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#1

Bruder verschwunden

in Treffpunkt für Angehörige 19.10.2014 21:20
von Hasenzähnchen86 (gelöscht)
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Liebe Alle,

ich habe einen Bruder, der seit ca. 10 Jahren (aktuell ist er 27) an einer mehr oder weniger stark ausgeprägten Psychose leidet.
Seit über einer Woche ist er nun verschwunden. Angefangen hat alles mit Wahnvorstellungen (über ihn würde schlecht geredet bis hin zu er wäre missbraucht worden). Nun wohne ich über 500 km von ihm entfernt und kann die neuesten Ereignisse nur aus Erzählungen anderer berichten.
Er hat sich zunächst in den vergangenen 4,5 Jahren weder medikamentös noch therapeutisch behandeln lassen. Inzwischen wohnte er gemeinsam mit jmd. in einer Wohnung in einer Art WG. Nachdem mein Bruder und mein Vater im Urlaub waren (vor etwa 4 Wochen) hat er urplötzlich den Kontakt zu uns abgebrochen (meine Eltern wohnen mit mir zusammen, also ebenfalls 500 km weit entfernt). Da haben die Wahnvorstellungen eingesetzt (kann ich wie gesagt nur aus Erzählungen berichten). Vor 3 Wochen begab er sich in eine Psychiatrie und nahm wahrscheinlich Medikamente. Dann ist er dort abgehauen. Er hat, als er zu sich nach Hause zurückkam, erfahren, dass wir alles wissen (haben wir ihm aber nie erzählt, um seinen Wahn nicht zu verschlimmern) und kurze Zeit später angefangen sämtlichen Personen in seiner näheren Umgebung zu misstrauen. Daraus folgte das Auswechseln des Schlosses bei ihm zu Hause, sodass sein Mitbewohner Polizei und Feuerwehr rufen musste, um reinzukommen (er hatte ein Sicherheitsschloss für 300 Euro einbauen lassen). Da der Mitbewohner nicht wusste was mit ihm ist, wurde er der Wohnung verwiesen und ist nun unauffindbar. Uns wurde mitgeteilt er hätte seine SIM-Karte ausgewechselt und er hätte wohl erwähnt sich in Pensionen auszuhalten. Kontakte mit Psychologen haben wir aufgenommen, aber ihn zu finden, hilft uns trotzdem nicht.
Hatte jmd. von euch schon einmal eine ähnliche Situation erlebt? Ist derjenige wieder aufgetaucht? Wie lange dauert so eine Phase? Er hat zwar keine Suizid-Gedanken geäußert, aber Angst habe ich trotzdem. Leider kann er sich merkwürdigerweise verstellen sobald eine amtliche Person vor ihn tritt, weshalb wir vermuten, dass noch eine Persönlichkeitsspaltung hinzugekommen ist. Das würde auch erklären weshalb er sich einmal gegenüber seines Mitbewohners als König bezeichnet hat.
Uns wurde gesagt, wir könnten gerade gar nichts tun, außer halt die Polizei informieren, dass er verschwunden ist, das glaube ich auch. Aber vllt habt ihr ja Erfahrungsberichte, die ermutigen könnten? Bin gerade mitten im Examen und vergangene Woche nur mit Telefonaten für ihn beschäftigt gewesen. Meine letzte Prüfung ist am Mittwoch.

Vielen Dank schonmal.

Liebe Grüße


zuletzt bearbeitet 19.10.2014 21:48 | nach oben springen


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