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#1

Frage zum Umgang mit einer akuten Psychose

in Treffpunkt für Angehörige 23.10.2014 23:55
von Hasenzähnchen86 (gelöscht)
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Liebe Alle,

zwar ist mein Bruder bisher noch nicht wieder aufgetaucht, aber ich mache mir andauernd Gedanken was ich tun soll, wenn er wieder da ist. Klar ist jede Psychose individuell. Und ja, ich habe mich bereits mit einer Menge Psychiatern in Verbindung gesetzt, die aber alle unterschiedliche Vorgehensweisen vorschlagen. Deshalb will ich euch an dieser Stelle fragen. Bei uns ist leider sehr viel schief gelaufen, wir hatten nur wenige positive Erlebnisse in den vergangenen 10 Jahren seit der Diagnose.
Zu meinem Bruder: Er hat weder einen Betreuer noch ist er medikamentös versorgt. So läuft das jetzt seit 4,5 Jahren. Vorher hat er mit den Medis rumexperimentiert und teilweise, wie wir später erfuhren, so viel oder wenig genommen wie er es für richtig hielt, ohne Rücksprache mit Ärzten. Diese haben ihm natürlich die Medikamente verschrieben und gesagt wie viel er einnehmen soll, woran er sich aber scheinbar nicht gehalten hat.
Meine Frage ist jetzt vor allem, da er einen Hass auf unsere Familie entwickelt hat, ob ich überhaupt sobald er wieder da ist, etwas tun kann. Meine Eltern wollen und können nicht mehr, da sie denken sie seien schuld, was sie lähmt.
Was hat euch denn geholfen, Zugang zu euren Angehörigen zu bekommen? Was hat euch, die ihr selbst an einer Psychose erkrankt seid, geholfen, um aus dieser Situation rauszukommen? Welche Rolle spielte während einer akuten Phase die Familie, insbesondere Geschwister?
Ich hoffe ein paar Einblicke von Betroffenen zu gewinnen, weil ich, auch wenn ich möglicherweise nicht viel tun kann, nichts unversucht lassen will.

In Hoffnung.

Schnuffel


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#2

RE: Frage zum Umgang mit einer akuten Psychose

in Treffpunkt für Angehörige 24.10.2014 10:16
von specialK | 187 Beiträge | 597 Punkte
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Hallo Schnuffel!

Ich als betroffene hätte bald mit meiner mutter gebrochen, weil sie in meiner akuten zeit, aber auch danach nix anderes getan hat, als mir ratschläge, weisheiten, ihre Meinungen und regeln um die ohren zu schmeißen.
sie hat nicht einmal gefragt, was sie für mich tun kann bzw. wie. ich hab ihr versucht zu sagen was ich als hilfe empfinden würde, aber sie hat so weiter gemacht, wie sie es sich halt gedacht hat was gut für mich sei.
ich hab mich dann zurückgezogen und auch einen aggressiveren ton angeschlagen um mich zu wehren.

mir hilft es wenn ich sagen kann, dass würd mir jetzt helfen oder gut tun - und ich merke, dass meine verwandten dann auch versuchen das umzusetzten. mir hilft auch, wenn sie mir einfach nur mal zuhören oder sich interessiert zeigen wie es mir gerade wirklich geht. ich will auch nicht bedrängt werden.
manchmal hab ich den eindruck, ich werde bedrängt in punkto ich soll doch dieses oder jenes machen, mich nicht so hängen lassen ...

ich glaub die umgebenden menschen meinen es nicht schlecht, aber sie vergessen, dass ich trotz psychischer Erkrankung die meiste zeit ein mündiger, zurechnungsfähiger und vor allem erwachsener mensch bin (39 lj).
Wenn ich mich soweit fühle gehe ich dann wieder auf meine Familie zu und bin auch aktiver - aber es braucht halt seine Zeit. Vom Bedrängen wird's nicht schneller besser.
Nichts desto trotz, die Verantwortung für den Umgang mit meiner Krankheit muss ich auch selber wahrnehmen, sonst denke ich brauchts einen Betreuer, wenn ich das nicht kann.

