichkeitsanteile. Für mich resultiert das eine aus dem anderen.
Ich denke mal, dass dieser innere "Kampf" noch etwas tiefer im Unterbewusstsein sitzt und in der Psychose als unterdrücktes, subjektiv nicht direkt und eindeutig benennbares Persönlichkeitsmerkmal hervortritt.

grüße


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#22

RE: GS: Rüdiger Dahlke über Psychotiker

in Schizophrenie in den Medien 14.12.2014 16:51
von Quietschi | 930 Beiträge | 1907 Punkte
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Hi Gerhard.
Hm, vielleicht gibt es da einfach unterschiedliche Wege. Bei mir war Stalking der Auslöser. Reale Nachstellungen sind dann später zu surrealen "Bedrohung" geworden. Die Ausgangssituation war also eine Andere.
Schönes WE,
Quietschi


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#23

RE: GS: Rüdiger Dahlke über Psychotiker

in Schizophrenie in den Medien 09.01.2015 21:33
von MDark (gelöscht)
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Hallo,
ich denke, dieser Thread könnte nochmal hervorgekramt werden.

Zitat
Sagen wir so, das "Männchen" ist nicht mehr pechsschwarz, sondern eher grau und gütig, und es ist nicht so, dass ich grossartig meinen eigenen Abgründen hätte Tribut zahlen müssen, es waren nichtmal wirklich meiner persönlich eigenen sondern einfach die Sammlung an schrecklicherem was ich im Leben mitbekommen hatte ohne es jetzt selbst zu verkörpern, und ich musste sie einfach sehen, verstehen, und Angst davor verlieren. Das kann natürlich bei jedem anders sein. Bei mir hat's so funktioniert.


So habe ich es auch zum Teil erfahren. Komischer Weise muss ich aber sagen, dass ich mich in sehr vielen (auch unterschiedlichen) Beiträgen von euch allen wiederfinde. Auch wenn meine Phase mit etwa zwei Jahren eher kurz gewesen ist, war es dennoch sehr intensiv.
Ich musste mich mit eigenen Themen befassen, mit Themen von Anderen, mit meinem Verhalten gegenüber verschiedenen Personen, meiner Vergangenheit, meiner Zukunft, dem Leben und dem Tod, mit Realität und Fantasie, mit Wirklichkeit und Glaube, Träumen und Illusionen, Schlaf und Wach, Stärke und Schwäche, Lüge und Wahrheit, Ich und Du und die Facetten des Menschseins... Zu einer Freundin sagte ich einmal, es sei so als ob ich in dieser Zeit mehrere Menschenleben gleichzeitig geführt hätte. Manche kann ich heute sogar noch benennen, auch wenn sie keine Namen tragen.
Aus diesen verschiedenen Bereichen, und noch einigen mehr, entstehen auch meine "Erinnerungen an ein anderes Leben". In kurzen Abschnitten beschreibe ich da eben diese Verschiedenheit der Akutphase. Wenn auch größtenteils nur aus der Erinnerung, die langsam schwindet...

Also kann ich persönlich nicht sagen, dass irgendwer unrecht oder recht hat. Nachdem ich jeden Beitrag gelesen habe, muss ich wirklich sagen, es ist sehr komplex was da in so einer Akutphase abläuft. Ich vermute, dass jeder halt andere Bereiche seiner Innenwelt erkennt und wahrnimmt, daher auch so unterschiedliche Krankheitsverläufe und unterschiedliche Meinungen.
Jedoch finde ich es auf jeden Fall eher schädlich, wenn jemand versucht etwas auf jeden umzumünzen...
Es gibt kein Patentrezept, zumindest noch nicht.

Auch wenn ich in mancherlei Hinsicht die Holistik für schlüssig ansehe, ist auch das sicher kein Patentrezept... Menschen denken in seltenen Fällen holistisch. Jeder trägt ein Puzzleteil auf dem Bauch und wenn der Körper dann im Grab liegt, fürgt sich das Teil wieder in das Ganze ein.

Grüße,
MD


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#24

RE: GS: Rüdiger Dahlke über Psychotiker

in Schizophrenie in den Medien 10.01.2015 06:40
von Lightning (gelöscht)
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Hm.. da war ich noch gar nicht angemeldet, aber ich habe mir alles durch gelesen und lasse meine Meinung mal hier :)

Ich bin zwar auch der Meinung, dass man sich selbst finden sollte, also man sollte für sich evtl. herausfinden, was die Ursachen bestimmter Situationen waren und diese falls möglich mit der Realität in Einklang bringen. Aber wenn man diese Erkenntnis dann hat, kann man sie auch wieder in der Vergangenheit lassen und nur bei Bedarf ausgraben. Wenn man zu lange in der Vergangenheit gräbt, holt man sie meiner Erfahrung nach wieder in die Gegenwart. In Unerklärlichem kann man die positiven Dinge suchen und das Unerklärliche als gegeben akzeptieren. Man kann das Gedankenwirrwar der Psychose wieder in ein Gleichgewicht bringen. Positiv und Negativ abwägen und die neutrale Mitte wählen.

