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#1

Text von A.Finzen zum Thema Schizophrenie, insbes. für Angehörige

in Schizophrenie in den Medien 23.11.2014 18:40
von Hirnsehprogramm | 1.300 Beiträge | 2657 Punkte
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Ich bin vor einer kleinen Weile durch Zufall auf diesen Text von Asmus Finzen, auf seiner Homepage gestossen, der auf eigentlich gut verständliche Art und Weise speziell die Thematik "Schizophrenie" aus seiner Sicht, der eines Psychiaters, beleuchtet. Dabei nimmt er besonderen Bezug auf psychosoziale Komponenten und Komplikationen die sich für Angehörige von Patienten ergeben können. Ausserdem umreisst er kurz die medizinische Komponente der Erkrankung, Perspektiven und Behandlungswege.

Der Text von 160 Seiten spiegelt selbstverständlich auch seine eigene Meinung zu vielen Aspekten dabei wieder! Dennoch finde ich, er bringt mal ganz gut das Grundwissen und einige Anregungen auf eine Reihe. Für Angehörige vielleicht ein guter Grundstein, wenn es darum gehen soll ein anfängliches Verständnis der Situation zu erarbeiten. Auf ein tieferes Verständnis der Symptomatik geht er zwar nicht so sehr ein, vermittelt aber gut Eindrücke, was für Problematiken einen generell im Lebensweg mit dieser Erkrankung erwarten können, und was man dagegen tun kann.

Ich hatte erst etwas gescheut das hier reinzustellen, da der Autor anmerkt der Text sei noch "in Überarbeitung". Ich habe ihn dann heute flott überlesen, und es sind nur wenige Stellen, die wohl noch ergänzt werden sollten oder sich wiederholen, kleine Rechtschreibfehler, und 3-4 Grafiken die nicht eingebunden sind. Den Informationsgehalt schätze ich trotzdem sehr hoch ein.

Für selbst Betroffene mag es auch interessant sein, diesen Überblick anzulesen, auch zur Selbstreflektion, ich glaube aber das meiste richtet sich thematisch eher an das Umfeld.

Hier der Link zum PDF


Das Leben ist schon echt hart. Es gönnt einem scheinbar von Konzept aus nie die Sahneschnittchen, sondern scheint einen nur erziehen zu wollen, sich stets mit dem, was man nun mal hat, zufrieden zu geben - oder drunter zu leiden, wenn man unzufrieden damit ist.
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#2

RE: Text von A.Finzen zum Thema Schizophrenie, insbes. für Angehörige

in Schizophrenie in den Medien 23.11.2014 23:14
von comfortzone | 394 Beiträge | 533 Punkte
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Danke für die mit Bewertung zugänglich gemachte Lektüre. Derzeit versuche ich mich mit solchen Dingen näher zu beschäftigen um alles was besser zu verstehen. Sachen aus Sicht von Betroffenen oder Psychologen konnte ich hier und da schon aufschnappen. Die Sicht eines Psychiaters hilft da bestimmt auch.


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#3

RE: Text von A.Finzen zum Thema Schizophrenie, insbes. für Angehörige

in Schizophrenie in den Medien 24.11.2014 10:45
von Hirnsehprogramm | 1.300 Beiträge | 2657 Punkte
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Naja, die "Sicht des Psychiaters" sollte man vom Ausdruck her relativieren, Finzen sieht und beschreibt das Thema, vor allem in diesem Dokument, mehr aus "sozialpsychiatrischer" Sicht, was ja auch seiner Professur entspricht.

Ich finde das auch mehr als sinnvoll zur Ergänzung jenseits der direkten Behandlung der Symptome - denn da diese in der Regel nicht vollständig "kuriert" werden, und Einschränkungen bleiben, ist es quasi ein Zwang sein Leben an gewissen Veränderungen durch die Krankheit richtig auszurichten. Und dann auch Pflicht der Menschen im Umfeld, auf diese Veränderungen auch rücksicht zu nehmen, bzw. sie erst einmal zu kennen und erkennen zu lernen!

Viele Äusserungen in dem Text sind natürlich als direkte Aussage formulierte Meinungen des Autors, und man sollte nicht vergessen, dass es durchaus auch andere Ansichten zu manchem geben kann.


Das Leben ist schon echt hart. Es gönnt einem scheinbar von Konzept aus nie die Sahneschnittchen, sondern scheint einen nur erziehen zu wollen, sich stets mit dem, was man nun mal hat, zufrieden zu geben - oder drunter zu leiden, wenn man unzufrieden damit ist.
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#4

RE: Text von A.Finzen zum Thema Schizophrenie, insbes. für Angehörige

in Schizophrenie in den Medien 24.11.2014 22:47
von Hotte | 1.639 Beiträge | 4802 Punkte
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Ich muss grad laut lachen.

Auf Seite 57 seines Manuskripts steht tatsächlich:
Neben dem selbstverständlichen Angebot eines
beruhigenden und entängstigenden Milieus
und der psychologischpsychotherapeutischen
Stützung und Führung hat die Neuroleptika-Behandlung in
der akuten Psychose Vorrang.

Ob der wohl jemals selbst entgegen seinem Willen in einer Geschlossenen eingesperrt war? Wie kommt der auf die Idee, das könnte etwas anderes als Angst machen?


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