ich hoffe, dass hilft dir ein bisschen

lg
katharina


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#3

RE: Frage zum Umgang mit einer akuten Psychose

in Treffpunkt für Angehörige 24.10.2014 11:15
von Hasenzähnchen86 (gelöscht)
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Liebe Katharina,

das hilft mir sehr. Habe gerade erfahren, dass mein Bruder gefunden wurde. Was genau mit ihm ist, dürfen wir wohl nicht wissen, aber wenigstens andere Verwandte meiner Familie schon. Diese Entscheidung meines Bruders respektiere ich. Aber wenn er sich irgendwann einmal melden sollte, werde ich mir deine Empfindungen in Erinnerung rufen. Denn genau das ist es was ich vermutet habe: Bedrängen bringt mich und ihn nicht weiter. Ich habe lange gebraucht um zu verstehen, dass mein Bruder krank ist. Habe immer gedacht er würde nur so tun, um seine Ruhe zu haben und habe ihn bedrängt. Seit 2 Jahren hat es bei mir "klick" gemacht. Ich werde bald wieder selbst eine Therapie machen, auch um mir bewusst zu machen, wie du sagst, dass du ein eigenständiger Mensch bist, er ebenso eigenständig ist. Ich möchte halt mit meinem Verhalten nicht das was er sich möglicherweise in den nächsten Monaten wieder aufbaut, kaputt machen, weshalb ich mich lieber jetzt, auch wenn es sehr spät ist, informiere und coachen lasse.
Hoffentlich finde ich irgendwann wieder einen Zugang zu ihm, denn er ist mir sehr wichtig. Wenn er gar keinen Kontakt mehr haben will, dann werde ich das aber auch respektieren müssen.

Vielen Dank nochmal und liebe Grüße,

Schnuffel


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#4

RE: Frage zum Umgang mit einer akuten Psychose

in Treffpunkt für Angehörige 24.10.2014 13:56
von Schneepferdchen (gelöscht)
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Hallo Schnuffel,

es freut mich, daß Dein Bruder gefunden wurde.


LG

Schneepferdchen


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#5

RE: Frage zum Umgang mit einer akuten Psychose

in Treffpunkt für Angehörige 24.10.2014 16:35
von Hirnsehprogramm | 1.164 Beiträge | 2079 Punkte
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Hallo! Und schön, dass sich der Kontakt zu ihm eventuell wieder klären kann!

Umgang mit akuten Psychotikern? Das kommt glaube ich ganz darauf an, in welchem Zustand der Mensch grade ist. Vielleicht hast du schon richtig angedeutet, dass zuviel forderndes, direkte Einmischung und dergleichen eher auf taube Ohren stossen kann, oder sogar Ablehnung erzeugen kann. Ich sage mal, wenn man mit einer Psychose beschäftigt ist, egal ob im Wahn oder mit den lähmenden Nachwirkungen - das ist mördermässig anstrengend für die Psyche, die gleichzeitig überlastet und geschwächt ist! Wenn man das halbwegs merkt, wünscht man sich im Schub evtl. oft einfach nur mal ein Fitzelchen Ruhe und Frieden, was einem aber durch die Symptome oft verwehrt ist, stattdessen wird's immer aufreibender. Wenn dann jemand kommt, und einen dazu bringen will noch zusätzlich irgendwelche Anstrengungen zu unternehmen - auch wenn die eigentlich sinnvoll sind, und für Gesunde eher selbstverständlich - kann's gut passieren, dass man endgültig "dicht macht".

Ich will nicht sagen, dass dauerhaftes "Abhängen" irgendwie gut wäre, das kann sich auch sehr schädlich und kontraproduktiv entwickeln. Gibt sicher viele Fälle, die sich auch durch Hängenlassen und Grübeln aus dem Leben immer mehr weg und immer stärker in ihren Wahn bewegen können. Aber auch wenn man vorerst als Psychotiker nach einem Schub "klarkommt", braucht man evtl. einiges an Zeit sich zu sortieren, viel Ruhe und dergleichen. Was da hilfreich sein kann, ist schon etwas den Rücken freigehalten zu bekommen für diese Phase, aber auch genug Abstand zu Verpflichtungen und dergleichen. Wenn es zu matt werden sollte, eventuell Unterstützung dabei den Tag auch sinnvoller zu nutzen, Anregungen, aber nichts mit ausgeprägtem Zwang oder sogar Drohungen. Bei mir hat sowas geholfen, mir meiner Problematiken bewusster zu werden, und langsam dran zu arbeiten von mir selbst aus selbstbestimmter zu werden, und auch aktiver. Fordert mal vorerst nicht zu viel Action von ihm, ausser er ist wirklich wieder fit und langweilt sich zuviel, das kann nämlich auch extrem am Selbstbewusstsein knabbern wenn man Dinge in Angriff nehmen will, soll, oder muss, für die man einfach noch nicht die Energie hat.