Aber was in dem Text ansonsten so steht finde ich für mich nicht hilfreich. Ich war vor der F20 ein total ausgeglichener Mensch. Meine "Schatten" waren nicht in mir selbst. Mein "Schatten" war der allgemeine Zustand der Menschheit. Kriege wegen Religionen, die im Grunde das gleiche Denken.. Hungersnöte.. Ungerechte Geldverteilung.. Machtpolitik.. selbst die Zukunft ist für die Dauer unseres Leben doch schon fast vorprogrammiert. Entweder man kommt auf einen Nenner.. oder es kommt - wie es Momentan aussieht - zu immer mehr Unruhen auf der Welt, bis wir evtl wirklich einen 3. Weltkrieg in Form von weltweiten Bürgerkriegen haben. Und das ist evtl. schon über mein Leben hinaus gedacht. Positives erkenne ich für die Menschheit selbst erst in Jahrhunderten. Solche Dinge.. und einige Einflüsse von Aussen, die nicht wirklich an mir lagen, sondern an meinen Mitmenschen.. waren bei mir ein Hauptauslöser. Ich komme einfach nicht mit der gegenwärtigen Dummheit und Hinterhältigkeit der Menschheit klar.

Wie sollte ich bei einem solchen Hintergrund die "Dunkle" Seite schon vorher raus lassen, wenn ich mich ja allgemein Betrachtet noch in einem philosophischem, relativ sozialen und gefühlsmäßigem Gleichgewicht befunden habe, was meine eigene Person betrifft? Hätte ich alle Milliardäre fragen sollen, ob sie jedem Geld geben, bis jeder eine Million hat? Und diese dann dazu motivieren, alles anzulegen und von Zinsen zu leben, um das System lahm zu legen? Oder gleich selbst die Konten hacken? ^^

Also ich weiss ja nicht.. für mich wären die 2 Regeln in dem Fall fast eine Anleitung gewesen, zum Psychotiker zu werden, bevor ich psychotisch war. Für mich ist der Schatten das Unterbewusstsein. All meine optischen Halluzinationen waren z.B. Dinge, die ich unkontrolliert verknüpft hatte mit etwas, das ich in der Vergangenheit erlebt hatte oder was ich an unterbewusstem Wissen in mir trug. Sei es die optische Erschaffung einer "Matix" und nach vielen Nächten mit einer 3 spielend der Gedanke ich sei "Neo" und schaffe mir meine eigene Welt.. oder die Tatsache, dass ich dachte, ich bin Jesus und müsse Göttliche Tests bestehen, um das Leben des ganzen Planeten zu retten. Das waren z.B. unterbewusste Verknüpfungen vom Film Matrix.. die ich mit Neo dann sogar langsam wieder sortieren konnte. Und "Jesus" nannte man mich in der Schule, als ich noch lange Haare hatte. Wie man die Welt verbessern könnte, habe ich auch immer überlegt. Über Weltreligionen hatte ich auch viel gelesen, weil ich sie auf einen Nenner bringen wollte.. das erklärt dann auch meine Dämonen, Engel, Teufel, und Gotteserscheinungen über das Chaos im Unterbewusstsein. Einfach Wissen, das verrückt spielt, weil es nicht richtig sortiert werden kann. Und sobald man es langsam wieder einsortieren kann - selbst wenn es erstmal nur grob ist, befindet man sich auf dem Weg der Besserung.

Also ich sehe das ähnlich wie MDark. Diese Krankheit kann so viele Auslöser haben, dass man sicher nicht mit 2 Regeln alles "regeln" kann. Und auch nicht durch die These, dass man aus 2 Persönlichkeiten besteht und eine davon die andere zerstören kann, wenn man sie nicht auslebt. Jeder hat seine eigenen "schlechten" Erfahrungen gemacht, vor der Psychose.. jeder hat anderes Wissen für sein Unterbewusstsein gesammelt.. der eine Verbindet die Krankheit dann wie ich mit dem Weltgeschehen, der andere mit einer unterdrückten Lebensweise und somit den "Schatten", der nächste verbindet sie mit seinem Umfeld, wieder ein anderer mit Drogen, mit der Familie, mit bestimmten Ereignissen, bestimmten Organisationen usw. Und in jeder Erfahrung steckt eine Wahrheit, sonst hätten wir diese Erfahrungen nicht gemacht. Viele stimmen überein und Viele nicht. Daher können wir uns durch regen Austausch eine Hilfe sein, weil jeder in einem Beitrag etwas finden könnte, dass ihm persönlich helfen kann.

LG, Lightning


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zuletzt bearbeitet 10.01.2015 06:48 | nach oben springen


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