Auf das Thema zum Umgang mit akuten Wahnvorstellungen oder totaler Uneinsichtigkeit gehe ich aber mal lieber nicht ein. Das ist eine sehr schwere Problematik für alle Beteiligten, ich glaube wirklich gute Lösungen für alle gibt's eher nicht. Ich würde grob schätzen, dass man dabei weder bestärken bzw "mitspielen" noch allzu hart und aggressiv dagegen einreden sollte. Das ist im Grunde der allerschwerste Punkt dabei.


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#6

RE: Frage zum Umgang mit einer akuten Psychose

in Treffpunkt für Angehörige 25.10.2014 12:40
von lutreola | 468 Beiträge | 1796 Punkte
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Hallo Schnuffel,
mir drängte sich auch sofort das Gefühl auf, dass es toll ist, dass dein Bruder endlich gefunden wurde. Daher schreibe ich es dir auch nochmal, obwohl es ja bereits gesagt wurde. Jetzt hat diese Unsicherheit endlich ein Ende und ihr könnt wieder langsam daran arbeiten, eine Beziehung aufzubauen.
Ich habe über deinen Fall sehr oft nachdenken müssen und es hat mir sehr leid getan. Es ist als Außenstehender schwer vorstellbar, was ihr für eine Sorge empfunden haben müßt.
Ich wünsche dir und deiner Familie alles Liebe und schicke euch einen kleinen "Blumenstrauß".
Liebe Grüße
Lutreola


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#7

RE: Frage zum Umgang mit einer akuten Psychose

in Treffpunkt für Angehörige 27.10.2014 21:01
von Hasenzähnchen86 (gelöscht)
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Vielen Dank euch allen!
Das hat mir schon sehr geholfen. Etwas mehr weiß ich jetzt und zwar, dass er an MEINEM Geburtstag hunderte Kilometer fern von seinem aktuellen Heimatort gefunden wurde, weil er auffällig gewesen ist.
Ich habe jetzt auch endlich erfahren, wo er sich momentan ungefähr befindet und weiß, dass er keinen Kontakt will, wobei sich das wohl eher nur auf meine Eltern als auf mich bezieht (lange Geschichte...). Das respektiere ich, aaaber:
Da ich vor Ort bin, habe ich halt überlegt, ob nicht vllt. die zuständigen Psychiater ihm sagen könnten, dass ich da bin? Einfach nur, damit er weiß, er ist nicht alleine? Und dann kann er ja selbst entscheiden, ob er mich sehen will oder nicht. Ich will auf keinen Fall, dass er denkt ich würde mich ihm aufdrängen wollen. Aber als er das letzte Mal eingewiesen wurde, war ich mit meinem Onkel sowie meinen Großeltern ebenfalls die einzigen, die er sehen wollte. Leider will er u.a. auch mit meinem Onkel nichts mehr zutun haben.

Was meint ihr? Soll ich erst in ein paar Wochen versuchen Kontakt aufzunehmen? Wird er vllt. sogar für immer keinen Kontakt mehr haben wollen? Ich weiß, dass ich ihm nicht helfen kann, aber ich kann doch zumindest als seine Schwester ein offenes Ohr haben...

In Hoffnung,


Schnuffel


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#8

RE: Frage zum Umgang mit einer akuten Psychose

in Treffpunkt für Angehörige 27.10.2014 21:10
von specialK | 187 Beiträge | 597 Punkte
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Deinen Bruder über eine neutrale Person wissen zu lassen, dass du "da" bist halte ich für eine gute Idee - ich würde allerdings ein paar Tage verstreichen lassen, bis sich die Akutsituation etwas beruhigt hat. Dann wirst du ja sehen wie er darauf reagiert.

lg
Katharina


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#9

RE: Frage zum Umgang mit einer akuten Psychose

in Treffpunkt für Angehörige 28.10.2014 08:04
von Hasenzähnchen86 (gelöscht)
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Hm, okay. Das versteh ich. Der Zeitpunkt an dem er gefunden wurde, ist jetzt 1,5 Wochen her. Bekomme nachher endlich genaure Informationen, dann berichte ich nochmal. Schonmal vielen Dank :)


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#10

RE: Frage zum Umgang mit einer akuten Psychose

in Treffpunkt für Angehörige 28.10.2014 10:17
von comfortzone | 394 Beiträge | 533 Punkte
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Denke auch wie specialK, dass man ggfs. etwas Zeit verstreichen lassen sollte, bis sich der Zustand von deinem Bruder ein wenig stabilisiert hat. Wenn du an Informationen kommst ist das natürlich gut. Diese anzuwenden bzw. auf deinen Bruder zuzugehen würde ich aber abwarten. Seine Situation dürfte gerade "kompliziert" sein und den Stress sollte man gering halten.


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#11

RE: Frage zum Umgang mit einer akuten Psychose

in Treffpunkt für Angehörige 28.10.2014 22:51
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Daaaanke. Also. Ich habe endlich in Erfahrung bringen können in welcher Klinik er sich befindet, da mir involvierte Personen das nicht mitteilen wollten oder durften. Tatsächlich ist es auch gleich die erste Klinik gewesen, die ich "wahllos" anrief und sofort fündig wurde: Er ist da.
Mir wurde gesagt, ich solle doch bitte möglichst bald vorbeikommen. Ob er mich sehen will oder nicht sei erstmal egal. Vllt ist es ja auch gut, wenn die zuständigen Ärzte ein paar mehr Informationen erhalten, um ihn gezielter unterstützen zu können. Außerdem will ich einfach nur, dass er weiß, seine Schwester ist momentan nicht 500 km weit weg, sondern direkt vor Ort, wie das letzt Mal als er nur mich sehen wollte. Ganz ohne Vertrauenspersonen, die ihm noch nicht die Polizei "auf den Hals gehetzt" haben, geht es eben in seiner Situation doch nicht.
Auch weiß ich um seineFähigkeit, Ärzte gezielt manipulieren zu können, womit er ja sogar durchkommt.

Ich stehe jetzt extra morgen sehr früh auf, um dort hinzufahren. Habe leider nur noch 2 Tage, dann muss ich zurück :(

Melde mich morgen nochmal :) Bis dahin:

Alles Gute euch allen und bleibt stark!


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#12

RE: Frage zum Umgang mit einer akuten Psychose

in Treffpunkt für Angehörige 04.11.2014 07:06
von Hasenzähnchen86 (gelöscht)
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Hallo liebe Alle!

Ich habe die letzten Tage selbst mit meiner eigenen Psyche extrem zu kämpfen gehabt. Meine Familie ist sich bzgl. meines Bruders sehr uneinig und jetzt zerstritten. Ich halte noch alles zusammen, was mir aber sämtliche Kräfte entzieht und mich ins Kreuzfeuer stellt. Begebe mich bald selbst in eine Gesprächstherapie.
Zu meinem Bruder: Er nimmt endlich Medikamente und er merkt, dass sie helfen. Leider ist es unklar wo er danach hinziehen wird, eine Wohnung gibt es nicht mehr. wenn er bald entlassen werden sollte, was soll er bloß tun? Zu den Verwandten und meinen Eltern (wo ich wohne) will er nicht mehr. Keine Ahnung was ich machen soll... Die anderen haben auch keine Ideen.
Habt ihr vllt. welche?

Vielen Dank und liebe Grüße.


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#13

RE: Frage zum Umgang mit einer akuten Psychose

in Treffpunkt für Angehörige 04.11.2014 20:53
von Molly | 2.583 Beiträge | 11732 Punkte
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Hallo Hasenzähnchen!

Zur Not müsste er in ein Wohnheim für psychisch Kranke oder besser in eine betreute WG für psychisch Kranke.

LG,


Mein Wahlspruch: Halte niemals mit einer Hand die Vergangenheit fest, denn du brauchst beide Hände für die Zukunft!
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#14

RE: Frage zum Umgang mit einer akuten Psychose

in Treffpunkt für Angehörige 06.11.2014 10:07
von Hasenzähnchen86 (gelöscht)
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Okay. Meinst du damit auch das Anregen einer gesetzlichen Betreuung? Soll ich das mal bei ihm ansprechen? Ewig bleibt er nämlich nicht in der Klinik. Das muss jetzt alles ziemlich schnell gehen und ich kenn mich da nicht so besonders gut aus. Bin jetzt auch nicht in seiner Nähe, sondern wieder weit entfernt. Mein Handlungsspielraum ist also begrenzt.

Liebe Grüße


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